Lahntallauf – solide Leistungen auf der Heimstrecke

Lahntallauf – das bedeutet für uns Laufen auf der Heimstrecke: Da kennen wir jeden Meter, viele bekannte Gesichter stehen an der Strecke und die Motivation ist damit umso höher. Dieses Jahr nur eine kleine Gruppe am Start: Lena, die Möllerbrüder und kurzfristig Lorenz.

Clemens und Lorenz liefen die ersten vier Kilometer zusammen in der Verfolgergruppe hinter dem davoneilenden Sieger Tom Ring. Konstante Kilometerzeiten rund um 3:30min waren ziemlich genau das, was die beiden geplant hatten. Clemens verlor dann leider den Anschluss an die Gruppe, hatte mit dem Gegenwind und müder werdenen Beinen zu kämpfen. Der Weg zurück entlang der Lahn wurde also nicht wie erhofft zum Lauf in Richtung einer hohen 34er-Zeit, sondern zum Kampf gegen das Langsamerwerden. Die Endzeit von knapp über 36min ist jedenfalls nicht das, was er sich vorgenommen hatte. Lorenz dagegen konnte nach dem südlichsten Punkt der Strecke das Tempo nochmal deutlich steigern, einige Konkurrenten hinter sich lassen und wurde am Ende starker Dritter. Vielleicht ist das für ihn ja Motivation genug, in den nächsten Wochen und Monaten am Ball zu bleiben und wieder an alte Stärke anzuknüpfen.

Bild: Helmut Schaake

Jakobs klares Ziel war die Bestzeit, sodass er auch von Beginn an die Pace so wählte, dass eine Zeit rund um 36min möglich schien. Schon bei Kilometer 2 musste er aber erkennen, dass bei starkem Gegenwind die Motivation der Mitläufer, im Wind zu laufen und durch Zusammenarbeit schnelle Zeiten zu erzielen, eher gering war. Dementsprechend war schon nach einem Drittel der Strecke klar, dass es mit der neuen Bestzeit nichts werden würde. Da kam es ihm aber genau recht, dass etwa bei Streckenhälfte eine größere Gruppe, u.a. mit den drei ersten Frauen, darunter Lena, von hinten zu ihm auflief. Von da an war Jakobs Projekt dann vor allem, Lena bestmöglich zu unterstützen. In einem spannenden Rennen der drei ersten Damen waren wohl alle froh, gleich drei Männer vor sich zu haben, die das Tempo hochhielten und so schnelle Zeiten möglich machten. Am Ende gab es das beste Ende für Lena: Nachdem sie etwa einen Kilometer vor dem Ziel eine Konkurrentin aus Frankfurt hatte vorbei gehen lassen müssen, kam ihr die Streckenkenntnis zugute: Wenige Meter vor dem Ziel geht es nach einer 180-Grad-Wende eine steile Rampe herunter, die Lena für ihre Attacke nutzte. Das sicherte ihr die entscheidenden Sekunden Vorsprung, sodass sie am Ende ganz oben auf dem Podest Platz nehmen durfte. Die Zeit von knapp über 37min zeigt zudem, dass die Form ähnlich zu letztem Jahr ist und macht Hoffnung für die nächste Woche stattfinden Deutschen Crossmeisterschaften.

Auf der Heimstrecke also eine hochzufriedene Lena, Lorenz mit einem starken Auftakt in die neue Saison und die Möllerbrüder, die nächste Woche vom Halbmarathon in Frankfurt dann hoffentlich auch wieder richtig zufrieden nach Hause fahren können.

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Ergebnisse




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