Laufnacht Karlsruhe

Ein Satz mit X, das war wohl nix!! So oder so ähnlich könnte man den „Trip“ der VfLer Arnfried vom Hofe, Julia Altrup und Lena Ritzel zur Laufnacht nach Karlsruhe beschreiben. Letzten Freitag machten sich die Drei auf den Weg nach Karlsruhe um bei der Laufnacht über 1500m zu starten. Alle hatten das Ziel Bestzeit vor Augen, doch schon durch die Anreise wurden diese Ambitionen bei Arnfried zunichte gemacht: Ein Stau nach dem anderen und kaum ein Durchkommen verlängerten die Anreise erheblich. So konnte Arnfried bedauerlicherweise um 18:30 Uhr nicht wie geplant an der Startlinie stehen. Dass es auch mit Julias und Lenas Lauf um 19:15 Uhr noch knapp werden könnte war zwischenzeitlich abzusehen. Doch die Drei hatten Glück und schafften es noch pünktlich. So hieß es nach der knapp zwei Stunden längeren Anreise direkt aus dem Auto und einlaufen, schnell die Startunterlagen holen und dann war es auch schon 19:15 Uhr und Lena und Juli standen an der Startlinie zum 1500m Lauf. Nach einem etwas verkorksten Start mussten beide schnell feststellen, dass es mit Bestzeit wohl nichts werden würde an diesem Tag. Trotz eines hervorragend organisierten Events mit super Stimmung und leistungsstarken Feldern kamen Beide nicht annähernd an ihre Bestzeiten heran. Lena, die einfach nicht ins Rennen fand und im großen Teilnehmerfeld einfach keine gute Position fand,  finishte den Lauf nach 4:49min. Für Juli, die durch vorangegangene Erkältung und Lernstress  geschwächt ins Rennen ging,  lief es ebenfalls nicht besser und die Uhr stoppte bei 4:52min. Somit blieben beide über ihren Bestzeiten und konnten ihr wirkliches Leistungspotenzial nicht abrufen. Letztendlich nahmen aber alle den misslungen Wettkampf mit Humor und hakten den Tag ab.

7. Volkslauf Ruppertsburg

Die Volkslaufsaison ist im Mai auf dem Höhepunkt: Nach der eigenen Veranstaltung am vergangenen Wochenende ging es für die Möller-Brüder dieses Wochenende in den Vogelsberg um selber wieder die Laufschuhe zu schnüren. Der Volkslauf in Ruppertsburg war dabei für beide Athleten eine Zwischenstation zu weiteren Zielen: Für Jakob ein Vorbereitungslauf für den anstehenden Halbmarathon in Duisburg, für Clemens ein „Überdistanzlauf“ für die 3000m, die nächstes Wochenende anstehen und die 5km in Herdecke in zwei Wochen.

Volkslauf Ruppertsburg

Um 9:30 waren die Temperaturen noch sehr angenehm, ein leichter Wind wehte und etwa 100 Läufer hatten sich am Start versammelt. Jakob und Clemens sortierten sich auf den ersten Kilometern der hügeligen Strecke durch Wald und Wiesen recht weit vorne ein: Clemens anfangs zusammen mit Georg Dewald, dem späteren Sieger, und Johannes Kohlhepp in der Spitzengruppe, Jakob dicht dahinter zusammen mit einem anderen Läufer. Für beide zeigte sich allerdings schnell, dass die anderen Gruppenmitglieder heute die besseren Beine hatten, sodass sie alleine Kilometer für Kilometer zu bewältigen hatten. Während Clemens mit immer schwereren Beinen zu kämpfen hatte, fühlte Jakob sich Meter für Meter besser, zumal er seinem Bruder, der nun direkt vor ihm lief, immer näherkam. Diese Motivation sorgte für ein etwas zu hohes Tempo, sodass er die Lücke einen Kilometer vor dem Schluss zwar geschlossen hatte, am letzten Anstieg allerdings nichts mehr zusetzen konnte und sich so (wie eigentlich immer) seinem Bruder geschlagen geben musste. Clemens wurde somit Fünfter und Zweiter der Hauptklasse, Jakob Sechster und Dritter der Hauptklasse. „Die Zeit ist angesichts der Strecke und der Tatsache, dass ich ohne auf die Uhr zu schauen gelaufen bin, super und es hat richtig Spaß gemacht hier heute zu laufen. Das Wetter ist super, die Strecke nett zu laufen, die Stimmung sehr angenehm und familiär, genau das Richtige an einem Feiertag!“, zeigte Jakob sich danach in bester Stimmung.

Bahneröffnung Wetzlar und Frühjahrslauf Göttingen

Am 13.5 ging es für die VfLerin Lena Ritzel zur Nationalen Bahneröffnung in Wetzlar, um erneut über die 800m an den Start zu gehen. Wie auch in Pfungstadt vor knapp zwei Wochen war die Zielstellung: Bestzeit laufen!!

23° und Windstille sowie starke Teilnehmerfelder boten dafür optimale Bedingungen.  Pünktlich um 15:55h ertönte dann auch der Startschuss. Mutig angelaufen, konnte Lena ihr Tempo auf den letzten 400m fast beibehalten und lief am Ende als Dritte insgesamt und Erste der U20 in deutlicher Bestzeit von 2:21,55min über die Ziellinie. Somit verbesserte sie ihre alte Bestzeit von 2:24,92min um etwas mehr als 3 Sekunden. Lena selbst sagte nach dem Rennen: „Ich bin unglaublich glücklich und freue mich mega über diese Zeit!!! Für mich war es, glaube ich, der beste 800er, den ich je gerannt bin und ein riesen Schritt nach vorn. Niemals hätte ich gedacht, dass ich es mal schaffe so eine Zeit über 800m zu laufen. Das habe ich größtenteils meinem Trainer Arni zu verdanken!!“. Somit konnte Lena das Stadion zufrieden verlassen und blickt nun zuversichtlich auf die kommenden Freitag anstehenden 1500m in Karlsruhe.

Einen Tag später starteten Arnfried vom Hofe und Clemens Möller beim Frühjahrs-Volkslauf in Göttingen. Der eigentliche Plan sah vor, dass Arne eine Zeit um die 34:30min läuft und Clemens unter 35:30min. Jedoch stellte sich schon bei der Streckenbesichtigung heraus, dass das nichts werden würde: Es war einfach zu warm und schwül.

So gingen die Beiden den Lauf als schnellen Trainingslauf an; Arne lief die ersten Kilometer in der Führungsgruppe mit, wurde jedoch schnell langsamer und fiel etwas zurück. Trotzdem kämpfte er sich weiter durch die Sonne und wurde so Dritter in 37:24min. Clemens- etwas dahinter- war schon bei Kilometer 2 verwirrt von fehlerhaft aufgestellten Kilometerschildern, konnte sich aber mit zwei anderen Läufern zusammentun, um das Rennen rein nach Gefühl zu bestreiten. Die Gruppe zerfiel dann mit der Zeit und als bei Kilometer 8 etwa die komplette Breite des Weges von den Fünfkilometerläufern eingenommen wurde, war das Tempo ganz dahin und es ging in Schlangenlinien oder neben dem Weg im Gras langsam dem Ziel entgegen. Das erreichte Clemens als sechster von insgesamt 711 Finishern nach 38:26min. So erfüllte der Lauf nicht so ganz, was sich die beiden erhofft hatten, unter den veränderten Vorzeichen hatten sie dann trotzdem Spaß beim Laufen.

Für Arne geht es Freitag ebenfalls bei der Laufnacht in Karlsruhe über die 1500m am Start. Clemens plant in den kommenden Wochen noch einige Volksläufe über 5km und 10km.

Gutenberg-(Halb-)Marathon Mainz

Anfang Mai findet der einzige Marathon in Deutschland durch gleich zwei  Landeshauptstädte statt: der Gutenberg-Marathon durch Mainz (und Wiesbaden). Auf der halben Distanz war dieses Jahr Tobias Roth am Start.

Nach einigen sehr guten Wettkämpfen und hervorragendem Training war die Bestzeit gar keine Frage, es sollte sogar noch deutlich unter 1:30h gehen (PB: 1:37:47h). So waren die Vorzeichen optimal und es konnte am frühen Sonntagmorgen losgehen. Vom ersten Meter an herrschte entlang der Strecke trotz Regenwetters eine super Stimmung, von der Tobi durch die Stadt getragen wurde: “Heute lief es für mich vom ersten Kilometer an super. Ich hatte gute Beine und die schöne Strecke mit den vielen Zuschauern haben zusätzlich dafür gesorgt, dass ich einfach Spaß beim Laufen hatte. Da kam der Rest quasi von alleine.” Der “Rest” war dann eine Verbesserung der Bestzeit um sagenhafte 11:46min auf 1:26:01h. Diese Leistungssteigerung ist wohl vor allem der Trainingsplanung von Trainer Arne zu verdanken, ohne den Tobi nie in diese Leistungsbereiche vorgedrungen wäre. Dafür ein großes Dankeschön!

In den kommenden Monaten stehen für Tobi dann noch einige kleinere Rennen an, bevor als nächste große Herausforderung der volle Marathon in Kassel Anfang Oktober auf dem Plan steht.

1. Abendsportfest Pfungstadt

Am 3.5 fand das 1. Abendsportfest in Pfungstadt statt. Jährlich locken bis zu fünf Sportfeste mit idealen Bedingungen zahlreiche Athleten in die südhessische Stadt, auch die VfLer Arnfried vom Hofe, Julia Altrup und Lena Ritzel nahmen den Weg auf sich. Julia und Lena traten über die 800m an, Coach Arnfried dagegen begab sich auf „Langstrecke“, die 5000m.

Als Erstes an der Reihe war Julia bzw. Juli im zweiten Zeitlauf über die 800m. Die Vorbereitungen auf den Wettkampf liefen leider aufgrund eines Infektes alles andere als rund. Dementsprechend waren die Erwartungen nicht allzu    hoch. Doch Juli bewies wie schon in der Halle, als sie Zweite der Deutschen Hochschulmeisterschaften über 800m wurde, ihr Potenzial auf der Mittelstrecke. Nach schnellen ersten 400m lief sie nach starken 2:17,54min durch das Ziel. Somit verpasste Juli die Norm für die Deutsche U23 Meisterschaft nur um knapp eine Sekunde, welche sie bei besserer Vorbereitung sicher unterbieten dürfte. Diese Saison kann man also gespannt sein, wozu Juli über die Mittelstrecken noch fähig sein wird.

Im dritten Zeitlauf begab sich Lena auf die eher ungeliebten 800m. Vormittags noch das Mathe-Abitur absolviert, stand sie am Abend schon wieder am Start. Nach zahlreichen längeren Wettkämpfen stellte der Wettkampf den ersten Start für sie über eine Mittelstrecke seit Längerem dar. Mit Bestzeit aus dem Herbst letzten Jahres im Blick absolvierte sie die erste Runde ziemlich schnell und konnte das Tempo hinten raus nicht ganz halten, sodass sie am Ende den Lauf nach 2:25,39min beendete. Für den Anfang in Ordnung, doch in den kommenden Wochen und Monaten sicherlich noch verbesserungswürdig.

 
 
 

Später am Abend wurden dann die Rollen getauscht. Der Coach wurde zum Athlet, die Athleten zum Coach. Nachdem Arnfried zuvor noch mit Uhr und Zwischenzeiten ausgerüstet auf der Bahn stand, gab er diese nun an seine Athleten weiter und begab sich an die Startlinie über 5000m. Mit klarem Fahrplan im Kopf begann er zunächst vorsichtig. Wie ein Uhrwerk spulte er dann Runde um Runde in einem konstanten Tempo, welches auf eine Zielzeit unter 16:30min hindeutete, ab. Am Ende konnte er sogar noch einmal leicht zulegen und beendete das Rennen nach zufriedenstellenden 16:24.58min. Somit deutete er seine aufsteigende Form an und dass er im Verlaufe der Saison seine Bestzeiten sicher wieder angreifen und verbessern kann.

Nach diesem ersten Sportfest der Saison geht es für Julia und Lena zunächst auf den Mittelstrecken weiter während sich Arnfried beim Frühjahrslauf am 14.Mai in Göttingen auf die 10km begibt.

Drei Wettkämpfe am letzten April-Wochenende

Bergläufe für Jakob und Clemens Möller sowie Alexander Stöhr in den hessischen Mittelgebirgen und ein Stadtlauf in der Heimat für Julia Altrup standen am verlängerten Wochenede auf dem Plan.

Für die Möller-Brüder stand an Clemens‘ Geburtstag mal was Anderes als die üblichen Bahn- und Straßenläufe auf dem Programm: der Sturm auf den Vulkan. Dabei gilt es von Schotten aus den Hoherodskopf zu bezwingen – etwa 12km Strecke mit gut 500 Höhenmetern liegen dazwischen.

Für beide lief der Wettkampf in der Kategorie „Spaß haben und sehen, was passiert“, sodass sie keine konkreten Ziele hatten. Die Strecke war beiden zu großen Teilen bekannt – vor zwei Jahren waren sie hier schon einmal am Start. Vom Start weg liefen beide vorne im großen Feld mit und platzierten sich unter den ersten 15 Athleten. Clemens, der sich auf bergigen Strecken schon immer recht wohl fühlt, konnte vor allem auf den besonders steilen Stücken nach etwa der Hälfte der Strecke seine Stärke ausspielen. Hier ging es für einige hundert Meter so steil bergauf, dass die etwas früher gestarteten Mountainbiker fast ausnahmslos schieben mussten. Im oberen, deutlich flacheren Teil konnte er dann nochmal beschleunigen, sodass er das Ziel als 10. im Gesamteinlauf nach 54:29min erreichte. Etwa drei Minuten dahinter platzierte Jakob sich als 13. im Gesamteinlauf nach 57:58min. Lange war er zusammen mit der ersten Frau, Lena Becker, gelaufen, konnte sich aber etwa 1,5km vor dem Ziel absetzen. „Es war sehr hart heute, das steile Stück hat mich ziemlich gekillt, danach waren die Oberschenkel wie Blei… dennoch hat es Spaß gemacht und ich bin völlig zufrieden mit meinem Lauf“, zog er Bilanz. Auch sein Bruder zeigte sich zufrieden: „Berglauf ist immer hart, aber durch die langen nicht so steilen Stücke lässt sich hier gut laufen und die Strecke ist landschaftlich extrem reizvoll, das lässt einen die brennenden Muskeln wenigstens manchmal vergessen.“

Nur einen Tag später war Alexander Stöhr beim Feldberglauf am Start. Obwohl er von einer starken Erkältung noch nicht ganz erholt war, wollte er nicht auf seinen Lieblingslauf verzichten.
Mit 9.700m und 585 hm ist der Lauf auch in fittem Zustand eine echte Herausforderung. Dieses Mal war es für Alexander besonders hart, da sich seine Schwächung schon früh bemerkbar machte und die Strecke gefühlt deutlich steiler war als im letzten Jahr. Als er schon auf den ersten Kilomentern gegen den Berg kämpfen musste, schaltete er seine Uhr ab und korrigierte sein Ziel auf “ankommen”. Dies schaffte er dann auch knapp unter einer Stunde, fast fünf Minuten langsamer als im letzten Jahr. Aber auch ohne neue Bestzeit war der Lauf wieder ein Erlebnis und Alexander freut sich schon jetzt auf die nächste Auflage des Feldberglaufs.

Für Julia Altrup ging es nach längerer Erkältung in der Heimat Neheim beim City-Lauf weniger um die Zeit. Stattdessen galt es den Lauf, den sie bereits seit etlichen Jahren jedes Jahr bestreiten konnte, mit möglichst geringem Aufwand zu gewinnen.
So ließ sie es verhältnismäßig ruhig angehen, genoss die Volksfest-Stimmung entlang der Strecke, und konnte sicher als erste Frau über die Ziellinie laufen. Die Zeit von 40:30min “ist jetzt natürlich nicht so Bombe, aber beim Citylauf geht es auch einfach nicht um die Zeit. Es hat heute einfach Spaß gemacht zu laufen.” Der Sieg bescherte ihr dann auch weitere wichtige Punkte in der Cupwertung für den Sauerland Laufcup. Eine schöne Zugabe war der zweite Platz in der Mannschaft, den sie zusammen mit ihrem Vater und ihrem Freund Max erlaufen konnte.

In den kommenden Wochen geht es für Julia dann wieder auf die Bahn, um dort die Bestzeiten zu verbessern und bei den überregionalen Meisterschaften optimale Leitungen abrufen zu können.

Hessische Langstreckenmeisterschaften

Eine Woche nach dem Osterlauf in Paderborn war Lena Ritzel schon wieder am Start: Die hessischen Langstreckenmeisterschaften in Wiesbaden standen an. Wie nicht anders zu erwarten waren die Starterfelder in den meisten Läufen sehr dünn gesät und so mussten viele Läufer einsam ihre Runden drehen.

So erging es auch Lena: Zum Lena Ritzelersten Mal war sie über 5000m am Start und die Platzierungen waren schon im Vorhinein relativ klar. Ganz vorne Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) die überlegen siegte, dahinter Franziska Althaus vom TV Waldstraße Wiesbaden und als Dritte Lena. Als Ziel war eine Zeit von unter 18 Minuten ausgegeben worden, in der passenden Zeit passierte sie auch die ersten Kilometer. Ab der Hälfte wurden die Runden dann jedoch immer langsamer, alleine musste sie gegen die Uhr und den auffrischenden Wind kämpfen, was mit den noch von Paderborn schweren Beinen immer mühseliger wurde. So wurde es auch nicht nochmal schneller und sie erreichte das Ziel nach 18:20min. Mit diesem Ergebnis haderte sie ein wenig: „Für das erste Rennen über 5000m war es okay, vor allem mit der kurzen Pause und den Bedingungen hier. Aber das geht noch schneller, damit bin ich noch nicht durch.“ Nach den vielen langen Wettkämpfen geht es jetzt für Lena erstmal wieder auf die Mittelstrecke.

Bestzeiten purzeln in Paderborn

Nach etlichen Kilometern in den vergangenen Wochen stand am Karsamstag das erste richtige Highlight an: der Osterlauf in Paderborn. Der VfL repräsentierte den Kreis über 10km mit 6 Startern: Julia Altrup, Clemens und Jakob Möller, Lena Ritzel, Tobias Roth und Arnfried vom Hofe. Eva Kotschi war über die halbe Strecke am Start. Die 4500 Starter hatten eine flache Runde rund um das Sportzentrum in Paderborns Innenstadt zu bewältigenJuliaPaderborn.

Für Tobi galt es nach gutem Training die 40min-Marke zu unterbieten. Er lief ein konstantes Rennen und erreichte das Ziel nach 39:02min. Damit hatte er sein Ziel deutlich unterboten und war dementsprechend zufrieden: „Es läuft einfach super: Eine Bestzeit nach der anderen, jetzt habe ich mich um mehr als eine Minute gesteigert, als nächstes stehen dann wieder längere Strecken an.“

Etwas schneller wollten Julia, Jakob und Lena laufen: Für alle galt es, im Bereich von 38min ins Ziel zu kommen. Die ersten fünf Kilometer liefen fast wie von alleine, bei 5km deutete alles auf eine Zeit knapp unter 38min hin. Jakob zog danach das Tempo etwas an, seine Bestzeit von 37:46min war spätestens zu diesem Zeitpunkt sein persönliches Ziel. Auch wenn es ab Kilometer 7 zunehmend härter wurde, lief er den letzten Kilometer noch einmal deutlich schneller und erreichte am Ende das Ziel nach 37:20min, was eine neue Bestzeit bedeutete – dementsprechend zufrieden war er im Ziel. Julia, die das erste Mal 10km auf der Straße unter Coach Arnfried in Angriff nahm, lief lange hinter Jakob und Lena her. Von Anfang an waren die Kilometer etwas schneller als geplant, stets hatte Julia andere Läufer vor sich, an denen sie sich orientieren konnte. Auf der Zielgeraden spielte sie ihre Mittelstreckenqualitäten voll aus und konnte noch an Lena vorbeilaufen: „Ich habe immer nur die Kilometersplits gesehen, als ich am Ende die 37:36min auf der Uhr gesehen habe, war ich total überrascht und mega glücklich!“. Für Lena war Jakob zwar nach gut 5km etwas zu schnell, dennoch konnte sie die zweite Hälfte einige Sekunden schneller laufen als die erste, was ihr bisher noch nie gelungen war, und so ihre Bestzeit um 43sec auf 37:37min verbessern, womit sie eine Sekunde hinter Julia ins Ziel kam.

Clemens und Coach Arne liefen auf denPaderbornClemens ersten Kilometern fast zusammen: Clemens wollte in den Bereich seiner Bestzeit von 35:35min laufen, für Arne galt es nach langer krankheits- und jobbedingter Pause wieder mit einer guten Zeit in den Wettkampbetrieb einzusteigen, ein konkretes Ziel hatte er sich aber nicht gesetzt. Nach der Hälfte der Strecke, die beide zusammen in 17:45min absolvierten, konnte Clemens Arnes Tempo nicht mehr folgen und musste abreißen lassen. Arne konnte die zweite Hälfte deutlich schneller laufen und benötigte für die 10km 35:04min. Diese Zeit übertraf seine Erwartungen, auch wenn zur Bestzeit noch etwas mehr als 40sec fehlen. Clemens musste auf der zweiten Hälfte etwas nachlassen und verpasste seine Bestzeit mit 35:51min um 16sec. Dennoch war er nicht unzufrieden: „Auch wenn Trainer Arne – wie eigentlich immer – noch Verbesserungsvorschläge hat, bin ich nicht unzufrieden. Ich konnte erst vier Wochen wieder voll trainieren und bin erst vor drei Tagen aus dem Trainingslager wiedergekommen. Mir fehlen einfach noch zwei oder drei Wochen, dann ist die Bestzeit auch wieder drin!“

Die 5km nahm Eva in Angriff. Für sie stand der Spaß im Vordergrund, das Laufen ist für die Sportstudentin nur eine Sportart unter vielen. Nach 23:58min erreichte sie das Ziel. Vergangenes Jahr war sie zwar in Neustadt schon einmal schneller, dennoch war sie zufrieden und hatte Spaß an der Veranstaltung.

Paderborn2017

Somit zeigte sich wieder einmal, dass Paderborn für die Langstreckler ein heißes Pflaster ist. Eine perfekte Organisation, eine schnelle Strecke und die hervorragende Stimmung entlang der Strecke ermöglichen ein optimales Umfeld für schnelle Zeiten!

Dank für die Bilder an Helmut Schaake und Eva Kotschi!

5. Hennesee Panoramalauf

In der Heimat – im Sauerland – war Julia Altrup am vergangenen Wochenende am Start. Beim Hennesee-Panoramalauf, der zu dem elf Läufe umfassenden Sauerland Lauf-Cup gehört, wollte sie den Grundstein zum erneuten Sieg (letztes Jahr war sie am Ende ganz vorne) in dieser Serie legen.

Julia HenneseeAngestrebt waren Kilometerzeiten rund um 3:55min, sodass nach 10km eine Zeit von etwas über 39min hätte herauskommen sollen. Entlang des Seeufers ging es 5km in die eine Richtung und dann den gleichen Weg  wieder zurück. Vom Start weg lief Julia auf Platz eins der Frauenkonkurrenz, der erste Kilometer lag auch noch genau im Plan, danach wurde es aber schon schwerer und langsamer. “Weder vor mir noch hinter mir war jemand in der Nähe, dann habe ich auch noch Seitenstiche bekommen und mir eine Blase gelaufen, die letzten Kilometer waren ziemlich hart, im Ziel war ich einfach nur froh, angekommen zu sein!”. Die Zeit lag mit 40:03min dann auch deutlich über den Erwartungen. Dennoch war es für Julia ein schönes Erlebnis, mit den alten Bekannten und Vereinskameraden zu laufen, der Sieg war dabei zu keiner Sekunde gefährdet, sodass in der Serienwertung noch alle Möglichkeiten gegeben sind.

Ostersamstag geht es dann für Julia wie auch für zahlreiche weitere VfLer nach Paderborn zum Osterlauf.

Regionsmeisterschaften Langstrecke und Kölner Frühlingslauf

Nach den Hessischen Straßenlaufmeisterschaften stand nur vier Tage später schon die nächste Meisterschaft an: Die Regionslangstreckenmeisterschaften in Langgöns. Hier war der VfL mit 9 Athleten am Start: Im Stadioncross über 1500m Laurenz, Leon und Carlotta, über 2000m Paula, Lena Ritzel über 3000m und über 5000m Thorsten Herrig, Julia Altrup sowie Jakob und Clemens Möller.

RM2017 Carlotta
Eng ging es beim Stadioncross zu. In der Mitte Carlotta

Zuerst ging es für die jüngsten Starter im Stadioncross an die Startlinie. Es galt zuerst 300m auf der Bahn, dann etwa 500m rund um das Stadion und zum Abschluss noch einmal 700m auf der Bahn zu laufen. Carlotta, bisher ohne große Lauferfahrung, zeigte ein starkes Rennen, leider verordnete sie das Ziel 100m zu früh, sodass sie auf der Zielgerade noch einen Platz verlor. Dennoch konnte sie mit einer Zeit von 6:20min und einem 5. Platz völlig zufrieden sein. Laurenz wurde ebenfalls 5., er lief lange zusammen mit zwei anderen Läufern, war diesen im Schlussspurt noch nicht ganz gewachsen, aber mit etwas mehr Arbeit an der Schnelligkeit wird das in Zukunft sicherlich besser. Leon, der vor zwei Wochen in Gladenbach seinen ersten Lauf absolviert hatte, ging von Beginn an mutig mit den anderen Läufern mit, musste aber schnell erkennen, dass er diesem Tempo nicht gewachsen war, sodass er das Ziel als 4. Nach 7:01min erreichte. Auch bei ihm kann man sicher sein, dass mit dem Wechsel in Clemens Trainingsgruppe, der nach Ostern ansteht, eine deutliche Leistungssteigerung möglich ist.

Für Paula ging es nach länger andauernden Knieproblemen darum, mal wieder Wettkampfluft

RM2017 Carlotta
Paula war über die 2000m am Start

zu schnuppern und eine gute Zeit zu laufen. In einem sehr klugen Rennen hielt sie sich lange zurück, um am Ende nochmal anzugreifen,  und erreichte das Ziel nach 7:44min als 3.

Nach der Bestzeit am Samstag zuvor wollte Lena einfach mal schauen, was das Rennen bringen würde, große Erwartungen hatte sie nicht, zumal sie, wie erwartet, komplett alleine laufen musste. Nachdem sie bei 2km schon etwas über der anvisierten Zielzeit von unter 10:30min lief, konnte sie auf den letzten zwei Runden noch einmal zulegen und erreichte das Ziel nur knapp über Bestzeit nach 10:27min als neue Regionsmeisterin. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es doch so gut läuft, besonders nachdem ich mich auf dem zweiten Kilometer schon nicht mehr so gut gefühlt habe“.

Ebenso den Regionsmeistertitel erringen konnte Julia Altrup. Eigentlich wollte sie in Richtung 18:20min laufen, dieses Vorhaben war aber schon nach drei Kilometern außer Reichweite, sodass sie nach 5km alleine an der Spitze des Feldes das Ziel 18:49min erreichte. Angesichts einer längeren Erkältung und der Tatsache, dass die die ganze Zeit alleine laufen musste, war sie mit dem Ergebnis dennoch nicht unzufrieden.

RM 2017 Julia
Julia lief ein einsames Rennen

Im letzten Rennen ging es dann für Thorsten Herrig und die Möller-Brüder auf die 12,5 Runden. Thorstens Ziel war einfach nur, mal wieder einen Wettkampf sauber durchzulaufen ohne Magenprobleme zu kriegen. Das gelang ihm auch hervorragend: Nach etwa 1000m löste er sich aus einer Gruppe und lief fortan alleine gegen die Uhr. Er erreichte das Ziel nach

RM 2017 Jakob
Jakob erreichte das Ziel nach 18:08min

16:28min als 3. Clemens hatte ebenfalls keine klar umrissenen Ziele – nach den 10km von Samstag lief er etwa die Hälfte des Rennens mit deutlich stärkeren Konkurrenten mit und büßte auf der zweiten Hälft einige Sekunden ein. Dennoch war er mit 17:07min (8. Platz) genau so schnell wie vor einem Jahr, was Hoffnung für die nächsten Rennen macht. Sein älterer Bruder wollte nach den verkorksten Meisterschaften in Eschwege mal wieder ein gleichmäßiges Rennen laufen und zeigen, dass er durchaus in der Lage ist, an die Zeiten aus dem letzten Frühjahr anzuknüpfen. Das gelang ihm auch recht gut: In einem gleichmäßigen Rennen lief er fast immer im Windschatten anderer Läufer und benötigte für die 5000m 18:08min, was einen 12. Platz bedeutet.

Schon einige Tage früher war Tobias Roth beim Kölner Frühlingslauf am Start. Eigentlich hatte er einen Start in Frankenberg ins Auge gefasst, der Straßenlauf wurde aber recht kurzfristig abgesagt, da das Gelände durch eine andere Veranstaltung blockiert war. So nahm Tobi den langen Weg nach Köln auf sich, um dort die erst vor wenigen Wochen aufgestellte Bestzeit erneut zu unterbieten.

Auf einer dreimal zu laufenden Runde in einem Stadtpark gab es dann optimale Bedingungen: flache Strecke, perfektes Wetter – es konnte also angegriffen werden. Nach zwei Runden fühlte Tobi sich noch so gut, dass er beschloss, auf Risiko zu laufen und erhöhte das Tempo, sodass plötzlich auch eine Zeit unter der magischen 40min-Marke denkbar schien. Daran scheiterte er am Ende zwar denkbar knapp mit einer Zeit von 40:11min, aber das war für ihn kein Grund zum Ärgern: “Jetzt habe ich ein Ziel für Paderborn, die 11sec schneller sind da mit Sicherheit drin!”

In zwei Wochen geht es dann also zum vorläufigen Saisonhöhepunkt, dem Osterlauf in Paderborn, bei dem der VfL, wenn alles gut geht und nieman krank wird, mit sieben Athleten über die 10km am Start sein wird.