Sparkassen-Cross Pforzheim – Lena stark in Top-Feld

Der Sparkassen-Cross in Pforzheim bildete dieses Jahr das erste Highlight im nationalen Crosslaufkalender. Während es ganz vorne um die ersten Tickets für die Cross-EM ging, stand für Lena Ritzel im Vordergrund, ein gutes Rennen zu zeigen und zu schauen, wie sich das gute Training der letzten Wochen bemerkbar macht.

Die Strecke hatte dann auch alles zu biet en, was man bei einer solchen Veranstaltung erwarten darf: schweres Geläuf mit einigen nennenswerten Matsch-Passagen, einige kurze knackige Anstiege und einen Sandbunker. Dass Lena der Crosslauf besonders liegt, hat sie in den vergangenen Jahren stets bei Hessischen und Deutschen Meisterschaften unter Beweis gestellt, daran wollte die natürlich anknüpfen. Wie immer beim Cross ging es dann vom ersten Schritt an richtig zur Sache. Trotz des schnellen Anfangstempos kam Lena gut in das Rennen und konnte sich in einer Gruppe festsetzen. Etwa bei Streckenhälfte setzte sie sich dann nach vorne ab und kämpfe alleine gegen die müder werdenden Beine. „Die letzte Runde bin ich auf der allerletzten Rille gelaufen. Auf der Zielgeraden wurde ich leider noch von einer von hinten heranstürmenden Läuferin überholt, trotzdem bin ich mit dem achten Platz sehr zufrieden und freue mich schon auf die nächsten Crossläufe.“

Winterlaufserie Pohlheim – Immer eine Reise wert

Bei der traditionellen Winterlaufserie in Pohlheim waren bei der ersten Ausgabe dieser Saison gleich fünf VfLer am Start: Über die 5km Clemens Möller in der Erwachsenenklasse und Paula, Laurenz und Jan als wohl jüngste Starter im gesamten Feld. Das Feld komplettierte Tobias Roth über 10km.

Für Tobi galt es, nach sechs Wochen Wettkampfpause in Folge seines Marathondebüts, die Form zu bestimmen und eine solide Leistung abzuliefern. Vorm Start noch mit dem Wetter – 6°, Nieselregen, frischer Wind – hadernd, lief er auf der hügeligen Strecke ein offensives Rennen und konnte so auf der etwas zu kurzen Strecke in den Bereich seiner Bestzeit laufen. Als Neunter erreichte er das Ziel nach 37:11min.

Jan

Paula

Laurenz

Über die halb so lange Strecke war Clemens bereits nach wenigen Metern ganz vorne zu sehen. Zusammen mit Niklas Raffin bewältigte er die ersten Kilometer, bevor er abreißen lassen musste. Den zweiten Platz konnte er sicher nach Hause laufen und war dabei mit 16:42min sogar noch deutlich schneller als im vergangenen Februar. Unser Lauftalent Laurenz kann in Pohlheim bereits auf zahlreiche Starts zurückblicken. So schnell wie dieses Mal war er aber noch nie: dank eines grandiosen Endspurts überholte er auf der Zielgeraden noch einen bis dahin vor ihm liegenden Läufer und benötigte für die knapp 5km exakt 22min. Damit war er im Gesamtfeld Elfter von 27 Männern. Noch schneller als Laurenz war Paula. Die sehr ehrgeizige Athletin bewältigte die Strecke mit einigen Hügeln in 21:18min und konnte damit einen dritten Platz in der Frauenkonkurrenz verbuchen. Das VfL-Trio komplettierte Jan, der nach 25:17min als 15. auch die ansteigende Zielgerade hinter sich gebracht hatte und im Ziel vor allem zufrieden damit war, seine Tante hinter sich gelassen zu haben.

Pohlheim ist also wieder einmal seinem Ruf gerecht geworden, stets eine gute Gelegenheit für einen Wettkampf in entspannter Atmosphäre zu bieten.

 

Einstieg in Crosssaison am Hammerweiher

Wie bereits letztes Jahr war der Crosslauf am Hammerweiher der Auftakt für unsere Crosslaufsaison, die die nächsten Wochen bestimmen wird. Bei der kleinen familiären Veranstaltung waren fünf VfLer am Start: Lena Ritzel und Johanna Rasche über fünf Runden sowie Thorsten Herrig und Clemens und Jakob Möller über sieben Runden.

Vorm Start gab es allerdings einen kleinen Dämpfer: Statt der letztjährigen Runde mit einem Waldabschnitt und einigen kurzen Anstiegen gab es dieses Jahr eine Runde über die Wiese, zwar mit einem Anstieg, insgesamt aber deutlich langweiliger als die Variante des vergangenen Jahres. Vom Start weg lief Thorsten ein einsames Rennen an der Spitze des Feldes, konnte seinen Vorsprung Stück für Stück ausbauen und erreichte das Ziel als Sieger im Gesamtfeld von etwa 20 Männern. Auf Platz drei lief der nächste VfLer, Clemens, ins Ziel. Zum vor ihm laufenden Eschenburger Sedric Haus konnte er nicht aufschließen, die hinter ihm laufenden Athleten aber gut in Schach halten, darunter auch Tobi Schulz, der ihn vergangenen Jahr in Biedenkopf auf der Straße noch auf den letzten Metern geschlagen hatte. Einige Plätze weiter hinten komplettierte Jakob das gute Mannschaftsergebnis. Vor dem Start durch die geänderte Strecke jeglicher Motivation beraubt fand er dann doch ganz gut in das Rennen und war zufrieden mit seinem Ergebnis.

Clemens, Lena, Jakob, Johanna, Thorsten (v.l.)

Zeitgleich mit den Männern waren auch die Damen gestartet. Für Lena eröffnete das die Option, den Versuch zu wagen, mit Clemens mitzugehen. Dass das keine so gute Idee war, musste sie nach gut einer Runde feststellen und ihn laufen lassen. Danach war es auch für sie ein größtenteils einsames Rennen, dass sie als deutliche Siegerin der Frauenkonkurrenz beenden konnte. Ebenfalls auf dem Podest als Dritte kam Johanna ins Ziel. Im Trikot der LG Osnabrück lieferte sie sich auf der letzten Runde einen spannenden Kampf um Platz drei, den sie aber zu ihren Gunsten entscheiden konnte.

Somit waren alle VfLer mit ihren Leistungen mehr oder weniger zufrieden, auch wenn das Bedauern über die geänderte Strecke bei dem einen oder anderen einen faden Beigeschmack verursachte. In zwei Wochen gibt es dann vielleicht nochmal die Option, am Hammerweiher anzugreifen, ob mit oder ohne uns, werden wir wohl kurzfristig entscheiden.

Frankfurt-Marathon

Paula Auschill: (4,2km) 19:08min (39., 13.AK)
Henriette Stahl: (4,2km) 20:15min (68., 24.AK)
Laurenz Steiß: (4,2km) 20:23min (265., 41.AK)
Friedrich Stahl: (4,2km) 20:58min (345., 64.AK)

Frankfurt-Marathon – Macht Lust auf mehr

Bei der größten Laufveranstaltung in Hessen war – wie bereits vergangenes Jahr – auch der VfL vertreten. Dieses Mal zwar nicht bei dem namensgebenden Marathon, dafür aber beim Minimarathon über exakt ein Zehntel der traditionellen 42,195km und mit einer Läuferin in der Staffel von Svens Laufshop.

Am frühen Morgen ging es also mit dem Zug nach Frankfurt. Angespannte Gesichter, nervöse Vorfreude und die Aussicht auf den stimmungsvollsten Zieleinlauf in Deutschland in der Festhalle prägen die Stimmung während der Anfahrt. Henriette, Paula und Friedrich waren noch nie in Frankfurt am Start, lediglich Laurenz kann bereits auf einen Start im vergangenen Jahr zurückblicken. Gerade für die Debütanten ist es etwas Besonderes: Riesige Menschenmengen, das Befestigen des Zeitnahmechips, das extreme Gedränge im Startblock – all das gibt es bei den üblichen Laufveranstaltungen in unserer Region sonst nicht.

Nach dem langen Stehen im Startblock ging es dann gegen 11h endlich los: etwa 2000 Kinder stürmten in Richtung Innenstadt, eine Runde durch die Häuserschluchten, zurück über die nicht enden wollende Gerade in Richtung Messe, noch einmal links und dann in die Festhalle, wo sie von Hunderten Zuschauern empfangen wurden. Aus sportlicher Sicht lief es dann auch sehr gut: Paula lief erwartungsgemäß als erste VfLerin in Ziel. Sie benötigte für die Strecke 19:08min. Etwa eine Minute dahinter kamen zuerst Henriette nach 20:15min und Laurenz nach 20:23min. Friedrich erreichte das Ziel nach 20:58min.

In der Staffel von Svens Laufshop war Lena Ritzel am Start. Mehr oder weniger spontan hatte sie sich mit drei Mitstreitern zusammen gefunden und durfte den letzten Abschnitt von etwa 14km Länge laufen. Mit ihrer Zeit von etwa 54:30min war sie zufrieden, im Vordergrund stand aber vielmehr auch bei ihr das Erlebnis Marathon: super Stimmung an der Strecke, zahlreiche Bands und als absolutes Highlight der Einlauf in der Festhalle. Auch wenn es für Lena die längste im Wettkampf gelaufene Strecke war, kann es ihr eigentlich gar nicht schnell genug mit den noch längeren Strecken gehen: „Dieser Lauf hat mir noch mehr Lust auf (Halb-)Marathon gemacht, mal sehen, ob ich Arne dazu bewegen kann, dass ich im Frühjahr die 21,1km in Angriff nehmen darf.“

Somit waren an diesem Sonntag alle VfLer mit ihren Leistungen zufrieden – so oder so ist der Marathon in Frankfurt aber jedes Jahr aufs Neue ein unvergessliches Ereignis, der Lust auf die langen Strecken macht .

Änderung der Trainingszeiten

Das Donnerstags-Hallentraining der U12 und U14 in der Halle der MLS wird diesen Winter leider nicht wie bisher bis 19:00h dauern, sondern bereits um 18:30h enden. Ursache sind veränderte Hallenbelegungen.

Herkules-Berglauf

Clemens Möller: (6,2km Berg) 27:07min (6., 1.AK)
Arnfried vom Hofe: (6,2km Berg) 27:20min (7., 2.AK)
Jakob Möller: (6,2km Berg) 29:37min (16., 5.AK)

Herausforderung Herkules-Berglauf

Als Abwechselung zu den üblichen Laufveranstaltungen ging es für drei VfLer zum Herkules-Berglauf nach Kassel. Vom Start in der Stadt ging es über gut sechs Kilometer durch den Bergpark Wilhelmshöhe und über Waldwege zum Herkules. Gut vorbereitet durch viele Höhenmetern in den letzten Wochen stellten sich Arnfried vom Hofe sowie Clemens und Jakob Möller der Herausforderung von rund 350 Höhenmetern.

Herkules

Dass Clemens in einer super Form ist, konnte er ja schon letzte Woche in Offenbach unter Beweis stellen – Arne auf den ersten paar Hundert Metern schon 10sec abnehmen war dann aber doch sehr optimistisch. Im Folgenden nahmen die beiden sich kaum etwas, mal lief einer der beiden einige Sekunden schneller, mal der andere. Beide hatten sich das Rennen aber genau richtig eingeteilt und konnten im oberen Streckenteil Plätze gutmachen. Nach gut 27 Minuten überquerte Clemens dann die Ziellinie direkt am Herkules. Unmittelbar hinter ihm mit etwa 10sec Rückstand kam dann auch Arne, der zwar mit seinem Lauf ganz zufrieden war, seinen Schützling aber gerne noch eingeholt hätte: „Im oberen Streckenteil habe ich alles versucht, um nochmal ranzukommen. Clemens ist unten sehr offensiv angelaufen, ich bin da eher defensiver… Wobei ich denke, dass wir beide schneller gewesen wären, wenn wir von Beginn an gemeinsame Sache gemacht hätten.“

Nach frisch überstandener Erkältung war Jakob nicht ganz sicher, ob er schon wieder ganz fit ist. Dementsprechend lief er vorsichtig an. „Die erste Hälfte ist eher unrhytmisch mit einigen Bergabpassagen und richtig knackigen Anstiegen, das ist nicht so mein Fall. Nach drei Kilometern habe ich mich noch gut gefühlt und dann so richtig in den Wettkampfmodus umgeschaltet.“ Somit konnte er auf dem zweiten Teil, der ihm mit langen konstanten Anstiegen auch eher liegt, noch einige Konkurrenten überholen. Nach einer knappen halben Stunde hatte er den Berg bezwungen und konnte sich zusammen mit seinen Teamkameraden an den Abstieg machen.

Somit war der Ausflug nach Kassel für alle drei Athleten eine runde Sache und passte sich zudem perfekt in das Crosslauftraining ein, das die kommenden Wochen bestimmen wird.

Bestzeiten zum Saisonende

35:35 und 37:37 – das waren die Marken beim Mainuferlauf in Offenbach, die bei Clemens Möller und Lena Ritzel über einen gelungenen Sonntagvormittag entscheiden sollten. Diese Zeiten haben die beiden als Bestzeiten über 10km stehen. Offenbach erwies sich für die VfLer schon im vergangenen Jahr als schnelles Pflaster. Die topfebene Strecke entlang des Mains und die frühe Startzeit bieten perfekte Bedingungen für starke Zeiten.

                                                                             Folgerichtig liefen beide auf Bestzeitenkurs an: Clemens entschied sich sogar dafür, etwas langsamer anzugehen und hoffte auf ein schnelleres Ende. Nach 5km in 17:43min lag er genau auf Kurs und konnte zuversichtlich auf die zweite Hälfte gehen. Lena lief optimistischer an und hatte bei Streckenhälfte mit 18:25min bereits einen kleinen Puffer erlaufen, sodass auch bei ihr noch alles möglich war. Bei Kilometer 7 kam dann aber ein kleines Tief: Plötzlich 10sec langsamer wurde es noch einmal spannend. An diesem Punkt entscheidet sich, ob es in Richtung Bestzeit geht oder ob der Lauf am Ende unter „ferner liefen…“ angehakt werden muss. Dieses Mal zeigte Lena ihr Kämpferherz und konnte noch einmal beschleunigen. Clemens ging es ebenso: Auf einem ganz leichten Bergabstück beschleunigte er und konnte das Tempo in die Ebene und auf die verbleibenden Kilometer mitnehmen. Im Ziel standen dann zwei neue Bestzeiten von 35:17 und 37:10 zu Buche. Wenig überraschends waren beide überglücklich und können mit diesen Zeiten die Straßenlaufsaison beenden und freuen sich jetzt auf das genaue Gegenteil – matschige Crossstrecken, auf denen es nicht um Zeiten, sondern nur um ein gutes Laufgefühl und die Platzierung geht.

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