Winterlaufserie Pohlheim – Erfolgreicher Abschluss mit Seriensieg für Paula

Nach den beiden Läufen im November und vor vier Wochen stand an diesem Wochenende der Abschluss der Winterlaufserie in Pohlheim an. Dabei war der VfL mit einem halben Dutzend Startern über 5km vertreten. Für Paula und Clemens ging es nicht zuletzt darum, die vorderen Plätze in der Serienwertung zu verteidigen, Jan, Frederik und Max wollten ihre Leistungen von vier Wochen bestätigen und für Jakob war es nach drei Wochen Pause ein erster Formcheck im Hinblick auf den Halbmarathon, den er in vier Wochen in Frankfurt laufen will.

Clemens (rechts) in der Spitzengruppe mit dem (Serien-)Sieger Niklas Raffin (links)

Vom Start weg setzte Clemens sich in einer dreiköpfigen Spitzengruppe mit dem späteren (Serien-) Sieger Niklas Raffin fest. Dahinter sortierte Jakob sich auf Platz vier in Begleitung eines weiteren Läufers ein. Max und Jan ließen es weiter hinten im Feld anfangs etwas ruhiger angehen – Jan hatte von Beginn an mit Wadenproblemen zu kämpfen. Die Spitzengruppe zerfiel kurz vor Streckenhälfte, Clemens sortierte sich wie bei dem vorangegangenen Lauf auf Platz drei ein. Auf diesem erreichte er nach 16:15min auch das Ziel und war mit seiner Leistung, die eine Steigerung von etwa 20sec gegenüber dem letzten Lauf bedeutete. Direkt dahinter kam Jakob nach 16:42min ins Ziel – seinen Konkurrenten konnte er nach gut vier Kilometern Tempoarbeit erst auf den letzten Metern abschütteln. Damit war er 40sec schneller als noch vor einem Jahr, was Hoffnung auf schnelle Zeiten auch bei den kommenden Rennen macht.

Paula konnte ihre Zeit ebenfalls steigern – der Seriensieg stand vorher schon mehr oder weniger fest, sodass ihr Steigerung von etwa 40sec auf 20:15min umso höher einzuschätzen ist. Für unsere Jungs lief es nicht ganz so gut wie vor vier Wochen: Sie alle kamen nicht ganz an ihre Zeiten heran, Jan hatte dabei mit Schmerzen in den Waden zu kämpfen. Die Heemskerck-Brüder mussten erkennen, dass es eine andere Sache ist ohne direkten Konkurrent zu laufen: Frederik, der letztes Mal erst auf dem Zielstrich das Duell gegen Laurenz für sich entscheiden konnte, erreichte das Ziel nach 23:19min, sein älterer Bruder Max, diesmal ohne Unterstützung von seinem Vater, nach 28:15min.

Paula nach etwa der Hälfte der Strecke

Für die Möller-Brüder geht es jetzt erstmal auf die längeren Strecken auf der Straße, für unsere Kids stehen in den nächsten Wochen und Monaten eher kürzere Strecken auf der Bahn und der Straße an. Die Winterlaufserie zeigte auch dieses Jahr mal wieder, dass sie eine super Gelegenheit bietet, auch bei nass-kalten Bedingungen gute Leistungen zu zeigen – die entspannte Atmosphäre tut ihr Übriges, damit wir auch im kommenden Winter sicher wieder dort zu Gast sein werden.

Bilder gibt es bei Flickr.

Die kompletten Ergebnisse aller Läufe und der Serie auf der Seite des Veranstalters.

Kreishallenmeisterschaften 2018 – 16 Podestplätze für VfLer

In der Herrenwaldhalle mit ihrer krummen 187m-Bahn finden Ende Januar alljährlich die Kreishallenmeisterschaften statt. Am Samstag sind die Älteren am Start, alle Altersklassen bis zur U14 dürfen sich Sonntag dann leichtathletisch beweisen. Dieses Jahr waren dabei gleich 13 VfLer am Start: vier am Samstag und neun Schüler am Sonntag.

Clemens (l.) und Lena (r.)

Über 60m zeigte Chris Nacke, dass sich konsequentes Training bezahlt macht und erlief in 7,88sec den dritten Platz. Im Weitsprung lief es für ihn nicht ganz so gut: Stets verschenkte er einige Zentimeter und landete am Ende bei 5,59m, womit er nicht ganz zufrieden war. Anna-Sophia Leyk war im Hürdensprint und im Hochsprung am Start. Dabei reichte es zu zwei Podestplätzen: Zweite über die Hürden und der Sieg im Hochsprung mit übersprungenen 1,56m standen am Ende zu Buche. Den Abschluss machten dann die Läufer: Lena Ritzel und Clemens Möller begaben sich beide auf die etwa 16 Runden lange Tortur über 3000m. Am Ende waren beide mit ihren Zeiten mehr oder weniger zufrieden, zumal es sich für beide nur um einen Trainingslauf handeln sollte. Dass dabei dann auch noch ein erster (Lena) und ein dritter (Clemens) Platz herausspringen, ist eine nette Beigabe.

Am Sonntag füllte sich die Halle dann mit Scharen von Schülern – darunter neun VfLer, die sich getreu dem Motto „Höher, Schneller, Weiter“ mit den anderen messen wollten.

Wie schon bei den vergangenen Wettkämpfen zeigte Konrad, dass er ein unglaubliches Potential hat: Wo er antritt, steht er am Ende ganz oben auf dem Podest. Mit 8,22sec über 50m, 3,78m im Weitsprung und 2:57,73min über 800m darf er sich jetzt Dreifach-Kreismeister nennen. Blöd für Kieran, der mit ihm in einer Altersklasse startet: Über 800m musste er sich nur seinem Vereinskameraden geschlagen geben und erreichte das Ziel nach 3:15,79min. Dass seine Talente eher im Laufen als im Springen liegen zeigten seine anderen beiden Wettkämpfe: In einem knappen Einlauf über 50m wurde er Vierter, im Weitsprung war er mit seinen 3,19m und einem fünften Platz nicht ganz zufrieden.

Konrad beim Weitsprung

Ein Jahr älter als Kieran und Konrad sind Laurenz und Henry – ihre Stärken liegen vor allem auf der längeren Strecke. War für beide über 50m schon im Vorlauf Schluss, konnten sie sich in einem taktisch geschickt gelaufenen 800m-Lauf am Ende knapp hintereinander auf Platz 3 und 4 einreihen. Die Zeit von etwa 3:05min ist aber noch eindeutig ausbaufähig – im Dezember stoppte die Ihr für Henry schon nach 2:58min. Laurenz war zusätzlich noch im Weitsprung am Start und wurde mit seiner Weite von 3,35m 8.

Unser Ältester Junge war heute Jan, der nur über 800m am Start war. Nachdem es beim Vorweihnachtskriterium für ihn mit Schmerzen im Oberschenkel gar nicht gut gelaufen war, zeigte er heute seine wahre Stärke: In einem guten Rennen lief er 3:03,78min und wurde 2. Dass Ziel für dieses Jahr steht damit auch fest: eine 2 vor dem Doppelpunkt!

Bei den Mädchen waren die Starterfelder – wie immer – größer. Amelie zeigte aber, dass sie mittlerweile schon wettkampferfahren ist und steigerte sich beim Weitsprung von Versuch zu Versuch, sodass am Ende 3,64m und ein hervorragender zweiter Platz zu Buche stehen. Über 50m steigerte sie ihre Zeit aus dem Dezember um einige hundertstel Sekunden – sie benötigte 8,59sec und wurde damit knapp geschlagen Vierte.

Amelie, Emma, Paula (hinten v.l.), Laurenz, Henry, Mia (mitte v.l.), Kieran, Konrad und Jan (vorne v.L.)

Ein Jahr älter und damit in der W12 am Start ist Mia. Bei ihrem ersten Wettkampfstart für den VfL zeigte sie drei starke Wettkämpfe: 3,96m im Weitsprung (4. Platz), 9,62sec über 60m (3. Platz) und ein zweiter Platz über 800m. Dabei zeigte sie ihren Kampfgeist: Die Zerrung, die sie sich wohl beim Weitsprung zugezogen hat, hinderte sie nicht daran eine starke Zeit von 3:06,92min abzuliefern.

Dieses Jahr noch in der U14 startberechtigt sind Emma und Paula. Anders als der Rest der Gruppe wagten Paula sich an zwei weniger trainierte technische Disziplinen: Kugelstoßen und Hürdenlauf. Einmal ging das sehr gut aus, das zweite Mal misslang der Versuch allerdings mehr oder weniger kräftig. Beim Kugelstoßen wuchtete sie die 3kg-Kugel auf 6,24m und wurde damit 2. Über die Hürden lief es dann aber gar nicht: Schwierigkeiten mit dem Rhythmus und ein viel zu dichtes Auflaufen an die Hürden verhinderten eine schnelle Endzeit und eine gute Platzierung, sodass sie am Ende 6. wurde. Über 800m wurde ihr taktisch hervorragendes Rennen am Ende leider nicht belohnt:  stets hielt sie sich direkt hinter ihrer Konkurrentin an Position zwei und versuchte auf der letzten Runde alles, um nochmal vorbeizukommen. Auf der Zielgeraden kam sie mit jedem Schritt näher. Am Ende reichte es dann leider nicht ganz und sie musste sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben.

Emma war im Sprint und im Weitsprung am Start und zeigte, dass hier auch ihre Stärken liegen. Reichte es beim Sprint in einem extrem engen Einlauf noch „nur“ zu Platz 2 nach 9,35sec, konnte sie sich beim Weitsprung mit 4,14m ganz vorne platzieren.

Somit war es für den VfL ein richtig gutes Wochenende: mit 18 Podestplätzen und sechs Kreismeistertiteln konnten wir zeigen, dass wir im Kreis mittlerweile vorne mitmischen können!

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Ergebnisse Schüler

Ergebnisse Jugendliche und Erwachsene

Hessische Meisterschaften U20 und Aktive – Taktische Rennen für Lena

Als erste Meisterschaften im neuen Jahr standen wie immer die Hallenmeisterschaften an – für Lena Ritzel erst in der U20 und dann eine Woche später bei den Aktiven. In ihrer Altersklasse, der U20, war sie über die wenig geliebten 1500m am Start. Eine Woche später im Frauenfeld wollte sie über die doppelt so lange Strecke zeigen, was in ihr steckt.

Nach dem Trainingslager Anfang des Jahres in Paderborn war Lena erstmal ein paar Tage angeschlagen, die Voraussetzungen also alles andere als optimal: fünf Tage ohne Training, auch vorher nicht Spezifisches für die knappe Meile. Das Rennen entwickelte sich dann wie es bei Meisterschaftsrennen so oft der Fall ist: ein verbummelter Beginn, viel Taktik und die Entscheidung erst auf den letzten Metern. Nach 1000m in 3:18min konnte Lena sich etwas von ihren Konkurrentinnen lösen. Auf den letzten Metern zeigte sich aber (wieder einmal), dass die Mittelstrecke zu Recht nicht Lenas Lieblingsdisziplin ist – sie wurde noch von einer Konkurrentin überholt und musste sich mit dem Vizetitel zufriedengeben.

In der kommenden Woche fast das gleiche Spiel nochmal, nur dieses Mal doppelt so lang: Statt des erhofften gleichmäßigen Tempos entwickelte sich wieder ein taktisches Rennen, in dem Lena nie eine Position fand, mit der sie wirklich zufrieden war. Nachdem sie die ersten 1200m die Tempoarbeit übernommen hatte, fehlte ihr auf den letzten 800m die Kraft, um ganz vorne mitzulaufen. „Das war taktisch nicht geschickt, was ich hier gemacht habe. Das muss ich noch lernen, in solchen Rennen einen Weg zu finden, Kraft für die letzten Meter zu sparen. Die Zeit von 10:27min ist in Ordnung – nicht mehr und nicht weniger.“

Mit diesen zwei Rennen gelang Lena ein solider Einstieg in das neue Jahr – ihre wahre Stärke kann sie dann bei den anstehenden Hessischen und Deutschen Crossmeisterschaften zeigen.

 

Winterlaufserie Pohlheim – Schmuddelwetter und schnelle Kids

Morgens beim Aufwachen sah es noch nach einem schönen Tag für einen Winterlauf aus, pünktlich zum Start setzte aber dann doch typisches Winterlaufserienwetter ein: nasskalter Regen und leichter Wind bei wenigen Grad über Null. Somit war der Start für unsere sechs Starter vor allem eine Erlösung von der Kälte, die allerdings bis zum Schluss nicht ganz vertrieben werden konnte.

Am Start waren Clemens, Frederik, Laurenz, Jan, Max und Paula. Wie schon beim ersten Teil der Serie rechnete sich Clemens im Vorfeld einen Platz auf dem Podest aus, auch bei Paula schien eine vordere Platzierung wieder möglich. Spannend sollte es aber vor allem zwischen unseren beiden Nachwuchstalenten Laurenz und Frederik werden, die schon im Training mehrfach gezeigt haben, dass sie auf Augenhöhe unterwegs sind. Auf der leicht profilierten Runde, die nicht ganz 5km lang ist, erkannte Clemens bereits ganz am Anfang, dass der vorne enteilende Dominik Müller und der spätere Sieger Niklas Raffin für ihn zu schnell sind und bestritt so ein einsames Rennen auf dem dritten Platz. Die Uhr blieb für ihn nach 16:39min stehen, eine Verbesserung von wenigen Sekunden gegenüber seiner Zeit aus dem November. Als nächste VfLerin kam Paula ins Ziel. Auch wenn sie nach dem Lauf im November länger aussetzen musste, konnte sie ihre Zeit ebenfalls verbessern und dabei noch den Sieg in der Frauenklasse feiern und somit auch den ersten Platz in der Serienwertung übernehmen. Frederik und Laurenz lieferten sich auf der Zielgerade einen Spurt, der seinesgleichen sucht: Am Anfang lag Laurenz noch knapp in Führung, auf dem Bergaufstück zeigte sich aber, dass Frederik die etwas besseren Beine hatte – er konnte noch an Laurenz vorbei ziehen und hat somit bereits nach seinem ersten Start über 5km eine Zeit von 23:04min stehen – und das mit erst sieben Jahren!

Sein Bruder Max wurde unterstützt von Vater Christian und erreichte das Ziel nach 27:52min. Auch für ihn war es der erste Start über die lange 5km-Strecke, sodass er im Ziel glücklich war, die Strecke gut geschafft zu haben. Jan konnte seine Zeit vom November ebenfalls verbessern und kam nach 25:06min ins Ziel. Damit ist für den nächsten Start das Ziel klar: die 25min-Marke soll dann fallen!

Im Ziel war dann oberstes Gebot, schnell in die warme Halle und raus aus dem schmuddeligen Januar-Wetter zu kommen, um den erfolgreichen Lauf bei einem Stück Kuchen und dem ein oder anderen neuen Paar Laufschuhe Revue passieren zu lassen.

Ein paar Bilder gibt es bei Flickr.

 

Silvesterläufe – VfLer am Start an der Obernau, in Gießen und in Frankfurt

Traditionell ist Silvester jedes Jahr der Tag, an dem sich die meisten Läufer auf Strecken in der ganzen Welt begeben, auch dieses Jahr waren wieder einige VfLer darunter. Am Vortag waren vier Läufer bei Netphen an der Obernautalsperre am Start, an Silvester selber nochmal zwei in Frankfurt.

Der Start des Laufes über 3km mit Maximilian und Frederik

Schon zum 39. Mal fand der Silvesterlauf an der Obernau statt, bei dem der Obernaustausee umrundet wird. Die Bedingungen im Siegerland waren mit Regen und Temperaturen knapp über Null Grad nicht gerade optimal, Schneematsch auf der Strecke machten das Laufen zu einer teilweisen sehr rutschigen Angelegenheit. Zunächst starteten Frederik und Maximilian im Schülerlauf über 3 Kilometer auf einer Wendepunktstrecke über die Staumauer. Beide hielten sich als Jüngste im Starterfeld anfangs zurück, arbeiteten sich im dann jedoch weiter nach vorne. So wurde Frederik (als Siebenjähriger) in der M10 mit 15:54min Zweiter, Max in der selben Klasse Fünfter. Am Tag darauf ware die beiden Nachwuchsläufer schon wieder am Start – beim Silvesterlauf in Gießen im Jugendlauf über 1,2km. Dabei knüpften sie an ihre starken Leistungen vom Vortag an: Frederik gewann die U8 in einer starken Zeit von 4:51min und musste sich der Gesamtsiegerin nur ganz knapp geschlagen geben. Maximilian wurde in 5:39min Dritter in der U10.

Frederik…

… und Maximilian kurz vor dem Ziel
Clemens wurde starker Vierter

Danach waren im Zehnkilometerlauf Thorsten Herrig und Clemens Möller an der Reihe. Mit schon vom Weg zum Start komplett durchnässten Klamotten ging es für die beiden auf eine Runde rund um den See. Am Anfang machten beide gleich Tempo und bildeten mit zwei anderen Läufern die Spitzengruppe, aus der Clemens jedoch bald rausfiel. Bald sah er die Gruppe nicht mehr, von hinten kam jedoch auch niemand, so dass er auf der hügeligen Strecke ohne Druck nach 36:54min als Vierter ins Ziel kam. Thorsten lief auch einen Großteil der Strecke alleine, nachdem er bei Kilometer drei seine beiden Konkurrenten abgeschüttelt hatte. So gewann er den Lauf mit einer Zeit von 34:50min.

Einen Tag später war er dann schon wieder am Start, diesmal als Tempomacher für Lena Ritzel beim Silvesterlauf in Frankfurt. Er konnte sie auf dem ersten Kilometer nicht bremsen, so geriet dieser deutlich zu schnell. Darunter hatte sie bald zu leiden, das Tempo wurde deutlich langsamer und die Beine schwerer. Auf den letzten Kilometern hatte die Strecke dann noch ein paar kräftezehrende Höhenmeter aufzuweisen, die Lena nochmal beißen ließen. Mit der Zeit von 38:28min und dem dritten Platz insgesamt war Lena einigermaßen zufrieden, „die Beine haben heute einfach nicht mehr hergegeben“. Mit Beginn des neuen Jahres geht es dann erstmal für fünf VfLer ins Trainingslager nach Paderborn, wo die Grundlagen für die kommende Saison gelegt werden sollen.

Der Start des Laufes über 10km an der Obernau

Vorweihnachtskriterium Stadtallendorf – neue Erfahrungen für unsere Schülerinnen und Schüler

Wie jedes Jahr lockte der Termin in der Vorweihnachtszeit wieder viele Leichtathleten in die Herrenwaldhalle in Stadtallendorf. Aus ganz Hessen waren Gruppen angereist, die Starterfelder mit bis zu 60 Startern bei einzelnen Wettbewerben dementsprechend groß. Vom VfL waren sechs Kinder am Start: Zoe, Amelie, Henriette, Friedrich, Jan, Emma und Henry.

Höhepunkt war ohne Zweifel der Weitsprung von Emma. Nachdem sie beim Sprint nicht ihre Möglichkeiten ausgeschöpft hatte und beim Hochsprung Probleme mit dem Anlauf hatte und somit auch hier nicht absolut nicht zufrieden war, zeigte sie beim Weitsprung Nervenstärke. Im Feld von 36 Starterinnen zeigte sie im Vorkampf bereits zwei starke Sprünge im Bereich von 4m. Nachdem der Wettkampf bereits deutlich mehr als eine Stunde andauerte, steigerte sie sich im letzten Sprung noch auf 4,20m. Damit steigerte sie ihre Leistung aus dem Mai diesen Jahres um mehr als 60cm.

Abschließend ging es für Emma wie für vier andere VfLer auf die 800m. Allen war dabei der Respekt vor der Mittelstrecke anzumerken. Dabei zeigte vor allem Henry einen starken Lauf. Er lief lange in Kontakt zu der Spitzengruppe und lag dabei zwischenzeitlich sogar auf dem zweiten Platz. Am Ende verließen ihn leider etwas die Kräfte, sodass er die Platzierung nicht halten konnte. Mit etwas mehr Erfahrung und weiterhin regelmäßigem Training wird er nächstes Jahr aber sicherlich weiter vorne angreifen können. Ähnlich erging es Henriette: Nach starkem Beginn verlor sie auf der letzten Runde noch einige Plätze gegen die deutlich erfahrenere Konkurrenz.

Jan und Friedrich waren zusammen in einem Lauf am Start. Von Beginn an hielten sie sich eher am Ende des Feldes auf. Jan brachte den Lauf zwar zu Ende, sein schmerzender Oberschenkel verhinderte aber eine schnelle Zeit. Anders bei Friedrich, der sein angeschlagenes Tempo gut halten konnte und das Ziel erschöpft aber zufrieden erreichte. Im Weitsprung reichte es für alle beide leider nur für den Vorkampf. Beide ließen aber erkennen, dass im kommenden Sommer mit etwas spezifischerem Training eine deutliche Steigerung möglich sein sollte.

Ebenfalls im Weitsprung am Start war Zoe am frühem Morgen. Sie hatte ebenfalls mit ihrer Nervosität und einem stark verkürzten Aufwärmen zu kämpfen, war danach aber dennoch zufrieden, auch wenn es nicht für dem Endkampf gereicht hatte. Direkt im Anschluss ging es für sie zum Sprint. Dort zeigte sich bei ihr wie bei allen anderen VfLern, dass in Zukunft im Training vor allem am Start gearbeitet werden muss. Auch ohne das entsprechende Training zeigte Amelie einen guten Lauf, trotz der Tatsache, dass sie deutlich schneller war als noch im Februar an gleicher Stelle, war nach dem Vorlauf Schluss.

Als Fazit bleibt, dass das Vorweihnachtskriterium ein Wettkampf auf höchstem Niveau ist, das in diesem Jahr etwas unter den riesigen Teilnehmerfeldern und den entsprechend gestressten (und zum Teil sehr unfreundlichen) Kampfrichtern zu leiden hatte. Für unsere Starter war es also in erster Linie ein Wettkampf, um Erfahrungen zu sammeln.

Noch ein paar mehr Bilder gibt es bei Flickr.

Die kompletten Ergebnislisten gibt es beim HLV-Kreis.

Crosslauf Wetter-Oberrosphe – Berg und Matsch… alles wie immer

Einer der Fixpunkte im Laufkalender für uns VfLer ist schon seit einigen Jahren der Crosslauf kurz vor Weihnachten in Wetter-Oberrosphe. Dieses Jahr waren in den drei Rennen je zwei VfLer am Start: Bei den Jüngsten über eine Runde von etwa 900m die beiden Geschwister Maximilian und Frederik, bei den Frauen Lena Ritzel und Lisa Eigmüller über sechs Runden und bei den Herren über acht volle Runden Jakob und Clemens Möller.

Die Strecke musste wegen der Bodenverhältnisse kurzfristig verändert werden, da eine Passage einfach eine Gefahr für die Läufer dargestellt hätte. Am Charakter der  Strecke änderte das aber nichts: Vom Sportplatz durch tiefes Geläuf hinab, um eine scharfe Kurve, dann ein längeres Stück, auf dem man es ein bisschen rollen lassen konnte, hinein in eine leichte Steigung, nochmal einige Meter flach und dann den berüchtigten Berg hinauf zum Sportplatz. Insgesamt also eine extrem anspruchsvolle Strecke, die im Bereich Crosslauf in Mittelhessen ihresgleichen sucht.

… und Frederik oben am Berg
Maximilian…

Zuerst ging es für die Schüler auf eine Runde. Für die beiden VfLer Maximilian und Frederik, die erst seit kurzer Zeit bei uns mittrainieren, war es der erste Crosslauf. Dass sie dennoch einiges an Lauferfahrung aufzuweisen haben, bewiesen sie mit starken Läufen. Frederik, der etwas jünger ist, lief zusammen mit der späteren Siegerin. Mit seinen sieben Jahren ließ er am Ende auch die älteren Jungs alle hinter sich und konnte seine Urkunde als Sieger der U8 stolz in Empfang nehmen. Am Berg noch an dritter Stelle direkt hinter seinem Bruder liegend, gingen Maximilian am Ende ein bisschen die Kräfte aus. Trotz der lautstarken Anfeuerungen wurde er noch von einer Läuferin überholt. Das änderte aber nichts an seinem wohlverdienten Sieg in der Klasse MU10.

Über sechs Runden waren dann Lena und Lisa am Start. Für Lena stand der Sieg eigentlich schon nach einer Runde fest. Dennoch ließ sie nicht nach und war am Ende zufrieden mit ihrer Leistung. Lisa, unsere Trainingsweltmeisterin, konnte endlich auch mal zu einem Start überredet werden. Sie lief an vierter Stelle ein konstantes Tempo, konnte die Strecke trotz nicht vorhandener Spikes gut durchlaufen und wurde am Ende zweite in der Altersklasse der U18. Am Ende war es auch für sie entgegen der vorherigen Befürchtungen ein gelungener Tag.

…und Lisa im Ziel
Lena…

Als letztes ging es für die beiden Möllers auf den immer schwieriger zu laufenden Kurs. Am Start noch vorweg laufend, sortierte sich Clemens schnell in einer 3er-Gruppe hinter dem nach vorne entstürmenden Felix Thum ein, auf den langen Bergabstücken verlor er bald aber auch hier Stück für Stück den Anschluss, behielt die Konkurrenz aber immer im Blick. Er versuchte, sein Tempo aufrecht zu erhalten, kämpfte mit  aufkommenden Seitenstichen und schreckte auch nicht vor der ein oder anderen tiefen Pfütze zurück, sodass sein vierter Platz nie in Gefahr geriet. Am Ende drei Plätze dahinter kam sein älterer Bruder Jakob ins Ziel, der sich auf der Schlussrunde aus einer 3er-Gruppe lösen konnte, in der er fast das ganze Rennen gelaufen war.

Am Ende war es also für alle VfLer ein erfolgreicher Tag, der wie immer in Wetter vor allem von der schwierigen Strecke geprägt war. Als letzter Wettkampf steht dann am 30.12 noch der Silvesterlauf an der Obernautalsperre in Netphen an, bevor es Anfang des Jahres für einen Teil der Laufgruppe ins Trainingslager geht.

Bilder, wie immer, bei Flickr.

Adventscross Pfungstadt – gelungene Läufe im Schneegestöber

Crosslaufen im Schnee – dieses Erlebnis durften vier VfLer am ersten Advent in Pfungstadt machen. Beim 49. Pfungstädter Adventscross waren Jan, Lena Ritzel und die Möllerbrüder am Start. Bereits in den Vortagen deutete die Wettervorhersage an, dass es winterliche Bedingungen geben könnte und tatsächlich lag bei der Abfahrt in Marburg bereits eine geschlossene Schneedecke. In Pfungstadt angekommen blieb der Schnee zwar noch nicht liegen, das sollte sich aber die kommenden Stunden bei stetigem Schneefall ändern, sodass gegen Mittag, als Jakob als letztes am Start war, auch in Südhessen der Winter visuell Einzug erhalten hatte.

Als erstes war Jan an der Reihe. Der in der M10 startende Leichtathlet findet zunehmend Spaß am Laufen, die Möglichkeit zum Start in Pfungstadt nutzte er also gerne. Der Kurs rund um das Pfungstädter Stadion weist zahlreiche crosstypische Herausforderungen auf: wechselnde Untergründe, kurze knackige Anstiege, Strohballen als zusätzliche Hindernisse und scharfe Kurven. Im großen Starterfeld der Kinder U12 hielt Jan sich anfangs zurück um dann auf der zweiten Hälfte der für ihn einmal zu durchlaufenden Runde anzugreifen und Plätze gutzumachen. Nach 7:25min überquerte er die Ziellinie als dritter seiner Altersklasse und konnte seinen wohlverdienten Schoko-Nikolaus in Empfang nehmen.

Als nächstes musste Lena dem Schneefall trotzen – das gelang ihr mit Bravour. Vom Start weg setzte sie sich an die Spitze des Frauenfeldes und zeigte, dass sie hier gewinnen wollte. Lief sie nach einer Runde noch zusammen mit Sophie Burkhardt aus Friedberg, konnte sie sich zu Beginn der zweiten Runde leicht absetzen. Auch wenn es zwischenzeitlich nochmal knapp wurde – sowohl Läuferin als auch Zuschauer rechneten nochmal mit einem Näherkommen der Friedbergerin – konnte Lena auf den letzten Metern ihre Mittelstreckenqualitäten unter Beweis stellen und schlussendlich einen recht deutlichen Sieg einfahren. Für die 3160m benötigte sie 11:33min.

Die gleiche Strecke hatte im Anschluss Clemens zu bewältigen. Er benötigte dafür genau 36sec weniger, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Dabei sah es bereits nach etwa 200m sehr schlecht für Clemens auf. Im dichten Gedränge direkt nach dem Start war er zu Fall gekommen und einige Meter über den zu diesem Zeitpunkt bereits sehr rutschigen Boden gerutscht. Trotzdem kämpfte er sich wieder nach vorne und konnte die zwei Runden in einem konstanten Tempo durchlaufen. Auf den letzten Metern konnte er somit noch an einem Läufer vorbeiziehen und im stark besetzten Feld einen sechsten Platz erringen.

Kurze Zeit später waren Lena und Clemens dann schon wieder am Start. Die Möglichkeit, beim Crosssprint über 800m mal so richtig Gas zu geben (und einen zweiten Schokonikolaus abzustauben) ließen sich die beiden nicht nehmen. Beide hielten sich auf den ersten Metern eher zurück und versuchten auf der zweiten Hälfte ihre Ausdauer auszuspielen. Das gelang auch ganz gut: Lena würde zweite ihrer Altersklasse in 2:39min, Clemens sechster in der Hauptklasse nach 2:23min.

Im letzten Lauf des Tages war dann Jakob unterwegs. Auf der mittlerweile komplett eingeschneiten Strecke hatte er fünf Runden zu absolvieren. Nach einem etwas zu optimistischen Beginn fand er alleine laufend sein Tempo und kämpfte gegen die Runde für Runde müder werdenden Fußgelenke und Oberschenkel. Auch wenn er schnell merkte, dass ihm für schnelles Crosslaufen die Stabilität in den Fußgelenken und die Kraft in den Oberschenkeln ein wenig fehlt, hatte er Spaß bei seinem Lauf und war mit seinem Resultat als fünfter der Hauptklasse nach 30:38min zufrieden.

Pfungstadt stellte mit dem Crosslauf wie schon in den vergangenen Jahren unter Beweis, dass es nicht nur im Sommer die erste Adresse für Abendsportfeste ist, sondern auch am ersten Advent mit dem Crosslauf eine Veranstaltung zu bieten hat, die auch einer Anreise aus Marburg würdig ist.

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Schülerhallensportfest Wallau 2017

Dass für eine gelungene Leichtathletik-Veranstaltung in den Schüler- und Kinderklassen keine „echte“ Leichtathletikhalle notwendig ist, stellte der FV Wallau am vergangenen Samstag unter Beweis. Das Schülerhallensportfest mit integrierten offenen Vereinsmeisterschaften für die U8 und U10 findet bereits seit mehreren Jahren statt. Trotz großer Teilnehmerfelder war die Veranstaltung, an der wir zum ersten Mal teilgenommen haben, gut organisiert.

Mit 13 Kindern, davon einige, für die es das erste Mal zu einem Wettkampf abseits des neuen KiLa-Systems ging, waren wir also auch vertreten. Für alle standen Sprint, Standweitsprung und ein Ausdauerlauf an, für die Jüngeren zusätzlich der Basketballweitwurf.

Unsere jüngste Starterin Margarete zeigte in allen vier Disziplinen das Bewegungstalent, das in ihr steckt: vier Starts, vier erste Plätze, was will man mehr? Insbesondere zu erwähnen sind hier die 1,28m im Standweitsprung, die exakt 12cm Vorsprung auf den zweiten Platz bedeuteten. Ein Jahr älter ist Laura. In der W7 hatte sie es deutlich schwerer als Margarete: deutlich mehr als ein Dutzend Starter waren hier unterwegs, sodass jeder Zentimeter entscheidend sein konnte. Besonders stark war Laura in den kraftorientierten Disziplinen: Mit 3,60m im Basketballweitwurf und 1,30m im Standweitsprung platzierte sie sich im soliden Mittelfeld. In der W9 waren wir mit gleich zwei Starterinnen vertreten: Amelie, die auch schon vor zwei Wochen in Langgöns am Start war und Lauras Schwester Jana. Die hohe Leistungsdichte zeigt sich am Sprintergebnis: vier (!) zeitgleiche Läuferinnen in 8,2sec belegen den achten Platz, eine davon ist Amelie. Jana zeigt vor allem im Standweitsprung ihr Stärken und war zufrieden mit 1,46m.

Konrad beim Basketballweitwurf

Bei den Jungs waren die Starterfelder etwas kleiner als bei den Mädchen. Keineswegs schmälert das allerdings die Leistung von Joris, der sich dreimal ganz oben auf das Podest stellen durfte. Besonders heraus stechen dabei seine Laufleistungen über 35m und im 4-Runden-Lauf. In 6,4sec bzw. 1:07min konnte er jeweils ungefährdete Siege einfahren. Eine faire Teilung der ersten Plätze konnten Kieran und Konrad in der M9 erreichen: Im Feld von jeweils elf Startern konnte jeder der beiden zwei Disziplinen für sich entscheiden. Konrad den Standweitsprung und den 4-Runden-Lauf, Kieran den Sprint und den Basketballweitwurf. Sein besonderes Wurftalent unterstrich er dabei, indem er weiter warf als vom Veranstalter vorgesehen, sodass seine Weite geschätzt werden musste.

Amelie beim abschließenden 4-Runden-Lauf

In der W10 war Amelie am Start. Dass ihr vor allem das kurze Laufen liegt, war nichts neues, der dritte Platz über 2x35m in 12,0sec also keine große Überraschung. Dass sich gezieltes Training bezahlt macht, zeigte der 4-Runden-Lauf, in dem sie nur durch einen Stolperer im Gedränge keinen Podestplatz erreichen konnte. Ein Jahr älter ist Zoe, die nach anfänglichen Motivationsschwierigkeiten im abschließenden 4-Runden-Lauf ihren Kampfgeist zeigte und nach 1:11min als Dritte den Zielstrich überquerte.

Leon beim Standweitsprung

In der M10 war der VfL mit zwei Startern vertreten: Jannis und Laurenz. Jannis konnte den Sprint in 11,9sec und den Standweitsprung mit 1,89m für sich entscheiden. Im 4-Runden-Lauf zeigte Laurenz mit einem starken Lauf und gutem Körpereinsatz, dass es nicht seine erste Erfahrung auf der Mittelstrecke war und erreichte das Ziel nach 1:08min als Zweiter. In der M11 war das Feld leider sehr ausgedünnt: Neben Jannis und Leon war nur noch ein weiterer Starter angetreten, sodass von vornherein feststand, dass in jeder Disziplin auch ein Podestplatz herausspringen würde. Jannis konnten den 4-Runden-Lauf in 1:03min für sich entscheiden und wurde im Sprint und Standweitsprung je Zweiter. Leon wurde in allen Disziplinen Zweiter und war damit zufrieden.

Insgesamt war es also ein erfolgreicher Tag für den VfL. Die Kinder – egal ob schon wettkampferfahren oder Neulinge – waren zufrieden und fiebern den nächsten Wettkämpfen entgegen.

Die kompletten Ergebnisse gibt es hier für die U8 und U10 und hier für die U12.

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Darmstadt-Cross – Tolle Rennen in Hessens Süden

Beim renommiertesten Crosslauf in Deutschland, dem Darmstadt-Cross, war dieses Jahr auch der VfL wieder vertreten. In der U20 war Lena Ritzel am Start, in der U23 Julia Altrup und in der offen ausgeschriebenen Männerklasse Clemens Möller.

Der Kurs in Darmstadt ist ein typischer Meisterschaftskurs – wenige kurze Anstiege, recht gut zu laufende Wiesenwege und einige Strohballen als zusätzliche Herausforderung. Diese Runde galt es für Lena dreimal zu durchlaufen, Clemens und Julia durften sogar fünf Runden drehen.

Lena Darmstadt

Nach dem erfolgreichen Cross in Pforzheim war es für Lena der zweite ernstzunehmende Crosslauf der Saison. Ziel war es, an die gute Leistung von vor zwei Wochen anzuknüpfen und wieder eine Platzierung im Mittelfeld zu erreichen. Nach einem – wie beim Cross üblichen – schnellen Start fand Lena schnell ihr Tempo und absolvierte die Strecke in einem konstanten Tempo. Nach knapp 16 Minuten erreichte sie das Ziel als 8. ihrer Altersklasse. „Mit dem Lauf heute bin ich zufrieden: konstantes Tempo, eine Platzierung ähnlich wie in Pforzheim – das ist das, was ich mir heute vorgenommen habe.“

In der offenen Männerklasse war Clemens am Start. Über 6,6km war von vornherein klar, dass er nichts mit den vorderen Plätzen zu tun haben würde, sodass es für ihn darum ging, sich im national top besetzten Feld möglichst gut zu verkaufen und am Ende zufrieden ins Ziel zu kommen. Lief er die ersten zwei Runden noch in einer Gruppe, zerfiel diese zusehends und Clemens orientierte sich nach vorne. Von da an wurde es ein sehr einsames Rennen: der Weg nach vorne zu weit, um nochmal Anschluss zu finden, von hinten keine Gefahr mehr. Nicht zuletzt infolge dieser etwas ungünstigen Konstellation wurden die Kilometer Sekunde für Sekunde langsamer, was aber nichts daran änderte, dass Clemens im Ziel zufrieden mit seiner Leistung war: „Ja, ich bin etwas langsamer geworden… aber das ist cross-typisch, von daher ist das ok. Die Pace von heute bin ich zuletzt die beiden 5er auf der Straße gelaufen, in dieser Hinsicht ist das super! Und nicht zuletzt war ich nur drei Sekunden langsamer als Arne vor drei Jahren.“

Clemens Darmstadt

Zuletzt ging es für Julia auf die Strecke. Ihre Aufgabe war heute die wohl schwerste für unsere drei Starter: Im Rennen der U23 waren die beiden deutschen Top-Läuferinnen Konstanze Klosterhalfen und Alina Reh sowie viele weitere Athletinnen am Start, die schon bei deutschen Meisterschaften ihre Klasse unter Beweis gestellt haben. In Kombination mit dem kleinen Starterfeld von 38 Läuferinnen und der Tatsache, dass sie studiumsbedingt in den Wochen wenig trainieren konnte, waren die Erwartungen also von vornherein gering. Konnte sie die ersten Meter noch in Begleitung einer anderen Läuferin laufen, musste sie schnell einsehen, dass das Tempo für sie zu hoch war. Von dort an wurde es für sie ein sehr einsames Rennen ohne Optionen nach vorne oder hinten. Trotz dieser schwierigen Situation schaffte sie es, die Kilometer in einem gleichmäßigen Tempo zu laufen und entging damit sogar noch haarscharf der Überrundung durch die heranstürmende Siegerin Alina Reh.

Julia Darmstadt

Darmstadt stellte mit den Rennen wieder einmal unter Beweis, dass es zurecht die erste Adresse unter den Crossläufen in Deutschland ist. Für die VfLer war es ebenfalls eine gelungene Veranstaltung, die alle drei bester Stimmung verließen.

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