(Mini-)Marathon Frankfurt 2018

Letzter Sonntag im Oktober: Frankfurt-Marathon. Dieser Termin ist bei vielen Läufern fest im Terminkalender eingetragen. Auch vom VfL machte sich eine Gruppe von neun Jugendlichen mit Betreuern auf den Weg zur größten Laufveranstaltung Hessens. Da ein ganzer Marathon dann doch etwas viel verlangt wäre, geht es für die Kinder ab 8 Jahren auf ein Zehntel davon, also 4,22 Kilometer durch die Innenstadt Frankfurts.

Bevor es dann auf die Strecke ging, wurden erstmal die Marathonläufer angefeuert. Dabei wurde es ordentlich frisch: Der herbstliche Wind, der durch die Straßenschluchten fegte, war gut kalt. Deshalb galt es für unsere Athleten, bevor es in den Startblock ging, sich noch kurz einzulaufen und gemeinsam ein paar Koordinationsübungen durchzuführen. Bei etwa 2000 Startern war das Gedränge im Startblock entsprechend groß, vor allem, da sich unbedingt noch Eltern mit reinquetschen müssen. Unsere Athleten blieben aber ganz gelassen und warteten auf den Startschuss.

Pünktlich um fünf vor elf ging es dann los: Da bei dem Lauf Schüler aller Leistungsklassen mitmachen, gibt es große Unterschiede: Ganz vorne wurde losgesprintet, dahinter im Gewusel ging es etwas gemächlicher los. Auch bei unseren Kids gibt es verschiedene Ambitionen: Der jüngste, Frederik, schon mit einiger Wettkampferfahrung ausgerüstet, arbeitete sich schnell nach vorne durch und lief flott los. Das andere Ende des Spektrums stellte Felina dar: Beim Zehnkampf vor einem Monat hatte sie noch mit den 1500 Metern zu kämpfen, ließ sie sich überzeugen, in Frankfurt die fast dreimal so lange Strecke anzugehen.

Auf der Strecke wurde dann allen gut warm: Zwischen den Hochhäusern ging es entlang von Musikgruppen und Unmengen Zuschauern der Festhalle entgegen. Hier können die Kids trotz 38 Kilometer weniger in den Beinen als die Marathonläufer den wohl schönsten Zieleinlauf in Deutschland erleben. Auch wenn die letzten Meter dank stickiger Luft für einige noch zur Herausforderung wurden, konnten sie alle genießen und persönliche Erfolge feiern. Frederik wurde mit einer Zeit knapp über 19 Minuten Sechster in seiner Altersklasse, Laurenz und Konrad lieferten sich ein Duell, das Laurenz knapp gewann und Felina schaffte es, ohne Pause durchzulaufen.

So konnten alle Läuferinnen und Läufer einen schönen Tag erleben und etwas Motivation gewinnen. Nächstes Mal sind wir bestimmt wieder dabei, dann bestimmt mit noch mehr Kindern.

 

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Ergebnisse beim Veranstalter

Eschenburger Berglauf

Zwischen Straßen- und Crosssaison kann man doch noch einen Berglauf machen, dachten sich zwei unserer Athleten und fuhren nach Echenburg-Eiershausen zum dortigen Berglauf.
Lena gewann mit neuem Streckenrekord, resümierte aber bescheiden: „Ich habe mich spontan entschlossen teilzunehmen und es war für mich ein guter Trainingslauf für die kommenden Crossläufe. Meine Beine waren zwar nicht so frisch, weil ich etwas Muskelkater von Sprints gestern hatte, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Ob das Ergebnis bzw. die Zeit (22:16) jetzt gut war und ich damit zufrieden sein kann, weiß ich nicht, da ich dort noch nie gelaufen bin und es erst mein zweiter Berglauf war, aber das war auch gar nicht wichtig. Es war einfach ein schöner Trainingslauf und ein schönes Event, was man bestimmt nächstes Jahr wieder einbauen kann.
Alexander Stöhr hat schon etwas mehr Berglauferfahrung, bei diesem Lauf war er schon zum fünften Mal am Start. Angesichts des sehr starken Teilnehmerfeldes war von vornherein klar, dass es nicht um Platzierungen gehen kann. Deshalb ließ Alexander die Spitze von Beginn an ziehen und orientierte sich an einem flotten Läufer als Pacemaker, dem er fast das gesamte Rennen folgte. Dies führte zu einer Zeit von 25:26, was zwar eine halbe Minute langsamer als seine Bestzeit war, aber immerhin auch eine halbe Minute schneller als im letzten Jahr.

Kölnmarathon 2018

Nach dem, nicht ganz gelungenem, Marathon-Debüt im Vorjahr in Kassel und einem äußerst schweren Frühjahr, war es am 07.10.18 endlich so weit: Der Marathon in Köln stand an. Auf diese Chance, das in Kassel denkbar knapp verpasste Ziel von unter 3 Stunden (3:00:13) zu erreichen, hatte ich nun über ein Jahr lang warten müssen.

In diesem Jahr war sehr viel passiert. Unter anderem zwang mich eine Knieverletzung im vergangenen Winter zu einer knapp viermonatigen Pause und somit zu dem Verzicht auf den Hamburgmarathon.

Nach dieser Zwangspause war der Verlauf der weiteren Saison für mich noch mehr als ungewiss. Hätte man mir im März gesagt, dass ich im Herbst einen Marathon komplett durchlaufen kann, egal mit welcher Zeit, hätte ich es wahrscheinlich nicht glauben können. Also startete ich mit niedrigen Erwartungen in die vergangenen Monaten und blickte lediglich von Woche zu Woche. Zu meinem Erfreuen stellte ich jedoch bereits im Frühsommer fest, dass die Form wieder passte und fasste demnach das alte Ziel, den Marathon unter drei Stunden zu laufen wieder ins Auge.

Nach einer harten Vorbereitung, nicht zuletzt durch den extrem heißen Sommer und durchwachsenen Wettkampfergebnissen, ohne neue Bestzeiten auf den relevanten Strecken, stand ich nun endlich an der Startlinie in Köln.

Bereits in den Tagen zuvor merkte ich, dass die Bedingungen in diesem Jahr jedoch deutlich besser waren. Nicht etwa, weil ich mich deutlich fitter fühlte oder mit stärkeren Zeiten im Rücken nach Köln fahren konnte, sondern weil ich ruhiger und ausgeglichener war. Ich wusste genau, was auf mich zukommt und konnte die Erfahrung aus dem letzten Jahr mitnehmen. Eine gewisse Anspannung war natürlich vorhanden, aber die große Aufregung und der selbst auferlegte Druck war es dieses Mal nicht. Ich wusste, dass ich in den vergangenen Monaten geleistet habe, was ich leisten konnte und dass ich es schaffen kann, wenn ich cool bleibe.

Und so ging ich das Rennen auch an. Vom ersten Kilometer an, lief ich konservativ und bedacht und achtete stets darauf, dass ich mich in der Gruppe der 3-Stunden-Läufer aufhielt. Das Tempo von ca. 4:10 / km fühlte sich locker an und schon bald merkte ich, dass meine Beine schneller laufen wollten.

Und so lief ich zwischen km 5 und 10 einen kleinen Vorsprung von ca. 100 Meter auf die besagte Gruppe raus, ohne dabei ein großes Risiko einzugehen. Was dann jedoch geschah, ist mir nach wie vor ein Rätsel. Ohne erkennbaren Grund und ohne Vorankündigung setzen, genau wie im vergangenen Jahr, urplötzlich immer heftiger werdende Seitenstiche bei mir ein. Diese wurden zwischendurch so heftig, dass ich mir mit einer Hand in den schmerzenden Bereich drücken und das Tempo rausnehmen musste. Ich ließ mich ein wenig fallen und mich von der großen Gruppe schlucken.

In meinem Kopf herrschte zu diesem Zeitpunkt absolutes Chaos. Wie willst du das noch über zwei Stunden aushalten? Sollte es das nun schon gewesen sein?

Ich versuchte mich am Ende der Gruppe einzugliedern und so gleichmäßig und ruhig zu atmen, wie es nur ging.

Anders als im letzten Jahr, nahm ich bereits nach acht Kilometern meine erste Verpflegung zu mir. Sowieso war der Plan in dieses Mal ein ganz anderer. Das Motto in Kassel war, was die Verpflegung anging: Weniger ist oft mehr. Dementsprechend wenig und selten hatte ich etwas zu mir genommen und am Ende, wahrscheinlich nicht zuletzt deswegen, auch den Preis dafür zahlen müssen. Die Wettkämpfe in diesem Jahr zeigten jedoch, dass mir eine häufigere und dafür kleiner portionierte Zunahme von Gelen wesentlich besser bekommt und mir insbesondere im letzten Abschnitt noch helfen kann.

Leider half die Einnahme bei den Seitenstichen ganz und gar nicht und ich musste mich bis ca. km 13 / 14 quälen. Dann endlich, merkte ich, dass die Schmerzen langsam weniger wurden und das Laufen wieder leichter fiel. Nach wie vor befand ich mich in der großen Gruppe der 3-Stunden-Läufer und überlegte mir, dies auch für die nächsten km nicht zu ändern. Sicher ist sicher, bloß nicht übermütig werden und schon gar nicht die gleichen Fehler wie im letzten Jahr machen.  Und so trieb ich im hinteren Teil dieser Gruppe bis zur HM-Marke, welche ich nach 1:29:21

erreichte. 3 Minuten langsamer als im vergangenen Jahr und ca. 1 Minuten langsamer als für dieses Rennen eigentlich geplant. Alles andere als eine herausragende Zeit. Von einem Ergebnis, deutlich unter 3 Stunden, konnte ich mich somit schon fast verabschieden und was noch entscheidender war, ich hatte so gut wie keinen Puffer. Noch so ein Anfall von Seitenstichen und das war es. Genau jetzt zeigte sich jedoch, dass ich mental stärker und schlicht und ergreifend auch reifer im Wettkampf geworden war. Die Herausforderung, jetzt nicht panisch zu werden, jedoch Gas zu geben und einen negativen Split im Marathon zu laufen, spornte mich an. Jetzt konnte ich zeigen, was in mir steckt und dass ich auch über 21,1 km noch etwas drauf habe.

Die Gedanken beflügelten mich und ich lief bedacht aber zielstrebig aus der Gruppe raus. Kilometer für Kilometer machte ich Boden gut und wurde immer etwas schneller. Letztes Jahr war ich derjenige, der zum Ende hin überholt wurde, dieses Jahr konnte ich einen Platz nach dem anderen nach vorne laufen.

Ein weiterer Vorteil war bei diesem Wettkampf zweifelsohne die Stimmung auf der Straße. Köln ist bis hier hin das geilste Publikum, welches ich jemals erlebt habe. Enge Gassen in der Altstadt, jubelnde Menschen, Live-Bands, Anfeuerungen der Läufer untereinander – Köln bietet alles. Im Vorfeld wurde seitens des Veranstalters die Stimmung am Rudolfplatz mit Alpe d´Huez verglichen, was mich doch zum Schmunzeln brachte. Als ich jedoch während des Rennens ganze drei Mal diesen Platz passieren durfte, wusste ich, dass bei dieser Beschreibung nicht übertrieben wurde.

Getoppt wurde das Ganze von meinen Vereinskollegen, die mich, wie auch im letzten Jahr, am Streckenrand so gut es nur ging unterstützen und mir damit zusätzlichen Auftrieb geben konnten.

Nachdem ich mir in den vergangenen 10 – 15 km einen komfortablen Vorsprung auf die 3-Stunden-Marke herauslaufen konnte, kam nun der entscheidende Teil des Marathons. Ich merkte, dass meine Beine nun langsam schwerer wurden und das mein Körper erste Signale sendete, dass er von der ganzen Aktion nicht mehr so begeistert war.

Nun war der Moment gekommen, an dem sich zeigen würde, ob ich gut vorbereitet war. Unter Leitung von meinem Trainer Arne, sah meine Vorbereitung in diesem Jahr insgesamt weniger Kilometer, dafür jedoch deutlich mehr Trainingsspitzen in Form von einigen 35km-Läufen (teilweise mit schon mit langen Abschnitten im Marathon-Tempo), Koppeltraining mit dem MTB und einer 145km MTB-Tour, vor. Auf diese Einheiten und meine mentale Stärke vertraute ich zu dieser Phase des Rennens und obwohl das Laufen schwerer wurde, beschleunigte ich noch einmal das Tempo. Bei km 35 – 36 lief eine dreiköpfige Gruppe mit deutlich höherem Tempo von hinten auf mich auf und wollte im gleichen Moment an mir vorbei ziehen. Was solls – lange ist es eh nicht mehr, dachte ich mir und blieb dran. Zu meiner eigenen Überraschung konnte ich diese Gruppe nach 2 – 3 Kilometern sogar noch hinter mir lassen und mit Blick auf dem Dom, welcher das Ziel in ein paar Kilometern in der Ferne darstellte, ein Tempo von 4 Minuten / km anschlagen.

Diese Mal kam er nicht – der Mann mit dem Hammer. Beziehungsweise dieses Mal hatte ich ihm etwas entgegen zu setzen. Die richtige Vorbereitung, die richtige Verpflegung, die Unterstützung meiner Leute und die Stimmung an der Stärke, sowie der deutlich verbesserte Dialog mit mir selbst, sorgten dafür, dass ich bei km 40 wusste: Ich schaffe es. Beflügelt von diesem Gefühl und mit den verbliebenen Kraftreserven genoss ich die letzten Meter dieses geilen Wettkampfes, der mal wieder alles zu bieten hatte, was den Marathon ausmacht und erreichte glücklich und erschöpft nach 42,195 km als 110ter von ca. 6.500 Läufern das Ziel.

Dieses Mal ging ich nicht zu Boden, sondern riss die Hände in die Höhe und jubelte. Ein unbeschreibliches Gefühl: Marathon in 2:57:18 – ich habe es geschafft.

Jetzt kann ich mich zufrieden und in Ruhe auf meine Erholung und Dinge konzentrieren, die nichts mit dem Laufen zu tun haben und vielleicht die Fehler vermeiden, die im letzten Jahr zu der Verletzung geführt haben.

Vielen Dank an meinen Trainer Arne und alle Leute, die mich in der Vorbereitung und bei dem Wettkampf begleitet, unterstützt und auch ertragen haben. Laufen ist eben doch ein Teamsport!

 

Stadtlauf Marburg mit hessischen Meisterschaften Straße

Am letzten Septembertag stand mal wieder das Heimrennen an: Beim Marburger Stadtlauf ging es rund um die Stadthalle durch das Biegenviertel. Dabei standen auch die hessischen Meisterschaften über 5 und 10 Kilometer an.

Zunächst ging es aber für die Schüler auf die Marburger Meile (1,6 Kilometer): Mit 12 Läuferinnen und Läufern stellte der VfL dabei mehr als die Hälfte aller Teilnehmer. Erfreulich ist, dass sich auch Athleten, die sonst kein Spaß am Laufen haben, überzeugen ließen, teilzunehmen. Und das auch durchaus erfolgreich: In sechs Altersklassen stand ein VfLer ganz oben auf dem Podium.

Als nächstes waren die Bambinis am Start: Auch hier dominierte der VfL das Starterfeld. Für einige der erste Lauf überhaupt, wurde von der Startlinie an losgesprintet. Nach 300 Metern hatten die Kids es dann schon geschafft und konnten glücklich die Ziellinie überqueren.

Danach wurde die Strecke wieder verlängert: Beim Stadtlauf über 10km mussten 8 Runden gelaufen werden. Das kleine Starterfeld zog sich schnell auseinander. Bei den Frauen ganz vorne waren wieder zwei VfLer: Als erste kam Jana Schütt nach 44:07 Minuten ins Ziel, auf dem zweiten Platz Sarah Krause mit 45:55 Minuten.

Den Abschluss bildeten die hessischen Meisterschaften: Zunächst die 5 Kilometer für die Schüler. Mit dabei bei ihrem ersten Meisterschaftrennen auf der Straße Paula Auschill. Von den anderen Läuferinnen mitgerissen begann sie das Rennen deutlich zu schnell, was sie ab dem zweiten Kilometer bemerken musste. Ab da konnte sie das Tempo halten und kam so als vierte (von 22 Starterinnen) nach 20:36 Minuten ins Ziel. Und das, obwohl sie eigentlich ein Jahr zu jung für die Altersklasse ist!

Zum Abschluss stand das 10-Kilometer-Rennen für die Frauen auf dem Plan: Mit dabei Lena Ritzel, Julia Altrup und Lisa Eigmüller. Lisa, zum ersten Mal bei einem Meisterschaftsrennen dabei, startete kontrolliert und hielt das Tempo konstant durch. Auf der letzten Runde zog sie dann nochmal an und kam nach 45:32 Minuten ins Ziel. Etwas weiter vorne lief Lena, die sich schnell in der Verfolgergruppe wiederfand. Um sich aus dem Gedränge herauszuhalten, führte sie die Gruppe dauerhaft an, bis sie sie nach 7 Kilometern sprengte und sich absetzte. Auf der nicht einfachen Strecke blieb sie so mit 37:34 Minuten und dem zweiten Platz in der U20 nur 20 Sekunden über Bestzeit. Julia startete leicht erkältet in den Lauf, deshalb wusste sie nicht was möglich sein sollte. Am Ende standen für sie 39:12 Minuten auf der Uhr, womit sie durchaus zufrieden war.

So waren der Stadtlauf und die hessischen Meisterschaften für die VfLer ein voller Erfolg, nachdem es in den letzten Jahren meistens nicht so gut gelaufen war.

 

Bilder gibt es auf flickr

Ergebnisse vom Stadtlauf gibt es hier und von den hessischen Meisterschaften hier

32. Treysaer Stadtlauf 2018 – VfL dominiert in der Schwalm

Nachdem letztes Jahr bereits Lena und Clemens in Schwalmstadt beim Treysaer Stadtlauf teilgenommen hatten, wurden sie dieses Jahr noch von Thorsten und Jakob verstärkt. Auf sechs Runden entlang der Schwalm mussten dabei knapp 7 Kilometer gelaufen werden.

Auf einer Runde im Stadion konnte sich das Feld schon etwas sortieren, vorneweg der Vorjahressieger, in der Verfolgergruppe Thorsten. Dahinter sortierte sich der Rest vom VfL ein: Clemens startete vorsichtig, da er nicht wusste, wie gut die Form war und lief so an Position 8. In der vierten Runde konnte er auf eine dreiköpfige Gruppe vor ihm auflaufen, von der nur einer seinem Tempo folgen konnte. Dieser Konkurrent ließ sich auch nicht abschütteln, sodass sich das Duell auf der abschließenden Stadionrunde entschied, leider mit dem schlechteren Ausgang für Clemens, der trotzdem unter seiner Zeit aus dem Vorjahr blieb.

Dahinter liefen Jakob und Lena zunächst wie geplant die ersten Kilometer zusammen. Nach etwa einem Drittel der Strecke und einer Pace im Bereich der 5km-Bestzeiten der beiden, reduzierte Lena das Tempo für einige hundert Meter, sodass eine Lücke von etwa 20m aufging. Jakob nun auf der Verfolgung eines etwa 100m vor ihm liegenden Läufers und Lena in dem Bestreben, die Lücke nicht größer werden zu lassen. Nach etwa 5km konnten die beiden dann noch einen Platz gutmachen und kämpften dann in erster Linie gegen die müder werdenden Beine. „Langsamer sind wir nur minimal geworden, es war heute ein perfektes Rennen! Dass ich meinen Vorjahressieg wiederholen konnte, ist natürlich super – viel wichtiger ist mir aber, dass ich mich um fast eine Minute steigern konnte. In zwei Wochen stehen dann die hessischen Meisterschaften an und Mitte Oktober soll es dann in Offenbach nochmal richtig schnell werden“, resümierte Lena im Ziel. Einen ähnlichen Plan verfolgt Jakob: „Nächste Woche 5km in Hanau unter 18min und dann die Form noch für eine Bestzeit in Offenbach über 10km nutzen – das wäre der perfekte Herbst!“

Vorne schaffte es Thorsten, taktisch zu laufen und nicht zu schnell die Kraft zu verpulvern. In der Verfolgergruppe konnte er gut mitlaufen und Kraft sparen. Nach zwei Runden löste er sich dann aus der Gruppe und zog das Tempo an. Der Vorsprung des Führenden wurde so immer kleiner und nach vier Runden zog Thorsten an ihm vorbei. Die zwei letzten Runden auf der abwechslungsreichen Runde drehte er im Alleingang und konnte so ungefährdet den Sieg einfahren. Dabei schrappte er sogar nur um vier Sekunden am Streckenrekord vorbei – und das, obwohl die Strecke etwas länger geworden ist.

So war Treysa wieder eine Reise wert: ein schöner Lauf auf abwechslungsreicher Strecke mit einer Distanz, die man sonst nicht läuft. Wir kommen nächstes Jahr bestimmt wieder.

Komplette Ergebnislisten gibt es hier