Emil-von-Behring-Gedächtnislauf 2019

Ende Mai fand traditionell wieder der Emil-von-Behring-Lauf in Marburg statt. Zum zwölften Mal ging es vom Unistadion aus über die Lahnwiesen bis zur Südspange und von dort auf der anderen Seite zurück ins Ziel.

Das Rennen von Anfang an dominierend konnte sich Lorenz Rau, der beim VfL trainierend für die LG Fulda startet, schon auf dem ersten Kilometer von der Konkurrenz absetzen und gewann die 6km in 19:20min. Etwas dahinter waren die Möllerbrüder – nach einer Leistungsdiagnostik am selben Tag wurden die Beine schon nach den ersten Kilometern schwer und die zweite Hälfte deutlich langsamer. So kamen sie als 5. in 21:26min (Clemens) und 9. in 22:47min ins Ziel. Auch dabei ihr Vater Thomas, bei dem sich die Form langsam wieder bessert und der nach 38:33min ins Ziel kam.

Auf den Strecken, die man durchs Training in- und auswendig kennt, einen Wettkampf zu laufen, macht immer Spaß. So werden wir bestimmt auch nächstes Jahr wieder dabei sein.

Paderborner Osterlauf 2019

Karsamstag = Osterlauf. Diese Gleichung gilt für viele Läufer. Wie jedes Jahr waren wieder VfLer beim Osterlauf in Paderborn am Start. Über die 10km-Strecke befanden sich Julia Altrup und Clemens Möller im 4595 Läufer starken Starterfeld.

Julia hatte mit wenig Training im Vorfeld eine Zeit zwischen 37 und 39 Minuten angepeilt. Sie schaffte es, sich beim Start nicht komplett mitreißen zu lassen und konnte konstant ihr Tempo laufen. Bei Kilometer 8 wurde es dann nochmal hart, aber trotzdem war die zweite Hälfte dast genauso schnell wie die erste, was eine Endzeit von 38:47 Minuten bedeutete.

Clemens hatte sich dank guten Tranings hohe Ziele gesteckt und wollte die 34 Minuten angreifen. So ging er das Rennen schnell an, vielleicht etwas zu schnell. Schon bei Kilometer fünf, bei einem Anstieg auf eine Brücke, merkte er, dass die Beine nicht mehr so richtig laufen wollten. Die zweite Hälfte kämpfte er sich dann noch irgendwie durch, musste aber den warmen Temperaturen Tribut zollen und kam erst nach 35:21 Minuten ins Ziel.

Ergebnisse gibt es bei mikatiming, Bilder wie immer bei Flickr

Straßenlauf Frankenberg 2019

Nach bestem Frühlingswetter und perfekten Bedingungen für die eine oder andere neue Bestzeit in Frankenberg sah es am Sonntagmorgen in Marburg aus. Vor Ort wurde der Optimismus dann aber schnell etwas getrübt: Böiger Wind ist nicht unbedingt das, was wir uns für den Kurs durchs Industriegebiet mit vielen langen Geraden erhofft hatten.

Im Ziel dann ein neues Bild: Marc konnte die beiden U14er Laurenz und Jan hinter sich lassen und Laurenz sich etwas von Jan absetzen, sodass die drei im Gesamteinlauf auf den Plätzen vier, fünf und sechs das Ziel erreichten. Felina zeigte wieder einmal, dass sie kämpfen kann und konnte auf der zweiten Runde noch einige Plätze gutmachen.

Marc vor Laurenz und Jan

Als erstes stellten sich sie Schülerinnen und Schüler der Herausforderung. Für Laurenz, Jan, Felina und Marc ging es auf zwei Runden zu je 1km. Jan und Laurenz, beide bereits mit viel Lauf-Erfahrung – machten gemeinsame Sache: Nach einer Runde lagen sie direkt hintereinander und konnten sich auf diese Weise gegenseitig zu Höchstleistungen antreiben. Knapp dahinter Marc: zwar zwei Jahre älter als die beiden, aber bisher ohne große Lauf-Wettkampf-Erfahrung. Nochmal ein Stück dahinter dann Felina, deren liebste Disziplin das Laufen sicherlich nicht ist, die aber in den letzten Monaten auch in diesem Bereich eine starke Entwicklung gezeigt hat.

Als nächstes war dann Paula über 5km am Start. Nachdem sie letzten Jahr in Marburg noch viel zu schnell losgelaufen war, war das Ziel dieses Mal mit einer clevereren Renneinteilung die 20min-Marke zu unterbieten. Nach den ersten drei Kilometern in 11:50min sah es auch ganz danach aus, dass ihr das endlich gelingen sollte. Auf der letzten 2km-Schleife musste sie sich dann allein gegen müde Beine und den Wind behaupten. Auf der Zielgerade wurde es dann richtig spannend: Eine Sekunde nach der anderen sprang die Uhr weiter und Paula gab im Endspurt alles – am Ende wurde es eine echte Punktlandung: 19:57min. Natürlich hochzufrieden kann Paula jetzt selbstbewusst zu dem Hessischen Meisterschaften kommendes Wochenende nach Hünfeld fahren.

Im letzten Lauf des Tages über 10 Kilometer gingen dann gleich vier VfLer am Start: Lena, Marius, Tobi und Clemens hatten alle ein Auge auf ihre Bestzeit geworfen. Bei Clemens passierte direkt zu Beginn genau das, was er eigentlich hatte verhindern wollen: Allein zwischen zwei Gruppen laufend konnte er sich nicht im Windschatten verstecken. Marius und Tobi hatten es da deutlich besser: Anfangs in einer großen Gruppe fielen zwar die Begleiter Stück für Stück zurück, aber immerhin konnten sie sich gegenseitig unterstützen.

Tobi und Marius machen gemeinsame Sache

Lena dahinter lief auch die ersten Kilometer in einer Gruppe mit, fand sich dann aber auch allein laufend wieder. An diesem Bild änderte sich bis km7 nicht: Clemens einsam zwischen zwei Gruppen, Marius und Tobi als Duo und Lena in wechselnder Begleitung. Als es dann in die entscheidende Phase ging zeigte sich auch eine deutliche Tendenz, was die Zeiten anging: Clemens recht deutlich auf Kurs Bestzeit, ebenso Marius und Tobi. Bei Lena lief es hingegen nicht so richtig rund, ihr Ziel jetzt also nur noch der Streckenrekord von rund 37:40min. Da sie für die finale Phase dann nochmal Unterstützung in Form zurückgefallener Läufer bekam, war dieses Ziel dann auch zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Ihre Zeit von rund 37:30min ist zwar nichts, womit sie zufrieden wäre – angesichts der Umstände (Wind und Lernstress) ist die Zeit aber dennoch als gut einzuschätzen. Marius und Tobi erreichten als Duo die Zielgerade. Wie schon bei Paula wurde es hier nochmal richtig spannend: Dass Marius am Ende die etwas besseren Beine hatte, zeichnete sich zwar recht schnell ab – dass aber auch die 35min-Marke noch fallen könnte, war bis zum letzten Meter offen. Am Ende trennten die beiden zwar nur wenige Sekunden, aber doch eine kleine Welt: Marius knapp unter 35min, Tobi knapp drüber. Der nahm es aber locker, freute sich über seine neue Bestzeit und kündigte an, dass in den nächsten Wochen dann die 80min-Marke im Halbmarathon angegriffen wird. Clemens, der rund um km7 dann auch endlich Begleitung gefunden hatte, nutzte diesen Vorteil direkt, um nochmal anzuziehen und benötigte für die fünf Runden 34:30min. Zwar eine neue Bestzeit, aber er wäre kein echter Läufer, wenn er nicht schon neue Ziele im Auge hätte: „In Paderborn geht es dann in Richtung 34:00min denke ich. Das hier war schonmal richtig gut, mit einer Gruppe und etwas weniger Wind ist da aber noch was drin.“

Fazit am Ende: Auch bei nicht perfekten Bedingungen können unsere Läufer Bestzeiten liefern. Frankenberg war ein schnelles Pflaster, jetzt hoffen wir, dass Paderborn und Mainz noch ein bisschen mehr hergeben und wir wieder viele Bestzeiten vermelden können!

Bilder gibt es bei Flickr

Clemens, Tobi, Marius, Paula und Lena

DM Cross 2019

Nach einem Jahr ohne Marburger Beteiligung fuhren dieses Jahr wieder drei VfLer zu den Deutschen Crosslaufmeisterschaften nach Ingolstadt. Die Zielsetzungen wiesen dabei deutliche Unterschiede auf: Jakob, der vor drei Jahren in Herten vorletzter wurde, wollte sich verbessern und mindestens zwei Läufer hinter sich lassen. Clemens, auch auf der Mittelstrecke am Start, wollte sich etwas weiter vorne einreihen und ein gleichmäßiges Rennen zeigen. Als dritte Starterin hatte Lena in ihrem ersten Jahr in der U23 grob die Top15 angepeilt, konnte die Konkurrenz aber schlecht einschätzen.

Zuerst waren die Jungs an der Reihe: In dem innerstädtischen Rundkurs durch den Hindenburgpark hatten sie vier Runden zu je einem Kilometer zu bewältigen. Nach der Startgerade ging es eine kurze extrem steile Rampe hoch, gleich danach in eine Kurve und wieder runter. Der nächste Abschnitt führte flach um einen Teich, bevor es wellig und kurvig über einen Spielplatz ging. Die letzten 400 Meter waren dann wieder flach, nur aufgelockert durch zwei kleine Hindernisse.

Nach dem gewohnt schnellen Start wurde es auch in dem kurvigen Abschnitt nicht ruhiger, dafür eng und ellenbogenreich. Nachdem sich dann das Feld etwas sortiert hatte fand sich Jakob ziemlich am Ende wieder, Clemens am Ende des Mittelfeldes. Auf den nächsten Runden wurde es für Jakob immer härter, die Beine wurden schwer und die vielen Hügel und Kurven taten ihr übriges. Ohne einen passenden Laufrhythmus zu finden, kämpfte Jakob sich bis zum Ziel durch, erreichte sein vorheriges Ziel, konnte aber trotzdem nicht so richtig zufrieden sein. Clemens erging es besser: Mit guten Beinen lief er gleichmäßig wobei er vor allem in den Hügelpassagen auf die Konkurrenten gutmachen konnte und so noch ein paar Läufer einsammelte. So blieb er trotzdem im hinteren Mittelfeld und finishte als 57.

Als letzte VfLerin war dann Lena im Frauen- und U23-Rennen am Start. Der Start war mit über 100 Starterinnen sehr eng, das Feld entzerrte sich jedoch schnell. Lena arbeitete sich nach und nach weiter nach vorne, merkte schnell, dass die Beine gut liefen. Auf der Strecke arbeitete sie sich kraftvoll die Hügel hoch und konnte auch in der Ebene weiter Gas geben, womit sie immer weiter Konkurrentinnen einsammelte. So erreichte sie schließlich den siebten Platz der U23, ihre bisher beste Platzierung bei einer deutschen Meisterschaft.

Mit diesem Erfolg ging es glücklich zurück nach Marburg. Die Veranstalter hatten es geschafft, dem Lauf einen Eventcharakter zu geben, auf der innerstädtischen, kompakten Strecke war gute Stimmung und es machte Spaß, die spannenden Läufe anzuschauen. So dürften mehr Cross- und auch andere Läufe sein.

Eine Auswahl an Bildern gibt es bei Flickr, Ergebnisse direkt beim DLV.

Deutsche Hochschulmeisterschaften Halle 2019

Eine halbe Woche nach den süddeutschen Meisterschaften fand in Frankfurt schon das nächste Highlight der Hallensaison statt: Die Deutschen Hochschulmeisterschaften. Für die Uni Marburg traten dabei vom VfL Julia Altrup über die 800m, Alexander Hirschhäuser über 3000m, sowie eine Männerstaffel an.

Julia, mit der schnellsten Meldezeit am Start, hängte sich zu Beginn des schnellen Rennens erstmal hinten an das Feld und lief so 2 Runden mit. Dann arbeitete sie sich langsam nach vorne und setzte sich eingangs der letzten Runde ab. Schnell hatte sie 5 Meter Vorsprung, den sie souverän ins Ziel brachte und damit ihren ersten Deutschen Hochschulmeistertitel verbuchen kann.

Bei Alex galt es, ein paar Runden mehr zu absolvieren. Er befand sich stetig in der Verfolgergruppe und machte dort viel Tempo. So konnte der zweitplatzierte ein paar Runden vor Schluss noch eingesammelt werden. Mit diesem lieferte sich Alex auf der letzten Runde ein hartes Duell um Platz drei, was er mit einem Hechtsprung ins Ziel mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung für sich entscheiden konnte.

Zum Schluss waren dann die olympischen Staffeln am Start: Dabei werden 800-200-200-400 Meter gelaufen, alles viel zu kurze Distanzen für die Marburger Starter, die eher auf der Langstrecke zuhause sind. Den Beginn machte Lorenz Rau, der gut mitlaufen konnte. Auf den nächsten beiden Teilstücken verloren Clemens Möller und „Marius Klein“ dann etwas den Anschluss. Das letzte Teilstück absolvierte dann Alex, den auf den Metern die Kräfte etwas verließen. Damit stand am Ende ein vierter Platz zu Buche.

Bilder gibt es bei Flickr, Ergebnisse beim adH