Sportfest Allendorf – Felina und Johanna weiter im Flow

Von 14,02sec auf 13,80sec, von 30,49sec auf 28,92sec, von 14,45sec auf 14,21sec und von 29,83sec auf 28,93sec – das sind die Steigerungen die Felina und Johanna in den letzten gut sechs Wochen gezeigt haben. Den vorläufigen Höhenpunkt gab es beim Sprint- und Staffelmeeting in Allendorf mit vier Bestzeiten.

Dabei lief das Sportfest nicht ganz optimal an: Laurenz konnte über 100m nicht an seine letzten starken Zeiten anknüpfen und benötigte für die 100m 13,84sec – im Ziel zeigte er sich dann aber auch selbstkritisch und hofft auf eine deutlich schnellere Zeit in 10 Tagen bei den Hessischen Blockmeisterschaften. Schon deutlich besser lief es bei Amelie: Nach 14,47sec im ersten Saisonrennen vor drei Wochen konnte sie ihre Bestzeit jetzt schon auf 14,36sec steigern. Über 300m lief es bei den beiden dann richtig gut: 42,94sec sind für Laurenz eine satte Steigerung um fast 2sec während Amelie das erste Mal überhaupt über 300m am Start war und sich mit 47,01sec selber ein bisschen überraschen konnte.

In der U18 und U20 war dann die gesamte Sprintgruppe am Start: Amelie (14,07sec/29,39sec), Paula (14,83sec), Magda (15,36sec) und Sandra (15,64sec) konnten die hervorragenden Bedingungen zum größten Teil für neue Saisonbestleistungen nutzen, die richtig starken Ergebnisse lieferten dann aber die beiden oben genannten: Über 100m hatte Felina mit 13,80sec noch deutlichen Vorsprung vor Johanna (14,21sec) – da Johannas Stärke aber eher auf der zweiten Hälfte liegt, war klar, dass es über 200m spannend werden würde. Erwartungsgemäß konnte Felina als erste auf die Zielgerade einbiegen, Johanna konnte aber Meter um Meter gutmachen, sodass im Zieleinlauf keine klare Siegerin auszumachen war. Mit der Winzigkeit von einer hundertstel Sekunde hatte Felina am Ende die Nase vorne.

Als letztes waren dann noch zwei Staffeln am Start: Zum einen die mittlerweile eingespielte Staffel in der Reihenfolge Liv-Johanna-Amelie-Felina und als zweites eine bunt gemischte Staffel aus unserer „kleinen“ Amelie, Emma, Magda und Paula. Gerade bei der zweiten Staffel war die spannende Frage, ob es auch ohne entsprechendes Training klappen würde, den Stab ins Ziel zu bringen, während die erst genannte Staffel nochmal ein solides Rennen machen wollte. Das gelang am Ende zu aller Zufriedenheit: 54,57sec sind zwar ein gutes Stück langsamer als vor einer Woche bei den Hessischen, angesichts der Läufe vorher und guter Wechsel ist die Zeit aber hoch einzuschätzen. Bei unserer zweiten Staffel klappten die Wechsel alle mehr oder weniger gut und Paula konnte die Staffel nach 57,98sec sicher ins Ziel bringen.

Allendorf war also wie eigentlich immer ein Garant für schnelle Zeiten: Top organisiert, gutes Wetter und eine angenehme Atmosphäre sorgen dafür, dass wir immer wieder gerne bei der LG Eder zu Gast sind! (Jakob)

Ergebnisse gibt’s hier, Bilder bei Flickr

Sportfest Gilserberg – die Bahn brennt

Hochsommerliche Temperaturen, ein kleines familiäres Sportfest und sechs VfLer – das waren die Rahmenbedingungen für das Sprung- und Stoßmeeting in Gilserberg. Hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen und 30m fliegend standen zur Auswahl.

Als erstes ging es auf der Bahn zur Sache: 30m fliegend, bei uns im Training häufig gelaufen – hier auch mal im Wettkampf. Und hier purzelten die Bestzeiten nur so: Paula mit 3,84sec erstmals unter der Vier-Sekunden-Marke, Julius mit 3,34sec so schnell wie sonst kaum einer im Verein, Johanna läuft mit 3,66sec nur knapp am Sieg vorbei, Laurenz läuft 3,50sec und verbessert damit seine Bestzeit ebenfalls deutlich und Thies läuft mit 3,79sec ebenfalls erstmal unter 4sec.

Nach diesem Einstieg wie er besser hätte nicht sein können, ging es zum Hochsprung: Thies, Julius und Emma waren am Ende alle nicht restlos zufrieden. Wie in Allendorf war der Wettkampf für Thies bei 1,30m und für Julius bei 1,45m zu Ende. Einerseits ärgerlich, dass es zu mehr nicht gereicht hat, andererseits schön zu sehen, dass das mittlerweile Höhen sind, die die beiden konstant springen können. Emma startete im Hochsprung nur spaßeshalber ohne ernsthaftes Training und konnte 1,35m überqueren. Anders die Erwartung mit der Kugel: Hier wollte sie an ihre starken Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen. Mit 10,95m gelang ihr das nicht zu ihrer Zufriedenheit, aber zur Zufriedenheit des Trainers – am Ende also eigentlich alles wie immer 😉

Im Weitsprung waren die 4m und 5m-Marke wohl bei allen unseren Athletinnen und Athleten wenigstens im Hinterkopf ein Ziel. Mit dem wechselnden Wind wurde es den Springerinnen und Springern nicht einfach gemacht, sodass sie alle sich diese Marken für ein andermal aufsparen müssen. 3,84m für Paula, 4,78m für Julius, 3,93m für Johanne und 4,92m für Laurenz sind alles solide Leistungen – nur der Ausreißer nach oben fehlt noch bei allen vieren.

Insgesamt ein schönes Sportfest mit guten Leistungen für die Vfler – gerne kommen wir kommendes Jahr wieder nach Gilserberg! (Jakob)

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Hessische Meisterschaften U18 – Emma knapp am Podest vorbei

Mitte Juni ging es für Emma und Felina zu den Hessischen Meisterschaften nach Darmstadt. Nach einigen Monaten gezieltem Speerwurftraining und auch einigen Wettkämpfen stand nun der Vergleich mit den Besten aus Hessen an.

Emma, mit der drittbesten Weite gemeldet, kam bei den ersten beiden Versuchen noch nicht gut in den Wettkampf. Nach einigen Hinweisen vom Landestrainer lief es dann aber besser und der dritte landete nur knapp hinter ihrer Bestleistung, was zu dem Zeitpunkt Platz vier bedeutete.

Felina hatte auch ihre Probleme; obwohl die Technik mittlerweile deutlich stabiler geworden ist, bekam sie die Kraft nicht in den Speer, der dementsprechend auch nicht so weit flog. Mit nur 26,67m war der Wettkampf für sie leider nach drei Würfen beendet.

In der zweiten Wettbewerbshälfte konnte Emma sich nicht nochmal steigern, trotz guter Versuche. Da die direkte Konkurrenz auch nicht nachlegen konnte, bedeutete das am Ende dann auch Platz vier, wovon Emma etwas enttäuscht war ob der verpassten Medaille (für die eine deutliche Steigerung der persönlichen Bestleistung nötig gewesen wäre).

Ende Juni stehen für die beiden dann schon wieder die nächsten Hessischen Meisterschaften an, dann in der U20 wieder im Speerwurf, dann aber mit 100 Gramm mehr. (Clemens)

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Pfingstmeeting Allendorf 2022

Pfingsten heißt bei den Leichtathleten Zeit für Sportfeste. Deshalb ging es Pfingstmontag für einige VfLer zum Pfingstmeeting nach Allendorf. In familiärer Atmosphäre bildeten die klassischen Kerndiziplinen Sprint, Weitsprung und Ballwurf bzw. Kugelstoßen den Rahmen der Veranstaltung, ergänzt wurde er noch durch 800 Meter.

In der U18 zeigte Julius über die 100 Meter mit deutlich unter 13 Sekunden, dass er bei kommenden Wettkämpfen eine gute Verstärkung der Männerstaffel sein kann. Nur knapp langsamer war bei den Senioren Moritz; stärker diesmal war der Kugelstoß, wo er mit 9,25 eine neue Bestweite stoßen konnte.

Bei den jüngeren Jugendlichen sprang Thies über 1,34m; die Technik ist noch etwas wackelig, da ist noch deutlich mehr drin. Nur knapp niedriger sprang Amelie: Nach 1,30m war für sie Schluss.

Amelie beim Hochsprung

Die Jungen in der M11 waren von einem VfL-Quartett vertreten: Ben, Aaron, Felix und Leonardo. Am stärksten im Schlagballwurf war Ben, mit 33 Metern wurde er Vierter. Auf den 800 Metern liefen die vier die meiste Zeit zusammen, am Ende konnte sich dann Leonardo etwas absetzen und die anderen drei hinter sich lassen.

Aaron, Ben und Felix auf den 800m

Wieder mal konnten wir einen schönen und erfolgreichen Tag in Allendorf verbringen, das wird dieses Jahr nicht das letzte Mal gewesen sein. (Anmerkung der Korrekturleserin: Felina und Liv waren auch dabei).

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Stadionfest Mörfelden 2022

Nachdem letztes Jahr das Stadionfest in Mörfelden unseren Wiedereinstieg in das Wettkampfgeschehen bedeutete, reihte es sich dieses Jahr mit deutlich größeren Starterfeldern für drei unserer Athleten mitten in die Sommersaison ein. Im Waldstadion warfen bei drückender Wärme Felina und Clemens Speer, bei den Sprints kam dann noch Amelie dazu.

Los ging es für Felina über die 100m Hürden: Neun Hürden sahen vielversprechend aus: Kurs auf neue Bestzeit. Die letzte Hürde machte das Vorhaben dann zunichte: Mit dem Nachziehbein blieb sie hängen und stürzte. Mit einem dicken und einem offenen Knie kam sie noch ins Ziel, eine gute Zeit war aber natürlich dahin.

Besser lief es beim Speerwurf: Die ersten Versuche waren noch unrund, mit dem richtigen Coaching steigerte sie sich aber von Versuch zu Versuch und kam in fünften auf 31,11m, neue Bestleistung. Bei Clemens flog der Speer zwar noch etwas weiter, trotzdem war er nicht zufrieden, da er keinen Wurf gut traf. Den Wettkampf gewann Amin, Speertrainer der VfLer, mit gut 60m; zu der Norm für die deutschen Meisterschaften fehlt leider noch knapp ein halber Meter.

Danach ging es wieder auf die Tartanbahn, diesmal ohne Hürden. Amelie und Felina liefen beide sowohl 100 als auch 200m. Amelie lieferte zwei solide Rennen ab, die beide Saisonbestleistung bedeuteten. Zu den Bestleistungen aus dem letzten Jahr fehlt aber noch etwas. Das sieht bei Felina anders aus: Über 100m blieb sie erstmals unter 14 Sekunden und über 200m hat sie mittlerweile keine Probleme mehr, am Ende nicht einzubrechen und konnte auch hier ihre Bestleistung deutlich verbessern.

Über 200m war auch Clemens am Start. Im ersten Rennen über diese Strecke blieb er knapp über 26 Sekunden; aktuell eher auf der Mittelstrecke zuhause, geht das Ergebnis für ihn in Ordnung.

Wieder einmal konnten wir einen schönen (und erfolgreichen) Wettkampftag im Rhein-Main-Gebiet verbringen. Perfekte Organisation und eine schöne Atmosphäre lassen uns nächstes Jahr bestimmt wiederkommen. (Clemens)

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Abendsportfest Neukirchen 2022

Mitten in der Saison ging es für Felina und Clemens an einem Dienstagabend nach Neukirchen. In dem frisch sanierten Stadion (einige Hürdenmarkierungen fehlen noch) starteten die beiden auf verschiedenen Sprintstrecken mit und ohne Hürden.

Nach einer Regenunterbrechung leider nicht mehr komplett aufgewärmt waren für Felina die 100m Hürden die erste Disziplin. Bei ihrem zweiten Wettkampf über diese Strecke kam sie gut ins Rennen, blieb dann aber an der achten Hürde hängen und kämpfte sich komplett ohne Geschwindigkeit ins Ziel. Dementsprechend war die Zeit auch deutlich langsamer als vor zwei Wochen in Flieden.

Über 100 und 200m lief es besser: Auf der längeren Strecke lieferte sie sich auf der Zielgerade mit einer Konkurrentin ein spannendes Duell, was sie auf den letzten Metern für sich entscheiden konnte. War bisher die Endgeschwindigkeit eine Schwachstelle, konnte sie hier davon profitieren.

Felina bei den 100m

Clemens musste nochmal doppelt soweit laufen: 400m Hürden standen auf dem Plan, eine für ihn bisher unbekannte Strecke. Die ersten drei Hürden liefen noch wie im Training, danach wurden die Hürdenüberquerungen improvisiert, wobei klar wurde, dass die Technik nicht allzu stabil ist. Auf der Zielgerade bekam er dann die Härte dieser Strecke zu spüren und quälte sich nach 65,99 Sekunden ins Ziel. An sich genau in dem Rahmen, wie er es sich vorgestellt hatte, aber mit mehr Training sind da auch noch schnellere Zeiten drin.

Insgesamt war das Abendsportfest eine sehr entspannte Veranstaltung, nächstes Mal dann hoffentlich auch mit mehr VfLern. (Clemens)

Ergebnisse gibt es beim Veranstalter

1. Maisportfest – ein Erfolg auf ganzer Linie

Die Planung eines Sportfests ist nicht so einfach: Wie viele Anmeldungen bekommen wir? Wie viele davon kommen dann am Ende auch? Welche Anlagen können wir nutzen? Für unser Maisportfest hatten wir mit vielleicht 100 oder 120 Athletinnen und Athleten gerechnet, am Ende waren es 198 Athletinnen und Athleten und über 500 Starts.

Ein angepasster Zeitplan, diverse kurzfristig organisierte Helferinnen und Helfer, deutlich mehr Kuchen als ursprünglich geplant und zusätzliche Anlagen – nur so war es möglich, diese unerwartet großen Felder zu organiseren. Ein großes Dankeschön an alle, die das möglich gemacht haben: Ob als Kampfrichter, Helfer oder beim Kuchenverkauf – alles hat reibungslos funktioniert!

Für unsere eigenen Athletinnen und Athleten war es natürlich eine tolle Möglichkeit im eigenen Stadion anzutreten. 53 VfLer waren am Start und kämpften um neue Bestleistungen und vordere Platzierungen. Einige Leistungen stechen dabei besonders heraus: Marc konnte über 30m fliegend seine Bestzeit und damit auch die aktuelle Spitzenposition im Vereinsranking auf jetzt 3,30sec steigern. Die Frage, wann die 12sec über 100m fallen, wird damit immer realistischer. In der U18 überzeugt Emma mit zwei neuen Bestleistung in den Würfen: 11,59m mit der Kugel und 36,56m mit dem Speer sind Leistungen, mit denen sie in Hessen vorne mit dabei ist! Ebenfalls stark mit dem Speer: Amelie mit 26,34m und fast drei Metern Vorsprung auf die erste Verfolgerin. (Felina hat auch mitgemacht; Anmerkung von der Korrekturleserin Felina).

In der U14 beeindrucken vor allem Joris 3,78sec über 30m fliegend: Eine Zeit, mit der der eine oder andere auch in höheren Altersklassen zu kämpfen hat. Bei unseren Jüngsten an diesem Tag sticht Ben im Hochsprung mit 1,20m heraus. Ansonsten freut uns hier einfach, dass wieder unglaublich viele Kinder am Start waren und einen schönen Tag im Stadion verbringen konnten! (Jakob)

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RM Flieden – Staffeln laufen zu Vizetiteln

Waren es bisher Sportfeste, die unsere Saison geprägt haben, gab es am vergangenen Wochenende den Auftakt in die Meisterschaftssaison bei der Regionsmeisterschaft in Flieden. Bei perfekten sommerlichen Bedingungen gab es das volle Disziplinspektrum.

Los ging es wie so oft mit den Hürden. Hier stand dann auch direkt eines der Highlights aus unserer Sicht an: Nachdem es bei Tim und Thies über 80m jeweils kein erfolgreiches Finish gab, war die Frage umso größer, ob Felina es in ihrem ersten Rennen über die 100m ins Ziel schaffen würde. Am Ende überraschte sie nicht nur sich selber, indem sie einen starken Lauf zeigte und nur an der letzten Hürde leicht ins Straucheln kam. 16,77sec sind aber zum Einstieg eine hervorragende Zeit. Den Flow nutze Felina dann noch für starke Zeiten über 100m (14,14sec) und den Titel im Speerwurf mit neuer Bestleistung (31,06m). Spontan entschied sie sich dann noch, auch die 200m zu laufen und konnte mit 29,42sec das erste Mal die 30sec-Marke unterbieten.

Ebenfalls mit dem Speer am Start war Emma. Auch wenn ihre 29,72m zum Vizetitel hinter Felina reichten, war sie damit gar nicht zufrieden. Ganz anders mit der Kugel: 11,10m sind nicht nur eine deutliche Steigerung ihrer PB, sondern sicherten ihr auch mit deutlichem Vorsprung den Regionstitel. Die gleiche Disziplinauswahl hatte Ruben getroffen: Und auch bei ihm können sich die Ergebnisse sehen lassen. 9,46m mit der 6kg-Kugel sind ziemlich genau das, was er sich im Vorfeld vorgestellt hatte. Und auch wenn am Ende im Speerwurf (35,04m) nur 50cm zum Titel fehlten, kann Ruben auch hier zufrieden sein. Bei den Männern im Speerwurf am Start waren Moritz und Clemens. Und auch bei ihnen zeigt das Training der letzten Wochen und Monate Wirkung: 36,21m (Clemens) und 33,84m (Moritz) sind Weiten, mit denen die beiden zufrieden sind. Ärgerlich: Auch hier fehlte weniger als 1m zum Titel, sodass am Ende Platz zwei und drei zu Buche stehen. Ebenfalls im Speer unterwegs war Sandra, die mit 19,07m langsam aber sicher der 20m-Marke näher kommt.

Clemens war daneben über 800m am Start. Unmittelbar nach seinem Speerwurf konnte er den Umständen entsprechende 2:10min erlaufen und sich einen weiteren Vizetitel sichern. Ebenfalls über 800m am Start war Laurenz. Nach längeren Diskussionen hinsichtlich der Streckenwahl (die Alternative wären 300m gewesen) war das vorrangige Ziel hier den Titel nach Marburg zu holen. Mit einem taktisch hervorragenden Rennen – die ersten 350m hielt er sich im hinteren Teil des Feldes auf, um dann mit einem Zwischensprint ganz nach vorne zu laufen – gelang das auch. Dass dabei nur einige Zehntel auf seine Bestzeit fehlten, ist ein weiterer Grund zur Zuversicht. Über 100m war Laurenz mit seinem Start nicht wirklich zufrieden. So fehlten ihm am Ende auf seine erst eine Woche alte Bestzeit auch etwa drei Zehntel.

Im Sprint war wie immer eine große Gruppe in der U18 und U20 am Start. Hier musste Liv leider das erfahren, was wohl kein Sprinter jemals will: Nach einem Fehlstart wurde sie disqualifiziert. Unsere weiteren Starterinnen konnten mit 14,04sec (Amelie), 15,09sec (Paula) und 15,22sec (Magda) in den Vorläufen schon zufrieden sein. Ganz überraschend durfte Amelie im Finale dann nochmal ran, da eine andere Athletin auf ihren Start verzichtete. Auch wenn sie sich nicht nochmal steigern konnte, sind die 14,14sec ein Zeichen, dass es auch bei ihr in die richtige Richtung geht. In der U18 absolvierte Johanna einen Doppelstart über 100m und 200m. Vor allem mit ihrem zweiten Platz über 200m in 29,34sec hätte im Vorfeld wohl niemand so richtig gerechnet.

Ebenfalls auf beiden Sprintstrecken am Start war Marc, der im Vorlauf mit 12,19sec langsam aber sicher auf die 12sec-Marke zusteuern konnte. 12,24sec im Endlauf zeigen, dass er sich konstant auf diesem Niveau eingefunden hat und es nur eine Frage der Zeit ist, wann die 11 vorne steht. Über 200m reichten 25,65sec zum dritten Platz. Daneben war Marc noch im Weitsprung am Start und konnte mit 5,72m eine neue Bestleistung aufstellen. Trainer und Athlet sind optimistisch, dass dann demnächst auch mal die 6m-Marke fällt.

Aus der U16 waren neben Laurenz Tim und Amelie am Start. Nach dem misslungenen Hürdenlauf lieferte Tim mit dem Speer dann eine Serie ab, die sich so wohl jeder Werfer wünscht: Fünf seiner sechs Versuche sind besser als seine alte Bestleistung – toll zu sehen, dass das konsequente Training mit dem Speer sich bezahlt macht! 31,04m bedeuteten am Ende den zweiten Platz. Amelie war über die Hürden, im Weitsprung und ebenfalls mit dem Speer am Start. Der neuen Bestzeit über die Hürden (14,13sec) folgten eine neue Bestleistung mit dem Speer (25,60m) und zu guter Letzt noch eine neue Bestleistung im Weitsprung mit 4,28m. Drei Starts – drei Bestleistungen, was will man mehr?

Das eigentliche Highlight kam aber zum Ende der Veranstaltung: Sowohl bei den Männern als auch in der WU20 konnten wir eine Staffel an den Start bringen. Bei den Mädels in der Besetzung Liv-Johanna-Amelie-Felina klappten alle Wechsel mehr oder weniger gut und folgerichtig stand am Ende eine gute Zeit von 54,25sec. Bei den Jungs lief es etwas hakeliger: Der erste Wechsel von Moritz auf Marc lässt sich nur als abenteuerlich beschreiben. Danach lief es dann besser. Clemens und Ruben als Schlussläufer konnten den Stab sicher ins Ziel bringen. Die Zeit von 48,55sec bietet aber gerade angesichts des ersten Wechsels noch Potenzial nach oben. Beide Staffeln konnten damit auf den zweiten Platz laufen.

Alles in allem war Flieden die lange Anreise wert: Tolles Wetter, eine top Organisation und vor allem viele starke Leistungen sind genau das, was wir uns erhofft hatten! (Jakob)

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Abendsportfest Wiesbaden Mai 2022

Mitte Mai ging es für uns zum Abendsportfest in Wiesbaden. Insgesamt ging es für 9 Vfl-er an den Start, dabei wurden 100, 400 und 800 Meter gelaufen. Da das Wetter an diesem Tag auf unserer Seite stand, konnte dieser Tag nur Gutes bringen.

Bei einer angenehmen Atmosphäre und insgesamt rund 230 Teilnehmern war die Stimmung ausgelassen und alle freuten sich auf das, was kommen mochte. Nach einem ausgiebigen Warm-Machen ging es endlich los. Die ersten Startschüsse fielen und als erstes ging es für Emma und Amelie über 100 Meter, kurz darauf liefen Johanna und Felina. Alle vier dürften mit ihren Ergebnissen durchaus zufrieden sein, zwar wurden keine neuen Bestleistungen gelaufen, aber für den Start in die Saison lieferten sie alle gut ab.

Moritz (ganz links) und Marc (2.v.r.) beim Start der 100m

Nach den Mädels ging es nun auch für Marc und Moritz an den Start. Marc lief über die 100 Meter eine Zeit von 12,22 Sekunden und kann durchaus stolz auf sich sein. Auch Moritz Zeit von 12,90 Sekunden kann sich durchaus sehen lassen.

Nachdem die 100 Meter gelaufen waren ging es für zwei unserer Athleten noch auf zum 400 Meter Sprint, für Amelie war dies ihr erster Wettkampf über 400 Meter und sie kann mit einer Zeit von 68,81 Sekunden echt zufrieden sein. Auch für Marc lief es im wahrsten Sinne des Wortes sehr gut, mit einer Zeit von 57,08 Sekunden konnte er sich zu den letzten Jahren deutlich steigern.

Clemens (Mitte) auf den 800m

Zum Abschluss liefen Laurenz, Clemens und Puria noch die 800 Meter. Clemens lief dabei eine starke Zeit von 2:08,14, Laurenz 2:23,95 und Puria lief eine Zeit von 2:27,85. Alle Zeiten können sich durchaus sehen lassen und sind ein echt guter Start in die Saison.

Zu all diesen Zeiten wird der starke Zusammenhalt und der Teamsprit beigetragen haben, denn alle die nicht gelaufen sind, haben ihre Teamkollegen tatkräftig angefeuert und unterstützt. Vielen Dank für diesen wunderbaren Abend in Wiesbaden und auf noch viele weitere Wettkämpfe. (Johanna)

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Abendsportfest Pfungstadt Mai 2022

Vergangenen Mittwoch wurde das erste Abendsportfest diesen Jahres in Pfungstadt veranstaltet. Auch wenn die Witterungsbedingungen nicht gerade optimal waren, gingen elf VfLer an den Start, um ihre Bestleistungen weiter zu optimieren. Neben den Laufveranstaltungen wurde Speerwurf angeboten, den einige wahrnahmen, um auch Bestleistungen aufzustellen. 

Während es noch stark regnete, machten Johanna, Liv und Paula den Beginn beim Sprint sowie Emma und Felina beim Speerwurf. Nach kurzer Verzögerung beim Sprint fiel der erste Startschuss. Kurz darauf waren Johanna, Liv und Paula schon dran. Nach einem Probestart ging es los: Alle kommen gut aus dem Block, aber verpassen ihre bisherige Bestzeit leider. Alle drei sind jedoch noch motivierter für die kommenden Wettkämpfe.

Zur gleichen Zeit beendeten Emma und Felina das Einwerfen und der Wettkampf begann. Emma legte mit ihren ersten beiden Würfen eine gute Tendenz hin, konnte diese aber leider nicht mehr ausbauen und musste sich mit – für das Wetter echt guten – 31,24m zufrieden geben. Felina fand keinen richtigen Start, verbesserte sich aber hinten raus und warf beim letzten Versuch 26,30m. Auch bei ihr leider noch keine Bestleitung, was definitiv dem Wetter geschuldet war. 

Felina und Emma beim Einwerfen

Im Anschluss waren Tim und Moritz – beide im gleichem Lauf – bei den Männern über 100m an der Reihe. Der Start war bei beiden gut: Tim – als der mit Abstand jüngste im Lauf – ließ sich ordentlich ziehen und konnte 13,49 Sekunden nach dem Startschuss seine neue Bestzeit feiern. Tims Potenzial im Sprint ist definitiv erkennbar, sodass Trainer und Athlet auf die kommenden Wettkämpfe gespannt sind. Moritz konnte mit 12,88 Sekunden leider keine neue Bestzeit laufen. 

Tim (rechts) beim Sprint

Als das Wetter langsam besser wurde, stellten sich Felina, die wegen Speer keine 100m laufen konnte, und Johanna auf die 200m ein. Beide liefen voll los und konnten dieses Tempo mit Hilfe der anfeuernden VfLer halten, sodass es schließlich für beide auf eine neue persönliche Bestzeit herauslief. (Johanna: 29,83 Sekunden, Felina: 30,49 Sekunden) 

Tim und Moritz gingen nun zum Speer-Wettkampf der Männer. Beide warfen relativ konstant, brauchten allerdings noch einen Ausreißer nach oben für eine starke Bestleistung. Letztendlich gelang es beiden: Moritz warf 35,36m und Tim 28,67m. Beide sind völlig zufrieden und motiviert für die nächsten Wettkämpfe. 

Nun regnete es gar nicht mehr, was den 800m-Läufern (Clemens, Puria und Laurenz) zugute kam. Puria und Laurenz wurden mit einer ähnlichen Zeit gemeldet, dass sie in einen Lauf kamen – es sollte spannend werden. Nachdem sich alle drei ordentlich aufgewärmt hatten ging es an den Start. Clemens, der aktuell völlig im 800m-Fieber ist, war in einem schnellerem Lauf mit einer schönen Gruppe, die ordentlich Tempo gemacht hat – perfekte Bedingungen für eine neue Bestzeit. Mit seinem Schlussspurt konnte er sogar noch einen Konkurrenten überholen und lief so mit 2:07,58 Minuten eine deutliche Bestzeit. Nach ihm waren Puria und Laurenz am Start, welche sich vorher nicht ganz auf eine gemeinsame Strategie einigen konnten, weil beide schneller sein wollten als der Andere. So lief jeder sein eigenes Rennen: Laurenz sortierte sich an dritter Position und Puria etwas weiter hinten ein. Laurenz ließ sich mit ziehen und schaffte so sein Ziel von 72“-Runden problemlos. Auf der Zielgeraden schien es als würde ihn ein Konkurrent von hinten überholen, allerdings konnte Laurenz mit seinem Schlussspurt beide überholen und seine neue Bestzeit von 2:23,21 Minuten feiern. Bei Puria lief es leider aufgrund mehrerer Faktoren nicht so optimal, sodass er sich mit 2:28,02 Minuten zufrieden geben musste.

Puria (217) und Laurenz (219) auf den 800 Metern

Gegen Ende der Veranstaltung lief Christoph 3000m. Nachdem er auf der noch nassen Bahn kleine Startschwierigkeiten hatte, war er während des Laufens nicht mehr zu bremsen: Er hing sich an jemanden dran und lief problemlos 78“-Runden los und schaffte es, obwohl er etwas langsamer wurde, erstmals mit 9:57,74, unter 10min die Ziellinie zu überqueren. Gratulation!

Alles in allem kann heute jeder mit seinen Leistungen zufrieden sein. Nach diesem Wettkampf ist definitiv die Neugier geweckt, was bei den nächsten Wettkämpfen noch möglich ist. Schade, dass das Wetter erst gegen Ende mitgespielt hat. 

Vielen Dank an den Ausrichter – das Abendsportfest in Pfungstadt ist immer wieder ein Highlight für Athleten und Trainer! (Laurenz)

Ergebnisse gibt es bei Leichtathletik.de, Bilder bei Flickr.