Hessische Hallenmeisterschaften – Julia mit DM-Norm über 800m

Drei Starter, zwei Strecken und ein ganz großes Ziel: Bei den Hessischen Hallenmeisterschaften in Frankfurt waren Julia, Arne und Lena am Start. Erstgenannte über 800m, die beiden letzten über 3000m. Die Interessenslage war von vornherein klar: Während es für Arne und Lena “nur” darum ging, einfach ein gutes Rennen zu machen, wollte Julia nach einem missglückten Versuch letzte Woche jetzt endlich die Norm für die DM in Leipzig abhaken.

Vor dem Rennen war die Marschrichtung dann auch völlig eindeutig: Ungeachtet dessen, was die Konkurrenz macht, einfach vorneweg das eigene Rennen machen, sich strikt an Zwischenzeiten orientieren und sich bloß nicht in irgendwelche taktischen Spielereien verwickeln lassen. Vom ersten Meter an setzte Julia das dann auch perfekt um: Nach 100m lag sie in Führung und absolvierte die erste Runde genau wie geplant in 32sec. An dieser Situation änderte sich die nächsten Runden nichts: Julia genau im Plan vorweg, der Rest hinterher. Dass Julia Merbach am Ende angreifen würde, war absehbar und so geschah es auch: Rund 150m vor dem Ziel zog sie an und setzte sich an die Spitze. “Unsere” Julia konnte da zwar nicht mehr viel entgegensetzen – das war aber heute auch nicht das Ziel. Das war einzig und allein die Zeit unter 2:13,00min. Anders als vor einer Woche war auch beim Zieleinlauf direkt klar, dass es gereicht haben müsste: Der Blick in die Ergebnisse bestätigte das dann auch. 2:11,15min sind zudem eine Zeit, bei der nicht viel zur Bestzeit aus dem letzten Sommer fehlt. Am Ende also deutlich unterbotene DM-Norm, ein sehenswertes Rennen und der Hessische Vize-Titel.

Hessische Meisterschaftenn Halle 2020 Frankfurt Julia 800m

Danach kamen dann noch die Rennen über die längste Hallenstrecke: die 3000m. Zuerst das Männerrennen mit Arne und anschließend das Damenrennen mit Lena. Arne hatte zuletzt bei verschiedenen Straßen- und Crossläufen gezeigt, dass er schon wieder richtig gut drauf ist, und wollte nach längerer Bahnabstinenz mal wieder schauen, was noch möglich ist. Von Anfang an lief er in einer Gruppe mit, sodass er bis auf die letzten Meter kaum selbst Tempo machen musste. Zu den richtigen Momenten entschied er sich, Plätze gutzumachen und lief ein gleichmäßiges Rennen. Sein selbst ausgelobtes Ziel von 9:15min unterbot er am Ende mit einer Zeit knapp über 9:03min deutlich und war im Ziel zufrieden mit seiner Leistung.

Ganz anders lief es leider bei Lena. Auch wenn sie vom ersten Meter an keinen Zweifel an ihrem Sieg aufkommen ließ, war sie am Ende mit ihrer Zeit von 10:32,50min gar nicht zufrieden. Ein viel zu schneller Beginn kostete am Ende die Körner, die für eine bessere Zeit nötig gewesen wären. Auch wenn das ärgerlich ist, geht der Blick nach dem einzigen Hallenrennen der Saison jetzt wieder in Richtung Cross- und Straßenlauf, also zu Lenas eigentlichen Stärken.

Als Fazit bleibt also, dass Julia jetzt endgültig mit Leipzig planen darf, Arne wieder richtig gut in Form ist und Lena und die 3000m in der Halle einfach keine Freunde werden. (Jakob)

Ergebnisse gibt es beim DLV, Bilder – wie immer – bei Flickr.






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