Silvesterläufe – VfLer am Start an der Obernau, in Gießen und in Frankfurt

Traditionell ist Silvester jedes Jahr der Tag, an dem sich die meisten Läufer auf Strecken in der ganzen Welt begeben, auch dieses Jahr waren wieder einige VfLer darunter. Am Vortag waren vier Läufer bei Netphen an der Obernautalsperre am Start, an Silvester selber nochmal zwei in Frankfurt.

Der Start des Laufes über 3km mit Maximilian und Frederik

Schon zum 39. Mal fand der Silvesterlauf an der Obernau statt, bei dem der Obernaustausee umrundet wird. Die Bedingungen im Siegerland waren mit Regen und Temperaturen knapp über Null Grad nicht gerade optimal, Schneematsch auf der Strecke machten das Laufen zu einer teilweisen sehr rutschigen Angelegenheit. Zunächst starteten Frederik und Maximilian im Schülerlauf über 3 Kilometer auf einer Wendepunktstrecke über die Staumauer. Beide hielten sich als Jüngste im Starterfeld anfangs zurück, arbeiteten sich im dann jedoch weiter nach vorne. So wurde Frederik (als Siebenjähriger) in der M10 mit 15:54min Zweiter, Max in der selben Klasse Fünfter. Am Tag darauf ware die beiden Nachwuchsläufer schon wieder am Start – beim Silvesterlauf in Gießen im Jugendlauf über 1,2km. Dabei knüpften sie an ihre starken Leistungen vom Vortag an: Frederik gewann die U8 in einer starken Zeit von 4:51min und musste sich der Gesamtsiegerin nur ganz knapp geschlagen geben. Maximilian wurde in 5:39min Dritter in der U10.

Frederik…

… und Maximilian kurz vor dem Ziel
Clemens wurde starker Vierter

Danach waren im Zehnkilometerlauf Thorsten Herrig und Clemens Möller an der Reihe. Mit schon vom Weg zum Start komplett durchnässten Klamotten ging es für die beiden auf eine Runde rund um den See. Am Anfang machten beide gleich Tempo und bildeten mit zwei anderen Läufern die Spitzengruppe, aus der Clemens jedoch bald rausfiel. Bald sah er die Gruppe nicht mehr, von hinten kam jedoch auch niemand, so dass er auf der hügeligen Strecke ohne Druck nach 36:54min als Vierter ins Ziel kam. Thorsten lief auch einen Großteil der Strecke alleine, nachdem er bei Kilometer drei seine beiden Konkurrenten abgeschüttelt hatte. So gewann er den Lauf mit einer Zeit von 34:50min.

Einen Tag später war er dann schon wieder am Start, diesmal als Tempomacher für Lena Ritzel beim Silvesterlauf in Frankfurt. Er konnte sie auf dem ersten Kilometer nicht bremsen, so geriet dieser deutlich zu schnell. Darunter hatte sie bald zu leiden, das Tempo wurde deutlich langsamer und die Beine schwerer. Auf den letzten Kilometern hatte die Strecke dann noch ein paar kräftezehrende Höhenmeter aufzuweisen, die Lena nochmal beißen ließen. Mit der Zeit von 38:28min und dem dritten Platz insgesamt war Lena einigermaßen zufrieden, „die Beine haben heute einfach nicht mehr hergegeben“. Mit Beginn des neuen Jahres geht es dann erstmal für fünf VfLer ins Trainingslager nach Paderborn, wo die Grundlagen für die kommende Saison gelegt werden sollen.

Der Start des Laufes über 10km an der Obernau

Vorweihnachtskriterium Stadtallendorf – neue Erfahrungen für unsere Schülerinnen und Schüler

Wie jedes Jahr lockte der Termin in der Vorweihnachtszeit wieder viele Leichtathleten in die Herrenwaldhalle in Stadtallendorf. Aus ganz Hessen waren Gruppen angereist, die Starterfelder mit bis zu 60 Startern bei einzelnen Wettbewerben dementsprechend groß. Vom VfL waren sechs Kinder am Start: Zoe, Amelie, Henriette, Friedrich, Jan, Emma und Henry.

Höhepunkt war ohne Zweifel der Weitsprung von Emma. Nachdem sie beim Sprint nicht ihre Möglichkeiten ausgeschöpft hatte und beim Hochsprung Probleme mit dem Anlauf hatte und somit auch hier nicht absolut nicht zufrieden war, zeigte sie beim Weitsprung Nervenstärke. Im Feld von 36 Starterinnen zeigte sie im Vorkampf bereits zwei starke Sprünge im Bereich von 4m. Nachdem der Wettkampf bereits deutlich mehr als eine Stunde andauerte, steigerte sie sich im letzten Sprung noch auf 4,20m. Damit steigerte sie ihre Leistung aus dem Mai diesen Jahres um mehr als 60cm.

Abschließend ging es für Emma wie für vier andere VfLer auf die 800m. Allen war dabei der Respekt vor der Mittelstrecke anzumerken. Dabei zeigte vor allem Henry einen starken Lauf. Er lief lange in Kontakt zu der Spitzengruppe und lag dabei zwischenzeitlich sogar auf dem zweiten Platz. Am Ende verließen ihn leider etwas die Kräfte, sodass er die Platzierung nicht halten konnte. Mit etwas mehr Erfahrung und weiterhin regelmäßigem Training wird er nächstes Jahr aber sicherlich weiter vorne angreifen können. Ähnlich erging es Henriette: Nach starkem Beginn verlor sie auf der letzten Runde noch einige Plätze gegen die deutlich erfahrenere Konkurrenz.

Jan und Friedrich waren zusammen in einem Lauf am Start. Von Beginn an hielten sie sich eher am Ende des Feldes auf. Jan brachte den Lauf zwar zu Ende, sein schmerzender Oberschenkel verhinderte aber eine schnelle Zeit. Anders bei Friedrich, der sein angeschlagenes Tempo gut halten konnte und das Ziel erschöpft aber zufrieden erreichte. Im Weitsprung reichte es für alle beide leider nur für den Vorkampf. Beide ließen aber erkennen, dass im kommenden Sommer mit etwas spezifischerem Training eine deutliche Steigerung möglich sein sollte.

Ebenfalls im Weitsprung am Start war Zoe am frühem Morgen. Sie hatte ebenfalls mit ihrer Nervosität und einem stark verkürzten Aufwärmen zu kämpfen, war danach aber dennoch zufrieden, auch wenn es nicht für dem Endkampf gereicht hatte. Direkt im Anschluss ging es für sie zum Sprint. Dort zeigte sich bei ihr wie bei allen anderen VfLern, dass in Zukunft im Training vor allem am Start gearbeitet werden muss. Auch ohne das entsprechende Training zeigte Amelie einen guten Lauf, trotz der Tatsache, dass sie deutlich schneller war als noch im Februar an gleicher Stelle, war nach dem Vorlauf Schluss.

Als Fazit bleibt, dass das Vorweihnachtskriterium ein Wettkampf auf höchstem Niveau ist, das in diesem Jahr etwas unter den riesigen Teilnehmerfeldern und den entsprechend gestressten (und zum Teil sehr unfreundlichen) Kampfrichtern zu leiden hatte. Für unsere Starter war es also in erster Linie ein Wettkampf, um Erfahrungen zu sammeln.

Noch ein paar mehr Bilder gibt es bei Flickr.

Die kompletten Ergebnislisten gibt es beim HLV-Kreis.

Crosslauf Wetter-Oberrosphe – Berg und Matsch… alles wie immer

Einer der Fixpunkte im Laufkalender für uns VfLer ist schon seit einigen Jahren der Crosslauf kurz vor Weihnachten in Wetter-Oberrosphe. Dieses Jahr waren in den drei Rennen je zwei VfLer am Start: Bei den Jüngsten über eine Runde von etwa 900m die beiden Geschwister Maximilian und Frederik, bei den Frauen Lena Ritzel und Lisa Eigmüller über sechs Runden und bei den Herren über acht volle Runden Jakob und Clemens Möller.

Die Strecke musste wegen der Bodenverhältnisse kurzfristig verändert werden, da eine Passage einfach eine Gefahr für die Läufer dargestellt hätte. Am Charakter der  Strecke änderte das aber nichts: Vom Sportplatz durch tiefes Geläuf hinab, um eine scharfe Kurve, dann ein längeres Stück, auf dem man es ein bisschen rollen lassen konnte, hinein in eine leichte Steigung, nochmal einige Meter flach und dann den berüchtigten Berg hinauf zum Sportplatz. Insgesamt also eine extrem anspruchsvolle Strecke, die im Bereich Crosslauf in Mittelhessen ihresgleichen sucht.

… und Frederik oben am Berg
Maximilian…

Zuerst ging es für die Schüler auf eine Runde. Für die beiden VfLer Maximilian und Frederik, die erst seit kurzer Zeit bei uns mittrainieren, war es der erste Crosslauf. Dass sie dennoch einiges an Lauferfahrung aufzuweisen haben, bewiesen sie mit starken Läufen. Frederik, der etwas jünger ist, lief zusammen mit der späteren Siegerin. Mit seinen sieben Jahren ließ er am Ende auch die älteren Jungs alle hinter sich und konnte seine Urkunde als Sieger der U8 stolz in Empfang nehmen. Am Berg noch an dritter Stelle direkt hinter seinem Bruder liegend, gingen Maximilian am Ende ein bisschen die Kräfte aus. Trotz der lautstarken Anfeuerungen wurde er noch von einer Läuferin überholt. Das änderte aber nichts an seinem wohlverdienten Sieg in der Klasse MU10.

Über sechs Runden waren dann Lena und Lisa am Start. Für Lena stand der Sieg eigentlich schon nach einer Runde fest. Dennoch ließ sie nicht nach und war am Ende zufrieden mit ihrer Leistung. Lisa, unsere Trainingsweltmeisterin, konnte endlich auch mal zu einem Start überredet werden. Sie lief an vierter Stelle ein konstantes Tempo, konnte die Strecke trotz nicht vorhandener Spikes gut durchlaufen und wurde am Ende zweite in der Altersklasse der U18. Am Ende war es auch für sie entgegen der vorherigen Befürchtungen ein gelungener Tag.

…und Lisa im Ziel
Lena…

Als letztes ging es für die beiden Möllers auf den immer schwieriger zu laufenden Kurs. Am Start noch vorweg laufend, sortierte sich Clemens schnell in einer 3er-Gruppe hinter dem nach vorne entstürmenden Felix Thum ein, auf den langen Bergabstücken verlor er bald aber auch hier Stück für Stück den Anschluss, behielt die Konkurrenz aber immer im Vlick. Er versuchte, sein Tempo aufrecht zu erhalten, kämpfte mit  aufkommenden Seitenstichen und schreckt auch nicht vor der ein oder anderen tiefen Pfütze zurück, sodass sein vierter Platz nie in Gefahr geriet. Am Ende drei Plätze dahinter kam sein älterer Bruder Jakob ins Ziel, der sich auf der Schlussrunde aus einer 3er-Gruppe lösen konnte, in der er fast das ganze Rennen gelaufen war.

Am Ende war es also für alle VfLer ein erfolgreicher Tag, der wie immer in Wetter vor allem von der schwierigen Strecke geprägt war. Als letzter Wettkampf steht dann am 30.12 noch der Silvesterlauf an der Obernautalsperre in Netphen an, bevor es Anfang des Jahres für einen Teil der Laufgruppe ins Trainingslager geht.

Bilder, wie immer, bei Flickr.

Adventscross Pfungstadt – gelungene Läufe im Schneegestöber

Crosslaufen im Schnee – dieses Erlebnis durften vier VfLer am ersten Advent in Pfungstadt machen. Beim 49. Pfungstädter Adventscross waren Jan, Lena Ritzel und die Möllerbrüder am Start. Bereits in den Vortagen deutete die Wettervorhersage an, dass es winterliche Bedingungen geben könnte und tatsächlich lag bei der Abfahrt in Marburg bereits eine geschlossene Schneedecke. In Pfungstadt angekommen blieb der Schnee zwar noch nicht liegen, das sollte sich aber die kommenden Stunden bei stetigem Schneefall ändern, sodass gegen Mittag, als Jakob als letztes am Start war, auch in Südhessen der Winter visuell Einzug erhalten hatte.

Als erstes war Jan an der Reihe. Der in der M10 startende Leichtathlet findet zunehmend Spaß am Laufen, die Möglichkeit zum Start in Pfungstadt nutzte er also gerne. Der Kurs rund um das Pfungstädter Stadion weist zahlreiche crosstypische Herausforderungen auf: wechselnde Untergründe, kurze knackige Anstiege, Strohballen als zusätzliche Hindernisse und scharfe Kurven. Im großen Starterfeld der Kinder U12 hielt Jan sich anfangs zurück um dann auf der zweiten Hälfte der für ihn einmal zu durchlaufenden Runde anzugreifen und Plätze gutzumachen. Nach 7:25min überquerte er die Ziellinie als dritter seiner Altersklasse und konnte seinen wohlverdienten Schoko-Nikolaus in Empfang nehmen.

Als nächstes musste Lena dem Schneefall trotzen – das gelang ihr mit Bravour. Vom Start weg setzte sie sich an die Spitze des Frauenfeldes und zeigte, dass sie hier gewinnen wollte. Lief sie nach einer Runde noch zusammen mit Sophie Burkhardt aus Friedberg, konnte sie sich zu Beginn der zweiten Runde leicht absetzen. Auch wenn es zwischenzeitlich nochmal knapp wurde – sowohl Läuferin als auch Zuschauer rechneten nochmal mit einem Näherkommen der Friedbergerin – konnte Lena auf den letzten Metern ihre Mittelstreckenqualitäten unter Beweis stellen und schlussendlich einen recht deutlichen Sieg einfahren. Für die 3160m benötigte sie 11:33min.

Die gleiche Strecke hatte im Anschluss Clemens zu bewältigen. Er benötigte dafür genau 36sec weniger, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Dabei sah es bereits nach etwa 200m sehr schlecht für Clemens auf. Im dichten Gedränge direkt nach dem Start war er zu Fall gekommen und einige Meter über den zu diesem Zeitpunkt bereits sehr rutschigen Boden gerutscht. Trotzdem kämpfte er sich wieder nach vorne und konnte die zwei Runden in einem konstanten Tempo durchlaufen. Auf den letzten Metern konnte er somit noch an einem Läufer vorbeiziehen und im stark besetzten Feld einen sechsten Platz erringen.

Kurze Zeit später waren Lena und Clemens dann schon wieder am Start. Die Möglichkeit, beim Crosssprint über 800m mal so richtig Gas zu geben (und einen zweiten Schokonikolaus abzustauben) ließen sich die beiden nicht nehmen. Beide hielten sich auf den ersten Metern eher zurück und versuchten auf der zweiten Hälfte ihre Ausdauer auszuspielen. Das gelang auch ganz gut: Lena würde zweite ihrer Altersklasse in 2:39min, Clemens sechster in der Hauptklasse nach 2:23min.

Im letzten Lauf des Tages war dann Jakob unterwegs. Auf der mittlerweile komplett eingeschneiten Strecke hatte er fünf Runden zu absolvieren. Nach einem etwas zu optimistischen Beginn fand er alleine laufend sein Tempo und kämpfte gegen die Runde für Runde müder werdenden Fußgelenke und Oberschenkel. Auch wenn er schnell merkte, dass ihm für schnelles Crosslaufen die Stabilität in den Fußgelenken und die Kraft in den Oberschenkeln ein wenig fehlt, hatte er Spaß bei seinem Lauf und war mit seinem Resultat als fünfter der Hauptklasse nach 30:38min zufrieden.

Pfungstadt stellte mit dem Crosslauf wie schon in den vergangenen Jahren unter Beweis, dass es nicht nur im Sommer die erste Adresse für Abendsportfeste ist, sondern auch am ersten Advent mit dem Crosslauf eine Veranstaltung zu bieten hat, die auch einer Anreise aus Marburg würdig ist.

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Schülerhallensportfest Wallau – Große Teilnehmerfelder mit 13 VfLern

Dass für eine gelungene Leichtathletik-Veranstaltung in den Schüler- und Kinderklassen keine „echte“ Leichtathletikhalle notwendig ist, stellte der FV Wallau am vergangenen Samstag unter Beweis. Das Schülerhallensportfest mit integrierten offenen Vereinsmeisterschaften für die U8 und U10 findet bereits seit mehreren Jahren statt. Trotz großer Teilnehmerfelder war die Veranstaltung, an der wir zum ersten Mal teilgenommen haben, gut organisiert.

Mit 13 Kindern, davon einige, für die es das erste Mal zu einem Wettkampf abseits des neuen KiLa-Systems ging, waren wir also auch vertreten. Für alle standen Sprint, Standweitsprung und ein Ausdauerlauf an, für die Jüngeren zusätzlich der Basketballweitwurf.

Unsere jüngste Starterin Margarete zeigte in allen vier Disziplinen das Bewegungstalent, das in ihr steckt: vier Starts, vier erste Plätze, was will man mehr? Insbesondere zu erwähnen sind hier die 1,28m im Standweitsprung, die exakt 12cm Vorsprung auf den zweiten Platz bedeuteten. Ein Jahr älter ist Laura. In der W7 hatte sie es deutlich schwerer als Margarete: deutlich mehr als ein Dutzend Starter waren hier unterwegs, sodass jeder Zentimeter entscheidend sein konnte. Besonders stark war Laura in den kraftorientierten Disziplinen: Mit 3,60m im Basketballweitwurf und 1,30m im Standweitsprung platzierte sie sich im soliden Mittelfeld. In der W9 waren wir mit gleich zwei Starterinnen vertreten: Amelie, die auch schon vor zwei Wochen in Langgöns am Start war und Lauras Schwester Jana. Die hohe Leistungsdichte zeigt sich am Sprintergebnis: vier (!) zeitgleiche Läuferinnen in 8,2sec belegen den achten Platz, eine davon ist Amelie. Jana zeigt vor allem im Standweitsprung ihr Stärken und war zufrieden mit 1,46m.

Konrad beim Basketballweitwurf

Bei den Jungs waren die Starterfelder etwas kleiner als bei den Mädchen. Keineswegs schmälert das allerdings die Leistung von Joris, der sich dreimal ganz oben auf das Podest stellen durfte. Besonders heraus stechen dabei seine Laufleistungen über 35m und im 4-Runden-Lauf. In 6,4sec bzw. 1:07min konnte er jeweils ungefährdete Siege einfahren. Eine faire Teilung der ersten Plätze konnten Kieran und Konrad in der M9 erreichen: Im Feld von jeweils elf Startern konnte jeder der beiden zwei Disziplinen für sich entscheiden. Konrad den Standweitsprung und den 4-Runden-Lauf, Kieran den Sprint und den Basketballweitwurf. Sein besonderes Wurftalent unterstrich er dabei, indem er weiter warf als vom Veranstalter vorgesehen, sodass seine Weite geschätzt werden musste.

Amelie beim abschließenden 4-Runden-Lauf

In der W10 war Amelie am Start. Dass ihr vor allem das kurze Laufen liegt, war nichts neues, der dritte Platz über 2x35m in 12,0sec also keine große Überraschung. Dass sich gezieltes Training bezahlt macht, zeigte der 4-Runden-Lauf, in dem sie nur durch einen Stolperer im Gedränge keinen Podestplatz erreichen konnte. Ein Jahr älter ist Zoe, die nach anfänglichen Motivationsschwierigkeiten im abschließenden 4-Runden-Lauf ihren Kampfgeist zeigte und nach 1:11min als Dritte den Zielstrich überquerte.

Leon beim Standweitsprung

In der M10 war der VfL mit zwei Startern vertreten: Jannis und Laurenz. Jannis konnte den Sprint in 11,9sec und den Standweitsprung mit 1,89m für sich entscheiden. Im 4-Runden-Lauf zeigte Laurenz mit einem starken Lauf und gutem Körpereinsatz, dass es nicht seine erste Erfahrung auf der Mittelstrecke war und erreichte das Ziel nach 1:08min als Zweiter. In der M11 war das Feld leider sehr ausgedünnt: Neben Jannis und Leon war nur noch ein weiterer Starter angetreten, sodass von vornherein feststand, dass in jeder Disziplin auch ein Podestplatz herausspringen würde. Jannis konnten den 4-Runden-Lauf in 1:03min für sich entscheiden und wurde im Sprint und Standweitsprung je Zweiter. Leon wurde in allen Disziplinen Zweiter und war damit zufrieden.

Insgesamt war es also ein erfolgreicher Tag für den VfL. Die Kinder – egal ob schon wettkampferfahren oder Neulinge – waren zufrieden und fiebern den nächsten Wettkämpfen entgegen.

Die kompletten Ergebnisse gibt es hier für die U8 und U10 und hier für die U12.

Weitere Bilder gibt es bei Flickr.

Darmstadt-Cross – Tolle Rennen in Hessens Süden

Beim renommiertesten Crosslauf in Deutschland, dem Darmstadt-Cross, war dieses Jahr auch der VfL wieder vertreten. In der U20 war Lena Ritzel am Start, in der U23 Julia Altrup und in der offen ausgeschriebenen Männerklasse Clemens Möller.

Der Kurs in Darmstadt ist ein typischer Meisterschaftskurs – wenige kurze Anstiege, recht gut zu laufende Wiesenwege und einige Strohballen als zusätzliche Herausforderung. Diese Runde galt es für Lena dreimal zu durchlaufen, Clemens und Julia durften sogar fünf Runden drehen.

Lena Darmstadt

Nach dem erfolgreichen Cross in Pforzheim war es für Lena der zweite ernstzunehmende Crosslauf der Saison. Ziel war es, an die gute Leistung von vor zwei Wochen anzuknüpfen und wieder eine Platzierung im Mittelfeld zu erreichen. Nach einem – wie beim Cross üblichen – schnellen Start fand Lena schnell ihr Tempo und absolvierte die Strecke in einem konstanten Tempo. Nach knapp 16 Minuten erreichte sie das Ziel als 8. ihrer Altersklasse. „Mit dem Lauf heute bin ich zufrieden: konstantes Tempo, eine Platzierung ähnlich wie in Pforzheim – das ist das, was ich mir heute vorgenommen habe.“

In der offenen Männerklasse war Clemens am Start. Über 6,6km war von vornherein klar, dass er nichts mit den vorderen Plätzen zu tun haben würde, sodass es für ihn darum ging, sich im national top besetzten Feld möglichst gut zu verkaufen und am Ende zufrieden ins Ziel zu kommen. Lief er die ersten zwei Runden noch in einer Gruppe, zerfiel diese zusehends und Clemens orientierte sich nach vorne. Von da an wurde es ein sehr einsames Rennen: der Weg nach vorne zu weit, um nochmal Anschluss zu finden, von hinten keine Gefahr mehr. Nicht zuletzt infolge dieser etwas ungünstigen Konstellation wurden die Kilometer Sekunde für Sekunde langsamer, was aber nichts daran änderte, dass Clemens im Ziel zufrieden mit seiner Leistung war: „Ja, ich bin etwas langsamer geworden… aber das ist cross-typisch, von daher ist das ok. Die Pace von heute bin ich zuletzt die beiden 5er auf der Straße gelaufen, in dieser Hinsicht ist das super! Und nicht zuletzt war ich nur drei Sekunden langsamer als Arne vor drei Jahren.“

Clemens Darmstadt

Zuletzt ging es für Julia auf die Strecke. Ihre Aufgabe war heute die wohl schwerste für unsere drei Starter: Im Rennen der U23 waren die beiden deutschen Top-Läuferinnen Konstanze Klosterhalfen und Alina Reh sowie viele weitere Athletinnen am Start, die schon bei deutschen Meisterschaften ihre Klasse unter Beweis gestellt haben. In Kombination mit dem kleinen Starterfeld von 38 Läuferinnen und der Tatsache, dass sie studiumsbedingt in den Wochen wenig trainieren konnte, waren die Erwartungen also von vornherein gering. Konnte sie die ersten Meter noch in Begleitung einer anderen Läuferin laufen, musste sie schnell einsehen, dass das Tempo für sie zu hoch war. Von dort an wurde es für sie ein sehr einsames Rennen ohne Optionen nach vorne oder hinten. Trotz dieser schwierigen Situation schaffte sie es, die Kilometer in einem gleichmäßigen Tempo zu laufen und entging damit sogar noch haarscharf der Überrundung durch die heranstürmende Siegerin Alina Reh.

Julia Darmstadt

Darmstadt stellte mit den Rennen wieder einmal unter Beweis, dass es zurecht die erste Adresse unter den Crossläufen in Deutschland ist. Für die VfLer war es ebenfalls eine gelungene Veranstaltung, die alle drei bester Stimmung verließen.

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Winterlaufserie Alten-Buseck – Clemens gewinnt über 5km

Nach dem WLS-Auftakt vergangene Woche in Pohlheim ging es dieses Wochenende nach Alten-Buseck. Die Rahmenbedingungen waren dabei ähnlich: eine hügelige Strecke, ein starkes Teilnehmerfeld im Hauptlauf und der Anspruch einen guten Trainingswettkampf zu absolvieren. Das Wetter meinte es dieses Mal besser mit den Läufern: 4°, kein Niederschlag und leichter Wind boten angenehme Voraussetzungen.

Clemens Möller und Tobias Roth hatten sich die gleiche Distanz wie in Pohlheim vorgenommen, Jakob Möller, letzte Woche verletzungsbedingt nicht am Start, war über die 10km am Start. Nach dem Start ging es direkt in den ersten von zahlreichen Anstiegen. Jakob und Tobi hielten sich recht weit vorne im Feld auf, Jakob ließ es aber deutlich ruhiger angehen auf den ersten Kilometern: „Die letzte Woche war nicht so optimal, daher war heute das Ziel, einfach mit Spaß durchzukommen. Die Uhr hatte ich so eingestellt, dass ich nicht wusste, wie schnell ich unterwegs bin – das ist ein ganz anderes Laufen ohne Zwischenzeiten.“ Tobi, diese Woche bereits etliche Kilometer in den Beinen, hatte mit der Strecke zu kämpfen. Ein matschiger Fußballplatz, viele Kurven und das stetige Auf und Ab setzen ihm zu, konnten ihn aber nicht davon abhalten, das Ziel nach 37:20min als Achter im Gesamteinlauf zu erreichen. „Ich wünsche mir jetzt schon den Sommer zurück… Bei solchen Temperaturen weiß man nie, was man anziehen soll – ich war hier heute quasi der Einzige im Singlet. Die Strecke hatte es echt in sich, da musste ich schon ganz gut kämpfen. Zufrieden bin ich allemal, zwar ein bisschen langsamer als letzte Woche, aber hier waren es wirklich 10km und das Profil war einen Tacken anspruchsvoller“, zog er im Ziel Bilanz. Knapp hinter Tobi kam dann auch Jakob nach 38:05min als Elfter ins Ziel. Mit einer deutlichen Steigerung auf der zweiten Hälfte hatte er alles richtig gemacht und war dementsprechend zufrieden.

Über die halb so lange Strecke war Clemens am Start. Vom ersten Meter an machte er klar, dass der Sieg nur über ihn gehen würde. Anders als letzte Woche in Pohlheim, wo er im späteren Sieger Niklas Raffin einen Konkurrenten hatte, lief er vom ersten Meter an deutlich vor seinen Verfolgern. „Immerhin gab es noch die 10km-Läufer, an denen ich mich entlanghangeln konnte, sodass es nicht ganz einsam wurde. So war das hier ein ganz gutes Training – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dass dabei ein Sieg mit drei Minuten Vorsprung herausspringt, ist nett, aber ein bisschen Konkurrenz wäre schon nett gewesen.“, beschrieb er seine Gemütslage nach dem Rennen.

Somit war auch der Auftakt der zweiten Winterlaufserie in Mittelhessen ein gelungenes Rennen für alle angetretenen VfLer. Weiter geht es dann für die Möller-Brüder noch bei ein paar Crossläufen, wohingegen Tobi der Straße treu bleibt und auch in den kommenden Wochen den einen oder anderen Volkslauf „aus dem Training heraus“ absolvieren wird.

Fotos, wie immer, bei Flickr.

Hallensportfest Langgöns – U10er zeigen ihre Klasse

Noch vor den Erwachsenen starteten dieses Jahr unsere Schüler in die Hallensaison. Zwar war die Resonanz bei uns mit insgesamt drei Startern zwar etwas dürftig, das änderte aber nichts daran, dass Amelie, Konrad und Kieran heiß auf den Auftakt in der Halle waren.

Dieses Mal ging es in eine ganz normale Sporthalle – daher waren auch die Disziplinen etwas andere als sonst: 35m-Sprintzweikampf statt 50m-Sprint, Standweitsprung statt „echtem“ Weitsprung und statt den klassischen 800m ging es über drei Runden.

Start der 35m: Kieran (2.v.l.) und Konrad (4.v.l.)

Als erstes stand der Auftakt des Sprintzweikampfes an: 35m einmal durch die Halle. Hier lies vor allem Konrad bereits sein Potenzial erkennen und gewann diesen Lauf recht deutlich in 5,9sec. Im gleichen Lauf erreichte Kieran den vierten Platz in 6,4sec. Amlie hatte etwas mit dem noch ungewohnten Startblock zu kämpfen, verlor daher am Start schon wertvolle Zehntel und erreichte das Ziel Fünfte ihres Laufes nach 6,4sec.

Langgöns
Kieran, Konrad und Amelie (v.l.)

Weiter ging es mit dem Standweitsprung, der für die Kinder eine ganz neue Herausforderung darstellte. Deutlich war zu sehen, dass es von Sprung zu Sprung besser lief, sodass nach dem Einspringen bereits ein deutlicher Fortschritt zu erkennen war. Im Wettkampf galt es dann drei Versuche zu springen, von denen die beiden weitesten in das Endergebnis einflossen. Nach einem etwas schwächeren ersten Versuch schaffte Amelie es in den beiden weiteren Versuchen, konstant zu springen und kam so in der Addition auf 2,44m, was den neunten Platz in der stark besetzen Altersklasse W9 bedeutete. Etwas einfacher hatten es Kieran und Konrad, die hier nur vier weitere Konkurrenten hatten. Das schmälert die Leistung der beiden aber keineswegs: Konrad mit drei annähernd gleich weiten Sprüngen erreichte 3,21m, was ihm auch hier den Sieg bescherte. Kieran schaffte es sogar, nur einen Centimeter Differenz in seinen Versuchen zu springen und kam somit auf 2,61m. Das bedeutete für ihn den fünften Platz.

Amlie vor dem Start

Als nächstes stand der zweite Teil des Sprintmehrkampfs an: wieder 35m, diesmal aber mit kleinen Hindernissen. Diesmal verzichtete Amelie auf den Startblock, was sich auch direkt bezahlt machte: 6,6sec bescherten ihr wieder den fünften Platz, der Abstand nach vorne war aber deutlich geringer. Mit 13,0sec belegte sie in der Endabrechnung den vierten Platz. Konrad machte es wie im ersten Lauf: Lag er am Start noch etwas zurück, erreichte er das Ziel wieder als erstes – damit gewann er folgerichtig auch die Gesamtwertung mit 12,0sec. Dank eines starken Hindernissprints verbesserte Kieran sich in der Endabrechnung auf einen starken dritten Platz in 12,9sec.

Zum Abschluss stand wie bei jedem Wettkampf im Kinder- und Jugendbereich der Ausdauerlauf an. In diesem Falle galt es, drei Runden durch die Halle möglichst schnell zurückzulegen. Alle drei VfLer zeigte dabei ein gutes taktisches Gefühl: Am Anfang ließen sie es eher ruhig angehen, ließen andere Läufer vorlaufen, um dann auf der letzten Runde nochmal anzugreifen. Konrad konnte seine Siegessträhne ausbauen, direkt dahinter kam Kieran ins Ziel. Amelie wurde fünfte.

Konrad (2.v.l) und Kieran (3.v.l.) vor dem Start

Für unsere Kinder war es ein schöner und erfolgreicher Wettkampf, der Lust auf die anstehenden Wettkämpfe in Wallau und Stadtallendorf macht. Wir hoffen, dort dann jeweils mit ein paar mehr Kindern am Start sein zu können!

Sparkassen-Cross Pforzheim – Lena stark in Top-Feld

Der Sparkassen-Cross in Pforzheim bildete dieses Jahr das erste Highlight im nationalen Crosslaufkalender. Während es ganz vorne um die ersten Tickets für die Cross-EM ging, stand für Lena Ritzel im Vordergrund, ein gutes Rennen zu zeigen und zu schauen, wie sich das gute Training der letzten Wochen bemerkbar macht.

Die Strecke hatte dann auch alles zu biet en, was man bei einer solchen Veranstaltung erwarten darf: schweres Geläuf mit einigen nennenswerten Matsch-Passagen, einige kurze knackige Anstiege und einen Sandbunker. Dass Lena der Crosslauf besonders liegt, hat sie in den vergangenen Jahren stets bei Hessischen und Deutschen Meisterschaften unter Beweis gestellt, daran wollte die natürlich anknüpfen. Wie immer beim Cross ging es dann vom ersten Schritt an richtig zur Sache. Trotz des schnellen Anfangstempos kam Lena gut in das Rennen und konnte sich in einer Gruppe festsetzen. Etwa bei Streckenhälfte setzte sie sich dann nach vorne ab und kämpfe alleine gegen die müder werdenden Beine. „Die letzte Runde bin ich auf der allerletzten Rille gelaufen. Auf der Zielgeraden wurde ich leider noch von einer von hinten heranstürmenden Läuferin überholt, trotzdem bin ich mit dem achten Platz sehr zufrieden und freue mich schon auf die nächsten Crossläufe.“

Winterlaufserie Pohlheim – Immer eine Reise wert

Bei der traditionellen Winterlaufserie in Pohlheim waren bei der ersten Ausgabe dieser Saison gleich fünf VfLer am Start: Über die 5km Clemens Möller in der Erwachsenenklasse und Paula, Laurenz und Jan als wohl jüngste Starter im gesamten Feld. Das Feld komplettierte Tobias Roth über 10km.

Für Tobi galt es, nach sechs Wochen Wettkampfpause in Folge seines Marathondebüts, die Form zu bestimmen und eine solide Leistung abzuliefern. Vorm Start noch mit dem Wetter – 6°, Nieselregen, frischer Wind – hadernd, lief er auf der hügeligen Strecke ein offensives Rennen und konnte so auf der etwas zu kurzen Strecke in den Bereich seiner Bestzeit laufen. Als Neunter erreichte er das Ziel nach 37:11min.

Jan

Paula

Laurenz

Über die halb so lange Strecke war Clemens bereits nach wenigen Metern ganz vorne zu sehen. Zusammen mit Niklas Raffin bewältigte er die ersten Kilometer, bevor er abreißen lassen musste. Den zweiten Platz konnte er sicher nach Hause laufen und war dabei mit 16:42min sogar noch deutlich schneller als im vergangenen Februar. Unser Lauftalent Laurenz kann in Pohlheim bereits auf zahlreiche Starts zurückblicken. So schnell wie dieses Mal war er aber noch nie: dank eines grandiosen Endspurts überholte er auf der Zielgeraden noch einen bis dahin vor ihm liegenden Läufer und benötigte für die knapp 5km exakt 22min. Damit war er im Gesamtfeld Elfter von 27 Männern. Noch schneller als Laurenz war Paula. Die sehr ehrgeizige Athletin bewältigte die Strecke mit einigen Hügeln in 21:18min und konnte damit einen dritten Platz in der Frauenkonkurrenz verbuchen. Das VfL-Trio komplettierte Jan, der nach 25:17min als 15. auch die ansteigende Zielgerade hinter sich gebracht hatte und im Ziel vor allem zufrieden damit war, seine Tante hinter sich gelassen zu haben.

Pohlheim ist also wieder einmal seinem Ruf gerecht geworden, stets eine gute Gelegenheit für einen Wettkampf in entspannter Atmosphäre zu bieten.