Hallensportfest Langgöns – U10er zeigen ihre Klasse

Noch vor den Erwachsenen starteten dieses Jahr unsere Schüler in die Hallensaison. Zwar war die Resonanz bei uns mit insgesamt drei Startern zwar etwas dürftig, das änderte aber nichts daran, dass Amelie, Konrad und Kieran heiß auf den Auftakt in der Halle waren.

Dieses Mal ging es in eine ganz normale Sporthalle – daher waren auch die Disziplinen etwas andere als sonst: 35m-Sprintzweikampf statt 50m-Sprint, Standweitsprung statt „echtem“ Weitsprung und statt den klassischen 800m ging es über drei Runden.

Start der 35m: Kieran (2.v.l.) und Konrad (4.v.l.)

Als erstes stand der Auftakt des Sprintzweikampfes an: 35m einmal durch die Halle. Hier lies vor allem Konrad bereits sein Potenzial erkennen und gewann diesen Lauf recht deutlich in 5,9sec. Im gleichen Lauf erreichte Kieran den vierten Platz in 6,4sec. Amlie hatte etwas mit dem noch ungewohnten Startblock zu kämpfen, verlor daher am Start schon wertvolle Zehntel und erreichte das Ziel Fünfte ihres Laufes nach 6,4sec.

Langgöns
Kieran, Konrad und Amelie (v.l.)

Weiter ging es mit dem Standweitsprung, der für die Kinder eine ganz neue Herausforderung darstellte. Deutlich war zu sehen, dass es von Sprung zu Sprung besser lief, sodass nach dem Einspringen bereits ein deutlicher Fortschritt zu erkennen war. Im Wettkampf galt es dann drei Versuche zu springen, von denen die beiden weitesten in das Endergebnis einflossen. Nach einem etwas schwächeren ersten Versuch schaffte Amelie es in den beiden weiteren Versuchen, konstant zu springen und kam so in der Addition auf 2,44m, was den neunten Platz in der stark besetzen Altersklasse W9 bedeutete. Etwas einfacher hatten es Kieran und Konrad, die hier nur vier weitere Konkurrenten hatten. Das schmälert die Leistung der beiden aber keineswegs: Konrad mit drei annähernd gleich weiten Sprüngen erreichte 3,21m, was ihm auch hier den Sieg bescherte. Kieran schaffte es sogar, nur einen Centimeter Differenz in seinen Versuchen zu springen und kam somit auf 2,61m. Das bedeutete für ihn den fünften Platz.

Amlie vor dem Start

Als nächstes stand der zweite Teil des Sprintmehrkampfs an: wieder 35m, diesmal aber mit kleinen Hindernissen. Diesmal verzichtete Amelie auf den Startblock, was sich auch direkt bezahlt machte: 6,6sec bescherten ihr wieder den fünften Platz, der Abstand nach vorne war aber deutlich geringer. Mit 13,0sec belegte sie in der Endabrechnung den vierten Platz. Konrad machte es wie im ersten Lauf: Lag er am Start noch etwas zurück, erreichte er das Ziel wieder als erstes – damit gewann er folgerichtig auch die Gesamtwertung mit 12,0sec. Dank eines starken Hindernissprints verbesserte Kieran sich in der Endabrechnung auf einen starken dritten Platz in 12,9sec.

Zum Abschluss stand wie bei jedem Wettkampf im Kinder- und Jugendbereich der Ausdauerlauf an. In diesem Falle galt es, drei Runden durch die Halle möglichst schnell zurückzulegen. Alle drei VfLer zeigte dabei ein gutes taktisches Gefühl: Am Anfang ließen sie es eher ruhig angehen, ließen andere Läufer vorlaufen, um dann auf der letzten Runde nochmal anzugreifen. Konrad konnte seine Siegessträhne ausbauen, direkt dahinter kam Kieran ins Ziel. Amelie wurde fünfte.

Konrad (2.v.l) und Kieran (3.v.l.) vor dem Start

Für unsere Kinder war es ein schöner und erfolgreicher Wettkampf, der Lust auf die anstehenden Wettkämpfe in Wallau und Stadtallendorf macht. Wir hoffen, dort dann jeweils mit ein paar mehr Kindern am Start sein zu können!

Winterlaufserie Pohlheim – Immer eine Reise wert

Bei der traditionellen Winterlaufserie in Pohlheim waren bei der ersten Ausgabe dieser Saison gleich fünf VfLer am Start: Über die 5km Clemens Möller in der Erwachsenenklasse und Paula, Laurenz und Jan als wohl jüngste Starter im gesamten Feld. Das Feld komplettierte Tobias Roth über 10km.

Für Tobi galt es, nach sechs Wochen Wettkampfpause in Folge seines Marathondebüts, die Form zu bestimmen und eine solide Leistung abzuliefern. Vorm Start noch mit dem Wetter – 6°, Nieselregen, frischer Wind – hadernd, lief er auf der hügeligen Strecke ein offensives Rennen und konnte so auf der etwas zu kurzen Strecke in den Bereich seiner Bestzeit laufen. Als Neunter erreichte er das Ziel nach 37:11min.

Jan

Paula

Laurenz

Über die halb so lange Strecke war Clemens bereits nach wenigen Metern ganz vorne zu sehen. Zusammen mit Niklas Raffin bewältigte er die ersten Kilometer, bevor er abreißen lassen musste. Den zweiten Platz konnte er sicher nach Hause laufen und war dabei mit 16:42min sogar noch deutlich schneller als im vergangenen Februar. Unser Lauftalent Laurenz kann in Pohlheim bereits auf zahlreiche Starts zurückblicken. So schnell wie dieses Mal war er aber noch nie: dank eines grandiosen Endspurts überholte er auf der Zielgeraden noch einen bis dahin vor ihm liegenden Läufer und benötigte für die knapp 5km exakt 22min. Damit war er im Gesamtfeld Elfter von 27 Männern. Noch schneller als Laurenz war Paula. Die sehr ehrgeizige Athletin bewältigte die Strecke mit einigen Hügeln in 21:18min und konnte damit einen dritten Platz in der Frauenkonkurrenz verbuchen. Das VfL-Trio komplettierte Jan, der nach 25:17min als 15. auch die ansteigende Zielgerade hinter sich gebracht hatte und im Ziel vor allem zufrieden damit war, seine Tante hinter sich gelassen zu haben.

Pohlheim ist also wieder einmal seinem Ruf gerecht geworden, stets eine gute Gelegenheit für einen Wettkampf in entspannter Atmosphäre zu bieten.

 

Frankfurt-Marathon – Macht Lust auf mehr

Bei der größten Laufveranstaltung in Hessen war – wie bereits vergangenes Jahr – auch der VfL vertreten. Dieses Mal zwar nicht bei dem namensgebenden Marathon, dafür aber beim Minimarathon über exakt ein Zehntel der traditionellen 42,195km und mit einer Läuferin in der Staffel von Svens Laufshop.

Am frühen Morgen ging es also mit dem Zug nach Frankfurt. Angespannte Gesichter, nervöse Vorfreude und die Aussicht auf den stimmungsvollsten Zieleinlauf in Deutschland in der Festhalle prägen die Stimmung während der Anfahrt. Henriette, Paula und Friedrich waren noch nie in Frankfurt am Start, lediglich Laurenz kann bereits auf einen Start im vergangenen Jahr zurückblicken. Gerade für die Debütanten ist es etwas Besonderes: Riesige Menschenmengen, das Befestigen des Zeitnahmechips, das extreme Gedränge im Startblock – all das gibt es bei den üblichen Laufveranstaltungen in unserer Region sonst nicht.

Nach dem langen Stehen im Startblock ging es dann gegen 11h endlich los: etwa 2000 Kinder stürmten in Richtung Innenstadt, eine Runde durch die Häuserschluchten, zurück über die nicht enden wollende Gerade in Richtung Messe, noch einmal links und dann in die Festhalle, wo sie von Hunderten Zuschauern empfangen wurden. Aus sportlicher Sicht lief es dann auch sehr gut: Paula lief erwartungsgemäß als erste VfLerin in Ziel. Sie benötigte für die Strecke 19:08min. Etwa eine Minute dahinter kamen zuerst Henriette nach 20:15min und Laurenz nach 20:23min. Friedrich erreichte das Ziel nach 20:58min.

In der Staffel von Svens Laufshop war Lena Ritzel am Start. Mehr oder weniger spontan hatte sie sich mit drei Mitstreitern zusammen gefunden und durfte den letzten Abschnitt von etwa 14km Länge laufen. Mit ihrer Zeit von etwa 54:30min war sie zufrieden, im Vordergrund stand aber vielmehr auch bei ihr das Erlebnis Marathon: super Stimmung an der Strecke, zahlreiche Bands und als absolutes Highlight der Einlauf in der Festhalle. Auch wenn es für Lena die längste im Wettkampf gelaufene Strecke war, kann es ihr eigentlich gar nicht schnell genug mit den noch längeren Strecken gehen: “Dieser Lauf hat mir noch mehr Lust auf (Halb-)Marathon gemacht, mal sehen, ob ich Arne dazu bewegen kann, dass ich im Frühjahr die 21,1km in Angriff nehmen darf.”

Somit waren an diesem Sonntag alle VfLer mit ihren Leistungen zufrieden – so oder so ist der Marathon in Frankfurt aber jedes Jahr aufs Neue ein unvergessliches Ereignis, der Lust auf die langen Strecken macht .

Drei Läufe mit vier VfLern in einer Woche

Am Samstag war Alexander beim Schelder Berglauf am Start. Die Strecke ist mit 7 km und 360 hm ziemlich knackig. Vor allem die erste Passage, in der auf 1,7 km bereits 165 hm  überwunden werden, hat es in sich. Diese Passage verläuft zum Teil auf einem Singletrail, weshalb die Läufer einzeln im 15-Sekunden-Abstand starteten. Da Alexander das erste Mal dabei war, lief er eher vorsichtig, zumal vor dem Ziel noch eine längere Steigung wartete. Trotzdem war er mit seiner Zeit von 40:41min und der Platzierung im oberen Mittelfeld nicht ganz zufrieden.

PaulaWetterBeim Bahnlauf in Wetter auf der neuen, noch ganz weichen Laufbahn bestritt Paula am Mittwoch das letzte Bahnrennen dieser Saison. Über 800m war das Ziel eine neue Bestzeit. Schon direkt nach dem Start war klar, dass das schwierig werden würde: Ein Läufer preschte vorweg, dahinter war Paula auf sich allein gestellt. Die Zwischenzeit bei 400 passte noch, auch auf der folgenden halben Runde hielt sie das Tempo aufrecht. Dann wurden die Beine jedoch schwer und die Schritte langsamer. So verlor sie noch einige Sekunden und kam nach 2:44,1 Minuten ins Ziel, was ein ganz knappes Verfehlen der Bestzeit bedeutete.

 

Im Dörfchen Hommertshausen im Hinterland waren Arnfried vom Hofe und Thorsten Herrig am Start. Für beide stand vor allem im Vordergrund wieder Wettkampferfahrung zu sammeln, für Arne nach längerer Paus, für Thorsten nach einigen wegen Magenproblemen abgebrochener Wettkämpfe.

HommertshausenSomit war der Plan, zusammen die erste Hälfte der 7km-Runde zu bewältigen und dann zu schauen, was noch möglich ist. Auf den ersten Kilometern lief Thorsten dann auch gößtenteils wie vorgegeben hinter Trainer Arne her, vor den beiden schlugen zwei andere Läufer auf der hügligen Strecke ein Höllentempo an. Schnell war aber klar, dass sie das Anfangstempo nicht würden halten können. Anders Arne und Thorsten, die nach Streckenhälfte auf die beiden ersten Ränge vorlaufen konnten. Dann zeigte sich, dass Thorsten in den vergangenen Monaten besser trainiert hat als Arne: er setzte sich Meter für Meter von Arne ab und entschied den Lauf mit einer Zeit von 24:45min deutlich für sich. Dahinter wurde Arne mit 55sec Rückstand Zweiter: „Natürlich bin ich nicht auf dem Stad von 2013, damals war ich hier 35sec schneller. Ich gehe das Ganze jetzt ein bisschen entspannter an – von daher war es eine nette Veranstaltung!“ Thorsten war ebenso zufrieden, vor allem angesichts der Tatsache, dass er seit Monaten endlich mal wieder einen Wettkampf zu Ende laufen konnte.

Bilder aus Hommertshausen gibt es bei flickr.

Berglauf Eschenburg und Volkslauf Treis

Am 3. Oktober findet schon seit 26 Jahren der Volkslauf in Treis an der Lumda statt. Über 5km, 10km, den Halbmarathon sowie auf verschiedenen Wanderstrecken sind über 500 Starter unterwegs. Bekannt ist der Lauf nicht zuletzt für sein legendäres Kuchenbuffet, das auch dieses Jahr wieder die Erwartungen übertreffen konnte. Die Erwartungen der VfLer am Start waren nicht so groß: Als Vorbereitung für den in knapp zwei Wochen anstehenden Mainuferlauf in Offenbach waren Jakob und Clemens Möller sowie Lena Ritzel über 10km am Start. Im Schülerlauf über 1,2km wollte Jan sich mit der Konkurrenz messen.

Clemens durfte im Vorfeld durchaus als Mitfavorit gehandelt werden – vom Start weg setzte er sich in einer vierköpfigen Spitzengruppe fest. Dahinter ließen Jakob und Lena es ruhig angehen. Wie vom Coach vorgegeben liefen sie die ersten Kilometer in einer Pace von etwas über 4min/km, sodass sie die Hälfte der Strecke nach 20:15min erreichten. Clemens hatte den Kontakt nach vorne zu diesem Zeitpunkt leider schon verloren, sodass er zusammen mit Paul Göhring auf die zweite Streckenhälfte gehen musste. Die beiden lagen auf Platz drei und vier, dass es nicht nach ganz vorne gehen würde, war zu diesem Zeitpunkt bereits klar. Als Clemens dann auch Paul noch ziehen lassen musste, kämpfte er mit sich selber und der nicht ganz einfachen Strecke und erreichte das Ziel als Vierter nach 37:16min. Zufrieden war er damit nicht, dennoch ist er zuversichtlich, dass es in Offenbach zu einer neuen Bestzeit reichen wird: „Die Beine waren von den letzten Tagen müde, ein bisschen erkältet bin ich auch. Die Form für eine Zeit im Bereich von 35:20min ist eigentlich da. Jetzt muss ich mich bis Offenbach einfach nochmal ordentlich erholen, dann kann ich richtig angreifen.“

Besser erging es Jakob und Lena: Sie konnten das Tempo wie geplant auf der zweiten Hälfte steigern und etwa bis zum Wendepunkt gemeinsame Sache machen. Danach erhöhte Jakob das Tempo nochmal ein wenig, sodass beide auf sich alleine gestellt die verbleibende Strecke entlang der Lumda absolvieren mussten. Jakob konnte dabei Meter für Meter auf einen vor ihm liegenden Läufer gut machen und erreichte das Ziel somit als sechster nach 39:40min. Auf Platz acht im Gesamteinlauf und als erste Frau erreichte Lena das Ziel. Wie schon so oft verfehlte sie dabei die 40min-Marke um nur wenige Sekunden. Dennoch können beide den Lauf als gutes Training für Offenbach verbuchen und optimistisch in die verbleibende Vorbereitung gehen.

Lena bei der Siegerehrung

Im Schülerlauf war Jan am Start. Der Elfjährige, der gerade in die fünfte Klasse gekommen ist und bereits bei einigen Läufen am Start war, zeigte dabei wieder einmal, dass Laufen durchaus zu seinen Stärken gezählt werden kann und erreichte das Ziel als Dritter seiner Altersklasse nach 4:53min.

Bereits am 23.9. war Alexander Stöhr beim Eschenburg-Berglauf am Start. Dieser Lauf, der kein festes Datum im Laufkalender hat und entweder im Frühling oder im Spätsommer stattfindet, führt von Eiershausen auf 5 km über Teer- und Waldwege auf den 589m hohen Eschenburg. Leider lief es für Alexander nicht ganz rund. Schon vor dem Start stellte er fest, dass er sein Trikot vergessen hatte, sodass er in einem alten, ausgeleierten T-Shirt laufen musste. Zudem waren die Bedingungen mit schwül-warmen Temperaturen nicht optimal. So blieb er mit 25:59,3 min über eine Minute hinter seiner Bestzeit zurück. Trotzdem sorgte die schöne Strecke auch dieses Jahr wieder für ein schönes Lauferlebnis

Kreismehrkampfmeisterschaften – Drei Podestplätze für VfLer

Bei den letzten Kreismeisterschaften im Jahr 2017 waren nochmal 4 Athleten und Athletinnen für den VfL am Start: Leon, Jan und Amelie absolvierten einen Dreikampf, Raphael musste im Vierkampf noch zusätzlich den Hochsprung bewältigen.

Die Dreikämpfer starteten bei diesigem und kaltem Wetter mit dem Weitsprung, dabei erreichte Jan die beste Leistung mit 3,93m. Beim 50m-Lauf zog Leon an ihm vorbei: Mit 8,19 Sekunden lief er die schnellste Zeit. Ebenso sah es beim abschließenden Schlagballwurf aus: Mit 26 Metern eroberte Leon die Führung und sicherte sich so den Kreismeistertitel. Jan sicherte sich in dem eng zusammenliegenden Feld   den dritten Platz.

Amelie hatte dieselben Disziplinen zu absolvieren und zeigte in allen dreien starke Leistungen: Den 50m-Lauf beendete sie nach 8,88 Sekunden, im Weitsprung sprang sie die zweitbeste Weite mit 3,44m und sicherte sich mit 23,50 Metern den dritten Rang in der Endabrechnung.

Für Raphael stand nach dem 75m-Lauf, bei dem er etwas mit dem Start haderte, der Hochsprung auf dem Plan. Die 1,02 Meter konnte er noch gut überspringen; nachdem er beim ersten Versuch der nächsten Höhe jedoch unglücklich auf der Latte gelandet war, war die Spannung weg und er riss leider noch zwei Mal. Dafür konnte er sich auf die zwei anstehenden Disziplinen freuen, die ihm besser lagen: Der Weitsprung und der abschließende Ballwurf, bei dem er auf 22,5 Meter kam, damit erreichte er insgesamt den fünften Platz.

Insgesamt war es ein erfreulicher Abschluss der Freiluftsaison mit drei Podestplätzen, wobei wir bei zukünftigen Wettkämpfen hoffentlich wieder mehr Athleten stellen können. Ein Lob geht noch an die Organisation vom TSV Kirchhain: Kaum Wartezeiten, schnelle Ergebnisse und das Ende der Veranstaltung nach nicht einmal zweieinhalb Stunden sind keine Selbstverständlichkeit.

Paula bei ihren ersten “Hessischen” am Start

Am vergangenen Sonntag fanden in Frankfurt die Hessischen Meisterschaften in den Blockspezifischen Mehrkämpfen statt. Dabei konnten die Teilnehmer wählen zwischen einem Sprint-, Sprung-, Wurf- oder Laufmehrkampf. Im Laufmehrkampf der W12 war für den VfL Paula Auschill am Start.

Da es Paulas erster Start bei hessischen Meisterschaften war, war sie entsprechend aufgeregt, was sich nach der ersten Disziplin aber gelegt hatte. Das waren gleich die 60 Meter Hürden, die anspruchsvollste Disziplin im Laufmehrkampf, die Paula auch nur sehr wenig trainiert hat. So fielen die ersten Hürdenüberquerungen noch etwas holprig aus, bis sie ihren Rhythmus gefunden hatte und als Siebte (von insgesamt 15 Teilnehmerinnen) ins Ziel kam.

Darauf folgten die 75 Meter: Da Paula eher auf der Mittel- und Langstrecke zu Hause ist, hatte sie gegen die sprintstarke Konkurrenz keine Chance und wurde nur elfte. Ähnlich lief es über die 150 Meter: Für die meisten war es das erste Mal über diese selten gelaufene Strecke, die nochmal deutlich intensiver ist als die halb so lange Strecke. So hatten die Athleten auf den letzten Metern sichtlich zu kämpfen: Das kam Paula etwas zugute und sie konnte sich um zwei Plätze auf den neunten Platz verbessern.

Zum Abschluss ging es dann auf die Stadioncrossrunde: Ein flacher Parcours mit kleinen Hindernissen war auf der Wurfwiese und der Laufbahn markiert, der deutlich kürzer war als die angegebenen 1200 Meter. In ihrer stärksten Disziplin schaffte es Paula, sich auf den ersten 200 Metern auf den zweiten Rang vorzuarbeiten. Darauf löste sich eine Gruppe mit 5 Läuferinnen, wo sie mitlaufen konnte und mit ihnen gemeinsam am die letzten 200 Metern auf die Bahn einbog. Dort machte sich wieder die Sprintstärke der Konkurrenz bemerkbar; Paula erreichte das Ziel trotzdem als starke Fünfte.

Daraus ergab sich insgesamt der siebte Platz im kompletten Mehrkampf, womit Paula rundum zufrieden war. Mit etwas mehr gezieltem Training ist dann im nächsten Jahr noch mehr drin…

Bereits zwei Tage zuvor war Paula beim Bahnlauf in Breidenbach über die 800m am Start. Dort benötigte sie für die zwei Stadionrunden 2:46,5min, was den zweiten Platz in ihrer Altersklasse hinter der Dauerkonkurrentin Theresa Ruppersberger bedeutet.

Ebenfalls in Breidenbach am Start war . Für ihn galt es, über die 12,5 Runden endlich mal eine Zeit unter 20min zu erzielen. Bei optimalen Temperaturen wurde der Niederschlag allerdings zu einem Problem: Strömender Regen überschwemmte die Bahn, sodass die Läufer teilweise durch knöcheltiefes Wasser laufen mussten. Alex orientierte sich von Beginn an an einer Läuferin aus Marburg, die genau wie er unter 10min bleiben wollte. Nach zwischenzeitlichem Tempoverlust und einiger Führungsarbeit erreichte er das Ziel nach 19:50,08min, was den siebten Platz in seiner Altersklasse bedeutete. Sein Fazit: “Das Rennen war gut, die Atmosphäre auch, allerdings muss man etwas Geduld mitbringen, da es hier (wie bereits letztes Jahr) zu erheblichen Verzögerungen im Zeitplan gekommen ist.”

Kreismeisterschaften 2017

Da der ursprüngliche Termin für die Kreismeisterschaften wegen schlechten Wetters abgesagt worden war, wurden diese an einem Dienstagabend wiederholt. Trotz dieses ungünstigen Termins waren zehn Athleten vom VfL am Start -sieben aus der Schülergruppe und drei Erwachsene.

Mona KM 2017

Mona und Lara wagten sich nach nur wenigen Trainingseinheiten bei ihrem ersten Wettkampf überhaupt das erste Mal über die 80 Meter Hürden. Beide kamen gut durch, auch wenn bei Laras Lauf die Zeitnahme nicht funktionierte und sie noch ein zweites Mal laufen musste.

Die beiden starteten auch noch im Weitsprung, wo Mona lange mit ihrem Anlauf zu kämpfen hatte und froh war, am Ende überhaupt zwei gültige Versuche zu haben. Auch bei Lara haperte es etwa beim Treffen des Absprungs, so kam sie auch nicht über 3,71m hinaus.

Leon war gleich dreimal am Start und konnte im Weitsprung, beim Schlagballwurf und über die 50 Meter jeweils Dritter werden. Laurenz konnte in seiner Altersklasse als Läufer über die 800 und 50m ebenfalls Dritter werden, im Weitsprung wurde er in einem großen Teilnehmerfeld Elfter. Amelie startete in den selben Disziplinen, herausragend war dabei der Weitsprung: In einem Teilnehmerfeld von 16 Startern wurde sie mit 3,59m Dritte.

Paula startete gleich in vier Disziplinen: Über 75 Meter wurde sie Dritte, 4 Hundertstel vor Emma, . Auch im Weitsprung war Paula als Dritte knapp vor Emma als Sechste.

Emma startete zudem noch im Hochsprung: nachdem dieEmma KM 2017 ersten Höhen locker geschafft wurden, gab es leichte Schwierigkeiten, die aber schnell behoben werden konnten. Nachdem sie aber bei 1,28m schmerzhaft auf der Latte gelandet war, war die Spannung weg und so wurde sie mit übersprungenen 1,25m Dritte.

Zum Abschluss ging es dann für Paula noch auf die 800m: Sie lief engagiert los und bildete zusammen mit drei anderen die Verfolgergruppe. Nach 500m zogen die Konkurrenten nochmal an und Paula musste die letzten Meter alleine bestreiten und erreichte das Ziel mit neuer Bestleistung in 2:44min als erste ihrer Altersklasse.

Bei den Männern startete Chris Nacke für den VfL. In sehr überschaubaren Teilnehmerfeldern wurde er im 100m-Lauf Zweiter, genauso wie im Weitsprung. Mit eigentlich anvisierten 6 Metern kam er nicht recht in den Wettkampf und rettete den zweiten Platz mit 5,80m mit einem Zentimeter Vorsprung vor dem Dritten.

Bei den Frauen waren Lena Beyer über die 100m am Start, die in 15,47 Sekunden Dritte wurde, und Neuzugang Sophie-Anna Leyk im Hochsprung, den sie konkurrenzlos mit 1,60m gewann. Damit war sie nicht ganz zufrieden, jedoch war es auch seit längerem wieder der erste Wettkampf.

KM 2017

Weitere Bilder gibt es hier: Flickr

Kreismeisterschaften Block

Mit nur zwei Athletinnen war der VfL Marburg bei dem Blockwettkampf in Kirchhain am 30.05.2017 vertreten. Emma startete im Block Sprint/ Sprung und Paula im Block Lauf.
Nach einem kurzen, aber heftigen Regenschauer absolvierten die beiden Mädchen auf nasser Laufbahn ihren ersten erfolgreichen Hürdenlauf. Anschließend ging es bei wechselnder Wetterlage zum Hochsprung und zum Ballwurf. Emma sprang trotz strömenden Regen und kleinen Startschwierigkeiten ihre neue persönliche Bestleitung von 1,26 m. Paula war mit ihrem Wurf genauso zufrieden wie Emma mit dem Hochsprung. Anschließend lieferten beide Mädchen solide Leistungen über die 75 m und im Weitsprung ab.

Emma und Paula BlockZum Abschluss musste Paula einen 800 m-Lauf absolvieren. Trotz wenig Training blieb sie unter drei Minuten und erreichte so am Ende den ersten Platz in ihrem Block Lauf.
Nach dem abschließenden Speerwurf konnte sich Emma über den sehr guten dritten Platz im Block Sprint/ Sprung freuen.

Für beide Athletinnen war dieser Wettkampf der erste der Saison und konnte mit erfolgreich absolviert werden.

Regionsmeisterschaften Langstrecke und Kölner Frühlingslauf

Nach den Hessischen Straßenlaufmeisterschaften stand nur vier Tage später schon die nächste Meisterschaft an: Die Regionslangstreckenmeisterschaften in Langgöns. Hier war der VfL mit 9 Athleten am Start: Im Stadioncross über 1500m Laurenz, Leon und Carlotta, über 2000m Paula, Lena Ritzel über 3000m und über 5000m Thorsten Herrig, Julia Altrup sowie Jakob und Clemens Möller.

RM2017 Carlotta
Eng ging es beim Stadioncross zu. In der Mitte Carlotta

Zuerst ging es für die jüngsten Starter im Stadioncross an die Startlinie. Es galt zuerst 300m auf der Bahn, dann etwa 500m rund um das Stadion und zum Abschluss noch einmal 700m auf der Bahn zu laufen. Carlotta, bisher ohne große Lauferfahrung, zeigte ein starkes Rennen, leider verordnete sie das Ziel 100m zu früh, sodass sie auf der Zielgerade noch einen Platz verlor. Dennoch konnte sie mit einer Zeit von 6:20min und einem 5. Platz völlig zufrieden sein. Laurenz wurde ebenfalls 5., er lief lange zusammen mit zwei anderen Läufern, war diesen im Schlussspurt noch nicht ganz gewachsen, aber mit etwas mehr Arbeit an der Schnelligkeit wird das in Zukunft sicherlich besser. Leon, der vor zwei Wochen in Gladenbach seinen ersten Lauf absolviert hatte, ging von Beginn an mutig mit den anderen Läufern mit, musste aber schnell erkennen, dass er diesem Tempo nicht gewachsen war, sodass er das Ziel als 4. Nach 7:01min erreichte. Auch bei ihm kann man sicher sein, dass mit dem Wechsel in Clemens Trainingsgruppe, der nach Ostern ansteht, eine deutliche Leistungssteigerung möglich ist.

Für Paula ging es nach länger andauernden Knieproblemen darum, mal wieder Wettkampfluft

RM2017 Carlotta
Paula war über die 2000m am Start

zu schnuppern und eine gute Zeit zu laufen. In einem sehr klugen Rennen hielt sie sich lange zurück, um am Ende nochmal anzugreifen,  und erreichte das Ziel nach 7:44min als 3.

Nach der Bestzeit am Samstag zuvor wollte Lena einfach mal schauen, was das Rennen bringen würde, große Erwartungen hatte sie nicht, zumal sie, wie erwartet, komplett alleine laufen musste. Nachdem sie bei 2km schon etwas über der anvisierten Zielzeit von unter 10:30min lief, konnte sie auf den letzten zwei Runden noch einmal zulegen und erreichte das Ziel nur knapp über Bestzeit nach 10:27min als neue Regionsmeisterin. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es doch so gut läuft, besonders nachdem ich mich auf dem zweiten Kilometer schon nicht mehr so gut gefühlt habe“.

Ebenso den Regionsmeistertitel erringen konnte Julia Altrup. Eigentlich wollte sie in Richtung 18:20min laufen, dieses Vorhaben war aber schon nach drei Kilometern außer Reichweite, sodass sie nach 5km alleine an der Spitze des Feldes das Ziel 18:49min erreichte. Angesichts einer längeren Erkältung und der Tatsache, dass die die ganze Zeit alleine laufen musste, war sie mit dem Ergebnis dennoch nicht unzufrieden.

RM 2017 Julia
Julia lief ein einsames Rennen

Im letzten Rennen ging es dann für Thorsten Herrig und die Möller-Brüder auf die 12,5 Runden. Thorstens Ziel war einfach nur, mal wieder einen Wettkampf sauber durchzulaufen ohne Magenprobleme zu kriegen. Das gelang ihm auch hervorragend: Nach etwa 1000m löste er sich aus einer Gruppe und lief fortan alleine gegen die Uhr. Er erreichte das Ziel nach

RM 2017 Jakob
Jakob erreichte das Ziel nach 18:08min

16:28min als 3. Clemens hatte ebenfalls keine klar umrissenen Ziele – nach den 10km von Samstag lief er etwa die Hälfte des Rennens mit deutlich stärkeren Konkurrenten mit und büßte auf der zweiten Hälft einige Sekunden ein. Dennoch war er mit 17:07min (8. Platz) genau so schnell wie vor einem Jahr, was Hoffnung für die nächsten Rennen macht. Sein älterer Bruder wollte nach den verkorksten Meisterschaften in Eschwege mal wieder ein gleichmäßiges Rennen laufen und zeigen, dass er durchaus in der Lage ist, an die Zeiten aus dem letzten Frühjahr anzuknüpfen. Das gelang ihm auch recht gut: In einem gleichmäßigen Rennen lief er fast immer im Windschatten anderer Läufer und benötigte für die 5000m 18:08min, was einen 12. Platz bedeutet.

Schon einige Tage früher war Tobias Roth beim Kölner Frühlingslauf am Start. Eigentlich hatte er einen Start in Frankenberg ins Auge gefasst, der Straßenlauf wurde aber recht kurzfristig abgesagt, da das Gelände durch eine andere Veranstaltung blockiert war. So nahm Tobi den langen Weg nach Köln auf sich, um dort die erst vor wenigen Wochen aufgestellte Bestzeit erneut zu unterbieten.

Auf einer dreimal zu laufenden Runde in einem Stadtpark gab es dann optimale Bedingungen: flache Strecke, perfektes Wetter – es konnte also angegriffen werden. Nach zwei Runden fühlte Tobi sich noch so gut, dass er beschloss, auf Risiko zu laufen und erhöhte das Tempo, sodass plötzlich auch eine Zeit unter der magischen 40min-Marke denkbar schien. Daran scheiterte er am Ende zwar denkbar knapp mit einer Zeit von 40:11min, aber das war für ihn kein Grund zum Ärgern: “Jetzt habe ich ein Ziel für Paderborn, die 11sec schneller sind da mit Sicherheit drin!”

In zwei Wochen geht es dann also zum vorläufigen Saisonhöhepunkt, dem Osterlauf in Paderborn, bei dem der VfL, wenn alles gut geht und nieman krank wird, mit sieben Athleten über die 10km am Start sein wird.