Bahnlaufserie Bergisch Gladbach: Drei Läufe, zwei Bestzeiten und das Ende einer Bahnsaison

Am 20.08.2015, 27.08.2015 und 3.09.2015 nahm ich, Lena Ritzel, an der Laufserie in Bergisch Gladbach teil. Die Serie bestand aus 800m, 1000m und 1500m. Es wurden perfekte Bedingungen für Bestzeiten gegeben. Die Läufe wurden nach Zeiten eingeteilt, sodass man immer mit Athleten zusammen lief, die ungefähr denselben Leistungsstand wie man selbst hatte.

Am 20.08. 2015 bestritt ich dann das erste Mal den Weg nach Bergisch Gladbach um die 800m zu laufen. Mein Ziel war es nochmal an meine Bestzeit von 2:26,64min von den Kreismeisterschaften heranzulaufen und möglicherweise zu unterbieten. Im 10. von 14 Zeitläufen gab ich dann alles. Ich startete auf der Außenbahn und hielt mich zunächst erstmal im hinteren Teil des Feldes auf. Die 400m Marke wurde nach 71Sekunden passiert. Zwischen 400 und 600m verlor ich etwas an Zeit. Doch auf den letzten 200m konnte ich nochmal ein paar Konkurrenten im Endspurt überholen. Die Uhr lief und lief und ich gab auf den letzten 100m einfach nur alles. Im Ziel angekommen war ich einerseits erschöpft andererseits aber auch zufrieden, weil ich wusste, dass ich im Bereich meiner Bestzeit war und vielleicht sogar noch schneller. Am Ende standen zufriedenstellende 2:27,28 min auf der Ergebnisliste.

Dann am 27.08.2015 ging es weiter mit den 1000m. Es regnete wie aus Eimern und die Bahn war voll von großen Pfützen. Diesmal ging ich ohne große Ambitionen heran denn es war mein erster Start über die 1000m. Eine Bestzeit war also schon sicher. Ich hatte mir ungefähr eine Zeit von 3:10min oder drunter vorgenommen. Diesmal lief ich zwischen zwei Gruppen und versuchte mich nach vorn zu orientieren. Die 400m wurde nach 75Sekunden passiert, die 800m nach 2:32min. Die letzten 200m waren richtig hart und meine Oberarme und meine Oberschenkel wurden schwer. Am Ende blieb die Uhr bei 3:10,14min stehen und belegte nach diesen zwei Läufen in der Serienwertung der U18 den 7.Platz. Anfangs ärgerte ich mich doch, dass ich nicht unter 3:10min gelaufen; bin aber letztendlich bin ich mit meinem Ergebnis zufrieden.

Am 3.09.2015 startete ich dann zum Abschluss der Serie über 1500m. Diesmal war das Wetter deutlich besser. Mein Ziel war es meine Bestzeit von 4:54.67min von den HM in Darmstadt zu unterbieten, nachdem Versuche in Kaiserslautern und Wiesbaden gescheitert waren. Aber ich blieb entspannt, machte mir keinen Druck und hatte einfach gedacht, jetzt alles zu geben, schließlich hatte ich gut trainiert. Ich war dann im 5. Von 8 Zeitläufen eingeteilt und vom Start weg bildete sich eine große Gruppe an Läufern. Ich hielt mich im Mittelfeld auf, die 100m wurden nach 19s, die 200m nach 37s-38s passiert, also ein gutes Anfangstempo. Ich ging weiter in der Gruppe mit und heftete mich an die Fersen der anderen Läufer. Die 1000m Marke wurde nach 3:15min passiert. In der letzten Runde wurden die Beine schwerer und schwerer, ich wusste ich bin gut in der Zeit und gab einfach nur noch alles. Auf den letzten Metern sah ich die Uhr laufen 4:49min… 4:50min… 4:51min. Im Ziel war ich echt erschöpft aber auch glücklich. Sicher war ich mir aber trotzdem nicht das es Bestzeit war. Aber ein Blick auf die Ergebnisliste zeigte, dass ich 4:52,63min gelaufen bin und meine Bestmarke um 2s runterschrauben konnte. Ich freute mich und war mehr als zufrieden. Insgesamt waren es drei schöne Wettkämpfe und die Serie hat sehr viel Spaß gemacht.

Somit endete die Bahnsaison und „Mittelstreckensession“ mit einer neuen Bestzeit für mich und ich kann nun zufrieden und mit Vorfreude auf das, was ich am liebsten mache, schauen, nämlich Straßen- und Crossläufe.

Regions-Langstaffel-Meisterschaften 2015

Am 22. Juli fanden im Marburger Georg-Gaßmann-Stadion die Regions-Langstaffelmeisterschaften statt. Diese Gelegenheit, im heimischen Stadion einen Wettkampf zu bestreiten, konnten wir uns natürlich nicht nehmen lassen und standen bei den Herren mit gleich zwei Staffeln an der Startlinie.

Vom ersten Meter an Region-Staffelm.                      FOTO Schaake 043machte die erste Staffel mit dem Startläufer Arnfried vom Hofe ihre Ambitionen deutlich und so übergab er auch deutlich an erster Position liegend. Die zweite Staffel startete mit Jakob Möller, der an Position fünf liegend auf seinen jüngeren Bruder Clemens übergeben konnte. Dieser zeigte ein starkes Rennen und konnte den Schlussläufer Max Meulemann auf Position drei ins Rennen schicken. Ähnlich gut lief das Rennen für die erste Staffel, für die nun Felix Pinter unterwegs war. Dieser konnte den Vorsprung auf etwa 80m ausbauen und auf Schlussläufer Moritz Ernst übergeben. Moritz zeigte zwar eine zufriedenstellende Leistung, gegen den Schlussläufer des LC Diabü Eschenburg, Matthias Berg, war aber kein Kraut gewachsen: Nach etwa 700m zog er an Moritz vorbei, der ihm leider nichts mehr entgegensetzen konnte. Der australische Austauschschüler Max lief ein mutiges Rennen und konnte auf der Zielgeraden den dritten Platz gegen die U20-Staffel aus Hartenrod verteidigen. So standen am Ende ein zweiter und ein dritter Platz in 8:32min bzw. 8:55min zu Buche. Alle Athleten zeigten sich mit ihren Leistungen zufrieden, auch wenn insbesondere Moritz noch deutliches Steigerungspotenzial sieht.

4. Burgwaldmarathon am 30. August

Wie schon vor zwei Jahren stand dieser Lauf bei uns auf der ToDo-Liste, war er uns doch in sehr guter Erinnerung geblieben. Im Gegensatz zu vor zwei Jahren, als es vom ersten Meter an in Strömen regnete, war schon am frühen Morgen klar, dass es eher zu warm als zu kalt oder nass werden würde.

Als erstes ging Jakob Möller um 9:00h auf die Halbmarathonstrecke. Sein Ziel, schneller als vor zwei Jahren zu laufen, konnte er in 1:36:40h auf dem sehr anspruchsvollen Kurs mit mehr als 300 Höhenmetern als sechster im Gesamtfeld erreichen, obwohl dieser Wettkampf aus dem vollen Training hinaus gelaufen wurde.

Über die 10km startete Thomas Möller: Eigentlich wollte auch er schneller als vor zwei Jahren laufen, musste aber einem zu hohen Anfangstempo und den hohen Temperaturen von deutlich über 25° Tribut zollen und kam nach 58:59min etwa 1:30min später als erhofft ins Ziel.

Als letztes gi ng dann Clemens Möller mit dem festen Ziel, den Lauf zu gewinnen, an den Start. Bei allen bisherigen Auflagen hätte seine Zeit von 19:00min dazu auch gereicht, aufgrund der im Vergleich zu den letzten Jahren starken Besetzung musste es sich mit Platz drei hinter Sebastian Schaake und Tobias Schulz zufrieden geben. Nach einer ersten Enttäuschung überwog aber die Freude über die gute Zeit auf dem hügeligen Kurs.

Die Siegerehrung, die leider etwas lieblos vonstattenging, beendete dann den insgesamt zufriedenstellenden Laufvormittag in Rauschenberg.

Burgwald Burgwald 2

17. Run’n Roll for Help in Gießen am 16. August 2015

Nach einigen wettkampffreien Wochen stand für einige von uns in Gießen wieder der erste Wettkampf an. Für Felix Pinter, Anika Hüffner und Jakob sowie Clemens Möller ging es über die 5km an den Start. Schon beim Einlaufen auf der dreimal zu durchlaufenden 1,6km-Runde regnete es in Strömen. Am Start überraschte uns dann das angesichts der widrigen Wetterbedingungen sehr große Teilnehmerfeld von 736 Startern über die kurze Strecke.

Insgesamt waren über alle Strecken über 1400 Sportler an den Start gegangen, der Erlös von etwa 22.000€ geht zu gleichen Teilen an die Lebenshilfe Gießen und die Aids-Hilfe Gießen.

Vom Start weg herrschte an der Spitze ein hohes Tempo; hinter einem Trio, aus dem später Christopher Wenzel (16:10min) als Sieger hervorgehen sollte, konnte Felix lange auf Position vier laufen, musste sich am Ende aber mit Platz 5 (auf der leider etwas zu kurzen Strecke) zufrieden geben. Über die Zeit von 16:57min zeigte er sich aber zufrieden. Ebenfalls noch in den Top 10 konnte Clemens sich als 10. in 17:30min platzieren. Auf Platz 17. reihte sich Jakob in 18:13min ein, auch die Brüder zeigten sich mit ihren Zeiten mehr als zufrieden. Anika Hüffner kam als 11. Frau nach 22:49min ins Ziel.

Trotz des schlechten Wetters war es eine schöne Veranstaltung, die Hoffnung auf eine erfolgreiche Herbstsaison macht.