Für die Aktiven fand die Hallensaison mit den Süddeutschen Meisterschaften in Frankfurt ihren Höhepunkt. Aber wie schon die gesamte Hallensaison gab es auch hier bereits im Vorfeld die erste Enttäuschung: Für die Frauenstaffel gingen am Wettkampfmorgen zwei Krankmeldungen ein, sodass der Start platzte.
Anders bei den Jungs: Sowohl über 4x200m als auch über die doppelt so lange Strecke wollten Benedikt Heruth, Robin Velte, Jan-Christoph Scholz und Silas Leppert zeigen, dass sie mehr draufhaben als in der Vorwoche bei den Landesmeisterschaften.
Am Samstag stand die kürzere Staffel auf dem Programm. Die Laufeinteilung war für uns etwas unglücklich: In einem Lauf mit zwei deutlich schnelleren Staffeln von der Eintracht Frankfurt war klar, dass es nur um die Zeit gehen würde und wir hinterherlaufen müssten. Davon ließen sich die Jungs aber nicht beirren. Bene lief am Start deutlich besser als in der Vorwoche und ließ den Kontakt nach vorne nicht völlig abreißen. Der Wechsel auf Robin – eine Woche zuvor noch das große Problem – gelang dieses Mal deutlich besser, sodass auch Robin keinen riesigen Rückstand hatte. Auf Position drei konnte Jan, eigentlich auf den 800m zu Hause, einen soliden Split laufen, sodass alles für eine deutliche Steigerung gegenüber der Vorwoche angerichtet war. Als Schlussläufer kam auch Silas dieses Mal deutlich besser zurecht.
Als Lohn steht für die vier eine tolle neue Bestzeit – zugleich auch Vereinsrekord über die 4x200m – von 1:36,98min. In der Endabrechnung bedeutet das zudem den sechsten Platz unter allen Staffeln.

Am Sonntag folgte dann die doppelt so lange Strecke. Die größte Herausforderung hier: das Rennen richtig einzuteilen – umso schwieriger ohne die Rennerfahrung, die über 400m in diesem Winter bislang nur Bene hatte. Er lief die Staffel wie schon am Vortag an und machte seine Sache gut: ein solider Split, eine konkurrierende Staffel hinter sich gelassen und nach vorne keine zu große Lücke.
Auf Position zwei dann Jan, der die Lücke nach vorne zwar etwas größer werden lassen musste, nach hinten aber auch den Vorsprung vergrößerte. Die Position schien zu diesem Zeitpunkt bereits klar – umso schwieriger wurde es dann für Silas an dritter Stelle, sich zu orientieren und sein Rennen zu machen. Das gelang ihm nicht ganz optimal, sodass er sich etwas unter Wert verkaufte.
Als Schlussläufer kam dann unser stärkster Viertelmeiler Robin. Er machte ein solides Rennen und brachte den Stab nach 3:37,72min sicher ins Ziel. Etwas schade: Im zweiten Lauf waren zwei Staffeln mit minimal schnelleren Zeiten am Start. Dort wäre sicher die Option gewesen, mitzulaufen und sich an der Konkurrenz zu orientieren.
So bleibt eine Zeit, die nicht ganz das ist, was wir uns erhofft hatten – dennoch wäre Unzufriedenheit ein Fehler. Mit mehr Rennerfahrung und gutem Training in Richtung Sommer wird das sicherlich deutlich schneller. (Text und Bilder: Jakob)