Winterlaufserie Pohlheim – Schmuddelwetter und schnelle Kids

Morgens beim Aufwachen sah es noch nach einem schönen Tag für einen Winterlauf aus, pünktlich zum Start setzte aber dann doch typisches Winterlaufserienwetter ein: nasskalter Regen und leichter Wind bei wenigen Grad über Null. Somit war der Start für unsere sechs Starter vor allem eine Erlösung von der Kälte, die allerdings bis zum Schluss nicht ganz vertrieben werden konnte.

Am Start waren Clemens, Frederik, Laurenz, Jan, Max und Paula. Wie schon beim ersten Teil der Serie rechnete sich Clemens im Vorfeld einen Platz auf dem Podest aus, auch bei Paula schien eine vordere Platzierung wieder möglich. Spannend sollte es aber vor allem zwischen unseren beiden Nachwuchstalenten Laurenz und Frederik werden, die schon im Training mehrfach gezeigt haben, dass sie auf Augenhöhe unterwegs sind. Auf der leicht profilierten Runde, die nicht ganz 5km lang ist, erkannte Clemens bereits ganz am Anfang, dass der vorne enteilende Dominik Müller und der spätere Sieger Niklas Raffin für ihn zu schnell sind und bestritt so ein einsames Rennen auf dem dritten Platz. Die Uhr blieb für ihn nach 16:39min stehen, eine Verbesserung von wenigen Sekunden gegenüber seiner Zeit aus dem November. Als nächste VfLerin kam Paula ins Ziel. Auch wenn sie nach dem Lauf im November länger aussetzen musste, konnte sie ihre Zeit ebenfalls verbessern und dabei noch den Sieg in der Frauenklasse feiern und somit auch den ersten Platz in der Serienwertung übernehmen. Frederik und Laurenz lieferten sich auf der Zielgerade einen Spurt, der seinesgleichen sucht: Am Anfang lag Laurenz noch knapp in Führung, auf dem Bergaufstück zeigte sich aber, dass Frederik die etwas besseren Beine hatte – er konnte noch an Laurenz vorbei ziehen und hat somit bereits nach seinem ersten Start über 5km eine Zeit von 23:04min stehen – und das mit erst sieben Jahren!

Sein Bruder Max wurde unterstützt von Vater Christian und erreichte das Ziel nach 27:52min. Auch für ihn war es der erste Start über die lange 5km-Strecke, sodass er im Ziel glücklich war, die Strecke gut geschafft zu haben. Jan konnte seine Zeit vom November ebenfalls verbessern und kam nach 25:06min ins Ziel. Damit ist für den nächsten Start das Ziel klar: die 25min-Marke soll dann fallen!

Im Ziel war dann oberstes Gebot, schnell in die warme Halle und raus aus dem schmuddeligen Januar-Wetter zu kommen, um den erfolgreichen Lauf bei einem Stück Kuchen und dem ein oder anderen neuen Paar Laufschuhe Revue passieren zu lassen.

 

Silvesterläufe – VfLer am Start an der Obernau, in Gießen und in Frankfurt

Traditionell ist Silvester jedes Jahr der Tag, an dem sich die meisten Läufer auf Strecken in der ganzen Welt begeben, auch dieses Jahr waren wieder einige VfLer darunter. Am Vortag waren vier Läufer bei Netphen an der Obernautalsperre am Start, an Silvester selber nochmal zwei in Frankfurt.

Der Start des Laufes über 3km mit Maximilian und Frederik

Schon zum 39. Mal fand der Silvesterlauf an der Obernau statt, bei dem der Obernaustausee umrundet wird. Die Bedingungen im Siegerland waren mit Regen und Temperaturen knapp über Null Grad nicht gerade optimal, Schneematsch auf der Strecke machten das Laufen zu einer teilweisen sehr rutschigen Angelegenheit. Zunächst starteten Frederik und Maximilian im Schülerlauf über 3 Kilometer auf einer Wendepunktstrecke über die Staumauer. Beide hielten sich als Jüngste im Starterfeld anfangs zurück, arbeiteten sich im dann jedoch weiter nach vorne. So wurde Frederik (als Siebenjähriger) in der M10 mit 15:54min Zweiter, Max in der selben Klasse Fünfter. Am Tag darauf ware die beiden Nachwuchsläufer schon wieder am Start – beim Silvesterlauf in Gießen im Jugendlauf über 1,2km. Dabei knüpften sie an ihre starken Leistungen vom Vortag an: Frederik gewann die U8 in einer starken Zeit von 4:51min und musste sich der Gesamtsiegerin nur ganz knapp geschlagen geben. Maximilian wurde in 5:39min Dritter in der U10.

Frederik…

… und Maximilian kurz vor dem Ziel
Clemens wurde starker Vierter

Danach waren im Zehnkilometerlauf Thorsten Herrig und Clemens Möller an der Reihe. Mit schon vom Weg zum Start komplett durchnässten Klamotten ging es für die beiden auf eine Runde rund um den See. Am Anfang machten beide gleich Tempo und bildeten mit zwei anderen Läufern die Spitzengruppe, aus der Clemens jedoch bald rausfiel. Bald sah er die Gruppe nicht mehr, von hinten kam jedoch auch niemand, so dass er auf der hügeligen Strecke ohne Druck nach 36:54min als Vierter ins Ziel kam. Thorsten lief auch einen Großteil der Strecke alleine, nachdem er bei Kilometer drei seine beiden Konkurrenten abgeschüttelt hatte. So gewann er den Lauf mit einer Zeit von 34:50min.

Einen Tag später war er dann schon wieder am Start, diesmal als Tempomacher für Lena Ritzel beim Silvesterlauf in Frankfurt. Er konnte sie auf dem ersten Kilometer nicht bremsen, so geriet dieser deutlich zu schnell. Darunter hatte sie bald zu leiden, das Tempo wurde deutlich langsamer und die Beine schwerer. Auf den letzten Kilometern hatte die Strecke dann noch ein paar kräftezehrende Höhenmeter aufzuweisen, die Lena nochmal beißen ließen. Mit der Zeit von 38:28min und dem dritten Platz insgesamt war Lena einigermaßen zufrieden, „die Beine haben heute einfach nicht mehr hergegeben“. Mit Beginn des neuen Jahres geht es dann erstmal für fünf VfLer ins Trainingslager nach Paderborn, wo die Grundlagen für die kommende Saison gelegt werden sollen.

Der Start des Laufes über 10km an der Obernau

Vorweihnachtskriterium Stadtallendorf – neue Erfahrungen für unsere Schülerinnen und Schüler

Wie jedes Jahr lockte der Termin in der Vorweihnachtszeit wieder viele Leichtathleten in die Herrenwaldhalle in Stadtallendorf. Aus ganz Hessen waren Gruppen angereist, die Starterfelder mit bis zu 60 Startern bei einzelnen Wettbewerben dementsprechend groß. Vom VfL waren sechs Kinder am Start: Zoe, Amelie, Henriette, Friedrich, Jan, Emma und Henry.

Höhepunkt war ohne Zweifel der Weitsprung von Emma. Nachdem sie beim Sprint nicht ihre Möglichkeiten ausgeschöpft hatte und beim Hochsprung Probleme mit dem Anlauf hatte und somit auch hier nicht absolut nicht zufrieden war, zeigte sie beim Weitsprung Nervenstärke. Im Feld von 36 Starterinnen zeigte sie im Vorkampf bereits zwei starke Sprünge im Bereich von 4m. Nachdem der Wettkampf bereits deutlich mehr als eine Stunde andauerte, steigerte sie sich im letzten Sprung noch auf 4,20m. Damit steigerte sie ihre Leistung aus dem Mai diesen Jahres um mehr als 60cm.

Abschließend ging es für Emma wie für vier andere VfLer auf die 800m. Allen war dabei der Respekt vor der Mittelstrecke anzumerken. Dabei zeigte vor allem Henry einen starken Lauf. Er lief lange in Kontakt zu der Spitzengruppe und lag dabei zwischenzeitlich sogar auf dem zweiten Platz. Am Ende verließen ihn leider etwas die Kräfte, sodass er die Platzierung nicht halten konnte. Mit etwas mehr Erfahrung und weiterhin regelmäßigem Training wird er nächstes Jahr aber sicherlich weiter vorne angreifen können. Ähnlich erging es Henriette: Nach starkem Beginn verlor sie auf der letzten Runde noch einige Plätze gegen die deutlich erfahrenere Konkurrenz.

Jan und Friedrich waren zusammen in einem Lauf am Start. Von Beginn an hielten sie sich eher am Ende des Feldes auf. Jan brachte den Lauf zwar zu Ende, sein schmerzender Oberschenkel verhinderte aber eine schnelle Zeit. Anders bei Friedrich, der sein angeschlagenes Tempo gut halten konnte und das Ziel erschöpft aber zufrieden erreichte. Im Weitsprung reichte es für alle beide leider nur für den Vorkampf. Beide ließen aber erkennen, dass im kommenden Sommer mit etwas spezifischerem Training eine deutliche Steigerung möglich sein sollte.

Ebenfalls im Weitsprung am Start war Zoe am frühem Morgen. Sie hatte ebenfalls mit ihrer Nervosität und einem stark verkürzten Aufwärmen zu kämpfen, war danach aber dennoch zufrieden, auch wenn es nicht für dem Endkampf gereicht hatte. Direkt im Anschluss ging es für sie zum Sprint. Dort zeigte sich bei ihr wie bei allen anderen VfLern, dass in Zukunft im Training vor allem am Start gearbeitet werden muss. Auch ohne das entsprechende Training zeigte Amelie einen guten Lauf, trotz der Tatsache, dass sie deutlich schneller war als noch im Februar an gleicher Stelle, war nach dem Vorlauf Schluss.

Als Fazit bleibt, dass das Vorweihnachtskriterium ein Wettkampf auf höchstem Niveau ist, das in diesem Jahr etwas unter den riesigen Teilnehmerfeldern und den entsprechend gestressten (und zum Teil sehr unfreundlichen) Kampfrichtern zu leiden hatte. Für unsere Starter war es also in erster Linie ein Wettkampf, um Erfahrungen zu sammeln.

Noch ein paar mehr Bilder gibt es bei Flickr.

Die kompletten Ergebnislisten gibt es beim HLV-Kreis.

Adventscross Pfungstadt – gelungene Läufe im Schneegestöber

Crosslaufen im Schnee – dieses Erlebnis durften vier VfLer am ersten Advent in Pfungstadt machen. Beim 49. Pfungstädter Adventscross waren Jan, Lena Ritzel und die Möllerbrüder am Start. Bereits in den Vortagen deutete die Wettervorhersage an, dass es winterliche Bedingungen geben könnte und tatsächlich lag bei der Abfahrt in Marburg bereits eine geschlossene Schneedecke. In Pfungstadt angekommen blieb der Schnee zwar noch nicht liegen, das sollte sich aber die kommenden Stunden bei stetigem Schneefall ändern, sodass gegen Mittag, als Jakob als letztes am Start war, auch in Südhessen der Winter visuell Einzug erhalten hatte.

Als erstes war Jan an der Reihe. Der in der M10 startende Leichtathlet findet zunehmend Spaß am Laufen, die Möglichkeit zum Start in Pfungstadt nutzte er also gerne. Der Kurs rund um das Pfungstädter Stadion weist zahlreiche crosstypische Herausforderungen auf: wechselnde Untergründe, kurze knackige Anstiege, Strohballen als zusätzliche Hindernisse und scharfe Kurven. Im großen Starterfeld der Kinder U12 hielt Jan sich anfangs zurück um dann auf der zweiten Hälfte der für ihn einmal zu durchlaufenden Runde anzugreifen und Plätze gutzumachen. Nach 7:25min überquerte er die Ziellinie als dritter seiner Altersklasse und konnte seinen wohlverdienten Schoko-Nikolaus in Empfang nehmen.

Als nächstes musste Lena dem Schneefall trotzen – das gelang ihr mit Bravour. Vom Start weg setzte sie sich an die Spitze des Frauenfeldes und zeigte, dass sie hier gewinnen wollte. Lief sie nach einer Runde noch zusammen mit Sophie Burkhardt aus Friedberg, konnte sie sich zu Beginn der zweiten Runde leicht absetzen. Auch wenn es zwischenzeitlich nochmal knapp wurde – sowohl Läuferin als auch Zuschauer rechneten nochmal mit einem Näherkommen der Friedbergerin – konnte Lena auf den letzten Metern ihre Mittelstreckenqualitäten unter Beweis stellen und schlussendlich einen recht deutlichen Sieg einfahren. Für die 3160m benötigte sie 11:33min.

Die gleiche Strecke hatte im Anschluss Clemens zu bewältigen. Er benötigte dafür genau 36sec weniger, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Dabei sah es bereits nach etwa 200m sehr schlecht für Clemens auf. Im dichten Gedränge direkt nach dem Start war er zu Fall gekommen und einige Meter über den zu diesem Zeitpunkt bereits sehr rutschigen Boden gerutscht. Trotzdem kämpfte er sich wieder nach vorne und konnte die zwei Runden in einem konstanten Tempo durchlaufen. Auf den letzten Metern konnte er somit noch an einem Läufer vorbeiziehen und im stark besetzten Feld einen sechsten Platz erringen.

Kurze Zeit später waren Lena und Clemens dann schon wieder am Start. Die Möglichkeit, beim Crosssprint über 800m mal so richtig Gas zu geben (und einen zweiten Schokonikolaus abzustauben) ließen sich die beiden nicht nehmen. Beide hielten sich auf den ersten Metern eher zurück und versuchten auf der zweiten Hälfte ihre Ausdauer auszuspielen. Das gelang auch ganz gut: Lena würde zweite ihrer Altersklasse in 2:39min, Clemens sechster in der Hauptklasse nach 2:23min.

Im letzten Lauf des Tages war dann Jakob unterwegs. Auf der mittlerweile komplett eingeschneiten Strecke hatte er fünf Runden zu absolvieren. Nach einem etwas zu optimistischen Beginn fand er alleine laufend sein Tempo und kämpfte gegen die Runde für Runde müder werdenden Fußgelenke und Oberschenkel. Auch wenn er schnell merkte, dass ihm für schnelles Crosslaufen die Stabilität in den Fußgelenken und die Kraft in den Oberschenkeln ein wenig fehlt, hatte er Spaß bei seinem Lauf und war mit seinem Resultat als fünfter der Hauptklasse nach 30:38min zufrieden.

Pfungstadt stellte mit dem Crosslauf wie schon in den vergangenen Jahren unter Beweis, dass es nicht nur im Sommer die erste Adresse für Abendsportfeste ist, sondern auch am ersten Advent mit dem Crosslauf eine Veranstaltung zu bieten hat, die auch einer Anreise aus Marburg würdig ist.

Weitere Fotos gibt es bei Flickr.

Schülerhallensportfest Wallau – Große Teilnehmerfelder mit 13 VfLern

Dass für eine gelungene Leichtathletik-Veranstaltung in den Schüler- und Kinderklassen keine „echte“ Leichtathletikhalle notwendig ist, stellte der FV Wallau am vergangenen Samstag unter Beweis. Das Schülerhallensportfest mit integrierten offenen Vereinsmeisterschaften für die U8 und U10 findet bereits seit mehreren Jahren statt. Trotz großer Teilnehmerfelder war die Veranstaltung, an der wir zum ersten Mal teilgenommen haben, gut organisiert.

Mit 13 Kindern, davon einige, für die es das erste Mal zu einem Wettkampf abseits des neuen KiLa-Systems ging, waren wir also auch vertreten. Für alle standen Sprint, Standweitsprung und ein Ausdauerlauf an, für die Jüngeren zusätzlich der Basketballweitwurf.

Unsere jüngste Starterin Margarete zeigte in allen vier Disziplinen das Bewegungstalent, das in ihr steckt: vier Starts, vier erste Plätze, was will man mehr? Insbesondere zu erwähnen sind hier die 1,28m im Standweitsprung, die exakt 12cm Vorsprung auf den zweiten Platz bedeuteten. Ein Jahr älter ist Laura. In der W7 hatte sie es deutlich schwerer als Margarete: deutlich mehr als ein Dutzend Starter waren hier unterwegs, sodass jeder Zentimeter entscheidend sein konnte. Besonders stark war Laura in den kraftorientierten Disziplinen: Mit 3,60m im Basketballweitwurf und 1,30m im Standweitsprung platzierte sie sich im soliden Mittelfeld. In der W9 waren wir mit gleich zwei Starterinnen vertreten: Amelie, die auch schon vor zwei Wochen in Langgöns am Start war und Lauras Schwester Jana. Die hohe Leistungsdichte zeigt sich am Sprintergebnis: vier (!) zeitgleiche Läuferinnen in 8,2sec belegen den achten Platz, eine davon ist Amelie. Jana zeigt vor allem im Standweitsprung ihr Stärken und war zufrieden mit 1,46m.

Konrad beim Basketballweitwurf

Bei den Jungs waren die Starterfelder etwas kleiner als bei den Mädchen. Keineswegs schmälert das allerdings die Leistung von Joris, der sich dreimal ganz oben auf das Podest stellen durfte. Besonders heraus stechen dabei seine Laufleistungen über 35m und im 4-Runden-Lauf. In 6,4sec bzw. 1:07min konnte er jeweils ungefährdete Siege einfahren. Eine faire Teilung der ersten Plätze konnten Kieran und Konrad in der M9 erreichen: Im Feld von jeweils elf Startern konnte jeder der beiden zwei Disziplinen für sich entscheiden. Konrad den Standweitsprung und den 4-Runden-Lauf, Kieran den Sprint und den Basketballweitwurf. Sein besonderes Wurftalent unterstrich er dabei, indem er weiter warf als vom Veranstalter vorgesehen, sodass seine Weite geschätzt werden musste.

Amelie beim abschließenden 4-Runden-Lauf

In der W10 war Amelie am Start. Dass ihr vor allem das kurze Laufen liegt, war nichts neues, der dritte Platz über 2x35m in 12,0sec also keine große Überraschung. Dass sich gezieltes Training bezahlt macht, zeigte der 4-Runden-Lauf, in dem sie nur durch einen Stolperer im Gedränge keinen Podestplatz erreichen konnte. Ein Jahr älter ist Zoe, die nach anfänglichen Motivationsschwierigkeiten im abschließenden 4-Runden-Lauf ihren Kampfgeist zeigte und nach 1:11min als Dritte den Zielstrich überquerte.

Leon beim Standweitsprung

In der M10 war der VfL mit zwei Startern vertreten: Jannis und Laurenz. Jannis konnte den Sprint in 11,9sec und den Standweitsprung mit 1,89m für sich entscheiden. Im 4-Runden-Lauf zeigte Laurenz mit einem starken Lauf und gutem Körpereinsatz, dass es nicht seine erste Erfahrung auf der Mittelstrecke war und erreichte das Ziel nach 1:08min als Zweiter. In der M11 war das Feld leider sehr ausgedünnt: Neben Jannis und Leon war nur noch ein weiterer Starter angetreten, sodass von vornherein feststand, dass in jeder Disziplin auch ein Podestplatz herausspringen würde. Jannis konnten den 4-Runden-Lauf in 1:03min für sich entscheiden und wurde im Sprint und Standweitsprung je Zweiter. Leon wurde in allen Disziplinen Zweiter und war damit zufrieden.

Insgesamt war es also ein erfolgreicher Tag für den VfL. Die Kinder – egal ob schon wettkampferfahren oder Neulinge – waren zufrieden und fiebern den nächsten Wettkämpfen entgegen.

Die kompletten Ergebnisse gibt es hier für die U8 und U10 und hier für die U12.

Weitere Bilder gibt es bei Flickr.

Hallensportfest Langgöns – U10er zeigen ihre Klasse

Noch vor den Erwachsenen starteten dieses Jahr unsere Schüler in die Hallensaison. Zwar war die Resonanz bei uns mit insgesamt drei Startern zwar etwas dürftig, das änderte aber nichts daran, dass Amelie, Konrad und Kieran heiß auf den Auftakt in der Halle waren.

Dieses Mal ging es in eine ganz normale Sporthalle – daher waren auch die Disziplinen etwas andere als sonst: 35m-Sprintzweikampf statt 50m-Sprint, Standweitsprung statt „echtem“ Weitsprung und statt den klassischen 800m ging es über drei Runden.

Start der 35m: Kieran (2.v.l.) und Konrad (4.v.l.)

Als erstes stand der Auftakt des Sprintzweikampfes an: 35m einmal durch die Halle. Hier lies vor allem Konrad bereits sein Potenzial erkennen und gewann diesen Lauf recht deutlich in 5,9sec. Im gleichen Lauf erreichte Kieran den vierten Platz in 6,4sec. Amlie hatte etwas mit dem noch ungewohnten Startblock zu kämpfen, verlor daher am Start schon wertvolle Zehntel und erreichte das Ziel Fünfte ihres Laufes nach 6,4sec.

Langgöns
Kieran, Konrad und Amelie (v.l.)

Weiter ging es mit dem Standweitsprung, der für die Kinder eine ganz neue Herausforderung darstellte. Deutlich war zu sehen, dass es von Sprung zu Sprung besser lief, sodass nach dem Einspringen bereits ein deutlicher Fortschritt zu erkennen war. Im Wettkampf galt es dann drei Versuche zu springen, von denen die beiden weitesten in das Endergebnis einflossen. Nach einem etwas schwächeren ersten Versuch schaffte Amelie es in den beiden weiteren Versuchen, konstant zu springen und kam so in der Addition auf 2,44m, was den neunten Platz in der stark besetzen Altersklasse W9 bedeutete. Etwas einfacher hatten es Kieran und Konrad, die hier nur vier weitere Konkurrenten hatten. Das schmälert die Leistung der beiden aber keineswegs: Konrad mit drei annähernd gleich weiten Sprüngen erreichte 3,21m, was ihm auch hier den Sieg bescherte. Kieran schaffte es sogar, nur einen Centimeter Differenz in seinen Versuchen zu springen und kam somit auf 2,61m. Das bedeutete für ihn den fünften Platz.

Amlie vor dem Start

Als nächstes stand der zweite Teil des Sprintmehrkampfs an: wieder 35m, diesmal aber mit kleinen Hindernissen. Diesmal verzichtete Amelie auf den Startblock, was sich auch direkt bezahlt machte: 6,6sec bescherten ihr wieder den fünften Platz, der Abstand nach vorne war aber deutlich geringer. Mit 13,0sec belegte sie in der Endabrechnung den vierten Platz. Konrad machte es wie im ersten Lauf: Lag er am Start noch etwas zurück, erreichte er das Ziel wieder als erstes – damit gewann er folgerichtig auch die Gesamtwertung mit 12,0sec. Dank eines starken Hindernissprints verbesserte Kieran sich in der Endabrechnung auf einen starken dritten Platz in 12,9sec.

Zum Abschluss stand wie bei jedem Wettkampf im Kinder- und Jugendbereich der Ausdauerlauf an. In diesem Falle galt es, drei Runden durch die Halle möglichst schnell zurückzulegen. Alle drei VfLer zeigte dabei ein gutes taktisches Gefühl: Am Anfang ließen sie es eher ruhig angehen, ließen andere Läufer vorlaufen, um dann auf der letzten Runde nochmal anzugreifen. Konrad konnte seine Siegessträhne ausbauen, direkt dahinter kam Kieran ins Ziel. Amelie wurde fünfte.

Konrad (2.v.l) und Kieran (3.v.l.) vor dem Start

Für unsere Kinder war es ein schöner und erfolgreicher Wettkampf, der Lust auf die anstehenden Wettkämpfe in Wallau und Stadtallendorf macht. Wir hoffen, dort dann jeweils mit ein paar mehr Kindern am Start sein zu können!

Winterlaufserie Pohlheim – Immer eine Reise wert

Bei der traditionellen Winterlaufserie in Pohlheim waren bei der ersten Ausgabe dieser Saison gleich fünf VfLer am Start: Über die 5km Clemens Möller in der Erwachsenenklasse und Paula, Laurenz und Jan als wohl jüngste Starter im gesamten Feld. Das Feld komplettierte Tobias Roth über 10km.

Für Tobi galt es, nach sechs Wochen Wettkampfpause in Folge seines Marathondebüts, die Form zu bestimmen und eine solide Leistung abzuliefern. Vorm Start noch mit dem Wetter – 6°, Nieselregen, frischer Wind – hadernd, lief er auf der hügeligen Strecke ein offensives Rennen und konnte so auf der etwas zu kurzen Strecke in den Bereich seiner Bestzeit laufen. Als Neunter erreichte er das Ziel nach 37:11min.

Jan

Paula

Laurenz

Über die halb so lange Strecke war Clemens bereits nach wenigen Metern ganz vorne zu sehen. Zusammen mit Niklas Raffin bewältigte er die ersten Kilometer, bevor er abreißen lassen musste. Den zweiten Platz konnte er sicher nach Hause laufen und war dabei mit 16:42min sogar noch deutlich schneller als im vergangenen Februar. Unser Lauftalent Laurenz kann in Pohlheim bereits auf zahlreiche Starts zurückblicken. So schnell wie dieses Mal war er aber noch nie: dank eines grandiosen Endspurts überholte er auf der Zielgeraden noch einen bis dahin vor ihm liegenden Läufer und benötigte für die knapp 5km exakt 22min. Damit war er im Gesamtfeld Elfter von 27 Männern. Noch schneller als Laurenz war Paula. Die sehr ehrgeizige Athletin bewältigte die Strecke mit einigen Hügeln in 21:18min und konnte damit einen dritten Platz in der Frauenkonkurrenz verbuchen. Das VfL-Trio komplettierte Jan, der nach 25:17min als 15. auch die ansteigende Zielgerade hinter sich gebracht hatte und im Ziel vor allem zufrieden damit war, seine Tante hinter sich gelassen zu haben.

Pohlheim ist also wieder einmal seinem Ruf gerecht geworden, stets eine gute Gelegenheit für einen Wettkampf in entspannter Atmosphäre zu bieten.

 

Frankfurt-Marathon – Macht Lust auf mehr

Bei der größten Laufveranstaltung in Hessen war – wie bereits vergangenes Jahr – auch der VfL vertreten. Dieses Mal zwar nicht bei dem namensgebenden Marathon, dafür aber beim Minimarathon über exakt ein Zehntel der traditionellen 42,195km und mit einer Läuferin in der Staffel von Svens Laufshop.

Am frühen Morgen ging es also mit dem Zug nach Frankfurt. Angespannte Gesichter, nervöse Vorfreude und die Aussicht auf den stimmungsvollsten Zieleinlauf in Deutschland in der Festhalle prägen die Stimmung während der Anfahrt. Henriette, Paula und Friedrich waren noch nie in Frankfurt am Start, lediglich Laurenz kann bereits auf einen Start im vergangenen Jahr zurückblicken. Gerade für die Debütanten ist es etwas Besonderes: Riesige Menschenmengen, das Befestigen des Zeitnahmechips, das extreme Gedränge im Startblock – all das gibt es bei den üblichen Laufveranstaltungen in unserer Region sonst nicht.

Nach dem langen Stehen im Startblock ging es dann gegen 11h endlich los: etwa 2000 Kinder stürmten in Richtung Innenstadt, eine Runde durch die Häuserschluchten, zurück über die nicht enden wollende Gerade in Richtung Messe, noch einmal links und dann in die Festhalle, wo sie von Hunderten Zuschauern empfangen wurden. Aus sportlicher Sicht lief es dann auch sehr gut: Paula lief erwartungsgemäß als erste VfLerin in Ziel. Sie benötigte für die Strecke 19:08min. Etwa eine Minute dahinter kamen zuerst Henriette nach 20:15min und Laurenz nach 20:23min. Friedrich erreichte das Ziel nach 20:58min.

In der Staffel von Svens Laufshop war Lena Ritzel am Start. Mehr oder weniger spontan hatte sie sich mit drei Mitstreitern zusammen gefunden und durfte den letzten Abschnitt von etwa 14km Länge laufen. Mit ihrer Zeit von etwa 54:30min war sie zufrieden, im Vordergrund stand aber vielmehr auch bei ihr das Erlebnis Marathon: super Stimmung an der Strecke, zahlreiche Bands und als absolutes Highlight der Einlauf in der Festhalle. Auch wenn es für Lena die längste im Wettkampf gelaufene Strecke war, kann es ihr eigentlich gar nicht schnell genug mit den noch längeren Strecken gehen: “Dieser Lauf hat mir noch mehr Lust auf (Halb-)Marathon gemacht, mal sehen, ob ich Arne dazu bewegen kann, dass ich im Frühjahr die 21,1km in Angriff nehmen darf.”

Somit waren an diesem Sonntag alle VfLer mit ihren Leistungen zufrieden – so oder so ist der Marathon in Frankfurt aber jedes Jahr aufs Neue ein unvergessliches Ereignis, der Lust auf die langen Strecken macht .

Drei Läufe mit vier VfLern in einer Woche

Am Samstag war Alexander beim Schelder Berglauf am Start. Die Strecke ist mit 7 km und 360 hm ziemlich knackig. Vor allem die erste Passage, in der auf 1,7 km bereits 165 hm  überwunden werden, hat es in sich. Diese Passage verläuft zum Teil auf einem Singletrail, weshalb die Läufer einzeln im 15-Sekunden-Abstand starteten. Da Alexander das erste Mal dabei war, lief er eher vorsichtig, zumal vor dem Ziel noch eine längere Steigung wartete. Trotzdem war er mit seiner Zeit von 40:41min und der Platzierung im oberen Mittelfeld nicht ganz zufrieden.

PaulaWetterBeim Bahnlauf in Wetter auf der neuen, noch ganz weichen Laufbahn bestritt Paula am Mittwoch das letzte Bahnrennen dieser Saison. Über 800m war das Ziel eine neue Bestzeit. Schon direkt nach dem Start war klar, dass das schwierig werden würde: Ein Läufer preschte vorweg, dahinter war Paula auf sich allein gestellt. Die Zwischenzeit bei 400 passte noch, auch auf der folgenden halben Runde hielt sie das Tempo aufrecht. Dann wurden die Beine jedoch schwer und die Schritte langsamer. So verlor sie noch einige Sekunden und kam nach 2:44,1 Minuten ins Ziel, was ein ganz knappes Verfehlen der Bestzeit bedeutete.

 

Im Dörfchen Hommertshausen im Hinterland waren Arnfried vom Hofe und Thorsten Herrig am Start. Für beide stand vor allem im Vordergrund wieder Wettkampferfahrung zu sammeln, für Arne nach längerer Paus, für Thorsten nach einigen wegen Magenproblemen abgebrochener Wettkämpfe.

HommertshausenSomit war der Plan, zusammen die erste Hälfte der 7km-Runde zu bewältigen und dann zu schauen, was noch möglich ist. Auf den ersten Kilometern lief Thorsten dann auch gößtenteils wie vorgegeben hinter Trainer Arne her, vor den beiden schlugen zwei andere Läufer auf der hügligen Strecke ein Höllentempo an. Schnell war aber klar, dass sie das Anfangstempo nicht würden halten können. Anders Arne und Thorsten, die nach Streckenhälfte auf die beiden ersten Ränge vorlaufen konnten. Dann zeigte sich, dass Thorsten in den vergangenen Monaten besser trainiert hat als Arne: er setzte sich Meter für Meter von Arne ab und entschied den Lauf mit einer Zeit von 24:45min deutlich für sich. Dahinter wurde Arne mit 55sec Rückstand Zweiter: „Natürlich bin ich nicht auf dem Stad von 2013, damals war ich hier 35sec schneller. Ich gehe das Ganze jetzt ein bisschen entspannter an – von daher war es eine nette Veranstaltung!“ Thorsten war ebenso zufrieden, vor allem angesichts der Tatsache, dass er seit Monaten endlich mal wieder einen Wettkampf zu Ende laufen konnte.

Bilder aus Hommertshausen gibt es bei flickr.

Berglauf Eschenburg und Volkslauf Treis

Am 3. Oktober findet schon seit 26 Jahren der Volkslauf in Treis an der Lumda statt. Über 5km, 10km, den Halbmarathon sowie auf verschiedenen Wanderstrecken sind über 500 Starter unterwegs. Bekannt ist der Lauf nicht zuletzt für sein legendäres Kuchenbuffet, das auch dieses Jahr wieder die Erwartungen übertreffen konnte. Die Erwartungen der VfLer am Start waren nicht so groß: Als Vorbereitung für den in knapp zwei Wochen anstehenden Mainuferlauf in Offenbach waren Jakob und Clemens Möller sowie Lena Ritzel über 10km am Start. Im Schülerlauf über 1,2km wollte Jan sich mit der Konkurrenz messen.

Clemens durfte im Vorfeld durchaus als Mitfavorit gehandelt werden – vom Start weg setzte er sich in einer vierköpfigen Spitzengruppe fest. Dahinter ließen Jakob und Lena es ruhig angehen. Wie vom Coach vorgegeben liefen sie die ersten Kilometer in einer Pace von etwas über 4min/km, sodass sie die Hälfte der Strecke nach 20:15min erreichten. Clemens hatte den Kontakt nach vorne zu diesem Zeitpunkt leider schon verloren, sodass er zusammen mit Paul Göhring auf die zweite Streckenhälfte gehen musste. Die beiden lagen auf Platz drei und vier, dass es nicht nach ganz vorne gehen würde, war zu diesem Zeitpunkt bereits klar. Als Clemens dann auch Paul noch ziehen lassen musste, kämpfte er mit sich selber und der nicht ganz einfachen Strecke und erreichte das Ziel als Vierter nach 37:16min. Zufrieden war er damit nicht, dennoch ist er zuversichtlich, dass es in Offenbach zu einer neuen Bestzeit reichen wird: „Die Beine waren von den letzten Tagen müde, ein bisschen erkältet bin ich auch. Die Form für eine Zeit im Bereich von 35:20min ist eigentlich da. Jetzt muss ich mich bis Offenbach einfach nochmal ordentlich erholen, dann kann ich richtig angreifen.“

Besser erging es Jakob und Lena: Sie konnten das Tempo wie geplant auf der zweiten Hälfte steigern und etwa bis zum Wendepunkt gemeinsame Sache machen. Danach erhöhte Jakob das Tempo nochmal ein wenig, sodass beide auf sich alleine gestellt die verbleibende Strecke entlang der Lumda absolvieren mussten. Jakob konnte dabei Meter für Meter auf einen vor ihm liegenden Läufer gut machen und erreichte das Ziel somit als sechster nach 39:40min. Auf Platz acht im Gesamteinlauf und als erste Frau erreichte Lena das Ziel. Wie schon so oft verfehlte sie dabei die 40min-Marke um nur wenige Sekunden. Dennoch können beide den Lauf als gutes Training für Offenbach verbuchen und optimistisch in die verbleibende Vorbereitung gehen.

Lena bei der Siegerehrung

Im Schülerlauf war Jan am Start. Der Elfjährige, der gerade in die fünfte Klasse gekommen ist und bereits bei einigen Läufen am Start war, zeigte dabei wieder einmal, dass Laufen durchaus zu seinen Stärken gezählt werden kann und erreichte das Ziel als Dritter seiner Altersklasse nach 4:53min.

Bereits am 23.9. war Alexander Stöhr beim Eschenburg-Berglauf am Start. Dieser Lauf, der kein festes Datum im Laufkalender hat und entweder im Frühling oder im Spätsommer stattfindet, führt von Eiershausen auf 5 km über Teer- und Waldwege auf den 589m hohen Eschenburg. Leider lief es für Alexander nicht ganz rund. Schon vor dem Start stellte er fest, dass er sein Trikot vergessen hatte, sodass er in einem alten, ausgeleierten T-Shirt laufen musste. Zudem waren die Bedingungen mit schwül-warmen Temperaturen nicht optimal. So blieb er mit 25:59,3 min über eine Minute hinter seiner Bestzeit zurück. Trotzdem sorgte die schöne Strecke auch dieses Jahr wieder für ein schönes Lauferlebnis