Zugspitz-Ultra-Trail – drei VfLer beim größten Trailrunning-Event Deutschlands

Schon seit einigen Jahren ist Garmisch-Partenkirchen im Juni für einige Tage der Mittelpunkt Deutschlands, wenn es um Trailrunning geht: Auf Strecken von 16km bis hin zu 160km messen sich tausende Läuferinnen und Läufer auf den Trails rund um die Zugspitze. Dieses Jahr mit dabei: Johannes Kohlhepp sowie Jakob und Clemens Möller.

Schon im Vorfeld wurde beim Blick auf die Wettervorhersage klar: Wie bereits im vergangenen Jahr sollte die Temperatur eine entscheidende Rolle spielen. Zusätzlicher Faktor in diesem Jahr waren aufziehende Gewitter, die vor allem für Johannes noch eine wesentliche Rolle spielen sollten.

Am Freitagvormittag war aber zunächst Jakob der erste VfLer, für den es ernst wurde. Rund 28km und etwa 1500 Höhenmeter auf und ab – all das bei Temperaturen von deutlich über 30°C. Mit den Learnings aus dem vergangenen Jahr war der Plan klar: Eher locker bis zum höchsten Punkt laufen, um dann im Downhill besser zurechtzukommen und so hoffentlich schneller als 2025 zu sein. Der Plan ging auf: Auf dem Gipfel noch etwa drei Minuten hinter der Zeit aus dem Vorjahr, lief es bergab deutlich besser. Auf dem letzten Teilstück machte die Hitze es zwar unmöglich, noch einmal zuzulegen, dennoch steht am Ende bei gut 3:20h Laufzeit eine Verbesserung von rund drei Minuten.

Am gleichen Abend ging es dann für Johannes auf die Strecke. Hier gab es bereits im Vorfeld große Aufregung: Statt der geplanten 107km wurde die Strecke gewitterbedingt auf 74km verkürzt. Gar nicht so einfach, die Motivation aufrechtzuerhalten, wenn plötzlich nur noch eine Nachtstrecke auf dem Programm steht und am Ende nicht die ersehnte 100km-Distanz in Garmisch wartet. Johannes machte das Beste aus der Situation und entschloss sich, das Rennen offensiv anzugehen. Die ersten 50km gelang ihm das auch hervorragend. Danach machten ihm allerdings Magenprobleme zu schaffen, sodass die Energie zur Neige ging und der lange Schlussanstieg in Richtung Osterfelderkopf zu einer echten Tortur wurde. Dennoch steht am Ende nach 9:25h ein unvergessliches Erlebnis und eine Menge an Erkenntnissen, die er für einen nächsten Versuch über 100km mitnehmen kann.

Zu guter Letzt war Clemens am frühen Samstagmorgen am Start. Von Mittenwald aus ging es für ihn zurück nach Garmisch. Die erste Hälfte eher wellig, der zweite Teil mit einem langen Anstieg und einem ebenso langen Downhill. Clemens ging das Rennen bewusst verhalten an und erreichte so mit noch recht frischen Beinen den Fuß des letzten Anstiegs. Auch als dort sein Stock – gerade bergauf eine ungemein wichtige Hilfe – zerbrach, ließ er sich nicht aus dem Konzept bringen. Er erreichte den höchsten Punkt der Strecke gut und konnte auf den abschließenden Kilometern sogar noch drei Plätze gutmachen. Die Zeit von knapp über 4:30h und Platz vierzehn entsprechen damit ziemlich genau dem, was er sich im Vorfeld ausgerechnet hatte.

Drei Läufer, drei Erlebnisse und drei Ergebnisse, die sich sehen lassen können – die Zugspitze war auch in diesem Jahr die Reise wert!(Text: Jakob, Bilder: Jakob und Clemens)

Ergebnisse gibt es hier, Bilder bei Flickr