Vorweihnachtskriterium 2018

Dritter Advent – das heißt für die Leichtathletik in Hessen Vorweihnachtskriterium in Stadtallendorf. Das erste größere Hallensportfest in Hessen und damit entsprechend große und starke Starterfelder erwarteten dieses Jahr auch einige VfLer.

Am Samstag waren die Größeren an der Reihe, darunter Anna-Sophie Leyk und Alexander Stöhr im VfL-Dress. Im Hochsprung war es für Nana der erste Auftritt für den VfL und der lief durchaus vielversprechend: Nachdem es bei 1,56m schon einmal in den dritten Versuch gegangen war, klappte es danach für zwei Höhen nochmal super, sodass am Ende 1,62m zu Buche standen. Die Motivation für weitere Wettkämpfe ist jetzt jedenfalls da und wenn dann auch noch ein bisschen Wettkampfroutine dazukommt, sind auch noch größere Höhen möglich! Alexander Stöhr war über 800m am Start. Die halbe Meile ist nicht unbedingt seine Lieblingsdisziplin, dennoch stellte er sich der großen Konkurrenz. Am Ende erreichte er sein selbstgestecktes Ziel von 2:28min mit einer Zeit von etwa 2:36min zwar nicht – angesichts des fehlenden Tempotrainings geht das aber in Ordnung.

Amelie beim Weitsprung

Am nächsten Morgen waren dann die Kinder und Jugendlichen an der Reihe. Zuerst ging es auf die Sprintbahn: 60m für Emma und Felina und 50m für Konrad und Amelie. Beim Jüngsten ging es dann auch am schnellsten: Nach starken 7,86sec im Vorlauf steigerte er sich im Finale nochmal auf 7,72sec. Neben dem zweiten Platz bedeutet das eine Steigerung seiner Bestzeit um fast eine halbe Sekunde. Ebenfalls noch in der U12 am Start ist Amelie. Ihre 8,46sec reichten zwar nicht für den Zwischenlauf, eine Steigerung der persönlichen Bestleistung zum Jahresende ist aber dennoch ein Ergebnis, mit dem man absolut zufrieden sein kann. Im letzten Jahr der U14 maßen sich Emma und Felina mit allem, was in Hessen an Sprintern zu finden ist. Felina, der es noch ein bisschen an Wettkampferfahrung und Lockerheit fehlt, erreichte das Ziel nach 60m nach 9,46sec. Damit war sie nicht so richtig zufrieden, für ein Weiterkommen reichte die Leistung dann auch leider nicht. Spätestens wenn es dann im Februar für die Meisterschaften wieder in die Halle geht, ist aber auch mit ihr wieder zu rechnen. Deutlich schneller war Emma unterwegs: Nach 8,95sec im Vorlauf steigerte sie sich technisch im Zwischenlauf deutlich und konnte damit auch ihre Zeit um einige Hundertstel auf 8,87sec verbessern. Erwartungsgemäß reichte es nicht für das Finale – anders im Kugelstoßen: Obwohl technisch noch deutliches Potenzial

Emma beim Sprint

nach oben ist, erreichte Emma souverän das Finale der besten Acht. Für mehr reichte es dann zwar nicht mehr – die 8,62m sind aber nicht so weit von der Bestleistung weg, sodass man im neuen Jahr durchaus damit rechnen darf, dass die Marke von 8,78m fällt. Im Weitsprung war Amelie am Start. Im mit über 30 Athletinnen riesigen Starterfeld sprang sie im ersten Versuch direkt neue Bestleistung – eigentlich war der Wettkampf da schon perfekt, dass im zweiten Versuch mit 3,96m dann nochmal exakt die gleiche Weite herauskam zeigt, dass Amelie auf einem sehr guten Weg ist, konstant weite Weiten zu springen. Dass diese starke Weite nur für einen zwölften Platz reichte, zeigt, wie hoch das Niveau auch dieses Jahr in Stadtallendorf wieder war.

 

Start der 800m mit Konrad

Am späten Nachmittag waren dann noch die langen Strecken an der Reihe. Als einziger VfLer hier am Start: Konrad in der U10. Vom Start weg legte ein Duo an der Spitze des Feldes ein horrendes Tempo vor, dem Konrad nicht folgte. Als Einzelkämpfer auf dem dritten Platz versuchte er, seinen schwerer werdenden Beinen zu trotzen. Einen Angriff auf der letzten Runde konnte er souverän abwehren und so einen sicheren dritten Platz ins Ziel bringen. Angesichts des alles andere als optimalem Rennverlauf als Solist ist die Zeit im Bereich von 2:47min umso höher einzuschätzen.

Alles in allem war es wieder ein langes aber durchweg zufriedenstellendes Wochenende in der Herrenwaldhalle. Einige starke Platzierungen, viele neue Bestleistungen und endlich auch mal wieder wenigstens eine Teilnehmerin im Erwachsenen-Technik-Bereich zeigen uns, dass wir auf einem richtig Weg sind!  

 

Ergebnisse gibt es hier und Bilder bei Flickr

 

 

 

Nikolauslauf München

Ein Wochenendtrip nach München will ntürlich auch zum Laufen genutzt werden. Wenn dann noch ein Wettkampf stattfindet, umso besser. So startete Lena Ritzel beim Nikolauslauf über 10km. Die Strecke verläuft über zwei etwas hügelige Runden durch den Olympiapark: „Der Lauf lief überraschenderweise echt gut. Ich hatte mich vorher und auch in den letzten beiden Tagen nicht wirklich gut gefühlt. Obwohl der böige Wind vor Allem hintenraus viel Kraft kostete, bin ich in 37:38min Zweite geworden. Auch wenn es hart war, hat es super viel Spaß gemacht durch den schönen Olympiapark zu laufen und der Lauf stellte ein weiteres Highlight meines Münchentrips dar.“

Adventscross Pfungstadt mit Deutschen Hochschulmeisterschaften

Am ersten Advent fand bereits zum fünfzigsten Mal in Pfungstadt der Adventscrosslauf statt. Wie schon in den letzten Jahren waren auch diesmal einige VfLer am Start, die meisten bei den integriert ausgetragenen Deutschen Hochschulmeisterschaften.

Hochschulmeisterschaften durch den Matsch

Bei den Frauen starteten Johanna Rasche und Charlotte Kiehne für die Uni Marburg, komplettiert wurde die Mannschaft durch Miriam Jucho. Auf dem abwechslungsreichen Rundkurs um das Pfungstädter Stadion galt es vier Runden zu bewältigen, insgesamt 6390m – eine für einen Crosslauf ungewöhnlich lange Strecke. Im Vorhinein hatten sich Johanna und Charlotte schon überlegt, dass es tempomäßig passen würde, zusammen zu laufen. So konnten sie sich das ganze Rennen über gegenseitig ziehen und motivieren. Am Ende erreichten sie so Platz 26 und 27 und mit d er Mannschaft Platz 6.

Alex wird Zweiter, die Mannschaft kommt auch aufs Podium

Bei den Männern über 7780m wurde Marburg von vier Startern vertreten: Alexander Hirschhäuser, Lorenz Rau, Marius Klein und Clemens Möller. Nachdem schon einige Läufe auf dem Kurs vorangegangen waren, war die Strecke durch Regen in eine echte Crossstrecke verwandelt worden: In den vielen kleinen Anstiegen und engen Kurven war die Erde aufgewühlt und schlammige Pfützen sorgten für rutschige Abschnitte. Von Anfang an ganz vorne mit dabei war Alex: „Ein stürmischer Start, typisch für den Crosslauf. Ich versuchte dabei zu sein, aber nichts zu überstürzen, immer darauf bedacht, bloß nicht zu stürzen. Im Laufe der ersten Runde beruhigte sich die Lage und ich hatte die Spitze des Feldes stets im Blick, aber konstant mein Tempo laufend. Mit zunehmender Streckenlänge konnte ich so einen nach dem anderen überholen und fand mich auf der zweiten Streckenhälfte bereits an der Spitze. Eingangs der letzten Runde konnte ich leider der Tempoverschärfung des späteren Siegers nicht folgen, da Kopf und Beine in dem Moment die Kraft fehlten. Dementsprechend habe zwar nie den kompletten Anschluss verloren, war aber eher bemüht den 2. Platz zu halten. Am Ende bin ich zufrieden mit der Platzierung, aber ich weiß, dass noch Luft nach oben ist.“ Dahinter konnte Lorenz dem Tempo der Spitze nicht ganz folgen, war mit seinem 13. Platz aber zufrieden. Etwas weiter hinten kämpften Marius und Clemens um Platzierungen für die Mannschaftswertung: Mit dem 28. Platz von Marius hatte die Uni Marburg zusammen 43 Punkte und wurde damit Dritter. Da sonst bei Läufen immer jeder für sich läuft, war es für alle eine großartige Erfahrung, mit dem Team zu einem Wettkampf zu fahren und dann auch für die Teamplatzierung zu laufen.

Nicht für die Uni, sondern für den VfL war Lena Ritzel über zwei Runden (3160m) am Start: „Nach dem harten Training in der letzten Woche wusste ich nicht wirklich, was heute geht, deshalb ließ ich es erstmal etwas lockerer angehen. Wir waren vorne zu dritt und ich war dann umso überraschter, dass ich mit einer Tempoverschärfung meine Konkurrentinnen abschütteln und bis zum Ziel auf Distanz halten konnte.“ Danach war dann noch der Crosssprint angesagt: 800m Vollgas als Abschluss: „Ich begann etwas schnell und musste hintenraus eine Läuferin ziehen lassen, der 5.Platz ist aber völlig in Ordnung für mich“.

 

Mit den wohlverdienten Schokonikoläusen ging es dann zurück nach Marburg. Pfungstadt war auch dieses Jahr wieder ein anspruchsvoller, top organisierter Crosslauf mit gemütlicher Atmosphäre- nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder dabei.

 

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Darmstadt-Cross 2018

Beim wohl bestbesetzten und renommiertesten Crosslauf in Deutschland in Darmstadt waren dieses Jahr wie auch schon in den letzten Jahren einige VfLer vertreten. In der U20 Lena, bei den Juniorinnen Julia und in der offenen Männerklasse Jakob.  

Als erstes ging es für Lena auf die typische Crossrunde: Wiesenuntergrund, drei kurze aber dafür umso steilere Rampen und einige zusätzliche Hindernisse in Form von Strohballen. Für Lena galt es nach der Einführungsrunde von 600m drei große Runden zu laufen, sodass am Ende etwa 4,2km auf der Uhr standen. Nach einem cross- und lenatypischen zu schnellem Anfang sortierte sie sich im Mittelfeld in einer größeren Gruppe ein. Gegen Ende des Rennens musste sie dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und verlor den Anschluss an die Gruppe. Auch wenn sie mit einem verhetztem Endspurt noch zwei Plätze gutmachen konnte, reichte es am Ende nicht ganz für die angestrebte Top10-Platzierung. Nach 15:36min erreichte sie das Ziel als Elfte.  

Als nächstes war Jakob dann am Start. Im offen ausgeschriebenen Männerlauf über 6,6km war mit fast 100 Startern das Teilnehmerfeld sehr groß. Jakob sortierte sich im hinteren Mittelfeld ein – dennoch beging auch er den Fehler, viel zu schnell zu beginnen und büßte dafür am Ende. Obwohl er am Ende nicht mehr zulegen konnte, war er im Ziel zufrieden: „Angesichts der Erkältung, die mich fünf Tage gekostet hat und die Ich Heute auf Ende auch noch gemerkt habe, bin ich zufrieden. Ich merke, dass ich im Gelände deutlich besser zurecht komme als in den letzten Jahren – das Training scheint also nicht so falsch zu sein.“  

Im Rennen der Damen und Juniorinnen, in dem es auch um Tickets für die EM in zwei Wochen in Tilburg ging, war dann Julia am Start. Am Start ein großer Teil der deutschen Spitze war von vornherein klar, dass es ein schnelles Rennen geben würde. Anders als Lena und Jakob ließ Julia sich davon nicht mitreißen und zeigte ein cleveres Rennen: Lange in einer kleinen Gruppe unterwegs konnte sie sich am Ende von ihren Konkurrentinnen lösen und erreichte das Ziel in exakt der gleichen Zeit wie Jakob nach 25:06min. Die Tatsache, dass sie vor einem Jahr über die gleiche Distanz noch fast eine Minute langsamer war, lässt hoffen, dass diesen Winter noch einige starke Leistungen von Julia zu erwarten sind.  

Am Ende also drei zufriedene VfLer, auch wenn klar ist, dass an der ein oder anderen Stellschraube noch gedreht werden kann, um dann zum Höhepunkt – bei Julia voraussichtlich die Hallensaison, bei den beiden anderen die Crossmeisterschaften im Februar und März – noch ein paar Prozent mehr rausholen zu können.  

 
Darmstadt-Cross 2018

Schülerhallensportfest Wallau 2018

Die Wettkämpfe in Wallau sind immer ein Highlight. Strahlende Gesichter, starke Leistungen und viel Ansporn für das kommende Jahr gab es auch an diesem Samstag, den 24. November.

Nach dem Schülerhallensportfest im Winter 2017 und dem Kinderleichtathletik-Teamwettbewerb im Sommer 2018 ging es  wieder nach Wallau in die Großsporthalle. 130 bewegungshungrige Kinder, ihre stolzen Eltern und Trainer sorgten für beste Stimmung in drei Hallenteilen und auf der Tribüne.

Für die elf jungen Leichtathleten vom VfL Marbung standen folgende Wettbewerbe auf dem Programm:

  • 35 Meter Sprint
  • Standweitsprung
  • Basketballweitwurf
  • Rundenlauf

In allen Disziplinen können die Kinder zeigen, dass sie fleißig trainiert haben und dass sie kämpfen können, wenn es darauf ankommt. Die Belohnung dafür sind starke Ergebnisse und Platzierungen. Gerade im Sprint und im Rundenlauf haben es viele Kinder ganz nach vorne geschafft. Aber auch beim Standweitsprung konnten wir einen ersten Platz erreichen.

Begeistert, zufrieden und voller Vorfreude auf die nächsten Wettkämpfe ging es für uns zurück nach Marburg.

Eine Herzlicher Dank für den wunderbaren Wettkampf-Samstag geht an den FV Wallau!

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Sparkassencross Pforzheim

Am 10.11 ging es für Julia Altrup und Lena Ritzel zum Sparkassen-Crosslauf nach Pforzheim. Neben einer anspruchsvollen Crossstrecke, erwartete sie hochklassige Konkurrenz mit einigen nationalen Spitzenläufern. Für sie als „Normalos“ ging es einfach darum, ein gutes Rennen zu zeigen.

Lena startete als Erste im U20-Rennen über 4800m, wo es unter anderem um die Qualifikation zur Crosslauf-EM ging: „Für mich ein wenig realistisches Ziel, ich wollte einfach ein ähnlich gutes Rennen wie letztes Jahr laufen und wieder einen Platz unter den besten 8 erreichen. Aufgrund einer Erkältung in der letzten Woche und starker Konkurrenz, wusste ich aber, dass das schwierig werden würde. Das Rennen wurde zum knallharten Ausscheidungsrennen, ein hohes Tempo zu Beginn und am Ende der erste Runde befand ich mich eher im hinteren Drittel des Feldes. Einige Läuferinnen überforderten sich, manche kamen von hinten. Ich versuchte mitzugehen, um noch weiter nach vorn zu kommen doch dies gelang mir leider nicht. Auch ich hatte wie viele andere vor allem hintenraus stark zu kämpfen, konnte mich aber in der Endabrechnung etwas vorarbeiten und mir in 19:56min Platz 8 im 16 Teilnehmer starken Feld sichern.  Das Rennen habe ich mir sicherlich nicht perfekt eingeteilt, aber am Ende ist es ein zufriedenstellendes Ergebnis.“

Lange Zeit zum Erholen blieb aber nicht, denn direkt nach ihr war Juli an der Reihe. Im 6600m Lauf der Frauen, weibliche U23, Männer und  männliche U20 hatte sie nicht nur eine Runde mehr zu bewältigen, sondern es auch mit außerordentlich starker Konkurrenz fast ausschließlich gespickt mit nationalen Spitzenläufern wie z.B Elena Burkhardt, Fabienne Amrhein, Anna Gehring zu tun. Ihr Rennen beschrieb sie wie folgt: „Von Beginn an lief ich mit einer Kölnerin, die Runden wurden immer härter und wir wurden immer langsamer, die Hügel und der Sand waren echt hart. Als es dann in die letzte Runde ging dachte ich, jetzt oder nie, und hab nochmal versucht, alles rauszuholen, was ging. Da man aber das System der Runde nicht erkannt hat, und der Lauf auch länger war als geplant, war der Endspurt schwer einzuschätzen und nicht leicht durchzuhalten. Die Kölnerin hab ich dann hinter mir gelassen und hab mich noch an einen Läufer ran gekämpft, der aber bis zum Ende mitgezogen hat. Im Ziel war ich ziemlich erschöpft, aber weiß, dass ich alles rausgeholt habe und bin demnach zufrieden.“ In 27:49min erreichte Juli den 11. Platz im weiblichen Feld und den 6. Platz in der U23.

So waren beide am Ende beide doch recht zufrieden mit ihren  Rennen und konnten sich gegen die starke Konkurrenz noch recht gut über Wasser halten. Nun heißt es Erholen, Trainieren und dann in beim ähnlich gut besetzten Darmstadt Cross wieder alles zu geben.

 

Winterlaufserie Pohlheim #1 – Doppelsieg für Möller-Brüder

Wenn es draußen wieder anfängt, kalt und nass zu werden, dann geht es für die Läufer entweder zu Crossläufen oder zu Winterlaufserien. Für letzteres entschieden sich die Möllerbrüder und drei VfL-Läufer aus der Schülergruppe. Die fünf starteten beim Auftakt der Limes-Winterlaufserie in Pohlheim über fünf Kilometer.

Bild: TV 07 Watzenborn-Steinberg

Nachdem die Konkurrenz in den letzten Jahren recht groß war, zeigte sich dieses Jahr schon auf den ersten Metern, dass das Brüderpaar diesmal die ersten beiden Plätze unter sich ausmachen würde. Die letztjährige Seriensiegerin Paula orientierte sich von den ersten Metern an einer Konkurrentin aus Wetzlar. Als einziger Erststarter in Pohlheim war Konrad mit dabei, für den auch der erste Start über 5 Kilometer insgesamt war. Schon „pohlheimerfahren“ ist Jan, der auch letztes Jahr die ganze Serie bestritt.

Auch wenn der starken Wind den Läufern auf den langen Geraden zu schaffen machte und richtig schnelle Zeiten verhinderte, teilten sich alle Fünf ihre Kräfte gut ein und konnten auf der ansteigenden Zielgerade noch einmal alles rausholen.

So erreichte Clemens mit deutlichem Vorsprung vor seinem Bruder als Sieger das Ziel. Ebenfalls sehr stark einzuschätzen ist der 13. Platz von Konrad, der sich als einer der jüngsten Teilnehmer im starken Mittelfeld platzierte. Jan steigerte gegenüber dem letzten Lauf seine Zeit um gut vierzig Sekunden. Ihre Zeit ebenfalls steigern konnte Paula: Auch wenn ihr im Zielsprint gegen die Wetzleranerin leider die Körner fehlten, um ihr noch etwas entgegenzusetzen, kann sie mit ihrem zweiten Platz und einer starken Zeit überaus zufrieden sein.

Bild: Helmut Schaake

Somit war die Stimmung beim anschließenden Warten auf die Siegerehrung sehr gut und der Grundstein für eine erfolgreiche Serie und Wintersaison ist gelegt

Eschenburger Berglauf

Zwischen Straßen- und Crosssaison kann man doch noch einen Berglauf machen, dachten sich zwei unserer Athleten und fuhren nach Echenburg-Eiershausen zum dortigen Berglauf.
Lena gewann mit neuem Streckenrekord, resümierte aber bescheiden: „Ich habe mich spontan entschlossen teilzunehmen und es war für mich ein guter Trainingslauf für die kommenden Crossläufe. Meine Beine waren zwar nicht so frisch, weil ich etwas Muskelkater von Sprints gestern hatte, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Ob das Ergebnis bzw. die Zeit (22:16) jetzt gut war und ich damit zufrieden sein kann, weiß ich nicht, da ich dort noch nie gelaufen bin und es erst mein zweiter Berglauf war, aber das war auch gar nicht wichtig. Es war einfach ein schöner Trainingslauf und ein schönes Event, was man bestimmt nächstes Jahr wieder einbauen kann.
Alexander Stöhr hat schon etwas mehr Berglauferfahrung, bei diesem Lauf war er schon zum fünften Mal am Start. Angesichts des sehr starken Teilnehmerfeldes war von vornherein klar, dass es nicht um Platzierungen gehen kann. Deshalb ließ Alexander die Spitze von Beginn an ziehen und orientierte sich an einem flotten Läufer als Pacemaker, dem er fast das gesamte Rennen folgte. Dies führte zu einer Zeit von 25:26, was zwar eine halbe Minute langsamer als seine Bestzeit war, aber immerhin auch eine halbe Minute schneller als im letzten Jahr.

Kölnmarathon 2018

Nach dem, nicht ganz gelungenem, Marathon-Debüt im Vorjahr in Kassel und einem äußerst schweren Frühjahr, war es am 07.10.18 endlich so weit: Der Marathon in Köln stand an. Auf diese Chance, das in Kassel denkbar knapp verpasste Ziel von unter 3 Stunden (3:00:13) zu erreichen, hatte ich nun über ein Jahr lang warten müssen.

In diesem Jahr war sehr viel passiert. Unter anderem zwang mich eine Knieverletzung im vergangenen Winter zu einer knapp viermonatigen Pause und somit zu dem Verzicht auf den Hamburgmarathon.

Nach dieser Zwangspause war der Verlauf der weiteren Saison für mich noch mehr als ungewiss. Hätte man mir im März gesagt, dass ich im Herbst einen Marathon komplett durchlaufen kann, egal mit welcher Zeit, hätte ich es wahrscheinlich nicht glauben können. Also startete ich mit niedrigen Erwartungen in die vergangenen Monaten und blickte lediglich von Woche zu Woche. Zu meinem Erfreuen stellte ich jedoch bereits im Frühsommer fest, dass die Form wieder passte und fasste demnach das alte Ziel, den Marathon unter drei Stunden zu laufen wieder ins Auge.

Nach einer harten Vorbereitung, nicht zuletzt durch den extrem heißen Sommer und durchwachsenen Wettkampfergebnissen, ohne neue Bestzeiten auf den relevanten Strecken, stand ich nun endlich an der Startlinie in Köln.

Bereits in den Tagen zuvor merkte ich, dass die Bedingungen in diesem Jahr jedoch deutlich besser waren. Nicht etwa, weil ich mich deutlich fitter fühlte oder mit stärkeren Zeiten im Rücken nach Köln fahren konnte, sondern weil ich ruhiger und ausgeglichener war. Ich wusste genau, was auf mich zukommt und konnte die Erfahrung aus dem letzten Jahr mitnehmen. Eine gewisse Anspannung war natürlich vorhanden, aber die große Aufregung und der selbst auferlegte Druck war es dieses Mal nicht. Ich wusste, dass ich in den vergangenen Monaten geleistet habe, was ich leisten konnte und dass ich es schaffen kann, wenn ich cool bleibe.

Und so ging ich das Rennen auch an. Vom ersten Kilometer an, lief ich konservativ und bedacht und achtete stets darauf, dass ich mich in der Gruppe der 3-Stunden-Läufer aufhielt. Das Tempo von ca. 4:10 / km fühlte sich locker an und schon bald merkte ich, dass meine Beine schneller laufen wollten.

Und so lief ich zwischen km 5 und 10 einen kleinen Vorsprung von ca. 100 Meter auf die besagte Gruppe raus, ohne dabei ein großes Risiko einzugehen. Was dann jedoch geschah, ist mir nach wie vor ein Rätsel. Ohne erkennbaren Grund und ohne Vorankündigung setzen, genau wie im vergangenen Jahr, urplötzlich immer heftiger werdende Seitenstiche bei mir ein. Diese wurden zwischendurch so heftig, dass ich mir mit einer Hand in den schmerzenden Bereich drücken und das Tempo rausnehmen musste. Ich ließ mich ein wenig fallen und mich von der großen Gruppe schlucken.

In meinem Kopf herrschte zu diesem Zeitpunkt absolutes Chaos. Wie willst du das noch über zwei Stunden aushalten? Sollte es das nun schon gewesen sein?

Ich versuchte mich am Ende der Gruppe einzugliedern und so gleichmäßig und ruhig zu atmen, wie es nur ging.

Anders als im letzten Jahr, nahm ich bereits nach acht Kilometern meine erste Verpflegung zu mir. Sowieso war der Plan in dieses Mal ein ganz anderer. Das Motto in Kassel war, was die Verpflegung anging: Weniger ist oft mehr. Dementsprechend wenig und selten hatte ich etwas zu mir genommen und am Ende, wahrscheinlich nicht zuletzt deswegen, auch den Preis dafür zahlen müssen. Die Wettkämpfe in diesem Jahr zeigten jedoch, dass mir eine häufigere und dafür kleiner portionierte Zunahme von Gelen wesentlich besser bekommt und mir insbesondere im letzten Abschnitt noch helfen kann.

Leider half die Einnahme bei den Seitenstichen ganz und gar nicht und ich musste mich bis ca. km 13 / 14 quälen. Dann endlich, merkte ich, dass die Schmerzen langsam weniger wurden und das Laufen wieder leichter fiel. Nach wie vor befand ich mich in der großen Gruppe der 3-Stunden-Läufer und überlegte mir, dies auch für die nächsten km nicht zu ändern. Sicher ist sicher, bloß nicht übermütig werden und schon gar nicht die gleichen Fehler wie im letzten Jahr machen.  Und so trieb ich im hinteren Teil dieser Gruppe bis zur HM-Marke, welche ich nach 1:29:21

erreichte. 3 Minuten langsamer als im vergangenen Jahr und ca. 1 Minuten langsamer als für dieses Rennen eigentlich geplant. Alles andere als eine herausragende Zeit. Von einem Ergebnis, deutlich unter 3 Stunden, konnte ich mich somit schon fast verabschieden und was noch entscheidender war, ich hatte so gut wie keinen Puffer. Noch so ein Anfall von Seitenstichen und das war es. Genau jetzt zeigte sich jedoch, dass ich mental stärker und schlicht und ergreifend auch reifer im Wettkampf geworden war. Die Herausforderung, jetzt nicht panisch zu werden, jedoch Gas zu geben und einen negativen Split im Marathon zu laufen, spornte mich an. Jetzt konnte ich zeigen, was in mir steckt und dass ich auch über 21,1 km noch etwas drauf habe.

Die Gedanken beflügelten mich und ich lief bedacht aber zielstrebig aus der Gruppe raus. Kilometer für Kilometer machte ich Boden gut und wurde immer etwas schneller. Letztes Jahr war ich derjenige, der zum Ende hin überholt wurde, dieses Jahr konnte ich einen Platz nach dem anderen nach vorne laufen.

Ein weiterer Vorteil war bei diesem Wettkampf zweifelsohne die Stimmung auf der Straße. Köln ist bis hier hin das geilste Publikum, welches ich jemals erlebt habe. Enge Gassen in der Altstadt, jubelnde Menschen, Live-Bands, Anfeuerungen der Läufer untereinander – Köln bietet alles. Im Vorfeld wurde seitens des Veranstalters die Stimmung am Rudolfplatz mit Alpe d´Huez verglichen, was mich doch zum Schmunzeln brachte. Als ich jedoch während des Rennens ganze drei Mal diesen Platz passieren durfte, wusste ich, dass bei dieser Beschreibung nicht übertrieben wurde.

Getoppt wurde das Ganze von meinen Vereinskollegen, die mich, wie auch im letzten Jahr, am Streckenrand so gut es nur ging unterstützen und mir damit zusätzlichen Auftrieb geben konnten.

Nachdem ich mir in den vergangenen 10 – 15 km einen komfortablen Vorsprung auf die 3-Stunden-Marke herauslaufen konnte, kam nun der entscheidende Teil des Marathons. Ich merkte, dass meine Beine nun langsam schwerer wurden und das mein Körper erste Signale sendete, dass er von der ganzen Aktion nicht mehr so begeistert war.

Nun war der Moment gekommen, an dem sich zeigen würde, ob ich gut vorbereitet war. Unter Leitung von meinem Trainer Arne, sah meine Vorbereitung in diesem Jahr insgesamt weniger Kilometer, dafür jedoch deutlich mehr Trainingsspitzen in Form von einigen 35km-Läufen (teilweise mit schon mit langen Abschnitten im Marathon-Tempo), Koppeltraining mit dem MTB und einer 145km MTB-Tour, vor. Auf diese Einheiten und meine mentale Stärke vertraute ich zu dieser Phase des Rennens und obwohl das Laufen schwerer wurde, beschleunigte ich noch einmal das Tempo. Bei km 35 – 36 lief eine dreiköpfige Gruppe mit deutlich höherem Tempo von hinten auf mich auf und wollte im gleichen Moment an mir vorbei ziehen. Was solls – lange ist es eh nicht mehr, dachte ich mir und blieb dran. Zu meiner eigenen Überraschung konnte ich diese Gruppe nach 2 – 3 Kilometern sogar noch hinter mir lassen und mit Blick auf dem Dom, welcher das Ziel in ein paar Kilometern in der Ferne darstellte, ein Tempo von 4 Minuten / km anschlagen.

Diese Mal kam er nicht – der Mann mit dem Hammer. Beziehungsweise dieses Mal hatte ich ihm etwas entgegen zu setzen. Die richtige Vorbereitung, die richtige Verpflegung, die Unterstützung meiner Leute und die Stimmung an der Stärke, sowie der deutlich verbesserte Dialog mit mir selbst, sorgten dafür, dass ich bei km 40 wusste: Ich schaffe es. Beflügelt von diesem Gefühl und mit den verbliebenen Kraftreserven genoss ich die letzten Meter dieses geilen Wettkampfes, der mal wieder alles zu bieten hatte, was den Marathon ausmacht und erreichte glücklich und erschöpft nach 42,195 km als 110ter von ca. 6.500 Läufern das Ziel.

Dieses Mal ging ich nicht zu Boden, sondern riss die Hände in die Höhe und jubelte. Ein unbeschreibliches Gefühl: Marathon in 2:57:18 – ich habe es geschafft.

Jetzt kann ich mich zufrieden und in Ruhe auf meine Erholung und Dinge konzentrieren, die nichts mit dem Laufen zu tun haben und vielleicht die Fehler vermeiden, die im letzten Jahr zu der Verletzung geführt haben.

Vielen Dank an meinen Trainer Arne und alle Leute, die mich in der Vorbereitung und bei dem Wettkampf begleitet, unterstützt und auch ertragen haben. Laufen ist eben doch ein Teamsport!

 

Offenbacher Mainuferlauf 2018

Nach 2016 und 2017 ging es auch dieses Jahr zum letzten Akt der Straßenlaufsaison nach Offenbach. Bei perfekten Bedingungen – flache Strecke, Windstille, am frühen Morgen Temperaturen um 10° – sollten nochmal Bestzeiten angegriffen werden.

Am Start aus VfL-Sicht: Clemens, Thorsten, Lena und Jakob. Für alle vier ging es auf die 10km-Strecke. Vom Start weg positionierte Thorsten sich in der Spitzengruppe. Die ersten Kilometer absolvierte die sechs Mann starke Gruppe gleichmäßig, bevor Thorsten zum ersten Mal versuchte, wegzulaufen: An einem kleinen Anstieg konnte er sich auch kurz absetzten, von Dauer war das aber nicht. So  ging es immer noch in der Gruppe auf die zweiten Hälfte. Dahinter wollte Clemen schauen, was mit wenig Training und erkältungsbedingter Pause noch möglich ist. Er positionierte sich in konstantem Abstand von etwa 10m hinter einem Duo und absolvierte die ersten 5km in 17:40min. Knapp 30sec dahinter durchliefen Jakob und Lena die Streckenhälfte. Lief es die ersten vier Kilometer für Jakob noch genau nach Plan, merkte er schon auf dem fünften Kilometer, dass die Beine für eine Bestzeit, die er nach dem Training der letzten Wochen sicher anvisiert hatte, zu müde waren: „Von da an wurde es richtig hart: müde Beine, ein nicht ganz zufriedener Magen und der Kopf haben mir heute einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Keine Ahnung, was da los war – jetzt mache ich erstmal ein paar Tage Pause und plane dann mal wieder eine komplette Crossaison.“. Ganz anders bei Lena: Trotz eigentlich etwas zu schneller erster Hälfte konnte sie auf der zweiten Hälfte nochmal alles aus sich herauskitzeln und lief zusammen mit der Frauensiegerin auf Bestzeitkurs auf die finalen Kilometer. Auch wenn sie diese am Ende um wenige Sekunden ziehen lassen musste, war sie im Ziel überglücklich: „Unter 37min, neue Bestzeit – so kann man die Saison auf der Straße beenden! Ich bin mega zufrieden, dass das heute so zusammengepasst hat!“.

Clemens konnte zwar auf der zweiten Hälfte nicht mehr ganz die Zeit der ersten fünf Kilometer wiederholen, für eine 35:46min reichte es aber dennoch. Damit ist er völlig zufrieden, fehlen zu seiner Bestzeit doch nur 30sec und das trotz einer alles andere als optimalen Vorbereitung. Bei Streckenhälfte in der Spitzengruppe verkleinerte sich diese rund um Thorsten Stück für Stück, sodass kurz vor dem Ziel klar war, dass es für ihn einen Platz auf dem Podium geben würde. Auch wenn er alles versuchte, um im Spurt noch weiter nach vorne zu kommen, erreichte er das Ziel hinter dem Sieger Markus Heidl und dem  Zweiten Leonardo Ortolano als Dritter. Die Zeit von 33:28min stellte ihn dennoch völlig zufrieden: „Nach dem Stress der letzten Wochen mit Umzug, neuer Arbeitsstelle und vielen Stunden in Bus und Bahn ist das super. Manchmal ist es genau das richtige, ohne Druck und Erwartungen in ein Rennen zu gehen, wie ich es heute gemacht habe!“. In den kommenden Wochen wird Thorsten dann die Läuferszene in Berlin ein wenig aufmischen und sicher auch nochmal für den ein oder anderen Crosslauf in Hessen vorbeikommen.

Auf dem Halbmarathon war Alex am Start. Zwar nicht im Trikot des VfL, sondern für seinen Heimatverein ASC Breidenbach startend, absolvierte er weitestgehend ein einsames Rennen mit Höhen und Tiefen. Auf den letzten Kilometer konnte er dann aber zu seinen führenden Vereinskameraden Kilian Schreiner aufschließen und sich mit ihm ein packendes Finish liefern. Am Ende hatte zwar wieder Kilian die Nase vorne – die Zeit von 1:07:54h bedeutete aber eine Steigerung seiner Bestzeit um mehr als vier Minuten, was umso beachtlicher ist, wenn man bedenkt, dass er mit dieser Zeit in der ewigen Hessischen Bestenliste in den besten 35 rangiert.

Mit einer Ausnahme war es also ein erfolgreicher Wettkampf zum Ende einer Straßenlaufsaison, mit der alle Läuferinnen und Läufer sehr zufrieden sein können!

Komplette Ergebnislisten auf der Seite der Zeitnahme-Firma.