Bahneröffnung Friedberg – Saisoneinstieg mit Potenzial

Schon seit einigen Jahren geht für unsere Aktiven die Saison so richtig Ende April in Friedberg los: Auf dem Burgfeld bietet das Sportfest dort eine entspannte Atmosphäre und dennoch Felder, die ein echtes Wettkampffeeling aufkommen lassen.

Unsere Frauen waren über eine ganze Zahl an Disziplinen hinweg im Einsatz: Anna Böhle, die sich aktuell in den Abschlussprüfungen ihrer Ausbildung befindet und daher nicht optimal im Training steht, kam über die Hürden zwar gar nicht zurecht, konnte im Weitsprung aber an ihre starke Leistung aus der Halle anknüpfen und direkt die 5m-Marke überspringen. Das erste Mal für uns am Start war Friederike Altmann: Nach langer Wettkampfabstinenz war sie mit 13,66sec über 100m und 5,13m im Weitsprung zufrieden. Mit den 100m ebenfalls zufrieden war Maria Kautz – 14,05sec sind eine deutliche Steigerung gegenüber letztem Jahr. Bei ihr gelang im Weitsprung aber leider nicht viel: vier ungültige Versuche und 4,45m sind nicht das, was sie sich vorgestellt hatte. Auf der Stadionrunde war erstmals Insa Otto am Start: Einem mutigen und starken Beginn musste sie auf der zweiten Hälfte Tribut zollen – 68,06sec sind dennoch eine Leistung, auf die sie aufbauen kann.

Wie schon letztes Jahr ist auch dieses Jahr die Hoffnung groß, erfolgreich Staffel zu laufen – heute sollte dazu der erste Schritt erfolgen. Friederike konnte auf der ersten Position gut mit der später siegreichen Staffel aus Friedberg mithalten, der Wechsel auf Anna gelang richtig gut. Anna konnte die Position dann halten. Beim zweiten Wechsel dann aber das, was sich kein Staffelläufer wünscht: Insa läuft zu früh los, Anna kommt nicht hinterher und Insa muss komplett abbremsen, damit der Wechsel noch gelingt. Der letzte Wechsel auf Maria gelang dann wieder gut – das Ergebnis von 53,54sec ist aber nicht das, was die vier eigentlich laufen können.

Zuletzt war auf der weiblichen Seite dann noch Amelie Laukel am Start: Zwischenzeitlich hatte sie das Speerwerfen schon für beendet erklärt, in den letzten Wochen und Monaten hat sie den Spaß daran aber wiedergefunden und war somit wieder am Start. Das Ergebnis von 34,38m macht auf jeden Fall Lust auf mehr und zeigt, dass Amelie wieder voll dabei ist.

Bei den Jungs war unser Teilnehmerfeld nicht ganz so groß: Jan Scholz über 800m, Silas Leppert über 100m, 200m und mit dem Speer sowie Michael Boseck ebenfalls auf der Stadionrunde. Für Silas liefen die Sprints durchwachsen: Weder über 100m (12,49sec) noch über 200m (24,73sec) zeigte er sich wirklich zufrieden – wenn es hart wird, geht ihm die Lockerheit noch zu sehr verloren. 42,84m mit dem Speer fallen in eine ähnliche Kategorie: Zum Einstieg in Ordnung – in den nächsten Wochen und Monaten darf es aber noch deutlich weiter werden.

Über 800m verlief das Rennen für Jan nicht wirklich optimal: Ein eher verhaltener Beginn an der Spitze des Feldes, die letzten 200m ohne den letzten Willen führten am Ende zu einer Zeit von 2:02,49min. Im Ziel dann auch anders als sonst keine völlige Erschöpfung, sondern schon nach wenigen Minuten die Einsicht, dass da mehr möglich gewesen wäre. Das führte dann zu dem spontanen Entschluss, über 400m nachzumelden, um ein positives Gefühl aus Friedberg mitzunehmen. In einem spannenden Rennen gegen Michael lief dieser die erste Rennhälfte einen Tacken schneller an als Jan, der auf der zweiten Hälfte dann aber genau den Willen zeigte, der ihm zuvor noch gefehlt hatte: 54,53sec mit den 800m in den Beinen sind für ihn ein gutes Ergebnis – nächste Woche darf es mit frischen Beinen in Kirchhain dann aber auch gerne deutlich schneller werden. Aber auch für Michael gibt es nach 54,96sec keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: Den Winter über hatte er Probleme mit dem Knie, sodass es der größte Erfolg ist, heute schmerzfrei am Start gestanden zu haben.

Zum Einstieg also noch keine absolut herausragenden Ergebnisse, aber auch viele Leistungen, die einfach solide sind und auf die wir in den nächsten Wochen hoffentlich aufbauen werden! (Text: Jakob, Bilder: Clemens)

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