Vom VfL Marburg gingen zwei Athleten an den Start, die mit den Bezirks-Cross Meisterschaften Lahn-Dill ihre Crosssaison abschließen wollten.
Die Strecke führte sowohl um das Waldschwimmbad als auch den Sportplatz in Niederscheld, die mit jeweils zwei Wendepunkten für ordentlich Tempowechseln führt, was durch die teils strammen Unebenheiten verstärkt wurde.
Zunächst startete Lena Ritzel auf der Mittelstrecke (2200m) in einem sehr überschaubaren Teilnehmerinnenfeld auf der zwei Runden umfassenden Strecke. Sie wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte problemlos in 8:18min mit über einer Minute Vorsprung auf die Zweitplatzierte, die nach 9:20min das Ziel erreichte. Aufgrund der fehlenden Konkurrenz war es nach ihrer Einschätzung ein gelungenes, hartes Training.
Den Bezirks-Cross rundete am Ende die Langstrecke der Männer und Frauen ab. Mit Arnfried vom Hofe war auch hier der VfL vertreten. Direkt vom Start weg setzte sich auf der 7400m langen Strecke eine Dreiergruppe ab, die aus dem Triathleten Christoph Bergmann (LC Diabü Eschenburg), dem Strassenläufer Maximilian Schmidt (LG Wettenberg) und dem Mittelstreckler Arnfried vom Hofe bestand. Zunächst lag Christoph Bergmann in Führung und bestimmte das Tempo. Allerdings konnte Arndfried nach 1,2km die Führung übernehmen, wobei er vor allem an den Bergaufpassagen Strecke und Zeit auf seine Verfolger gut machte. Richtig abschütteln konnte er die beiden nach 3,5km. Durch die Wendepunkte war es möglich, kontrolliert zu laufen. Am Ende stoppte die Uhr bei Arnfried vom Hofe, der beim Zieleinlauf zunächst falsch geleitet wurde, bei 26:02min. In 26:20min kam der Triathlet Bergmann ins Ziel, der auf den letzten 500m fast noch in Bedrängnis kam, da Maximilian Schmidt ordentlich aufholte und sein Tempo zum Ende hin steigern konnte. Dieser kam mit 26:38min auf den dritten Platz.
Vom Gelände wieder ab auf die Straße hieß es nach einer intensiven Crosssaison beim Gießener Frühjahrslauf für die Möller-Brüder. Bei der Veranstaltung, die bereits zum 41. Mal ausgerichtet wurde, nahmen insgesamt 604 Starter die angebotenen Strecken von 5km über die 10km bis zum Halbmarathon in Angriff. Die Brüder hatten sich im Vorfeld beide für einen Start über die kürzeste angebotene Distanz, die 5km, entschieden.
Jakob wollte zeigen, dass er die guten Leistungen bei den Crossläufen auch auf der Straße umsetzen kann. So ging er das Rennen optimistisch und zügig an, verlor auf den mittleren Kilometern einige Sekunden, konnte aber durch einen schnellen letzten Kilometer eine hervorragende Zeit von 18:08min und einen 4. Platz erzielen. „Ich habe mich richtig gut gefühlt und konnte von Anfang an richtig Druck machen. Die Bestzeit macht Hoffnung auf eine schnelle Zeit in Paderborn in zwei Wochen“, blickte er optimistisch auf das nächste Highlight.
„Für mich geht es hier in erster Linie um die Norm für die Hessischen 5000-Meter-Meisterschaften . Dafür brauche ich 18:00min, das sollte eigentlich kein großes Problem werden“, gab Clemens vor Beginn des Rennens seine Marschroute vor. Direkt zu Beginn, nach nicht einmal 100m, verlor er aber in einer extrem engen Kurve in dem dichten Teilnehmerfeld den Boden unter den Füßen und stürzte. Den entstandenen Rückstand zu der Spitzengruppe konnte er bereits auf dem ersten Kilometer wieder zulaufen und zeigte im Folgenden ein kontrolliertes Rennen, das er nach 17:44min als 2. beendete. Auf den Sieger, Frank Kalbfleisch aus Darmstadt, hatte er dabei einen Rückstand von 22 Sekunden.
Den Gesamteindruck der eigentlich sehr guten Organisation trübte die extrem lange Wartezeit auf die Siegerehrung, die erst nach fast drei Stunden Wartezeit stattfinden konnte, da wohl technische Probleme mit der Zeitnahme vorlagen. Dennoch waren beide Läufer sehr zufrieden mit dem Lauf und ihren Leistungen und blicken optimistisch auf den anstehenden Osterlauf (Jakob) und auf das Trainingslager in der Toskana (Clemens).
Die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Crosslauf wurden vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen in Herten im Ruhrgebiet ausgetragen. Insgesamt starteten 4 Vfler in den stark besetzten Läufen, in denen unter anderem WM- und Olympiateilnehmer sowie mehrfache Deutsche Meister wie Florian Orth, Alina Reh und Richard Ringer vertreten waren. Die Strecke war aufgrund der Regenfälle der letzten Tagen sehr aufgeweicht und teilweise mussten die Läufer durch knöcheltiefen Schlamm laufen. Die Grünanlage im Backumer Tal glich schon nach wenigen Läufen einem umgegrabenen Acker und einem Sumpf, in dem zahlreiche Läufer ihr Schuhwerk verloren. Zusätzlich wurde der Parcours durch Strohballen sowie knackige Anstiege erschwert.
Jakob Möller
Den Auftakt machten Arnfried vom Hofe und Jakob Möller im Mittelstreckenrennen der Männer über 4500m um 12:20 Uhr. Der VfL- Mittelstreckler Arnfried vom Hofe nahm sich als Ziel, unter die ersten 50 Läufer zu kommen, sowie eine schnelle letzte Runde zu absolvieren. Nach einem kontrollierten Start positionierte er sich im hinteren Mittelfeld und fand mit zunehmender Streckenlänge immer besser ins Rennen. So schob er sich nach und nach immer weiter nach vorne und belegte am Ende nach hartem Kampf einen zufriedenstellenden 58. Platz in 16:28min. Im Ziel resümierte er, das Ergebnis mache Hoffnung auf einige Bestzeiten für die kommende Saison.
Arnfried vom Hofe
Jakob hielt sich von Beginn an am hinteren Ende des Feldes auf; sein Ziel war es, nicht Letzter zu werden. Dass ihm das gelingen würde, zeigte sich bereits nach einer von drei Runden: Zwei Läufer hatte er noch hinter sich, nach vorne klaffte aber ebenfalls bereits eine große Lücke. So konnte er sich am Ende als 92. von 94 Startern einsortieren. „Es hat sich viel besser als letzte Woche angefühlt und es hat, auch wenn die Strecke wegen des Untergrundes extrem anspruchsvoll war, viel Spaß gemacht. Es macht stimmungsmäßig schon einen Unterschied, ob man irgendwo bei einem Wald- und Wiesenlauf am Start ist oder bei Deutschen Meisterschaften“, zeigte er sich nach dem Lauf zufrieden.
Lena Ritzel
Um 13.10 Uhr kam es in dem Rennen der weiblichen Jugend U18 zu einem Duell zwischen Gina-Marielle Schürg (TV Rendel) und der VFLerin Lena Ritzel. Nach einem Start mit etlichen ausgefahrenen Ellbogen heftete sich Lena an die Fersen ihrer Konkurrentin. Kopf an Kopf liefen die Mädchen als dritte Verfolgergruppe ein starkes Rennen, bis sich Lena in der letzten Runde entscheidend absetzte und sogar eine weitere Läuferin einsammelte. Sie erreichte das Ziel auf Platz 13., in 19:03 Minuten. Fazit des Trainers: „Das Training im Gelände der letzten Wochen machte sich bezahlt, so dass Lena ihr Ziel erreichen konnte, unter die ersten fünfzehn zu kommen.“ Lena selber sagte über das Rennen: „Ich bin sehr zufrieden, da ich mein gesetztes Ziel erreichen konnte. Das Rennen war hart, hat aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht und ich habe weitere Erfahrungen gesammelt.“
Als Letzter startete Clemens Möller im Rennen der männlichen Jugend U20 über 5900 Meter. Er startete kontrolliert am Ende des Feldes, überholte aber im Laufe der ersten Runde etliche Läufer. Er schaffte es jedoch nicht, eine passende Gruppe zu finden, so dass er sich die meiste Zeit alleine durch den Matsch kämpfen musste. In der letzten Runde konnte er noch zwei Konkurrenten überholen, von denen ihm jedoch einer auf der abschließenden Stadionrunde
Clemens Möller
keine Chance ließ und ihm wieder mehr als 30 Meter abnahm. So erreichte er das Ziel nach 23:24min und damit den 72. Platz. Er zeigte sich damit sehr zufrieden, da er kaum Erfahrung im Crosslauf hat und sich, obwohl es schwerer fiel als zuvor bei den Hessischen, gut durchkämpfte.
Nach diesem auch aufgrund der sehr guten Organisation und der guten Stimmung gelungenen Wettkampf geht es für Arnfried und Lena in den nächsten Wochen noch einmal auf die Crossstrecke, während die Möller-Brüder am nächsten Wochenende in die Straßenlaufsaison starten.
Am Wochenende gab es den dritten und letzten Lauf der 41. Winterlaufserie in Pohlheim bei Gießen. Laurenz Steiß und Arnfried vom Hofe wollten sich auf der 5km Strecke zeigen. Laurenz, der dieses Jahr in der U10 startet, hatte sich zum Ziel gesetzt, deutlich schneller als vor einem Monat auf derselben Strecke zu laufen und dabei ein paar Platzierungen weiter vorne in der Ergebnisliste zu stehen.
Nachdem es am beim Start der 5km mit der Startpistole Probleme gab, wurde mit dem Kommando „LOS“ der Lauf eröffnet. Gleich vorne weg zog Arne das Tempo an, um nichts anbrennen zu lassen. Auf den ersten 3km konnte der Triathlet Tom Weber aus Wetterau das Tempo mitgehen, musste sich im Ziel dann aber mit dem zweiten Platz, hinter Arne, der in 16:22min gewann, begnügen. Einen Motivationsschub und eine entsprechende Tempoverschärfung erfuhr Laurenz auf seinen letzten 600m. Dort wurde er noch mal ordentlich von Arne gepusht, so dass er mit bravourösen 24:26min mehr als 40 Sekunden schneller und überglücklich im Ziel war.
Fünf Wochen nach den Hallen-Kreismeisterschaften ging es am 13. Februar wiederum in Stadtallendorf um die Regionsmeistertitel. Dabei umfasst die „Region Mitte“ ein recht großes Gebiet, das sich von Fulda über den Vogelsberg, Gießen, Wetzlar und Dillenburg bis in den Landkreis hinein erstreckt. Dementsprechend fielen die Teilnehmerfelder im Verglich zu Kreismeisterschaften, wo selten mehr als drei oder vier heimische Athleten am Start sind, relativ groß aus.
Zuerst waren die Sprinter an der Reihe: Farid Sheikhalhokamaee startete das erste Mal in der Altersklasse U18 und trat ohne große Erwartungen an. Nach einem verpatzten Start konnte er seine Bestzeit von 8,31sec nicht mehr erreichen und war mit 8,41sec und dem Ausscheiden im Vorlauf nicht zufrieden.
Besser lief es bei Ege Egdirici, der sich souverän für das 60-Meter-Finale bei den Männern qualifizierte. Er kam gut aus den Blöcken und verpasste seine Bestzeit nur um eine Hundertstelsekunde mit einer Zeit von 7,46sec, die er so auch schon beim Vorweihnachtskriterium gelaufen war. Zudem startete er noch über 200 Meter, wobei er 3. in 25,49sec wurde, womit er nicht zufrieden war.
Abschließend standen dann die Mittelstreckenrennen auf dem Plan. Pünktlich um 17:45h ging es für Jakob und Clemens Möller auf die Rundbahn, die es für die 1500m 8-mal zu umrunden galt. Jakob, der kaum Bahnerfahrung mitbrachte, lief ein vorsichtiges Rennen: „Da ich nicht wusste, wie ich drauf bin, gerade bei solch einer kurzen Strecke, habe ich versucht, gleichmäßig zu laufen.“ Das gelang ihm auch recht gut und er konnte mit 4:46,38min eine neue Bestzeit und einen vierten Platz in der Hauptklasse erreichen. Clemens Ziele lagen etwas höher, wobei auch er wenig Erfahrung im Mittelstreckenbereich hat. Sein Vorhaben war es, irgendwo im Bereich von 4:30min ins Ziel zu kommen. Allerdings war das Tempo in der Spitzengruppe von Beginn an unerwartet niedrig: „Ich habe absolut nicht damit gerechnet, dass die ersten auf eine Zeit von über 4:30min anlaufen, dementsprechend musste ich von Beginn an viel Energie aufwenden, um langsamere Läufer zu überholen und die Körner haben dann am Ende gefehlt.“ Er erreichte das Ziel nach 4:37,29min als erster seiner Altersklasse.
Für Lena Ritzel ging es nach langer Zeit mal wieder auf die weniger geliebte 800m-Strecke. Im Vorfeld des Rennens zeigte sie sich zurückhaltend und hoffte auf eine Endzeit unter 2:30min. Als es dann losging, konnte sie nach etwas holprigem Beginn auf der schwierig zu laufenden Bahn bis 600m an den beiden Führenden dran bleiben und kämpfte dann auf der Schlussrunde gegen das Laktat in den brennenden Oberschenkeln. Am Ende stand für sie eine 2:26,22min zu Buche: „Ich bin mit dem Lauf absolut zufrieden: In der Halle war ich noch nie so schnell und das eine Zehntel zu meiner Bestzeit hole ich im Sommer auch noch raus“, blickte sie, wie auch Jakob und Clemens, sehr positiv gestimmt auf die kommende Saison.
Felix Pinter, der seit vielen Jahren das Leichtathletik-, Lauf- und Zirkeltraining im Jugendbereich mit großem Engagement leitet, wird uns verlassen. Felix hat durch seine konstruktive, engagierte Arbeit mit jugendlichen Sportlerinnen und Sportlern viel für den Verein getan. Darüber hinaus hat er uns bei regionalen und überregionalen Wettkämpfen erfolgreich vertreten und maßgeblich dazu beigetragen, dass die Leichtathletinnen und Leichtathleten des VfL 1860 Marburg in den letzten Jahren aus ihrem „Dörnröschenschlaf“ erwacht sind.
Felix, hab herzlichen Dank! Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinen bevorstehenden Aufgaben. Wenn Du sie abgehakt hast, bist Du uns jederzeit wieder herzlich Willkommen.
Am 31. Januar trafen sich die die Senioren, d.h. diejenigen Leichtathleten, die älter als 30 Jahre sind, um sich bei den Hessischen Seniorenhallen- meisterschaften in Stadtallendorf zu messen. Der VfL Marburg war mit vier Athleten vertreten und konnte sich erneut über gute Platzierungen freuen.
So holte sich Neuzugang Nicole Schröer (Foto) in der Altersklasse W30 gleich in beiden Disziplinen, in denen sie antrat, den Titel. Über 60m verwies sie ihre Gegnerinnen mit 8.15 Sekunden deutlich auf die Plätze und auch im Weitsprung siegte sie mit starken 4,57m.
Hans Werner Hagedorn trat im Hochsprung der Männer M65 an, wo er sich den zweiten Platz mit 1,30m schließlich mit einem Konkurrenten teilen musste.
Eckhardt Rambow konnte in derselben Altersklasse mit 12,34s über 60m Hürden ebenfalls einen zweiten Platz erringen, während er im Kugelstoßen mit 9,90m sogar den Hessenmeistertitel mit nach Hause nahm.
Marko Seeg (Foto) trat in den Disziplinen Hochsprung, Weitsprung und Kugelstoßen an, in denen er mit 1,51m, 5,29m und 10,30m die Plätze 1, 2 und 3 belegte.
Wir gratulieren allen Athleten zu ihren Ergebnissen!