HM Halle Aktive, U18 + Bahngehen Tag 1 – weiterhin Licht und Schatten

Es zieht sich durch die Hallensaison: Auf der einen Seite tolle Ergebnisse, auf der anderen Seite viele erkältungsbedingte Ausfälle und Enttäuschungen. So auch am ersten Tag der Hessischen Meisterschaften.

Als Erstes ging es auf der Sprintgeraden zur Sache. Eigentlich hätte es für Anna-Lena Böhle in Richtung Süddeutsche Meisterschaften gehen sollen – verletzungs- und krankheitsbedingt wurde daraus aber nichts. Stattdessen stand der Saisoneinstieg erst Ende Januar nach zehn Tagen Erkältung an. Die Zeit von 8,42sec ist auch weit weg von ihrem Anspruch, der Zwischenlauf leider in weiter Ferne. Am zweiten Tag bleibt die Staffel als kleines Highlight, hoffentlich läuft es dann etwas besser!

Anders bei Robin Velte: Er konnte seine Saison wie geplant absolvieren, zeigte bei den Hessischen zum genau richtigen Zeitpunkt, dass die Form da ist, und verbesserte seine PB auf 7,42sec. Dass am Ende damit nur 0,06sec zum Zwischenlauf fehlen, ist ärgerlich – aber so oder so kann Robin damit zufrieden sein.

Kurz darauf ging es für Frederik von Heemskerck über 1500m in der U18 an den Start. Eigentlich hätte es das zweite Rennen über diese neue Strecke sein sollen, so wurde es erkältungsbedingt erneut zu einem Sprung ins kalte Wasser. Anders als in der Vorwoche über 800m ging er vorsichtig an, steigerte sich im Schlussteil des Rennens und machte noch Positionen gut. Die Zeit am Ende: 4:48,58min und Platz fünf. Im Ziel zunächst Enttäuschung – da wäre mehr drin gewesen, Frederik ist sich sicher, dass er früher hätte beschleunigen können. Mit etwas Abstand folgte jedoch die Einsicht, dass es für den ersten 1500er in Ordnung war und es im Sommer deutlich schneller werden wird.

Der nächste Fall eines verspäteten Saisoneinstiegs ist Benedikt Heruth über 400m. Auch hier zeigte sich die fehlende Wettkampfpraxis: Vor dem Start sehr nervös, im Rennen fehlte das Gefühl für das richtige Tempo. Die Zeit von 55,75sec fällt in die Kategorie „Haken dran und schnell vergessen“.

Zuletzt dann unsere Geher:innen am Start. Über 1000m zeigte Frieda Krause, dass sich Gehen auch mit Mehrkampftraining verträgt. 6:25,86min und die Silbermedaille in der W13 sind ein tolles Ergebnis.

Bei den Frauen waren anschließend unsere Masters-Athletinnen am Start. Allen voran Britta Bauer, die ihren zahlreichen Landesmeistertiteln einen weiteren hinzufügen konnte. Gegenüber dem vergangenen Jahr steigerte sie sich deutlich auf 16:26,43min und ist sicher, dass bei den Deutschen in zwei Wochen noch mehr geht.

Noch recht neu im Gehen sind Katrin Löwe-Steig und Ruta Ozolina. Beide in der W50 am Start planen ebenfalls einen Auftritt in zwei Wochen in Halle. Auf dem Weg dorthin bot sich das Rennen in Frankfurt als Formtest an. Katrin blieb in 19:59,47min erstmals unter 20 Minuten, ist damit zwar nicht ganz so schnell wie erhofft, darf sich aber über Silber freuen. Ganz oben auf dem Podest durfte Ruta Platz nehmen: 17:11,93min sind ein tolles Ergebnis.

Im letzten Rennen des Tages waren dann die Jungs gefordert. Allesamt noch in der Jugend unterwegs waren Rihards Straumitis sowie die Bauer-Brüder Simon und Felix. Simon startete aus der M12 in die M14 hoch und war erstmals über 3000m am Start. Das machte er richtig gut und durfte sich am Ende über den Sieg in 17:02,64min freuen.

In der M15 steigerte sich Rihards gegenüber dem letzten Jahr um etwa eine Minute auf 19:28,95min. Das Rennen des Tages machte in dieser Altersklasse jedoch Felix: Als Saisonziel hatte er sich die NK2-Norm (Nachwuchs-Bundeskader) vorgenommen. Dass dies bereits Ende Januar im ersten Rennen gelang, ist eine riesige Überraschung. Anfangs noch etwas verhalten, drehte er nach dem ersten Renndrittel auf und sicherte sich die Norm von 14:00min mit einer tollen Schlussrunde. 13:55,04min zeigen, dass Felix auf dem Weg in die nationale Spitze im Gehen ist!

Am Ende bleiben am ersten Tag starke Leistungen im Gehen, eine neue PB über 60m bei Robin und daneben vielfach die Einsicht, dass Erkältungen eine Hallensaison ganz schnell zunichtemachen können.(Text: Jakob, Bilder: Jakob und Clemens)

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