KiLa-Wettkampf Stadtallendorf – U10 mit drei Teams stark vertreten

Blau soweit das Auge reicht: Mit gleich 25 Kindern war unsere U10 am Sonntag (22. März) beim KiLa-Wettkampf des HLV in Stadtallendorf am Start. Damit stellte der VfL 1860 Marburg gleich drei der insgesamt neun Teams – und war schon optisch kaum zu übersehen.

Ausgerichtet wurde der Wettkampf von angehenden C-Trainerinnen und C-Trainern in der Kinderleichtathletik. In den Disziplinen Hindernissprint-Staffel, Transportlauf, Medizinballstoßen, 40-Meter-Sprint und Wechselsprünge ging es für unsere Teams „Blaue Wölfe“, „Blaue Luchse“ und „Blaue Lamas“ um Punkte, Platzierungen und natürlich vor allem um einen gelungenen Wettkampftag.

Für das sportliche Ausrufezeichen sorgten vor allem die Blauen Wölfe. Sie lieferten einen beeindruckenden Wettkampf ab und entschieden am Ende fast alle Disziplinen für sich. Besonders deutlich fiel ihre Überlegenheit im Transportlauf aus, wo sie klar mehr Runden sammelten als alle anderen Teams. Auch bei den Wechselsprüngen und im Medizinballstoßen waren die Blauen Wölfe besonders stark unterwegs. Am Ende stand damit ein klarer Gesamtsieg vor der Konkurrenz.

Auch die Blauen Luchse wussten zu überzeugen. Vor allem in der Hindernissprint-Staffel zeigten sie sich besonders schnell. Darüber hinaus lieferten sie über den gesamten Wettkampf hinweg solide Leistungen ab und trugen damit zum insgesamt starken Auftritt unserer U10 bei.

Für die Blauen Lamas stand bei vielen Kindern vor allem das Sammeln erster Wettkampf-Erfahrungen im Mittelpunkt. Dabei zeigte das Team immer wieder gute Ergebnisse und meisterte den Wettkampf mit viel Einsatz und Engagement.

Der klare Sieg der Blauen Wölfe und der insgesamt starke Auftritt aller drei Teams zeigen, dass wir uns auch außerhalb des eigenen Kreises mit anderen Mannschaften gut behaupten können. Vor allem aber war der Wettkampf in Stadtallendorf ein weiterer Beleg dafür, wie breit und engagiert unsere U10 aktuell aufgestellt ist. (Text: Jan, Bilder: Bertalan)

Fotos gibt es bei Flickr, Ergebnisse hier

DM Halbmarathon – Drei Starts, drei PBs

Für unsere Straßenläufer hatte die Saison mit der DM Straße bereits ein echtes Highlight zu bieten – daran anknüpfen wollten Phil Battenfeld, Damian Napoli und Johannes Anton bei der DM Halbmarathon in Frankfurt. Parallel dazu war Lenn Fehmer in Münster über 10km am Start und wollte dort seine Bestzeit auf unter 36min verbessern.

In Frankfurt lief es auf der ersten Hälfte nach einem chaotischen Start für alle drei richtig gut: Phil absolvierte die ersten 10km genau wie geplant nach 34:38min, Damian benötigte 37:57min. Johannes, der zwar nicht mehr in Marburg trainiert, aber weiterhin unsere Farben vertritt, war nach 40:52min genau wie die anderen auf Kurs Bestzeit. Auch wenn auf der zweiten Streckenhälfte der Wind einen spürbaren Einfluss hatte, konnten alle ihr Tempo halten.

Phil kämpfte sich wie schon zuletzt in Uelzen von Gruppe zu Gruppe und überquerte das Ziel im Stadion nach 1:13:00h. Das bedeutet eine deutliche Steigerung seiner Bestzeit, die zuvor bei 1:14:11h gelegen hatte. Damians Bestzeit aus dem vergangenen Jahr in Schotten lag bei 1:24:11h. Auch wenn er mit dem Gedanken an eine Zeit um 1:19h spielte, darf er am Ende mit 1:20:45h mehr als zufrieden sein. Zu guter Letzt konnte sich auch Johannes steigern: Rund dreißig Sekunden schneller als vor einem knappen Jahr absolvierte er die 21,1km in 1:26:33h.

Ein gutes Stück weiter nördlich hieß es für Lenn nach 36:36min in Gießen vor zwei Wochen, einen weiteren Versuch über die 10km zu unternehmen. Gepacet von einer ehemaligen Vereinskameradin spulte er die Kilometer in 3:36min/km ab, schaffte es auf der zweiten Hälfte, den Kopf auszuschalten, und überlief die Ziellinie nach 35:51min. Dritter 10er innerhalb eines Monats, dritte PB im dritten Rennen – was will man mehr?

In den nächsten Wochen stehen für die meisten Läufer dann eher kürzere Strecken auf dem Programm. Spätestens im Spätsommer werden die neu aufgestellten Bestzeiten dann aber wieder angegriffen! (Text: Jakob)

Ergebnisse gibt es hier (Frankfurt) und hier (Münster)

Schweriner Seentrail – solider Saisoneinstieg für die Möllerbrüder

Dass man fürs Trailrunning keine Berge braucht, zeigt seit zehn Jahren das Team vom Seentrail in Schwerin: Die Summe von nicht einmal dreihundert Metern Anstieg auf der Kleinen Seenrunde mit einer Länge von 33km ist verglichen mit vielen anderen Trailrennen zu vernachlässigen. Dass die Strecke dann auch nur zu etwa der Hälfte über Trails und zur Hälfte über Asphalt führt, ist eine besondere Herausforderung, der sich die Möllerbrüder zum Saisoneinstieg stellen wollten.

Während Clemens eine nahezu optimale Vorbereitung hatte, kämpfte Jakob ein bisschen mit einer Erkältung und den Nachwehen einer Überlastungserscheinung aus dem Trainingslager über den Jahreswechsel. Entsprechend auch sehr unterschiedliche Herangehensweisen: Clemens hatte es durchaus auf eine Platzierung weit vorne abgesehen, während Jakob das Rennen mehr als Standortbestimmung und Vorbereitung für den Rureifel-Trail in vier Wochen anging. So wundert es nicht, dass Clemens sich direkt in der Spitzengruppe einsortierte, während Jakob es ein paar Plätze weiter hinten ruhiger angehen ließ.

Bild: Veranstalter

Dass es für ganz vorne nicht reichen würde, war bei Clemens recht schnell klar: Der spätere Sieger Hannes Kuntermann setzte sich früh ab, und Clemens war mit dem Vorjahreszweiten Robin Zehner unterwegs. Auf einem langen Trailstück im mittleren Renndrittel wechselten die beiden sich ab und konnten so gemeinsam auf das letzte Renndrittel gehen.

Jakob war zu diesem Zeitpunkt schon länger alleine unterwegs: Ein bisschen schneller als geplant genoss er das Laufen auf den flachen Trails. Als es dann auch für ihn auf das letzte Drittel und damit auf weitläufige Radwege ging, erblickte er recht weit vor sich einen Konkurrenten und lief die Lücke langsam zu. Dabei zog er das Tempo noch einmal deutlich an, was sich auf dem letzten Stück rächen sollte: Schwere Beine und Seitenstiche machten es ihm unmöglich, das Tempo beizubehalten – den gerade erst eingeholten Konkurrenten immer an seinen Fersen. Erst im Zielsprint schafften es beide noch einmal, Kräfte zu mobilisieren, und Jakob konnte sich mit einer Sekunde Vorsprung den Platz 6 sichern.

Für Clemens kam der Wendepunkt im Rennen schon etwas früher: Direkt nach dem längeren Trailstück riss Robin eine Lücke, die Clemens fortan nicht mehr schließen konnte. Dennoch machte er auch danach ein gutes Rennen, lief ein konstantes Tempo und kam auf den letzten Trailstücken gut zurecht. Am Ende gibt es für ihn die Bronzemedaille mit rund drei Minuten Rückstand auf Platz 2 und etwa zehn Minuten Vorsprung auf Platz 4.

Auch wenn nicht alles ganz planmäßig lief, sind die beiden am Ende zufrieden: ein schönes Trailrennen zum Saisoneinstieg, solide Leistungen und zwei Platzierungen, die sich sehen lassen können! (Text: Jakob)

Ergebnisse gibt es hier

Frühjahrslauf Gießen – solide Ergebnisse für Frederik und Lenn

Auch wenn die Strecke beim Frühjahrslauf in der Wieseckaue in Gießen dieses Jahr wegen eines Biberdamms nicht amtlich vermessen war, wollten Lenn Fehmer und Frederik vom Heemskerck dort ihre Form unter Beweis stellen. Für Lenn sollte es über 10km nach dem Lahntallauf eine Woche zuvor noch einmal ein gutes Stück schneller werden, während Frederik über 5km nach einem guten Trainingsblock in den letzten Wochen einen kleinen Formtest machen wollte.

Foto: Jörg Theimer (@volkslaufbilder)

Frederik orientierte sich strikt an der vorher abgesprochenen Pace von 3:36min/km, was eine Endzeit von 18:00min bedeutet hätte. Das gelang ihm auch richtig gut – am Ende scheiterte das Vorhaben, unter 18min zu bleiben, weniger am körperlichen Vermögen als an der minimal zu langen Strecke. Dennoch darf Frederik mit der Endzeit von 18:09min und Platz fünf zufrieden sein.

Auf der doppelt so langen Strecke wollte Lenn nach 36:59min eine Woche zuvor rund eine Minute schneller laufen. Bis zur Streckenhälfte sah es auch ganz danach aus, dass ihm das gelingen würde, dann wurde es aber einsam und er verlor auf der zweiten Streckenhälfte wertvolle Sekunden. Auch wenn am Ende in 36:36min eine neue Bestzeit steht, ist Lenn damit nicht ganz zufrieden: knapp 40sec langsamer als erhofft und mit einer langsameren zweiten Hälfte.

Für Frederik steht jetzt das Trainingslager an und danach der Start in die Bahnsaison, wo die Strecken wieder eher kürzer sein werden. Lenn startet in den kommenden Wochen noch bei dem einen oder anderen Wettkampf auf der Straße und hofft dort, der 36min-Marke noch einmal näher zu kommen. (Text: Jakob)

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INOSOFT-KiLa-Cup #1 – erfolgreicher Auftakt der Saison

Am Sonntag, den 08. März 2026, fand für unsere Teams aus der U8, U10 und U12 der erste Wettkampf des INOSOFT-KiLa-Cups 2026 in der Herrenwaldhalle in Stadtallendorf statt.

Die Kids der U8 mussten vier Disziplinen durchlaufen: Beidarmiger Stoß, Einbeinhüpfer-Staffel, 30m-Sprint und die Hindernissprint-Staffel. In der U8 gingen 21 Kinder, aufgeteilt auf zwei Teams, an den Start. Unsere erfahrenen Kids, die „Blauen Ferkel“, arbeiteten routiniert und voller Konzentration die einzelnen Disziplinen ab und überzeugten vor allem im 30m-Sprint und der Hindernissprint-Staffel. In den beiden anderen Disziplinen ist noch etwas Luft nach oben, sodass sie mit dem zweiten Platz auf jeden Fall sehr zufrieden sein können.

Unsere jüngeren Kids, die „Blauen Füchse“, einige zum ersten Mal an der Startlinie stehend, absolvierten ebenfalls einen soliden Wettkampf. Sie landeten auf dem vierten von fünf Plätzen. Die gesammelten Erfahrungen des ersten Wettkampfs geben den „Blauen Füchsen“ Aufschwung und Motivation für die kommenden Wettkämpfe.

In der U10 gingen insgesamt sieben Teams an den Start, drei davon vom VfL. Die Kids der U10 mussten fünf Disziplinen durchlaufen: 40m-Sprint, Weitsprung-Staffel, Drehwurf, Hindernissprint-Staffel und den Transportlauf. Die „Blauen Wölfe“ zeigten durchweg einen grandiosen Wettkampf und holten sich damit den heutigen Sieg. Die „Blauen Luchse“ überzeugten vor allem in der Hindernissprint-Staffel und retteten sich damit auf das Podium. Trotz solider Leistungen im Transportlauf und in der Hindernissprint-Staffel landeten die „Blauen Lamas“ auf dem siebten Platz.

In der U12 ging ein Team, die „Blauen Falken“, an den Start. Die Kids durchliefen folgende vier Disziplinen: 50m-Sprint, Weitsprung, Drehwurf und (Kugel-)Stoß und belegten überall den ersten Platz. Folglich wurde diese Leistung auch mit dem Gesamtsieg belohnt. Besonders hervorheben kann man die Leistung von Carlo Díaz (M11) und Luisa Marina Naene (W11), die in ihrer Altersklasse den Einzelsieg holten.

Alle Kinder der sechs Teams hatten super viel Spaß, zeigten großen Teamgeist und sind hochmotiviert für die weiteren Wettkämpfe des INOSOFT-KiLa-Cups 2026. (Text: Liv, Bilder: Bertalan)

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DM Straße – dreimal PB in Uelzen

Für die Straßenläufer Damian Napoli und Phil Battenfeld war es das erste große Saisonhighlight, für Laurenz Christian Löwe der Abschluss eines langen Wettkampfblocks – die Deutschen Meisterschaften über 10km auf der Straße in Uelzen.

Auf dem 2km langen Rundkurs in der Uelzener Innenstadt war ein richtig starkes Feld am Start: Allein bei den Männern bis in die M40 deutlich über 300 Starter, darunter die deutsche Spitze rund um Nils Voigt, Florian Bremm und Hendrik Pfeiffer. Laurenz hatte sich vorgenommen, auf den ersten Kilometern zu schauen, wie es sich nach einer nicht optimalen Woche anfühlt, um dann die 33min-Marke möglichst deutlich zu unterbieten. Phils Plan war klar auf die Marke von 34min ausgerichtet, Damian wollte seine erst eine Woche alte Bestzeit von 37:20min noch einmal deutlich verbessern.

Vom Start weg war das Tempo dann bei allen perfekt. Auf den ersten Kilometern fanden alle drei VfLer eine gute Gruppe und konnten dort wertvolle Energie sparen. Bei km5 lagen alle drei genau auf Plan – Laurenz nach 15:56min, Phil knapp eine Minute später und Damian genau auf Kurs in Richtung 36:40min.

Laurenz konnte sich danach gut an Thorsten Herrig hängen und so auch eine etwas schwierigere Phase rund um km7 überstehen. Phil musste dann erkennen, dass seine Gruppe zwar gut lief, aber leider Sekunde um Sekunde langsamer wurde. Er entschied sich daher, selbst das Heft in die Hand zu nehmen und sich nach vorne abzusetzen. Damian hatte eine kleine Gruppe um sich und konnte dort sein Tempo konstant weiterlaufen.

Auf dem letzten Kilometer zündete Laurenz dann noch einmal den Turbo, lief aus seiner Gruppe nach vorne heraus und konnte sogar noch Leonhard Rose überholen, der regelmäßig bei uns mittrainiert und für die LG Ohra-Energie unterwegs ist. Am Ende stehen 32:08min und Platz 13 in der U20 – ein tolles Ergebnis.

Auch Phil konnte am Ende noch einmal zulegen und darf sich über eine deutliche Bestzeit von 33:38min freuen. Die nächste Bestzeit gab es dann für Damian: Auf der zweiten Hälfte ließ er zwar ein paar Sekunden liegen, 36:54min sind dennoch eine starke Steigerung.

Als letztes Mitglied unserer Trainingsgruppe ist noch Marlon John zu nennen, der im Trikot des TSV 1885 Friedberg-Feuerbach 34:21min lief und damit zufrieden war.

Am Ende also drei deutliche Bestzeiten, für Laurenz die beste DM-Platzierung bisher und die Aussicht, dass auf der Straße in diesem Jahr richtig etwas möglich ist. Weiter geht es für Phil und Damian in zwei Wochen bei der DM auf der gut doppelt so langen Strecke in Frankfurt, während für Laurenz erst einmal wieder ein Trainingsblock in Richtung der DM auf der Bahn Anfang Mai ansteht. (Text: Jakob, Bilder: Jan)

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HM Masters und DM Bahngehen – Titel und Bestleistungen für VfLer

In den letzten drei Jahren hat sich im Seniorenbereich des VfL 1860 Marburg ein relativ breites und durchaus ambitioniertes Mastersteam geformt, das inzwischen regelmäßig und erfolgreich bei regionalen, hessischen und nationalen Wettkämpfen antritt. Ein Grund für diesen Zuwachs liegt in der hervorragenden Jugendarbeit des Vereins, durch die mehrere Elternteile für den aktiven Wettkampfbetrieb gewonnen werden konnten.

Zu den Hessischen Hallenmeisterschaften der Masters in Stadtallendorf reiste eine große Delegation von 13 Athletinnen und Athleten an. Mit insgesamt vier Goldmedaillen, neun Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen lohnte sich dieser Ausflug. Eine Vielzahl der Athletinnen und Athleten konnte die herausfordernden Qualifikationsnormen für die Deutschen Hallenmeisterschaften unterbieten und sich mit herausragenden Leistungen in den Top Ten der aktuellen Deutschen Bestenliste platzieren.

Bei den Sprintern erreichte Bertalan Kisfaludy bei seinen ersten Meisterschaften über 60m (8,02sec) und 200m (28,12sec) jeweils den zweiten Platz in der M35. In der M40 wurde Moritz Ernst, der das Mastersteam als Trainer anleitet, über 200m (26,43sec) Hessischer Meister sowie Vizemeister über 60m mit hervorragenden 8,08sec. Athanasios Damakoudis wurde im gleichen Rennen Fünfter (8,73sec). Christian Ochs, der im vergangenen Jahr zur Mastersgruppe hinzustieß, gewann in der Altersklasse M45 eine Goldmedaille über 200m (26,94sec) und eine Silbermedaille über 60m (8,18sec). Über 60m Hürden rundete Eckhard Rambow in der M75 mit 13,18sec und Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften den hervorragenden Auftritt der Kurzstreckler ab.

Über die Mittelstrecke gewannen Martin Blöcher (2:13,93min) und Tobias Erb (2:15,53min) in einem engen und hochklassigen Rennen über 800m in ihren Altersklassen Gold und Silber – jeweils mit DM-Qualifikationsnorm und einer Top-Ten-Zeit in der Deutschen Bestenliste. Ähnlich erfolgreich war Ruta Ozolina über 3000m (12:36,58min), bei denen sie Silber gewann und ebenfalls die Qualifikationsnorm in einer deutschen Top-Ten-Zeit deutlich unterbot. Johannes Kohlhepp, der verletzungsbedingt in der Vorbereitung zurückgeworfen war, zeigte ein tapferes und klug eingeteiltes Rennen über 3000m, bei dem er den dritten Platz erreichte und mit 9:44,77min die Qualifikationsnorm für die Deutschen Hallenmeisterschaften löste.

In den technischen Disziplinen gab es jeweils hessische Vizemeistertitel im Kugelstoßen in den Altersklassen M40 für Moritz Ernst (10,61m), M55 für Gerrit Schäfer (8,75m) und M75 für Eckhard Rambow (10,14m, Top-Ten-Bestenliste) sowie einen dritten Platz in der M45 für Warren Howell (9,75m). Insgesamt ein erfolgreicher Tag für das Marburger Mastersteam, der viel Hoffnung auf die Deutschen Hallenmeisterschaften und die nahende Freiluftsaison macht.

Bereits eine Woche zuvor war Britta Bauer bei den Deutschen Meisterschaften der Geher unter dem Hallendach am Start. Das Ziel: ihrer Sammlung einen weiteren Titel in der W45 hinzuzufügen und sich gegenüber der Zeit von den Hessischen einige Wochen zuvor deutlich zu steigern. Auch wenn sie zu Beginn des Rennens ungewohnte Probleme mit der Technik hatte, konnte sie beide Ziele erfolgreich umsetzen: 16:26,01min reichten am Ende für den nächsten Titel in ihrer Altersklasse. Ihr nächstes Ziel ist nun die DM über 10km auf der Straße Ende April in Kelsterbach. (Text: Tobi)

Ergebnisse gibt es hier und hier

32. Marburger Lahntallauf – viele neue Bestzeiten auf der Heimatstrecke

Der Lahntallauf auf den heimischen Strecken war wie jedes Jahr auch dieses Mal ein Fixpunkt und für den einen oder die andere ein echtes Saisonhighlight. Am Start war eine große Gruppe VfLer, zum großen Teil auf der 10km-Strecke, sowie zwei Starterinnen auf der gut doppelt so langen Strecke.

In den Altersklassen konnten sich Annette Erb (2. Platz W45, 1:47:48h) und Ruta Ozolina (1. Platz W50, 1:37:16h) über Podiumsplatzierungen freuen. Toll zu sehen, dass der Start bei beiden eine Familienangelegenheit war: Annettes Sohn Florian (eigentlich noch U14, hier in der U16-Wertung am Start) konnte – unterstützt von seinem Vater Tobias – die 10km in 43:06min bewältigen und damit den zweiten Platz in der U16 belegen. Der Einzige in seiner Altersklasse, der noch schneller war: Rihards Straumitis, Rutas Sohn. Für ihn stoppte die Uhr nach 39:21min, nachdem er auf der ersten Hälfte des Rennens von Jan Christoph Scholz und Phil Battenfeld unterstützt worden war.

Die Hauptaufgabe der beiden war es, Teresa Dinges zu der lang ersehnten Zeit unter 40min zu pacen. Zur Rennhälfte waren die drei komplett auf Kurs: knapp unter 20min für die 5km, bis dahin ein ruhiges, kontrolliertes Rennen. Auf der Lahnbrücke bei km6 und während der anschließenden Passage durch Gisselberg wurde es für Teresa dann jedoch richtig hart, und sie verlor wertvolle Sekunden. Auf dem letzten Stück konnte sie sich zwar noch einmal steigern und wieder zulegen – die Zeit von 40:05min ist zwar eine neue Bestzeit, die Enttäuschung im Ziel aber dennoch zunächst groß, steht doch immer noch keine 3 ganz vorne. Als kleine Entschädigung gab es für Teresa immerhin den Sieg in der Altersklasse U20.

Unsere schnellste Gruppe bestand heute aus Lenn Fehmer, Martin Blöcher und Damian Napoli. Auch die drei hatten in Clemens Möller erfahrene Unterstützung, der das Rennen möglichst gleichmäßig in Richtung 37:30min anlaufen sollte. Das gelang hervorragend – Lenn fühlte sich kurz nach der Rennhälfte sogar so gut, dass er das Tempo anzog und hinten raus noch einmal richtig viel Zeit gutmachen konnte. Der Lohn ist eine Zeit von 36:59min. Aber auch bei Damian lief es richtig gut: Bis zum Ende kontrolliert durchlaufend erreichte er das Ziel nach 37:20min. Martin konnte den Anschluss auf dem letzten Stück zwar nicht ganz halten, darf sich dennoch über eine starke Zeit von 37:32min und die Silbermedaille in der M50 freuen.

Das erste Mal über die 10km am Start war Lino Purtauf. In der U18 reichte seine Zeit von 50:10min für einen guten neunten Platz – inklusive der Aussicht, dass das in den nächsten Monaten noch ein gutes Stück schneller werden wird.

Der Lahntallauf hat also wieder geliefert: viele Bestzeiten, starke Rennen und einmal mehr die Erkenntnis, dass Laufen mehr als eine Individualsportart ist. Kommende Woche stehen für Damian und Phil die Deutschen Meisterschaften über 10km an, Martin und Tobi messen sich mit den besten deutschen Masters in der Halle, Lenn nimmt die 10km in Gießen in Angriff – da liegt die eine oder andere neue Bestzeit schon in der Luft! (Text und Bilder: Jakob)

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DM Halle U20 – wichtige Erfahrungen für Laurenz

Letztes Jahr war es der erste Auftritt auf nationaler Bühne für Laurenz – das Ergebnis damals nicht das, was er sich erhofft hatte. Dieses Jahr war die Qualifikation Formsache, die Hoffnung groß, dass es in Richtung einer Top-10-Platzierung gehen könnte. Die letzten Rennen waren zudem richtig gut, also alles angerichtet für ein starkes Ergebnis in Sindelfingen.

Laurenz startete dieses Mal im zweiten (schnelleren) Lauf. Der erste Lauf ging in 8:50min über die Bühne – eine Zeit, die für die Athleten im zweiten Lauf eigentlich kein Problem sein sollte. Nach dem Start wurde jedoch schnell klar, dass sich niemand so richtig um das Tempo bemühen wollte. Nach 400m setzte Laurenz sich an die Spitze des Feldes. Das Tempo wurde zwar minimal schneller, dennoch war früh absehbar, dass es hinten raus richtig schnell werden müsste, um schneller als der erste Lauf zu sein.

Der erste Kilometer in 3:09min – Laurenz weiterhin an der Spitze des Feldes. Eigentlich ist er an diesem Punkt im Rennen rund 15sec schneller. Kurz nach der Kilometermarke wurde das Rennen dann schneller, plötzlich fand Laurenz sich am Ende des Feldes wieder. Von hier an war es ein ständiger Kampf um Positionen: Auf den Geraden das Tempo hoch, um Plätze gutzumachen, in den engen Kurven war das nahezu unmöglich. Der zweite Kilometer in 2:55min war zwar das, was Laurenz kann – spätestens jetzt aber war die Zeit des ersten Laufes unerreichbar.

Auf dem letzten Kilometer konnte Laurenz das Tempo zwar halten, um noch einmal zuzulegen fehlte jedoch die Kraft. Am Ende stehen 9:00,47min und Platz 21 – weit weg von dem, was vorher die Erwartung war.

Auch wenn die Enttäuschung da ist: Es bleiben einige Learnings und das Wissen, dass es heute nicht an der Form, sondern an einigen nicht optimalen Entscheidungen gelegen hat. Der Optimismus und die Motivation in Richtung der Deutschen Meisterschaften auf der Straße in zwei Wochen sind spätestens jetzt richtig geweckt. (Text: Jakob, Bilder: Jan)

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Mittelhessische Hallenmeisterschaften – zahlreiche Bestleistungen in Stadtallendorf

Eine bunt gemischte Gruppe VfLer war auf der Zielgeraden der Hallensaison in Stadtallendorf am Start. Von einigen U14ern, die eigentlich noch zu jung sind und in der U16 starteten, über eine Handvoll Jugendlicher und Aktiver bis hin zu unseren Masters waren knapp 30 Athlet:innen von uns vertreten.

Eines der Highlights waren sicherlich die 60m bei den Männern. Schon im Vorlauf überzeugte Moritz Ernst mit einer neuen PB von 8,01sec, und Robin Velte zeigte mit 7,50sec, dass er weiterhin gut drauf ist. Das Finale verlief dann aber alles andere als optimal: Silas Leppert erfuhr erst wenige Minuten vor dem Lauf, dass er nachgerückt war – für ein Warm-up viel zu spät, daher also kein Start. Dann war Robins Startblock nicht in Ordnung; einen Ersatz zu organisieren nahm 10min in Anspruch. Bei Bene war die Konzentration zu diesem Zeitpunkt bereits dahin.

Als es schließlich losging, erwischte Robin einen perfekten Start und sagte selbst: „Vom Gefühl her war es vielleicht das beste Rennen, das ich bisher gemacht habe.“ Im Ziel war die Erwartung auf die Zeit also groß. Doch ausgerechnet in diesem Lauf versagte die Zeitnahme ihren Dienst – wir werden also nie erfahren, wie schnell Robin wirklich gelaufen ist.

Auf der Hallenrunde über 200m dann ein Bild, das sich in letzter Zeit bei unseren Masters immer wieder zeigt: dicht beisammen wird es richtig spannend. Dieses Mal am schnellsten war Moritz mit 26,90sec, ganz knapp dahinter Bertalan Kisfaludy und noch wenige Hundertstel dahinter Christian Ochs. Silas, der trotz der schnellsten Meldezeit in seinem Lauf auf der undankbaren innersten Bahn starten musste, zeigte mit 24,74sec ein gutes Rennen.

Auf der längsten gelaufenen Strecke der Veranstaltung – den 800m – waren wiederum unsere Masters am Start. Überzeugen konnte hier vor allem Martin Blöcher mit einer starken neuen PB von 2:11,00min. Dicht dahinter – ebenfalls mit neuer PB – kam Tobias Erb nach 2:14,44min ins Ziel. Etwas ärgerlich: Der Lauf wurde vorgezogen, sodass unsere Starter nach dem Einlaufen im Kalten direkt an den Start mussten, ohne ihr gewohntes Warm-up vollständig durchführen zu können.

Die Technikdisziplinen boten aus unserer Sicht eine Reihe an Höhepunkten: In der U20 konnte Anna Böhle zeigen, dass sich das Sprungtraining in den letzten Wochen und Monaten (an dieser Stelle vielen Dank an Volker Jennemann!) auszahlt. 5,37m und eine Serie mit vielen Sprüngen deutlich über 5m sind ein tolles Ergebnis.

Die nächste PB gab es für Moritz mit der Kugel: 11,10m sind eine deutliche Steigerung und sein erster Stoß über die 11m-Marke. In der M15 durfte Ben sich über eine neue PB im Weitsprung freuen: 5,26m sind 7cm mehr, als er im Sommer letzten Jahres springen konnte. Eine weitere PB für ihn gab es im Kugelstoßen mit 11,28m.

In der W14 waren mit Emma Müller und Alicia Perez Klein zwei VfLer:innen am Start: Emma als Hochstarterin aus der W13 und Alicia in ihrem ersten Wettkampf konnten gute Leistungen zeigen.

Ebenfalls in der jüngsten Altersklasse waren zahlreiche Läufer:innen über 800m am Start. Frieda war mit neuer PB in 2:50,29min zufrieden, Antonia haderte mit ihrem Ergebnis von 2:41,63min ein wenig. Ähnlich in der M14: Von den fünf Startern kamen vier vom VfL. Allen voran Oskar Visekruna, der mit 2:22,43min als Einziger eine neue Bestleistung aufstellen und den Lauf gewinnen konnte. Dahinter Jonne Sannes, für den 2:28,44min nicht ganz das erhoffte Ergebnis sind. Ebenso bei Florian Erb: Er war rund 3sec langsamer als zuletzt in Frankfurt und damit nicht ganz zufrieden. Auch Frederik Scheid dürfte sich etwas mehr als 2:35,47min erhofft haben.

Für unsere Masters hat die Hallensaison mit den Hessischen Meisterschaften in der kommenden Woche und den Deutschen Meisterschaften Anfang März noch zwei Highlights zu bieten – für alle anderen heißt es jetzt: zurück ins Training für den Sommer! (Text: Jakob)

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