Kreishallenmeisterschaften 2018 – 16 Podestplätze für VfLer

In der Herrenwaldhalle mit ihrer krummen 187m-Bahn finden Ende Januar alljährlich die Kreishallenmeisterschaften statt. Am Samstag sind die Älteren am Start, alle Altersklassen bis zur U14 dürfen sich Sonntag dann leichtathletisch beweisen. Dieses Jahr waren dabei gleich 13 VfLer am Start: vier am Samstag und neun Schüler am Sonntag.

Clemens (l.) und Lena (r.)

Über 60m zeigte Chris Nacke, dass sich konsequentes Training bezahlt macht und erlief in 7,88sec den dritten Platz. Im Weitsprung lief es für ihn nicht ganz so gut: Stets verschenkte er einige Zentimeter und landete am Ende bei 5,59m, womit er nicht ganz zufrieden war. Anna-Sophia Leyk war im Hürdensprint und im Hochsprung am Start. Dabei reichte es zu zwei Podestplätzen: Zweite über die Hürden und der Sieg im Hochsprung mit übersprungenen 1,56m standen am Ende zu Buche. Den Abschluss machten dann die Läufer: Lena Ritzel und Clemens Möller begaben sich beide auf die etwa 16 Runden lange Tortur über 3000m. Am Ende waren beide mit ihren Zeiten mehr oder weniger zufrieden, zumal es sich für beide nur um einen Trainingslauf handeln sollte. Dass dabei dann auch noch ein erster (Lena) und ein dritter (Clemens) Platz herausspringen, ist eine nette Beigabe.

Am Sonntag füllte sich die Halle dann mit Scharen von Schülern – darunter neun VfLer, die sich getreu dem Motto „Höher, Schneller, Weiter“ mit den anderen messen wollten.

Wie schon bei den vergangenen Wettkämpfen zeigte Konrad, dass er ein unglaubliches Potential hat: Wo er antritt, steht er am Ende ganz oben auf dem Podest. Mit 8,22sec über 50m, 3,78m im Weitsprung und 2:57,73min über 800m darf er sich jetzt Dreifach-Kreismeister nennen. Blöd für Kieran, der mit ihm in einer Altersklasse startet: Über 800m musste er sich nur seinem Vereinskameraden geschlagen geben und erreichte das Ziel nach 3:15,79min. Dass seine Talente eher im Laufen als im Springen liegen zeigten seine anderen beiden Wettkämpfe: In einem knappen Einlauf über 50m wurde er Vierter, im Weitsprung war er mit seinen 3,19m und einem fünften Platz nicht ganz zufrieden.

Konrad beim Weitsprung

Ein Jahr älter als Kieran und Konrad sind Laurenz und Henry – ihre Stärken liegen vor allem auf der längeren Strecke. War für beide über 50m schon im Vorlauf Schluss, konnten sie sich in einem taktisch geschickt gelaufenen 800m-Lauf am Ende knapp hintereinander auf Platz 3 und 4 einreihen. Die Zeit von etwa 3:05min ist aber noch eindeutig ausbaufähig – im Dezember stoppte die Ihr für Henry schon nach 2:58min. Laurenz war zusätzlich noch im Weitsprung am Start und wurde mit seiner Weite von 3,35m 8.

Unser Ältester Junge war heute Jan, der nur über 800m am Start war. Nachdem es beim Vorweihnachtskriterium für ihn mit Schmerzen im Oberschenkel gar nicht gut gelaufen war, zeigte er heute seine wahre Stärke: In einem guten Rennen lief er 3:03,78min und wurde 2. Dass Ziel für dieses Jahr steht damit auch fest: eine 2 vor dem Doppelpunkt!

Bei den Mädchen waren die Starterfelder – wie immer – größer. Amelie zeigte aber, dass sie mittlerweile schon wettkampferfahren ist und steigerte sich beim Weitsprung von Versuch zu Versuch, sodass am Ende 3,64m und ein hervorragender zweiter Platz zu Buche stehen. Über 50m steigerte sie ihre Zeit aus dem Dezember um einige hundertstel Sekunden – sie benötigte 8,59sec und wurde damit knapp geschlagen Vierte.

Amelie, Emma, Paula (hinten v.l.), Laurenz, Henry, Mia (mitte v.l.), Kieran, Konrad und Jan (vorne v.L.)

Ein Jahr älter und damit in der W12 am Start ist Mia. Bei ihrem ersten Wettkampfstart für den VfL zeigte sie drei starke Wettkämpfe: 3,96m im Weitsprung (4. Platz), 9,62sec über 60m (3. Platz) und ein zweiter Platz über 800m. Dabei zeigte sie ihren Kampfgeist: Die Zerrung, die sie sich wohl beim Weitsprung zugezogen hat, hinderte sie nicht daran eine starke Zeit von 3:06,92min abzuliefern.

Dieses Jahr noch in der U14 startberechtigt sind Emma und Paula. Anders als der Rest der Gruppe wagten Paula sich an zwei weniger trainierte technische Disziplinen: Kugelstoßen und Hürdenlauf. Einmal ging das sehr gut aus, das zweite Mal misslang der Versuch allerdings mehr oder weniger kräftig. Beim Kugelstoßen wuchtete sie die 3kg-Kugel auf 6,24m und wurde damit 2. Über die Hürden lief es dann aber gar nicht: Schwierigkeiten mit dem Rhythmus und ein viel zu dichtes Auflaufen an die Hürden verhinderten eine schnelle Endzeit und eine gute Platzierung, sodass sie am Ende 6. wurde. Über 800m wurde ihr taktisch hervorragendes Rennen am Ende leider nicht belohnt:  stets hielt sie sich direkt hinter ihrer Konkurrentin an Position zwei und versuchte auf der letzten Runde alles, um nochmal vorbeizukommen. Auf der Zielgeraden kam sie mit jedem Schritt näher. Am Ende reichte es dann leider nicht ganz und sie musste sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben.

Emma war im Sprint und im Weitsprung am Start und zeigte, dass hier auch ihre Stärken liegen. Reichte es beim Sprint in einem extrem engen Einlauf noch „nur“ zu Platz 2 nach 9,35sec, konnte sie sich beim Weitsprung mit 4,14m ganz vorne platzieren.

Somit war es für den VfL ein richtig gutes Wochenende: mit 18 Podestplätzen und sechs Kreismeistertiteln konnten wir zeigen, dass wir im Kreis mittlerweile vorne mitmischen können!

Weitere Bilder gibt es bei Flickr.

Ergebnisse Schüler

Ergebnisse Jugendliche und Erwachsene

Hessische Meisterschaften U20 und Aktive – Taktische Rennen für Lena

Als erste Meisterschaften im neuen Jahr standen wie immer die Hallenmeisterschaften an – für Lena Ritzel erst in der U20 und dann eine Woche später bei den Aktiven. In ihrer Altersklasse, der U20, war sie über die wenig geliebten 1500m am Start. Eine Woche später im Frauenfeld wollte sie über die doppelt so lange Strecke zeigen, was in ihr steckt.

Nach dem Trainingslager Anfang des Jahres in Paderborn war Lena erstmal ein paar Tage angeschlagen, die Voraussetzungen also alles andere als optimal: fünf Tage ohne Training, auch vorher nicht Spezifisches für die knappe Meile. Das Rennen entwickelte sich dann wie es bei Meisterschaftsrennen so oft der Fall ist: ein verbummelter Beginn, viel Taktik und die Entscheidung erst auf den letzten Metern. Nach 1000m in 3:18min konnte Lena sich etwas von ihren Konkurrentinnen lösen. Auf den letzten Metern zeigte sich aber (wieder einmal), dass die Mittelstrecke zu Recht nicht Lenas Lieblingsdisziplin ist – sie wurde noch von einer Konkurrentin überholt und musste sich mit dem Vizetitel zufriedengeben.

In der kommenden Woche fast das gleiche Spiel nochmal, nur dieses Mal doppelt so lang: Statt des erhofften gleichmäßigen Tempos entwickelte sich wieder ein taktisches Rennen, in dem Lena nie eine Position fand, mit der sie wirklich zufrieden war. Nachdem sie die ersten 1200m die Tempoarbeit übernommen hatte, fehlte ihr auf den letzten 800m die Kraft, um ganz vorne mitzulaufen. „Das war taktisch nicht geschickt, was ich hier gemacht habe. Das muss ich noch lernen, in solchen Rennen einen Weg zu finden, Kraft für die letzten Meter zu sparen. Die Zeit von 10:27min ist in Ordnung – nicht mehr und nicht weniger.“

Mit diesen zwei Rennen gelang Lena ein solider Einstieg in das neue Jahr – ihre wahre Stärke kann sie dann bei den anstehenden Hessischen und Deutschen Crossmeisterschaften zeigen.

 

Winterlaufserie Pohlheim – Schmuddelwetter und schnelle Kids

Morgens beim Aufwachen sah es noch nach einem schönen Tag für einen Winterlauf aus, pünktlich zum Start setzte aber dann doch typisches Winterlaufserienwetter ein: nasskalter Regen und leichter Wind bei wenigen Grad über Null. Somit war der Start für unsere sechs Starter vor allem eine Erlösung von der Kälte, die allerdings bis zum Schluss nicht ganz vertrieben werden konnte.

Am Start waren Clemens, Frederik, Laurenz, Jan, Max und Paula. Wie schon beim ersten Teil der Serie rechnete sich Clemens im Vorfeld einen Platz auf dem Podest aus, auch bei Paula schien eine vordere Platzierung wieder möglich. Spannend sollte es aber vor allem zwischen unseren beiden Nachwuchstalenten Laurenz und Frederik werden, die schon im Training mehrfach gezeigt haben, dass sie auf Augenhöhe unterwegs sind. Auf der leicht profilierten Runde, die nicht ganz 5km lang ist, erkannte Clemens bereits ganz am Anfang, dass der vorne enteilende Dominik Müller und der spätere Sieger Niklas Raffin für ihn zu schnell sind und bestritt so ein einsames Rennen auf dem dritten Platz. Die Uhr blieb für ihn nach 16:39min stehen, eine Verbesserung von wenigen Sekunden gegenüber seiner Zeit aus dem November. Als nächste VfLerin kam Paula ins Ziel. Auch wenn sie nach dem Lauf im November länger aussetzen musste, konnte sie ihre Zeit ebenfalls verbessern und dabei noch den Sieg in der Frauenklasse feiern und somit auch den ersten Platz in der Serienwertung übernehmen. Frederik und Laurenz lieferten sich auf der Zielgerade einen Spurt, der seinesgleichen sucht: Am Anfang lag Laurenz noch knapp in Führung, auf dem Bergaufstück zeigte sich aber, dass Frederik die etwas besseren Beine hatte – er konnte noch an Laurenz vorbei ziehen und hat somit bereits nach seinem ersten Start über 5km eine Zeit von 23:04min stehen – und das mit erst sieben Jahren!

Sein Bruder Max wurde unterstützt von Vater Christian und erreichte das Ziel nach 27:52min. Auch für ihn war es der erste Start über die lange 5km-Strecke, sodass er im Ziel glücklich war, die Strecke gut geschafft zu haben. Jan konnte seine Zeit vom November ebenfalls verbessern und kam nach 25:06min ins Ziel. Damit ist für den nächsten Start das Ziel klar: die 25min-Marke soll dann fallen!

Im Ziel war dann oberstes Gebot, schnell in die warme Halle und raus aus dem schmuddeligen Januar-Wetter zu kommen, um den erfolgreichen Lauf bei einem Stück Kuchen und dem ein oder anderen neuen Paar Laufschuhe Revue passieren zu lassen.

Ein paar Bilder gibt es bei Flickr.

 

Trainingslager Paderborn – Vorbereitung für neue Bestzeiten

Schon zum dritten Mal ging es für einen Teil der Laufgruppe direkt nach Neujahr für fünf Tage nach Paderborn ins Trainingslager. Ermöglicht wird das durch die Koperation mit dem LC Diabü Eschenburg, die uns netterweise wieder mitgenommen haben.

Hinten: Clemens, Jakob, Thorsten (v.l.) Vorne: Lena, Lisa (v.l.)

Für Lena, Lisa, Thorsten, Clemens und Jakob standen in den knapp fünf Tagen in der Jugendherberge in Paderborn neun Einheiten auf dem Plan. Bei optimalen Vorraussetzungen im Ahorn-Sportpark – 200m-Hallenbahn, 1km-Crossrunde, Laufstrecken in allen Längen, Kraftraum und allem, was das Läuferherz noch begehrt – waren die Tage ein voller Erfolg. Auch neben dem sportlichen Aspekt hatten die VfLer eine schöne Zeit zusammen mit den etwa 20 Gleichgesinnten aus Eschenburg.

Silvesterläufe – VfLer am Start an der Obernau, in Gießen und in Frankfurt

Traditionell ist Silvester jedes Jahr der Tag, an dem sich die meisten Läufer auf Strecken in der ganzen Welt begeben, auch dieses Jahr waren wieder einige VfLer darunter. Am Vortag waren vier Läufer bei Netphen an der Obernautalsperre am Start, an Silvester selber nochmal zwei in Frankfurt.

Der Start des Laufes über 3km mit Maximilian und Frederik

Schon zum 39. Mal fand der Silvesterlauf an der Obernau statt, bei dem der Obernaustausee umrundet wird. Die Bedingungen im Siegerland waren mit Regen und Temperaturen knapp über Null Grad nicht gerade optimal, Schneematsch auf der Strecke machten das Laufen zu einer teilweisen sehr rutschigen Angelegenheit. Zunächst starteten Frederik und Maximilian im Schülerlauf über 3 Kilometer auf einer Wendepunktstrecke über die Staumauer. Beide hielten sich als Jüngste im Starterfeld anfangs zurück, arbeiteten sich im dann jedoch weiter nach vorne. So wurde Frederik (als Siebenjähriger) in der M10 mit 15:54min Zweiter, Max in der selben Klasse Fünfter. Am Tag darauf ware die beiden Nachwuchsläufer schon wieder am Start – beim Silvesterlauf in Gießen im Jugendlauf über 1,2km. Dabei knüpften sie an ihre starken Leistungen vom Vortag an: Frederik gewann die U8 in einer starken Zeit von 4:51min und musste sich der Gesamtsiegerin nur ganz knapp geschlagen geben. Maximilian wurde in 5:39min Dritter in der U10.

Frederik…

… und Maximilian kurz vor dem Ziel
Clemens wurde starker Vierter

Danach waren im Zehnkilometerlauf Thorsten Herrig und Clemens Möller an der Reihe. Mit schon vom Weg zum Start komplett durchnässten Klamotten ging es für die beiden auf eine Runde rund um den See. Am Anfang machten beide gleich Tempo und bildeten mit zwei anderen Läufern die Spitzengruppe, aus der Clemens jedoch bald rausfiel. Bald sah er die Gruppe nicht mehr, von hinten kam jedoch auch niemand, so dass er auf der hügeligen Strecke ohne Druck nach 36:54min als Vierter ins Ziel kam. Thorsten lief auch einen Großteil der Strecke alleine, nachdem er bei Kilometer drei seine beiden Konkurrenten abgeschüttelt hatte. So gewann er den Lauf mit einer Zeit von 34:50min.

Einen Tag später war er dann schon wieder am Start, diesmal als Tempomacher für Lena Ritzel beim Silvesterlauf in Frankfurt. Er konnte sie auf dem ersten Kilometer nicht bremsen, so geriet dieser deutlich zu schnell. Darunter hatte sie bald zu leiden, das Tempo wurde deutlich langsamer und die Beine schwerer. Auf den letzten Kilometern hatte die Strecke dann noch ein paar kräftezehrende Höhenmeter aufzuweisen, die Lena nochmal beißen ließen. Mit der Zeit von 38:28min und dem dritten Platz insgesamt war Lena einigermaßen zufrieden, „die Beine haben heute einfach nicht mehr hergegeben“. Mit Beginn des neuen Jahres geht es dann erstmal für fünf VfLer ins Trainingslager nach Paderborn, wo die Grundlagen für die kommende Saison gelegt werden sollen.

Der Start des Laufes über 10km an der Obernau

Bestenlisten 2017

Mit dem Jahresende im Blick erscheinen stets die endgültigen Bestenlisten des ablaufenden Jahres. In diesem Jahr lohnt sich der Blick auch für uns VfLer in die Listen. Gleich vier Athleten haben es in den vergangenen 12 Monaten geschafft, sich in Hessen einen Platz unter den besten 20 zu erlaufen.

Julia

Lena

Heraus stechen hier vor allem die Damen: Lena und Julia finden sich nicht nur in den hessischen Listen, sondern sind auch deutschlandweit unter den besten 50 zu finden. Lenas 10:20,89min über 3000m reichen dabei zu Platz 38 in Deutschland und Platz 4 in Hessen. Desto länger die Strecke, desto besser für Lena – belegt wird das durch Platz 20 über 5000m (18:20,46min), wobei hier sicher noch deutliches Potenzial nach oben ist (Hessen: Platz 4). Über 10km steht ein neunter Platz zu Buche. In Hessen bedeutet die Zeit von 37:11min Platz 2 hinter der alles überragenden Lisa Oed. Auf den kürzeren Strecken gibt es für Lena im HLV weitere vierte Plätze (800m: 2:21,55min, 1500m: 4:49,61min). Während Lena noch in der U20 startet, muss Julia sich in der Hauptklasse (HLV) bzw. U23 (DLV) messen lassen. Die völlig unerwartete Zeit von 10:02,98min über 3000m bedeutet dabei in Deutschland Platz 26 (Hessen: Platz 6). Ebenfalls 26. ist sie mit ihrer Zeit von 37:29min über 10km aus Paderborn (Hessen: Platz 16). In Hessen findet sie sich zudem über 800m (2:13,49min, 4.), 1500m (4:38,56min, 7.) und 5000m (18:49,90min, 15.) in den Bestenlisten wieder.

Bei den Männern schafften es Arne und Thorsten in die Hessischen Bestenlisten. Platz 16 über 1500m in 4:12,78min und Platz 17 über 3000m in 9:18,66min stehen für Arne zu Buche. Thorsten findet sich mit seiner Zeit von 34:37,70min auf Platz 13 über 10000m.

Arne und Thorsten

Auch in dieser Hinsicht konnte der VfL dieses Jahr also zeigen, dass im Laufbereich großes Potenzial vorhanden ist. Bei aller Freude über die Erwähnung in den Listen sind nicht die vielen nicht erwähnten Leistungen zu vergessen, die in den letzten Monaten zu Buche stehen. Daneben steht für uns ganz abseits der Zahlen und Fakten immer der Spaß an unserem Sport im Vordergrund. In diesem Sinne ein großes Dankeschön an unseren Trainer Arne, ohne den wir weder so schnell wären noch eine so gute Trainingsgruppe hätten!

Vorweihnachtskriterium Stadtallendorf – neue Erfahrungen für unsere Schülerinnen und Schüler

Wie jedes Jahr lockte der Termin in der Vorweihnachtszeit wieder viele Leichtathleten in die Herrenwaldhalle in Stadtallendorf. Aus ganz Hessen waren Gruppen angereist, die Starterfelder mit bis zu 60 Startern bei einzelnen Wettbewerben dementsprechend groß. Vom VfL waren sechs Kinder am Start: Zoe, Amelie, Henriette, Friedrich, Jan, Emma und Henry.

Höhepunkt war ohne Zweifel der Weitsprung von Emma. Nachdem sie beim Sprint nicht ihre Möglichkeiten ausgeschöpft hatte und beim Hochsprung Probleme mit dem Anlauf hatte und somit auch hier nicht absolut nicht zufrieden war, zeigte sie beim Weitsprung Nervenstärke. Im Feld von 36 Starterinnen zeigte sie im Vorkampf bereits zwei starke Sprünge im Bereich von 4m. Nachdem der Wettkampf bereits deutlich mehr als eine Stunde andauerte, steigerte sie sich im letzten Sprung noch auf 4,20m. Damit steigerte sie ihre Leistung aus dem Mai diesen Jahres um mehr als 60cm.

Abschließend ging es für Emma wie für vier andere VfLer auf die 800m. Allen war dabei der Respekt vor der Mittelstrecke anzumerken. Dabei zeigte vor allem Henry einen starken Lauf. Er lief lange in Kontakt zu der Spitzengruppe und lag dabei zwischenzeitlich sogar auf dem zweiten Platz. Am Ende verließen ihn leider etwas die Kräfte, sodass er die Platzierung nicht halten konnte. Mit etwas mehr Erfahrung und weiterhin regelmäßigem Training wird er nächstes Jahr aber sicherlich weiter vorne angreifen können. Ähnlich erging es Henriette: Nach starkem Beginn verlor sie auf der letzten Runde noch einige Plätze gegen die deutlich erfahrenere Konkurrenz.

Jan und Friedrich waren zusammen in einem Lauf am Start. Von Beginn an hielten sie sich eher am Ende des Feldes auf. Jan brachte den Lauf zwar zu Ende, sein schmerzender Oberschenkel verhinderte aber eine schnelle Zeit. Anders bei Friedrich, der sein angeschlagenes Tempo gut halten konnte und das Ziel erschöpft aber zufrieden erreichte. Im Weitsprung reichte es für alle beide leider nur für den Vorkampf. Beide ließen aber erkennen, dass im kommenden Sommer mit etwas spezifischerem Training eine deutliche Steigerung möglich sein sollte.

Ebenfalls im Weitsprung am Start war Zoe am frühem Morgen. Sie hatte ebenfalls mit ihrer Nervosität und einem stark verkürzten Aufwärmen zu kämpfen, war danach aber dennoch zufrieden, auch wenn es nicht für dem Endkampf gereicht hatte. Direkt im Anschluss ging es für sie zum Sprint. Dort zeigte sich bei ihr wie bei allen anderen VfLern, dass in Zukunft im Training vor allem am Start gearbeitet werden muss. Auch ohne das entsprechende Training zeigte Amelie einen guten Lauf, trotz der Tatsache, dass sie deutlich schneller war als noch im Februar an gleicher Stelle, war nach dem Vorlauf Schluss.

Als Fazit bleibt, dass das Vorweihnachtskriterium ein Wettkampf auf höchstem Niveau ist, das in diesem Jahr etwas unter den riesigen Teilnehmerfeldern und den entsprechend gestressten (und zum Teil sehr unfreundlichen) Kampfrichtern zu leiden hatte. Für unsere Starter war es also in erster Linie ein Wettkampf, um Erfahrungen zu sammeln.

Noch ein paar mehr Bilder gibt es bei Flickr.

Die kompletten Ergebnislisten gibt es beim HLV-Kreis.

Crosslauf Wetter-Oberrosphe – Berg und Matsch… alles wie immer

Einer der Fixpunkte im Laufkalender für uns VfLer ist schon seit einigen Jahren der Crosslauf kurz vor Weihnachten in Wetter-Oberrosphe. Dieses Jahr waren in den drei Rennen je zwei VfLer am Start: Bei den Jüngsten über eine Runde von etwa 900m die beiden Geschwister Maximilian und Frederik, bei den Frauen Lena Ritzel und Lisa Eigmüller über sechs Runden und bei den Herren über acht volle Runden Jakob und Clemens Möller.

Die Strecke musste wegen der Bodenverhältnisse kurzfristig verändert werden, da eine Passage einfach eine Gefahr für die Läufer dargestellt hätte. Am Charakter der  Strecke änderte das aber nichts: Vom Sportplatz durch tiefes Geläuf hinab, um eine scharfe Kurve, dann ein längeres Stück, auf dem man es ein bisschen rollen lassen konnte, hinein in eine leichte Steigung, nochmal einige Meter flach und dann den berüchtigten Berg hinauf zum Sportplatz. Insgesamt also eine extrem anspruchsvolle Strecke, die im Bereich Crosslauf in Mittelhessen ihresgleichen sucht.

… und Frederik oben am Berg
Maximilian…

Zuerst ging es für die Schüler auf eine Runde. Für die beiden VfLer Maximilian und Frederik, die erst seit kurzer Zeit bei uns mittrainieren, war es der erste Crosslauf. Dass sie dennoch einiges an Lauferfahrung aufzuweisen haben, bewiesen sie mit starken Läufen. Frederik, der etwas jünger ist, lief zusammen mit der späteren Siegerin. Mit seinen sieben Jahren ließ er am Ende auch die älteren Jungs alle hinter sich und konnte seine Urkunde als Sieger der U8 stolz in Empfang nehmen. Am Berg noch an dritter Stelle direkt hinter seinem Bruder liegend, gingen Maximilian am Ende ein bisschen die Kräfte aus. Trotz der lautstarken Anfeuerungen wurde er noch von einer Läuferin überholt. Das änderte aber nichts an seinem wohlverdienten Sieg in der Klasse MU10.

Über sechs Runden waren dann Lena und Lisa am Start. Für Lena stand der Sieg eigentlich schon nach einer Runde fest. Dennoch ließ sie nicht nach und war am Ende zufrieden mit ihrer Leistung. Lisa, unsere Trainingsweltmeisterin, konnte endlich auch mal zu einem Start überredet werden. Sie lief an vierter Stelle ein konstantes Tempo, konnte die Strecke trotz nicht vorhandener Spikes gut durchlaufen und wurde am Ende zweite in der Altersklasse der U18. Am Ende war es auch für sie entgegen der vorherigen Befürchtungen ein gelungener Tag.

…und Lisa im Ziel
Lena…

Als letztes ging es für die beiden Möllers auf den immer schwieriger zu laufenden Kurs. Am Start noch vorweg laufend, sortierte sich Clemens schnell in einer 3er-Gruppe hinter dem nach vorne entstürmenden Felix Thum ein, auf den langen Bergabstücken verlor er bald aber auch hier Stück für Stück den Anschluss, behielt die Konkurrenz aber immer im Blick. Er versuchte, sein Tempo aufrecht zu erhalten, kämpfte mit  aufkommenden Seitenstichen und schreckte auch nicht vor der ein oder anderen tiefen Pfütze zurück, sodass sein vierter Platz nie in Gefahr geriet. Am Ende drei Plätze dahinter kam sein älterer Bruder Jakob ins Ziel, der sich auf der Schlussrunde aus einer 3er-Gruppe lösen konnte, in der er fast das ganze Rennen gelaufen war.

Am Ende war es also für alle VfLer ein erfolgreicher Tag, der wie immer in Wetter vor allem von der schwierigen Strecke geprägt war. Als letzter Wettkampf steht dann am 30.12 noch der Silvesterlauf an der Obernautalsperre in Netphen an, bevor es Anfang des Jahres für einen Teil der Laufgruppe ins Trainingslager geht.

Bilder, wie immer, bei Flickr.

Adventscross Pfungstadt

Jan : (1620m Cross) 7:25min (3.AK)
Lena Ritzel: (3160m Cross) 11:33min (1.) | (800m Sprint-Cross) 2:39min (2.AK)
Clemens Möller: (3160m Cross) 10:57min (6.AK) | (800m Sprint-Cross) 2:23min (5.AK)
Jakob Möller: (7780m Cross) 30:38min (5.AK)