Die Barockstadt Fulda mit einem der schönsten Stadien in Hessen bot dieses Jahr die Kulisse für die Hessischen Meisterschaften der U20, U18 und im Bahngehen. Am ersten Tag lag unser Fokus mit Anna-Lena Böhle und Laurenz Christian Steiß auf der U20, am zweiten Tag folgte dann das Bahngehen mit einer Vielzahl VfLer.
Den Auftakt machte am frühen Samstagmorgen Anna im Weitsprung. Nach dem eher enttäuschenden Auftritt letzte Woche in Darmstadt wollte sie es dieses Mal besser machen. Direkt im ersten Versuch konnte sie dann mit 4,80m ihre Weite von letzter Woche übertreffen und sich im dritten Versuch noch einmal um 5cm steigern, was für einen sicheren Platz im Endkampf reichte. Dort gelang ihr dann leider keine Steigerung mehr – Probleme mit dem Anlauf verhinderten einen passgenauen Absprung auf dem Brett.
Parallel dazu hatte Laurenz über die 3000m seinen ersten Wettkampf des Tages. Die Devise hier: Mit möglichst wenig Ermüdung den Titel holen, um später in dem deutlich besser besetzten Rennen über 1500m noch einmal angreifen zu können. Nach Absprache im Callroom unterstützte Laurenz Jakob vom LAZ Gießen auf den ersten gut zwei Kilometern, bevor er eine kleine Lücke riss und ungefährdet den Titel erlaufen konnte. Vier Stunden später dann ein gänzlich anderes Bild: Fünf Jungs, die sich alle Chancen auf die Medaillen ausrechneten, die klare Ansage, dass es schnell werden würde, und von Beginn an ein entsprechend hohes Tempo im Feld. An Position vier liegend verlor Laurenz nach etwa der Rennhälfte den Anschluss an das Spitzentrio und durchquerte die 1000m-Marke in einem Duo nach etwa 2:44min. Auf der Schlussrunde konnte er dann nochmals seine Kämpfernatur auspacken und sich auf der Zielgeraden noch auf Platz drei und damit zur erhofften zweiten Medaille vorschieben. Zusätzlich bedeuten 4:05,90min eine kleine Steigerung seiner Bestleistung – und das mit dem Rennen vom Vormittag in den Beinen.

Am zweiten Tag lag aus unserer Sicht dann der volle Fokus auf dem Gehen. Aufgrund der kleinen Felder und häufig nur einer Person je Altersklasse standen die Platzierungen im Vorhinein oft schon fest – umso relevanter waren der Vergleich mit sich selbst und der Blick auf die Zeit. Auf der kürzesten angebotenen Strecke, den 2000m, konnten dabei zwei VfLer deutliche Steigerungen erzielen: Simon Bauer konnte sich gegenüber dem vergangenen Jahr um etwas mehr als 20sec verbessern und damit genau das umsetzen, was er sich vorgenommen hatte. Dreingabe für ihn ist nach 10:40,25min der Titel in der M12. Vielseitig unterwegs ist Frieda Krause in der W13. Immer wieder ist sie auch beim Gehen dabei und zeigte in Fulda mit starken 12:31,16min, dass das Gehen in der Jugend Teil eines vielseitigen Trainings sein kann.
Über 3000m gingen dann zwei Starter von uns in der M15 ins Rennen: Felix Bauer und Rihards Straumitis. Felix wollte nach zuletzt nicht ganz einfachen Wochen mit einigen kleinen Problemen in den Bereich seiner Bestzeit laufen. Mit 13:57,24min gelang ihm das zwar – direkt nach dem Rennen war er dennoch nicht ganz zufrieden, hatte er sich doch eigentlich eine etwas schnellere Zeit erhofft. Zum Vizetitel hinter ihm reichte es für Rihards Straumitis, der am Tag zuvor noch die 5000m gelaufen war. Bei ihm steht mit 17:11,53min eine neue Bestzeit und eine Steigerung gegenüber der Leistung aus der Halle um rund zwei Minuten. Zwar keine ganz so große Steigerung, aber dennoch eine Verbesserung der Bestzeit zeigte seine Mutter Ruta Ozolina über die 5000m. 28:57,61min bedeuten zudem den Titel in der W50.
Unser erfolgreiches Auftreten bei Hessenmeisterschaften konnten wir in Fulda also fortsetzen und hoffen, dass auch beim Blockmehrkampf am kommenden Wochenende der eine oder andere Erfolg eingefahren wird! (Text: Jakob, Bilder: Clemens)








