Pfingstmontag 2017 – DM-Norm und Bestzeit für VfLer

Der Pfingstmontag stand dieses Jahr für die Läufer ganz im Zeichen zweier Wettkämpfe: Vormittags ging es für Tobias Roth und Jakob Möller nach Wettenberg zum Volkslauf des TSV Krofdorf-Gleiberg, nachmittags war Julia Altrup unterstützt von Arnfried vom Hofe in Allendorf/Eder über 800m am Start – für sie galt es die Norm für die U23-DM zu unterbieten.

Bei perfekten Bedingungen – windstill, 18°, schattige Strecke – waren in Krofdorf etwa 350 Läufer am Start. Für Tobi war es der erste Wettkampf nach seiner Top-Leistung beim Halbmarathon in Mainz. Die große Frage war, ob er seine Bestzeiten-Serie würde fortsetzen können, oder ob er erstmals ohne neue Bestzeit eine Ziellinie überqueren würde. Jakob nutzte den Lauf lediglich als Möglichkeit, einen zügig gesteigerten Dauerlauf zu machen, für ihn steht nächste Woche in Duisburg der Halbmarathon als Highlight auf dem Plan.

Die Strecke verlief größtenteils auf sehr gut zu laufenden Schotterwegen, sehr interessant vor allem aufgrund der Tatsache, dass es erst 5km leicht bergauf und dann den gleichen Weg zurück 5km bergab geht. Ebendiesen Umstand machte Tobi sich zu Nutze: Bei der Hälfte der Strecke, die er in 20:20min absolvierte hatte er seine Bestzeit von knapp über 39min eigentlich schon abgeschrieben. Auf den folgenden Kilometern konnte er dann aber Sekunde um Sekunde gut machen und erreichte das Ziel nach 38:43min. Somit war alles wie immer und Tobi konnte zufrieden mit einer neuen Bestzeit in der Tasche nach Hause fahren. Jakob genoss den Lauf weiter hinten im Feld mal aus einem anderen Blickwinkel und konnte sein Vorhaben, gegen Ende des Laufes das Tempo deutlich zu steigern perfekt umsetzen: „Am Anfang musste ich mich echt beherrschen, um nicht in Wettkampffieber zu verfallen, aber das hat ganz gut geklappt. Es war mal eine ganz neue Erfahrung, bei einem Wettkampf ganz locker mitzulaufen, so nimmt man viel mehr von der Strecke und den Mitläufern wahr – nächste Woche darf ich dann aber auch wieder „richtig“ laufen“. Er benötigte für die 10km 42:41min.

Allendorf Nachmittags war dann eine große Gruppe des VfL in Allendorf/Eder. Anlass war das Pfingstsportfest der LG Eder. Nach einigen verkorksten Rennen und längerer Erkältung sollte hier endlich und im letzten Versuch die Quali für die U23-DM in Leverkusen in zwei Wochen fallen. Dazu wurde Julia Altrup von Trainer Arne unterstützt, der extra mit dem Veranstalter vereinbart hatte, dass die beiden zusammen laufen dürfen. Zu unterbieten galt es eine Zeit von 2:16,50min. Von Beginn an stürmte Julia begleitet von Arne dem Feld davon und lagen nach einer Anfangsrunde in 65sec sehr gut in der Zeit. „Bei 500m wurden die Beine schon schwer, da musste ich richtig anfangen zu kämpfen. Dank der Unterstützung von außen und Arne als Tempomacher bin ich aber nicht sehr viel langsamer geworden – jetzt hat es geklappt und ich kann mich auf die „Deutschen“ in Leverkusen vorbereiten“, fasste sie die zweite Runde aus ihrer Sicht zusammen. Die genaue Zeit von 2:15,20min war dann fast schon Nebensache, war das einzige Ziel doch die Unterbietung der Norm.

Allendorf

Somit war der Pfingstmontag ein super Tag für die Laufgruppe des VfL. In den kommenden Wochen geht es dann für die einen auf der Bahn zu den verschiedenen Meisterschaften, für manch andere stehen diverse Volksläufe mmit Strecken bis 10km bzw. Halbmarathon an, bevor dann wenigstens für einen Teil der Gruppe im Juli erstmal eine längere wettkampffreie Zeit ansteht.

Laufgala Pfungstadt

Bereits seit 30 Jahren finden in Pfungstadt in Südhessen zwischen Mai und September jeden ersten Mittwoch im Monat die Abendsportfeste statt. Zu diesem Jubiläum hat der Veranstalter sich etwas Besonderes einfallen lassen: Die Läufergala.

Das Event zog Läufer aus großen Teilen Deutschlands an, darunter prominente Namen wie Konstanze Klosterhalfen, Julian Flügel oder Homiyu Tesfaye. Bei den insgesamt 36 Läufen waren auch die drei VfLer Arnfried vom Hofe, Lena Ritzel und Clemens Möller über 3000m am Start. Arne hatte zudem eine weitere Athletin aus seinem Verein in Bad Soden-Allendorf mitgebracht: Maya Gries, die über 800m am Start war. Für sie ging es dann auch als erstes auf die Bahn. Das Wetter war (noch) gut, die Läufe nach Zeiten gesetzt und in jedem Leistungsbereich stark besetzt – die Bedingungen also optimal. Das nutze Maya dann auch für eine neue persönliche Bestzeit von 2:23,96min.

Gala Pfungstadt
Arne mit seiner Athletin Maya

Einige Stunden später, in denen die Zuschauer mit Leistungen, die durchaus in deutschen und teilweise internationalen Spitzenfeld zu verorten sind, verwöhnt wurden, ging es dann auch für die drei weiteren Starter langsam los. Pünktlich zum Einlaufen schlug das Wetter um – es begann zu regnen, das erwartete Gewitter blieb aber glücklicherweise aus. Lena, die bis kurz vorm Start Zweifel hatte, ob sie aufgrund einer vorhergegangenen Erkältung wirklich starten sollte, sortierte sich im A-Lauf der Damen über 3000m zu Beginn recht weit hinten ein. Der erste Kilometer lag genau im Plan für eine Zeit rund um 10:20min, der zweite war dann etwas zu langsam. Auf den letzten 1000m konnte Lena dann aber zeigen, dass sich das intensive Training der vergangenen Wochen bezahlt gemacht hat und erreichte das Ziel nach 10:20,89min. „Ich bin total zufrieden mit der Zeit! Es war genau die richtige Entscheidung, hier trotz Erkältung an den Start zu gehen. Spätestens bei den Deutschen Anfang August in Ulm darf es aber gerne noch ein paar Sekunden schneller werden“, zeigte sie ihre Ambitionen für die kommenden Monate.

Gala Pfungstadt
Lena (2.v.r) konnte ihre Bestzeit deutlich verbessern

Für Arne galt es im A-Lauf über die 7,5 Runden zu bestehen. Angesichts einiger großer Namen im Feld war ihm die Nervosität deutlich anzumerken. Sein Ziel war eine Zeit knapp über 9min anzugreifen. Zwischenzeitlich sah es so aus, als ob diese Zeit erreichbar wäre. Allerdings wurde in der Gruppe das Tempo bereits nach etwa 1000m zu langsam für diese Zielzeit, sodass Arne schon nach 2km alleine die Flucht nach vorne wagen musste. Am Ende reichte es für 9:18,66min, was zwar eine deutliche Steigerung der Bestzeit bedeutete, den Athleten und Trainer aber dennoch nicht wirklich zufrieden stellen konnte.

Gala Pfungstadt
Arne war mit seiner Zeit nocht ganz zufrieden

Im letzten Lauf der Veranstaltung um 21:40h galt es für Clemens nach einigen suboptimalen Rennen in diesem Frühjahr endlich mal seine Qualitäten unter Beweis zu stellen. Exakt 14 Jahre nach seinem Vereinsbeitritt peilte er eine Zeit im Bereich von 9:40min an. Nach einem ersten Kilometer in 3:15min waren noch alle Möglichkeiten gegeben, das Rennen lief für Clemens hervorragend: In der Führungsgruppe lief er stets an vierter Stelle und musste keine Tempoarbeit leisten. Auf dem zweiten Kilometer verlor diese Gruppe erste Mitläufer, Clemens konnte das Tempo aber sogar noch leicht steigern, sodass er den letzten Kilometer perfekt im Plan angehen konnte. 300m vor Schluss beschleunigte Clemens dann noch einmal und fand sich schnell an Zweiter Stelle des Feldes wieder. Mit einem grandiosen Endspurt konnte er sich auf der Zielgeraden sogar noch den Sieg im B-Lauf sichern und war im Ziel überglücklich: „9:35,94min – das ist eine Hammerzeit, mit der ich nach den letzten Wochen nicht so wirklich gerechnet habe. Eigentlich liegt mir die Mittelstrecke ja nicht so sehr, aber heute konnte ich einen langen harten Spurt laufen, es hat richtig Spaß gemacht und zeigt mir, dass die Form hervorragend ist – beste Voraussetzungen für die 5km nächste Woche in Herdecke, wo ich gerne wieder gewinnen würde.“

Gala Pfungstadt
Der Start über 300m mit Clemens (2.v.r)

Somit zeigte sich, dass Pfungstadt immer eine Reise wert ist: 4 Starts – 4 Bestzeiten, was will man mehr?

Bilder gibt es unter https://flic.kr/s/aHskWnU7Us

 

 

Volkstriathlon Waiblingen

Am 28. Mai konnte Alexander Stöhr einen Verwandtenbesuch in Stuttgart mit dem Volkstriathlon in Waiblingen verbinden, seinem ersten in dieser noch jungen Saison. Zu absolvieren war eine Distanz über 500m Schwimmen, 20km Radfahren und 5,4km Laufen. Gestartet wurde – für einen Triathlon unüblich – im Einzelstart, wobei Alexander über drei Stunden auf seinen eigenen Start warten musste. Außerdem zeichnete sich bei über 32 Grad eine echte Hitzeschlacht ab.
Alex Waiblingen
Beim Schwimmen im Freibad wurde Alexander mehrfach von langsamen Brustschwimmern behindert, konnte aber seine Standardzeit von 10:33 abrufen. Die 10-Minuten-Marke soll aber endlich mal geknackt werden. Beim Radfahren – seiner schwächsten Disziplin – zeigte er sich auf der mit zahlreichen Steigungen gespickten Strecke mit 40:10 verbessert, aber immer noch unterdurchschnittlich. Hier wären im Training längere Radeinheiten erforderlich. Beim Laufen, seiner stärksten Disziplin, machte sich leider die Hitze stark bemerkbar. Während es auf der Radstrecke noch kühlenden Fahrtwind und eine Getränkeflasche gab, musste nun überwiegend durch die pralle Sonne gelaufen werden. So konnte Alexander in der ersten Hälfe nur sehr schleppend laufen und sich erst in der zweiten Hälfte steigern, was eine Laufzeit von 25:22 bedeutete. Mit der Gesamtzeit von 1:21:41 belegte er sowohl in der Gesamtwertung als auch in der AK einen soliden Mittelfeldplatz. Sein Fazit war insgesamt sehr positiv: “Triathlon ist eine tolle Abwechslung zum reinen Laufen und für Ausdauerfreaks eine echte Empfehlung. Als Läufer kann man nachher das Feld von hinten aufrollen, wenn einem die anderen Disziplinen nicht so liegen.”
Alex Waiblingen Bevor er sich im Juli im Edersee auf seine erste Olympische Distanz wagt, steht aber erst mal mit dem Messeturmlauf eine gänzlich andere Herausforderung an.

Laufnacht Karlsruhe

Ein Satz mit X, das war wohl nix!! So oder so ähnlich könnte man den „Trip“ der VfLer Arnfried vom Hofe, Julia Altrup und Lena Ritzel zur Laufnacht nach Karlsruhe beschreiben. Letzten Freitag machten sich die Drei auf den Weg nach Karlsruhe um bei der Laufnacht über 1500m zu starten. Alle hatten das Ziel Bestzeit vor Augen, doch schon durch die Anreise wurden diese Ambitionen bei Arnfried zunichte gemacht: Ein Stau nach dem anderen und kaum ein Durchkommen verlängerten die Anreise erheblich. So konnte Arnfried bedauerlicherweise um 18:30 Uhr nicht wie geplant an der Startlinie stehen. Dass es auch mit Julias und Lenas Lauf um 19:15 Uhr noch knapp werden könnte war zwischenzeitlich abzusehen. Doch die Drei hatten Glück und schafften es noch pünktlich. So hieß es nach der knapp zwei Stunden längeren Anreise direkt aus dem Auto und einlaufen, schnell die Startunterlagen holen und dann war es auch schon 19:15 Uhr und Lena und Juli standen an der Startlinie zum 1500m Lauf. Nach einem etwas verkorksten Start mussten beide schnell feststellen, dass es mit Bestzeit wohl nichts werden würde an diesem Tag. Trotz eines hervorragend organisierten Events mit super Stimmung und leistungsstarken Feldern kamen Beide nicht annähernd an ihre Bestzeiten heran. Lena, die einfach nicht ins Rennen fand und im großen Teilnehmerfeld einfach keine gute Position fand,  finishte den Lauf nach 4:49min. Für Juli, die durch vorangegangene Erkältung und Lernstress  geschwächt ins Rennen ging,  lief es ebenfalls nicht besser und die Uhr stoppte bei 4:52min. Somit blieben beide über ihren Bestzeiten und konnten ihr wirkliches Leistungspotenzial nicht abrufen. Letztendlich nahmen aber alle den misslungen Wettkampf mit Humor und hakten den Tag ab.

7. Volkslauf Ruppertsburg

Die Volkslaufsaison ist im Mai auf dem Höhepunkt: Nach der eigenen Veranstaltung am vergangenen Wochenende ging es für die Möller-Brüder dieses Wochenende in den Vogelsberg um selber wieder die Laufschuhe zu schnüren. Der Volkslauf in Ruppertsburg war dabei für beide Athleten eine Zwischenstation zu weiteren Zielen: Für Jakob ein Vorbereitungslauf für den anstehenden Halbmarathon in Duisburg, für Clemens ein „Überdistanzlauf“ für die 3000m, die nächstes Wochenende anstehen und die 5km in Herdecke in zwei Wochen.

Volkslauf Ruppertsburg

Um 9:30 waren die Temperaturen noch sehr angenehm, ein leichter Wind wehte und etwa 100 Läufer hatten sich am Start versammelt. Jakob und Clemens sortierten sich auf den ersten Kilometern der hügeligen Strecke durch Wald und Wiesen recht weit vorne ein: Clemens anfangs zusammen mit Georg Dewald, dem späteren Sieger, und Johannes Kohlhepp in der Spitzengruppe, Jakob dicht dahinter zusammen mit einem anderen Läufer. Für beide zeigte sich allerdings schnell, dass die anderen Gruppenmitglieder heute die besseren Beine hatten, sodass sie alleine Kilometer für Kilometer zu bewältigen hatten. Während Clemens mit immer schwereren Beinen zu kämpfen hatte, fühlte Jakob sich Meter für Meter besser, zumal er seinem Bruder, der nun direkt vor ihm lief, immer näherkam. Diese Motivation sorgte für ein etwas zu hohes Tempo, sodass er die Lücke einen Kilometer vor dem Schluss zwar geschlossen hatte, am letzten Anstieg allerdings nichts mehr zusetzen konnte und sich so (wie eigentlich immer) seinem Bruder geschlagen geben musste. Clemens wurde somit Fünfter und Zweiter der Hauptklasse, Jakob Sechster und Dritter der Hauptklasse. „Die Zeit ist angesichts der Strecke und der Tatsache, dass ich ohne auf die Uhr zu schauen gelaufen bin, super und es hat richtig Spaß gemacht hier heute zu laufen. Das Wetter ist super, die Strecke nett zu laufen, die Stimmung sehr angenehm und familiär, genau das Richtige an einem Feiertag!“, zeigte Jakob sich danach in bester Stimmung.

Bahneröffnung Wetzlar und Frühjahrslauf Göttingen

Am 13.5 ging es für die VfLerin Lena Ritzel zur Nationalen Bahneröffnung in Wetzlar, um erneut über die 800m an den Start zu gehen. Wie auch in Pfungstadt vor knapp zwei Wochen war die Zielstellung: Bestzeit laufen!!

23° und Windstille sowie starke Teilnehmerfelder boten dafür optimale Bedingungen.  Pünktlich um 15:55h ertönte dann auch der Startschuss. Mutig angelaufen, konnte Lena ihr Tempo auf den letzten 400m fast beibehalten und lief am Ende als Dritte insgesamt und Erste der U20 in deutlicher Bestzeit von 2:21,55min über die Ziellinie. Somit verbesserte sie ihre alte Bestzeit von 2:24,92min um etwas mehr als 3 Sekunden. Lena selbst sagte nach dem Rennen: „Ich bin unglaublich glücklich und freue mich mega über diese Zeit!!! Für mich war es, glaube ich, der beste 800er, den ich je gerannt bin und ein riesen Schritt nach vorn. Niemals hätte ich gedacht, dass ich es mal schaffe so eine Zeit über 800m zu laufen. Das habe ich größtenteils meinem Trainer Arni zu verdanken!!“. Somit konnte Lena das Stadion zufrieden verlassen und blickt nun zuversichtlich auf die kommenden Freitag anstehenden 1500m in Karlsruhe.

Einen Tag später starteten Arnfried vom Hofe und Clemens Möller beim Frühjahrs-Volkslauf in Göttingen. Der eigentliche Plan sah vor, dass Arne eine Zeit um die 34:30min läuft und Clemens unter 35:30min. Jedoch stellte sich schon bei der Streckenbesichtigung heraus, dass das nichts werden würde: Es war einfach zu warm und schwül.

So gingen die Beiden den Lauf als schnellen Trainingslauf an; Arne lief die ersten Kilometer in der Führungsgruppe mit, wurde jedoch schnell langsamer und fiel etwas zurück. Trotzdem kämpfte er sich weiter durch die Sonne und wurde so Dritter in 37:24min. Clemens- etwas dahinter- war schon bei Kilometer 2 verwirrt von fehlerhaft aufgestellten Kilometerschildern, konnte sich aber mit zwei anderen Läufern zusammentun, um das Rennen rein nach Gefühl zu bestreiten. Die Gruppe zerfiel dann mit der Zeit und als bei Kilometer 8 etwa die komplette Breite des Weges von den Fünfkilometerläufern eingenommen wurde, war das Tempo ganz dahin und es ging in Schlangenlinien oder neben dem Weg im Gras langsam dem Ziel entgegen. Das erreichte Clemens als sechster von insgesamt 711 Finishern nach 38:26min. So erfüllte der Lauf nicht so ganz, was sich die beiden erhofft hatten, unter den veränderten Vorzeichen hatten sie dann trotzdem Spaß beim Laufen.

Für Arne geht es Freitag ebenfalls bei der Laufnacht in Karlsruhe über die 1500m am Start. Clemens plant in den kommenden Wochen noch einige Volksläufe über 5km und 10km.

Gutenberg-(Halb-)Marathon Mainz

Anfang Mai findet der einzige Marathon in Deutschland durch gleich zwei  Landeshauptstädte statt: der Gutenberg-Marathon durch Mainz (und Wiesbaden). Auf der halben Distanz war dieses Jahr Tobias Roth am Start.

Nach einigen sehr guten Wettkämpfen und hervorragendem Training war die Bestzeit gar keine Frage, es sollte sogar noch deutlich unter 1:30h gehen (PB: 1:37:47h). So waren die Vorzeichen optimal und es konnte am frühen Sonntagmorgen losgehen. Vom ersten Meter an herrschte entlang der Strecke trotz Regenwetters eine super Stimmung, von der Tobi durch die Stadt getragen wurde: “Heute lief es für mich vom ersten Kilometer an super. Ich hatte gute Beine und die schöne Strecke mit den vielen Zuschauern haben zusätzlich dafür gesorgt, dass ich einfach Spaß beim Laufen hatte. Da kam der Rest quasi von alleine.” Der “Rest” war dann eine Verbesserung der Bestzeit um sagenhafte 11:46min auf 1:26:01h. Diese Leistungssteigerung ist wohl vor allem der Trainingsplanung von Trainer Arne zu verdanken, ohne den Tobi nie in diese Leistungsbereiche vorgedrungen wäre. Dafür ein großes Dankeschön!

In den kommenden Monaten stehen für Tobi dann noch einige kleinere Rennen an, bevor als nächste große Herausforderung der volle Marathon in Kassel Anfang Oktober auf dem Plan steht.

Kreis-Wurfmeisterschaften

Am 03.05.2017 fuhren Felix Vollendorf, Ahmad Al Askar und Marko Seeg zusammen mit Wurftrainer Lukas Baum nach Stadtallendorf zu den diesjährigen Kreiswurfmeisterschaften. Felix und Marko traten zunächst im Diskuswurf der Männer an und fanden trotz kühler Witterung nach und nach ganz gut in den Wettkampf. So konnte Marko mit 27,10m knapp vor Felix mit 26,01m den Kreismeistertitel für sich entscheiden.

Beim anschließenden Speerwurf, an dem neben Felix und Marko auch unser Speerwurfspezialist Ahmad teilnahm, konnten dank des guten Coachings von Lukas die Plätze 1, 3 und 4 erzielt werden. Ahmad, der mit 46,05m das Feld deutlich dominierte, zeigte sich dennoch nicht ganz zufrieden, da er nach geworfenen 48m im Training heute im Wettkampf eigentlich die 50-Meter-Marke angreifen wollte. Aufgrund von Ellenbogen-Problemen brach Ahmad den Wettkampf nach vier Versuchen sicherheitshalber ab.

Marko übertraf zwar das gesteckte Minimalziel von 32m mit 34,48m, war am Ende doch nicht ganz zufrieden, weil er den gesuchten Wurf, der seinem Potential entspricht, einfach nicht fand. Ganz anders Felix, dessen Technik zwar auch ausbaufähig ist, der aber ganz unbekümmert mit seiner unbändigen Kraft den Speer auf eine neue persönliche Bestweite von 36,95m schleuderte und sich damit Platz 3 sicherte.

1. Abendsportfest Pfungstadt

Am 3.5 fand das 1. Abendsportfest in Pfungstadt statt. Jährlich locken bis zu fünf Sportfeste mit idealen Bedingungen zahlreiche Athleten in die südhessische Stadt, auch die VfLer Arnfried vom Hofe, Julia Altrup und Lena Ritzel nahmen den Weg auf sich. Julia und Lena traten über die 800m an, Coach Arnfried dagegen begab sich auf „Langstrecke“, die 5000m.

Als Erstes an der Reihe war Julia bzw. Juli im zweiten Zeitlauf über die 800m. Die Vorbereitungen auf den Wettkampf liefen leider aufgrund eines Infektes alles andere als rund. Dementsprechend waren die Erwartungen nicht allzu    hoch. Doch Juli bewies wie schon in der Halle, als sie Zweite der Deutschen Hochschulmeisterschaften über 800m wurde, ihr Potenzial auf der Mittelstrecke. Nach schnellen ersten 400m lief sie nach starken 2:17,54min durch das Ziel. Somit verpasste Juli die Norm für die Deutsche U23 Meisterschaft nur um knapp eine Sekunde, welche sie bei besserer Vorbereitung sicher unterbieten dürfte. Diese Saison kann man also gespannt sein, wozu Juli über die Mittelstrecken noch fähig sein wird.

Im dritten Zeitlauf begab sich Lena auf die eher ungeliebten 800m. Vormittags noch das Mathe-Abitur absolviert, stand sie am Abend schon wieder am Start. Nach zahlreichen längeren Wettkämpfen stellte der Wettkampf den ersten Start für sie über eine Mittelstrecke seit Längerem dar. Mit Bestzeit aus dem Herbst letzten Jahres im Blick absolvierte sie die erste Runde ziemlich schnell und konnte das Tempo hinten raus nicht ganz halten, sodass sie am Ende den Lauf nach 2:25,39min beendete. Für den Anfang in Ordnung, doch in den kommenden Wochen und Monaten sicherlich noch verbesserungswürdig.

 
 
 

Später am Abend wurden dann die Rollen getauscht. Der Coach wurde zum Athlet, die Athleten zum Coach. Nachdem Arnfried zuvor noch mit Uhr und Zwischenzeiten ausgerüstet auf der Bahn stand, gab er diese nun an seine Athleten weiter und begab sich an die Startlinie über 5000m. Mit klarem Fahrplan im Kopf begann er zunächst vorsichtig. Wie ein Uhrwerk spulte er dann Runde um Runde in einem konstanten Tempo, welches auf eine Zielzeit unter 16:30min hindeutete, ab. Am Ende konnte er sogar noch einmal leicht zulegen und beendete das Rennen nach zufriedenstellenden 16:24.58min. Somit deutete er seine aufsteigende Form an und dass er im Verlaufe der Saison seine Bestzeiten sicher wieder angreifen und verbessern kann.

Nach diesem ersten Sportfest der Saison geht es für Julia und Lena zunächst auf den Mittelstrecken weiter während sich Arnfried beim Frühjahrslauf am 14.Mai in Göttingen auf die 10km begibt.

Drei Wettkämpfe am letzten April-Wochenende

Bergläufe für Jakob und Clemens Möller sowie Alexander Stöhr in den hessischen Mittelgebirgen und ein Stadtlauf in der Heimat für Julia Altrup standen am verlängerten Wochenede auf dem Plan.

Für die Möller-Brüder stand an Clemens‘ Geburtstag mal was Anderes als die üblichen Bahn- und Straßenläufe auf dem Programm: der Sturm auf den Vulkan. Dabei gilt es von Schotten aus den Hoherodskopf zu bezwingen – etwa 12km Strecke mit gut 500 Höhenmetern liegen dazwischen.

Für beide lief der Wettkampf in der Kategorie „Spaß haben und sehen, was passiert“, sodass sie keine konkreten Ziele hatten. Die Strecke war beiden zu großen Teilen bekannt – vor zwei Jahren waren sie hier schon einmal am Start. Vom Start weg liefen beide vorne im großen Feld mit und platzierten sich unter den ersten 15 Athleten. Clemens, der sich auf bergigen Strecken schon immer recht wohl fühlt, konnte vor allem auf den besonders steilen Stücken nach etwa der Hälfte der Strecke seine Stärke ausspielen. Hier ging es für einige hundert Meter so steil bergauf, dass die etwas früher gestarteten Mountainbiker fast ausnahmslos schieben mussten. Im oberen, deutlich flacheren Teil konnte er dann nochmal beschleunigen, sodass er das Ziel als 10. im Gesamteinlauf nach 54:29min erreichte. Etwa drei Minuten dahinter platzierte Jakob sich als 13. im Gesamteinlauf nach 57:58min. Lange war er zusammen mit der ersten Frau, Lena Becker, gelaufen, konnte sich aber etwa 1,5km vor dem Ziel absetzen. „Es war sehr hart heute, das steile Stück hat mich ziemlich gekillt, danach waren die Oberschenkel wie Blei… dennoch hat es Spaß gemacht und ich bin völlig zufrieden mit meinem Lauf“, zog er Bilanz. Auch sein Bruder zeigte sich zufrieden: „Berglauf ist immer hart, aber durch die langen nicht so steilen Stücke lässt sich hier gut laufen und die Strecke ist landschaftlich extrem reizvoll, das lässt einen die brennenden Muskeln wenigstens manchmal vergessen.“

Nur einen Tag später war Alexander Stöhr beim Feldberglauf am Start. Obwohl er von einer starken Erkältung noch nicht ganz erholt war, wollte er nicht auf seinen Lieblingslauf verzichten.
Mit 9.700m und 585 hm ist der Lauf auch in fittem Zustand eine echte Herausforderung. Dieses Mal war es für Alexander besonders hart, da sich seine Schwächung schon früh bemerkbar machte und die Strecke gefühlt deutlich steiler war als im letzten Jahr. Als er schon auf den ersten Kilomentern gegen den Berg kämpfen musste, schaltete er seine Uhr ab und korrigierte sein Ziel auf “ankommen”. Dies schaffte er dann auch knapp unter einer Stunde, fast fünf Minuten langsamer als im letzten Jahr. Aber auch ohne neue Bestzeit war der Lauf wieder ein Erlebnis und Alexander freut sich schon jetzt auf die nächste Auflage des Feldberglaufs.

Für Julia Altrup ging es nach längerer Erkältung in der Heimat Neheim beim City-Lauf weniger um die Zeit. Stattdessen galt es den Lauf, den sie bereits seit etlichen Jahren jedes Jahr bestreiten konnte, mit möglichst geringem Aufwand zu gewinnen.
So ließ sie es verhältnismäßig ruhig angehen, genoss die Volksfest-Stimmung entlang der Strecke, und konnte sicher als erste Frau über die Ziellinie laufen. Die Zeit von 40:30min “ist jetzt natürlich nicht so Bombe, aber beim Citylauf geht es auch einfach nicht um die Zeit. Es hat heute einfach Spaß gemacht zu laufen.” Der Sieg bescherte ihr dann auch weitere wichtige Punkte in der Cupwertung für den Sauerland Laufcup. Eine schöne Zugabe war der zweite Platz in der Mannschaft, den sie zusammen mit ihrem Vater und ihrem Freund Max erlaufen konnte.

In den kommenden Wochen geht es für Julia dann wieder auf die Bahn, um dort die Bestzeiten zu verbessern und bei den überregionalen Meisterschaften optimale Leitungen abrufen zu können.