KiLa Stadtallendorf – wieder eine runde Sache

Zum Abschluss des Leichtathletik-Winters in der Herrenwaldhalle in Stadtallendorf gibt es schon seit einigen Jahren einen Kinderleichtathletik-Wettkampf. Nach den Jugendlichen und Aktiven am Samstag und den Schülern am Sonntagvormittag füllte sich die Halle gegen Mittag also mit vielen Kindern und ihren Eltern.

Ähnlich wie schon am Vormittag setzte sich unser Starterfeld aus Routiniers und Neulingen zusammen. Da immer aus zwei Jahrgänge ein Team gebildet wird, ist ein Vergleich zum Vorjahr schwer. Umso größer die Anspannung und Vorfreude bei allen Beteiligten: Die “Erststarter” wissen noch gar nicht, was auf sie zukommt, Rotiniers schielen schon auf die Cupwertung, für die es auf jeden einzelnen Wettkampf ankommt und die Trainer sind froh, wenn dann endlich alles läuft, hoffen aber natürlich auch, dass das Training neben viel Spaß auch eine Leistungsentwicklung gebracht hat.

Die Disziplinen in Stadtallendorf sind immer die gleichen: Hindernis-Sprint-Pendelstaffel, Biathlon, Medizinballstoßen (U10) bzw. Heulerwurf (U8) und Weitsprungstaffel (U10) bzw. Wechselsprünge (U8). Spätestens beim abschließenden Biathlon geht es dann richtig zur Sache: Lautstarke Anfeuerungen durch Eltern und Teamkameraden treiben die Athleten zu Höchstleistungen an und es zeigt sich wieder einmal, dass Leichtathletik viel mehr ist als nur Zeiten, Weiten und Höhen.

Vor allem die  U8 erwischte beim Einstieg ins neue KiLa-Jahr einen Sahnetag: Siege in allen vier Einzeldisziplinen bedeuteten auch den überlegenen Sieg in der Gesamtwertung. Auch weit vorne landete die U10: In einem knappen Wettkampf mit erfreulich vielen Mannschaften wurde es am Ende ein dritter Platz.

Der Jahreseinstieg war somit eine rundum gelungene Sache: Viele glückliche Kinder, beide Mannschaften auf dem Podest, erschöpfte, aber vor allem zufriedene Trainer und Eltern, die sicherlich keine Schwierigkeiten haben dürften, ihre Kinder in nächster Zeit zum Sport zu motivieren.

Ergebnisse gibt es beim HLV-Kreis, Bilder gibt es bei Flickr

Kreishallenbestenkämpfe – viele Neulinge und einige Titel

23 Starter, davon die gute Hälfte das erste Mal bei der “klassischen” Leichtathletik am Start, über 70 Starts und zwölf Titel – die nackten Zahlen eines Samstag-Vormittags in der Herrenwaldhalle in Stadtallendorf. Dahinter steckt aber viel mehr als nur das!

Nervosität vor dem ersten Start, die ungewohnte “schiefe” Kurve, bis zu 30 Kinder in einem Weitsprungwettkampf und nicht zuletzt die eigenen Ansprüche – all dem stellten sich unsere U12er und U14er an diesem Wochenende bei den Kreishallenbestenkämpfen. Gerade für die Kinder, die frisch aus der KiLa nachgerückt sind, ist es ein besonderes Erlebnis: Plötzlich nur noch für sich alleine und nicht fürs Team anzutreten und am Ende schwarz auf Weiß zu sehen, wo man im Vergleich zu den anderen steht, ist einfach was anderes, als im Team am Ende eine Platzierung zu bekommen. Hervorragend gelang der Umstieg Lara, die gleich zweimal ganz oben auf dem Podest Platz nehmen durfte: Über 800m und im Hochsprung war sie nicht zu schlagen. Dazu ein zweiter Platz über 50m und ein starker Lauf mit der Staffel – so kann man in die Schülerklasse einsteigen! Ebenfalls gerade erst der KiLa entwachsen ist Lauf-Spezialist Frederik. Mit einer beeindruckenenden Vorstellung von der Spitze weg sicherte er sich in 2:42min den Titel über 800m.

Aber auch in den älteren Altersklassen gab es viele Neulinge: Aus insgesamt sechs Startern im letzten Jahr wurden jetzt alleine in der älteren Altersklasse U14 zwölf Starter. Hier ist dann schon der Unterschied zu denen zu spüren, die länger dabei sind, sodass mit Amelie und Konrad (jeweils über die Hürden) zwei unserer drei Kreismeister in dieser Altersklasse gefühlt schon ewig dabei sind. Als Dritter gelang es Adalia, einen Titel zu erlaufen: Über 800m reichte es am Ende knapp zum Sieg.

Nächstes Jahr dann auch in der U14 am Start ist Joris – unser diesjährig erfolgreichster Titel-Sammler. Egal, wo er antrat, am Ende lag er vorne: Über 50m, im Weitsprung und über 800m führte kein Weg an ihm vorbei.

Stimmungsvoller Abschluss waren dann die Staffeln: Als einziger Verein des Landkreises konnten wir in allen vier Klassen eine Staffel stellen. Besonders die Jungs überzeugten dabei mit dem Sieg in der U14 und einem zweiten Platz in der U12. Bei den Mädchen ging es etwas chaotisch zu, da die Reihenfolge vom Wettkampfbüro falsch erfasst worden war und plötzlich jemand anders als erwartet am Wechsel stand. Nichtsdestotrotz kam direkt nach den Rennen die Forderung nach erneuten Staffelstarts im Sommer auf.

Der Vormittag in Stadtallendorf war für die Schülerleichtathletik bei uns im VfL hoffentlich ein großer Schritt in Richtung Zukunft: So viele Schüler hatten wir noch nie auf einen Schlag am Start. Ganz unabhängig davon, welche Zeiten und Platzierungen dabei erreicht wurden, hatten alle Kinder ihren Spass und wir hoffen, dass wir da in den nächsten Monaten und Jahren weiter anknüpfen können und Marburg wieder zu einer festen Leichtathletik-Größe im Landkreis machen können! (Jakob)

Ergebnisse gibt es beim DLV, Bilder bei Flickr.

Regionshallenmeisterschaften – zwölf VfLer am Start

Drei Athleten aus der U16, sieben in der U18 und zwei Aktive – das waren unsere Starter beim Abschluss der Hallensaison in Stadtallendorf. Zum Auftakt eines Wettkampfwochenendes, wie es der VfL seit Jahren nicht gesehen hat (über 50 Starter bei fünf Wettkämpfen) sollte sich zeigen, dass das Wintertraining auf fruchtbaren Boden gefallen ist.

Jonas auf der Zielgerade der 200m
Jonas auf der Zielgerade der 200m

Bei den Aktiven waren Moritz und Jonas am Start. Während Moritz seine Bestleistungen über 60m und 200m angreifen wollte, war es für Jonas der erste Wettkampfstart überhaupt, sodass es für ihn in erster Linie darum ging, Erfahrungen zu sammeln. Über die 60m verstrauchelte Moritz leider den Start, sodass er mit seiner Endzeit von 8,21sec nicht wirklich zufrieden war. Anders über die gut dreimal solange Strecke: Mit 26,02sec verbesserte er seine Bestleistung um rund zwei Zehntel und kann jetzt in die wohlverdiente Pause nach der Hallensaison gehen. Jonas lief die 60m in 8,72sec und die 200m in 30,13sec. Voller neuer Motivation blickt er jetzt schon in Richtung Freiluftsaison.

In der U18 sorgten vor allem unsere beiden Jungs für starke Leistungen. Über 60m lief Alex bärenstarke 8,11sec und greift im Sommer dann die 13sec-Marke auf den 100m an. Über 200m fehlt ihm noch etwas die Ausdauer – fürs Debüt kann sich die Zeit von 26,93sec trotzdem sehen lassen. Im Hochsprung lieferte er sich ein Kopf-an-Kopf-Duell mit Marc, dass die beiden am Ende höhen- und fehlversuchsgleich mit 1,60m beendeten und somit beide Regionsmeister wurden. Über die Hürden wurde Marc Dritter und konnte mit 10,04sec seine Bestzeit um fast sieben Zehntel verbessern. Im Weitsprung überzeugte er ebenfalls und hat seinen Trainer mit der Leistung von 5,84m jetzt endgültig überholt.

Liv wechselt auf Anouk
Liv wechselt auf Anouk

In der weiblichen U18 waren gleich fünf VfLerinnen am Start: Im Fokus die Laufdisziplinen, sodass es bei allen im Kurzsprint und im Langsprint auf die Bahn ging. Über die 60m war Amelie die schnellste unserer Starterinnen: 9,01sec bedeuteten in der Endabrechnung den 13. Platz. Mit 9,72sec war Magda auf die Hundertstel genau so schnell wie Anfang Januar, Anouk mit 9,38sec etwas langsamer. Das erste mal über 60m am Start waren Liv (9,18sec) und Paula (9,78sec). Danach waren die vier schnellsten dann in der Staffel am Start: Zwar mit deutlichem Rückstand, aber mit viel Moral liefen die vier ein solides Rennen und wurden am Ende Zweiter. Über 200m hieß es dann nochmal alle Kräfte zu mobilisieren. Die Vorbelastung zeigte sich dann auch in den Zeiten, die durchweg etwas langsamer als bei den Kreismeisterschaften waren. Nichtsdestotrotz machen die Auftritte heute Hoffnung auf einen erfolgreichen Sommer!

In der U16 waren dann nochmal sechs VfLer am Start. Laurenz Tag war dabei geprägt von Auf und Ab: Nach einem starken Beginn mit Bestleistung (4,23m) im Weitsprung folgte ein solides 60m-Rennen (8,99sec) und der Tiefpunkt des Tages mit einem Salto Nullo im Hochsprung. Beim abschließenden Lauf über 300m war davon aber nichts mehr zu spüren, sodass er die ungewohnte Strecke in starken 48,01sec absolvierte. Im jüngeren Jahrgang waren drei VfLer über 60m und 800m am Start. Borisz startete hervorragend in den Tag: Mit 9,00sec über 60m qualifizierte er sich für den Endlauf. Leider machten Schmerzen in der Ferse ihm dann den restlichen Tag zunichte. Bereits Wettkampferfahrung hat Mika, der über 60m in 9,36sec 9. wurde. Im Gegensatz zu ihm absolvierte Lasse seinen ersten Wettkampf: 9,88sec zeigen zwar noch Potenzial nach oben – dafür dass Lasse erst seit kurzem bei uns trainiert, macht der Lauf aber Lust auf mehr. Über 800m erreichte dann leider nur noch Mika das Ziel, da Lasse mit einer kleinen Verletzung das Rennen nach rund 300m abrechen musste. 2:51,19sec sind für den ersten 800m-Lauf eine starke Zeit – mit etwas Training und mehr Erfahrung ist da im Sommer sicherlich noch deutlich mehr drin.

Emma beim Hochsprung
Emma beim Hochsprung

Bei den Mädchen waren in der U16 unsere Vielstarterinnen Emma und Felina am Start. Über 60m qualifizierte Emma sich mit einer neuen Bestleistung von 8,72sec für den Endlauf. Dort passsierte ihr das, worauf jeder Sprinter lieber verzichtet: Mit einem Fehlstart schied sie aus. Felina startete mit 9,32sec in den Wettkampftag. Schon beim Aufwärmen für die Hürden musste Felina dann leider feststellen, dass ihr Körper heute nicht so wollte wie sie und beendete den Wettkampftag, um keine größere Verletzung zu riskieren. Über die Hürden schrammte Emma denkbar knapp an einer neuen Bestzeit vorbei – angesichts des fehlenden Hürden-Trainings in letzter Zeit sollte da nach Ostern aber was drin sein. Sowohl im Hoch- als auch im Weitsprung war Emma dann aber richtig gut dabei: Das Hochsprung-Training macht sich bezahlt, sodass heute erst bei 1,50m die Latte dreimal fiel, was am Ende den dritten Platz bedeutete. Im Weitsprung ging es dann mit 4,78m zu einer neuen Bestleistung und dem Regionsmeistertitel. Bedenkt man, dass auch diese Disziplin für uns im Winter nicht gut zu trainieren ist, muss die Leistung umso höher eingeschätzt werden.

Alles in allem also viele neue Bestleistungen, reichlich neue Motivation für die kommenden Wochen und Vorfreude auf die Freiluft-Saison, die Ende April Fahrt aufnimmt. (Jakob)

Ergebnisse gibt es beim DLV, Bilder bei Flickr.

Winterlaufserie Pohlheim – ein Sieg zum Abschluss

Ein letztes Mal für diesen Winter ging es heute zur Winterlaufserie in Pohlheim. Wegen diverser parallel stattfindender Wettkämpfe nur mit einer ganz kleinen Gruppe: Jakob, dessen einzige Motivation war, den Sieg in der Serie zu holen und Jan, der nochmal schauen wollte, ob die eine oder andere Sekunde Steigerung möglich ist.

Um es kurz zu machen: Beiden gelang ihr Vorhaben perfekt. Bei frühlingshaften Bedingungen und starkem Wind lief Jakob von km1 an alleine vor seinem ärgsten Konkurrenten Jannek aus Dillenburg und erreichte das Ziel wie schon vor vier Wochen als Erster: “Mein Ziel war hier heute der Sieg und der Sieg in der Serie. Von daher bin ich völlig zufrieden. Die Zeit ist zwar meine langsamste auf dieser Strecke, aber angesichts müder Beine, des Windes, fehlender Konkurrenz und meiner nicht ganz so großen Motivationn ist das völlig in Ordnung.”

Anders sah es bei Jan aus: Er steigerte sich gegenüber dem letzten Lauf um fast eine Minute und lief damit Streckenbestzeit. Die Zeit von 24:42min bedeutete zudem den 13. Platz im Gesamteinlauf. Da darf man gespannt sein, was nächsten Winter möglich ist!

Auch wenn wir heute mit nur zwei Leute am Start waren, kommen wir immer wieder gerne nach Pohlheim und werden die Läufe sicherlich auch im kommenden Winter wieder nutzen, um die Form zu testen, Bestzeiten aufzustellen und das eine oder andere Duell auszutragen! (Jakob)

Ergebnisse gibt es hier.

Hessische Hallenmeisterschaften – Julia mit DM-Norm über 800m

Drei Starter, zwei Strecken und ein ganz großes Ziel: Bei den Hessischen Hallenmeisterschaften in Frankfurt waren Julia, Arne und Lena am Start. Erstgenannte über 800m, die beiden letzten über 3000m. Die Interessenslage war von vornherein klar: Während es für Arne und Lena “nur” darum ging, einfach ein gutes Rennen zu machen, wollte Julia nach einem missglückten Versuch letzte Woche jetzt endlich die Norm für die DM in Leipzig abhaken.

Vor dem Rennen war die Marschrichtung dann auch völlig eindeutig: Ungeachtet dessen, was die Konkurrenz macht, einfach vorneweg das eigene Rennen machen, sich strikt an Zwischenzeiten orientieren und sich bloß nicht in irgendwelche taktischen Spielereien verwickeln lassen. Vom ersten Meter an setzte Julia das dann auch perfekt um: Nach 100m lag sie in Führung und absolvierte die erste Runde genau wie geplant in 32sec. An dieser Situation änderte sich die nächsten Runden nichts: Julia genau im Plan vorweg, der Rest hinterher. Dass Julia Merbach am Ende angreifen würde, war absehbar und so geschah es auch: Rund 150m vor dem Ziel zog sie an und setzte sich an die Spitze. “Unsere” Julia konnte da zwar nicht mehr viel entgegensetzen – das war aber heute auch nicht das Ziel. Das war einzig und allein die Zeit unter 2:13,00min. Anders als vor einer Woche war auch beim Zieleinlauf direkt klar, dass es gereicht haben müsste: Der Blick in die Ergebnisse bestätigte das dann auch. 2:11,15min sind zudem eine Zeit, bei der nicht viel zur Bestzeit aus dem letzten Sommer fehlt. Am Ende also deutlich unterbotene DM-Norm, ein sehenswertes Rennen und der Hessische Vize-Titel.

Hessische Meisterschaftenn Halle 2020 Frankfurt Julia 800m

Danach kamen dann noch die Rennen über die längste Hallenstrecke: die 3000m. Zuerst das Männerrennen mit Arne und anschließend das Damenrennen mit Lena. Arne hatte zuletzt bei verschiedenen Straßen- und Crossläufen gezeigt, dass er schon wieder richtig gut drauf ist, und wollte nach längerer Bahnabstinenz mal wieder schauen, was noch möglich ist. Von Anfang an lief er in einer Gruppe mit, sodass er bis auf die letzten Meter kaum selbst Tempo machen musste. Zu den richtigen Momenten entschied er sich, Plätze gutzumachen und lief ein gleichmäßiges Rennen. Sein selbst ausgelobtes Ziel von 9:15min unterbot er am Ende mit einer Zeit knapp über 9:03min deutlich und war im Ziel zufrieden mit seiner Leistung.

Ganz anders lief es leider bei Lena. Auch wenn sie vom ersten Meter an keinen Zweifel an ihrem Sieg aufkommen ließ, war sie am Ende mit ihrer Zeit von 10:32,50min gar nicht zufrieden. Ein viel zu schneller Beginn kostete am Ende die Körner, die für eine bessere Zeit nötig gewesen wären. Auch wenn das ärgerlich ist, geht der Blick nach dem einzigen Hallenrennen der Saison jetzt wieder in Richtung Cross- und Straßenlauf, also zu Lenas eigentlichen Stärken.

Als Fazit bleibt also, dass Julia jetzt endgültig mit Leipzig planen darf, Arne wieder richtig gut in Form ist und Lena und die 3000m in der Halle einfach keine Freunde werden. (Jakob)

Ergebnisse gibt es beim DLV, Bilder – wie immer – bei Flickr.

Winterlaufserie Pohlheim – Aufwärtstrend klar zu erkennen

Winterlaufserie Pohlheim: Das bedeutete für uns in den letzten Jahren immer Formtest über 5km. Für die meisten VfLer galt das auch dieses Mal – neue Wege wählte Clemens, der sich auf die dreimal so lange Strecke wagte und die 15km in Angriff nahm.

Start 15km WLS Pohlheim  Clemens VfL 1860 Marburg

Traditionell hervorragend besetzt nutzen viele Läufer die Gelegenheit, nach dem Jahreswechsel und recht weit vor den Frühjahrshöhepunkten zu schauen, wo die Form ist und welche Stellschrauben noch gedreht werden sollten. Clemens hat die letzten Monate fast nur Dauerläufe im Grundlagentempo gemacht und wusste gar nicht so recht, wo er steht. Anfangs lief er mutig (und ein bisschen zu optmistisch) in der Spitzengruppe mit. Er hatte auf der hügeligen Strecke mit einigen Auf und Abs, sowohl körperlich als auch mental, zu kämpfen, konnte die letzten Kilometer aber nochmal deutlich zulegen und erreichte das Ziel nach rund 53min. Im Ziel meinte er dazu: “Meine Zielzeit für den Halbmarathon sollte ich jetzt wohl etwas nach unten korrrigieren. Dass ich jetzt schon so schnell laufen kann, hätte ich nicht gedacht.”

5km WLS Pohlheim Frederik VfL 1860 Marburg
5km WLS Pohlheim Jan VfL 1860 Marburg

Bereits lange im Ziel waren zu diesem Zeitpunkt unsere 5km-Läufer. Jakob, Jan sowie Maximilian und Frederik sind Dauerstarter in Pohlheim und wollten auch heute wieder auf der bekannten Strecke angreifen. Allen vieren gelang das richtig gut: Max lief zusammen mit einem Freund und erreichte das Ziel nach genau 27min. Etwas schneller war Jan, der sich von Jahr zu Jahr steigert und heute mit 25:33min so schnell war wie noch nie. Ebenfalls mit neuer Streckenbestzeit unterwegs war Frederik, der mit 19:59min die 20min-Schallmauer durchbrechen konnte. Ganz vorne lieferte Jakob sich ein Kopf-an-Kopf-Duell mit Tom Stöber aus Wetzlar: Gegen den Jugendlichen setzte er immer wieder kurze Antritte, wurde ihn aber nicht wirklich los, sodass alles auf einen Zielsprint hinauslief. Dort hatte Jakob dann 2sec Vorsprung und steigerte seine Zeit vom November um mehr als eine halbe Minute und war damit sogar schneller als letztes Jahr.

WLS Pohlheim Start 5km Januar 2020

Mal wieder bleibt als Fazit nur: Die Winterlaufserie in Pohlheim ist einfach der Dauerbrenner unter den Laufveranstaltungen in der Region. Eine starke Orga, eine schöne Strecke und starke Starterfelder sind das, was uns immer wieder hier hin zieht! (Jakob)

Ergebnisse gibt es beim Veranstalter

Hallensportfest Frankfurt – Julia verpasst die Norm denkbar knapp

Am vergangenen Sonntag ging es für Julia das erste Mal dieses Jahr nach Frankfurt in die Halle. Eindeutiges Ziel war es, die Norm über 800m für die deutschen Meisterschaften im Februar in Leipzig zu laufen. Nachdem Clemens als Pacemaker kurzfristig ausgefallen war, hieß es: gemeinsam mit Julia Merbach aus Kirchhain alleine für das Tempo sorgen. Geplant waren Rundenzeiten von 32/33sek, um sicher unter der angepeilten Norm von 2:13 zu bleiben. Gut geplante und dank Clemens und Jakob relativ gut durchgehaltene Trainingseinheiten ließen hoffen, dass dieses Ziel zu erreichen war. Gemeldet waren Julia und Julia Merbach mit mit relativ großem Abstand den schnellsten Zeiten, doch durch einen sehr chaotischen Start von der Evolvente fand sich Julia direkt nach dem Start ganz hinten im Feld wieder. So musste sie die Gegengerade der kleinen Runde für einen Zwischenspurt nutzen, um ganz nach vorne zu gelangen. Dementsprechend war die erste Runde viel zu langsam, und Julia musste eine Tempoverschärfung hinlegen. Dicht gefolgt von Julia Merbach lief sie so die nächsten 2 Runden wieder im anvisierten Tempo, musste aber feststellen, dass die Beine doch immer schwerer und blauer wurden, und konnte so nicht mehr mithalten, als Julia Merbach kurz vor der letzten Runde anzog. So wurde die letzte Runde ein Kampf gegen die blauen Beine und gegen die Uhr, den Julia leider mit 0,36sek an die Uhr verlor.

Zwar ist dies Ergebnis in Anbetracht des gesteckten Ziels relativ enttäuschend, die Zeit lässt aber hoffen, dass diese Drittel Sekunde nächstes Wochenende in der gleichen Halle bei besserem Rennverlauf zu unterbieten ist. Dort werden am 18. Und 19. Januar die Hessischen Meisterschaften ausgetragen. Hier werden wieder beide Julias auf 800m antreten. Gemeldet ist außerdem Lena über 3000m. (Jakob)

Bilder gibt es bei Flickr, Ergebnisse beim Veranstalter.

Suppenschüssel-Cross – am Ende Pizza statt Suppe

Als erster Wettkampf im neuen Jahr stand für Lena ein Crosslauf in Offenbach auf dem Programm: “Am Samstagvormittag ging es für mich gemeinsam mit Elisa und Kathi nach Offenbach zum Suppenschüssel-Cross. Nachdem die Crossläufe im November alle wegen Krankheit wegfielen, freute ich mich mich besonders auf den Lauf. Die abwechslungsreiche und gleichzeitig anspruchsvolle Strecke führte über acht Kilometer und umfasste sechs Runden durch den Leonard-Eißnert-Park. Viele Kurven, anspruchsvolles Geläuf, einige Strohballen und besonders die sogenannte “Suppenschüssel”, eine 50m breite Mulde, zeichnten den Parcours aus.

Vom Beginn an lief ich gemeinsam mit Tinka Uphoff. Dabei wechselte die Führung immer mal wieder. Nach knapp der Streckenhälfte konnte ich mich dann aber überraschend lösen, den Vorsprung vergrößern, und am Ende als Erste nach 33:57min ins Ziel laufen (auch dank der Weltklasse-Anfeuerung von Elisa und Kathi). Passend zum Lauf erhielt ich als Preis dann anschließend als eine Suppenschüssel. Doch statt einer Suppe gab es dann doch lieber eine ordentliche Pizza im Anschluss :D. Insgesamt ein toller Tag in bester Gesellschaft und sicherlich ein hartes und gutes Training.” (Lena)

Ergebnisse gibt es beim Veranstalter.

Kreishallenmeisterschaften – VfL mit elf Athleten am Start

In der U16-/U18-Gruppe finden sich immer mehr Athleten, die Lust auf Wettkämpfe haben – so wundert es nicht, dass wir bei den Kreismeisterschaften in den Weihnachtsferien trotz vieler Athleten im Skiurlaub mit fünf Jugendlichen und sechs Erwachsenen am Start waren.

Den Auftakt machten die Flachsprints über 60m: Clemens, David und Moritz wollten bei den Männern vor allem schnelle Zeiten erreichen – der Endlauf war von vornherein kein Thema. Am besten gelang das Moritz: 8,11sec sind eine deutliche Steigerung der Bestzeit. Kanpp dahinter haderte David mit seiner immer noch nicht wieder komplett verheilten Verletzung. Clemens benötigte 8,22sec und war damit positiv überrascht. Für ihn sollte es aber über 400m noch deutlich besser werden: in einem hervorragend eingeteilten Rennen erlief er sich in 57,71sec den Kreismeistertitel und eine deutliche neue Bestzeit. Über die halb so lange Strecke war Moritz am Start und konnte mit 26,27sec in den Bereich seiner Bestzeit laufen. Im Weitsprung wagte David den nächsten Versuch, war aber auch hier mit 5,15m nicht wirklich zufrieden. Marko hingegen zeigte mit 5,43m, dass im Februar bei den Seniorenmeisterschaften wieder mit ihm zu rechnen ist.
Alex wagte wieder einmal den Ausflug auf die wenig geliebte Mittelstrecke. Die Zeit von 2:30,79min über 800m kann sich aber sehen lassen. Als Abschluss waren Moritz, Jakob, Marko und Moritz dann noch in der Staffel am Start. Gegen die deutlich jüngere und sprinterfahrenere Konkurrenz aus Langgöns waren die vier zwar chancenlos, eine Verbesserung der letztjährigen Zeit um vier Sekunden stellt aber alle vier zufrieden.

Bei den Jugendlichen lag der Fokus vor allem auf den Läufen: Auch hier ging es mit den 60m los. Mit 8,34sec zeigte Marc, dass er nicht weit weg von unseren Aktiven ist. Über die Hürden reichten 10,77sec zum Kreismeistertitel. Im Weitsprung fehlten im zwar mit 5,30m einige Zentimeter zu seiner Bestleistung – angesichts der fehlenden Trainingsmöglichkeiten ist das aber völlig in Ordnung. Über 200m wagte er wie auch Anouk und Magda den ersten Start. Allen dreien fehlt noch ein bisschen das Gefühl für die lange Sprintstrecke, sodass hier sicherlich eine deutliche Steigerung zu erwarten ist. Anouk und Magda, beide noch nicht mit viel Wettkampferfahrung, waren vorher schon über 60m am Start und zeigten, dass das Wintertraining erste Fortschritte ausmacht. Zum Abschluss war Anouk dann noch über 800m am Start. Die Ermüdung war ihr bereits deutlich anzumerken, sodass die Endzeit von knapp über 3min in etwa das ist, was man erwarten konnte.

In der U16 waren Laurenz und Felina am Start. Nach einem verkorksten Lauf über die Hürden sprang Felina im Weitsprung mit 4,28m Bestleistung und auch die 60m-Zeit von 9,34sec zeigt, dass sie konsequent Fortschritte macht. Ebenfalls im Weitsprung am Start war Laurenz: Auch wenn es am Ende nicht für den Endkampf reichte, war er mit seiner Leistung von 4,05m zufrieden – ebenso mit seiner Sprintzeit von 9,04sec.

Im Februar stehen dann mit den Regionsmeisterschaften und den Seniorenmeisterschaften erste kleine Höhepunkte an, bei denen sicherlich noch etwas mehr erwartet werden darf! (Jakob)

Bilder gibt es wie immer bei Flickr, Ergebnisse beim HLV.

Europäische Seniorenmeisterschaften – ein besonderes Erlebnis

Es ist zwar schon einige Monate her, dass Hans-Werner bei den Europäischen Seniorenmeisterschaften in Venedig am Start war – um ein paar Sätze dazu zu verlieren, ist es aber nie zu spät: ” An einer Eröffnung von europäischen Meisterschaften teilzunehmen ist ein besonderes Erlebnis, auch wenn ich nicht mit einmarschieren konnte, da mein Wettkampf direkt im Anschluss stattfand. Die tiefstehende Sonne war für alle, die, wie ich, von rechts anlaufen, ein großes Problem. Man lief praktisch ins Nichts hinein an.
Unter diesen Umständen war ich mit meiner Leistung von 1,31 m und Platz 7 sehr zufrieden.” (Hans-Werner)