Zwei Starts – einmal erster, einmal zweiter Platz beim Stadtlauf in Treysa

Der Stadtlauf in Treysa bot für zwei VfLer eine willkommene Gelegenheit vor den anstehenden Rennen über 10km die Form zu testen. Clemens Möller und Lena Ritzel standen also zusammen mit etwa 70 anderen Startern am Start im Stadion in der nordhessischen Kleinstadt.

Treysa

Die Ausgangssituation hätte viel verschiedener nicht sein können: Clemens seit einigen Wochen wieder voll im Training mit einem guten Rennen letzte Woche in Fulda, Lena hingegen quasi direkt aus dem Urlaub gekommen mit zwei Wochen ohne Tempotraining. Dennoch hatten beide die gleiche Einstellung: einfach mal laufen und schauen, was geht.

Nach einer Runde im Stadion ging es über sechs Runden rund um dasselbe und am Ende nochmal gut 500m auf der Tartanbahn, sodass am Ende eine Strecke von etwa 7km bewältigt war. Lag Clemens ausgangs der Einstiegsrunde noch in Führung, war schon nach einem guten Kilometer klar, dass es nach ganz vorne wohl nicht gehen würde. In Führung lag ein Flüchtling aus Ostafrika, der die Führung dann auch Runde für Runde ausbaute und am Ende mit etwa 500m Vorsprung gewinnen konnte. Dahinter platzierte Clemens sich ebenfalls mit einem sehr deutlichen Vorsprung. Im Gesamtfeld direkt hinter Clemens lief bereits Lena ins Ziel, die damit die Frauenkonkurrenz dominierte und mit mehr als 2min Vorsprung in neuem Streckenrekord gewinnen konnte. Beide VfLer waren mit ihren Leistungen sehr zufrieden: „Ich bin mit jeder Runde besser ins Rennen gekommen, wurde immer schneller. Wenn ich noch ein paar Prozent rausholen kann in den kommenden Wochen, dann ist in Offenbach auf jeden Fall eine neue Bestzeit drin“, dachte Clemens im Ziel schon an zukünftige Aufgaben. Lena fügte hinzu: „Die Runde hat richtig Spaß gemacht, es lief richtig gut, so kann es gerne weitergehen!“

Treysa Treysa

Insgesamt also ein erfolgreicher Sonntag für unsere Läufer, der durch Sieg und Streckenrekord von Julia Altrup beim Fleckenberger Herbstwaldlauf komplettiert wurde (Bericht kommt nächstes Wochenende).

Bilder gibt es hier

Fuldamarathon – Anders als erwartet, aber trotzdem schön

Beim 24. Fuldamarathon 2017 (bei dem es gar keine Marathondistanz gibt) waren für den VfL vier Läufer am Start: Tobias Roth auf der Halbmarathondistanz als letzter Test vor dem Kasselmarathon Anfang Oktober und auf der 10km-Strecke Jakob Möller, der damit seine Straßensaison 2017 abschließen wollte, Clemens Möller als Formbestimmung und Thorsten Herrig, der spontan am Start war.

Um Punkt 11 Uhr fiel der Startschuss für den Halbmarathon, bei dem zugleich auch die hessischen Meisterschaften ausgetragen wurden. Für Tobi galt es, es besser zu machen als in Wetzlar vor zwei Wochen über 30 km: Dort war er zu schnell gestartet und am Ende komplett eingebrochen. So hielt er sich diesmal am Anfang zurück und sammelte die anderen Läufer nach und nach ein. Zehn Kilometer passierte er wie geplant nach etwa 39:10 Minuten und konnte das Tempo weiter halten. Bei Kilometer 17 erlitt er dann einen kleinen Einbruch, den er jedoch schnell wegsteckte und sein Tempo wiederfand. So erreichte er das Ziel nach 1:21:59. Damit war er durchweg zufrieden, auch wenn die Strecke nicht ganz der Erwartung entsprochen hatte: „Es waren doch einige Höhenmeter mehr als gedacht, in der Ausschreibung wurde die Strecke komplett flachdargestellt, dabei gab es doch ein paar Anstiege. Zudem wechselte der Untergrund stetig und man hatte alles von Asphalt und Kopfsteinpflaster bis zu längeren Kiespassagen dabei.“

Eine halbe Stunde später starteten die 10-Kilometerläufer: Schon auf den ersten Metern im Stadion setzte sich Thorsten an die Spitze, vor dem Favoriten und Olympiateilnehmer im Marathon 2016 Julian Flügel. Der machte auch keine Anstalten, das Tempo zu erhöhen und so liefen die beiden die ersten fünf Kilometer zusammen. Dahinter hatte sich Clemens einer Fünfergruppe angeschlossen: Die Vorgabe, bei fünf Kilometern mit 18:08 durchzugehen, verfehlte er zwar um zehn Sekunden, war angesichts der Steigungen bis dorthin weiterhin optimistisch gestimmt. Hinter dieser Gruppe hatte Jakob die Einsamkeit des Langstreckenläufers zu durchleiden: Etwa 9,7km musste er ohne Begleitung durch die schöne Fuldaer Innenstadt laufen. Dadurch hatte sich auch die Erwartung, eine neue Bestzeit aufzustellen, rasch erledigt. Trotzdem war er mit seinem Ergebnis- er erreichte das Ziel nach 38:44min- zufrieden. Bei Thorsten lief es auf der zweiten Hälfte nicht so gut: Zunächst wurde er falsch geleitet, so dass er erst 100m in die falsche Richtung lief, dann umdrehen musste und seinen Rhythmus komplett verlor. Danach wollte der Magen nicht mehr, so dass er das Rennen nach sieben Kilometern beenden musste. So kam als erster VfLer Clemens ins Ziel, der auf der zweiten Hälfte etwas zulegen konnte und sich gemeinsam mit einem Konkurrenten aus der Gruppe absetzte. Auch wenn er diesen auf den letzten Kilometern etwas ziehen lassen musste, war er mit der Zeit von 36:25min und dem dritten Platz zufrieden: „Mit dem Ergebnis bin ich optimistisch, dass ich in vier Wochen in Offenbach mal wieder unter die 36 Minuten laufen kann.“

Somit waren die VfLer den weiten Weg zwar in Erwartung einer schnelleren Strecke angetreten, waren angesichts der Umstände mit ihren Leistungen dennoch zufrieden. In Sachen Organisation können die Fulderaner noch an sich arbeiten, so war unklar, bis wann die Nummern abgeholt werden können, die Strecke war nicht so optimal markiert und die Duschen waren leider eiskalt. Die Veranstaltung lebt also von der attraktiven – wenn auch langsamen – Strecke durch die Innenstadt und der Stimmung rund um das Stadion.

Paula bei ihren ersten “Hessischen” am Start

Am vergangenen Sonntag fanden in Frankfurt die Hessischen Meisterschaften in den Blockspezifischen Mehrkämpfen statt. Dabei konnten die Teilnehmer wählen zwischen einem Sprint-, Sprung-, Wurf- oder Laufmehrkampf. Im Laufmehrkampf der W12 war für den VfL Paula Auschill am Start.

Da es Paulas erster Start bei hessischen Meisterschaften war, war sie entsprechend aufgeregt, was sich nach der ersten Disziplin aber gelegt hatte. Das waren gleich die 60 Meter Hürden, die anspruchsvollste Disziplin im Laufmehrkampf, die Paula auch nur sehr wenig trainiert hat. So fielen die ersten Hürdenüberquerungen noch etwas holprig aus, bis sie ihren Rhythmus gefunden hatte und als Siebte (von insgesamt 15 Teilnehmerinnen) ins Ziel kam.

Darauf folgten die 75 Meter: Da Paula eher auf der Mittel- und Langstrecke zu Hause ist, hatte sie gegen die sprintstarke Konkurrenz keine Chance und wurde nur elfte. Ähnlich lief es über die 150 Meter: Für die meisten war es das erste Mal über diese selten gelaufene Strecke, die nochmal deutlich intensiver ist als die halb so lange Strecke. So hatten die Athleten auf den letzten Metern sichtlich zu kämpfen: Das kam Paula etwas zugute und sie konnte sich um zwei Plätze auf den neunten Platz verbessern.

Zum Abschluss ging es dann auf die Stadioncrossrunde: Ein flacher Parcours mit kleinen Hindernissen war auf der Wurfwiese und der Laufbahn markiert, der deutlich kürzer war als die angegebenen 1200 Meter. In ihrer stärksten Disziplin schaffte es Paula, sich auf den ersten 200 Metern auf den zweiten Rang vorzuarbeiten. Darauf löste sich eine Gruppe mit 5 Läuferinnen, wo sie mitlaufen konnte und mit ihnen gemeinsam am die letzten 200 Metern auf die Bahn einbog. Dort machte sich wieder die Sprintstärke der Konkurrenz bemerkbar; Paula erreichte das Ziel trotzdem als starke Fünfte.

Daraus ergab sich insgesamt der siebte Platz im kompletten Mehrkampf, womit Paula rundum zufrieden war. Mit etwas mehr gezieltem Training ist dann im nächsten Jahr noch mehr drin…

Bereits zwei Tage zuvor war Paula beim Bahnlauf in Breidenbach über die 800m am Start. Dort benötigte sie für die zwei Stadionrunden 2:46,5min, was den zweiten Platz in ihrer Altersklasse hinter der Dauerkonkurrentin Theresa Ruppersberger bedeutet.

Ebenfalls in Breidenbach am Start war . Für ihn galt es, über die 12,5 Runden endlich mal eine Zeit unter 20min zu erzielen. Bei optimalen Temperaturen wurde der Niederschlag allerdings zu einem Problem: Strömender Regen überschwemmte die Bahn, sodass die Läufer teilweise durch knöcheltiefes Wasser laufen mussten. Alex orientierte sich von Beginn an an einer Läuferin aus Marburg, die genau wie er unter 10min bleiben wollte. Nach zwischenzeitlichem Tempoverlust und einiger Führungsarbeit erreichte er das Ziel nach 19:50,08min, was den siebten Platz in seiner Altersklasse bedeutete. Sein Fazit: “Das Rennen war gut, die Atmosphäre auch, allerdings muss man etwas Geduld mitbringen, da es hier (wie bereits letztes Jahr) zu erheblichen Verzögerungen im Zeitplan gekommen ist.”

Viele zufriedene Gesichter beim Langstreckenmeeting in Borken

Das Blumenhainstadion im nordhessischen Borken war an diesem Samstag das Ziel für zahlreiche Langstreckler. Unter den knapp 200 Aktiven befanden sich auch vier VfLer: Paula Auschill war über 2000m am Start, Lena Ritzel über 3000m, Jakob Möller über 5000m und sein jüngerer Bruder Clemens ließ es sich nicht nehmen, sowohl Lena als auch Jakob Tempo zu machen.

Bei wechselhaften Bedingungen – die einzige Konstante bei Regen und Sonne im Wechsel war der stetige Wind- ging es als erstes für Paula an den Start. Die erst Zwölfjährige lief etwas zu schnell los und musste dann große Teile der Strecke alleine laufen. Das Ziel erreichte sie nach etwas mehr als 8 Minuten, was den Sieg in der Altersklasse W12 bedeutet. Die Zeit war zwar nicht ganz das, was sie sich erwünscht hatte, dennoch war sie nicht unzufrieden und wird zukünftig sicherlich häufiger bei Wettkämpfen dabei sein.

Paula Borken
Paula (1.v.l.) war über die 2000m am Start

Anschließend ging es für Lena auf 7,5 Stadionrunden. Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften vor zwei Wochen in Ulm (10:42min) sollte es diesmal in Richtung Bestzeit gehen. Unterstützt von Clemens, der langsam aber sicher Routine als Pacemaker bekommt, liefen die ersten Runden wie geschmiert. Etwa ab der Hälfte merkte Lena aber, dass sie nach wie vor nicht bei 100% ist und musste mit müde werdenden Oberschenkeln das Tempo etwas reduzieren. Dank Clemens Motivation erreichte sie das Ziel trotzdem nur knapp über Bestzeit nach 10:25min. „Klar fehlen da noch ein paar Sekunden zur Bestzeit, aber ich kann noch schnell laufen… daran hatte ich nach den vergangenen Wochen langsam Zweifel bekommen, von daher ist das hier heute eindeutig als Erfolg zu verbuchen.“, resümierte sie ihr Rennen.

Lena Borken
Der Start der 3000m mit Lena (1.v.r)

Im letzten Lauf des Tages war dann Jakob am Start. Vor etwa mehr als zwei Wochen Bestzeit über 3000m ging es jetzt auf der nicht ganz doppelt so lange Strecke darum, die Bestzeit von 17:42min deutlich zu verbessern. In einem Rennen, in dem er abgesehen von Clemens, der auch hier einen hervorragenden Job als Pacemaker machte, niemanden in seiner Nähe hatte, spulte er die ersten zwei Kilometer genau im Plan für 17:15min ab. Danach merkte er aber schon, dass die Beine nicht ganz so schnell wollten: „Ab der Hälfte der Strecke war es ein einziger Willenskampf. Die Beine wurden immer müder, die Zeiten Stück für Stück etwas langsamer, die Versuchung, langsamer zu laufen immer größer. In solchen Momenten ist es natürlich perfekt, wenn da jemand ist, der dir Tempo macht, so wie heute. Ohne Clemens hätte ich das nie so geschafft.“ Der Kampf wurde am Ende mit einer Verbesserung der Bestzeit um 17 Sekunden auf 17:25min belohnt.

Jakob Borken
Jakob (1.v.l.) wurde – wie auch Lena – von Clemens (1.v.r.) unterstützt

Somit konnten die VfLer den Tag als vollen Erfolg verbuchen, alle Athleten waren im Bereich ihrer Möglichkeiten unterwegs und fuhren zufrieden wieder in Richtung Marburg. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an unseren Trainer Arne, ohne den wohl keiner von uns solche Leistung bringen würde!

Stadtlauf in Nidda – Gelungener Vorbereitungs-Wettkampf für Tobi

Am 1.10 wird Tobias Roth das erste Mal bei einem Marathon an der Startlinie stehen – in Kassel. In der Vorbereitung dafür steht noch das eine oder andere Unterdistanz-Rennen auf dem Plan, so auch an diesem Samstag in Nidda. Der bereits zum 30. Mal ausgetragene Lauf fand dabei zeitgleich zum Fest der Kulturen rund um den Marktplatz in Nidda statt. Somit war bei – für Läufer – optimalen Bedingungen eine gute Stimmung gegeben.

Tobi Nidda
Tobi bei der Siegerehrung

Tobis Vorhaben, die 5 winkligen Runden mit einigen Kopfsteinpflasterpassagen in einer gleichmäßigen Pace von 3:50min/km zu bewältigen wurde dabei gerade zu einer späteren Rennphase, als einige langsamere Läufer zu überrunden waren, mit jedem Schritt schwieriger: “Beim Überrunden habe ich leider nicht immer clever agiert und musste dadurch oft relativ weit von der Ideallinie abweichen. So bin ich insgesamt einige Meter zusätzlich gelaufen und habe leider einige Sekunden verschenkt. Hierdurch kann konnte ich wichtige Erfahrungen sammeln und für das nächste Mal lernen.” Dennoch erreichte er das Ziel annähernd nach der gewünschten Zeit und war damit zufrieden. Als nette Beigabe gab es den zweiten Platz in der Hauptklasse der Männer, im Gesamteinlauf konnte Tobi sich als sechster platzieren.

Bis zum Marathon in Kassel stehen dann noch einige Rennen über die Halbmarathondistanz und über 30km an, bevor es Anfang Oktober in Nordhessen richtig ernst wird.