Jedermannzahnkampf Bad Nauheim – Tag 2

JZK 2016 Hürden
Marko, Jakob und Clemens (v.l.) beim Hürdenlauf

Der nächste Tag begann mit dem Hürdenlauf über 110m. Als die drei Athleten noch beim Aufwärmen waren, kam plötzlich die Durchsage, dass die Starter des VfL Marburg jetzt an den Start kommen müssen. Somit mussten sie halb aufgewärmt die Hürden überlaufen. Jakob kam damit überhaupt nicht zurecht, konnte seine Technik trotz guten Trainings nicht umsetzen und lief sogar langsamer als vor zwei Jahren. Clemens und Marko machten es besser und zeigten sich im Ziel mit ihren Leistungen zufrieden.

JZK 2016 Felix
Felix beim Kugelstoßen

Beim Kugelstoßen gab es ein familieninternes Duell zwischen Vater und Sohn: Noch nie zuvor konnte Felix im Wettkampf weiter stoßen als sein Vater, aber heute sollte es zum ersten Mal soweit sein. Marko konnte seine eigentlich sonst so starke Technik nicht in Weite umsetzen: Der sonst so sichere 10m-Stoßer kam lediglich auf nicht zufrieden stellende 9,21m. Felix hingegen zeigte, dass er im Sportstudium weiter an seiner Technik gefeilt hat und wuchtete die Kugel auf 10,44m. Moritz war, auch wenn er abermals viele Punkte auf Felix verlor, mit seiner Weite von 8,44m sehr zufrieden.

Im Weitsprung gab es dann einen an Spannung kaum zu überbietenden Wettkampf von Felix: Beim ersten Versuch passte der Anlauf nicht, sodass der Versuch ungültig war. In diesem Moment kamen Erinnerungen an den Zehnkampf vor zwei Jahren auf, bei dem Felix erst im letzten Versuch eine gültige, aber

JZK 2016 Felix
Felix beim Weitsprung

keineswegs zufriedenstellende Weite erzielen konnte. Diesem Schicksal konnte er entgehen: Der zweite Versuch passt vom Anlauf, aber die Weite war trotzdem zu wenig, um den Vorsprung gegenüber Moritz und Clemens zu halten, da Moritz mit 5,33m ohne Training einen hervorragenden Sprung zeigte. Im letzten Versuch zeigte Felix dann, was wahre Nervenstärke ist und sprang 5,44m. Marko sprang 5,10m, angesichts seiner Verletzung und der Unsicherheit, ob er überhaupt schmerzfrei springen konnte, eigentlich eine gute Weite. Hier kam dann aber doch der Ehrgeiz durch, sodass Marko nicht wirklich zufrieden in die vorletzte Disziplin ging.

 

JZK 2016 Clemens
Clemens beim Hochsprung

Vor dem Hochsprung war dann klar, dass hier wohl die Entscheidung zwischen den beiden Paaren fallen würde: Clemens, der eigentlich deutlich stärker einzuschätzende Springer, müsste Felix wenigstens 5cm abnehmen, um dann den Sieg über die 1500m abzusichern. Bis 1,50m sprang Felix die Höhen zur Belustigung der Zuschauer im Schersprung. Der Grund dafür zeigte sich dann bei 1,55m: die ersten beiden Versuche im Flop gingen völlig daneben, sodass es der entscheidende dritte Versuch sein musste. Hier zeigte er dann plötzlich richtigen Hochsprung und überquerte die Latte ohne jede Berührung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Clemens jede Höhe im ersten Versuch überquert. Bei 1,60m gab es dann wieder das gleiche Spiel: Erst zwei schlechte Versuche von Felix, im dritten dann sauber drüber. Clemens machte es ebenso, sodass dann 1,65m aufgelegt wurden, was für beide neue Bestleistung wäre. Clemens, der bei solchen Höhen immer beginnt, zu zweifeln und gerne mal gar nicht abspringt oder die Versuche abbricht, hatte diesmal nicht mit solchen Problemen zu kämpfen, scheiterte aber trotzdem dreimal an dieser Höhe. Auch Felix konnte nicht mehr zulegen, war aber dennoch, wie auch Clemens hochzufrieden. Zu diesem Zeitpunkt sah es also ganz klar nach einem deutlichen Sieg für Felix und Jakob aus.

JZK 2016 Jakob
Jakob beim 1500m-Lauf

Über 1500m galt es dann nochmal die letzten Reserven aus den müden Beinen herauszuholen. Vom Start weg machte Clemens seine Ambitionen deutlich, lief ein einsames Rennen und benötigte 4:40min, was unter allen etwa 150 Teilnehmern die zweitbeste Leistung bedeutete. Ganz zufrieden war er damit nicht, konnte er doch vor einige Wochen unter 4:30min laufen. Jakob lief stets auf Platz zwei, konnte eine starke Schlussrunde laufen und eine neue Bestzeit von 4:46min aufstellen. Marko, der eigentlich deutlich unter 6min laufen wollte, musste einsehen, dass neun Disziplinen vorweg ihren Tribut forderten und benötigte am Ende 6:06min.

Am Ende konnte Marko mit 4849 Punkten einen starken zweiten Platz in der Riege belegen. Jakob und Felix nahmen ihren Kontrahenten Clemens und Felix (4275) gut 100 Punkte ab und kamen am Ende der zwei Tage auf 4381 Punkte.

JZK 2016 Gruppe
Alle VfL-Starter: (v.l.) Moritz, Clemens, Felix, Jakob, Marko
Ergebnisse

Marko Seeg: (110mH) 18,57s | (Kugel) 9,21m | (Weit) 5,10m | (Hoch) 1,45m | (1.500m, JM) 6:04,42min
Felix Vollendorf & Jakob Möller: (110mH, JM) 18,49s | (Kugel, FV) 10,44m | (Weit, FV) 5,44m | (Hoch, FV) 1,60m | (1.500m, JM) 4:46,16min
Moritz Ernst & Clemens Möller: (110mH, CM) 17,96s | (Kugel, ME) 8,88m | (Weit, ME) 5,33m | (Hoch, CM) 1,60m | (1.500m, CM) 4:40,15min