27. Marburger Nachtmarathon – vier VfL-Staffeln in den Top10

Nachtmarathon in Marburg: Pflichtveranstaltung für unsere LäuferInnen. Gerade in den Staffeln waren wir in den letzten Jahren immer vorne mit dabei und wollten auch dieses Jahr daran anknüpfen. Dass es dieses Mal für ganz vorne nicht reichen würde, war spätestens mit der kurzfristigen Absage von Laurenz Steiß klar – der ASC Breidenbach ließ vom ersten Meter an keine Zweifel aufkommen, dass der Sieg ins Hinterland gehen würde.

Für uns aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Gleich fünf Staffeln von uns waren am Start – ein bunter Mix aus AthletInnen aus der Laufgruppe, laufenden Eltern und Jugendlichen, denen das Laufen liegt. Hinter den Breidenbachern zeigte sich vom ersten Wechsel an das gleiche Bild: Unsere erste Staffel auf dem Silberplatz, Staffel zwei auf Bronze – daran änderte sich bis ins Ziel nichts. Einziger kurzer Aufreger dort: Unsere erste Staffel fehlte zunächst in den Ergebnissen. Die Wendesituation in Cappel war unklar, Jan war wohl einige Meter zu kurz gelaufen, weil sich die Streckenführung geändert hatte und das vor Ort nicht eindeutig erkennbar war. Aber auch das nahm ein gutes Ende und wir dürfen uns über Silber für Clemens Möller, Jan-Christoph Scholz, Jonah Reiner und Phil Battenfeld sowie Bronze für Damian Napoli, Rihards Straumitis, Lenn Fehmer und Norman Lang freuen.

Zwei weitere Staffeln von uns konnten sich ebenfalls in den Top zehn platzieren: Staffel drei mit Jakob Möller, Noelle Trost, Martin Schwartz und Katja Richardson auf Platz fünf sowie Staffel vier mit Ruta Ozolina, Lukas Wießmann, Florian Erb und Annette Erb auf Rang sieben. Staffel fünf war kurzfristig zusammengewürfelt – es wäre auch eine Überraschung gewesen, wenn bei 20 LäuferInnen niemand ausgefallen wäre. Am Start standen schließlich Thomas Möller, Clemens und Jakob jeweils ein zweites Mal sowie Lino Purtauf auf der Schlussrunde. Auch hier schlug das Chaos an der Wendestelle zu, sodass aktuell noch kein offizielles Ergebnis vorliegt.

Auch wenn es dieses Jahr nicht für ganz vorne gereicht hat: Der Nachtmarathon war für uns wieder ausgesprochen erfolgreich. Vier Staffeln unter den besten zehn zeigen die große Breite unserer Laufgruppe – und wir freuen uns schon darauf, in den kommenden Jahren daran anzuknüpfen. (Text: Jakob)

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KM Block mit Rahmenprogramm – so groß wie noch nie

Das dritte Jahr in Folge durften wir die Kreismeisterschaften im Blockmehrkampf bei uns austragen. Waren es 2024 41 Athletinnen, vergangenes Jahr 56, durften wir dieses Jahr gleich 93 AthletInnen bei uns begrüßen! Auch wenn das organisatorisch einige Herausforderungen mit sich gebracht hat, zumal wir anfänglich auch noch Probleme mit der Zeitnahme hatte, ist das für uns ein Grund zur Freude und eine Bestätigung für unser Konzept, neben den Blockmehrkämpfen noch ein bisschen Programm für die Aktiven ab der U18 anzubieten.

Bei der Fülle an Ergebnissen aus den eigenen Reihen fällt es schwer, einzelne Leistungen herauszugreifen – daher auch hier der eher allgemeine Blick auf die Entwicklung seit 2024 mit dem Fokus auf den Blockmehrkämpfen. Angefangen mit 14 AthletInnen in allen Blöcken 2024 waren es dieses Jahr 19 (und das obwohl der Termin in der ersten Ferienwoche dieses Jahr sicherlich nicht optimal war). Ebenfalls spannend: Unser Lauffokus wird auch hier deutlich: Lag der Fokus in den letzten Jahren ganz klar im Sprint/Sprung-Bereich, ist das Verhältnis dieses Jahr annähernd 50:50. Eine Marke, die im Blockwettkampf für viele Schüler ein Ziel ist, sind die 2000 Punkte – nicht zuletzt bewegt sich die Zusatznorm für die U16-DM in diesem Bereich. Und auch hier ein positives Bild: Acht AthletInnen konnten dieses Jahr diese Marke übertreffen:

Die KM Block war also wieder mal ein Zeichen dafür, dass bei uns vieles in die richtige Richtung geht. Den Sommer über wird es jetzt etwas ruhiger, bevor im August dann mit der DJMM in der U14 das große Saisonhighlight ansteht. (Text: Jakob, Bild: Martin)

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Zugspitz-Ultra-Trail – drei VfLer beim größten Trailrunning-Event Deutschlands

Schon seit einigen Jahren ist Garmisch-Partenkirchen im Juni für einige Tage der Mittelpunkt Deutschlands, wenn es um Trailrunning geht: Auf Strecken von 16km bis hin zu 160km messen sich tausende Läuferinnen und Läufer auf den Trails rund um die Zugspitze. Dieses Jahr mit dabei: Johannes Kohlhepp sowie Jakob und Clemens Möller.

Schon im Vorfeld wurde beim Blick auf die Wettervorhersage klar: Wie bereits im vergangenen Jahr sollte die Temperatur eine entscheidende Rolle spielen. Zusätzlicher Faktor in diesem Jahr waren aufziehende Gewitter, die vor allem für Johannes noch eine wesentliche Rolle spielen sollten.

Am Freitagvormittag war aber zunächst Jakob der erste VfLer, für den es ernst wurde. Rund 28km und etwa 1500 Höhenmeter auf und ab – all das bei Temperaturen von deutlich über 30°C. Mit den Learnings aus dem vergangenen Jahr war der Plan klar: Eher locker bis zum höchsten Punkt laufen, um dann im Downhill besser zurechtzukommen und so hoffentlich schneller als 2025 zu sein. Der Plan ging auf: Auf dem Gipfel noch etwa drei Minuten hinter der Zeit aus dem Vorjahr, lief es bergab deutlich besser. Auf dem letzten Teilstück machte die Hitze es zwar unmöglich, noch einmal zuzulegen, dennoch steht am Ende bei gut 3:20h Laufzeit eine Verbesserung von rund drei Minuten.

Am gleichen Abend ging es dann für Johannes auf die Strecke. Hier gab es bereits im Vorfeld große Aufregung: Statt der geplanten 107km wurde die Strecke gewitterbedingt auf 74km verkürzt. Gar nicht so einfach, die Motivation aufrechtzuerhalten, wenn plötzlich nur noch eine Nachtstrecke auf dem Programm steht und am Ende nicht die ersehnte 100km-Distanz in Garmisch wartet. Johannes machte das Beste aus der Situation und entschloss sich, das Rennen offensiv anzugehen. Die ersten 50km gelang ihm das auch hervorragend. Danach machten ihm allerdings Magenprobleme zu schaffen, sodass die Energie zur Neige ging und der lange Schlussanstieg in Richtung Osterfelderkopf zu einer echten Tortur wurde. Dennoch steht am Ende nach 9:25h ein unvergessliches Erlebnis und eine Menge an Erkenntnissen, die er für einen nächsten Versuch über 100km mitnehmen kann.

Zu guter Letzt war Clemens am frühen Samstagmorgen am Start. Von Mittenwald aus ging es für ihn zurück nach Garmisch. Die erste Hälfte eher wellig, der zweite Teil mit einem langen Anstieg und einem ebenso langen Downhill. Clemens ging das Rennen bewusst verhalten an und erreichte so mit noch recht frischen Beinen den Fuß des letzten Anstiegs. Auch als dort sein Stock – gerade bergauf eine ungemein wichtige Hilfe – zerbrach, ließ er sich nicht aus dem Konzept bringen. Er erreichte den höchsten Punkt der Strecke gut und konnte auf den abschließenden Kilometern sogar noch drei Plätze gutmachen. Die Zeit von knapp über 4:30h und Platz vierzehn entsprechen damit ziemlich genau dem, was er sich im Vorfeld ausgerechnet hatte.

Drei Läufer, drei Erlebnisse und drei Ergebnisse, die sich sehen lassen können – die Zugspitze war auch in diesem Jahr die Reise wert!(Text: Jakob, Bilder: Jakob und Clemens)

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INOSOFT-KiLa-Cup #2 – Marburger Doppelsieg in Wallau

105 Tage. So lange lag der erste INOSOFT-KiLa-Cup des Jahres in der Halle in Stadtallendorf bereits zurück. Am Sonntag (21. Juni) stand jetzt endlich der zweite Wettkampf der Serie in Wallau auf dem Programm. Mit jeweils zwei Teams in der U8 und U10 gingen wir an den Start. Das klare Ziel: erneut einen Sieg mit nach Hause bringen.

Für die U10 standen die Disziplinen Wechselsprünge, Drehwurf, Medizinballstoßen und 40-Meter-Sprint auf dem Wettkampfplan. Der ursprünglich vorgesehene Transportlauf war bereits im Vorfeld aufgrund der vorhergesagten Temperaturen von über 30 Grad Celsius durch das Medizinballstoßen ersetzt worden.

Für ein besonders spannendes Sprintduell sorgten Lino, Jule, Fabian und Mattis. In einem engen Rennen setzte sich Lino schließlich knapp gegen die Konkurrenz durch. Kaum ein anderes Sprintduell in Wallau erreichte ein ähnlich hohes Niveau.

Blaue Wölfe überzeugen überall

Das Team „Blaue Wölfe“ zeigte in allen vier Disziplinen starke Leistungen. Gerade bei der großen Hitze war es wichtig, auch in den technischen Wettbewerben die Konzentration hochzuhalten. Besonders beim Drehwurf gelang das eindrucksvoll. Mehrere saubere komplette Drehungen sorgten für starke Weiten und verdeutlichten das hohe Leistungsniveau der Mannschaft.
Am Ende setzten sich die „Blauen Wölfe“ gegen fünf weitere Teams durch und belegten in allen vier Disziplinen den ersten Platz. Damit stand am Ende ein souveräner Gesamtsieg zu Buche.

Auch die „Blauen Luchse“ zeigten einen gelungenen Wettkampf und kämpften bis zum Schluss um jede Platzierung. Besonders bei den Wechselsprüngen machte sich die hohe Trainingsbeteiligung bemerkbar. Das Potenzial für weitere Erfolge ist auf jeden Fall vorhanden – bei den kommenden Wettkämpfen scheint eine Podestplatzierung durchaus möglich.

Anton und Konstantin aus der U12 nutzten den Wettkampf als zusätzliche Trainingseinheit und überzeugten ebenfalls mit starken Leistungen. Anton ließ beim Stadioncross der Konkurrenz keine Chance und lief dem Feld deutlich davon.

U8 fehlt noch Sicherheit bei Wurfdisziplinen

In der U8 mussten die Blauen Ferkel und Blauen Füchse ebenfalls vier Disziplinen durchlaufen. Auf dem Wettkampfplan standen hier: 30-Meter-Sprint, Einbeinhüpferstaffel, Drehwurf und zum Abschluss die Hindernissprint-Staffel. Die Blauen Ferkel überzeugten, wie immer, beim Sprint und bei der Hindernissprint-Staffel. Bei der Wurfdisziplin muss in den nächsten Woche noch etwas geschraubt werden, sodass die Ferkel auch hier ihr volles Potential ausschöpfen können. Die älteren und erfahrenen Kids holten sich damit den Sieg in der U8 und können sich über ihre Goldmedaille freuen.

Die Blauen Füchse durchliefen ebenfalls einen soliden Wettkampf, sammelten wichtige Erfahrungen und belegten den fünften Platz bei den tropischen Temperaturen. An der ein oder anderen Stelle merkte man noch kleine Unsicherheiten, die sich aber bei den nächsten Wettkämpfen legen werden.

Ein besonderer Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in Wallau, die diesen Wettkampf möglich gemacht haben. Die große Beteiligung und die zahlreichen Teams in der Kinderleichtathletik des Kreises sind beste Werbung für die Leichtathletik. (Text: Jan und Liv, Bilder: Bertalan)

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Lahn-Dill-Meisterschaften U12/U14 – sechs Einzelsiege für den VfL

Letzten Samstag, am 20. Juni, fanden mit den Lahn-Dill-Einzelmeisterschaften in Stadtallendorf die größten Einzelmeisterschaften für die U12 statt. Der Wettkampf stand unter sehr heißen Vorzeichen: Es wurden Temperaturen von bis zu 35°C erwartet. Das hieß vor allem: viel trinken, möglichst viel Schatten suchen und trotzdem die Gewissheit, dass für alle die gleichen Bedingungen herrschten.

Im brandneuen Herrenwaldstadion gingen elf unserer U12-Kinder an den Start. Bei den jüngeren Jungs der M10 hatten wir erfreulicherweise einige Wettkampfdebütanten dabei. So trauten sich beispielsweise Joah und Leopold beim Schlagballwurf, Weitsprung und 50m-Sprint das erste Mal an den Start. Leopold verpasste das Podium sowohl im Weitsprung als auch im Ballwurf mit jeweils Platz vier denkbar knapp. Trotzdem ein gelungener Einstand! Loris und Konstantin setzten sich in den Vorläufen über 50m durch, erreichten das Finale und belegten dort Platz fünf und sechs. Besonderen Respekt verdient immer der Hochsprung, gerade bei den Zehnjährigen. Hier konnte Konstantin zwar nicht an seine starken 1,15m von den Kreis-Hallen-Bestenkämpfen im Februar anknüpfen und übersprang „nur“ 0,95m, stellte sich der Herausforderung aber trotzdem mutig. Als letzte Disziplin standen die 800m in der sengenden Nachmittagshitze auf dem Programm. Loris, Leopold und Joah waren die einzigen Starter der M10 und kamen in genau dieser Reihenfolge ins Ziel – also ein komplettes VfL-Podium.

Im gleichen Rennen gingen auch die älteren Jungs der M11 nach einem langen Wettkampftag an den Start. Hier konnte Anton das Rennen vor Jost für sich entscheiden. Anton rundete seinen Tag mit einem vierten Platz im Weitsprung, einem fünften Platz über 50m und Rang sieben im Ballwurf ab. Jost zeigte dagegen einmal mehr seine Vielseitigkeit. Außer im Ballwurf landete er in jeder Disziplin auf dem Podium. Überraschenderweise gewann er bei seinem ersten Hochsprungwettkampf überhaupt mit übersprungenen 1,27m direkt die Konkurrenz.

Bei den Mädchen der W10 lieferten sich Louisa und Malin über 50m, im Weitsprung und über 800m spannende Duelle. In allen drei Disziplinen standen beide gemeinsam auf dem Podium. Besonders stark: Über 800m setzte sich Louisa gegen die gesamte Konkurrenz durch und gewann knapp vor Malin auf Platz zwei.

Auch die W11 zeigte einen gelungenen Wettkampf. Marie sammelte wichtige Wettkampferfahrung im Weitsprung, Ballwurf und Sprint. Frida ging nach der schnellsten Vorlaufzeit als Mitfavoritin ins Finale über 50m und sicherte sich dort Platz zwei. Dazu kamen Platz 3 im Ballwurf und Platz vier im Weitsprung mit 3,93m. Die Vier-Meter-Marke dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein. Leni verpasste mit Platz vier im Ballwurf das Podium knapp und wurde Sechste im Weitsprung.

Die einzige Disziplin der Leichtathletik, in der man als Team gewinnt oder verliert, ist die Staffel. Entsprechend groß war die Vorfreude auf die 4x50m. Da der TSV Kirchhain seine Jungenstaffel nicht an den Start brachte, liefen Loris, Konstantin, Jost und Anton die Strecke in 32,74sec ohne direkte Konkurrenz zu Ende. Noch etwas schneller waren unsere Mädchen: Frida, Malin, Louisa und Leni benötigten 31,53sec und sicherten sich damit den Sieg vor dem TV Wetzlar.

Mit Julian hatten wir zudem einen Athleten in der M13 am Start. Er belegte über die 60m Hürden Platz vier und verpasste den Sieg im Weitsprung mit 4,00m denkbar knapp um drei Zentimeter. Im Hochsprung ließ er der Konkurrenz dagegen keine Chance und gewann mit übersprungenen 1,33m.

Insgesamt verbrachten wir einen heißen, aber erfolgreichen Samstag im Herrenwaldstadion. Sechs Siege und zahlreiche weitere Podestplätze zeigen, dass wir nicht nur in der Spitze, sondern vor allem auch in der Breite hervorragend aufgestellt sind. Nach vielen Stunden in der Sonne waren zwar alle erschöpft, für eine kleine Basketball-Runde auf der neuen blauen Bahn reichte die Energie am Ende aber trotzdem noch. (Text: Lorenz)

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Bahnlaufserie Kassel – zwei kleine PBs und eine Enttäuschung

Drei Läufer, drei Ausgangssituationen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Jan-Christoph Scholz mit der deutlichen PB über 800m aus Pfungstadt im Rücken über 1500m am Start, Laurenz Christian Steiß in Vorbereitung auf die anstehenden Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften auf der gleichen Strecke und Damian Napoli weiterhin auf der Jagd nach einer schnellen Zeit über 5000m.

Im schnellsten Lauf über die knapp vier Runden war alles für schnelle Zeiten angerichtet: Ein Tempomacher in Richtung 4:00min, angenehme Temperaturen und kaum Wind. Laurenz hängte sich vom Start weg an Position drei, nach 400m hatte das Trio aber bereits eine kleine Hypothek von zwei Sekunden. Zu diesem Zeitpunkt hing auch Jan noch in diesem Windschatten, musste aber etwa zur Rennhälfte erkennen, dass es heute nicht sein Tag werden würde. Auf der zweiten Hälfte fehlten ihm die Spitzigkeit und Tempohärte, sodass das Ergebnis von knapp über 4:14min nicht das ist, was er sich erhofft hatte.

Anders bei Laurenz: 1000m in 2:42min und nach dem Ausstieg des Tempomachers direkt hinter dem Führenden eröffneten alle Optionen. Mit noch 400m zu laufenden Metern eröffnete Laurenz den Endspurt, konnte seinen Konkurrenten aber nicht überholen. So wurden die letzten 300m nicht nur wegen müder werdender Beine, sondern auch mental zu einer echten Herausforderung: Der Sieg schien nicht mehr erreichbar, von hinten drohte keine Gefahr mehr. Am Ende steht in 4:03,34min eine kleine neue Bestzeit. Zu hundert Prozent zufrieden ist Laurenz aber dennoch nicht, fehlen doch gerade einmal 0,13sec zur DM-Norm. Eigentlich spielt das keine große Rolle, weil Laurenz über die doppelt so lange Strecke ohnehin in Wattenscheid am Start sein wird. Dennoch wäre die Norm natürlich ein willkommenes Upgrade gewesen.

Für Damian ging es nach dem guten Rennen beim Lightning 10000 darum, die Schwäche im Mittelteil des Rennens vergessen zu machen und die PB möglichst deutlich zu steigern. Laurenz war hier erneut als Pacemaker im Einsatz und führte das Rennen in Richtung 17:30min an, was fast das gesamte Feld zu Beginn dankbar annahm. Auch Damian war bis zur 3000m-Marke Teil der Gruppe, musste dann aber abreißen lassen und verlor Sekunde um Sekunde. Wie schon in Stadtallendorf hatte er Probleme mit Seitenstichen, kämpfte sich aber bis zum Schluss alleine laufend Runde um Runde dem Ziel entgegen. Am Ende steht ein Ergebnis ähnlich wie bei Laurenz: 17:48,30min bedeuten eine kleine Steigerung der Bestzeit. Einerseits ist Damian damit natürlich zufrieden, andererseits hätte es gerne noch etwas deutlicher nach vorne gehen dürfen.

Für Jan und Damian neigt sich die Saison nun stark dem Ende entgegen. Lediglich die Staffel beim heimischen Nachtmarathon steht noch auf dem Programm, bevor im Sommer wieder der volle Fokus auf dem Training liegt. Bei Laurenz warten mit den Süddeutschen Meisterschaften, der Staffel beim Nachtmarathon und den Deutschen Meisterschaften noch einige echte Highlights, bevor er sich im August in Richtung Amerika verabschiedet. (Text: Jakob, Bilder: Jan und Damian)

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MERCK-Laufgala Pfungstadt – bei Jan platzt der Knoten

Fünf Rennen zwischen 2:01min und 2:03min, weit weg von dem, was er sich vorgenommen hatte, immer wieder die gleichen Probleme auf den letzten 200m – so sah Jan-Christoph Scholz’ Saison bislang aus. Das Training sprach eine andere Sprache: hervorragende Einheiten, starke Zeiten, eigentlich deutete alles darauf hin, dass mehr drin sein müsste. Mit dieser Gefühlslage ging es zur Laufgala nach Pfungstadt: vorerst die letzte Option auf ein schnelles Rennen und perfekte Rahmenbedingungen.

Am Start: deutlich über 100 Starter über 800m, von der deutschen Spitze bis hin zu ambitionierten Freizeitsportlern. Jedes Rennen wurde auf der ersten Hälfte von einem Pacemaker angelaufen, das einzige Ziel: schnelle Zeiten. Das Feld für Jan bot alle Möglichkeiten: Elf Athleten zwischen 1:58,5min und 2:00,5min.

Vom Start weg machte Jan ein nahezu perfektes Rennen. Nach 200m hatte er sich an vierter Stelle einsortiert, der Durchgang mit knapp unter 28sec genau wie erhofft. Nach 400m in genau 56sec und nach dem Ausstieg des Pacemakers an Position drei liegend die perfekte Ausgangslage. Das dritte Teilstück dann in 30sec – nach 600m also 1:26min auf der Uhr, schneller als jemals zuvor. Auf der Zielgeraden gelang Jan dann wieder das, was ihm zuletzt so schwer gefallen war: den Kopf ausschalten, gegen die schweren Beine ankämpfen und alles auf der Bahn lassen. Am Ende steht mit 1:58,83min eine deutliche neue Bestzeit (vorher: 1:59,91min) – Trainer und Athlet könnten zufriedener nicht sein!

Eine schwierige Saison wendet sich für Jan dank der berühmten „Pfungstadt-Magic“ also doch noch zum Guten, sodass jetzt auf den längeren Strecken noch einmal angegriffen wird. Aber egal, was noch kommt: Die Laufgala hat geliefert und Jan darf die Saison 2026 mit einem dicken grünen Haken versehen! (Text und Bilder: Jakob)

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Lightning 10000 – Spitzenleichtathletik im frisch renovierten Herrenwaldstadion

Das frisch renovierte Stadion in Stadtallendorf bot die Bühne für die zweite Auflage des Meetings Lightning 10000, bei dem es im Hauptprogramm darum geht, der deutschen und internationalen Elite eine Bühne zur Normerfüllung für internationale Höhepunkte zu bieten. Rundherum kommt aber auch die zweite und dritte Reihe sowie der Nachwuchs nicht zu kurz, sodass dieses Jahr eine ganze Reihe VfLer am Start war.

Den Beginn machten die Stadioncrossläufe. Das Ergebnis hier kann sich sehen lassen: Gleich 15 Kids in blauen Trikots machten das Herrenwaldstadion unsicher und konnten zwei Siege erringen. Ganz oben standen nach 600m in der W9 Jule und nach 400m in der W6 Liv Emma. Besonders erfreulich: Der Stadioncross scheint sich zunehmend auch bei anderen Veranstaltern zu etablieren.

Für die SchülerInnen der U12 und U14 ging es anschließend auf die klassische Strecke über 800m. Die Platzierungen waren hier eher nachrangig, für unsere AthletInnen ging es vor allem um schnelle Zeiten. Besonders gut gelang das Frieda Krause, die sich über eine neue Bestleistung von 2:41,24min freuen durfte.

Über 5000m waren mit Damian Napoli und Rihards Straumitis zwei Läufer für uns am Start. Während Damian nach schnellem Beginn etwas Tribut zollen musste und vor allem im Mittelteil des Rennens Sekunde um Sekunde verlor, konnte Rihards sein Tempo konstant durchlaufen und sich auf den letzten Kilometern sogar noch steigern. Die Zeit von 18:04,46min ist in der U16 ein tolles Ergebnis und zeigt, dass die Form stimmt.

Wie schon im vergangenen Jahr war Lightning 10000 eine tolle Gelegenheit, internationale Spitzenleichtathletik mit AthletInnen aus der Region zu verbinden. Wir hoffen, dass die Veranstaltung auch in den kommenden Jahren fester Bestandteil des Wettkampfkalenders bleibt. (Text: Jakob, Bilder: Clemens und Jan)

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HM Jugend + Bahngehen – zwei Medaillen für Laurenz

Die Barockstadt Fulda mit einem der schönsten Stadien in Hessen bot dieses Jahr die Kulisse für die Hessischen Meisterschaften der U20, U18 und im Bahngehen. Am ersten Tag lag unser Fokus mit Anna-Lena Böhle und Laurenz Christian Steiß auf der U20, am zweiten Tag folgte dann das Bahngehen mit einer Vielzahl VfLer.

Den Auftakt machte am frühen Samstagmorgen Anna im Weitsprung. Nach dem eher enttäuschenden Auftritt letzte Woche in Darmstadt wollte sie es dieses Mal besser machen. Direkt im ersten Versuch konnte sie dann mit 4,80m ihre Weite von letzter Woche übertreffen und sich im dritten Versuch noch einmal um 5cm steigern, was für einen sicheren Platz im Endkampf reichte. Dort gelang ihr dann leider keine Steigerung mehr – Probleme mit dem Anlauf verhinderten einen passgenauen Absprung auf dem Brett.

Parallel dazu hatte Laurenz über die 3000m seinen ersten Wettkampf des Tages. Die Devise hier: Mit möglichst wenig Ermüdung den Titel holen, um später in dem deutlich besser besetzten Rennen über 1500m noch einmal angreifen zu können. Nach Absprache im Callroom unterstützte Laurenz Jakob vom LAZ Gießen auf den ersten gut zwei Kilometern, bevor er eine kleine Lücke riss und ungefährdet den Titel erlaufen konnte. Vier Stunden später dann ein gänzlich anderes Bild: Fünf Jungs, die sich alle Chancen auf die Medaillen ausrechneten, die klare Ansage, dass es schnell werden würde, und von Beginn an ein entsprechend hohes Tempo im Feld. An Position vier liegend verlor Laurenz nach etwa der Rennhälfte den Anschluss an das Spitzentrio und durchquerte die 1000m-Marke in einem Duo nach etwa 2:44min. Auf der Schlussrunde konnte er dann nochmals seine Kämpfernatur auspacken und sich auf der Zielgeraden noch auf Platz drei und damit zur erhofften zweiten Medaille vorschieben. Zusätzlich bedeuten 4:05,90min eine kleine Steigerung seiner Bestleistung – und das mit dem Rennen vom Vormittag in den Beinen.

Am zweiten Tag lag aus unserer Sicht dann der volle Fokus auf dem Gehen. Aufgrund der kleinen Felder und häufig nur einer Person je Altersklasse standen die Platzierungen im Vorhinein oft schon fest – umso relevanter waren der Vergleich mit sich selbst und der Blick auf die Zeit. Auf der kürzesten angebotenen Strecke, den 2000m, konnten dabei zwei VfLer deutliche Steigerungen erzielen: Simon Bauer konnte sich gegenüber dem vergangenen Jahr um etwas mehr als 20sec verbessern und damit genau das umsetzen, was er sich vorgenommen hatte. Dreingabe für ihn ist nach 10:40,25min der Titel in der M12. Vielseitig unterwegs ist Frieda Krause in der W13. Immer wieder ist sie auch beim Gehen dabei und zeigte in Fulda mit starken 12:31,16min, dass das Gehen in der Jugend Teil eines vielseitigen Trainings sein kann.

Über 3000m gingen dann zwei Starter von uns in der M15 ins Rennen: Felix Bauer und Rihards Straumitis. Felix wollte nach zuletzt nicht ganz einfachen Wochen mit einigen kleinen Problemen in den Bereich seiner Bestzeit laufen. Mit 13:57,24min gelang ihm das zwar – direkt nach dem Rennen war er dennoch nicht ganz zufrieden, hatte er sich doch eigentlich eine etwas schnellere Zeit erhofft. Zum Vizetitel hinter ihm reichte es für Rihards Straumitis, der am Tag zuvor noch die 5000m gelaufen war. Bei ihm steht mit 17:11,53min eine neue Bestzeit und eine Steigerung gegenüber der Leistung aus der Halle um rund zwei Minuten. Zwar keine ganz so große Steigerung, aber dennoch eine Verbesserung der Bestzeit zeigte seine Mutter Ruta Ozolina über die 5000m. 28:57,61min bedeuten zudem den Titel in der W50.

Unser erfolgreiches Auftreten bei Hessenmeisterschaften konnten wir in Fulda also fortsetzen und hoffen, dass auch beim Blockmehrkampf am kommenden Wochenende der eine oder andere Erfolg eingefahren wird! (Text: Jakob, Bilder: Clemens)

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Volkslauf Erfurtshausen – VfL vorne mit dabei

Lokale Volksläufe werden immer seltener – umso schöner, dass es in Erfurtshausen schon seit Jahren die Möglichkeit gibt, in einem familiären Rahmen 5km oder 10km auf einer anspruchsvollen, nicht bestenlistenfähigen Strecke die Form zu testen. Diese Option nutzten dieses Jahr gleich fünf VfLer.

Auf der kurzen Strecke war gleich viermal der VfL mit dabei: Jonne Sannes unterstützt von seinem Vater Martin Blöcher, Martin Schwartz, erst seit kurzer Zeit Teil unserer Trainingsgruppe, und Katja Richardson, die nach einem schwierigen Winter langsam wieder in Fahrt kommt. Vom Start weg war klar, dass der starke Regen und die schwierige Strecke heute eine wesentliche Herausforderung waren: Matsch, Schotter und viele Höhenmeter machten es den LäuferInnen heute nicht einfach. Trotz der Umstände führen die Vfler die Ergebnisliste an: Jonne (der noch in der U14 am Start ist) konnte den Lauf nach 20:18min vor seinem Vater für sich entscheiden. Dahinter kamen dicht hintereinander zuerst Martin nach 21:01min und dann Katja ins Ziel, die nach 21:09min die Damenkonkurrenz deutlich für sich entscheiden konnte. Die doppelt so lange Strecke nahm dann Phil in Angriff. Nach ziemlich genau 35min überquerte er die Ziellinie als erster Mann und stellte seine gute Form unter Beweis.

Schön, dass es Läufe wie in Erfurtshausen neben den vielen Großevents noch gibt – hoffentlich bleibt es auch dabei! Für uns war Erfurtshausen mal wieder ein schöner Fingerzeig, dass auch kleine lokale Läufe ihren Reiz haben! (Text: Jakob)