Marburger Gehertag – Gehen weiter im Aufwind

Gehen gehört bei uns mittlerweile einfach dazu – von der KiLa bis zu den Aktiven hat es seinen Platz in jeder Trainingsgruppe, und alle sollen es mal ausprobieren. Dass dabei dann (natürlich) auch der eine oder die andere hängen bleibt, der Talent zeigt oder Freude an der koordinativen Herausforderung hat, ist beinahe zwangsläufig. Somit waren beim Marburger Gehertag gleich 14 VfLer am Start. Das Besondere: In der U14 und U16 war der „Freunde der Leichtathletik Gehercup“ integriert, bei dem es um Plätze für ein Trainingslager in Kienbaum ging.

Über 3000m waren zwei VfLer mit von der Partie: Laurenz, dessen Fokus auf dem Laufen liegt und der das Gehen hin und wieder fast nur in Wettkämpfen macht, und Felix, bei dem es genau umgekehrt ist – sein Fokus liegt ganz stark auf dem Gehen. Anfangs drehten die beiden zusammen ihre Runden, bevor Laurenz das Heft in die Hand nahm und sich an die Spitze des Feldes setzte (zugegebenermaßen startete er außer Wertung bei den zwei Jahre jüngeren Jugendlichen). In seinem Sog zeigte aber auch Felix ein extrem starkes Rennen und verbesserte seine Bestzeit um über 30 Sekunden! Laurenz benötigte 15:27,24 Minuten, Felix steigerte sich auf 15:48,93 Minuten.

Über 2000m war dann ein VfL-Trio am Start: Florian, Antonia und Frieda. Alle drei zeigten vor allem eine technisch gute Leistung und kassierten keine einzige Verwarnung für unsauberes Gehen. Florian wurde in der MU14 starker Vierter und verpasste den Bronzeplatz nur haarscharf um rund 3 Sekunden. Die Mädels sortierten sich in der stark besetzten WU14 zwar weiter hinten ein, wenn sie dabei bleiben, sind da aber sicherlich große Steigerungen in den kommenden Wochen und Monaten möglich!

Über 1000m war dann eine große, bunt gemischte Gruppe VfLer am Start: Jan, der eigentlich auf den 800m in der Aktivenklasse zuhause ist, dem Gehen aber eine Chance gibt, Milan und Freddy, die ihren ersten Geh-Wettkampf absolvierten, Simon, der sich um gleich 20 Sekunden steigern konnte, Joe, der vor allem mit seiner Frequenz beeindruckte, und zuletzt Teresa und Mayra, die aus dem Laufbereich kommen.

Bei der Siegerehrung gab es dann noch eine schöne Überraschung: In der Teamwertung des Gehercups über die U14 und U16 hinweg konnten wir den Pokal mit nach Hause nehmen und damit den etablierten Geher-Vereinen (die aus großen Teilen Deutschlands angereist waren) zeigen, dass Gehen in Marburg im Aufwärtstrend ist! (Text: Jakob)

Ergebnisse gibt es hier, Bilder bei Flickr

Marburger Geh- und Lauftag mit HM und SDM Bahngehen – Gehen in Marburg weiter im Aufwind

Ein sperriger Veranstaltungsname, die eine oder andere Unsicherheit, wer jetzt wo zu melden ist, fürs Wettkampfbüro die eine oder andere Herausforderung bezüglich der Wertungsmodalitäten – auch wenn im Vorfeld ein paar Herausforderungen zu bewältigen waren, standen am Ende wieder rund 50 VfLer im heimischen Stadion auf der Bahn.

Schon um 9:30 ging es mit den Meisterschaftswettbewerben los – als erstes die Frauen über 5000m. Musste Britta letztes Jahr noch einer Konkurrentin in Hessen den Vortritt lassen, ließ sie in diesem Jahr keinen Zweifel aufkommen, dass der Titel nur über sie geht. Obwohl sie auf den letzten Runden mit der zunehmenden Hitze zu kämpfen hatte, machte sie ein gutes Rennen und wurde in 28:33,96min Hessenmeisterin in der W40 und gleichzeitig Zweite bei den parallel ausgetragenen Süddeutschen Meisterschaften. Leider ohne Konkurrentin am Start war in ihrem ersten Gehwettkampf Annika bei den Frauen – 33:29,92min sind für sie aber so oder so eine starke Leistung und wir sind sicher, dass Annika demnächst häufiger beim Gehen am Start sein wird.

Bei den Männern war dann Laurenz am Start. In der U18 unterwegs liegt sein Fokus eigentlich auf dem Laufen, die Meisterschaften im eigenen Stadion wollte er sich dennoch nicht entgehen lassen. Dass ihm am Ende mit 28:45,43min ein richtig starker Auftritt gelingt, hatte wohl niemand erwartet. Als Lohn gab es die Silbermedaille bei Hessischen und Süddeutschen Meisterschaften. In der M13 war Felix am Start. Sein Ziel für die 2000m: Die Bestzeit weiter verbessern, am liebsten auf unter 11min. Nachdem es zur Rennmitte schonmal knapp zu werden schien, konnte er mit einer starken Schlussrunde seine Wunschzeit deutlich erreichen und wurde in 10:54,09min Hessenmeister.

Im Rahmenprogramm war dann unsere U12 über 1000m Bahngehen am Start. Dass auch der Nachwuchs schon richtig schnell unterwegs ist, bewiesen Simon in 6:05,61min und Frieda in 6:28,96min als schnellster Junge und schnellstes Mädchen. Besonders erfreulich hier aber auch die Breite: Je acht Jungs und Mädchen waren am Start. In der gleichen Altersklasse über 50m Hürden waren Mara in 9,58sec und Noah in 9,02sec am schnellsten. 10m weiter mussten die Schüler in der U14 laufen – am schnellsten gelang das Margarete (11,39sec) und Johannes (11,23sec).

Bei den Jüngsten stand wie so oft ein Stadioncross auf dem Programm. In der U8 über 600m war Jule nicht nur das schnellste Mädchen, sondern konnte auch alle Jungs hinter sich lassen. Schnellster war hier Mattis. Etwa doppelt so lang mussten die Kinder in der U10 laufen. In einem spannenden Finish konnte hier Felix den Sieg erringen. Nur zwei Sekunden dahinter platzierte sich mit Naene schon unsere Siegerin bei den Mädchen.

Das Gehen kommt bei uns immer mehr aus seinem Schattendasein heraus – für uns ein Grund zur Freude und sicherlich auch in Zukunft etwas, wo wir weiter drauf aufbauen werden! Die Ausrichtung der Hessischen ist jedenfalls jedes Jahr aufs Neue zwar eine kleine Herausforderung (vor allem für das Wettkampfbüro), aber auch eine schöne Gelegenheit, viele nette Menschen bei uns begrüßen zu dürfen! Und wenn dann noch viele eigene AthletInnen erfolgreich am Start sind, kann ein Wettkampftag nicht viel erfolgreicher aussehen! (Text: Jakob, Bilder: Jakob und Clemens)

Ergebnisse gibt es für die Meisterschaften hier und für das Rahmenprogramm hier. Bilder wie immer bei Flickr.

DM Straßengehen – Britta holt sich den nächsten Titel

Ende April fanden auch die ersten Gehwettkämpfe der Freiluftsaison statt.

Am 21.4. traten Britta und Simon in Neuss an. Dabei verbesserte Simon seine bisherige Bestzeit im 1000m Bahngehen um knapp 20 Sekunden auf 6:16,19 Minuten. Auch Britta konnte ihre Bestzeit im 5000m Bahgehen trotz Hagels und stürmischer Windböen während des Wettkampfs um 12 Sekunden auf 28:01,02 Minuten steigern, sodass die Generalprobe für die eine Woche später stattfindenden Deutschen Meisterschaften im Straßengehen in Kelsterbach gelungen war.

In Kelsterbach gab es neben den Deutschen Meisterschaften auch ein Schnuppergehen, bei dem Anna mit großer Freude und guter Technik 1km ging. Im Rahmenprogramm startete Simon über 1km und konnte sich hier noch einmal deutlich im Vergleich zur Vorwoche auf 5:57 Minuten
steigern. Felix ging über 3km an den Start, kam aber leider wegen starker Seitenstiche nicht wie erhofft unter 17:00 Min ins Ziel. Trotzdem kann er mit seiner Zeit von 17:13 Minuten durchaus zufrieden
sein. Britta konnte in der W40 über 10km mit einer neuen Bestzeit von 58:55 Minuten erneut den Deutschen Meistertitel holen.

Als nächster Gehwettkampf stehen nun die Hessischen und Süddeutschen Meisterschaften Ende Mai in Marburg an. (Text und Bilder: Britta)

HM Halle U18, Aktive und Bahngehen Tag 2 – zwei Medaillen, zwei Staffeln

Nach einem erfolgreichen ersten Tag waren am Sonntag gleich zehn AthletInnen von uns am Start: Zwei volle Staffel, Amelie zusätzlich über die Hallenrunde, Marc und Sophia über die Hürden. In der U18 wollte Konrad über die Hürden und mit dem Stab um Medaillen kämpfen und Laurenz erhoffte sich selbige über die 3000m.

Wie so oft als erstes die HürdenläuferInnen am Start: Sophia konnte nicht ganz an ihre Leistung von vor zwei Wochen anknüpfen – 10,10sec und Platz 17 sind solide, die Hoffnung ist aber nach wie vor da, dass diesen Winter noch die 9 vor dem Komma folgt. Marc durfte sich mit Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul duellieren. Auch wenn Niklas das Ziel eine gute Sekunde vor Marc erreicht, ist er mit Platz sieben und 9,75sec zufrieden, zumal im Einlagelauf (wegen weniger Läufer war der Vorlauf direkt das Finale) nochmal eine neue Bestzeit in 9,70sec folgte. Konrad hatte im Vorlauf mit dem Start zu kämpfen, gelangte unerwarteterweise dennoch ins Finale. Auch dort lief es aber nicht richtig rund, sodass Konrad mit 9,13sec und ebenfalls Platz sieben nicht zufrieden ist.

Umso besser lief es dann für ihn im Stabhochsprung: Bei der Einstiegshöhe machte er er spannend und schöpfte seine drei Versuche aus, danach sprang er aber Höhe um Höhe im ersten Versuch, sodass er seine Bestleistung auf 3,60m steigern konnte. Bei 3,70m war dann zwar Schluss – aber die Bronzemedaille und eine neue PB können sich mehr als sehen lassen!

Bei den Staffeln sind wir schon etwas stolz darauf, nach einer Männerstaffel vergangenes Jahr dieses Jahr eine Männer- und eine Frauenstaffel am Start zu haben. Als erstes galt es für die Jungs, den Stab sicher viermal um die Bahn zu bringen. Julius als Startläufer, Silas auf zwei, danach Marc und Michael als Schlussläufer gelang das bravourös, auch wenn an den Wechseln sicherlich noch Potenzial liegt. Die Zeit von 1:37,29min ist mehr, als die Trainer sich vorher errechnet hatten und Platz sechs ein starkes Ergebnis. Bei den Frauen waren Amelie, Johanna, Paulina und Sophia am Start. Amelie, die zuvor schon über die 200m am Start war und mit 29,68sec nicht zufrieden war, brachte die Staffel gut auf Kurs, die Wechsel liefen alle mehr oder weniger glatt, sodass das Quartett am Ende mit 1:57,35min mehr als zufrieden sein kann, zumal ein fünfter Platz sich auch sehen lassen kann!

Als letztes war Laurenz dann über 3000m am Start. Sein Ziel war klar: Unter zehn Minuten und nach Möglichkeit eine Medaille. Vom ersten Meter an verfolgte er den Plan auf die Sekunde genau, ließ sich nicht von der Konkurrenz verunsichern und lief bald an dritter Stelle ein recht einsames Rennen. Der dritte Platz schon schon sicher, die Zeit deutete sich sogar noch etwas schneller als angestrebt an. Auf den Silberrang waren es eingangs der letzten Runde noch 15m – mit einem beeindruckenden Rennen konnte Laurenz die Lücke nochmal schließen und sich auf den letzten Metern noch auf den Silberrang schieben. Die Zeit: 9:42,99min. Am Ende also beide Ziele deutlich erreicht, dabei noch die Norm für die Süddeutschen im Sommer abgehakt – besser hätte es nicht laufen können!

Fazit des Wochenendes: ein Titel, zwei zweite Plätze, ein dritter Platz, dazu vier weitere Top8-Platzerungen und vor allem neun neue Bestleistungen sind ein Ergebnis, das mehr als zufriedenstellend ist! (Text: Jakob, Bilder: Jakob, Clemens, Liv)

Ergebnisse gibt es hier, Bilder bei Flickr

HM Halle Aktive, U18 und Bahngehen Tag 1 – Titel im Gehen und starke 400m

Die ersten Hessischen Meistertitel des Jahres wurden am Wochenende in Frankfurt vergeben. In der U18 sowie bei den Aktiven und in allen Altersklassen im Bahngehen gab es die ersten Titel des Jahres zu gewinnen.

Am ersten Tag aus Marburger Sicht am Start: Konrad über 400m in der U18, ein Trio über 400m bei den Männern und ebenfalls ein Trio im Gehen über die Altersklassen verteilt. Bei Konrad war nach dem ersten Rennen über 400m vor zwei Wochen die Erwartung hoch: Die 55,78sec vom Wintercup sollten deutlich verbessert werden – was das am Ende für eine Platzierung ergeben sollte, würde sich dann zeigen. In einem schnellen Rennen war er leider von Beginn an etwas verloren unterwegs. Aus den Bedingungen machte er aber das Beste, lief ein gleichmäßiges Rennen und konnte seine Zeit auf 55,47sec verbessern. Das bedeutet am Ende Platz 8. Beides nicht ganz das, was Konrad sich erhofft hatte.

Bei den Männern eine etwas andere Ausgangssituation: Michael schon mit einem soliden Rennen vor zwei Wochen, Marc mit einem misslungenen Rennen und Silas das erste Mal überhaupt in einem 400m-Rennen am Start. Direkt im ersten Lauf lieferten Marc und Silas sich ein vereinsinternes Duell: Von Beginn an liefen sie vor ihrem Konkurrenten – Silas hatte schon einige Meter Vorsprung, Marc legte aber auf den letzten Metern nochmal ordentlich zu, sodass sich das Rennen erst auf dem Zielstrich entschied und Silas mit einem haarscharfen Vorsprung das Duell für sich entschied. Dass in einem solchen Rennen mit 54,31sec und 54,33sec starke neue Bestzeiten herauskommen und beide damit zufrieden sind, ist keine Überraschung. Im nächsten Lauf war Michael am Start. Ein Läufer setzte sich von Beginn an an die Spitze und es war klar, dass er das Rennen auch mit Vorsprung für sich entscheiden würde. Michael dahinter machte wieder ein gutes Rennen – auf den letzten Metern fehlt ihm noch ein bisschen der Kick, den er sich dann im Sommer wieder erhofft. Aber auch hier steht am Ende mit 54,87sec eine Steigerung gegenüber der Zeit vor zwei Wochen zu Buche. Für die Jungs bedeutet das die Platzierungen 16, 17 und 18.

Als Abschluss des ersten Tages waren dann die GeherInnen aktiv: Britta und Felix um an starke Zeiten aus dem letzten Jahr anzuknüpfen, Moritz, weil er die Vielfalt der Leichtathletik so schätzt und es auch im Gehen mal wieder versuchen wollte. Als erstes war Britta am Start. Nach leichten Fußproblemen in den letzten tagen hatte sie etwas Sorge, ob es auf der Hallenbahn technisch alles gut gehen würde und sie trotz der Probleme ein gutes Rennen würde machen können. Die erste Sorge sollte sich als unbegründet hinausstellen – technisch gab es keine Einwände von den Gehrichtern. Die zweite Sorge erwies sich als durchaus begründet: Gerade die ungewohnte Hallenbahn machte es nicht besser, sodass Britta nicht komplett schmerzfrei unterwegs war. Umso beachtlicher, dass am Ende mit 16:13,45min eine deutliche Bestleistung und wieder der Titel in der W40 herauskamen. Ihr Sohn Felix war dann hochgemeldet in der M14 am Start. Sein Ziel war ursprünglich eine Zeit rund um 17:30min – es zeigte sich aber schon nach wenigen Runden, dass er durchaus höheren Ambitionen gerecht werden würde: Konstante Rundenzeiten und anders als vor einigen Wochen keine Kritik seitens der Gehrichter waren eine perfekte Kombination, um auf der für ihn langen Strecke mit 16:55,22min eine erste Duftmarke zu setzen. Ein Konkurrent war noch schneller als er, sodass am Ende sie Silbermedaille herauskam. Bedenkt man, dass die DM-Quali in der U16 bei 19:00min liegt und er bis dahin noch zwei Jahre Zeit hat, ist das eine mehr als beeindruckende Leistung! Leider weniger optimal lief es bei Moritz: Schnell sammelte er die ersten Anträge der Gehrichter und musste das Rennen etwa bei der Hälfte beenden – schade drum, aber im Sommer wird Moritz es sicher wieder versuchen!

Ein Titel, ein zweiter Platz, eine Menge neue Bestleistungen – aus Vereinssicht hätte es besser kaum laufen können, auch wenn mit Moritz und Konrad zwei Athleten nicht ganz zufrieden sind. (Text und Bilder: Jakob)

Ergebnisse gibt es hier, Bilder bei Flickr

DM Bahngehen – Britta sichert sich nächsten Titel

Nur eine Woche nach den Hessischen und Süddeutschen Meisterschaften in Marburg fanden die Deutschen Meisterschaften im Bahngehen in Bühlertal im Schwarzwald statt. Hier startete Britta über 5000m in der W40 und konnte ihren Titel vom letzten Jahr verteidigen.

Mit ihrer Zeit von 30:40,18 Minuten war sie zwar nicht zufrieden, da sie diese Saison schon über 90 Sekunden schneller war und die Trainingsergebnisse auf mehr hoffen lassen, die Bedingungen waren an diesem Tag aufgrund der sehr sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad und ohne jeglichen Schatten auf der Bahn aber auch nicht optimal für Bestleistungen. (Text und Bilder: Britta)

Ergebnisse gibt es hier