HM Jugend + Bahngehen – zwei Medaillen für Laurenz

Die Barockstadt Fulda mit einem der schönsten Stadien in Hessen bot dieses Jahr die Kulisse für die Hessischen Meisterschaften der U20, U18 und im Bahngehen. Am ersten Tag lag unser Fokus mit Anna-Lena Böhle und Laurenz Christian Steiß auf der U20, am zweiten Tag folgte dann das Bahngehen mit einer Vielzahl VfLer.

Den Auftakt machte am frühen Samstagmorgen Anna im Weitsprung. Nach dem eher enttäuschenden Auftritt letzte Woche in Darmstadt wollte sie es dieses Mal besser machen. Direkt im ersten Versuch konnte sie dann mit 4,80m ihre Weite von letzter Woche übertreffen und sich im dritten Versuch noch einmal um 5cm steigern, was für einen sicheren Platz im Endkampf reichte. Dort gelang ihr dann leider keine Steigerung mehr – Probleme mit dem Anlauf verhinderten einen passgenauen Absprung auf dem Brett.

Parallel dazu hatte Laurenz über die 3000m seinen ersten Wettkampf des Tages. Die Devise hier: Mit möglichst wenig Ermüdung den Titel holen, um später in dem deutlich besser besetzten Rennen über 1500m noch einmal angreifen zu können. Nach Absprache im Callroom unterstützte Laurenz Jakob vom LAZ Gießen auf den ersten gut zwei Kilometern, bevor er eine kleine Lücke riss und ungefährdet den Titel erlaufen konnte. Vier Stunden später dann ein gänzlich anderes Bild: Fünf Jungs, die sich alle Chancen auf die Medaillen ausrechneten, die klare Ansage, dass es schnell werden würde, und von Beginn an ein entsprechend hohes Tempo im Feld. An Position vier liegend verlor Laurenz nach etwa der Rennhälfte den Anschluss an das Spitzentrio und durchquerte die 1000m-Marke in einem Duo nach etwa 2:44min. Auf der Schlussrunde konnte er dann nochmals seine Kämpfernatur auspacken und sich auf der Zielgeraden noch auf Platz drei und damit zur erhofften zweiten Medaille vorschieben. Zusätzlich bedeuten 4:05,90min eine kleine Steigerung seiner Bestleistung – und das mit dem Rennen vom Vormittag in den Beinen.

Am zweiten Tag lag aus unserer Sicht dann der volle Fokus auf dem Gehen. Aufgrund der kleinen Felder und häufig nur einer Person je Altersklasse standen die Platzierungen im Vorhinein oft schon fest – umso relevanter waren der Vergleich mit sich selbst und der Blick auf die Zeit. Auf der kürzesten angebotenen Strecke, den 2000m, konnten dabei zwei VfLer deutliche Steigerungen erzielen: Simon Bauer konnte sich gegenüber dem vergangenen Jahr um etwas mehr als 20sec verbessern und damit genau das umsetzen, was er sich vorgenommen hatte. Dreingabe für ihn ist nach 10:40,25min der Titel in der M12. Vielseitig unterwegs ist Frieda Krause in der W13. Immer wieder ist sie auch beim Gehen dabei und zeigte in Fulda mit starken 12:31,16min, dass das Gehen in der Jugend Teil eines vielseitigen Trainings sein kann.

Über 3000m gingen dann zwei Starter von uns in der M15 ins Rennen: Felix Bauer und Rihards Straumitis. Felix wollte nach zuletzt nicht ganz einfachen Wochen mit einigen kleinen Problemen in den Bereich seiner Bestzeit laufen. Mit 13:57,24min gelang ihm das zwar – direkt nach dem Rennen war er dennoch nicht ganz zufrieden, hatte er sich doch eigentlich eine etwas schnellere Zeit erhofft. Zum Vizetitel hinter ihm reichte es für Rihards Straumitis, der am Tag zuvor noch die 5000m gelaufen war. Bei ihm steht mit 17:11,53min eine neue Bestzeit und eine Steigerung gegenüber der Leistung aus der Halle um rund zwei Minuten. Zwar keine ganz so große Steigerung, aber dennoch eine Verbesserung der Bestzeit zeigte seine Mutter Ruta Ozolina über die 5000m. 28:57,61min bedeuten zudem den Titel in der W50.

Unser erfolgreiches Auftreten bei Hessenmeisterschaften konnten wir in Fulda also fortsetzen und hoffen, dass auch beim Blockmehrkampf am kommenden Wochenende der eine oder andere Erfolg eingefahren wird! (Text: Jakob, Bilder: Clemens)

Ergebnisse gibt es hier, Bilder bei Flickr

Volkslauf Erfurtshausen – VfL vorne mit dabei

Lokale Volksläufe werden immer seltener – umso schöner, dass es in Erfurtshausen schon seit Jahren die Möglichkeit gibt, in einem familiären Rahmen 5km oder 10km auf einer anspruchsvollen, nicht bestenlistenfähigen Strecke die Form zu testen. Diese Option nutzten dieses Jahr gleich fünf VfLer.

Auf der kurzen Strecke war gleich viermal der VfL mit dabei: Jonne Sannes unterstützt von seinem Vater Martin Blöcher, Martin Schwartz, erst seit kurzer Zeit Teil unserer Trainingsgruppe, und Katja Richardson, die nach einem schwierigen Winter langsam wieder in Fahrt kommt. Vom Start weg war klar, dass der starke Regen und die schwierige Strecke heute eine wesentliche Herausforderung waren: Matsch, Schotter und viele Höhenmeter machten es den LäuferInnen heute nicht einfach. Trotz der Umstände führen die Vfler die Ergebnisliste an: Jonne (der noch in der U14 am Start ist) konnte den Lauf nach 20:18min vor seinem Vater für sich entscheiden. Dahinter kamen dicht hintereinander zuerst Martin nach 21:01min und dann Katja ins Ziel, die nach 21:09min die Damenkonkurrenz deutlich für sich entscheiden konnte. Die doppelt so lange Strecke nahm dann Phil in Angriff. Nach ziemlich genau 35min überquerte er die Ziellinie als erster Mann und stellte seine gute Form unter Beweis.

Schön, dass es Läufe wie in Erfurtshausen neben den vielen Großevents noch gibt – hoffentlich bleibt es auch dabei! Für uns war Erfurtshausen mal wieder ein schöner Fingerzeig, dass auch kleine lokale Läufe ihren Reiz haben! (Text: Jakob)

HM Aktive/U16 Tag 2 – Aaron holt nächsten Titel

Der zweite Tag in Darmstadt hatte von allem etwas zu bieten: Aaron Stübner und Johannes Veitengruber zuerst über die Langhürden, anschließend im Stabhochsprung und zum Abschluss Jan-Christoph Scholz auf den zwei Stadionrunden. Nach einem guten ersten Tag wollten vor allem die U16-Jungs ganz vorne angreifen, während Jan vor allem schneller als zuletzt laufen wollte.

Den Tag eröffneten Aaron und Johannes dann über die 300m Hürden mit einem echten Feuerwerk. Zuletzt war Johannes bereits unter der für die Süddeutschen Meisterschaften geforderten Normzeit geblieben – dem wollte Aaron sich jetzt anschließen. Dass es dabei auch um die Medaillen gehen würde, war klar. Dass am Ende aber ein Doppelsieg (Aaron vor Johannes), zwei deutliche Bestleistungen und damit auch die SDM-Norm für Aaron herausspringen würden, war dann doch mehr, als man vorher erwarten durfte.

Nach einer Regenunterbrechung bot sich den beiden im Stabhochsprung die nächste Chance auf Edelmetall. Und auch das gelang! Die Höhen von 3,20m (Aaron) und 3,00m (Johannes) sind zwar nicht ganz das, was die beiden zuletzt gezeigt haben, umso größer aber die Freude, dass es dennoch für Silber und Bronze reichte.

Zum Abschluss der Meisterschaften ging es für Jan dann auf die 800m. Nachdem es zuletzt nicht wie gewünscht gelaufen war, war die Hoffnung groß, in einem hoffentlich schnellen Rennen wieder näher an die Zwei-Minuten-Marke heranzukommen. Auf den ersten 200m sortierte er sich etwas weiter hinten als geplant ein, konnte sich aber bis zur Rennhälfte in eine gute Position vorarbeiten. Auf der zweiten Runde gelang ihm dann das, was in den bisherigen Rennen gefehlt hatte: Er konnte am Schluss noch einmal zulegen, auf der Zielgeraden einen Konkurrenten überholen und sich so auf 2:01,22min steigern, was Platz sieben bedeutete. Endlich wieder ein Schritt in die richtige Richtung – jetzt heißt es noch einmal zwei Wochen trainieren, bevor Pfungstadt die nächste Chance auf schnelle Zeiten bietet.

Auch Tag zwei hatte in Darmstadt mit vier Medaillen und einer Saisonbestleistung für Jan einiges zu bieten. Vor allem Aaron und Johannes zeigten mit ihren Leistungen eindrucksvoll, dass sie aktuell zu den stärksten U16-Athleten Hessens gehören. (Text und Bilder: Jakob)

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HM Aktive/U16 Tag 1 – Oskar holt Gold über 800m

Darmstadt bot dieses Jahr die Bühne für die ersten großen Hessischen Meisterschaften: Für die Aktiven und die U16 ging es um Landestitel, Normen und gute Leistungen. Mit dabei: eine bunt gemischte Gruppe VfLer.

Los ging es schon am Freitagabend für Konrad Rothmann, der seinen Schwerpunkt immer mehr auf den Stabhochsprung legt. In der U20 maß er sich in einem hochwertigen Wettkampf mit Hessens besten Stabhochspringern. Dass der Blick dabei durchaus in Richtung einer Medaille gehen durfte, versprach schon die Meldeliste. Im Wettkampf zeigte Konrad dann eine tolle Leistung: 4,00m im ersten Versuch, die bisherige Bestleistung von 4,10m ebenfalls direkt im ersten Versuch. Für die erste neue Bestleistung des Tages von 4,20m brauchte er dann zwar alle drei Versuche, konnte anschließend aber auch noch 4,30m und 4,40m überspringen, seine Bestleistung um volle 30cm steigern und sich die Bronzemedaille sichern.

Am frühen Samstagmorgen begann der volle Wettkampftag mit dem Weitsprung der Frauen. Hier schon der erste Grund zur Freude: Gleich drei Damen von uns waren am Start. Ein Dank dafür gebührt Volker, der dafür sorgt, dass auch unsere Aktiven wieder regelmäßig in den Genuss von Sprungtraining kommen. Bei Anna-Lena Böhle lief im Wettkampf dann leider wenig zusammen: Probleme im Anlauf ließen sie konsequent weit vor dem Brett abspringen, sodass 4,73m bei Weitem nicht das sind, was sie sich erhofft hatte. Bei Lucy Gesell lief es etwas besser: Auch sie sprang konsequent minimal vor dem Brett ab, zeigte aber technisch gute Sprünge. Der beste Versuch: 4,81m in einer konstanten Serie. Den letzten Schritt auf dem Brett zu platzieren – das, was Anna und Lucy heute verzweifeln ließ – gelang Friederike Altmann im dritten Versuch zum genau richtigen Zeitpunkt: 5,15m bedeuteten zwischenzeitlich Rang vier und den Einzug in den Endkampf. Dort gelang ihr im vorletzten Versuch noch einmal ein starker Sprung, der mit 5,27m auch am weitesten gemessen wurde. Am Ende bedeutet das einen starken fünften Platz.

Auf der Bahn machte heute Aaron Stübner den Anfang. Über die 100m wollte er nach einem durchwachsenen Mehrkampf vor zwei Wochen zeigen, dass die Form eigentlich da ist. Das gelang ihm dann auch: 12,35sec sind eine deutliche Steigerung seiner Bestleistung und hätten ihm sogar einen Platz im Finale gesichert. Darauf verzichtete er jedoch wegen leichter muskulärer Probleme und mit Blick auf die morgen anstehenden Wettkämpfe. Über 800m war dann Oskar Visekruna am Start. Die Meldeliste versprach ein enges Rennen: Drei Jungs lagen innerhalb von gut einer Sekunde, darunter Oskar auf Platz drei. Entsprechend auch der Plan: erst einmal mitlaufen und auf der zweiten Runde einen Angriff wagen. Das Rennen verlief dann etwas anders als geplant: Hektisch und unrhythmisch ging es auf den ersten 600m zur Sache. Erst weit hinten, dann in aussichtsreicher Position, dann wieder weit hinten ging Oskar als Teil einer größeren Spitzengruppe auf die letzten 200m. Dort zeigte er dann aber eine beeindruckende Leistung und sicherte sich mit einer tollen Zielgeraden den Titel in der M14. Dass dabei in 2:12,89min auch noch eine Bestleistung herausspringt, gerät fast in den Hintergrund.

Unsere beiden Langsprinter Michael Boseck und Robin Velte hatten sich zum Ziel gesetzt, in Richtung ihrer PBs zu laufen. Im ersten Lauf war Michael am Start: Er zeigte ein gutes Rennen, fand schnell seinen Rhythmus und darf sich am Ende über 53,98sec freuen. Zwar nicht ganz die erhoffte PB – aber dennoch so schnell wie noch nie im blauen Dress. Robin hatte in der zweiten Kurve etwas mit einer Windböe zu kämpfen, die ihm nicht nur wertvolle Geschwindigkeit raubte, sondern ihn auch aus dem Rhythmus brachte. So konnte er leider nicht seine gewohnt starke Zielgerade zeigen und muss sich mit 51,46sec zufrieden geben.

Den Tag beendeten dann wieder unsere Frauen: Die drei Weitspringerinnen holten sich Verstärkung durch Katharine Krichbaum, für die es zugleich die Premiere für den VfL war. Wie auch zuletzt eröffnete Friederike das Rennen und konnte den Stab sicher auf Anna übergeben. Der Wechsel auf Lucy gelang ebenfalls gut, während der letzte Wechsel auf Katharina zwar ebenfalls funktionierte, aber noch Potenzial hat. Am Ende steht mit 52,09sec eine kleine Steigerung gegenüber den letzten Rennen zu Buche. Das bedeutet wie schon im vergangenen Jahr Platz sieben.

Medaillen für Konrad und Oskar, gute Auftritte von Aaron, Friederike und der Staffel – Darmstadt war für uns am ersten Tag kein schlechtes Pflaster! (Text: Jakob, Bilder: Clemens)

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Pfingstlauf des TSV Krofdorf-Gleiberg – schöne Strecken und gute Zeiten

Bereits zum 38. Mal fand am Pfingstmontag der Volkslauf des TSV Krofdorf-Gleiberg statt. Neben den 5km- und 10km-Wendepunktstrecken durch das schattige und landschaftlich schöne Fohnbachtal war auch ein Schülerlauf über 1000m im Angebot. Mit 85 (5km) beziehungsweise 299 (10km) gestarteten Läuferinnen und Läufern waren die Felder deutlich stärker besetzt als in den vergangenen Jahren.

Während viele VereinskollegInnen bei den Stadionwettkämpfen in Mörfelden und Allendorf an den Start gingen, zog es eine kleine Gruppe von VfLern auf die längeren Strecken nach Krofdorf. Jonne und Milan waren über 5km unterwegs. Zunächst ging es mit etwas Gefälle aus dem Ort heraus, bevor es mit zwar leichtem, aber kontinuierlichem Anstieg in Richtung Wendepunkt ging. Jonne Sannes erreichte diesen als Gesamt-Siebter, konnte auf dem Rückweg noch zwei Plätze gutmachen und passierte nach nur 19:28min die Ziellinie. Milan Könnemann meisterte den Anstieg ebenfalls souverän. Auf dem zweiten Teil der Strecke hatte er etwas mit Übelkeit zu kämpfen, dennoch konnte er mit 22:44min und Platz 15 eine starke Leistung zeigen. Eine ausgewiesene Altersklassenwertung gab es beim 5km-Lauf zwar nicht, in ihren Jahrgängen belegten die beiden jeweils Platz eins.

Martin Blöcher war auf der zeitgleich gestarteten 10km-Distanz am Start, kam mit dem Anstieg in Richtung Wendepunkt in diesem Jahr gut zurecht und konnte sich als Gesamt-Neunter in 38:10min ungefährdet den Altersklassensieg in der M50 sichern.

Fünf Minuten nach den langen Strecken fiel der Startschuss für die jüngeren Jahrgänge. Bogi und Csenge waren für den VfL auf der Strecke. Im Gegensatz zu den längeren Distanzen hieß es für die beiden, sich in zwei Runden durch die sonnige Hitze der Ortsmitte zu kämpfen. Beiden gelang das sehr gut: Bogi konnte sich mit einer Zeit von 4:33min über die Silbermedaille in der U10 freuen, Csenge fehlten mit 5:34min nur knapp zwei Sekunden auf den Bronzeplatz in der U8.

Vielen Dank an den TSV Krofdorf-Gleiberg für die souveräne Organisation – und ein ebenso souveränes Kuchenbuffet. Wir kommen gerne wieder! (Text: Martin, Bild: Vera)

Sportfest Mörfelden – Lucy steigert sich über 200m

An Pfingsten hatten wir wie jedes Jahr die Qual der Wahl: Baunatal, Mörfelden, Allendorf … kein Wochenende bietet mehr Auswahl als das Pfingstwochenende. Unsere Wahl fiel wie schon vor zwei Jahren auf das Sportfest in Mörfelden. Die Gruppe war überschaubar: Lucy Gesell über 200m und im Weitsprung, Robin Velte über 400m, Jan-Christoph Scholz auf der doppelt so langen Strecke und das erste Mal für uns am Start Ferdinand Kreiling mit dem Sprint-Doppel über 100m und 200m.

Die Bedingungen für die Sprinter waren perfekt: hochsommerliche Temperaturen, wenig Wind. Das nutzte Lucy auch direkt beim ersten Start der Saison über 200m für eine tolle Leistung: 27,84sec sind etwa eine halbe Sekunde schneller als ihre alte PB. Direkt im Anschluss stieg sie mit einem starken Versuch auf 4,85m in den Weitsprungwettbewerb ein. Die Hoffnung war groß, dass da noch mehr drin ist – in den folgenden Versuchen gelang es ihr aber nicht, Anlauf und Technik zusammenzubringen, sodass die Weite aus dem ersten Versuch am Ende auch in den Ergebnislisten steht.

Ferdinand trainiert erst seit drei Wochen bei uns, entschied sich ganz kurzfristig für den Start und liebäugelte mit einer Zeit von 11,8sec über 100m. Das Ergebnis von 11,79sec ist also eine Punktlandung – und sicherlich wird es diesen Sommer noch schneller! Über 200m fehlte ihm dann hinten raus ein bisschen die Tempohärte, sodass er seine Zeit von 24,17sec direkt mit den Worten „Naja, nächstes Mal steht dann die 23 vorne“ kommentierte. Für Robin ging es über 400m darum, weiter Rennerfahrung zu sammeln und sich Schritt für Schritt seiner PB aus dem letzten Jahr zu nähern. Mit einem etwas zu vorsichtigen Beginn und einer hervorragenden Zielgeraden gelang ihm das gut – 51,17sec sind ein Schritt in die richtige Richtung.

Genau diesen Schritt hätte auch Jan gerne über 800m gemacht. Nach zuletzt vielen Rennen im Bereich rund um 2:02min sollte es dieses Mal deutlich in Richtung der Zwei-Minuten-Marke gehen. In einem einsamen Rennen an der Spitze des Feldes sah es die ersten 600m auch danach aus, dass das gelingen könnte – auf dem letzten Rennviertel verlor er dann aber wertvolle Sekunden und ist mit dem Ergebnis von 2:02,51min alles andere als glücklich.

Die Leistung des Tages also eindeutig Lucys Rennen über 200m – daneben freuen wir uns, mit Ferdinand einen weiteren VfLer im Wettkampfzirkus begrüßen zu dürfen, und hoffen vielleicht sogar auf eine Männerstaffel in der zweiten Saisonhälfte! (Text: Jakob, Bilder: Clemens)

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Löwenlauf – Wandern und Trailrunning vom Feinsten

Bereits vor zwei Jahren waren Clemens und Jakob beim Speedtrail im Rahmen des Löwenlaufs in Bad Zwesten am Start – dieses Jahr war die Familie Möller gleich in voller Stärke vertreten: Die Söhne wieder beim Speedtrail, die Eltern auf der 11km-Wanderrunde.

Für Marlis war es das erste Mal mit einer Startnummer an der Brust – da kam dann doch ein bisschen Ehrgeiz auf und die avisierte Zeit von über zwei Stunden konnte sie gemeinsam mit Thomas mit gut 1:48h deutlich unterbieten. Dennoch standen die Freude an der Bewegung und die schöne Landschaft Nordhessens klar im Vordergrund.

Für Jakob und Clemens stellte der Lauf eine willkommene Abwechslung in der Vorbereitung auf den Zugspitz-Ultra-Trail in einigen Wochen dar: 33km, knapp 1000hm und komplett laufbares Terrain sind zwar etwas andere Rahmenbedingungen – die Chance, quasi vor der Haustür ein Trailrennen zu machen, konnten sich die beiden aber nicht entgehen lassen. Clemens wollte als amtierender Streckenrekordhalter diesen unterbieten und gewinnen. Recht schnell merkte er aber, dass heute nicht sein Tag sein sollte – bei km20 ließ er Benjamin Löw, mit dem er bis dahin zusammengelaufen war und mit dem er schon einige Duelle ausgetragen hat, dann auch ziehen und sehnte sich nach dem Ziel. Dieses erreichte er schließlich nach 2:36:06h – knapp sieben Minuten langsamer als vor zwei Jahren, dennoch auf einem sicheren zweiten Platz.

Jakob hatte ebenfalls einen Blick aufs Podium geworfen und machte seine Ambitionen schon am ersten Berg deutlich – hatte er oben noch Begleitung, konnte er sich dieser im anschließenden Downhill entledigen und bestritt fortan ein einsames Rennen. Bis zum Schluss konnte er in den Anstiegen gut Druck machen, die Downhills genießen und sein Rennen so umsetzen, wie er es sich vorgestellt hatte. Einziges Manko: Rund drei Kilometer vor dem Ende musste er kurz mit Seitenstichen gehen. Umso ärgerlicher am Ende, dass mit 2:40:13h nur eine Winzigkeit zur Marke von 2:40h fehlt. Dennoch: Anders als Clemens ist Jakob mit dem Rennen mehr als zufrieden und blickt jetzt optimistisch nach Süden.

Schade, dass der Trail mit nur 16 StarterInnen sehr dünn besetzt war – die Strecke und die Orga hätten ein größeres Feld verdient! Auf den anderen Strecken ist die Nachfrage dankenswerterweise deutlich größer, sodass wir hoffentlich auch in den nächsten Jahren die Bad Zwestener Trails und Wanderwege unsicher machen dürfen! (Text: Jakob)

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KiLa-Regionalentscheid – U12 sichert sich den Platz fürs Finale

Beim mittelhessischen KiLa-Vorentscheid 2026 in Hünfeld standen für unser Team mehrere abwechslungsreiche Disziplinen auf dem Programm. Trotz durchwachsenen Wetters zeigten alle Athletinnen und Athleten engagierte und insgesamt solide Leistungen.

Den Auftakt machte die 6x50m-Staffel mit Frida, Leni, Felix T., Carlo, Jost und Louisa H. Im zweiten Lauf lief das Team ohne starke direkte Konkurrenz vorneweg – dadurch fehlte jemand, der zusätzlich Druck macht und „zieht“. Trotzdem überzeugte die Staffel vor allem durch sehr starke Übergaben und sicherte sich in 45,49sec einen guten dritten Platz.

Im Weitsprung kam es leider zu Unterbrechungen durch Regen. Zusätzlich gab es Probleme bei der Messung, sodass zunächst geklärt werden musste, wie mit den fehlerhaften Versuchen umzugehen ist. Das sollte natürlich nicht passieren, trotzdem gilt: Alle Beteiligten arbeiten hier freiwillig und ehrenamtlich – dafür ein großes Dankeschön für den Einsatz! Insgesamt verlief der Weitsprung dadurch eher durchwachsen. Im Schlagwurf mit den Howlern zeigten sich dagegen sehr ordentliche Leistungen. Besonders Carlo, Jost, Frida, Loris und Luisa M. kamen nah an oder sogar über die 30-Meter-Marke. Der Drehwurf verlief anschließend weniger gut. Auch hier erschwerten die Regenbedingungen die Versuche deutlich, wodurch insgesamt keine optimalen Ergebnisse zustande kamen.

Zum Abschluss folgte der 1500m-Stadioncross – eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Strecke über die Bahn, hinauf auf die Hochsprungmatte, vorbei an der Sprunggrube, steil bergauf und bergab, quer über den Rasen mit vielen Hindernissen und wieder zurück auf die Bahn ins Ziel. Leider wurde die Strecke vorher weder erklärt noch gezeigt. Sie war zwar gut markiert und abgesperrt, dennoch war die Verunsicherung bei den nicht aus Hünfeld kommenden Teams teilweise deutlich sichtbar. Sportlich sorgten besonders Bela, Anton und Loris für ein spannendes Rennen. Im Schlussspurt setzte sich schließlich Anton knapp durch und ließ damit auch die Hünfelder Konkurrenz hinter sich.

Alles in allem ergibt das einen starken zweiten Platz und damit die Qualifikation für das Hessenfinale. Auf diese Leistung kann das gesamte Team wirklich stolz sein. Im August geht es dann beim Hessenfinale weiter, wo das Team an den heutigen Erfolg anknüpfen will. Vielen Dank an Hünfeld für die Ausrichtung des Wettkampfs! (Text: Laurenz, Bilder: Jan)

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Abendsportfest Wiesbaden – ein Satz mit X

Wiesbaden war für uns zuletzt immer ein gutes Pflaster: Letztes Jahr konnten Jan-Christoph Scholz und Laurenz Steiß magische Marken durchbrechen, im Winter lief es beim Crosslauf eigentlich immer gut. Dementsprechend groß war die Hoffnung, dass Jan und Laurenz daran auch beim Abendsportfest anknüpfen könnten.

Für Jan ging es wieder über die zwei Stadionrunden. Aber schon das Warm-up gestaltete sich nicht optimal: Zeitplanverzögerungen und eine Regenunterbrechung führten dazu, dass der Start immer weiter nach hinten rückte und am Ende um etwa eine Stunde verzögert war. Dazu niedrige Temperaturen im Bereich von 12°C und eine nasse Bahn – alles andere als optimale Bedingungen.Das Rennen lief dann aber auf der ersten Hälfte richtig gut: Der Angang knapp über 28sec, das zweite Teilstück in ziemlich genau 30sec. Spätestens auf der Gegengerade zeichnete sich dann aber ab, dass es heute nicht Jans Tag werden sollte: Die Beine wollten nicht mehr richtig, die Muskulatur machte in der Kälte zu und das Tempo ging sichtbar zurück. Auf den letzten 200m konnte Jan dann auch nichts mehr zusetzen und erreichte das Ziel nach 2:03,08min – alles andere als die erhoffte Zeit. Das Learning: Eigentlich alles richtig gemacht, die Gegebenheiten vor Ort mit Verzögerung und Kälte verhinderten heute ein besseres Ergebnis.

Laurenz entschloss sich spontan für einen Start über 1500m statt der eigentlich geplanten 3000m. Nach der sportpraktischen Abiprüfung zwei Tage vorher machten die Waden ein wenig Probleme, sodass die kürzere Strecke größeren Erfolg versprach. Der Plan: anlaufen in Richtung einer deutlichen Bestzeit von 4:00min und dann schauen, wie lange das klappt.Nach etwa ruhigen ersten 300m setzte Laurenz sich an die Spitze des Verfolgerfeldes und zog das Tempo merklich an – etwa bis zur Rennhälfte gelang ihm das, spätestens dann bremsten die Waden ihn aber aus, sodass er die Konkurrenz passieren lassen musste und versuchte, im Windschatten mitzulaufen. Die 1000m durchquerte er nach 2:46min – sechs Sekunden langsamer als geplant und schon deutlich am Kämpfen. Das letzte Renndrittel brachte Laurenz dann nur noch ins Ziel, ohne noch einmal beschleunigen zu können – die Zeit von 4:12,07min weit weg von dem, was Laurenz’ Anspruch und eigentliche Leistungsfähigkeit ist.

Wiesbaden war dieses Mal also eine Enttäuschung: schlechtes Wetter, Verzögerungen im Zeitplan und vor allem zwei Ergebnisse, die nicht das sind, was Jan und Laurenz sich erhofft hatten. Dennoch: Angesichts der Umstände war nicht mehr zu holen und es gibt keinen Grund, für die anstehenden Rennen den Kopf in den Sand zu stecken. (Text: Jakob, Bilder: Jan)

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Poděbrady Walking – Felix überzeugt in internationalem Feld

Poděbrady zählt seit vielen Jahrzehnten zu den bekanntesten Austragungsorten des internationalen Gehsports. Die Veranstaltung „Poděbrady Walking“ gehört zur World Athletics Race Walking Tour und zieht regelmäßig SpitzenathletInnen aus aller Welt an. Am 8. Mai trafen dort auch dieses Jahr OlympiasiegerInnen, WeltmeisterInnen sowie Masters- und NachwuchsathletInnen aufeinander, um über verschiedene Distanzen – von 5km bis hin zum Halbmarathon der Männer und Frauen – um Bestzeiten und Normen zu kämpfen.

Zum ersten Mal startete auch Felix Bauer dort. Im 5km Straßengehen der U18 zeigte Felix in einem starken internationalen Feld eine überzeugende Leistung und konnte seine persönliche Bestzeit deutlich von 24:35min auf hervorragende 23:13min verbessern. Damit belegte Felix – der noch der U16 angehört – Platz 4 und war der schnellste Athlet seines Altersjahrgangs. Wie hoch seine Leistung einzuschätzen ist, zeigt sich auch daran, dass Felix mit dieser Zeit die von European Athletics festgelegte Norm für die U18-Europameisterschaft unterboten hat, auch wenn er noch zu jung ist, um dort starten zu können.

Aufgrund der schnellen Strecke, der tollen Atmosphäre und der starken Felder in Poděbrady wird dies bestimmt nicht Felix’ letzter Start dort gewesen sein. (Text: Britta und Felix)

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