Kreismeisterschaften Halle – bunt gemischte VfL-Gruppe kann überzeugen

Von der U14 bis zu den Aktiven, Mehrkämpfer, Sprinter, Läufer, vom Wettkampfdebütanten bis zu „alten Hasen“ – beim Auftakt der Hallensaison in Stadtallendorf waren wir trotz der ausklingenden Weihnachtsferien mit 15 Athletinnen und Athleten am Start.

Unser erfahrenster Starter war Marko. Aber in den letzten Monaten hat er nochmal etwas Neues versucht und sich der Stabhochsprung-Gruppe in Kirchhain angeschlossen. Sein großes Ziel: Nochmal die 3m-Marke überfliegen. In der Herrenwaldhalle reichte es dazu leider noch nicht ganz: Bei 2,90m war Schluss. Umso besser ging dann der Weitsprung los: 5,41m im ersten Versuch! Die Euphorie war aber leider genau so schnell wieder verflogen: Beim Anlauf zum zweiten Versuch zog Marko sich eine Zerrung zu und weiß jetzt leider nicht, ob dieser verheißungsvolle Einstieg in die Hallensaison nicht vielleicht auch schon das Ende der selbigen war.

Im Sprintbereich hat Moritz in den letzten Monaten und Jahren immer weiter Fortschritte gemacht. Sein Ziel über 60m: Endlich mal die 7 vorm Komma. Dieses Ziel muss er sich zwar noch etwas aufheben, mit der Bestzeit von 8,07sec war er aber trotzdem zufrieden. Etwas haderte er dagegen mit seinen 26,28sec auf den 200m.

Ebenfalls bei der Männern am Start war Clemens. Recht spontan wagte er den Start über 800m ohne sich dafür spezifisch vorbereitet zu haben. 2:12,69min sind dann auch ziemlich genau das, was er im Vorfeld erwartet hatte. Über 800m waren ebenfalls einige unserer Jugendlichen am Start: Thies und Joris mussten alleine die vier Runden in der Halle bewältigen, da sonst keine Jungs ihrer Altersklasse am Start waren. Mit Zeiten unter 3min zeigten beide, dass sie auch auf den längeren Laufstrecken gut klarkommen. Ronja lief zu Beginn mutig mit der Führenden mit und fand sich schnell zwischen der Spitze und dem verfolgerfeld wieder. Diese Position konnte sie bis ins Ziel verteidigen und wurde in 2:55,48min neue Kreismeisterin.

Marc, der dieses Jahr in der U20 startet, war über 60m und im Weitsprung am Start. Über 60m reichten 7,85sec zum vierten Platz. Im Weitsprung zeigte er zwar eine solide Serie mit Sprüngen im Bereich von 5,50m – der Ausreißer nach oben fehlte aber leider, sodass Marc damit nicht so richtig zufrieden war. Im Weitsprung ebenfalls am Start war Emma. Wie so oft landete sie am Ende im Bereich von 4,50m – auch hier fehlt der Ausreißer nach oben. Athletin und Trainer hoffen, dass sich das bei den kommenden Wettkämpfen ändert und es dann langsam aber sicher in Richtung der 5m-Marke geht.

In den älteren weiblichen Klassen waren wir auf dem Sprintstrecke stark vertreten: Milena bei den Frauen, Emma, Felina und Johanna in der U18 – alle am Start über 60m und 200m. Besonder sticht hier sicherlich Johanna heraus, die jeweils die schnellste aus dem Quartett war und mit 8,90sec über 60m 29,92sec zwei neue Bestleistungen aufstellen konnte.

Auch wenn die U14 eigentlich gar nicht ausgeschrieben war, waren einige U14er in der U16 über 60mm am Start: Joris bewies hier einmal mehr, dass im Sprint kein Weg an ihm vorbeirführt. Mit 8,78sec wurde er auch gegenüber den ein Jaahr älteren Mitstreitern Kreismeister. Thies und Aaron waren hier ebenfalls am Start und konnten wertvolle Wettkampf-Erfahrung sammeln. Bei den Mädchen waren Belinda, Hannah und Ronja in den jüngeren Klassen am Start. Auch für sie war das von Jule ausgegebene Motto: „Wettkampferfahrung sammeln, Spaß haben und nicht zu sehr auf Zeiten und Platzierungen schauen“.

Wir bedanken uns beim Ausrichter für die (trotz der bekannten Einschränkungen) reibungslos organisierte Veranstaltung und hoffen auf eine erfolgreiche Fortsetzung der Hallensaison! (Jakob)

Ergebnisse gibt’s hier, Bilder bei Flickr.

Crosslauf Wetter – 25 VfLer bezwingen den Wetteraner Berg

Quasi gleichzeitig mit Deutschen Crossmeisterschaften veranstaltete auch der TV 05 Wetter den jährlichen Crosslauf in Oberrosphe. Nachdem der Lauf 2020 wegen Corona ausfallen musste, ließen sich 25 VfLer die Chance nicht entgehen und nahmen an unterschiedlichen Läufen mit viel Erfolg teil. Großes Lob an die Veranstalter, dass trotz Coronaregelungen eine fast „normale“ Atmosphäre herrschte, die das Lauferlebnis in Zeiten von Corona deutlich verbessert hat!

Als erstes waren die U8er, U10er und Mädchen der U12 am Start über 1000m. Elf VfLer an der Zahl, was die Hälfte des ganzen Laufes ausmacht. Alle liefen gut an und dominierten direkt das vordere Mittelfeld. Milan, der erst seit kurzem in unserem Verein ist, kam als erster VfLer nach 4:40min als Vierter ins Ziel (Erster in seiner Altersklasse). Kurz darauf folgten Florian, Thore und Jonathan, welche sich den zweiten, dritten und fünften Platz in derselben Altersklasse sicherten. Im gleichen Alter bei den Mädchen belegten Frieda, Melina und Nessaja in der Reihenfolge den ersten, zweiten und vierten Platz. Noch jünger sind Samuel und Leonidas, welche Erster und Zweiter in der U8 wurden. Gleich jung ist Juna, die ebenfalls Erste wurde. Als einziges Mädchen in der U12 wurde Serafina Sechste.

Im Anschluss ging es für die Jungs der U12, sowie für alle U14er bis U16er auf die 1900m lange Strecke. Nach einer letzten Steigerung ging es los. Laurenz setzte sich sofort an die Spitze und zog Konrad mit, bis dieser das Tempo zum Anfang der zweiten und letzten Runde nicht mehr halten konnte. Zwischenzeitlich ließ Laurenz dann einen seiner Konkurrenten die Führungsarbeit machen,  ging aber kurz vor dem letzten Anstieg wieder nach vorne und sicherte sich den Sieg mit zwei Sekunden Abstand zum Zweiten. Wenige Sekunden später kam auch Konrad ins Ziel und wurde in seiner Altersklasse ebenfalls Erster. Kurze Zeit nach Konrad kam Bajram, der leider zweimal gestürzt ist. Auch er konnte den ersten Platz feiern. Danach schlossen auch Thies, Thomas und Ronja den Lauf ab, die jeweils als zweites in ihrem Jahrgang die Ziellinie überquerten. Tjark und Felix waren anschließend fertig und brachten den dritten und fünften Platz mit nach Hause.

Im nächsten Lauf starteten drei VfLer über die 5600m. Von Anfang an ein zügiges und gleichmäßiges Tempo hatten Puria und Jana, die insgesamt Dritter sowieVierte und in ihrer Altersklasse jeweils Erste*r wurden. Knapp anderthalb Minuten später kam Friedel ins Ziel, welcher insgesamt Fünfter und in Wertung mit Gleichaltrigen Erster wurde.

An der Heute als letztes zu laufenden Strecke (7500m) nahmen auch drei Erwachsene des VfLs teil. Alle liefen ein zügiges aber anstrengendes Rennen und konnten gut im Mittelfeld mitlaufen. In der M40 wurde Tobias Zweiter und Christian Vierter. Alexander konnte in der M35 auf Platz drei laufen.

Alles im allen ein gelungener Cross-Tag mit vielen ersten Platzierungen. Auch wenn man Cross-Zeiten nicht unbedingt mit dem Jahren davor vergleichen kann: So gut wie alle VfLer haben nicht nur ihre eigenen Zeiten verbessert, sondern sind auch bei ungefähr gleichen Bedingungen wie 2019 schneller gewesen als viele vor zwei Jahren. Wie immer hat es in Wetter riesigen Spaß gemacht und jeder konnte mit seinen Ergebnissen zufrieden sein. Nächstes Jahr sind alle 25 sicher wieder dabei, wenn nicht sogar noch mehr. (Laurenz)

Ergebnisse gibt es hier, Bilder bei Flickr.

Deutsche Meisterschaften Crosslauf – Kampf mit dem Matsch

Schon beim Warum-Up am Abend vorher im benachbarten Geldern war klar: Hier ist es flach und irgendwie sieht alles gleich aus. Am Renntag selber sah es dann in Sonsbeck auch genau so aus: Eine Runde auf einem Acker mit nur einem kleinen Hügel (also im Mittelhessischen würde man das nicht als Hügel definieren, am Niederrhein ist man da großzügiger) abgesteckt mit Unmengen an Flatterband. Richtig anspruchsvoll wurde es dann erst mit der Zeit, als das Geläuf immer tiefer wurde, sodass pünktlich zur Männer-Mittelstrecke vor allem in den Kurven der Matsch teilweise schon knöcheltief war.

Am Start dieses Jahr endlich mal eine Mannschaft: Die Möllerbrüder mittlerweile schon meisterschaftserfahren und Christoph Rothmann, der jetzt nach einem Jahr ernsthaftem Laufen langsam aber sicher richtig in Fahrt kommt. Wie immer beim Cross ging es direkt richtig zur Sachen: An den ersten Strohballen nach rund 100m gab es einen Sturz, sodass Clemens komplett abbremsen und wieder neu anlaufen musste. Jakob und Christoph hielten sich aus dem Getümmel raus und liefen ganz hinten im Feld mit. Christoph orientierte sich dann etwas nach vorne und lief in der letzten größeren Gruppe mit, während Jakob dahinter schon eher einsam unterwegs war.

Clemens, die letzten Wochen wegen einer Rippenprellung mit reduziertem Training, konnte dannn auf der zweiten und damit letzten Runde noch den einen oder anderen Platz gutmachen. Platz 84 im Einlaufe von 109 Startern über die Mittelstrecke waren dann auch ein Ergebnis, mit dem Clemens zufrieden ist. Christoph verlor auf Clemens nur gut 20sec – gegenüber seinem Lauf bei den Hessischen vor ein paar Wochen eine deutliche Steigerung. Wir sind sicher, dass es da in den kommenden Jahren auch noch weiter nach vorne gehen kann als wie dieses Mal auf Platz 96. Auf dem 104. Platz sortierte Jakob sich ein. Auch wenn er mit dem tiefen Geläuf gar nicht gut zurecht kam, war er nicht unzufrieden.

Auch wenn sportlich ohne Frage ganz viel fehlt, um vorne mitzumischen, sind die Deutschen Crossmeisterschaften jedes Mal wieder ein cooles Ereignis: Mit der deutschen Spitze an einer Startlinie, jedes Mal andere Herausforderungen und die trotzdem super angenehme Atmosphäre bleiben jedes Mal positiv in Erinnerung. Somit werden wir sicherlich auch 2022 – dann in Löningen – wieder mit dabei sein, wenn es um die nationalen Titel im Crosslauf geht! (Jakob)

Komplette Ergebnisse gibt’s hier, Bilder bei Flickr

HM Cross Mengerskirchen – VfL erfolgreich im Westerwald

Im Rahmen des Crosslauf in Mengerskirchen wurden dieses Jahr die Hessischen Meisterschaften im Crosslauf ausgerichtet. Der Wiesenkurs mit ständigen Rhytmuswechseln – ständiges Auf und Ab, viele scharfe Kurven, eine steile Böschung – forderte den Athletinnen und Athleten alles ab. War die Strecke anfangs noch gut zu laufen, wurde es mit jedem Lauf matschiger und schwieriger.

Wir waren zu siebt am Start: Konrad und Thomas in der U14, Laurenz in der U16, Christoph, Clemens und Jakob über die Mittelstrecke und Paula am zweiten Tag in der U18. Lediglich die beiden Möllers und Paula hatten schon Erfahrungen mit Hessischen Meisterschaften, für den Rest war es eine Premiere. Dementsprechend auch die Erwartung: Einfach mal mitlaufen, schauen was passiert und das Beste rausholen.

Im ersten Lauf dann unsere Jüngsten am Start: Thomas (eigentlich noch in der U12 unterwegs) und Konrad. Über rund 1,5km wurde hier der Hessenmeister ermittelt. Beide liefen am Start mutig mit und erkämpften sich eine gute Position im Feld. Im gemischten Feld der U14 (die Altersklassen M12 und M13 starten zwar zusammen, werden aber getrennt gewertet) wurde es dann etwas unübersichtlich, was die Platzierung anging. Bis zum Schluss konnten beide aber ihre Position behaupten, sodass sie sich im Ziel zufrieden zeigten. Bei der Siegerehrung dann die große Überraschung: Für Konrad hat es zum vierten Platz gereicht. Auch wenn im Vorfeld niemand mit einem Platz soweit vorne gerechnet hätte, spielt bei einem vierten Platz natürlich immer die Enttäuschung über das knapp verpasst Podium mit in die Karten. Aber es werden sicherlich nicht Konrads letzte „Hessische“ gewesen sein, sodass sich noch die eine oder andere Chance ergeben dürfte! Thomas wurde im großen Feld der M12 Dreizehnter. Gerade angesichts der Tatsache, dass er auch kommendes Jahr noch in dieser Altersklasse startet, ein großer Erfolg.

Als nächstes ging es dann für Laurenz auf die rund 2,5km lange Strecke. Ebenso wie die beiden anderen lief er am Anfang sehr mutig im Feld mit und musste diesem Tempo (und seinem offenen Schuh) etwas Tribut zollen. Der völlige Einbruch blieb aber zum Glück aus, sodass er am Ende mit ziemlich genau einer Minute Rückstand auf den Hessenmeister Elfter wurde. Sein augenzwinkerndes Fazit im Ziel: „Nächstes Mal mache ich einen Doppelknoten in die Spikes, dann bin ich gleich doppelt so schnell!“

Als letzte am ersten Tag musste dann unsere Männermannschaft die gut 4km in Angrifff nehmen. Ein kleines Auge hatten die drei auf die Mannschaftswertung geworfen – von vornherein war aber auch klar, dass alles würde stimmen müssen, um dort wenigstens ein oder zwei Mannschaften hinter sich lassen zu können. Bei Jakob zeigte sich leider recht schnell, dass er nach einer Erkältung noch nicht wieder bei 100% ist, sodass er sich einsam im hinteren Teil des Feldes Runde für Runde vorankämpfte und am Ende 22. wurde. Besser lief es bei Christoph: Ohne Erfahrung in Meisterschaftsrennen lieferte er einen solidden Lauf ab und wurde 19. Auf dem 14. Platz sortierte sich Clemens ein. Auch wenn er auf der letzten Runde noch den einen oder anderen Platz einbüßte, war er am Ende zufrieden mit seiner Leistung. In der Mannschaftswertung reichte es damit zum vierten Platz (von vier Mannschaften ;).

Am nächsten Tag war Paula dann am Start. Im gemischten Rennen der U18 und U20 galt es auf dem jetzt noch schwereren Kurs vier Runde zu absolvieren. Paula gelang das mit nur wenigen Wochen Training richtig gut: Am Ende ging es für sie auf den dritten Platz in der U18!

Die kompletten Ergebnisse gibt’s hier, Bilder wie immer bei Flickr.

Herbstsportfest Schwalbach – Licht und Schatten zum Saisonabschluss

Eine kurze knackige „Late Season“ liegt hinter uns: Dornburg, Borken und als letztes vergangenen Samstag Schwalbach. Das Herbstsportfest des dortigen Leichtathletik-Kreises bot für alle Altersklassen ab der U16 nochmal eine optimale Gelegenheit ein letztes Mal diesen Sommer neue Bestleistungen zu erringen.

Für zwei Athletinnen war es der erste richtige Start im VfL-Dress: Milena ist erst vor kurzem zu uns gekommen. Nach einigen Jahren ohne Wettkämpfe war sie im Weitsprung und über 100m am Start. Beim Weitsprung verpasste sie bei den Frauen den Sieg denkbar knapp um nur einen Zentimeter – so richtig zufrieden war sie mit ihrer Weite von 4,17m auch nicht. Ebenfalls das erste Mal außerhalb des eigenen Stadions am Start war Sandra, die aus Wetter zu uns gewechselt ist. Vor allem im Speerwurf konnte sie mit 18,25m überzeugen und den Sieg in der W15 feiern.

Großer Respekt herrschte in der U16-Gruppe vor dem Hochsprung – als niedrig gestecktes Ziel wollten erstmal alle die Einsteigshöhe schaffen. Das gelang auch allen vieren – danach war bei Amelie der Wettkampf leider schon mit drei gerissenen Versuchen über 1,20m vorbei. Der Frust darüber war groß und auch danach kam Amelie nicht mehr so richtig in Fahrt, sodass ihr Saisonabschluss ein eher frustrierendes Erlebnis war. Ganz anders bei Laurenz: Er übersprang Höhe und Höhe und überraschte am Ende nicht nur sich selber mit übersprungenen 1,35m. Im Sprint lieferte er sich ein Fernduell mit Tim: Leider nicht im gleichen Lauf trennten die beiden am Ende nur drei Hundertstel Sekunden mit dem besseren Ende für Tim im 13,83sec. Im Weitsprung waren bei Konrad zwar nur zwei der vier Versuche gültig, aber wenn dabei trotzdem eine neue Bestleistung von 4,60m herauskommt, ist das kein Grund zum Ärgern.

Für Marc lief der Wettkampf in der U18 insgesamt nicht ganz wie erhofft: Im Hochsprung (unterbrochen durch den 100m-Lauf) reichte es nur zu 1,55m – besonders ärgerlich, da der Sprung über 1,55m noch deutlich Luft hatte. Im Weitsprung reichten 5,35m zwar zum Sieg, weitenmäßig hätte Marc sich aber etwas mehr erhofft. In der gleichen Altersklasse im Speerwurf am Start war Ruben. Seine 33,77m bedeuten eine neue Bestleistung – da ist er natürlich zufrieden!

In der gleichen Altersklasse waren gleich drei Starterinnen von uns unterwegs: Über 100m hatte Felina in 14,26sec die Nase vorne. Über die doppelt so lange Strecke benötigte Johanna 30,64sec, was den zweiten Platz bedeutete. Im Weitsprung erreichte Paula 3,72m – eine deutliche Steigerung ihrer Bestleistung!

Bei den Männern war Moritz am Start. Eine Woche nach der Senioren-DM war er über 100m und 200m am Start. Mit zwei neuen Bestleistungen hatte er selber wohl auch nicht gerechnet. 12,44sec und 25,16sec machen aber jetzt schon Lust auf die Hallensaison und die Saison 2022.

Abschluss des Tages waren dann die 3000m. Im fast leeren Stadion machten alle VfLer nochmal richtig Stimmung, um Puria anzufeuern. In einem perfekt eingeteilten Rennen benötigte er 11:21,56min – eine Steigerung seiner bisherigen Leistungen um mehr als eine halbe Minute!

Als Fazit bleibt ein größtenteils schönes Sportfest mit einigen Schönheitsfehlern, was die Organisation angeht (etwas straffer Zeitplan, einige unfreundliche Kampfrichter). Dennoch geht unser Dankeschön an die Ausrichter! Gerade in diesem Jahr kann man die Mühen, die ein Ausrichter auf sich nimmt, nicht hoch genug schätzen! (Jakob)

Ergebnisse gibts hier, Bilder bei Flickr.

DM Senioren – Vier VfLer am Start in Baunatal

Neben der DM der Aktiven ist die Senioren-DM jedes Jahr eine der größten Veranstaltungen im DLV jedes Jahr: Mehr als 1000 Athletinnen und Athleten ab 35 Jahren wetteifern um Edelmetall. Dieses Jahr dabei: Vier VfLer.

Im Weitsprung der Altersklasse M50 war Marko am Start. Nach seinem Start in der Halle kurz vor Corona war es sein zweiter Start bei einer Senioren-DM: „Es waren fünf der neun Athleten meiner Altersklasse mit besseren Weiten gemeldet als ich. Sie alle blieben unter ihren Melde-Leistungen. Meine Chance! Hätte ich die 5,45m, die ich in dieser Saison erst vor wenigen Wochen zweimal gesprungen bin, bestätigt, wäre ich jetzt Deutscher Vizemeister. Doch leider fehlte die Power nicht nur bei meinen Konkurrenten, sondern auch bei mir. Mehrere Sprünge unter 5 Metern machten mich etwas ratlos. Dann immerhin 5,08m. Vor dem letzten Sprung wollte ich noch mal mit einem kleinen Steigerungslauf Power in die Beine bringen, da stach ein heftiger Schmerz im hinteren Oberschenkel zu: Muskelfaserriss. Das bedeutet nicht nur mindestens drei Wochen Trainingspause, sondern auch, dass ich am kommenden WE nicht beim Zehnkampf teilnehmen kann, was mich mehr betrübt als die vertane Chance in Baunatal. Aber ich fahre als Trainer und Betreuer trotzdem mit nach Bad Nauheim. Am Ende dann doch wieder Rang 6, wie in der Halle in Erfurt. Schade. Es war mehr drin.“

Hans-Werner war, wie schon so oft, im Hochsprung am Start: „Leider konnte ich meine Trainingsleistungen nicht bestätigen. Es hatte am Vormittag vor meinem Wettkampf teilweise heftig geregnet. Der Anlaufbereich war nass und rutschig. Bei solchen Bedingungen traue ich mich nicht, mit voller Geschwindigkeit anzulaufen. So musste ich mit übersprungenen 1,20 m und Platz 7 zufrieden sein.“

Im Stabhochsprung war Eckhard in Baunatal dabei: „Als zufriedener 4. bei der Baunataler DM – die beiden vor mir haben sich gefreut.- und nach langer Wettkampfpause mit dem Stab und der Quälerei von Neukirchen hatte ich mit dem viel zu weichen Stab (bis 59kg) zu tun, was für die Belastug sehr angenehm war bei ca.18 Sprüngen inklusive Vorbereitung. Der Stab funktioneierte auch früher schon nur bis 2,20m. Die Umstellung ab 2,30m auf den zu langen und 68k-Stab gelang mir nicht, den hatte ich vor 5 Jahren noch biegen können. Das Alter? Vielleicht finde ich ja mal einen Passenden. Habe jedenfals wieder Lust auf Stab gekriegt.“

Ganz frisch bei den Senioren und in der jünsgten Klasse (M35) am Start war Moritz. War zu Beginn der Saison noch der Plan, es über 100m, 200m oder 400m zu versuchen, wurde immer klarer, dass über 200m die Quali am einfachsten zu machen war. Als Zehnter der Meldeliste gerade noch so in Baunatal dabei, war die Nervosität vor dem ersten DM-Start groß. Am Start zeigte Moritz dann aber, dass das Training der letzten Monate richtig gut funktioniert hat und kam richtig gut aus den Blöcken. Auf der Geraden lieferte er sich dann ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem Konkurrenten aus Berlin, das er denkbar knapp für sich entscheiden konnte. Die Zeit von 25,39sec bedeuten am Ende eine neue Bestzeit (wenn auch denkbar knapp um nur eine Hundertstel Sekunde) und den siebten Platz. Von außen betrachtet alles richtig gemacht: Mehr als eine neue Bestzeit zum Saisonhöhepunkt kann man nicht verlangen – so richtig zufrieden war Moritz aber dennoch nicht. Insgeheim hatte er mit einer 24 vor dem Komme geliebäugelt. Das hebt er sich jetzt einfach für kommendes Jahr auf! (Jakob)

Die kompletten Ergebnisse gibt’s hier, ein paar Bilder von Moritz hier.

Sprint- und Hochsprungmeeeting Borken – drei VfL-Staffeln am Start

Die Diskussionen, was nun die Königsdisziplin der Leichtathletik ist, ist ein Dauerbrenner unter den Fans: Zehn- bzw. Siebenkampf, 100m, Marathon, Stabhochsprung – wirklich einig wird man sich da wohl nie! Fest steht aber, dass die Staffeln bei jeder Veranstaltung ein Höhepunkt sind: Als einziges Leichtathletik-Event eine direkte Leistung als Mannschaft, dreimal die besondere Herausforderung des Wechsels und am Ende hoffentlich vier zufriedene Gesichter.

In Borken bot sich für uns endlich mal die Chance, gleich drei Staffeln an den Start zu bringen: Sowohl bei den Jungs als auch bei den Mädchen in der U14 und eine U18/U20 Mädchen-Staffel. Nachdem alle Läuferinnen über die 100m schon solide Leistungen gezeigt hatten, lief es in der Reihenfolge Liv-Paula-Amelie-Felina richtig gut: Alle drei Wechsel klappten gut und mit 56,36sec können die vier auf jeden Fall zufrieden sein.

Auch bei den Jüngeren zeigte sich, dass die Wechsel im Training gut trainiert wurden: In der Besetzung Ronja-Mia-Helena-Hannah liefen die Mädchen über 4x75m in 45,13sec auf einen guten dritten Platz. Eine gute Sekunde schneller waren die Jungs mit Thomas-Paul-Joris-Thies. Leider konkurrenzlos, aber dennoch zufrieden sicherten sie sich den erstenn Platz.

Für die U14 war es nach der langen Corona-Pause der erste Wettkampf – für viele auch der erste Wettkampf überhaupt. Besonders Helena macht dabei große Lust auf mehr: 1,38m im Hochsprung sind in der W12 eine richtig starke Höhe, die in der Region auf jeden Fall eine Platzierung in den Top 5 bedeuten. Bei den Jungs konnte Thomas in der M11 in 8,06sec einen Sieg über 50m verbuchen, ebefalls ganz nach vorne ging es für Joris über 75m. Nach 10,89sec erreichte er das Ziel.

Aus der U16 war Laurenz am Start: Schon über 100m überzeugte er in neuer deutlicher Bestzeit von 13,79sec. Über 300m wagte er sich dann das erste Mal an den Langsprint. Recht spontan hatte er sich zu dem Start entschieden und war am Ende mit 45,51sec mehr als zufrieden. In der U18 nutze Emma den Hochsprungwettkampf für einen letzten Test für die Hessischen kommendes Wochenende. Mit 1,44m war sie am Ende nicht ganz zufrieden, ein guter Start über 200m hellte ihre Stimmung aber wieder auf, sodass sie optimistisch nach Darmstadt fahren darf! Zum Saisonabschluss nochmal unter 30sec blieb Amelie über 200m – ihre Saison konnte sie dabei mit einem Sieg beenden.

Nächstes Wochenende stehen dann mit dem Sportfest in Schwalbach und den Hessischen Mehrkampfmeisterschaften noch die letzten Wettkämpfe an, bevor dann spätestens im Herbst-Trainningslager der Fokus schon wieder in Richtung Hallensaison und 2022 geht! (Jakob)

Komplette Ergebnisse gibt’s hier, Bilder bei Flickr.

Feriensportfest Wetzlar – Moritz mit M35-DM-Norm

Am ersten Tag der hessischen Sommerferien waren wir in Wetzlar beim Feriensportfest zu Gast. Wetzlar steht in der Region und auch darüber hinaus für optimal organisierte Sportfeste und hervorragenden Bedingungen für die Athleten. So auch dieses Mal: Von Anfang bis Ende genau im Zeitplan, über 100m Vor- und Endläufe (in der Praxis bedeutete das in den meisten Klassen wegen weniger als acht Startenden einfach zwei Läufe) und einfach eine athletenfreundliche Atmosphäre.

Die optimalen Rahmenbedingungen wollten unsere Athletinnen und Athleten nutzen, um vor einer Wettkampfpause noch ein letztes Mal zu zeigen, was möglich ist. Richtig gut gelang das Amelie: Im dritten Saison-Rennen über 100m konnte sie zum dritten Mal ihre Bestzeit verbessern. Sicher ist aber auch, dass die 13,49sec nicht das Ende von Amelies Leistungsvermögen sind, sondern dass da in der zweiten Saisonhälfte oder spätestens kommendes Jahr noch das eine oder andere Zentel Verbesserung möglich sind. Auch über 200m gab es für sie im dritten Rennen die dritte Bestzeit: 27,92sec stehen jetzt zu Buche. Ebenfalls den Doppelstart über 100m und 200m wagte Marc. Auch bei ihm ging es mit 12,48sec direkt mit einer Bestzeit los. Im zweiten Lauf über 100m war dann etwas die Luft raus, sodass es „nur“ zu 12,77sec reichte. Über 200m war die Frische dann aber wieder da, sodass auch hier eine neue Bestzeit von 26,88sec erlaufen werden konnte.

In der weiblichen U18 wie immer unsere größte Gruppe am Start: Liv und Paula über 100m, Emma über 100m und 200m. Auch hier gab es eine gannze Reihe an Bestzeiten: Liv verbesserte sich auf 14,27sec und Paula auf 14,80sec. Emma erreichte das Ziel nicht ganz zufrieden nach 14,70sec. Über 200m lief bei ihr leider auch nicht viel zusammen: Schon am Start fand sie gar nicht in ihren Rhytmus und konnte ihrer zeit von 30,88sec nicht viel Positives abgewinnen.

Über 200m war Moritz am Start. Nachdem er einige Wettkämpfe wegen kleinerer muskulärer Probleme absagen musste, sollte hier endlich der Saisoneinstieg glücken. Die DM-Norm in der M35 – Moritz erklärtes Saisonziel – liegt bei 25,50sec. Von vornherein war klar, dass diese Zeit möglich sein sollte, es aber auch kein Selbstläufer werden würde. Vor allem am Start hat Moritz die letzten Wochen viel gearbeitet und das sollte sich auch auszahlen: Vom Start weg zeigte er ein richtig starkes Rennen und war nach 25,40sec im Ziel. Er darf also mit der DM Mitte September in Baunatal planen! Über 1500m wollte Puria es nochmal wissen: Nach seinem starken Auftritt in Pfungstadt war der Plan klar: Etwas ofensiver angehen und schauen, was am Ende noch geht. Dieser Plan ging leider nach hinten los: Schon im zweiten Renndrittel verlor Puria deutlich an Boden, sodass an eine neue Bestzeit nicht mehr zu denken war. Die Unzufriedenheit über die Zeit von 5:01,54min war ihm dann auch deutlich anzumerken.

Insgesamt also sieben neue Bestzeiten bei zehn Starts – ein Ferienbeginn, wie man ihn sich wünscht! (Jakob)

Ergebnisse gibt beim DLV, Bilder bei Flickr.

VfL-Sommersportfest – Mehrkampf mit allem, was dazugehört

Kurz vor den Sommerferien gab‘s für alle VfLer-Altersklassen noch einmal die Möglichkeit in einem internen Wettkampf die aktuelle Form zu testen. In den Altersklassen ab der U14 waren rund 20 Starter in diversen Disziplinen am Start.

Steht in der U14 eigentlich schon der klassische Blockwettkampf auf dem Programm, haben wir die Freiräume einer internen Veranstaltung genutzt und die Blöcke etwas umgestaltet: Zu den Kerndisziplinen Flach- und Hürdensprint sowie Weitsprung kamen entweder Speer- und Diskuswurf oder Ballwurf und Hochsprung. Besonders herauszuheben ist hier die Leistung von Thies, der in allen Disziplinen die beste Leistung des Tages brachte und mit Abstand die meisten Punkte erzielen konnte. Im Wurf-Block lieferten sich Ben und Paul ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Paul vor allem dank seines starken Speerwurfs für sich entscheiden konnte.

In der U16 stand der Block Sprint/Sprung auf dem Programm. Zu den Kerndisziplinen kommen hier Speerwurf und Hochsprung hinzu. Nach einem soliden Auftakt über die Hürden war Laurenz Mehrkampf eigentlich beim Hochsprung schon gelaufen: Er scheiterte dreimal an 1,10m – eine Höhe, die er beim Einspringen noch entspannt übersprungen hatte. Dennoch absolvierte er auch die weiteren Disziplinen und zeigte vor allem über die 100m, dass sich das Training der letzten Wochen und Monate gelohnt hat.

Ganz anders bei Amelie: Im Weitsprung konnte sie endlich das erste Mal die 4m-Marke überspringen und im letzten Versuch beim Speerwurf übertraf sie ihre bisherige Bestleitung deutlich und schleuderte das 500g schwere Wurfgerät auf über 23m. In der Endabrechnung kommt sie damit auf über 2000 Punkte – auf jeden Fall eine starke Leistung, an die in der zweiten Saisonhälfte angeknüpft werden soll. Hinter ihr auf dem zweiten Platz: Sandra. Sie trainiert zwar erst seit rund zwei Wochen bei uns, ließ sich den Start beim Wettkampf aber nicht nehmen.

In der U18 stand vor allem Emma im Fokus: Für sie ging es darum im Hinblick auf einen möglichen Meisterschaftsstart im Herbst einen kompletten Siebenkampf zu absolvieren und ein Gefühl für die zweitägige Belastung zu entwickeln. Auf einen soliden Auftakt über die Hürden folgten 1,45m im Hochsprung – eine Leistung im Bereich ihrer Bestzeit. Auch die beiden letzten Disziplinen des ersten Tages zeigte Emma Leistungen im Bereich ihrer Bestleistung. Beste Voraussetzungen also für einen erfolgreichen Siebenkampf. Der zweite Tag knüpfte dann auch daran an: 4,57m im Weitsprung und rund 27m im Speerwurf sind das, womit zu rechnen war. Im abschließenden 800m-Lauf, den Emma dann in 2:57min absolvierte, liegen sicherlich noch einige Punkte auf der Bahn: Mit etwas mehr Erfahrung sind hier sicherlich noch einige Sekunden Potenzial.

In allen Disziplinen waren noch andere Athleten aus der Trainingsgruppe am Start: Sie nutzen Emmas Siebenkampf zum Testen in einzelnen Disziplinen. Besonders zu nennen ist hier Amelie, die mit 28,40sec ihre Leistung aus Pfungstadt über 200m bestätigen konnte. Ebenfalls unter 30sec erreichte Johanna das Ziel. Ihre Entwicklung im letzten Jahr macht Hoffnung, dass da in den nächsten Monaten noch die eine oder andere Bestzeit folgt. Über die Hürden konnte Marko seine ganze Routine zeigen und absolvierte die 100m in 17,62sec. Sein Sohn Felix – eigentlich macht er schon länger keine Leichtathletik mehr – übersprang 1,55m und war damit zufrieden. Über 800m waren neben Emma noch Anouk und Johanna am Start. Zusammen liefen die beiden nach 2:58min ins Ziel.

Insgesamt also ein Mehrkampf-Wochenende, das viel zu bieten hatte: starke Leistungen, Bestleistungen, gute Stimmung – aber auch Enttäuschungen und Leistungen, die nicht ganz an die Erwartungen herankamen. Umso schöner, dass unsere internen Wettkämpfe auch von gegenseitiger Unterstützung und dem Fokus auf jede einzelne Disziplin leben. (Jakob)

Bilder gibt’s bei Flickr, die Ergebnisse hier.

Vereinsmeisterschaften Zehnkampf Tag 2 – Emma am Ende ganz vorne

Während Tag 1 eher mit klasssischen Disziplinen daher kommt, wird es an Tag 2 technisch anspruchsvoller: Vor allem der Stabhochsprung ist eine echte Herausforderung für die Zehnkämpfer.

Los geht es aber morgens über die Hürden. Klassischerweise stehen hier zehn Hindernisse von knapp 1,10m Höhe im Weg. An die Altersklassen angepasst gab es bei uns Läufe über 60m, 80m, 100m und 110m und auch die Höhen wichen vom Standard ab. Los ging es wie auch schon gestern mit den Jüngsten: Amelie und Konrad lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dass Konrad in 11,9sec knapp für sich entscheiden konnte. Wie auch schon vor zwei Wochen war Felina die Schnellste über die 80m: 13,9sec waren dann auch die punktbeste Leistung über die Hürden. Über die 110m war Marc mit 17,5sec fast genau so schnell wie beim Mehrkampf vor zwei Wochen.

Als nächstes dann der erste Langwurf im Mehrkampf: der Diskuswurf. Mit der anspruchsvollen Technik kam erwartungsgemmäß Routinier Marko am besten zurecht: Mit fast 30m setzte er sich deutlich vom Rest des Feldes ab und konnte wertvolle Punkte sammeln. Dahinter Felix und Paul – beide haben in letzter Zeit wenig oder gar nicht Diskus geworfen, konnten aber ihre Kraft in solide Weiten über 20m umsetzen. Knapp an dieser Marke scheiterte Marc, der sein 1,5kg schweres Wurfgerät auf 19,77m beförderte.

Danach dann die oben schon angesprochene Herausforderung: Stabhochsprung. Sind in der Weltklasse Höhen von 6m mittlerweile fast Alltag geworden, wären bei uns viele schon mit einem Drittel dieser Höhe sehr zufrieden. Los geht es anfängerfreundlich bei 1,30m – diese Höhe hatten auch alle Mehrkämpfer gut im Griff. Besonders zu erwähnen sind hier Laurenz und Felina. Laurenz hatte vor dem Zehnkampf genau einmal einen Stab in der Hand, überquerte heute souverän 1,70m und äußerte später, Stabhochsprung sei „sehr cool“. Felina spielte ihre turnerischen Fähigkeiten voll aus und überquerte 2,50m – bei den Hessischen vor drei Wochen hätte diese Leistung zu einem dritten Platz gereicht.

Im Speerwurf hieß es dann, vor dem abschließenden 1500m-Lauf nochmal gefühlvoll zur Sache zu gehen und Technik und Kraft perfekt zu kombinieren. Am besten gelang das Clemens: Als Trainer entschied er sich, nur in dieser einen Disziplin an den Start zu gehen. Sein Ziel von 40m verfehlte er dabei aber deutlich und war dementsprechend nicht wirklich zufrieden. Hier ebenfalls als Einzelstarter dabei war Konrad, der mit knapp 25m mehr als 4m weiter warf als noch vor zwei Wochen. Unter den Mehrkämpfern wie auch schon mit dem Diskus am stärksten: Felix, Marko und Paul.

Im abschließenden 1500m-Lauf heißt es dann nur noch „Kopf aus und laufen“. Das umzusetzen gelang Einzelstarter Christoph am besten, der nur knappp über 5min blieb. Ein spannendes Finish lieferten sich der Jüngste und der Älteste im Feld: Zwischenzeitlich hatte Laurenz schon deutlichen Rückstand, mit einem starken Finish konnte er Marko auf den letzten Metern aber noch abfangen.

In der Endauswertung ließ Emma am Ende nichts mehr anbrennen: Gut 200 Punkte Vorsprung auf Marko sicherten ihr den Sieg. Um Platz drei wurde es dann nochmal richtig eng: Nur zwölf Punkte fehlen Felina am Ende auf das Paar Alex/David, die Dritte werden. Dahinter dann Amelie/Laurenz auf Platz fünf, Marc auf dem sechsten Platz und Paul auf Platz sieben. Dahinter dann wieder drei Paare: Ruben/Felix, Paula/Amelie und Liv/Magda komplettieren die Top 10. Auf dem elften Platz: Puria.

Für uns war es wieder ein Wochenende mit allem, was Zehnkampf ausmacht: Höhen und Tiefen, das gemeinsame Durchstehen der zwei Tage, gegenseitige Unterstützung, aber auch eine gesunde Konkurrenz, die zu der einen oder anderen Bestleistung angespornt hat. Nächstes Jahr mit Sicherheit wieder: ob dann wieder in Bad Nauheim, auf dem eigenen Platz oder vielleicht ganz wo anders – 2021 wird es zeigen! (Jakob)

Die kompletten Ergebnisse findet ihr hier, Bilder bei Flickr