Volkslauf Erfurtshausen – VfL vorne mit dabei

Lokale Volksläufe werden immer seltener – umso schöner, dass es in Erfurtshausen schon seit Jahren die Möglichkeit gibt, in einem familiären Rahmen 5km oder 10km auf einer anspruchsvollen, nicht bestenlistenfähigen Strecke die Form zu testen. Diese Option nutzten dieses Jahr gleich fünf VfLer.

Auf der kurzen Strecke war gleich viermal der VfL mit dabei: Jonne Sannes unterstützt von seinem Vater Martin Blöcher, Martin Schwartz, erst seit kurzer Zeit Teil unserer Trainingsgruppe, und Katja Richardson, die nach einem schwierigen Winter langsam wieder in Fahrt kommt. Vom Start weg war klar, dass der starke Regen und die schwierige Strecke heute eine wesentliche Herausforderung waren: Matsch, Schotter und viele Höhenmeter machten es den LäuferInnen heute nicht einfach. Trotz der Umstände führen die Vfler die Ergebnisliste an: Jonne (der noch in der U14 am Start ist) konnte den Lauf nach 20:18min vor seinem Vater für sich entscheiden. Dahinter kamen dicht hintereinander zuerst Martin nach 21:01min und dann Katja ins Ziel, die nach 21:09min die Damenkonkurrenz deutlich für sich entscheiden konnte. Die doppelt so lange Strecke nahm dann Phil in Angriff. Nach ziemlich genau 35min überquerte er die Ziellinie als erster Mann und stellte seine gute Form unter Beweis.

Schön, dass es Läufe wie in Erfurtshausen neben den vielen Großevents noch gibt – hoffentlich bleibt es auch dabei! Für uns war Erfurtshausen mal wieder ein schöner Fingerzeig, dass auch kleine lokale Läufe ihren Reiz haben! (Text: Jakob)

HM Aktive/U16 Tag 2 – Aaron holt nächsten Titel

Der zweite Tag in Darmstadt hatte von allem etwas zu bieten: Aaron Stübner und Johannes Veitengruber zuerst über die Langhürden, anschließend im Stabhochsprung und zum Abschluss Jan-Christoph Scholz auf den zwei Stadionrunden. Nach einem guten ersten Tag wollten vor allem die U16-Jungs ganz vorne angreifen, während Jan vor allem schneller als zuletzt laufen wollte.

Den Tag eröffneten Aaron und Johannes dann über die 300m Hürden mit einem echten Feuerwerk. Zuletzt war Johannes bereits unter der für die Süddeutschen Meisterschaften geforderten Normzeit geblieben – dem wollte Aaron sich jetzt anschließen. Dass es dabei auch um die Medaillen gehen würde, war klar. Dass am Ende aber ein Doppelsieg (Aaron vor Johannes), zwei deutliche Bestleistungen und damit auch die SDM-Norm für Aaron herausspringen würden, war dann doch mehr, als man vorher erwarten durfte.

Nach einer Regenunterbrechung bot sich den beiden im Stabhochsprung die nächste Chance auf Edelmetall. Und auch das gelang! Die Höhen von 3,20m (Aaron) und 3,00m (Johannes) sind zwar nicht ganz das, was die beiden zuletzt gezeigt haben, umso größer aber die Freude, dass es dennoch für Silber und Bronze reichte.

Zum Abschluss der Meisterschaften ging es für Jan dann auf die 800m. Nachdem es zuletzt nicht wie gewünscht gelaufen war, war die Hoffnung groß, in einem hoffentlich schnellen Rennen wieder näher an die Zwei-Minuten-Marke heranzukommen. Auf den ersten 200m sortierte er sich etwas weiter hinten als geplant ein, konnte sich aber bis zur Rennhälfte in eine gute Position vorarbeiten. Auf der zweiten Runde gelang ihm dann das, was in den bisherigen Rennen gefehlt hatte: Er konnte am Schluss noch einmal zulegen, auf der Zielgeraden einen Konkurrenten überholen und sich so auf 2:01,22min steigern, was Platz sieben bedeutete. Endlich wieder ein Schritt in die richtige Richtung – jetzt heißt es noch einmal zwei Wochen trainieren, bevor Pfungstadt die nächste Chance auf schnelle Zeiten bietet.

Auch Tag zwei hatte in Darmstadt mit vier Medaillen und einer Saisonbestleistung für Jan einiges zu bieten. Vor allem Aaron und Johannes zeigten mit ihren Leistungen eindrucksvoll, dass sie aktuell zu den stärksten U16-Athleten Hessens gehören. (Text und Bilder: Jakob)

Ergebnisse gibt es hier, Bilder bei Flickr

Pfingstlauf des TSV Krofdorf-Gleiberg – schöne Strecken und gute Zeiten

Bereits zum 38. Mal fand am Pfingstmontag der Volkslauf des TSV Krofdorf-Gleiberg statt. Neben den 5km- und 10km-Wendepunktstrecken durch das schattige und landschaftlich schöne Fohnbachtal war auch ein Schülerlauf über 1000m im Angebot. Mit 85 (5km) beziehungsweise 299 (10km) gestarteten Läuferinnen und Läufern waren die Felder deutlich stärker besetzt als in den vergangenen Jahren.

Während viele VereinskollegInnen bei den Stadionwettkämpfen in Mörfelden und Allendorf an den Start gingen, zog es eine kleine Gruppe von VfLern auf die längeren Strecken nach Krofdorf. Jonne und Milan waren über 5km unterwegs. Zunächst ging es mit etwas Gefälle aus dem Ort heraus, bevor es mit zwar leichtem, aber kontinuierlichem Anstieg in Richtung Wendepunkt ging. Jonne Sannes erreichte diesen als Gesamt-Siebter, konnte auf dem Rückweg noch zwei Plätze gutmachen und passierte nach nur 19:28min die Ziellinie. Milan Könnemann meisterte den Anstieg ebenfalls souverän. Auf dem zweiten Teil der Strecke hatte er etwas mit Übelkeit zu kämpfen, dennoch konnte er mit 22:44min und Platz 15 eine starke Leistung zeigen. Eine ausgewiesene Altersklassenwertung gab es beim 5km-Lauf zwar nicht, in ihren Jahrgängen belegten die beiden jeweils Platz eins.

Martin Blöcher war auf der zeitgleich gestarteten 10km-Distanz am Start, kam mit dem Anstieg in Richtung Wendepunkt in diesem Jahr gut zurecht und konnte sich als Gesamt-Neunter in 38:10min ungefährdet den Altersklassensieg in der M50 sichern.

Fünf Minuten nach den langen Strecken fiel der Startschuss für die jüngeren Jahrgänge. Bogi und Csenge waren für den VfL auf der Strecke. Im Gegensatz zu den längeren Distanzen hieß es für die beiden, sich in zwei Runden durch die sonnige Hitze der Ortsmitte zu kämpfen. Beiden gelang das sehr gut: Bogi konnte sich mit einer Zeit von 4:33min über die Silbermedaille in der U10 freuen, Csenge fehlten mit 5:34min nur knapp zwei Sekunden auf den Bronzeplatz in der U8.

Vielen Dank an den TSV Krofdorf-Gleiberg für die souveräne Organisation – und ein ebenso souveränes Kuchenbuffet. Wir kommen gerne wieder! (Text: Martin, Bild: Vera)

Sportfest Mörfelden – Lucy steigert sich über 200m

An Pfingsten hatten wir wie jedes Jahr die Qual der Wahl: Baunatal, Mörfelden, Allendorf … kein Wochenende bietet mehr Auswahl als das Pfingstwochenende. Unsere Wahl fiel wie schon vor zwei Jahren auf das Sportfest in Mörfelden. Die Gruppe war überschaubar: Lucy Gesell über 200m und im Weitsprung, Robin Velte über 400m, Jan-Christoph Scholz auf der doppelt so langen Strecke und das erste Mal für uns am Start Ferdinand Kreiling mit dem Sprint-Doppel über 100m und 200m.

Die Bedingungen für die Sprinter waren perfekt: hochsommerliche Temperaturen, wenig Wind. Das nutzte Lucy auch direkt beim ersten Start der Saison über 200m für eine tolle Leistung: 27,84sec sind etwa eine halbe Sekunde schneller als ihre alte PB. Direkt im Anschluss stieg sie mit einem starken Versuch auf 4,85m in den Weitsprungwettbewerb ein. Die Hoffnung war groß, dass da noch mehr drin ist – in den folgenden Versuchen gelang es ihr aber nicht, Anlauf und Technik zusammenzubringen, sodass die Weite aus dem ersten Versuch am Ende auch in den Ergebnislisten steht.

Ferdinand trainiert erst seit drei Wochen bei uns, entschied sich ganz kurzfristig für den Start und liebäugelte mit einer Zeit von 11,8sec über 100m. Das Ergebnis von 11,79sec ist also eine Punktlandung – und sicherlich wird es diesen Sommer noch schneller! Über 200m fehlte ihm dann hinten raus ein bisschen die Tempohärte, sodass er seine Zeit von 24,17sec direkt mit den Worten „Naja, nächstes Mal steht dann die 23 vorne“ kommentierte. Für Robin ging es über 400m darum, weiter Rennerfahrung zu sammeln und sich Schritt für Schritt seiner PB aus dem letzten Jahr zu nähern. Mit einem etwas zu vorsichtigen Beginn und einer hervorragenden Zielgeraden gelang ihm das gut – 51,17sec sind ein Schritt in die richtige Richtung.

Genau diesen Schritt hätte auch Jan gerne über 800m gemacht. Nach zuletzt vielen Rennen im Bereich rund um 2:02min sollte es dieses Mal deutlich in Richtung der Zwei-Minuten-Marke gehen. In einem einsamen Rennen an der Spitze des Feldes sah es die ersten 600m auch danach aus, dass das gelingen könnte – auf dem letzten Rennviertel verlor er dann aber wertvolle Sekunden und ist mit dem Ergebnis von 2:02,51min alles andere als glücklich.

Die Leistung des Tages also eindeutig Lucys Rennen über 200m – daneben freuen wir uns, mit Ferdinand einen weiteren VfLer im Wettkampfzirkus begrüßen zu dürfen, und hoffen vielleicht sogar auf eine Männerstaffel in der zweiten Saisonhälfte! (Text: Jakob, Bilder: Clemens)

Ergebnisse gibt es hier, Bilder bei Flickr

Abendsportfest Wiesbaden – ein Satz mit X

Wiesbaden war für uns zuletzt immer ein gutes Pflaster: Letztes Jahr konnten Jan-Christoph Scholz und Laurenz Steiß magische Marken durchbrechen, im Winter lief es beim Crosslauf eigentlich immer gut. Dementsprechend groß war die Hoffnung, dass Jan und Laurenz daran auch beim Abendsportfest anknüpfen könnten.

Für Jan ging es wieder über die zwei Stadionrunden. Aber schon das Warm-up gestaltete sich nicht optimal: Zeitplanverzögerungen und eine Regenunterbrechung führten dazu, dass der Start immer weiter nach hinten rückte und am Ende um etwa eine Stunde verzögert war. Dazu niedrige Temperaturen im Bereich von 12°C und eine nasse Bahn – alles andere als optimale Bedingungen.Das Rennen lief dann aber auf der ersten Hälfte richtig gut: Der Angang knapp über 28sec, das zweite Teilstück in ziemlich genau 30sec. Spätestens auf der Gegengerade zeichnete sich dann aber ab, dass es heute nicht Jans Tag werden sollte: Die Beine wollten nicht mehr richtig, die Muskulatur machte in der Kälte zu und das Tempo ging sichtbar zurück. Auf den letzten 200m konnte Jan dann auch nichts mehr zusetzen und erreichte das Ziel nach 2:03,08min – alles andere als die erhoffte Zeit. Das Learning: Eigentlich alles richtig gemacht, die Gegebenheiten vor Ort mit Verzögerung und Kälte verhinderten heute ein besseres Ergebnis.

Laurenz entschloss sich spontan für einen Start über 1500m statt der eigentlich geplanten 3000m. Nach der sportpraktischen Abiprüfung zwei Tage vorher machten die Waden ein wenig Probleme, sodass die kürzere Strecke größeren Erfolg versprach. Der Plan: anlaufen in Richtung einer deutlichen Bestzeit von 4:00min und dann schauen, wie lange das klappt.Nach etwa ruhigen ersten 300m setzte Laurenz sich an die Spitze des Verfolgerfeldes und zog das Tempo merklich an – etwa bis zur Rennhälfte gelang ihm das, spätestens dann bremsten die Waden ihn aber aus, sodass er die Konkurrenz passieren lassen musste und versuchte, im Windschatten mitzulaufen. Die 1000m durchquerte er nach 2:46min – sechs Sekunden langsamer als geplant und schon deutlich am Kämpfen. Das letzte Renndrittel brachte Laurenz dann nur noch ins Ziel, ohne noch einmal beschleunigen zu können – die Zeit von 4:12,07min weit weg von dem, was Laurenz’ Anspruch und eigentliche Leistungsfähigkeit ist.

Wiesbaden war dieses Mal also eine Enttäuschung: schlechtes Wetter, Verzögerungen im Zeitplan und vor allem zwei Ergebnisse, die nicht das sind, was Jan und Laurenz sich erhofft hatten. Dennoch: Angesichts der Umstände war nicht mehr zu holen und es gibt keinen Grund, für die anstehenden Rennen den Kopf in den Sand zu stecken. (Text: Jakob, Bilder: Jan)

Ergebnisse gibt es hier, Bilder bei Flickr

Emil-von-Behring-Gedächtnislauf – zwei Podestplätze für den VfL

So groß wie noch nie war der EvB-Lauf rund ums Marburger Unistadion: Über 500 LäuferInnen bevölkerten am Freitagnachmittag bei besten Bedingungen die Radwege an der Lahn. Darunter auch von uns eine Gruppe so groß wie noch nie: 25 VfLer, dazu etliche weitere Vereinsmitglieder, die privat oder für ihre Firma am Start waren.

Nach dem Platz 3 im Vorjahr wollte Phil Battenfeld auch dieses Jahr wieder vorne angreifen. Nach einem schnellen Start vorbei an der neuen Jugendherberge ließ er die Konkurrenz zunächst etwas ziehen, konnte sich aber bei Streckenhälfte wieder auf den Bronzerang vorschieben und diesen souverän bis ins Ziel verteidigen. Weitere Top10-Platzierungen gab es für Jan-Christoph Scholz auf Platz 6 und Rihards Straumitis, der als Zehnter den Zielstrich überquerte.

Bei den Frauen war es Teresa Dinges, die sich am weitesten vorne platzierte. Nur der Siegerin musste sie den Vortritt lassen, darf sich über Silber und eine Steigerung von mehr als einer Minute gegenüber dem Vorjahr freuen. Aber auch hier konnten mit Katja Richardson auf Platz 4 und Ruta Ozolina auf Platz 7 zwei weitere VfLerinnen in die Top10 laufen und so ein tolles Ergebnis abrunden.

Die unzähligen weiteren Ergebnisse – egal ob von Kids aus der U10, Eltern, weiteren AthletInnen aus der Laufgruppe oder TrainerInnen – in blauen Trikots zeigen, dass wir als Verein mittlerweile in der Spitze und in der Breite im Laufbereich angekommen sind und daran weiterhin anknüpfen wollen! (Text: Jakob, Bilder: Jakob und Clemens)

Ergebnisse gibt es hier (Männer und Frauen), Bilder bei Flickr

Abendsportfest Pfungstadt – Lucy mit starkem 400m-Debüt

Mit einer kleinen Gruppe waren wir in Pfungstadt beim ersten Abendsportfest zu Gast: Maria Kautz über 100m, Lucy Gesell über 100m und die Stadionrunde, Robin Velte über 100m und 200m sowie Jan-Christoph Scholz auf seiner Paradestrecke, den 800m.

Wie immer ging es mit den Kurzsprints los. Die Bedingungen waren nicht ganz optimal: relativ frisch, kaum Wind und eine etwas feuchte Bahn. Das spiegeln dann auch die Ergebnisse wider: 11,67sec für Robin, 14,17sec für Maria und 13,81sec für Lucy sind alles keine schlechten Zeiten, aber auch nicht das, was die drei sich im Laufe der Saison noch erhoffen.

Auf der doppelt so langen Strecke zeigte Robin dann aber gegenüber dem vergangenen Jahr einen deutlichen Fortschritt: Die Kurve, zuletzt immer sein Problem, durchlief er deutlich druckvoller und kam mit mehr Speed auf die Zielgerade. Dass am Ende „nur“ 23,77sec stehen und damit sieben Hundertstel zur PB fehlen, ist schade – bei besseren Bedingungen wird das sicherlich noch deutlich schneller.

Über 400m war Lucy zum ersten Mal am Start. Die Nervosität war ihr im Vorfeld deutlich anzumerken, die Unsicherheit groß. Die neue Aufgabe löste sie dann aber mit Bravour: Ein stark eingeteiltes Rennen beendete sie mit einem Sturz ins Ziel – ein paar blaue Flecken werden sie die nächsten Tage an ihren Lauf erinnern. 62,39sec sind ein tolles Ergebnis – mal sehen, auf welchen Strecken Lucy zukünftig am Start sein wird.

Über 800m eigentlich ein perfekter Rahmen: Ein dichtes Feld rund um die Zwei-Minuten-Marke versprach ein hohes Tempo. Warum dann die ersten 200m wie schon zuletzt in Friedberg zu langsam waren, lässt sich nicht so richtig erklären. Von da an machte Jan aber ein hervorragendes Rennen: Lange blieb er geduldig, um dann auf der Zielgeraden noch einmal anzugreifen und einen Platz gutzumachen. Die Zeit von 2:01,77min ist nicht aussagekräftig, was Jans aktuelle Form angeht – in den nächsten Wochen soll die Eins wieder vorne stehen!

Die stärkste Leistung des Abends war ohne Zweifel Lucys 400m-Lauf – aber auch die anderen drei VfLer zeigten, dass die Form da ist und in den nächsten Wochen die eine oder andere PB zu erwarten ist! (Text und Bilder: Jakob)

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DM Langstrecke – Laurenz überrascht mit herausragender Zeit

Nach der Enttäuschung bei der DM in der Halle war Laurenz Christian Steiß in Celle über die längeren 5000m auf Wiedergutmachung aus. Das Training in den letzten Wochen und die Aufbaurennen liefen gut, die Motivation war riesig – nur wie sich der Abistress der vergangenen Wochen auswirken würde, war im Vorfeld eine kleine Unsicherheit.

Die Taktik dieses Mal relativ klar und einfach: Egal, was passiert, hinten im Feld mitlaufen, geduldig bleiben und dann auf der zweiten Rennhälfte schauen, wozu diese Herangehensweise ausreicht. Das gelang perfekt: Am Ende des Hauptfeldes absolvierte Laurenz die 3000m nach etwa 9:06min – ein Tempo, das schneller war als das, was er sich im Vorfeld als realistisch ausgerechnet hätte.

Aber von außen war zu diesem Zeitpunkt schon zu erkennen, dass Laurenz heute einen richtig guten Tag erwischt hatte: Langsam orientierte er sich nach vorne und machte einen Platz nach dem anderen gut. Spätestens 1000m vor Schluss war klar, dass am Ende eine Zeit herauskommen würde, die im Vorfeld niemand erwartet hätte. Auch wenn Laurenz auf den letzten 200m noch einmal zwei gerade erst gewonnene Plätze abgeben musste, steht am Ende die Zeit von 15:04,99min und Platz zwölf.

Für Laurenz steht damit ein Ergebnis, das so nicht zu erwarten war. Die Lockerheit im Vorfeld und im Rennen selbst, die er sich über das letzte Jahr erarbeitet hat, darf Laurenz als sein Erfolgsgeheimnis abspeichern und auch über den Sommer hinweg im Kopf behalten, um an den Erfolg aus Celle anzuknüpfen. (Text und Bilder: Jakob)

Bilder gibt es bei Flickr, Ergebnisse hier

Bahneröffnung Friedberg – Saisoneinstieg mit Potenzial

Schon seit einigen Jahren geht für unsere Aktiven die Saison so richtig Ende April in Friedberg los: Auf dem Burgfeld bietet das Sportfest dort eine entspannte Atmosphäre und dennoch Felder, die ein echtes Wettkampffeeling aufkommen lassen.

Unsere Frauen waren über eine ganze Zahl an Disziplinen hinweg im Einsatz: Anna Böhle, die sich aktuell in den Abschlussprüfungen ihrer Ausbildung befindet und daher nicht optimal im Training steht, kam über die Hürden zwar gar nicht zurecht, konnte im Weitsprung aber an ihre starke Leistung aus der Halle anknüpfen und direkt die 5m-Marke überspringen. Das erste Mal für uns am Start war Friederike Altmann: Nach langer Wettkampfabstinenz war sie mit 13,66sec über 100m und 5,13m im Weitsprung zufrieden. Mit den 100m ebenfalls zufrieden war Maria Kautz – 14,05sec sind eine deutliche Steigerung gegenüber letztem Jahr. Bei ihr gelang im Weitsprung aber leider nicht viel: vier ungültige Versuche und 4,45m sind nicht das, was sie sich vorgestellt hatte. Auf der Stadionrunde war erstmals Insa Otto am Start: Einem mutigen und starken Beginn musste sie auf der zweiten Hälfte Tribut zollen – 68,06sec sind dennoch eine Leistung, auf die sie aufbauen kann.

Wie schon letztes Jahr ist auch dieses Jahr die Hoffnung groß, erfolgreich Staffel zu laufen – heute sollte dazu der erste Schritt erfolgen. Friederike konnte auf der ersten Position gut mit der später siegreichen Staffel aus Friedberg mithalten, der Wechsel auf Anna gelang richtig gut. Anna konnte die Position dann halten. Beim zweiten Wechsel dann aber das, was sich kein Staffelläufer wünscht: Insa läuft zu früh los, Anna kommt nicht hinterher und Insa muss komplett abbremsen, damit der Wechsel noch gelingt. Der letzte Wechsel auf Maria gelang dann wieder gut – das Ergebnis von 53,54sec ist aber nicht das, was die vier eigentlich laufen können.

Zuletzt war auf der weiblichen Seite dann noch Amelie Laukel am Start: Zwischenzeitlich hatte sie das Speerwerfen schon für beendet erklärt, in den letzten Wochen und Monaten hat sie den Spaß daran aber wiedergefunden und war somit wieder am Start. Das Ergebnis von 34,38m macht auf jeden Fall Lust auf mehr und zeigt, dass Amelie wieder voll dabei ist.

Bei den Jungs war unser Teilnehmerfeld nicht ganz so groß: Jan Scholz über 800m, Silas Leppert über 100m, 200m und mit dem Speer sowie Michael Boseck ebenfalls auf der Stadionrunde. Für Silas liefen die Sprints durchwachsen: Weder über 100m (12,49sec) noch über 200m (24,73sec) zeigte er sich wirklich zufrieden – wenn es hart wird, geht ihm die Lockerheit noch zu sehr verloren. 42,84m mit dem Speer fallen in eine ähnliche Kategorie: Zum Einstieg in Ordnung – in den nächsten Wochen und Monaten darf es aber noch deutlich weiter werden.

Über 800m verlief das Rennen für Jan nicht wirklich optimal: Ein eher verhaltener Beginn an der Spitze des Feldes, die letzten 200m ohne den letzten Willen führten am Ende zu einer Zeit von 2:02,49min. Im Ziel dann auch anders als sonst keine völlige Erschöpfung, sondern schon nach wenigen Minuten die Einsicht, dass da mehr möglich gewesen wäre. Das führte dann zu dem spontanen Entschluss, über 400m nachzumelden, um ein positives Gefühl aus Friedberg mitzunehmen. In einem spannenden Rennen gegen Michael lief dieser die erste Rennhälfte einen Tacken schneller an als Jan, der auf der zweiten Hälfte dann aber genau den Willen zeigte, der ihm zuvor noch gefehlt hatte: 54,53sec mit den 800m in den Beinen sind für ihn ein gutes Ergebnis – nächste Woche darf es mit frischen Beinen in Kirchhain dann aber auch gerne deutlich schneller werden. Aber auch für Michael gibt es nach 54,96sec keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: Den Winter über hatte er Probleme mit dem Knie, sodass es der größte Erfolg ist, heute schmerzfrei am Start gestanden zu haben.

Zum Einstieg also noch keine absolut herausragenden Ergebnisse, aber auch viele Leistungen, die einfach solide sind und auf die wir in den nächsten Wochen hoffentlich aufbauen werden! (Text: Jakob, Bilder: Clemens)

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HM Langstrecke in Mengerskirchen – Medaillen trotz starker Konkurrenz

Nachdem Saisoneinstieg in die Langstrecken vor einer Woche in Marburg standen heute bereits die Hessischen Meisterschaften in Mengerskirchen auf dem Programm. Vierzehn VfLer nahmen bei frühlingshaftem Wetter Distanzen zwischen 800m (im Rahmenprogramm) und 5.000m in Angriff.

Mal gewinnt man, mal verliert man – es ist immer ein Erlebnis, es gibt immer etwas zu erzählen.

Den Auftakt der Meisterschaftsläufe machte die Altersklasse M12 mit Simon Bauer und Julian Nau, die zunächst gemeinsam stabil im Mittelfeld liefen. Nach der ersten Runde konnte sich Simon etwas absetzen und kam als Achter mit neuer persönlicher Bestleistung von 7:50,55 ins Ziel. Julian wurde Elfter.

Die M13, im letzten Jahr in Wiesbaden als M12 erfolgreich, war in diesem Jahr mit Jonne Sannes, Florian Erb und Tobias Rosen besetzt. Zunächst lief das Feld weitgehend geschlossen, bevor sich nach der ersten Rennhälfte eine Sechsergruppe nach vorne absetzte. Jonne und Flo vorne mit dabei. Nach dreieinhalb Runden verschärfte Jonne das Tempo und lieferte sich mit dem Vorjahreszweiten Nico Würthwein einen spannenden Kampf um den Zieleinlauf, den der Wiesbadener in diesem Jahr jedoch für sich entschied. Dreimal PB für die Marburger Läufer, eine Silbermedaille und starke Zeiten von 6:55,18 (Jonne), 7:12,66 (Flo, Platz 6) und 7:49,36 (Tobi, Platz 15) unterstreichen das Potenzial der M13.

Jonne (Platz 2) und Flo (Platz 6) bei der Siegerehrung der M13

In der W13 war Frieda Krause für den VfL unterwegs. Nach einer stabilen ersten Hälfte im Mittelfeld hatte Frieda in der zweiten Rennhälfte zu kämpfen, verlor einige Plätze, konnte jedoch gegen Ende das Tempo wieder stabilisieren und landete auf Platz 12.

Die W13-Vorjahresiegerin Antonia Hoß lief in der W14 zunächst zügig und kontrolliert in der Führungsgruppe mit. Lange Zeit sah es aus als ob sie ein Wort um die Medaillenplätze mitreden kann. Gegen Ende des Rennens konnten sich die drei Führenden jedoch absetzen. Antonia sicherte sich mit einem starken und engagierten Schlusssprint mit zwei Hundertselsekunden Vorsprung Platz 4.

Antonia setzt sich im Endspurt um Platz 4 knapp durch.

Frederik Scheid und Milan Könnemann waren in der M14 im gemeinsamen Lauf mit der M15 in diesem Jahr erstmals auf der 3.000m-Distanz unterwegs. Freddy konnte sich im Mittelfeld halten und kam als Fünfter mit einer Zeit von 11:34,47 in Ziel. Milan lief ein stabiles Tempo, erreichte das Ziel als 7., und konnte so auch einen Läufer aus der M15 hinter sich lassen.

Milan und Freddy im Feld der M14-Läufer

Im mit 20 Läufern stark besetzten Lauf der U18 konnte sich Frederik von Heemskerck stabil im Mittelfeld halten und erreichte das Ziel in neuer PB von 10:06,92 als Zehnter.

Den  Abschluss der Meisterschaftsläufe machte aus VfL Sicht Laurenz Steiß auf den 5.000m. Zunächst lief er scheinbar mühelos in einer dreiköpfigen Führungsgruppe mit, die sich bereits einigen Abstand zum Verfolgerfeld schaffen konnte. Mit einer starken Tempoverschärfung setzte er sich im letzten Renndrittel zügig ab und sicherte sich mit einer PB von 16;14,79 ungefährdet den Hessenmeistertitel.

Laurenz hält sich lange zurück bevor er angreift.

Im Rahmenprogramm über 800m ist vor allem die starke PB von Oskar Visekruna (M14, 2:13,63) zu erwähnen. Bei den Masters konnten Martin Blöcher (M50) und Tobias Erb (M45) bereits zu Saisonbeginn die DM-Norm über 800m abhaken.

Eine Gold-, eine Silbermedaille und viele neue Bestzeiten sind ein gutes Ergebnis aus VfL-Sicht, auch wenn in diesem Jahr nicht an den Erfolg des letzten Jahres angeknüpft werden konnte. (Text und Bilder: Martin)

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