Regionsmeisterschaften Langstrecke – Dünne Starterfelder in Hünfeld

Nachdem es letztes Jahr zu den Regionsmeisterschaften auf die Bahn nach Langgöns ging, war dieses Jahr Hünfeld in der Nähe von Fulda das Ziel für vier VfLer. Die Wahl des Ortes und Termins erwiesen sich im Erwachsenenebereich als ausgesprochen ungeschickt – Lena, Richard und Arne machten zusammen mehr als die Hälfte des Starterfeldes über 5000m aus. Bei den Schülern sah es hingegen besser aus: In Paulas Lauf war ein gutes Dutzend Läufer über die 2000m am Start.

Paula, Richard, Arne und Lena (v.l.)

In den letzten Monaten hat Paula vor allem gezeigt, dass sie nicht nur auf den langen Strecken zuhause ist – mit den 2000m stand der erste Bahnwettkampf der Saison auf dem Plan. Erklärtes Ziel war die Bestzeit von 7:44min. Nach einer ersten viel zu schnellen Runde hielt sie sich hinter einer Konkurrentin aus Wetzlar, die allerdings schnell langsamer wurde. Folgerichtig nahm Paula nach 900m das Heft in die Hand und lief vorweg. Trotz dann folgender konstanter Rundenzeiten reichte es am Ende haarscharf nicht für die anvisierte Bestzeit – am Ende fehlten 2sec. Zum Regionsmeistertitel reichte es trotzdem. Aus taktischer Sicht also vieles richtig gemacht – am Ende war es wohl die erste Runde und das lange alleine Laufen, die Paula die Bestzeit kosteten.

Für die anderen drei VfLer ging es einzig um die Zeit. Dass am Ende Richard und Lena Regionsmeister werden würden, stand eigentlich schon vor dem Start fest. So setzte Richard sich vom ersten Meter an an die Spitze und lief konstante Rundenzeiten, die ihm am Ende eine hervorragende Zeit von 16:05min bescherten. Nach dem DNF letzte Woche in Hannover war er dieses Mal sehr zufrieden mit seiner Leistung. Nicht so bei den beiden anderen: Bei beiden lief es bis 3000m genau nach Plan – Arne passierte die Marke nach 10min, Lena genau eine Minuten langsamer. Danach ging es aber steil bergab: Lenas Plan, die letzten zwei Kilometer richtig Dampf zu machen und ihrer Bestzeit von 18:20min nahe zu kommen, hatte sich spätestens nach 4000m erledigt. Langsamere Rundenzeiten, ein unruhiger werdender Laufstil – zwei sichere Anzeichen für das stetige Bergab. Am Ende reichte es zu 18:37min – immerhin die Norm für die Deutschen in ein paar Wochen. Wer Lena kennt, wird aber nicht überrascht sein, dass sie mit ihrer Leistung gar nicht zufrieden war. Ähnlich war es bei Arne: Sekunde für Sekunde verlor er auf den letzten beiden Kilometern auf seine Zielzeit von 16:40min, sodass es am Ende nur für 17:05min reichte.

Das Fazit fällt also zwiegespalten aus: Paula auf einem guten Weg, Richard in hervorragender Form, Arne und Lena nicht da, wo sie gerne wären und ratlos, woran es liegen könnte. Zudem ist es doch schade, dass bei Regionsmeisterschaften die Starterfelder immer kleiner und kleiner werden, sodass die Frage gestellt werden muss, ob hier nicht ein Umdenken von Seiten des HLV stattfinden sollte.

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Marathon Hannover – Tag der Enttäuschungen

Als letzter großer Straßenlauf bevor es in den wärmeren Monaten dann traditionell wieder auf die Bahn geht, stand der Marathon in Hannover auf dem Programm. Am Start waren Lena, Julia, Arne, Richard und Clemens über 10km und Thorsten war über die gut doppelt so lange Strecke bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften gemeldet.

Die Spitze beim Halbmarathonrennen nach gut einem Kilometer

Als erstes ging es für Thorsten an die Startlinie in der Hannoveraner Innenstadt. Unter den 15000 Startern waren knapp 1000 Läufer, die bei den Deutschen Meisterschaften um Edelmetall kämpften. Bereits nach 8km war das Rennen für Thorsten aber leider schon beendet: Die Kraft, sein Tempo über die 21km durchzubringen, fehlte ihm heute einfach.

Am Mittag ging es dann für den Rest der Gruppe auf die Runde rund um den Maschsee. Die Temperaturen hatten mittlerweile die 20° überschritten – wie sich zeigen sollte, waren das ein paar Grad zu viel für schnelle Zeiten. Sah es bei km2 noch alles erwartungsgemäß aus – Richard vor Arne, knapp dahinter Clemens, dann Lena und zuletzt Julia – hatte sich bei km8 das Bild deutlich gewandelt: Clemens kam als erstes, seine Körpersprache machte aber deutlich, dass er das Rennen eigentlich schon abgeschrieben hatte. Danach dann lange kein VfLer… Lena, die als nächstes von den Zuschauern beklatscht wurde, war bereits anzusehen, dass der Lauf eindeutig kein Zuckerschlecken war. Unterstützt wurde sie von Arne, der etwa bei Streckenhälfte erkennen musste, dass es auch sein Tag heute nicht sein sollte und auf Lena wartete. Als letztes kam dann Julia, die mit 40:14min am Ende eine ähnliche Zeit erzielte wie vor acht Tagen in Paderborn. Genau wie die anderen Zeiten – 36:31min für Clemens und 39:27min für Lena – war das nicht das, was im Vorfeld geplant war. Wir Läufer sind ja Profis im Suchen von Ausreden und heute fällt die Wahl tatsächlich recht leicht: Die ungewohnt hohen Temperaturen machten nicht nur den VfLern, sondern auch zahlreichen anderen (Spitzen-)Läufern zu schaffen, sodass unsere Läufer mit ihrer Unzufriedenheit nicht alleine sind.

Vor dem Start war der Optimismus noch vorhanden

Trotz der schwachen Zeiten war die Veranstaltung an sich ein schönes Event: Eine attraktive Strecke, gute Stimmung entlang derselben und eine Volksfeststimmung sprechen durchaus dafür, es im nächsten Jahr trotz langer Anreise nochmal zu versuchen.

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Trainingswoche Osterferien – Acht Kids machen sich fit für den Sommer

Acht Athleten und Athletinnen zwischen 7 und 15 Jahren tobten sich in der zweiten Osterferienwoche im Georg-Gaßmann-Stadion aus. Organisiert von den beiden Trainerinnen Lisa und Jule wurde jeden Tag von 9 bis 13 Uhr gelacht, gespielt und trainiert.

Neben einem ausführlichen Aufwärm- und Koordinationsprogramm wurden auch technische Einheiten gemeinsam bewältigt. Hochsprung, Hürden, Tennisringwurf – alles kindgerecht gestaltet – führte den Athleten und Athletinnen vor Augen, dass Leichtathletik nicht nur aus Sprint, Weitsprung und Schlagballwurf besteht. Der Spaß sollte dabei natürlich nicht zu kurz kommen und so sorgten abwechslungsreiche Spiele für schöne gemeinsame Erinnerungen. Eine abschließende Dehn- und Kräftigungsrunde bewirkte einen entspannten Abschluss für alle Beteiligten.

So blicken wir nun voller Erwartungen auf die nächsten Wettkämpfe, hoffen auf rege Beteiligung und einen schönen und erfolgreichen Sommer.

Osterlauf Paderborn 2018 – wie immer ein gutes Pflaster

Wie mittlerweile jedes Jahr ging es für fünf VfLer am Ostersamstag nach Paderborn zum Osterlauf. Über die 10 Kilometer starteten Thorsten Herrig, Jakob und Clemens Möller, Lena Ritzel und Julia Altrup.

Am schnellsten startete Thorsten, der die ersten Kilometer knapp über 3:10min lief. Obwohl der Osterlauf traditionell einer der am stärksten besetzten Zehner in Deutschland ist- der diesjährige Sieger Emmanuel Kipchirch Kiprono lief mit 27:26min Weltjahresbestzeit- war Thorsten ziemlich einsam und bestritt das Rennen fast komplett alleine. Trotzdem zog er sein Tempo durch und kam mit neuer Bestzeit nach 33:41min ins Ziel.

Dahinter war zunächst Clemens als nächster VfLer auf der Strecke: „Leider war ich die letzte Woche angeschlagen, sodass ich nicht trainieren konnte. Beim Einlaufen habe ich mich aber nicht so schlecht gefühlt, dass ich es nicht versuchen wollte. Deshalb lief ich auf Bestzeitkurs an, das ging auch die ersten drei, vier Kilometer ganz gut. Dann habe ich aber gemerkt, dass noch bisschen was fehlt und wollte mich lieber für Hannover nächste Woche schonen. Bis Kilometer fünf bin ich noch flott gelaufen und hab da auf Jakob gewartet. Er wollte mit 3:40er Pace anlaufen, war also etwa 40 Sekunden hinter mir. Also ging es nach kurzer Pause für mich weiter, Jakob antreiben. Ich hatte genau den richtigen Zeitpunkt erwischt, er war langsamer geworden und hatte dasRennen fast schon abgeschrieben. Die nächsten beiden Kilometer konnten wir das Tempo wieder hochschrauben und er gewann sein Selbstvertrauen zurück. In dem Zustand konnte ich ihn wieder sich selbst überlassen und wartete bei Kilometer sieben auf Lena. Jakob konnte das Tempo weiter halten und seine Bestzeit um 28 Sekunden auf 36:52 steigern.  Lena war mal wieder etwas zu schnell angegangen, hatte sich dann zwischen 3:45 und 3:50 pro Kilometer eingependelt und war schon ziemlich am Leiden. Auf den letzten drei Kilometern versuchte ich sie nochmal anzutreiben; indem ich dauerhaft auf sie einredete wurden wir nochmal schneller. Die Zuschauer am Straßenrand beflügelten zusätzlich; auch wenn keine Bestzeit mehr drin war, motivierte sich Lena mit dem Ziel, unter 38 Minuten zu bleiben, was sie mit 37:40min deutlich erreichte.“

Viel Training hatte Julia vor dem Lauf noch nicht absolviert, deshalb hielt sie die Erwartungen niedrig. Relativ schnell merkte sie dann auch, dass es nicht so gut lief. Nach den ersten Kilometern rund um 3:50min pendelte sich ihre Pace knapp über 4 Minuten ein. So erreichte sie das Ziel nach 40:10min, was angesichts der Umstände in Ordnung war.

Mit zwei Bestzeiten war der Osterlauf wieder ein gutes Pflaster für die VfLer, nächstes Wochenende gibt es dann beim Hannovermarathon bei den deutschen Halbmarathonmeisterschaften und dem Zehner nochmal die Chance, gute Zeiten zu laufen.

Trainingslager Bad Driburg – optimale Bedingungen für sechs VfLer

Die Osterferien sind traditionell die Zeit der Trainingslager. Die einen zieht es in den warmen Süden, die anderen in den hohen Norden – eine kleine Gruppe von uns war dieses Jahr erstmals in Bad Driburg in der Jugendherberge.

Die Trainer Jakob und Clemens sowie Paula, Amelie, Mia und Emma verbrachten dort fünf intensive und schöne Tage. Die Rahmenbedingungen waren optimal: Stadion direkt neben der Jugendherberge, das Wetter im Großen und Ganzen in Ordnung, gute Stimmung und eine familiäre Atmosphäre in der Jugendherberge.

Jeden Tag gab es drei Einheiten: vorm Frühstück ein bisschen Stabi oder dehnen, und dann zwei Technikeinheiten am Vor- und Nachmittag. Auch wenn am Ende die Kraft bei dem einen oder anderen etwas zur Neige ging, konnten alle vier Athletinnen gute Fortschritte erzielen – bei den Kreismeisterschaften in einigen Wochen werden sie es unter Beweis stellen! Am letzten Tag stand dann der Abschlusswettkampf auf dem Programm: Neun Disziplinen, manche klassisch, andere weniger, verlangten den Mädels nocheinmal alles ab. Am Ende gab es gleich drei punktgleiche Siegerinnen: Paula, Emma und Amelie. Besonders positiv ist die Entwicklung im Hürdenlaufen zu sehen, wo alle vier am Ende sicher die 60m bewältigen konnten.

Auch neben dem Training waren es schöne fünf Tage: Beim gemeinsamen Spielen, dem Besuch der Therme oder auf der Slackline kam auch die Freizeit nicht zu kurz. In diesem Sinne hoffen wir auf eine Wiederholung im kommenden Jahr!

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Waldlauf Langgöns – Starke Leistungen trotz erneutem Wintereinbruch

Nachdem es schon einige Tage nach Frühling ausgesehen hatte, gab es zum Abschluss der Crosslaufsaison nochmal richtiges Winter-Wetter: Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, die Landschaft in winterlichem Weiß und ein kräftiger Wind. Acht VfLer konnte das aber nicht abschrecken bei den Kreis-Waldlaufmeisterschaften des Kreises Wetzlar in Langgöns-Oberkleen an den Start zu gehen. Die wellige Runde, überwiegend auf schmalen aber recht gut zu laufenden Waldwegen, galt es dabei je nach Alter zwischen ein- und siebenmal zu bewältigen.

Als erstes waren die Heemskerck-Brüder, mittlerweile eine feste Größe in der Laufgruppe, am Start. Über eine Strecke von etwa 900m stellten sie unter Beweis, dass sie auch im Gelände gut dabei sind: Frederik musste sich nur einem bereits ein Jahr älteren Läufer geschlagen geben und erreichte das Ziel somit nach einem packenden Schlussspurt knapp geschlagen als Zweiter. Kurz darauf erreichte auch Maximilian als Vierter im Gesamteinlauf und Dritter seiner Altersklasse das Ziel.

Im zweiten Rennen mit VfL-Beteiligung war Konrad das erste Mal bei einem Crosslauf am Start. Auch für ihn sah es von Beginn an nach einer guten Platzierung aus. Auch wenn das Laufen im Gelände für ihn eine neue Herausforderung war, lief er zusammen mit einem anderen Läufer an der Spitze des Feldes und konnte auf der Zielgerade den Sieg absichern.  Somit also das gewohnte Bild bei der Siegerehrung: Konrad ganz oben auf dem Podest!

Im nächsten Rennen war dann Paula bei den Mädchen der U14 am Start. Von Beginn an setzte sie sich souverän an die Spitze des Feldes und gab ihre Führung auf der etwa 1200m langen Strecke bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand. Im mit etwa einem Dutzend Starterinnen erfreulich großen Feld zeigte sie damit wieder einmal, dass ihre Stärken eindeutig auf den längeren Strecken liegen.

Als letzter Schüler war dann noch Jan am Start. Nachdem es zuletzt bei ihm wegen muskulärer Probleme einige weniger erfolgreiche Wettkämpfe gegeben hatte, galt es hier endlich wieder einmal gesund und munter das Ziel zu erreichen. Das gelang auch: Die gut 2km lange Strecke bewältigte er in einem gleichmäßigen Tempo und erreichte das Ziel im Mittelfeld seines Laufes.

Im letzten Lauf des Tages waren dann Richard, Thorsten und Jakob über sieben lange Runden am Start. Sie sortierten sich direkt zu Beginn auf den vorderen Plätzen ein – lediglich der erst 18-jährige Dominik Müller konnte ihnen Paroli bieten und am Ende auch den Sieg feiern. Dahinter kamen Richard auf Platz zwei, etwa 20sec dahinter Thorsten als Dritter und nochmal gut 2min später Jakob als Vierter ins Ziel.

„Ein wirklich gelungener Tag für uns: Die Kids haben alle gezeigt, was sie draufhaben, für uns Erwachsene war es ein guter Trainings-Wettkampf. Die Veranstaltung ist auch wirklich nett: Bei uns im Kreis wären nie so viele Starter am Start, die Organisation ist super und für die Tatsache, dass wir als Auswärtige starten durften, gebührt der LG Langgöns-Oberkleen ein besonderer Dank!“, zog Jakob Bilanz, bevor es wieder in Richtung Marburg ging.

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Zweites Märzwochenende mit vier Wettkämpfen

Eigentlich hätte es das Wochenende unserer Crossläufer – allen voran Lena – werden sollen, doch es kam anders. Schon in der Woche vor dem Rennen hatte Arne entschieden, wegen Knieschmerzen nicht bei der Deutschen Crossmeisterschaft, sondern beim Volkslauf über 10km in Düren an den Start zu gehen. Unsere beiden starken Frauen, Lena und Julia, wurden wie so viele von einer Grippe erwischt, sodass bei der DM am Ende nur Thorsten überblieb – aber auch bei ihm stand der Start plötzlich auf Messers Schneide, da er keine Mitfahrgelegenheit mehr hatte. Zum Glück konnten die Eschenburger ihn mitnehmen, sodass er über die Langstrecke in einem Feld mit Topläufern wie Philipp Pflieger an den Start gehen konnte.

Von vornherein ohne DM geplant hatten die Möller-Brüder – Jakob wollte endlich seine Bestzeit im Halbmarathon in Angriff nehmen, Clemens Plan sah vor, ihm bis etwa zur Rennhälfte Tempo zu machen und dann alle Kraft nach vorne zu werfen, um so noch unter 1:20h zu kommen. Ihre Wahl fiel auf dem Halbmarathon rund um das Stadion in Frankfurt. Weniger weit hatte es Johannes, der nach dem erfolgreichen Debüt vergangenes Wochenende in Gießen erneut über 10km an der Startlinie stand und wieder in den Bereich von knapp unter 39min laufen wollte.

Thorsten (rechts) mit den Eschenburgern

Erster Starter an diesem Wochenende war also Thorsten im thüringischen Ohrdruf. Nachdem auf der Strecke bereits zehn Läufe stattgefunden hatten, war schon bei der Streckenbesichtigung klar, dass es ein ganz hartes Rennen werden würde: knöcheltiefer Schlamm, knackige Anstiege und verschiedene Hindernisse wie Bachläufe und Strohballen stellten die Läufer vor einige Herausforderungen. Thorstens Erwartungen waren eher gering: Nach zuletzt zwei Wettkämpfen in zwei Wochen und ohne spezifisches Crosstraining ordnete er sich dann auch von Beginn an eher hinten im Feld ein und bestritt dort ab Streckenhälfte ein einsames Rennen. Im Endspurt musste er sich dann noch eines von hinten heranstürmenden Läufer erwehren, was ihm aber gut gelang. So erreichte er das Ziel der 9,9km langen Strecke nach 36:42min als 33. „Eine so anspruchsvolle Strecke bin ich vorher noch nicht gelaufen, dementsprechend ist das Ergebnis völlig in Ordnung – mit dem 33. Platz bin ich zufrieden!“, zog er im Ziel Bilanz.

Am nächsten Morgen ging es dann für die Möller-Brüder in Frankfurt weiter: Beim Mainova-Halbmarathon war alles für gute Zeiten angerichtet: flache Strecke, perfekte Bedingungen, ein starkes Starterfeld. Vom Start weg liefen die beiden etwas schneller als die geplanten 3:55min/km. „Eigentlich ein Anfängerfehler, aber die ersten 10km waren vorbei wie im Flug und dann wurde es langsam hart und mit jedem Kilometer härter“, fasste Jakob das Rennen in Kurzform zusammen. Die 10km-Marke erreichten die beiden etwa 20sec früher als geplant –  ein beruhigendes Polster für eine etwas schwerere zweite Streckenhälfte. Clemens gab dann wie geplant seine Zurückhaltung auf und beschleunigte deutlich, sodass er für die nächsten 10km 36:50min benötigte und sein Ziel, die Marke von 1:20h noch zu untertreffen mit einer Zeit von 1:19:46h erreichte. Jakob hingegen schaffte es nicht, nochmal zu beschleunigen und verlor Sekunde um Sekunde. Gerade die leichten Wellen machten ihm zu schaffen. „Bei km18 waren die Akkus leer, die Brücke bei km19 hat mich dann völlig umgehauen, es ging nichts mehr. Die Zeit von 1:23:00h ist trotzdem super und ich bin völlig zufrieden! Über eine Minute schneller als meine alte Bestzeit, da kann ich mich nicht beschweren!“

Jakob (rechts) und Clemens (links) vor der Commerzbankarena

Zeitgleich zu den Brüdern war Johannes in Gießen am Start. Auf der flachen, aber durch einen Wendepunkt und einige scharfe Kurven nicht ganz einfach zu laufenden 5km-Kurs entschied er sich, wie auch schon die Woche zuvor für einen Start über 10km. Seine Absicht war es, nochmal in einen ähnlichen Bereich wie eine Woche zuvor zu laufen. Mit einer Zeit von 38:42min gelang ihm das nicht ganz, als Entschädigung gab es immerhin den dritten Platz in der Hauptklasse.

Arne kurz nach dem Start

Der Abschluss des Wochenendes aus unserer Sicht fand dann in Düren statt: Beim 33. Stadtlauf wollte Arne seine Form vor dem anstehenden Trainingslager in Portugal testen. Die vermessene sehr kurvige 1,6km-Runde galt es dabei für die gut 200 Teilnehmer sechsmal zu durchlaufen. Sortierte sich Arne am Start erstmal auf Platz elf ein, konnte er durch sein konstantes Tempo schnell auf den sechsten Platz vorlaufen und absolvierte die ersten 5km in 17:20min – etwa 10sec schneller als geplant. Ab km6 wurde es dann aber hart: “Die vielen Überrundungen haben Kraft gekostet – eigentlich glaube ich, dass ich das Tempo hätte durchlaufen können. Durch die super Stimmung entlang der Strecke war die Motivation aber dennoch hoch, sodass ich mich bis zum Schluss quälen konnte.” Am Ende blieb es dann bei dem sechsten Platz – die Zeit von 35:29min ist sicherlich noch nicht alles, was Arne kann, in Hannover gibt es am 8. April dann den nächsten Versuch. Zusammen mit den anderen VfLern wird dort dann die Bestzeit angegriffen.

Für Thorsten, Jakob und Clemens geht das Wettkampfgeschehen am Ostersamstag in Paderborn weiter, dort werden alle drei über 10km am Start sein. Eine Woche später geht es dann nach Hannover: Arne und Clemens sind dort über 10km am Start und Thorsten misst sich mit der versammelten deutschen Läufergemeinschaft bei den Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon.

 

Lahntallauf – Starkes Teamergebnis auf der Hausstrecke

Am ersten Märzsamstag ging es für fünf VfLer beim Lahntallauf auf die aus etlichen Trainingseinheiten gut bekannte 10-Kilometerrunde im Süden von Marburg. Trotz Schneefalls in der Nacht vorher war die Strecke dank der Stadt Marburg komplett schnee- und eisfrei und somit gut belaufbar. Die kalten Temperaturen und kurze rutschige Passagen machten sich dennoch in den Resultaten bemerkbar.

Die Spitzengruppe nach dem Start mit Richard und Thorsten (Foto: H. Schaake)

Beim Startschuss reihten sich die VfLer alle weit vorne im Feld ein, da die Strecke anfangs eng ist und Überholmanöver schwierig macht. Nach dem ersten Kilometer fanden sich Thorsten Herrig und Richard Webb, der seit kurzem bei uns trainiert und hier seinen ersten Wettkampf im VfL-Dress absolvierte, in der Führungsgruppe wieder. Etwas dahinter lief Clemens Möller, der seine Bestzeit angreifen wollte und genau im Plan war. Seinen ersten Laufwettkampf bestritt Johannes Hörst, der vom Triathlon kommt und seit ein paar Monaten bei uns trainiert – sein Ziel war eine Zeit von (deutlich) unter 40 Minuten. Als letzter VfLer war noch Jakob Möller unterwegs, der den Lauf als Vorbereitung für den Frankfurter Halbmarathon kommenden Sonntag als Teil eines Tempodauerlaufs nutzte.

Thorsten (vorne) und Richard nach knapp 7km (Foto: H. Schaake)

An der Spitze waren zwei Läufer der Gruppe um Thorsten und Richard enteilt, konnten ihren Vorsprung aber nicht vergrößern. Diese Gruppe blieb bis Kilometer sieben zusammen, wo Richard, der eigentlich auf der Mittelstrecke zuhause ist, den Anschluss verlor, da das Tempo verschärft wurde. Er erreichte das Ziel nach 34:47min als Siebter. Vorne war es weiter spannend und es wurde um die Plätze vier bis sechs taktiert; im Endspurt hatte Thorsten dann keine Chance und wurde Fünfter mit einer Zeit von 34:08min.

Clemens Plan, Bestzeit zu laufen wurde, auf dem sechsten Kilometer zerschlagen, als ihn der Schnee und eine Steigung ausbremsten. Auch auf den restlichen Kilometern war es hart und er konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Trotzdem überholte er auf den letzten Kilometern noch mehrere Läufer und wurde Neunter in 35:28min, was immerhin nur 10 Sekunden über seiner Bestzeit liegt. Johannes merkte schnell, dass er schneller laufen konnte als geplant, kam gut durch und erreichte das Ziel als 13. in 37:56min.

So war der Lahntallauf wieder ein lohnender Lauf in heimatlichen Gefilden mit einem starken Teamergebnis, was bei besseren Bedingungen noch schnellere Zeiten verspricht.  Auch die Einzelleistungen stellten jeden Läufer zufrieden, sodass die Motivation für die nächsten Wochen und Monate groß ist!

Die kompletten Ergebnisse gibt es bei mika-timing.

DM Halle U20 – Lena mit gutem Abschluss der Hallensaison

Nachdem es lange unklar war, ob Lena startet und welche Strecke sie in Angriff nehmen soll, stand sie am vergangenem Samstag dann doch an der Startlinie für die 3000m bei der Deutschen Jugendhallenmeisterschaft in Halle/Saale. Die vergangenen Rennen in der Halle waren für sie alles andere als optimal gelaufen, ihr tatsächliches Leistungsvermögen hatte sie nie zeigen können: „Als Letzte der Meldeliste ging es für mich darum, nochmal Erfahrungen in einem Meisterschaftsrennen zu sammeln und nach Möglichkeit eine gute Zeit hinzulegen“, gab sie ihre Marschrichtung selber vor.

Ausgetragen wurde die DM in Halle/Saale

Leicht verschnupft ging es also auf die 15 Runden. Die erste Rennhälfte konnte Lena gut im Feld mitschwimmen und Kraft sparen. Erwartungsgemäß zogen die Favoritinnen dann aber das Tempo an und das Feld zog sich auseinander. Lena lag dennoch auf Kurs Bestzeit und bildete zusammen mit zwei anderen Läuferinnen den Abschluss des Feldes. Auf dem letzten Kilometer fehlte Lena das letzte Quäntchen Tempohärte, sodass sie einige wertvolle Sekunden verlor und mit einer Zeit von 10:25min knapp an der Bestzeit vorbeischrammte. „Zehnte in einem Feld von elf Läuferinnen zu werden, hört sich erstmal echt schlecht an. Für mich ist das Ergebnis dennoch völlig in Ordnung – die Zeit ist gut, ich konnte eine auf dem Papier deutlich stärkere Läuferin hinter mir lassen und am Ende haben mir nur zwei Sekunden zu Platz acht gefehlt“, zeigte sich Lena nach dem Rennen zufrieden.

Optimistisch blickt Lena nun auf den Sommer, wo über 3000m eine (deutliche) Steigerung der Bestzeit möglich sein sollte, wenn es dann bei diversen Sportfesten nicht um Platzierungen, sondern nur um die Zeit geht.

Lena mit Trainer Arne

Eine vollständige Ergebnisliste gibt es hier: https://www.dlv-xml.de/Storage/EventFiles/18L00000001605101/410087.pdf

Hessische Meisterschaften blockspezifische Mehrkämpfe – Emma und Paula in Frankfurt-Kalbach am Start

Als letzter Hallenwettkampf und gleichzeitig auch als Highlight für unsere zwei Starterinnen ging es zu den Hessischen Blockspezifischen Mehrkampfmeisterschaften nach Frankfurt-Kalbach. Hinter dem Wortungetüm verbirgt sich ein Mehrkampf aus vier Disziplinen. Sowohl für Emma als auch für Paula ging es im Flach- und Hürdensprint um Punkte, der Block Lauf, in dem Paula am Start war, wurde durch 150m und einen Hallencross üb er etwa 1200m komplettiert, der Block Sprint, in dem Emma am Start war, durch 20m fliegend und einen Sechser-Sprunglauf.

Als erstes ging es für alle beide über die Hürden – bei beiden kann man wohl davon sprechen, dass damit auch die größte Herausforderung direkt am Anfang stand. Paula zeigte, dass auch mit wenig Training gute Leistungen möglich sind und wurde mit einer Zeit knapp unter 12sec Siebte. Emma war die Nervosität anzumerken – bei ihrem ersten Start bei hessischen Meisterschaften war sie etwas mehr als eine Sekunde langsamer, ihr fehlt noch die Sicherheit bei der Überquerung der Hindernisse. Im Anschluss standen für die die 20m fliegend an. Dabei wird die Zeit gemessen, die der Athlet für 20m benötigt, vorher wird aber schon beschleunigt, sodass es gilt, die Höchstgeschwindigkeit für 20m zu halten. Das gelang Emma deutlich besser als das Überlaufen der Hürden, sodass sie ein paar Pünktchen mehr sammeln konnte.

Im Flachsprint zeigten unsere Starterinnen gute Leistungen. Mit Zeiten von 11,55sec (Emma) und 11,92sec (Paula) liefen beide Bestleistung – dennoch lässt sich mit Sprinttechniktraining hier sicherlich noch das eine oder andere Zehntel herausholen. Für Paula stand anschließend der Langsprint über 150m an. Für einen Sprint schon sehr lang, aber auch noch keine wirklich lange Strecke, stellt er eine besondere Herausforderung dar.  Diese konnte Paula gut meistern; sie steigerte ihre Zeit aus dem vergangenen Jahr um mehr als eine halbe Sekunde auf 23,58sec.

Als Abschluss galt es für Emma im Sechsersprunglauf ihre Vielseitigkeit zu zeigen. Nach einem ersten Versuch, in dem noch deutliches Steigerungspotenzial zu erkennen war, setzte sie die Tipps ihrer Trainer perfekt um und konnte sich auf 14,09m steigern, womit sie dann auch zufrieden war. Der Abschluss der Veranstaltung war dann aber an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten: Im ersten von zwei Zeitläufen war Paula über 1200m Hallencross am Start. Nach verhaltenem Beginn nahm sie zu Rennhälfte das Rennen in die Hand und setzte sich nach vorne ab. Dort lief sie ein einsames Rennen und benötigte 5:47min. Nun galt es abzuwarten, was im zweiten Lauf passieren würde. Sah es zu Beginn noch nach einem deutlich schnelleren Rennen aus, verloren die Läuferinnen mit jeder Runde ein paar Sekunden, sodass eingangs der letzten Runde völlig unklar war, ob Paulas Zeit für den ersten Platz reichen würde. Eingangs der Zielgerade zeigte die Uhr dann 5:36min und die Konkurrentin zog ihren Endspurt an. In einem Nervenkrimi, der bis zum Schluss offen war, reichte Paulas Zeit am Ende um nur knapp zwei Sekunden nicht für den Sieg. Durch die etwas unglückliche Setzung der Läufe und die Tatsache, dass Paula die zweiten Rennhälfte völlig alleine war, kann man durchaus sagen, dass der Sieg hier auf jeden Fall möglich gewesen wäre. Doppelt ärgerlich ist das durch die Tatsache, dass Emma von eben dieser Athletin dann auch im Gesamtranking punktgleich auf den siebten Platz verwiesen wurde. Dennoch war es für sie insgesamt ein sehr guter Wettkampf, in dem sie alle ihre Leistungen aus dem letzten Jahr steigern konnte. Für Emma steht am Ende ein 18. Platz zu Buche – für ihren ersten Auftritt bei „Hessischen“ ein respektables Ergebnis – auch wenn wir sicher sind, dass da in den kommenden Monaten und Jahren mehr drin ist!

Bilder gibt es bei Flickr und die vollständigen Ergebnisse bei Seltec.