Mini Internationales Koblenz und Hessische Meisterschaften in Kassel

Am 25. Mai ging es für die VFL-er Arnfried vom Hofe und Lena Ritzel nach Koblenz zu dem alljährlich stattfindenden Sportfest „Mini-Internationales“. Beide reisten mit dem Ziel an, ihre Bestzeiten über 1500m in guten Rennen, bei optimalen Bedingungen deutlich zu verbessern. Windstille Temperaturen um die 20° und stark besetzte Läufe waren beste Voraussetzungen.

Um 19:30h bzw. DSC_0006 [55239]eine halbe Stunde später aufgrund von technischen Problemen startete Lena Ritzel im A-Lauf über 1500m mit einer angepeilten Zeit um die 4:50min. Allgemein waren in Lenas Leistungsbereich kaum Läuferinnen gemeldet, der A-Lauf (Siegerin 4:32min) war für Lena zu schnell und der B-Lauf(Siegerin 5:02min) zu langsam. Dies minderte die Chance auf ein optimales Rennen. Da im A-Lauf die meisten Läuferinnen eine Zeit zwischen 4:30- 4:45min anstrebten ging es vom Start weg sofort zur Sache: Lena befand sich zwar relativ am Ende des Feldes, ging das Rennen aber dennoch viel zu schnell an (die 200m Marke wurde schon nach etwa 36 Sekunden durchlaufen). Diesem Anfangstempo musste sie nach etwa 800m Tribut zollen. Nachdem sie die Läuferinnen vor ihr ziehen lassen musste, war sie nun mit einer weiteren Läuferin am Ende des Feldes, die sie nach etwa 100m ebenfalls ziehen lassen musste. In der letzten Runde kämpfte sie nun allein gegen die Uhr und das Laktat in den Beinen. Sie durchquerte letztendlich die Lichtschranke nach 4:54,83min. Diese Zeit bedeutete in der Endabrechnung mit dem B-Lauf (in dem alle Läuferinnen langsamer waren) den 3.Platz der weiblichen Jugend U18 und den 16.Platz unter den 35 Teilnehmerinnen. Lenas Fazit: “Ich bin mit dem Rennen und der Zeit überhaupt nicht zufrieden und ärgere mich, dass ich so schnell angegangen bin. Es war einfach nur dumm und unüberlegt, damit habe ich mir das Rennen versaut! Abhaken, draus lernen und es bei den Hessischen in zehn Tagen besser machen.“

Arnfried vom Hofe startete ebenfalls über die DSC_00071500m, mit dem Ziel eine Zeit von 4:06min zu laufen. Auch er hatte dasselbe Pech wie Lena und hatte in seinem Lauf kaum Läufer in seinem Leistungsbereich. Arnfried hielt sich während des gesamten Rennverlaufs in der Spitzengruppe auf, die aus drei Läufern bestand. Nachdem ein gutes Anfangstempo gewählt wurde, positionierte sich Arnfried hinter dem Führenden. Diesen attackierte er 460m vor dem Ziel und lag bis 150m vor dem Ziel in Front. Im Endspurt unterlag er einem Läufer knapp und die Uhr stoppte nach 4:08,66min. “Mit der Zeit bin ich erst mal zufrieden, allerdings waren die äußeren Umstände wie Renneinteilung und Verzögerungen nicht optimal. Außerdem habe ich den Läufer vor mir zu früh angegriffen und die lange Führungsarbeit in der letzten Runde kostete Kraft und Zeit. Bei den Hessischen versuche ich nochmal Richtung 4:06min zu kommen und erst später die vor mir laufende Konkurrenten anzugreifen!“, gab er eine Marschrichtung für das kommende Rennen vor.

Somit ging es für beide mit Optimismus und gewonnener Erfahrung nach Kassel zu den Hessischen Meisterschaften im Auestadion, in dem am 18./19.Juni auch die Deutschen Meisterschaften der Aktiven stattfinden werden. Diesmal waren die äußeren Bedingungen nicht so optimal wie in Koblenz: Schwülwarme 25° brachten die Läufer mächtig ins Schwitzen.

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Pünktlich um 14:15Uhr ging es für Lena im 1500m Rennen der U18 zur Sache, die Zielvorgabe war dabei die gleiche wie in Koblenz. Der Start glückte und Lena sortierte sich an Position vier ein. Während vorne die beiden zur deutschen Spitzenklasse gehörenden Läuferinnen Lisa Oed und Eva Dieterich  den Sieg unter sich ausmachten, kämpfte Lena auf Position vier liegend gegen die Uhr und zwei andere Konkurrenten. Diesmal ging Lena das Rennen wesentlich vernünftiger an attackierte die Läuferinnen vor sich nach etwa 700m und versuchte sich abzusetzen. Die Attacke blieb erfolglos, kostete Kraft  und die Läuferinnen klebten ihr weiterhin an den Fersen. Zwischen der 700m- und 1000m-Marke wurden die Beine schwer und Zeit ging verloren. Auf der letzten Runde folgte die Attacke der anderen beiden Läuferinnen, denen Lena zunächst folgen konnte, jedoch auf den letzten 150m den Anschluss verlor. Die Uhr blieb am Ende nach 4:54,54min stehen, was den 5.Platz in ihrer Altersklasse bedeutete. Im Ziel äußerte Lena enttäuscht: „Ich habe alles gegeben, leider hat in der letzten Runde wieder die Power gefehlt. Zwischendurch habe ich wertvolle Sekunden verloren und die Attacke kam zu früh. Schade, aber naja es hat nicht sein sollen heute, abhaken und weiter geht’s! Dennoch habe ich weiterhin die 4:49min im Blick und werde auf jeden Fall nochmal versuchen, diese Zeit zu laufen!”

Nach Lenas Lauf 20160605_144910 [55230]startete Arnfried vom Hofe im 1500m Lauf der Männer um 14:45Uhr, mit ähnlichen Ambitionen wie in Koblenz. Er sortierte sich nach dem Lauf ebenfalls in eine Dreiergruppe ein. Vorne lief Ruben Zillig mühelos in 3:56min dem Sieg entgegen. Dahinter lief ein Läufer aus Kassel mit etwa 50m Abstand und mit noch einmal 50m Abstand die Dreiergruppe. Die Dreiergruppe näherte sich kontinuierlich dem Kasselaner, bis er schließlich kurz vor Beginn der letzten Runde von der Gruppe „eingesammelt“ wurde. Somit war für Arnfried alles zwischen dem 2. und 5.Platz möglich. Auch die Zwischenzeiten waren vielversprechend. In der letzten Runde ging es dann mächtig zur Sache und es kam zu einer Spurtentscheidung zwischen den Läufern. Leider unterlag Arnfried seinen Konkurrenten knapp, erreichte aber dennoch eine ansprechende Zeit von 4:08,49min und den 5.Platz. Allerdings ist hierzu auch zu sagen, dass Arnfried leicht geschwächt aufgrund eines Orientierungslaufes (durchgeführt im Rahmen seines Referendariats) am Vortag in das Rennen ging. Im Ziel zeigte sich Arnfried zufrieden, allerdings auch mit dem Ehrgeiz in kommenden Rennen die 4:06min zu laufen.

Somit endeten die Läufe für Arnfried vom Hofe mit neuer persönlicher Bestzeit und für Lena mit zwei für sie solide aber nicht ganz zufriedenstellenden Rennen bzw. Zeiten. Eins steht auf jeden Fall fest: Beide haben etwas aus den Rennen gelernt. Man darf also gespannt sein, ob die beiden VfLer ihre selbstgesteckten Ziele von 4:06min und 4:49min in dieser Saison noch erreichen werden.

9. Emil-von-Behring-Lauf

Wie jedes Jahr im Mai fand auch dieses Jahr der Emil-von-Behring-Gedächtnislauf auf einem Rundkurs rund ums Unistadion statt.

BehringlaufAlexander  Stöhr entschloss sich spontan dazu, den Behringlauf als schnellen Trainingslauf für den anstehenden Greifensteinberglauf und den Messeturm-Skyrun ind Frankfurt zu nutzen. Das schwüle Wetter, das ihm immer zu schaffen macht, kam deshalb als Härtebedingung gar nicht ungelegen und machte den Lauf zu einer wirklich schweißtreibenden Angelegenheit. Alexander ließ sich das ganze Rennen über von einem Pacemaker ziehen, der eine 24er Zeit anstrebte. Am Ende musste Alexander aber etwas abreißen lassen und kam nach 25:15min ins Ziel, womit er immer noch sehr zufrieden war.

Auch Thomas Möller war mit seiner Zeit von 30:42 für die ca. 6,1 km zufrieden. “Nachdem ich vor einer Woche Bestzeit (Senior) über 10 km in Lippstadt gelaufen bin, ging es heute für mich nicht um eine “Top”-Zeit, sondern um den Spaß bei diesem familiären Event.” Und den hatte er, zumal es diesmal im Gegensatz zu 2015 nicht geregnet hat, was dem Brillenträger natürlich entgegenkam.

Nächstes Jahr wird der VfL dann hoffentlich wieder, wie bereits letztes Jahr, mit einer größeren Gruppe am Start sein, um bei diesem familiären Event am Freitagnachmittag mitzumischen!

31. Haspa Hamburg Marathon

Am 17.04.2016 fand der 31. Haspa Marathon in der Hansestadt Hamburg bei perfektem Laufwetter statt. 16.000 Laufverrückte stellten sich bei bestem Laufwetter wie jedes Jahr den unterschiedlichen Wettbewerben. Sebastian Pretzsch hatte sich im Juli 2015 entschieden, mit einem Freund aus Frankfurt den Marathon zu laufen. Nach einem richtungsweisenden Halbmarathon im März in 1:28:16 Std. stand dem anvisierten Ziel von einer Zeit unter 3:15 Std. nichts mehr im Weg. Trotz Muskelschmerzen im rechten Oberschenkel, die das Training in den letzten Wochen vor dem Marathon leicht einschränkten, sollte die 3:14:xx angegangen werden.Hamburg
Bis km 35 lief es für Sebastian sehr konstant, er konnte alle 5km-Splits im Bereich von 23 Minuten laufen. Dann meldete sich allerdings der etwas angeschlagene Oberschenkel und er musste das Tempo etwas drosseln. Letztlich verpasste er in 3:16:16 Std. sein Ziel nur knapp, zeigte sich im Ziel aber dennoch zufrieden: „Ich habe bis zuletzt versucht mein Tempo zu halten, was bis km 35 auch geklappt hat. Dann kam aber wie so oft im Marathon der Mann mit dem Hammer und hat mir das Laufen schwer gemacht. Ich sehe aber noch Luft nach oben und nehme das erzielte Ergebnis als Motivation für eine schnellere Zeit beim nächsten Start über die 42,195 km