Wochenende 11./12.9 – die Saison läuft

Auch wenn dieses Jahr alles andere als normal verlaufen ist, ist eines wie immer: Im September reiht sich ein Höhepunkt an den anderen. Letztes Wochenende die Vereinsmeisterschaften im Mehrkampf, kommendes Wochenende Vereinsmeisterschaften Zehnkampf und dieses Wochenende ein buntes Programm aus Wettkampf-Ersatz-Läufen, hessischen Meisterschaften und dem Septembersportfest in Allendorf.

Los ging es Freitag Abend in Friedberg: Dort war Lena über 5000m am Start bei den Hessischen Meisterschaften. Die angehende Physiotherapeutin stellte sich kurz vor ihrem Examen der erfreulich starken Konkurrrenz. Vom Start weg liefen zwei Läuferinnen einsam vorweg, dahinter Lena auf dem dritten Platz und nochmal etwas dahinter eine Verfolgergruppe. Wie schon so oft entschied Lena sich nicht für die Variante, in der Gruppe mitzulaufen und auf Platzierung zu laufen, sondern entschied sich dafür, alles für eine schnelle Zeit zu riskieren. Bis gut einen Kilometer vor dem Ziel lief sie dann auch sicher auf dem dritten Platz. Dann schloss eine Verfolgerin aber auf und Lena kämpfe vier Runden darum, Anschluss zu halten. Auf den letzten 200m setzte sie dann einen langen Spurt, der ihr die Bronzemdaille sicherte. „Ich bin auf jeden Fall zufrieden: Die Zeit dürfte zwar etwas schneller sein, aber mit dem Rennnen an sich bin ich ganz zufrieden. Am schönsten war aber eigentlich, Freunde und so viele nettte Menschen zu treffen, gerade jetzt kurz vor dem Examen.“

Einen Trainingswettkampf auf dem Programm stehen hatte Julia. Für sie ging es am Samstag auf die Bahn mit dem Ziel, eine gute (oder sogar Best-) Zeit über die 1500m zu laufen. Begleitet von Alex und Kilian, die ein letztes Tempotraining für den Halbmarathon am Sonntag machen wollten, und angefeuert von Freund Max, ging es ein bisschen zu flott in die erste Runde. Geplant war eine Endzeit von 4:30 (Bestzeit in 4:29,9), mit dementsprechend schnellen Rundenzeiten von 71 Sekunden. Die drei lieferten eine etwas zu schnelle erste Runde ab, die folgenden zwei Runden waren zwar konstant, aber konstant ein bisschen zu langsam. Julia musste die Jungs ein bisschen ziehen lassen und die letzten 600m sehr kämpfen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Bei 1000m stand etwas über 3min auf der Uhr, im Ziel dann eine 4:32,7min. „Nachdem ich mich die letzte Woche im Training eigentlich gut gefühlt hab, und die Tempo-Einheiten alle ziemlich gut liefen, wäre ich gerne unter meiner Bestzeit geblieben. Aber ich denke, für einen Trainingswettkampf kann ich mit der Zeit (die meine zweitbeste Zeit jemals auf der Distanz ist) doch zufrieden sein“.

Wenige Stunden später wollte Jakob über 10km nochmal angreifen und nach Möglichkeit in den Bereich seiner Bestzeit von 36:13min laufen. Begleitet von Lena und Clemens auf dem Rad lief es von Beginn an richtig gut: konstante Kilometerzeiten rund um 3:36min und ein gutes Gefühl. Nach etwa der Hälfte der Strecke machten sich dann aber der leichte Wind und minimale Magenprobleme bemerkbar, sodass es Stück für Stück langsamer wurde. Der große Einbruch blieb zwar aus, trotzdem blieb zu viel Zeit liegen, um noch in den Bereich der Bestzeit zu laufen. „Die Zeit von 37:09min ist zwar nicht das, was ich mir vorgstellt hatte – trotzdem ist das so in Ordnung: Ich habe es versucht, denke auch, dass ich bei optimalen Bedingungen und mit ein bisschen Konkurrenz in den Bereich laufen kann und habe es halt nicht geschafft. Jetzt erstmal ein paar Wochen ruhiger und dann geht es in die Vorbereitung für das nächste Jahr.“