MERCK-Laufgala Pfungstadt – bei Jan platzt der Knoten

Fünf Rennen zwischen 2:01min und 2:03min, weit weg von dem, was er sich vorgenommen hatte, immer wieder die gleichen Probleme auf den letzten 200m – so sah Jan-Christoph Scholz’ Saison bislang aus. Das Training sprach eine andere Sprache: hervorragende Einheiten, starke Zeiten, eigentlich deutete alles darauf hin, dass mehr drin sein müsste. Mit dieser Gefühlslage ging es zur Laufgala nach Pfungstadt: vorerst die letzte Option auf ein schnelles Rennen und perfekte Rahmenbedingungen.

Am Start: deutlich über 100 Starter über 800m, von der deutschen Spitze bis hin zu ambitionierten Freizeitsportlern. Jedes Rennen wurde auf der ersten Hälfte von einem Pacemaker angelaufen, das einzige Ziel: schnelle Zeiten. Das Feld für Jan bot alle Möglichkeiten: Elf Athleten zwischen 1:58,5min und 2:00,5min.

Vom Start weg machte Jan ein nahezu perfektes Rennen. Nach 200m hatte er sich an vierter Stelle einsortiert, der Durchgang mit knapp unter 28sec genau wie erhofft. Nach 400m in genau 56sec und nach dem Ausstieg des Pacemakers an Position drei liegend die perfekte Ausgangslage. Das dritte Teilstück dann in 30sec – nach 600m also 1:26min auf der Uhr, schneller als jemals zuvor. Auf der Zielgeraden gelang Jan dann wieder das, was ihm zuletzt so schwer gefallen war: den Kopf ausschalten, gegen die schweren Beine ankämpfen und alles auf der Bahn lassen. Am Ende steht mit 1:58,83min eine deutliche neue Bestzeit (vorher: 1:59,91min) – Trainer und Athlet könnten zufriedener nicht sein!

Eine schwierige Saison wendet sich für Jan dank der berühmten „Pfungstadt-Magic“ also doch noch zum Guten, sodass jetzt auf den längeren Strecken noch einmal angegriffen wird. Aber egal, was noch kommt: Die Laufgala hat geliefert und Jan darf die Saison 2026 mit einem dicken grünen Haken versehen! (Text und Bilder: Jakob)

Ergebnisse gibt es hier, Bilder bei Flickr