An Pfingsten hatten wir wie jedes Jahr die Qual der Wahl: Baunatal, Mörfelden, Allendorf … kein Wochenende bietet mehr Auswahl als das Pfingstwochenende. Unsere Wahl fiel wie schon vor zwei Jahren auf das Sportfest in Mörfelden. Die Gruppe war überschaubar: Lucy Gesell über 200m und im Weitsprung, Robin Velte über 400m, Jan-Christoph Scholz auf der doppelt so langen Strecke und das erste Mal für uns am Start Ferdinand Kreiling mit dem Sprint-Doppel über 100m und 200m.
Die Bedingungen für die Sprinter waren perfekt: hochsommerliche Temperaturen, wenig Wind. Das nutzte Lucy auch direkt beim ersten Start der Saison über 200m für eine tolle Leistung: 27,84sec sind etwa eine halbe Sekunde schneller als ihre alte PB. Direkt im Anschluss stieg sie mit einem starken Versuch auf 4,85m in den Weitsprungwettbewerb ein. Die Hoffnung war groß, dass da noch mehr drin ist – in den folgenden Versuchen gelang es ihr aber nicht, Anlauf und Technik zusammenzubringen, sodass die Weite aus dem ersten Versuch am Ende auch in den Ergebnislisten steht.

Ferdinand trainiert erst seit drei Wochen bei uns, entschied sich ganz kurzfristig für den Start und liebäugelte mit einer Zeit von 11,8sec über 100m. Das Ergebnis von 11,79sec ist also eine Punktlandung – und sicherlich wird es diesen Sommer noch schneller! Über 200m fehlte ihm dann hinten raus ein bisschen die Tempohärte, sodass er seine Zeit von 24,17sec direkt mit den Worten „Naja, nächstes Mal steht dann die 23 vorne“ kommentierte. Für Robin ging es über 400m darum, weiter Rennerfahrung zu sammeln und sich Schritt für Schritt seiner PB aus dem letzten Jahr zu nähern. Mit einem etwas zu vorsichtigen Beginn und einer hervorragenden Zielgeraden gelang ihm das gut – 51,17sec sind ein Schritt in die richtige Richtung.
Genau diesen Schritt hätte auch Jan gerne über 800m gemacht. Nach zuletzt vielen Rennen im Bereich rund um 2:02min sollte es dieses Mal deutlich in Richtung der Zwei-Minuten-Marke gehen. In einem einsamen Rennen an der Spitze des Feldes sah es die ersten 600m auch danach aus, dass das gelingen könnte – auf dem letzten Rennviertel verlor er dann aber wertvolle Sekunden und ist mit dem Ergebnis von 2:02,51min alles andere als glücklich.
Die Leistung des Tages also eindeutig Lucys Rennen über 200m – daneben freuen wir uns, mit Ferdinand einen weiteren VfLer im Wettkampfzirkus begrüßen zu dürfen, und hoffen vielleicht sogar auf eine Männerstaffel in der zweiten Saisonhälfte! (Text: Jakob, Bilder: Clemens)