Frankfurt-Marathon

Paula Auschill: (4,2km) 19:08min (39., 13.AK)
Henriette Stahl: (4,2km) 20:15min (68., 24.AK)
Laurenz Steiß: (4,2km) 20:23min (265., 41.AK)
Friedrich Stahl: (4,2km) 20:58min (345., 64.AK)

Frankfurt-Marathon – Macht Lust auf mehr

Bei der größten Laufveranstaltung in Hessen war – wie bereits vergangenes Jahr – auch der VfL vertreten. Dieses Mal zwar nicht bei dem namensgebenden Marathon, dafür aber beim Minimarathon über exakt ein Zehntel der traditionellen 42,195km und mit einer Läuferin in der Staffel von Svens Laufshop.

Am frühen Morgen ging es also mit dem Zug nach Frankfurt. Angespannte Gesichter, nervöse Vorfreude und die Aussicht auf den stimmungsvollsten Zieleinlauf in Deutschland in der Festhalle prägen die Stimmung während der Anfahrt. Henriette, Paula und Friedrich waren noch nie in Frankfurt am Start, lediglich Laurenz kann bereits auf einen Start im vergangenen Jahr zurückblicken. Gerade für die Debütanten ist es etwas Besonderes: Riesige Menschenmengen, das Befestigen des Zeitnahmechips, das extreme Gedränge im Startblock – all das gibt es bei den üblichen Laufveranstaltungen in unserer Region sonst nicht.

Nach dem langen Stehen im Startblock ging es dann gegen 11h endlich los: etwa 2000 Kinder stürmten in Richtung Innenstadt, eine Runde durch die Häuserschluchten, zurück über die nicht enden wollende Gerade in Richtung Messe, noch einmal links und dann in die Festhalle, wo sie von Hunderten Zuschauern empfangen wurden. Aus sportlicher Sicht lief es dann auch sehr gut: Paula lief erwartungsgemäß als erste VfLerin in Ziel. Sie benötigte für die Strecke 19:08min. Etwa eine Minute dahinter kamen zuerst Henriette nach 20:15min und Laurenz nach 20:23min. Friedrich erreichte das Ziel nach 20:58min.

In der Staffel von Svens Laufshop war Lena Ritzel am Start. Mehr oder weniger spontan hatte sie sich mit drei Mitstreitern zusammen gefunden und durfte den letzten Abschnitt von etwa 14km Länge laufen. Mit ihrer Zeit von etwa 54:30min war sie zufrieden, im Vordergrund stand aber vielmehr auch bei ihr das Erlebnis Marathon: super Stimmung an der Strecke, zahlreiche Bands und als absolutes Highlight der Einlauf in der Festhalle. Auch wenn es für Lena die längste im Wettkampf gelaufene Strecke war, kann es ihr eigentlich gar nicht schnell genug mit den noch längeren Strecken gehen: “Dieser Lauf hat mir noch mehr Lust auf (Halb-)Marathon gemacht, mal sehen, ob ich Arne dazu bewegen kann, dass ich im Frühjahr die 21,1km in Angriff nehmen darf.”

Somit waren an diesem Sonntag alle VfLer mit ihren Leistungen zufrieden – so oder so ist der Marathon in Frankfurt aber jedes Jahr aufs Neue ein unvergessliches Ereignis, der Lust auf die langen Strecken macht .

Änderung der Trainingszeiten

Das Donnerstags-Hallentraining der U12 und U14 in der Halle der MLS wird diesen Winter leider nicht wie bisher bis 19:00h dauern, sondern bereits um 18:30h enden. Ursache sind veränderte Hallenbelegungen.

Herkules-Berglauf

Clemens Möller: (6,2km Berg) 27:07min (6., 1.AK)
Arnfried vom Hofe: (6,2km Berg) 27:20min (7., 2.AK)
Jakob Möller: (6,2km Berg) 29:37min (16., 5.AK)

Herausforderung Herkules-Berglauf

Als Abwechselung zu den üblichen Laufveranstaltungen ging es für drei VfLer zum Herkules-Berglauf nach Kassel. Vom Start in der Stadt ging es über gut sechs Kilometer durch den Bergpark Wilhelmshöhe und über Waldwege zum Herkules. Gut vorbereitet durch viele Höhenmetern in den letzten Wochen stellten sich Arnfried vom Hofe sowie Clemens und Jakob Möller der Herausforderung von rund 350 Höhenmetern.

Herkules

Dass Clemens in einer super Form ist, konnte er ja schon letzte Woche in Offenbach unter Beweis stellen – Arne auf den ersten paar Hundert Metern schon 10sec abnehmen war dann aber doch sehr optimistisch. Im Folgenden nahmen die beiden sich kaum etwas, mal lief einer der beiden einige Sekunden schneller, mal der andere. Beide hatten sich das Rennen aber genau richtig eingeteilt und konnten im oberen Streckenteil Plätze gutmachen. Nach gut 27 Minuten überquerte Clemens dann die Ziellinie direkt am Herkules. Unmittelbar hinter ihm mit etwa 10sec Rückstand kam dann auch Arne, der zwar mit seinem Lauf ganz zufrieden war, seinen Schützling aber gerne noch eingeholt hätte: „Im oberen Streckenteil habe ich alles versucht, um nochmal ranzukommen. Clemens ist unten sehr offensiv angelaufen, ich bin da eher defensiver… Wobei ich denke, dass wir beide schneller gewesen wären, wenn wir von Beginn an gemeinsame Sache gemacht hätten.“

Nach frisch überstandener Erkältung war Jakob nicht ganz sicher, ob er schon wieder ganz fit ist. Dementsprechend lief er vorsichtig an. „Die erste Hälfte ist eher unrhytmisch mit einigen Bergabpassagen und richtig knackigen Anstiegen, das ist nicht so mein Fall. Nach drei Kilometern habe ich mich noch gut gefühlt und dann so richtig in den Wettkampfmodus umgeschaltet.“ Somit konnte er auf dem zweiten Teil, der ihm mit langen konstanten Anstiegen auch eher liegt, noch einige Konkurrenten überholen. Nach einer knappen halben Stunde hatte er den Berg bezwungen und konnte sich zusammen mit seinen Teamkameraden an den Abstieg machen.

Somit war der Ausflug nach Kassel für alle drei Athleten eine runde Sache und passte sich zudem perfekt in das Crosslauftraining ein, das die kommenden Wochen bestimmen wird.

Bestzeiten zum Saisonende

35:35 und 37:37 – das waren die Marken beim Mainuferlauf in Offenbach, die bei Clemens Möller und Lena Ritzel über einen gelungenen Sonntagvormittag entscheiden sollten. Diese Zeiten haben die beiden als Bestzeiten über 10km stehen. Offenbach erwies sich für die VfLer schon im vergangenen Jahr als schnelles Pflaster. Die topfebene Strecke entlang des Mains und die frühe Startzeit bieten perfekte Bedingungen für starke Zeiten.

                                                                             Folgerichtig liefen beide auf Bestzeitenkurs an: Clemens entschied sich sogar dafür, etwas langsamer anzugehen und hoffte auf ein schnelleres Ende. Nach 5km in 17:43min lag er genau auf Kurs und konnte zuversichtlich auf die zweite Hälfte gehen. Lena lief optimistischer an und hatte bei Streckenhälfte mit 18:25min bereits einen kleinen Puffer erlaufen, sodass auch bei ihr noch alles möglich war. Bei Kilometer 7 kam dann aber ein kleines Tief: Plötzlich 10sec langsamer wurde es noch einmal spannend. An diesem Punkt entscheidet sich, ob es in Richtung Bestzeit geht oder ob der Lauf am Ende unter „ferner liefen…“ angehakt werden muss. Dieses Mal zeigte Lena ihr Kämpferherz und konnte noch einmal beschleunigen. Clemens ging es ebenso: Auf einem ganz leichten Bergabstück beschleunigte er und konnte das Tempo in die Ebene und auf die verbleibenden Kilometer mitnehmen. Im Ziel standen dann zwei neue Bestzeiten von 35:17 und 37:10 zu Buche. Wenig überraschends waren beide überglücklich und können mit diesen Zeiten die Straßenlaufsaison beenden und freuen sich jetzt auf das genaue Gegenteil – matschige Crossstrecken, auf denen es nicht um Zeiten, sondern nur um ein gutes Laufgefühl und die Platzierung geht.

Bilder gibt es bei flickr.

Drei Läufe mit vier VfLern in einer Woche

Am Samstag war Alexander beim Schelder Berglauf am Start. Die Strecke ist mit 7 km und 360 hm ziemlich knackig. Vor allem die erste Passage, in der auf 1,7 km bereits 165 hm  überwunden werden, hat es in sich. Diese Passage verläuft zum Teil auf einem Singletrail, weshalb die Läufer einzeln im 15-Sekunden-Abstand starteten. Da Alexander das erste Mal dabei war, lief er eher vorsichtig, zumal vor dem Ziel noch eine längere Steigung wartete. Trotzdem war er mit seiner Zeit von 40:41min und der Platzierung im oberen Mittelfeld nicht ganz zufrieden.

PaulaWetterBeim Bahnlauf in Wetter auf der neuen, noch ganz weichen Laufbahn bestritt Paula am Mittwoch das letzte Bahnrennen dieser Saison. Über 800m war das Ziel eine neue Bestzeit. Schon direkt nach dem Start war klar, dass das schwierig werden würde: Ein Läufer preschte vorweg, dahinter war Paula auf sich allein gestellt. Die Zwischenzeit bei 400 passte noch, auch auf der folgenden halben Runde hielt sie das Tempo aufrecht. Dann wurden die Beine jedoch schwer und die Schritte langsamer. So verlor sie noch einige Sekunden und kam nach 2:44,1 Minuten ins Ziel, was ein ganz knappes Verfehlen der Bestzeit bedeutete.

 

Im Dörfchen Hommertshausen im Hinterland waren Arnfried vom Hofe und Thorsten Herrig am Start. Für beide stand vor allem im Vordergrund wieder Wettkampferfahrung zu sammeln, für Arne nach längerer Paus, für Thorsten nach einigen wegen Magenproblemen abgebrochener Wettkämpfe.

HommertshausenSomit war der Plan, zusammen die erste Hälfte der 7km-Runde zu bewältigen und dann zu schauen, was noch möglich ist. Auf den ersten Kilometern lief Thorsten dann auch gößtenteils wie vorgegeben hinter Trainer Arne her, vor den beiden schlugen zwei andere Läufer auf der hügligen Strecke ein Höllentempo an. Schnell war aber klar, dass sie das Anfangstempo nicht würden halten können. Anders Arne und Thorsten, die nach Streckenhälfte auf die beiden ersten Ränge vorlaufen konnten. Dann zeigte sich, dass Thorsten in den vergangenen Monaten besser trainiert hat als Arne: er setzte sich Meter für Meter von Arne ab und entschied den Lauf mit einer Zeit von 24:45min deutlich für sich. Dahinter wurde Arne mit 55sec Rückstand Zweiter: „Natürlich bin ich nicht auf dem Stad von 2013, damals war ich hier 35sec schneller. Ich gehe das Ganze jetzt ein bisschen entspannter an – von daher war es eine nette Veranstaltung!“ Thorsten war ebenso zufrieden, vor allem angesichts der Tatsache, dass er seit Monaten endlich mal wieder einen Wettkampf zu Ende laufen konnte.

Bilder aus Hommertshausen gibt es bei flickr.

Berglauf Eschenburg und Volkslauf Treis

Am 3. Oktober findet schon seit 26 Jahren der Volkslauf in Treis an der Lumda statt. Über 5km, 10km, den Halbmarathon sowie auf verschiedenen Wanderstrecken sind über 500 Starter unterwegs. Bekannt ist der Lauf nicht zuletzt für sein legendäres Kuchenbuffet, das auch dieses Jahr wieder die Erwartungen übertreffen konnte. Die Erwartungen der VfLer am Start waren nicht so groß: Als Vorbereitung für den in knapp zwei Wochen anstehenden Mainuferlauf in Offenbach waren Jakob und Clemens Möller sowie Lena Ritzel über 10km am Start. Im Schülerlauf über 1,2km wollte Jan sich mit der Konkurrenz messen.

Clemens durfte im Vorfeld durchaus als Mitfavorit gehandelt werden – vom Start weg setzte er sich in einer vierköpfigen Spitzengruppe fest. Dahinter ließen Jakob und Lena es ruhig angehen. Wie vom Coach vorgegeben liefen sie die ersten Kilometer in einer Pace von etwas über 4min/km, sodass sie die Hälfte der Strecke nach 20:15min erreichten. Clemens hatte den Kontakt nach vorne zu diesem Zeitpunkt leider schon verloren, sodass er zusammen mit Paul Göhring auf die zweite Streckenhälfte gehen musste. Die beiden lagen auf Platz drei und vier, dass es nicht nach ganz vorne gehen würde, war zu diesem Zeitpunkt bereits klar. Als Clemens dann auch Paul noch ziehen lassen musste, kämpfte er mit sich selber und der nicht ganz einfachen Strecke und erreichte das Ziel als Vierter nach 37:16min. Zufrieden war er damit nicht, dennoch ist er zuversichtlich, dass es in Offenbach zu einer neuen Bestzeit reichen wird: „Die Beine waren von den letzten Tagen müde, ein bisschen erkältet bin ich auch. Die Form für eine Zeit im Bereich von 35:20min ist eigentlich da. Jetzt muss ich mich bis Offenbach einfach nochmal ordentlich erholen, dann kann ich richtig angreifen.“

Besser erging es Jakob und Lena: Sie konnten das Tempo wie geplant auf der zweiten Hälfte steigern und etwa bis zum Wendepunkt gemeinsame Sache machen. Danach erhöhte Jakob das Tempo nochmal ein wenig, sodass beide auf sich alleine gestellt die verbleibende Strecke entlang der Lumda absolvieren mussten. Jakob konnte dabei Meter für Meter auf einen vor ihm liegenden Läufer gut machen und erreichte das Ziel somit als sechster nach 39:40min. Auf Platz acht im Gesamteinlauf und als erste Frau erreichte Lena das Ziel. Wie schon so oft verfehlte sie dabei die 40min-Marke um nur wenige Sekunden. Dennoch können beide den Lauf als gutes Training für Offenbach verbuchen und optimistisch in die verbleibende Vorbereitung gehen.

Lena bei der Siegerehrung

Im Schülerlauf war Jan am Start. Der Elfjährige, der gerade in die fünfte Klasse gekommen ist und bereits bei einigen Läufen am Start war, zeigte dabei wieder einmal, dass Laufen durchaus zu seinen Stärken gezählt werden kann und erreichte das Ziel als Dritter seiner Altersklasse nach 4:53min.

Bereits am 23.9. war Alexander Stöhr beim Eschenburg-Berglauf am Start. Dieser Lauf, der kein festes Datum im Laufkalender hat und entweder im Frühling oder im Spätsommer stattfindet, führt von Eiershausen auf 5 km über Teer- und Waldwege auf den 589m hohen Eschenburg. Leider lief es für Alexander nicht ganz rund. Schon vor dem Start stellte er fest, dass er sein Trikot vergessen hatte, sodass er in einem alten, ausgeleierten T-Shirt laufen musste. Zudem waren die Bedingungen mit schwül-warmen Temperaturen nicht optimal. So blieb er mit 25:59,3 min über eine Minute hinter seiner Bestzeit zurück. Trotzdem sorgte die schöne Strecke auch dieses Jahr wieder für ein schönes Lauferlebnis