Neues Jahr, neues Glück – und jetzt auch für unsere älteren Jugendlichen und Erwachsenen der Einstieg in die Hallensaison. Wie auch in den letzten Jahren fiel unsere Wahl auf das hervorragend besetzte und organisierte Sportfest in der Halle in Frankfurt-Kalbach.
Über 60m war ein Quartett am Start: Lilith Rohde in der U18 sowie bei den Aktiven Insa Otto, Maria Kautz und Robin Velte. Für Lilith lief es nach einer kleinen Erkältung in den letzten Wochen noch nicht ganz optimal. Vor allem auf den ersten Metern ließ sie wertvolle Zehntel liegen und ist mit 8,80sec am Ende nicht ganz zufrieden. Bei Maria und Insa war es der erste Wettkampf nach längerer Pause, sodass es vor allem darum ging, wieder Routine aufzubauen und Wettkampfluft zu schnuppern. Beiden gelang das mit 8,76sec (Maria) und 8,80sec (Insa) gut. Robin darf zum Einstieg mit 7,57sec zufrieden sein – im Laufe der nächsten Wochen soll die Bestzeit von 7,49sec aber noch fallen.
Auf der Hallenrunde war dann wiederum ein Quartett am Start: Statt Maria wollte hier Lucy Gesell zeigen, dass sich das Training der letzten Monate bereits bezahlt macht. Als Erste war hier wieder Lilith am Start, der vor dem ersten Start über die 200m die Nervosität deutlich anzumerken war. Nach 31,21sec war sie im Ziel in erster Linie zufrieden, es überhaupt geschafft zu haben – sicherlich wird es nicht Liliths letzter Start über die 200m gewesen sein. Insa haderte etwas mit ihrem Lauf; die Zeit von 30,13sec ist nicht das, was sie sich vorgenommen hatte. Anders bei Lucy: 28,36sec sind nur minimal langsamer als ihre Leistung aus dem letzten Sommer. Zuletzt war Robin bei den Männern auf der Hallenrunde unterwegs: Mit 24,46sec ist auch er nicht so richtig zufrieden.

Am späten Nachmittag waren dann noch die Mittelstreckler über 800m am Start: Jan Scholz, der auf seiner Hauptstrecke zeigen wollte, dass sich die letzten intensiven Trainingswochen gelohnt haben, und Laurenz Steiß, der die 800m als Einstieg für die längeren Strecken in den nächsten Wochen nutzen wollte. Bei Laurenz lief es erwartungsgemäß gut: 2:04,83min sind eine klare Steigerung gegenüber dem letzten Jahr und machen Hoffnung auf schnelle Zeiten auf den längeren Strecken. Bei Jan hingegen lief es alles andere als rund: Bis zur 500m-Marke sah das Rennen noch gut aus, danach fehlte jedoch noch die Frische, um das Tempo auch im letzten Renndrittel zu halten. Am Ende sind 2:03,79min nicht das, was Athlet und Trainer sich erhofft hatten. Aber: Kommende Woche in Dortmund gibt es schon die nächste Chance zu zeigen, dass Jan mehr kann.
Im Weitsprung waren Maria und Lucy am Start. Den Winter über waren die beiden regelmäßig bei Volker im Sprungtraining, sodass dort in diesem Jahr einiges zu erwarten ist. In Frankfurt verhinderten vor allem Probleme im Anlauf richtig gute Weiten: Lucy traf in ihren drei Sprüngen nicht ein einziges Mal das Brett, 4,87m sind dafür ein gutes Ergebnis. Bei Maria stehen am Ende zwei ungültige Versuche und ein Sprung auf 4,30m zu Buche – auch hier gilt: Für den Einstieg geht das in Ordnung, die Hoffnung ist aber groß, dass im Laufe der nächsten Monate noch einige Zentimeter dazukommen.
Der Wintercup verlief dieses Mal also eher durchwachsen für uns: wenige richtig starke Ergebnisse, einige Fragezeichen hinsichtlich der individuellen Form und damit umso mehr Spannung mit Blick auf die anstehenden Wettkämpfe in den nächsten Wochen. (Text: Jakob, Bilder: Clemens)