Bahneröffnung Marburg – Saisoneinstieg nach Maß

Neue Saison, neue Wettkämpfe – so auch für uns zum Einstieg in die Freiluftsaison. Da terminlich dieses Jahr kein Maisportfest möglich ist und die RM Langstrecke, die wir gerne ausgerichtet hätten, in Hünfeld stattfindet, gab es das erste Mal eine Bahneröffnung in Marburg. Für die Kleinsten wie so oft den Stadioncross, für die Älteren Hürden, und je nach Altersklasse verschiedene Sprint- und Laufstrecken.

Im Stadioncross galt es für die U8 eine Runde, für die U10 zwei Runden auf dem mittlerweile bekannten Kurs – unter anderem über die Hochsprunganlage zu absolvieren. Am besten gelang das bei den Mädchen in der U8 Jule und in der U10 Naene Luisa. Bei den Jungs konnten sich Lino bei den Kleinsten und Felix in der U10 in die Siegerlisten eintragen. Besonders freut uns aber, dass die Resonanz mit über 40 Kindern aus den eigenen Reihen trotz der zu Ende gehenden Ferien richtig gut war!

Ab der U12 ging es dann auf die Rundbahn und für die 10- und 11-jährigen das gleich doppelt über 800m: Ariane (W10), Samuel (M10), Florian (M11), Antonia (W12), Frederik (M12) und Lukas (M14) konnten dabei Siege nach Marburg holen. Ein paar ganz Mutige aus der U12 entschieden sich zusätzlich noch zu einem Start über die Hürden. In der U12 eigentlich noch gar nicht vorgesehen, aber durch einen Start in der nächsthöheren Altersklasse dennoch möglich. Wertvolle erste Wettkampferfahrungen über die Hürden konnten die Kinder hier sammeln und sie bewiesen alle, dass sich konsequentes Training bezahlt macht! In den höheren Altersklassen konnten die Kinder dann sehen, wo es mal hingehen kann: Aaron dominierte seinen Lauf über 60mH in der M13 in 11,09sec (ebenso wie später die 800m in ganz starken 2:33,33min), Thomas gewann über 80mH (M14) in 15,69sec, Konrad war das erste Mal über die 110m mit zehn Hindernissen am Start und bewies mit dem Sieg in 17,31sec, dass auch hier mit ihm zu rechnen ist. Bei den Erwachsenen konnten Marc (17,99sec) und Sophia (16,31sec) auf den obersten Podestplatz laufen.

Zurück zu den Läufe ohne Hürden: Ab der U18 gab es mit 150m, 300m und 3000m eher selten gelaufene Strecken. Eine gute Möglichkeit, ohne große Erwartungen zum Saisoneinstieg die Form zu testen, bevor es ab Mai dann auf den klassischen Sprint-Strecken wieder um schnelle Zeiten geht. Auch wenn Konrad sich ein wenig über die verpasste 40sec-Marke ärgerte, kann er mit zwei Siegen (150m 18,64sec, 300m 40,03sec) zufrieden sein. Im Aktiven-Bereich freuen wir uns, mittlerweile eine richtig große Gruppe am Start zu haben: Eine zweistellige Anzahl an AthletInnen im VfL-Blau waren am Start. Highlight sicherlich die 4x400m mixed-Staffel in der Besetzung Michael-Johanna-Sophia-Silas. Die Zeit von 4:02,04min lässt eigentlich für die beiden großen Ziele dieses Jahr (HM Staffel und SDM Aktive) nur ein Ziel zu: Die 3 vorne soll stehen! Ende Mai gibt es dazu in Egelsbach die erste Chance und im Training werden wir bis dahin alles tun, damit das gelingt!

Für Laurenz waren die 3000m eine willkommene Gelegenheit, vor den kommende Woche anstehenden Meisterschaften über die gleiche Strecke nochmal zu testen. Auch wenn das Ergebnis von 10:12,40min nicht das erhoffte Ergebnis war, kann Laurenz optimistisch nach Hünfeld schauen. Ohne ein anstrengendes Trainingslager mit der U14 bis einen Tag vor dem Wettkampf, mit gezielter Erholung und etwas mehr Konkurrenz will er in Osthessen an seine starke Leistung aus der Halle anknüpfen!

Für uns bleibt eine gelungene Veranstaltung und ganz viele Leistungen, die Lust auf die nächsten Wettkämpfe machen! (Text: Jakob, Bilder: Ulrich)

Komplette Ergebnisse gibt es hier, Bilder bei Flickr

2. Wetzlarer Drachentrail – Möllerbrüder starten in die Trailsaison

Trailrunning verbinden die Meisten wohl eher mit den Alpen als mit hessischen Mittelgebirgen. Dass aber auch in unserer Heimat Trailrennen vom Feinsten möglich sind, beweist das Team Naunheim mit den Drachentrail in Wetzlar: eine liebevoll organisierte Veranstaltungen, ein hoher Trailanteil, ein stetiges Auf und Ab und ein Starterfeld, das sich sehen lassen kann! Unter den 300 Startern waren mit den Möllerbrüdern auch zwei VfLer. Beide entschieden sich für die lange Strecken – den “Fetten Drachen” über rund 35km mit knapp 1000m Anstieg.

Mit einer nicht ganz optimalen Vorbereitung standen die beiden eher vorsichtig am Start und gerade Jakob hatte sich vorgenommen, es ruhig angehen zu lassen. Clemens lief recht mutig an und musste schon schnell erkennen, dass es heute ein hartes Rennen werden würde. An der ersten Verpflegung beging er zudem den Fehler, das angebotene Wasser nicht zu nutzen und bereute das kurz darauf, als er angesichts der für April recht hohen Temperaturen anfing zu dehydrieren. Jakob erlebte die erste Rennhälfte genau gegensätzlich: Ein müder Start, dann kam er aber immer besser ins Rennen und konnte schon früh anfangen, Plätze gutzumachen. So hangelte er sich von Konkurrent zu Konkurrent und war rund 10km vor dem Ziel bester Dinge, das Rennen erfolgreich finishen zu können.

Clemens – etwas weiter vorne im Feld – erlebte hingegen ein einsames Rennen und war größtenteils alleine unterwegs. Erst auf den letzten Kilometern kam wieder Konkurrenz in Reichweite – genau der Extraschub an Motivation, der nötig war, um nochmal alles zu geben und nicht locker ins Ziel zu laufen. Wenige Meter vor dem Ziel gelang es ihm dann, zu überholen und er wurde nach 2:46:07h Fünfter (1. MHK). Jakob hatte auf den letzten Kilometern zwar auch mit müder werdenden Beinen zu kämpfen, konnte aber auf den Trails seine Position ohne große Probleme verteidigen. Nach 2:59:28h wurde er im Ziel 10. (3. M30).

Am Ende bleiben eine tolle Strecke, zwei unterschiedliche Rennerlebnisse, aber vor allem zwei zufrieden VfLer, die sich in vier Wochen beim Löwenlauf in Bad Zwesten auf einer ähnlichen Strecke schon das nächsten Mal den mittelhessischen Trails stellen. (Text: Jakob, Bilder: Niklas Raffin/Clemens)

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HM Straßenlauf – zwei Medaillen für den VfL

Am ersten Samstag der Osterferien fanden im nordhessischen Eschwege die Hessischen Straßenlaufmeisterschaften statt. Mit dabei waren auch Ronja, Rihards, Flo und Felix, die alle über 5km starteten.

Flo, der eigentlich noch zur U 12 gehört, startete in der M 12 und wurde dort mit einer Zeit von 22:20 Minuten sehr guter 6. Sowohl Flo als auch Rihards, der in 22:23 Minuten den 12. Platz in der sehr stark besetzten M 13 belegte, freuten sich über ihre neuen Bestzeiten.
Felix, der zum ersten Mal bei einem Wettkampf über 5km startete, kam als 8. der M 13 ins Ziel und war mit einer Zeit von 20:32 Minuten deutlich schneller als er im Vorfeld gedacht hatte.
Mit ihren Leistungen wurden die drei in der U 14 in der Mannschaftswertung 3. und freuten sich über eine Medaille.

Die beste Platzierung des Tages aus Sicht des VfLs belegte Ronja: Zwar klappte es aufgrund des kühlen, sehr stürmischen und nassen Wetters nicht ganz mit der angestrebten Zeit von unter 20 Minuten, in 20:19 Minuten wurde sie in der W 15 aber sehr gute 2. und somit Hessische Vizemeisterin.
So konnten alle zufrieden und mit einer Medaille die Rückfahrt nach Marburg antreten. (Text: Britta)

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Crosslauf in Oberkleen – Formtest im Vorfrühling

Wie in den vergangenen Jahren startete eine kleine Gruppe von Kindern und Jugendlichen beim Waldlauf in Oberkleen. Diesmal ging es nicht um die Lahn-Dill-Meisterschaften, sondern wir waren “außer Wertung (a.W.)” zu Gast bei den Kreis-Crossmeisterschaften des Kreises Wetzlar.

Mira am Start der U10, Foto: Vera El Sawaf

Die bekannte Strecke führt bergauf und bergab, über Stock und Stein von einer Wiese über Pfade durch lichten Mischwald und wieder zurück. In diesem Jahr hätten die Bedingungen nicht besser sein können: Sonnenschein, milde Temperaturen und überall frisches Grün zwischen dem Laub des Vorjahres.

In der U12 wird Frieda gejagt, Foto: Vera El Sawaf
Bei den Jungs U12 hat Flo einen ebenbürtigen Konkurrenten, Foto: Vera El Sawaf

Die verschiedenen Läufe, von gut 1.000 m für die Jüngsten bis gut 2.000 m für die U16, wurden von unseren Läuferinnen und Läufern mutig angegangen, mal an der Spitze, mal Schulter an Schulter mit der Konkurrenz. In Richtung Ziel gab es einige spannende und beherzte Endspurts zu sehen, bei denen sich mal unsere Läufer, mal die Läufer anderer Vereine durchsetzen konnten.

Antonia, U14, bleibt dran, Foto: Vera El Sawaf
Ronja, U16, kann sich absetzen, Foto: Vera El Sawaf

Als Starter “a.W.” konnten unsere Läufer zwar nicht Kreismeister werden und auch nicht auf dem Treppchen stehen. Urkunden gab es trotzdem und das gute Gefühl, gut durch den Winter gekommen zu sein. Für unsere Läufer also ein Formtest, eine wertvolle Wettkampferfahrung und insgesamt ein schöner Vorfrühlingstag.

Rihards, U14, setzt sich durch, Foto: Vera El Sawaf
Milan, U14, spurtet ins Ziel, Foto: Vera El Sawaf

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46. Wintersteinlauf Friedberg – Möllerbrüder testen ihre Form

Nach dem ersten Trailrennen letztes Jahr in Heidelberg war für Clemens und Jakob schnell klar, dass der Schwerpunkt in 2024 auf den Trails liegen wird. In Vorbereitung auf die ersten Rennen im April und Mai waren sie heute in Friedberg beim Wintersteinlauf über 30km am Start. Auf der anspruchsvollen Runde mit gut 400hm sind vor allem LäuferInnen unterwegs, die das Rennen als Formtest für anstehende Marathonrennen nutzen, dementsprechend gut besetzt sind die Felder.

Auf den ersten 10km ging es mit leichtem Auf und Ab entlang der Autobahn, bevor dann ein langer Anstieg hinauf zum Winterstein begann. Auf dem ersten Teilstück galt es einen Rhythmus zu finden, nach Möglichkeit nicht ganz alleine zu laufen, um dann im Anstieg sein eigenes Rennen zu machen und sich nicht vom eigenen Rennplan abbringen zu lassen. Clemens gelang das heute etwas besser als Jakob: Er kam gut mit den Höhenmetern klar und erreichte den höchsten Punkt optimistisch, dass er es bergab würde richtig rollen lassen können. Etwas anders bei Jakob: Auf dem ersten Stück fand er gut ins Rennen, überzog aber im Anstieg etwas, hatte dann mit Seitenstichen zu kämpfen und musste zwei kurze Gehpausen einlegen. Auf der zweiten – tendenziell bergab führenden – Streckenhälfte kam er dann zwar wieder in seinen Rhythmus, lief dann aber komplett einsam. Clemens konnte es bergab dann wie erhofft rollen lassen und seine Gesamtpace Sekunde für Sekunde nach unten drücken. Im Ziel waren dann aber beide angesichts ihrer Zeiten und Platzierungen zufrieden: Clemens benötigte 1:57:36h (Gesamt: 5., Hauptklasse: 1.) und Jakob war rund 10min später nach 2:08:16h im Ziel (Gesamt: 12., M30: 2.).

Fazit des Ganzen: Die Form ist da, an Details lässt sich noch arbeiten, aber die Trails können kommen! (Text: Jakob)

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DM Halle Masters – Marko feiert erste DM-Medaille

Am 2. Und 3. März fanden die diesjährigen Deutschen Hallenmeisterschaften der Masters in Dortmund statt. Anders als bei den Hessischen vor zwei Wochen hatte ich mich entschieden, mich auf zwei Disziplinen und somit eine pro Tag zu fokussieren.

Am Samstag stand der Weitsprung für mich auf dem Programm. Zum Glück fand ich schnell zu meinem Anlauf und traf bei fünf von sechs Sprüngen auch ganz gut das Brett. Abgesehen vom Gewinner, der in einer anderen Liga sprang, war das Feld sehr homogen, so dass am Ende der 2. Platz nur 9cm vor dem 5. Platz lag. So könnte ich mich einerseits ärgern, dass ich nicht, wie zwei Wochen zuvor, 6cm weiter gesprungen bin, was Platz 2 bedeutet hätte; ich kann aber auch zufrieden sein, dass ich nicht 6cm kürzer gesprungen bin, weil ich sonst Fünfter geworden wäre. So konnte ich mit 5,10m die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen, was zugleich meine erste Podestplatzierung bei Deutschen Meisterschaften bedeutete.

Am Sonntag ging es dann nach einem ausgiebigen und köstlichen Büffet-Frühstück im Hotel wieder in die tolle Leichtathetikhalle direkt gegenüber. Wegen einer Verzögerung des Wettbewerbs vor meiner Altersklasse mussten wir lange im Callroom warten, so dass das Aufwärmen fast schon obsolet war. Mit 30 Minuten Verspätung ging es dann los. Bisher bin ich bei allen Wettkämpfen, bei denen mein Kirchhainer Trainer Winfried Jennemann nicht anwesend war, maximal 2,90m gesprungen. Diesen „Fluch“ galt es diesmal zu überwinden. Der Wettkampf lief durchwachsen. Leider mehr schlechte als gute Sprünge, doch die guten waren zum Glück jeweils die, die ich im dritten Versuch gesprungen bin. So konnte ich die Höhen 2,90m, 3,00m und 3,10m im dritten Versuch überspringen. Der zweite Platz ging mit 3,20m weg, doch aufgrund meiner vielen Fehlversuche wäre ich auch mit dieser meiner im Dezember aufgestellten Bestleistung Vierter geworden. Vierter wurde ich so auch mit meinen 3,10m – und der „Fluch“ war gebrochen.

Insgesamt ein schöner Wettkampf in einer tollen Halle, hervorragend organisiert. Danke an meinen Schatz, der mich einmal mehr begleitet hat, und an Bernd Gabel von der MT Melsungen, der mich beim Stabhochsprung von der Tribüne aus ein wenig gecoacht hat. (Text und Bilder: Marko)

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30. Marburger Lahntallauf – Straßenlaufauftakt in der Heimat

Waren es vor vor einigen Jahren noch unsere (Straßen-)LäuferInnen, die unserer Abteilung den Stempel aufdrückten und die größten Erfolge feiern konnten, hat sich das Ganze mittlerweile sehr in stark ins Stadion und auf die Rundbahn verschoben. Dennoch steht nicht in Frage, dass beim Lahntallauf der VfL vertreten ist.

Am Start dieses Jahr ein Mix aus Überbleibseln der Laufgruppe und dem Nachwuchs, der eher auf der Bahn unterwegs ist, aber den Lahntallauf nutzte, um mal zu sehen, was über die 10km auch in jungen Jahren schon möglich ist. Die Bedingungen – wie fast immer – nahezu perfekt: ein erstes Gefühl von Frühling, Windstille, angenehme Temperaturen. Unter den über 1000 LäuferInnen auch Lena und Julia. Während Lena mittlerweile offiziell für die LG Allgäu startet und mit dem klaren Ziel einer PB ins Rennen ging, ist Julia nach wie vor im blauen Dress unterwegs. Für sie ging es nach einer langen Durststrecke darum, ein solides Rennen zu machen und möglichst unter 40min zu laufen. Beiden gelang ihr Vorhaben perfekt: Lena steigerte sich auf 35:53min und konnte damit die Frauenkonkurrenz gewinnen. Julia benötigte 39:52min und wurde damit noch Dritte.

Vom Nachwuchs waren Laurenz, Frederik und Florian am Start. Laurenz supportet (oder wie er sagen würde “ausgebremst”) von Clemens, Florian von seiner Mutter Annette. Hinter Clemens her lief Laurenz die fünf Kilometer genau wie geplant in 18:40min an, konnte sich auf der zweiten Hälfte etwas steigern und erreichte das Ziel am Südbahnhof nach 36:53min – für das erste 10km-Rennen eine richtig starke Zeit. Vor allem in dem Wissen, dass der Trainingsschwerpunkt aktuell woanders liegt und der Angang bewusst defensiv gewählt war. Frederik, der nach längerer Leichtathletik-Abstinenz jetzt wieder durchstarten will, benötigte für die Schleife über Gisselberg 45:15min – nicht ganz das, was er sich erhofft hatte, aber auch hier gilt: Das Potenzial ist da und wir sind sicher, dass da in den nächsten Jahren noch einiges kommt! Florian als unser jüngster Starter lief die 10km in 54:41min – ein guter Start in eine Straßenlaufkarriere, die sicherlich noch den einen oder anderen Höhepunkt bereithalten wird!

Wie so oft also einige zufriedene Gesichter und das Wissen, dass wir uns auch im Laufbereich um den Nachwuchs keine Sorge machen müssen. Auf der anderen Seite aber auch toll zu sehen, dass mit Lena und Julia zwei Läuferinnen immer noch dabei sind, die über viele Jahre bei uns in der Abteilung den Grundstein dafür gelegt haben, dass sie jetzt immer noch mit viel Freude laufen! (Text und Bilder: Jakob)

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HM Halle Masters – Marko sammelt Medaillen

Einen Tag nach meinem 55. Geburtstag startete ich heute in der neuen Altersklasse M55 bei den Hessischen Meisterschaften in Stadtallendorf. Es war ein vom Ausrichter top organisierter Wettkampf und für mich ein schöner und erfolgreicher Tag. Ich hatte mich für fünf Disziplinen gemeldet bzw. von Jakob melden lassen, doch ein kleiner Unfall beim Stabhochsprungtraining am Donnerstag ließ mich bis zum Schluss wegen eines geschwollenen Knöchels an meiner Teilnahme zweifeln.

Beim Stabhochsprung blieb ich 20cm unter meiner vor wenigen Wochen aufgestellten Bestleistung. Ich war dennoch froh, dass ich mich mental wieder an die Anlage getraut habe und mit 3,00m den zweiten Platz sichern konnte.

Zwischenzeitlich absolvierte ich noch die 60m Hürden (10,71sec) und den Hochsprung (1,50m), die ich beide ebenso gewinnen konnte wie den am Nachmittag stattfindenden Weitsprung (5,16m). In allen vier Disziplinen konnte ich überdies die Qualifikationsleistungen für die Deutschen Meisterschaften erzielen, wo ich am 02./03. März in Dortmund aber nur in zwei Disziplinen starten werde.

Abschließend konnte ich mit 10,55m die für mich relevante 10 Meter Marke deutlich übertreffen und den Wettkampf dort mit einer Bronzemedaille abschließen.

Also bis auf den Stabhochsprung überall im oberen Bereich meiner Möglichkeiten. Was will man mehr? (Text und Bild: Marko)

Ergebnisse gibt es hier.

RM Halle – Abschluss der Hallensaison mit vielversprechenden Leistungen

Eine kompakte Hallensaison mit drei Wettkämpfen seit Jahresbeginn fand gestern in Stadtallendorf für uns ihren Abschluss. Wie immer standen als Letztes die Regions-Hallen-Meisterschaften auf dem Programm. Der TSV Eintracht Stadtallendorf richtete den Wettkampf top organisiert aus, sodass alles angerichtet war, um nochmals Bestleistungen anzugreifen.

Ursprünglich erst ab U16 ausgeschrieben, wagte gleich eine ganze Reihe an AthletInnen aus der Altersklasse U14 den Start in der nächsthöheren Altersklasse. Über 60m, die Hürden und 800m waren Ben, Aaron, Johannes (nur 60m) und Amy am Start. Julia, Thomas und Teo gehören schon ganz regulär zur U16. Während Thomas es bei den Laufdisziplinen beließ, war Teo neben den 60m auch mit der Kugel am Start, und Julia war nur auf der Sprintstrecke ohne Hindernisse dabei. Fast alle konnten dabei eine (oder mehrere) neue Bestleistungen mit nach Hause nehmen: Ben über 60m (9,10sec) und über die Hürden (11,48sec) – und das, obwohl er eigentlich noch über niedrigere Hürden laufen muss. Aaron war über 60m noch nie so schnell wie in Stadtallendorf (8,66sec) und konnte über 800m gleich 5sec schneller laufen als zuvor. Die neue Marke steht jetzt bei 2:35,40min. Für Thomas gab es über die 84cm hohen Hindernisse mit 11,82sec eine neue Bestleistung. Zwar ohne neue Bestleistung, dafür aber mit dem einzigen Titel des Tages für den VfL konnte Teo wieder nach Marburg fahren: 9,19m bescherten ihm den Titel des Regionsmeisters. Bei Amy scheinen neue Bestleistungen der neue Standard zu sein: Sie hat bisher keinen Wettkampf ohne neue Bestmarken verlassen. So auch dieses Mal: 60m in 8,62sec, die Hürden in 11,80sec und 800m in 2:51,66min sind neue Hausmarken, die aber sicher nicht lange Bestand haben werden. Julia absolvierte die 60m in 9,74sec.

Bei den Älteren standen wie immer vor allem die Laufdisziplinen hoch im Kurs. Über 200m glänzten vor allem Silas (24,42sec) und Marc mit neuen Bestmarken. Silas war das aber nicht genug: 7,74sec über 60m, 9,57m mit der Kugel und 5,89m im Weitsprung deuten an, dass Silas im Sommer durchaus mit dem Mehrkampf liebäugelt. Dass seine Leistungen daneben auch den jeweils zweiten Platz auf der Hallenrunde und im Weitsprung sowie den dritten Platz mit der Kugel bedeuten, ist eine schöne Zugabe. Auf den 200m schaffte es Marc in 24,56sec auf den dritten Platz auf dem Podest. Über die Hürden kam Marc leider gar nicht zurecht, war mit dem zweiten Platz und seiner Zeit von 10,23sec dann auch gar nicht zufrieden. Genau wie Silas war auch Philipp mit der Kugel am Start: Im fünften Versuch konnte er sich auf 9,97m steigern und damit den Vizetitel mit nach Hause nehmen. Über 60m war er mit 8,45sec nicht so richtig zufrieden.

Auf beiden Flachsprintstrecken waren Raphael und Michael am Start. Bei Raphael lässt sich fast von einem Debüt sprechen: Schon in der Kinderleichtathletik war er bei uns, legte dann aber eine mehrjährige Leichtathletikpause ein – ist jetzt aber wieder zurück und war in Stadtallendorf das erste Mal wieder im VfL-Dress am Start. Für Michael war es ein Ausflug auf die Unterdistanzen: Eigentlich sind die 400m seine Stärke, die kürzeren Strecken stehen weniger im Fokus. Mit 7,95sec und 25,03sec war er dann auch nur so halbwegs zufrieden. Raphael schaffte es in 8,47sec und 27,54sec ins Ziel. In Richtung Sommer wird das aber sicher nochmal deutlich schneller!

Unsere weibliche Fraktion ist etwas wählerischer, was die Disziplinen angeht: Johanna und Amelie wollten nur über die Hallenrunde nochmal in den Bereich ihrer Leistungen aus den letzten Wettkämpfen laufen. Mit 29,92sec (Johanna) und 29,62sec (Amelie) gelang das beiden. Ebenfalls über die 200m am Start waren Aurora und Sophia. Aurora war nach 30,18sec im Ziel – ganz knapp an ihrer PB aus dem letzten Sommer vorbei. Sophia benötigte 28,51sec, war damit schneller als vor einigen Wochen in Frankfurt und darf auf weitere Steigerungen im Sommer hoffen! Die beiden waren daneben noch auf der Sprintgeraden am Start: Aurora ohne Hürden in 8,97sec, Sophia mit Hürden in 10,00sec. Damit gelang ihr das Kunststück, zum zweiten Mal in dieser Saison denkbar knapp an der 9 vorne vorbeizulaufen. Das muss dann also bis zur nächsten Hallensaison warten. Wenigstens gab es dieses Mal die Silbermedaille als kleine Entschädigung.

Alles in allem also viele Leistungen, die schon jetzt Lust auf den Sommer machen und hoffentlich Motivation genug sind, die kommenden Monate am Ball zu bleiben, bevor wir nach Ostern in die Freiluftsaison starten. (Text: Jakob, Bilder: Clemens und Jakob)

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HM Halle Jugend – erfolgreiche Premieren

Einige unserer jüngeren Athleten und Athletinnen wagten sich bei den Hessischen Hallenmeisterschaften der U16 an den Start. Bereits am Samstag sprangen Aaron und Johannes im Mehrfachsprungwettbewerb über 13m und holten sich damit den sechsten und siebten Platz. Für beide war es der erste Wettbewerb dieser Art, bei dem sie wertvolle Erfahrungen für das nächste Jahr sammeln konnten. Teo belegte ebenfalls den siebten Platz, allerdings im Kugelstoßen. Mit einer Weite von 8,82m konnte er leider nicht an seine Leistungen aus Stadtallendorf anknüpfen, so dass er den Wettkampf nicht ganz zufrieden abschloss.

Am Sonntag ging es hoch her in der W15 als 25 Starterinnen über die Hürden laufen wollten. Lilli lief über die 60m Hürden eine neue Bestzeit von 10,52 Sekunden. Sie ging ebenfalls im Dreisprung an den Start und konnte hier den vierten Platz erreichen.

Margarete zeigte nicht nur ihr leichtathletisches, sondern auch ihr turnerisches Talent bei der schwierigsten Disziplin des Tages: dem Stabhochsprung. Nach einem guten Start über 2m folgten zwei ungültige Versuche über 2,20m. Im dritten Versuch nahm sie nochmal ihren Mut zusammen, übersprang diese Höhe und damit direkt zu einer neuen Bestleistung. Zur Krönung des Tages legte sie noch zehn Zentimeter drauf und holte sich die Bronzemedaille. (Text und Bilder: Jule)

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