Kreismehrkampfmeisterschaften 2017

Leon Krause: (Weit) 3,54m | (50m) 8,19sec | (Schlagball) 26m (1.)
Jan Ostkamp: (Weit) 3,93m | (50m) 8,67sec | (Schlagball) 21,5m (3.)
Amelie Laukel: (Weit) 3,44m | (50m) 8,88sec | (Schlagball) 23,5m (3.)
Raphael Oberwinkler: (75m) 12,60sec | (Hoch) 1,02m | (Weit) 3,29m | (Ball) 22,5 (5.)

Kreismehrkampfmeisterschaften – Drei Podestplätze für VfLer

Bei den letzten Kreismeisterschaften im Jahr 2017 waren nochmal 4 Athleten und Athletinnen für den VfL am Start: Leon, Jan und Amelie absolvierten einen Dreikampf, Raphael musste im Vierkampf noch zusätzlich den Hochsprung bewältigen.

Die Dreikämpfer starteten bei diesigem und kaltem Wetter mit dem Weitsprung, dabei erreichte Jan die beste Leistung mit 3,93m. Beim 50m-Lauf zog Leon an ihm vorbei: Mit 8,19 Sekunden lief er die schnellste Zeit. Ebenso sah es beim abschließenden Schlagballwurf aus: Mit 26 Metern eroberte Leon die Führung und sicherte sich so den Kreismeistertitel. Jan sicherte sich in dem eng zusammenliegenden Feld   den dritten Platz.

Amelie hatte dieselben Disziplinen zu absolvieren und zeigte in allen dreien starke Leistungen: Den 50m-Lauf beendete sie nach 8,88 Sekunden, im Weitsprung sprang sie die zweitbeste Weite mit 3,44m und sicherte sich mit 23,50 Metern den dritten Rang in der Endabrechnung.

Für Raphael stand nach dem 75m-Lauf, bei dem er etwas mit dem Start haderte, der Hochsprung auf dem Plan. Die 1,02 Meter konnte er noch gut überspringen; nachdem er beim ersten Versuch der nächsten Höhe jedoch unglücklich auf der Latte gelandet war, war die Spannung weg und er riss leider noch zwei Mal. Dafür konnte er sich auf die zwei anstehenden Disziplinen freuen, die ihm besser lagen: Der Weitsprung und der abschließende Ballwurf, bei dem er auf 22,5 Meter kam, damit erreichte er insgesamt den fünften Platz.

Insgesamt war es ein erfreulicher Abschluss der Freiluftsaison mit drei Podestplätzen, wobei wir bei zukünftigen Wettkämpfen hoffentlich wieder mehr Athleten stellen können. Ein Lob geht noch an die Organisation vom TSV Kirchhain: Kaum Wartezeiten, schnelle Ergebnisse und das Ende der Veranstaltung nach nicht einmal zweieinhalb Stunden sind keine Selbstverständlichkeit.

7. Lahnparklauf

Am letzten Sonntag im August findet in Wetzlar schon seit einigen Jahren der Lahnparklauf statt. Dieses Jahr war der VfL erstmalig mit zwei Läufern vertreten: Lena Ritzel über die 5km und Tobias Roth über die exakt sechsmal so lange Strecke von 30km.

Für Tobi war es gewissermaßen die Generalprobe für den in etwas mehr als einem Monat stattfindenden Marathon in Kassel. Sein Vorhaben war, etwas ruhiger loszulaufen, die zweite Hälfte zuzulegen und das Ziel möglichst nach 2:04h zu erreichen. Direkt nach dem Start warf er diesen Plan allerdings über den Haufen und lief deutlich zu schnell los. Nach 10km hatte er bereits etwa eine Minute Puffer, fühlte sich aber noch hervorragend und war zuversichtlich, das Tempo durchlaufen zu können.

Etwa zu diesem Zeitpunkt ging es für Lena auf die Strecke. Nach einer Saison voller Höhen und Tiefen geht es für sie jetzt darum, wieder konstante Leistungen zu bringen, um für die anstehenden Straßenläufe gerüstet zu sein. Die erste Hälfte des Rennens konnte sie mit den 10km-Läufern mitlaufen, am Wendepunkt nach 2,5km liefen diese aber weiter, sodass Lena die komplette zweite Rennhälfte alleine bewältigen musste. Durch die entgegendkommenden Läufer anderer Distanzen wurde es zudem nicht einfacher, sodass sie einige Sekunden verlor. „Bei verhaltenerem Anfang wäre sicher etwas mehr  drin gewesen, aber darum ging es heute nicht wirklich. Die Zeit von 18:40min ist Durchschnitt, am wichtigsten ist aber, dass ich keine muskulären Probleme hatte und sauber durchlaufen konnte. Der Lauf heute fällt in die Kategorie „gutes Training“ und demnächst kann ich dann hoffentlich wieder richtig angreifen“, resümierte sie im Ziel.

Tobi war gut  fünfmal so lange unterwegs wie Lena, als er erstmals zu spüren bekam, wie lang 30km werden können: „Während ich mich zum letzten Mal verpflegen wollte, habe ich so heftige Seitenstiche und Magenkrämpfe bekommen, dass ich kaum noch gehen konnte. An Laufen war also für die letzten Kilometer nicht mehr zu denken, sodass ich schlussendlich etwa 20min verloren habe.“ Natürlich war der Ärger im Ziel erstmal groß – nur 15min hatten noch bis ins Ziel gefehlt -, letztendlich hat der Lauf somit seinen Zweck aber in Gänze erfüllt: Tobi weiß jetzt, dass er auf keinen Fall zu schnell loslaufen darf und kann somit voller Zuversicht in Richtung Kassel blicken.

 

Hessische Meisterschaften Aktive

Bei den hessischen Meisterschaften in Gelnhausen der Aktiven waren drei VfLer am Start: Arnfried vom Hofe, Julia Altrup und Lena Ritzel liefen alle die 1500m.

Zuerst waren Julia und Lena an der Reihe, bei Julia sollte nach mehreren Rennen über 800m jetzt mal die 1500m-Bestzeit verbessert werden, bei Lena ging es nach verkorkstem Rennen letzte Woche darum, eine bessere Zeit zu laufen und Spaß dabei zu haben. Das gelang leider nicht wirklich: Von Anfang an lief sie, wie zu erwarten war, im hinteren Bereich des Feldes, wo sie dann Tempoarbeit machen musste. Schnell war die Kraft weg und die Runden wurden langsamer. So erreichte sie das Ziel als 12. nach 4:54,26min, womit sie absolut nicht zufrieden war. Bei Julia lief es deutlich besser: Sie reihte sich am Ende der Spitzengruppe ein, konnte dort lange den Anschluss halten und sich im Windschatten schonen. Eingangs der letzten Runde zerfiel diese Gruppe dann und Julia hatte mit einer Konkurrentin und Platz 4 zu kämpfen. Obwohl sie dieses Duell knapp verlor, blieb für sie die Uhr nach 4:39,72min stehen, was eine neue Bestzeit bedeutete, da war die Platzierung dann nebensächlich.

Arne im Windschatten

Danach war Arne im Männerrennen am Start: Wie schon nach den Meldezeiten zu erwarten war, reihte er sich ganz hinten im Feld ein. Im Windschatten eines Konkurrenten lief er die erste Runde in passender Zeit, dann wurde das Tempo etwas langsamer. Da der Wind relativ frisch durch das Stadion blies, entschied Arne sich, trotz des zu langsamen Tempos dahinter zu bleiben und Kraft zu sparen. So konnte er auf den letzten 150 Metern noch einen Vorsprung von drei Sekunden herauslaufen und kam nach 4:13,69min als 6. ins Ziel. Mit dem Ergebnis konnte er ganz gut leben, der Rennverlauf machte es ihm schwer, eine schnellere Zeit zu erreichen.

Bilder gibt es, wie immer, bei Flickr

Kreis-Wurfmeisterschaften

Am 03.05.2017 fuhren Felix Vollendorf, Ahmad Al Askar und Marko Seeg zusammen mit Wurftrainer Lukas Baum nach Stadtallendorf zu den diesjährigen Kreiswurfmeisterschaften. Felix und Marko traten zunächst im Diskuswurf der Männer an und fanden trotz kühler Witterung nach und nach ganz gut in den Wettkampf. So konnte Marko mit 27,10m knapp vor Felix mit 26,01m den Kreismeistertitel für sich entscheiden.

Beim anschließenden Speerwurf, an dem neben Felix und Marko auch unser Speerwurfspezialist Ahmad teilnahm, konnten dank des guten Coachings von Lukas die Plätze 1, 3 und 4 erzielt werden. Ahmad, der mit 46,05m das Feld deutlich dominierte, zeigte sich dennoch nicht ganz zufrieden, da er nach geworfenen 48m im Training heute im Wettkampf eigentlich die 50-Meter-Marke angreifen wollte. Aufgrund von Ellenbogen-Problemen brach Ahmad den Wettkampf nach vier Versuchen sicherheitshalber ab.

Marko übertraf zwar das gesteckte Minimalziel von 32m mit 34,48m, war am Ende doch nicht ganz zufrieden, weil er den gesuchten Wurf, der seinem Potential entspricht, einfach nicht fand. Ganz anders Felix, dessen Technik zwar auch ausbaufähig ist, der aber ganz unbekümmert mit seiner unbändigen Kraft den Speer auf eine neue persönliche Bestweite von 36,95m schleuderte und sich damit Platz 3 sicherte.

Hessische Langstreckenmeisterschaften

Eine Woche nach dem Osterlauf in Paderborn war Lena Ritzel schon wieder am Start: Die hessischen Langstreckenmeisterschaften in Wiesbaden standen an. Wie nicht anders zu erwarten waren die Starterfelder in den meisten Läufen sehr dünn gesät und so mussten viele Läufer einsam ihre Runden drehen.

So erging es auch Lena: Zum Lena Ritzelersten Mal war sie über 5000m am Start und die Platzierungen waren schon im Vorhinein relativ klar. Ganz vorne Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) die überlegen siegte, dahinter Franziska Althaus vom TV Waldstraße Wiesbaden und als Dritte Lena. Als Ziel war eine Zeit von unter 18 Minuten ausgegeben worden, in der passenden Zeit passierte sie auch die ersten Kilometer. Ab der Hälfte wurden die Runden dann jedoch immer langsamer, alleine musste sie gegen die Uhr und den auffrischenden Wind kämpfen, was mit den noch von Paderborn schweren Beinen immer mühseliger wurde. So wurde es auch nicht nochmal schneller und sie erreichte das Ziel nach 18:20min. Mit diesem Ergebnis haderte sie ein wenig: „Für das erste Rennen über 5000m war es okay, vor allem mit der kurzen Pause und den Bedingungen hier. Aber das geht noch schneller, damit bin ich noch nicht durch.“ Nach den vielen langen Wettkämpfen geht es jetzt für Lena erstmal wieder auf die Mittelstrecke.

Bestzeiten purzeln in Paderborn

Nach etlichen Kilometern in den vergangenen Wochen stand am Karsamstag das erste richtige Highlight an: der Osterlauf in Paderborn. Der VfL repräsentierte den Kreis über 10km mit 6 Startern: Julia Altrup, Clemens und Jakob Möller, Lena Ritzel, Tobias Roth und Arnfried vom Hofe. Eva Kotschi war über die halbe Strecke am Start. Die 4500 Starter hatten eine flache Runde rund um das Sportzentrum in Paderborns Innenstadt zu bewältigenJuliaPaderborn.

Für Tobi galt es nach gutem Training die 40min-Marke zu unterbieten. Er lief ein konstantes Rennen und erreichte das Ziel nach 39:02min. Damit hatte er sein Ziel deutlich unterboten und war dementsprechend zufrieden: „Es läuft einfach super: Eine Bestzeit nach der anderen, jetzt habe ich mich um mehr als eine Minute gesteigert, als nächstes stehen dann wieder längere Strecken an.“

Etwas schneller wollten Julia, Jakob und Lena laufen: Für alle galt es, im Bereich von 38min ins Ziel zu kommen. Die ersten fünf Kilometer liefen fast wie von alleine, bei 5km deutete alles auf eine Zeit knapp unter 38min hin. Jakob zog danach das Tempo etwas an, seine Bestzeit von 37:46min war spätestens zu diesem Zeitpunkt sein persönliches Ziel. Auch wenn es ab Kilometer 7 zunehmend härter wurde, lief er den letzten Kilometer noch einmal deutlich schneller und erreichte am Ende das Ziel nach 37:20min, was eine neue Bestzeit bedeutete – dementsprechend zufrieden war er im Ziel. Julia, die das erste Mal 10km auf der Straße unter Coach Arnfried in Angriff nahm, lief lange hinter Jakob und Lena her. Von Anfang an waren die Kilometer etwas schneller als geplant, stets hatte Julia andere Läufer vor sich, an denen sie sich orientieren konnte. Auf der Zielgeraden spielte sie ihre Mittelstreckenqualitäten voll aus und konnte noch an Lena vorbeilaufen: „Ich habe immer nur die Kilometersplits gesehen, als ich am Ende die 37:36min auf der Uhr gesehen habe, war ich total überrascht und mega glücklich!“. Für Lena war Jakob zwar nach gut 5km etwas zu schnell, dennoch konnte sie die zweite Hälfte einige Sekunden schneller laufen als die erste, was ihr bisher noch nie gelungen war, und so ihre Bestzeit um 43sec auf 37:37min verbessern, womit sie eine Sekunde hinter Julia ins Ziel kam.

Clemens und Coach Arne liefen auf denPaderbornClemens ersten Kilometern fast zusammen: Clemens wollte in den Bereich seiner Bestzeit von 35:35min laufen, für Arne galt es nach langer krankheits- und jobbedingter Pause wieder mit einer guten Zeit in den Wettkampbetrieb einzusteigen, ein konkretes Ziel hatte er sich aber nicht gesetzt. Nach der Hälfte der Strecke, die beide zusammen in 17:45min absolvierten, konnte Clemens Arnes Tempo nicht mehr folgen und musste abreißen lassen. Arne konnte die zweite Hälfte deutlich schneller laufen und benötigte für die 10km 35:04min. Diese Zeit übertraf seine Erwartungen, auch wenn zur Bestzeit noch etwas mehr als 40sec fehlen. Clemens musste auf der zweiten Hälfte etwas nachlassen und verpasste seine Bestzeit mit 35:51min um 16sec. Dennoch war er nicht unzufrieden: „Auch wenn Trainer Arne – wie eigentlich immer – noch Verbesserungsvorschläge hat, bin ich nicht unzufrieden. Ich konnte erst vier Wochen wieder voll trainieren und bin erst vor drei Tagen aus dem Trainingslager wiedergekommen. Mir fehlen einfach noch zwei oder drei Wochen, dann ist die Bestzeit auch wieder drin!“

Die 5km nahm Eva in Angriff. Für sie stand der Spaß im Vordergrund, das Laufen ist für die Sportstudentin nur eine Sportart unter vielen. Nach 23:58min erreichte sie das Ziel. Vergangenes Jahr war sie zwar in Neustadt schon einmal schneller, dennoch war sie zufrieden und hatte Spaß an der Veranstaltung.

Paderborn2017

Somit zeigte sich wieder einmal, dass Paderborn für die Langstreckler ein heißes Pflaster ist. Eine perfekte Organisation, eine schnelle Strecke und die hervorragende Stimmung entlang der Strecke ermöglichen ein optimales Umfeld für schnelle Zeiten!

Dank für die Bilder an Helmut Schaake und Eva Kotschi!

Hessische Meisterschaften 10km Straße

Ungewohnterweise fanden die Hessischen Meisterschaften im Straßenlauf schon Ende März statt – in Eschwege. Für den VfL waren dieses Mal drei Athleten am Start: Die Möllerbrüder Jakob und Clemens sowie Lena Ritzel, alle über 10km.

HM 2017 Straße Jakob

Zuerst waren die Männer an die Reihe. Die Strecke entlang der Werra führte auf Radwegen erst 5km Richtung Osten, dann um einen Wendepunkt und wieder 5km zurück. Dabei hatten die Läufer mit Gegenwind auf dem Hinweg zu kämpfen. Clemens und Jakob sortierten sich zu Beginn im hinteren Mittelfeld ein, beide hatten den Plan, vorsichtig loszulaufen und auf der zweiten Hälfte zu versuchen, zuzulegen. Bis Kilometer 4   schien dieser Plan auch aufzugehen, dann musste Jakob aber erkennen, dass die Tagesform die angestrebte Zeit unter 38min nHM 2017 Straße Clemensicht zulassen würde. Er kämpfe mit stetig langsameren Kilometern und erreichte das Ziel nach 39:33min als 30. der Hauptklasse (von 33 Startern). Sein Resümee: „Es war einfach schrecklich heute, ich hatte gehofft mit Rückenwind nochmal zulegen zu können, aber gefühlt hatte ich die ganze Zeit Gegenwind. Das einzig positive ist, dass ich mich heute durchgebissen habe und nicht aufgegeben habe.“ Clemens konnte seinen Plan etwas besser umsetzen: Er verlor zwar auf der zweiten Hälfte auch einige Sekunden, erreichte das Ziel aber, obwohl er eine längere Trainingspause hinter sich hat, nach 37:13min als 24. in der gleichen Klasse wie sein Bruder. „Das Ergebnis ist meinem momentanen Trainingsrückstand angemessen, ich denke, in Paderborn in drei Wochen kann es schon wieder ein Stück schneller werden.“

Eine Stunde nach den Männern ging es dann nach einer ausgiebigen Regeleinweisung durch den HLV-Straßenlaufwart Jochen Miersch auch für Lena Ritzel im Feld der Frauen und Senioren auf die Strecke. Der erste Kilometer war noch ein kleines bisschen zu schnell, danach konnte HM Straße Lena Lena zusammen mit einer anderen Läuferin ein gleichmäßiges Tempo laufen. Auf dem letzten Kilometer mobilisierte sie noch einmal alle Kräfte und brachte so die neue Bestzeit von 38:20min unter Dach und Fach. Dass dabei auch noch der Vizemeistertitel in der U20 heraussprang, war ein netter Nebeneffekt. „Ich hätte vorher nicht gedacht, dass ich hier heute Bestzeit laufe, umso zufriedener bin ich mit dem Ergebnis. Ich freue mich zwar über den zweiten Platz, aber viel mehr über die Bestzeit.“

Jetzt stehen Mittwoch noch die Regionslangstreckenmeisterschaften auf der Bahn an, bevor der letzte Feinschliff für den Osterlauf in Paderborn erfolgt, wo der VfL mit einer größeren Gruppe am Start sein wird.

1 Woche – 2 Athletinnen – 3 Podestplätze bei den Hessischen Meisterschaften

Nachdem am letzten Wochenende die Hessischen Meisterschaften der U20 und U16 in Hanau stattfanden, ging es nun bei den Aktiven und der U18 in Frankfurt um die Hessentitel. Mittendrin die Vfler Lena Ritzel, Julia Altrup und David Konrad (der sich aber bedauerlicherweise nach gutem Start mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Oberschenkel fasste und verletzt ausschied).

Foto: Helmut Schaake

Ihren ersten Start im VfL-Trikot absolvierte Julia Altrup über die 1500m und zeigte gleich eine starke Vorstellung.  Nach einem Infekt zu Beginn des Jahres und nur zwei Tempoeinheiten  waren die Erwartungen von Julia und Trainer Arni nicht allzu hoch und der Ausgang des Rennens ungewiss.  Dementsprechend locker ging Julia bzw. Juli , wie sie genannt wird,  das Rennen an.  Nach gelungenem Start sortierte sich Juli an zweiter Stelle hinter die Führende Alexandra Stuhlmann (LAZ Gießen) ein. Bei konstanten Rundenzeiten von 37-39 Sekunden löste sich das Duo schnell vom Rest des Feldes und es deutete sich ein Zweikampf zwischen den beiden um den Titel an. Nachdem das Duo Runde um Runde zusammen absolvierte, setzte Juli  zwei Runden vor Schluss die Attacke und löste sich von ihrer Konkurrentin. Geradezu leichtfüßig riss Juli die Lücke und setzte sich mit starkem Endspurt auf den letzten 400m deutlich ab. So stürmte sie mit 7 Sekunden Vorsprung in starken 4:42,03min völlig unerwartet  zum Hessentitel!  Im Ziel lautete ihr Fazit: „ Dass ich gleich bei meiner ersten Hessischen Meisterschaft einen Titel hole, hätte ich überhaupt nicht erwartet! Zwar wäre ich gern noch  an meine Bestzeit von 4:39min herangelaufen, aber ich bin trotzdem super zufrieden mit dem Wettkampf“. Somit überraschte sich Juli nicht nur sich selbst, sondern auch einige Konkurrentinnen und Trainer, die die aus dem Sauerland stammende Athletin noch nicht kannten und deutete an, dass auch in Zukunft bei Hessischen Meisterschaften mit ihr zu rechnen sein wird. Nach dieser gelungener Premiere im VfL Trikot und auf hessischem Boden darf man nun gespannt sein, wozu Juli in der Saison fähig sein wird.


Ähnlich gut lief es für die VfLerin Lena Ritzel über die 3000m. Nach ihrer Silbermedallie und deutlicher Bestzeit über die 1500m von vorheriger Woche bei den Jugendmeisterschaften wollte sie nun auch ihre Bestzeit über 3000m verbessern. Der Start war aber lange ungewiss wegen aufkommenden leichten Halsschmerzen, doch Lena entschied sich trotzdem zu laufen. Nach dem Start setzte sich Lena an vierter Position mit einigem Abstand hinter dem Führungstrio fest.  Lange lief sie allein, aber trotzdem immer auf Kurs der Bestzeit. 1000m vor Schluss und genau in der Zeit liegend konnte sie eine auf dem Führungstrio herausgefallene Läuferin überholen und sich absetzen. Sichtlich am Kämpfen gab Lena in den letzten Runden noch einmal alles, um in neuer persönlicher Bestzeit von 10:24,31min und ebenfalls völlig überraschend als Dritte ins Ziel zu laufen. Im Ziel sagte sie: „Zum Schluss hat mir ein wenig die Kraft gefehlt und ich bin eingegangen, aber Bestzeit ist Bestzeit! Bin einfach nur glücklich und zufrieden und hätte auch niemals gedacht dass ich 3. werden kann, zumal ich mich nicht 100% fit fühlte!”
Somit konnten die beiden VfLerinnen innerhalb von einer Woche drei Podestplätze  bei Hessischen Meisterschaften einfahren und nun zuversichtlich auf die Saison blicken.

Silvesterlauf Gießen

Am letzten Tag des Jahres finden auf der ganzen Welt Volksläufe statt: Angefangen unterhalb des Mosesberg auf der Sinai-Halbinsel (etwa 300 Starter) über den wohl bekanntesten Silvesterlauf der Welt in Sao Paulo, den größten Lauf in Europa in Madrid mit über 35000 Startern und einen Schneeschuhlauf nahe am Polarkreis in Alaska findet jeder Laufsportbegeisterte etwas, das seinen Ansprüchen genügt.

Silvesterlauf Gießen 2016Die VfLer ließen sich dieses Jahr, wie auch bereits letztes Jahr, auf die herausfordernde Strecke in Gießen ein. Im Gegensatz zu der vergangenen Veranstaltung absolvierten dieses Jahr alle VfLer die 10km-Runde durch das Schiffenberger Tal. Lediglich Thomas Möller entschied sich für die halb so lange Strecke.

Das Sportliche stand dabei nicht so sehr wie sonst an erster Stelle, trotzdem brannten natürlich alle Starter darauf, noch einmal zu zeigen, was in ihnen steckt. Am besten gelang das Lena Ritzel: Musste sie sich im vergangenen Jahr Jakob Möller noch um einige Sekunden geschlagen geben, war es diesmal genau umgekehrt und die beiden erreichten nach knapp 39min das Ziel am Philosophikum. Clemens Möller lag etwa eine Minute vor den beiden, seine Motivation auf ein erneutes Duell mit Niklas Raffin, der in vor zwei Wochen in Wetter knapp geschlagen hatte, hielt sich auch angesichts einer gerade erst überstandenen Erkältung in Grenzen. Nach etwa 47min erreichte Eva Kotschi das Ziel. Die Sportstudentin war damit sogar etwas schneller als vor einem Jahr. Über die 5km erreichte Thomas nach weniger als 25min das Ziel und war einfach nur zufrieden, den Lauf absolviert zu haben.

Leider nicht am Start warSilvesterlauf Gießen 2016 Arnfried vom Hofe, der mit einer Erkältung das Bett hüten musste. Das hindert uns aber nicht daran, an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön auszusprechen: Ohne Arne wäre die Laufgruppe nicht das, was sie in den letzten Monaten und Jahren geworden ist, nur durch Arnes Unterstützung konnten wir auf das Niveau kommen, auf dem wir momentan trainieren, und nicht zuletzt ist Arne uns allen ein guter Freund geworden! Auch wenn Arne Ende Januar berufsbedingt weiterzieht, hoffen wir, dass er uns weiter zur Seite steht!

Wir wünschen Arne weiterhin alles Gute und ganz viel Erfolg, natürlich beim Laufen, aber auch wenn er ausnahmsweise mal keine Sportklamotten trägt, und euch alle einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2017!