Am 29. August fanden auf der Rhönkampfbahn in Hünfeld im Rahmenprogramm des U12-KiLa-Hessenfinales auch mehrere Gehwettbewerbe statt. Motiviert durch Platz 5 des VfL Marburg im KiLa-Finale wollten auch die GeherInnen des VfL zeigen, dass mit ihnen zu rechnen ist.
Den Anfang machten Anna sowie Simon Bauer und Frieda Krause. Anna startete in der Altersklasse W9 über 600m und sicherte sich mit über 35sec Vorsprung und einer neuen persönlichen Bestzeit von 3:25,17min den Sieg. Auch Simon und Frieda konnten sich im 2000m-Bahngehen in der M12 bzw. W13 jeweils über den Sieg freuen. Simon verbesserte seine bisherige Bestzeit gleich um 17sec und erreichte das Ziel nach 10:23,20min. Frieda zeigte ebenfalls einen souveränen Wettkampf und kam mit einer Zeit von 12:43,36min ins Ziel.
Anschließend gingen Britta Bauer und Felix Bauer über 5000m bzw. 3000m an den Start. Britta, die die letzten Monate verletzungsbedingt nur eingeschränkt trainieren konnte, wollte ihren ersten Wettkampf nach dieser Zeit bewusst zurückhaltend angehen und war so nach 5000m mit einer Zeit von 29:45,41min durchaus zufrieden. Felix hatte dagegen ein klares Ziel: Er wollte seine bisherige Bestzeit über 3000m noch einmal deutlich verbessern. Entsprechend mutig ging er den Wettkampf an und nahm eine Pace von 4:30min/km in Angriff. Das zahlte sich aus: Mit 13:27,57min konnte er seine bisherige Bestzeit um 30sec unterbieten.
Für die GeherInnen war der Wettkampf also ein gelungener Auftakt nach der Sommerpause. Der nächste Höhepunkt steht am 19. September mit den Süddeutschen Meisterschaften im Bahngehen in Marburg bevor. (Text: Britta)
Sprint, Staffel, Weitsprung, Diskus und Speerwurf Mitte September bei gutem Wetter ‒ die perfekte Gelegenheit, um zum Ende der Saison persönliche Bestleistungen aufzustellen und in den Bestenlisten Plätze gut zumachen. Schnelle Zeiten im Sprint waren fest eingeplant und unsere U14-Staffel der Jungs wollte die letzte Chance nutzen, um den bisher knapp verpassten 4x75m-Hessenrekord zu knacken, bevor es in der kommenden Sommersaison auf die 4x100m der U16 geht.
Doch das Schicksal hatte andere Pläne: Aufgrund höherer Gewalt beim Veranstalter gab es keine bestenlistenfähige Zeitmessung, und so planten wir kurzfristig um und stürzten uns ganz auf den Weitsprung, auf Diskus und Speer. Kein einfaches Unterfangen, auch für den Veranstalter und die Kampfrichter, wenn plötzlich dutzende Athleten werfen statt sprinten wollen.
Für uns ging es los mit dem Weitsprung. War die Disziplin im Laufe der Saison noch unser Sorgenkind, zeigte sich jetzt bei vielen Athleten das gute Training der letzten Monate. Sie konnten ihre persönlichen Bestleistungen teilweise deutlich verbessern. Dass sehr weite Sprünge in ihm stecken, zeigte vor allem Noah Heinbach (M13) mit geradezug lockeren 4,71 Metern.
Überrascht von der spontanen Umplanung vom Sprint zum Wurf, nahmen einige unserer Athleten den Diskus auf dem Weg in den Ring das erste Mal in die Hand: Einfach mal machen, ohne große Vorbereitung, ohne Erwartungen, das gelang fantastisch. Viele Athlten, die sich sonst nie für Diskus angemeldet hätten, warfen sehr ordentliche Weiten. Bei einigen war die Vorbereitung aus der U10-Kinderleichtathletik zu sehen: wer den Drehwurf aus der „KiLa“ kannte, warf direkt aus der normalerweise schwer zu erlernenden vollen Drehung. Eine deutliche Steigerung gelang unserem Diskuswurf-Ass, Johannes Schick (M13), mit starken 33,82 Metern. Leider landeten seine schönsten Würfe im Netz, sonst wäre noch mehr drin gewesen.
Großes Highlight des Tages war der Speerwurf. Wir können stolz darauf sein, dass so viele Jugendliche bei uns den Speer beherrschen. Es zeigt sich, dass bei uns schon in der U14 und teilweise sogar in der U12 oft Speer statt Ball geworfen wird. Etliche Athleten, die gute Weiten aus langem Anlauf werfen – das ist nicht die Regel.
Ums Ganze ging es bei unseren besten U14-Speerwerfern. Der inoffizielle Titel des besten Speerwerfers ist bei uns hart umkämpft. Gleich fünf Athleten hatten schon über 30 Meter geworfen ‒ in Führung mit nur zwölf Zentimeter Vorsprung: Abraham Sow zehn Zentimeter vor Florian Erb, widerum 30 Zentimeter dahinter Johannes Schick und weitere 25 Zentimeter dahinter Frieda Krause. Tobias Rosen hatte schon im vergangenen Jahr einen fantastischen Wurf auf fast 31 Meter gezeigt, dieses Jahr jedoch noch keinen Speerwurf-Wettkampf bestritten. Der Ausgang war also komplett offen. Nur Abraham musste leider krankheitsbedingt passen.
Direkt im ersten Wurf setzte Tobias mit fast 34,50 Metern ein Ausrufezeichen, knapp dahinter Florian noch mit verkürztem „Sicherheitsanlauf“. Im zweiten Versuch ging Florian dann ins Risiko und schleuderte den 400g-Speer aus langem und schnellen Anlauf auf starke 37,00 Meter. Dahinter nun Johannes Schick mit über 35 Metern. Frieda konnte sich nach änfanglichen und guten 31 Metern zunächst nicht weiter steigern.
Im vierten Versuch fand Johannes so richtig in den Wettkampf und setzte sich mit fast 37,50 Metern in Führung. Bei Tobias stieg der Frust und es schien nichts mehr zusammenzupassen. Bis zum letzten Versuch, Tobi lief sehr schnell an, legte alles in den Wurf, traf den Speer perfekt und sich nur ganz knapp vor der Linie abfangen: 39,65 Meter und damit nicht nur Platz 1 im Verein, sondern auch in der Hessischen Bestenliste! Auch Frieda gelang im letzten Versuch ein Befreiungsschlag: 32,22 Meter, persönliche Bestleistung und Platz 2 bei den Mädchen in Hessen.
Tobias Rosen, Frieda Krause, Johannes Schick und Florian Erb (alle M/W13) mit Trainer Moritz Ernst
Ein schöner Abschluss der Sommersaison ‒ nur für eine handvoll Athleten steht in zwei Wochen noch ein Höhepunkt auf dem Programm: Sieben-/Neunkampf in Flieden. (Text: Moritz)
Nach dem Harz in der vergangenen Woche nahmen Jakob und Clemens Möller sich jetzt das nächste Mittelgebirge vor: den Thüringer Wald. Rund um Suhl wollten sie beim Südthüringentrail an die starken Leistungen anknüpfen. Die Strecke dieses Mal mit gut 47km und rund 2000 Höhenmetern eine der längsten, denen sich die beiden bislang gestellt haben.
Die erste Rennstunde hatte mit knackigen Uphills, steilen Downhills und ständigem Auf und Ab direkt alles zu bieten, was die Strecke ausmacht. Während Clemens direkt gut ins Rennen startete und in der Spitzengruppe mitlief, hatte Jakob ein bisschen Schwierigkeiten, ins Rennen zu finden: Leichte Magenprobleme und etwas träge Beine machten ihm zu schaffen. Nach der ersten Schleife dann aber die Wende: Während es bei Jakob immer besser lief und er schon erste Konkurrenten wieder einsammeln konnte, verlor Clemens den Kontakt nach ganz vorne und hatte mit Übelkeit zu kämpfen. Von dort an war es für beide ein eher einsames Rennen ohne große Platzierungswechsel. Clemens konnte sich wieder fangen und den Rest des Rennens die Landschaft rund um den Rennsteig genießen, Jakob ließ es zunehmend rollen und konnte auch die letzten steilen Uphills noch einmal mit Druck laufen.
Das Ziel erreichte Clemens nach 4:24:20h als Fünfter, Jakob rund eine Viertelstunde später auf Rang sieben. Zufrieden sind damit am Ende alle beide – das Risiko der langen Strecke nur eine Woche nach dem Wildman hat sich ausgezahlt! (Text: Jakob, Bilder: Felina)
Beim diesjährigen Mehrkampf in Hartenrod ging der VfL 1860 Marburg wieder an den Start – ein kleiner Wettkampf, zu dem man aber immer wieder gerne hinfährt. Das Wetter zeigte sich diesmal ganz schön tricky, sportlich ließen sich unsere AthletInnen davon aber nicht bremsen.
In der W10 überzeugte Luisa mit einem sehr guten Ballwurf von 46m und 1,36m im Hochsprung. In der M11 zeigten Jost, Felix und Anton allesamt starke Sprünge im Hochsprung und lassen auf bald noch bessere Höhen hoffen. Besonders schön: Juna Neff (W13) sprang nach langer Verletzungspause 1,38m im Hochsprung – ein Ergebnis, das Mut für mehr macht.
In der U10 gingen mit Siegen von Mila (W8), Fabian (M8), Clara und Boglárka (W9) sowie Lino (M9) alle möglichen Titel an den VfL.
Am Ende nahm der VfL 1860 Marburg insgesamt elf Kreismeistertitel mit aus Hartenrod nach Hause. (Text: Madlen)
Nachdem Jakob und Clemens Möller zuletzt die alpinen Trails an der Zugspitze in Angriff nahmen, ging es dieses Mal in den Harz: Ein völlig anderes Terrain, in Summe auf 35km zwar auch deutlich über 1000m im Anstieg, dieses Mal aber aufgeteilt auf unzählige kurze Up- und Downhills sowie einen Mix aus größtenteils hervorragend zu laufenden Trails und Forststraßen rund um den Ort Wildemann.
Zuletzt lief das Training bei beiden richtig gut, sodass die Hoffnung groß war, gute Rennen zu machen und weit vorne reinzulaufen. Clemens hatte zu Beginn des Rennens, wie zuletzt häufiger bei Wettkämpfen, mit Übelkeit zu kämpfen, platzierte sich dennoch auf dem dritten Platz und fand zunehmend besser ins Rennen. Etwa bei Rennhälfte konnte er sich dann auf den zweiten Platz vorschieben, was vielleicht auch den nötigen mentalen Boost gab, um von dort an ein richtig starkes Rennen zu machen, auf das er selbstbewusst zurückblicken darf! Dass ganz vorne mit Marcel Höche einer der besten deutschen Trailrunner das Rennen für sich entschied, ist ein schönes Signal dafür, dass Trailrunning eben mehr ist als die Alpen!
Jakob machte es wie zuletzt so oft: Ein eher vorsichtiger Beginn in der Hoffnung, bis zum Ende richtig Tempo machen zu können. So verflog die erste Rennhälfte und Jakob arbeitete sich durch das Feld nach vorne – anfänglich auf Platz acht schob er sich bald in die Top fünf. Auf der letzten Schleife lieferte er sich dann noch ein enges Rennen mit dem bis dahin auf Platz vier liegenden Läufer: Mal lief der eine vor, mal der andere, bis Jakob sich auf einem langen flachen Stück lösen und den Vorsprung auch im letzten steilen Anstieg halten konnte. Am Ende also Platz vier und ein Rennen, mit dem Jakob von vorne bis hinten komplett zufrieden ist.
Der Harz also ein gutes Pflaster für die Möllerbrüder: Ein hervorragend organisierter Wettkampf, tolle Trails, eine Strecke, die den beiden kaum besser liegen könnte, und ein weiterer Podiumsplatz für Clemens. (Text: Jakob, Bilder: Felina)
Bergfest im INOSOFT-KiLa-Cup! Am Sonntag (30. August) stand im neuen Stadion in Stadtallendorf bereits der dritte von fünf Wettkämpfen der diesjährigen Serie auf dem Programm und damit ist die Hälfte der Saison geschafft. Gleichzeitig war es der erste Wettkampf nach den Sommerferien. Ab jetzt geht es in die entscheidende Phase: In den kommenden Wettkämpfen wird sich entscheiden, wer sich am Ende des Jahres den Gesamtsieg im KiLa-Cup sichert.
Blaue Wölfe lassen nichts anbrennen
Das Team „Blaue Wölfe“ in der U10 ließ auch in Stadtallendorf keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie sich in diesem Jahr den Pokal holen wollen, und siegten souverän in allen fünf Disziplinen: Hindernissprint-Staffel, 40-Meter-Sprint, Weitsprung in die Zone, Schlagwurf und Biathlon-Staffel.
Besonders stark präsentierten sich alle elf Kinder im Weitsprung. Hier gelang es der gesamten Mannschaft, vier konstante Versuche über die 10er-Marke zu springen. Auch bei der Biathlon-Staffel gewann das Team mit deutlichem Vorsprung. Das Niveau ist inzwischen bei allen Kindern richtig hoch.
Das zweite Team, die „Blauen Luchse“, zeigte sich ebenfalls stark bei der Biathlon-Staffel und lief schnelle Zeiten über die 40 Meter. Am Ende reichte es zum vierten von fünf Plätzen. Besonders schön: In diesem Team waren auch einige Kinder dabei, für die es der allererste Wettkampf war. Dass Kinder, die neu zu uns stoßen, gleich Lust haben, bei Wettkämpfen an den Start zu gehen, ist ein richtig gutes Zeichen.
U8 hadert mit neuen Disziplinen
In der U8 mussten die „Blauen Ferkel“ und die „Blauen Füchse“ vier Disziplinen durchlaufen. Auf dem Wettkampfplan standen der 30-Meter-Sprint, Stabsprung, Schlagwurf und zum Abschluss die Hindernissprint-Staffel.
Die „Blauen Ferkel“ überzeugten wie gewohnt beim Sprint und bei der Hindernissprint-Staffel. Auch die Füchse waren mit viel Energie und Begeisterung bei der Sache. Der Stabsprung war für die Kids teilweise noch etwas ungewohntes Terrain, da diese Disziplin erst seit Kurzem im Training steht. Auch beim Schlagwurf saß noch nicht jeder Wurf ganz sicher.
Am Ende konnten sich die „Blauen Ferkel“ über den zweiten Platz freuen, während die „Blauen Füchse“ den vierten Platz belegten. Im September und im November stehen nun noch zwei weitere Wettkämpfe des INOSOFT-KiLa-Cups an – beide in Marburg. Alle Marburger Teams wollen den Heimvorteil nutzen, um möglichst weit oben zu landen und am Ende den Gesamtsieg nach Hause zu holen. (Text und Bilder: Jan)
Am 29. August war es endlich soweit: Nach der erfolgreichen Quali im Mai ging es für unser U12-Team zum Hessenfinale nach Hünfeld. 17 Teams aus ganz Hessen traten an, jedes mit 11 Kindern am Start. Unter dem Teamnamen „Blaue Falken“ gingen für uns Carlo, Felix, Jost, Anton, Loris, Luisa, Cosima, Louisa, Malin und Leni an den Start.
Auf dem Programm standen wieder die bewährten fünf Disziplinen: 6x50m-Staffel, Schlagwurf mit Hollern, Drehwurf, Additionsweitsprung (vier Versuche, die besten drei zählen) sowie zum Abschluss der 1500m-Cross-Lauf.
Los ging es mit der Staffel. Die Wechsel klappten zunächst richtig gut, hinten raus schlich sich dann aber doch noch ein Patzer ein. Nach den Staffeln stand für die „Blauen Falken“ zunächst Rang 6 zu Buche.
Richtig stark zeigte sich das Team anschließend beim Schlagwurf mit den Howlern: Carlo wirft 40m, auch Luisa kommt auf starke 39m – hier hat sich das intensive Wurftraining der vergangenen Wochen sichtbar ausgezahlt. Auch beim Drehwurf gab es viele gelungene Versuche, am weitesten kamen hier Jost und Felix mit jeweils 27m.
Im Weitsprung lief es zunächst gar nicht rund: Gleich im ersten Versuch hatten vier Kinder einen ungültigen Sprung, entsprechend groß war der Druck, dass es in den nächsten Versuchen klappen musste. Am Ende gelang genau das. Besonders hervorzuheben ist Luisas Sprung auf 4,28m, auch Malin gelang mit exakt 4,00m ein starker Satz.
Zum Abschluss folgte der 1500m-Cross-Lauf und der lief noch einmal richtig gut für unser Team. Anton, der die Strecke schon von der Quali kannte, verbesserte seine Bestzeit dabei deutlich auf 5:50 min, dicht gefolgt von Loris in 6:02 min.
Am Ende reichte es für die „Blauen Falken“ zum 5. Platz. Das Treppchen wurde damit nur knapp verpasst, denn statt eines 4. Platzes gab es in der Wertung zwei 3. Plätze. Der Abstand zu den Teams vor uns bestand nur aus zwei Punkten. Den Hessentitel sicherte sich in diesem Jahr das Team von der Eintracht Frankfurt. (Text und Bilder: Jan)
Zum Ende der Sommersaison ging es unseren U14-Athleten in Wetzlar ausnahmsweise einmal weniger um Titel. Bevor sie zufrieden einen Haken hinter die Saison setzen können, wollen viele Athleten oft noch eine persönliche Bestleistung verbessern, die ihnen im Laufe der Saison immer wieder knapp entglitten ist.
Die hervorragenden Bedingungen bei milden Temperaturen und Sonnenschein konnte Josi Ellmer (W13) am besten nutzen. Nachdem sie sich schon die ganze Saison über stetig steigern konnte, gelang ihr in gleich drei von vier Disziplinen eine neue PB. Besonders bemerkenswert: Zwei ihrer Weitsprünge gingen auf 4,51 Meter – damit erzielte Josi nicht nur die beste Weite des Tages, sondern stellte zugleich einen neuen Vereinsrekord in der weiblichen U14 auf. Auch für die Trainer eine Erleichterung, war doch der Weitsprung bisher eine unserer (wenigen) Schwächen.
Jayden Howell, Johannes Schick mit kleiner Schwester, Josi Ellmer und Mayla Howell
Auch unseren anderen Athleten gelangen an diesem Tag viele persönliche Bestleistungen. Am Ende war es ein sehr erfolgreicher Wettkampftag mit deutlich mehr Licht als Schatten. Und noch ist die Saison nicht ganz vorbei. Schon am nächsten Wochenende geht es bei den Kreis-Mehrkampfmeisterschaften in Hartenrod weiter.
Auf allen Strecken waren wir beim 14. Lahnparklauf in Wetzlar vertreten. 5km, 10km, der Halbmarathon und 30km waren im Angebot – unsere größte Gruppe war auf der kürzesten Strecke am Start. Die Strecken leider nicht vermessen, die starken Leistungen also nicht bestenlistenfähig und auch keine offiziellen PBs – das ändert aber nichts an der Tatsache, dass da heute ein paar richtig gute Leistungen dabei waren!
Über 5km von Beginn an ein klares Bild: Ganz vorne viele blaue Trikots. Etwas mehr als bis zur Rennhälfte unterstützte Clemens Möller ganz vorne Jan-Christoph Scholz und Rihards Straumitis, die in Richtung sub17 laufen wollten. Jan hatte dann zum Ende hin die etwas besseren Beine und konnte das Rennen nach 16:51min für sich entscheiden. Dafür, dass es für ihn das erste Mal auf der ungewohnt langen Strecke war – eigentlich ist er auf den zwei Stadionrunden zu Hause –, eine tolle Leistung. In drei Wochen in Neu-Isenburg wird er daran anknüpfen wollen! Rihards verlor zwar noch einige Sekunden, dennoch sind auch seine 17:16min eine Leistung, mit der er mehr als zufrieden sein kann.
Dahinter unterstützte Clemens dann noch den Rest in Blau: Frederik von Heemskerck, für ihn der erste Wettkampf nach längerer Verletzungspause, Martin Schwartz, der mit einer 18er-Zeit geliebäugelt hatte, und Jonne Sannes, der noch in der U14 am Start ist, aber schon bei den Großen ganz vorne mit dabei ist. Gelohnt hat sich der Support allemal: Martin wird nach 18:24min Dritter, Jonne ganz knapp dahinter nach 18:25min Vierter. Clemens und Frederik lassen den anderen am Ende den Vortritt und werden Fünfter und Sechster. Ebenfalls am Start waren die Geschwister Finja Merte und Mattis. Unterstützt von ihrem Vater erreichten die beiden das Ziel nach 23:28min (Finja, U14) und 23:42min (Mattis, U12).
Auf den längeren Strecken dann weniger Blau, dafür aber nicht weniger starke Leistungen: Phil Battenfeld wird über 10km nach 32:42min in der Vorbereitung auf den Halbmarathon in Kopenhagen Zweiter, Teresa Dinges erreicht nach 41:11min den gleichen Platz in der Frauen-Konkurrenz. Thomas Möller bleibt nach 57:57min deutlich unter einer Stunde und ist damit rundum zufrieden. Auf der gut doppelt so langen Strecke dann zwei blaue Trikots: Ruta Ozolina und Martin Blöcher. Martins großes Ziel: unter 80min bleiben. Am Ende klappt das nach 1:20:35h nicht ganz – angesichts der Tatsache, dass er das gesamte Rennen auf sich allein gestellt war, ist aber auch das ein Ergebnis, mit dem er nicht unzufrieden sein darf. Ruta wird bei den Frauen Zweite und darf sich über 1:36:37h freuen.
Auf der längsten Strecke ist Jonah Reiners am Start. Die 30km nutzt er als Härtetest für den in vier Wochen anstehenden Marathon in Berlin. Sind die ersten zwei Runden noch kontrolliert locker, lässt er es im letzten Drittel rollen, macht einige Plätze gut und wird nach 1:57:13h Dritter – ein Ergebnis, das viel Selbstvertrauen für das Rennen in Berlin gibt!
Zum Auftakt der Straßenlaufsaison also etliche starke Ergebnisse, die Lust auf mehr machen. Weiter geht es im September bei verschiedenen Rennen, bevor am 3.10. mit den Hessischen Meisterschaften noch einmal für alle ein Highlight ansteht, bei dem wir vor allem im Kampf um die Team-Medaillen ein Wörtchen mitreden wollen! (Text und Bilder: Jakob)
Unser Saisonhöhepunkt in doppelter Hinsicht: Für die AthletInnen der StG Marburg-Kirchhain in der U14 stand schon das ganze Jahr im Zeichen der Vorbereitung auf das Hessenfinale – am Start waren am Ende bei den Jungs und Mädchen je zwei Mannschaften, bunt gemischt aus beiden Vereinen. Auf der anderen Seite waren wir ebenfalls in der StG Ausrichter und hatten im Vorfeld alles getan, um der Leichtathletik die Bühne zu bieten, die sie verdient!
Der Tag begann nach morgendlichem Regen mit dem Einmarsch der Teams. Und schon hier zeigte sich, dass die Stimmung im Stadion richtig gut war: Jedes einzelne aus ganz Hessen angereiste Team wurde von den Eltern und BetreuerInnen gebührend gefeiert. Durch das Event hat uns Linn Kleine als Moderatorin begleitet. Durch ihre authentische Art und ihre eigenen Erfahrungen in der Leichtathletik war sie ein riesengroßer Gewinn – und am Ende auch das ein wichtiger Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung.
Über die Hürden begann dann der eigentliche Wettkampf direkt mit einem Paukenschlag aus heimischer Sicht: Sowohl bei den Jungs als auch bei den Mädchen waren alle drei StarterInnen unserer ersten Teams unter den ersten sieben – besser hätte der Tag nicht starten können! Der Modus der DJMM: In sechs Einzeldisziplinen und der Staffel sammeln für jedes Team die besten zwei StarterInnen Punkte und am Ende gewinnt, wer die meisten Punkte hat. Danach ging es mit den technischen Disziplinen weiter: Hochsprung, Weitsprung und Ballwurf. Zwischendrin gab es wetterbedingt zwei kleine Unterbrechungen – der guten Stimmung tat das aber keinen Abbruch, sodass unsere AthletInnen den Schwung der ersten Disziplin mitnehmen konnten.
Während im Hochsprung und Ballwurf von vornherein viele Punkte einkalkuliert waren und es genauso kam, war klar, dass der Weitsprung der Knackpunkt im Wettkampf werden würde. Dass wir hier hinter den starken Teams aus Südhessen das Nachsehen haben würden, war klar. Das Ziel also: Den Rückstand in Maßen halten und die Führung in der Gesamtwertung verteidigen. Und auch das klappte: Persönliche Bestleistungen, damit ein überschaubarer Punktverlust und vor allem weiterhin die Führung in der Gesamtwertung. Spätestens hier war klar, dass das Double möglich sein könnte, zumal mit der Staffel und den 800m noch zwei Disziplinen folgten, die zweifelsohne zu unseren Stärken gehören.
In spannenden Rennen konnten sich dann auch unsere Staffeln ganz vorne platzieren und damit den MittelstrecklerInnen ein beruhigendes Punktepolster mit auf die Strecke geben. Aber: Das war keinesfalls Anlass, es ruhig angehen zu lassen, sondern eher noch mehr Motivation, alles zu geben und auch den letzten Punkt herauszukitzeln. Am Ende flossen auch hier drei PBs in die Wertung ein und zeigten, dass wir auch in diesem Bereich in Hessen vorne mitspielen.
Auch wenn die Siege das erklärte Ziel im Vorfeld waren, ist das Ergebnis für uns keine Selbstverständlichkeit: Gerade bei einer solchen Vielzahl an AthletInnen muss man immer mit einem Ausfall rechnen, in der Staffel kann immer etwas schiefgehen und auch in den technischen Disziplinen ist es alles andere als garantiert, dass alles wie geplant läuft!
Am Ende also ein Mix aus Freude und Erleichterung bei unseren Teams, die mit 7016 Punkten bei den Jungs und 7205 Punkten bei den Mädchen souveräne Siege feiern konnten. Aber auch in den jeweils zweiten Teams gab es persönliche Bestleistungen, tolle Ergebnisse und vor allem ganz viele Erfahrungen. Zu bedenken ist, dass hier jeweils noch viele Kinder aus dem älteren U12-Jahrgang am Start waren, also noch zwei Jahre bei der DJMM startberechtigt sind. Ob es noch einmal zu einem Sieg reichen wird, wird 2027 zeigen – für den Moment freuen wir uns über den Erfolg und nehmen den Schwung mit in die nächsten Wochen! (Text: Jakob)