33. Waldsträßer Crosslauf – kurz und matschig

Beim Crosslauf in Wiesbaden waren wir in den letzten Jahren immer zu Gast – im Fokus bisher die klassischen Crosstrecken rund um 3km. Dieses Jahr wollte Jan etwas Neues probieren und seine Mittelstrecken-Qualitäten voll ausspielen: Beim Cross-Duo-Sprint geht es erst über rund 600m über einen schnellen Kurs, bevor es rund eine halbe Stunde später auf einem matschigen Wiesenkurs über rund 400m um das schnelle Antreten nach den Kurven und die Kraftausdauer im tiefen Geläuf geht.

Im ersten Rennen macht Jan ein hervorragendes Rennen: Zu Beginn sortiert er sich direkt weit vorne ein, kommt auf dem Schotterweg richtig gut zurecht und kommt in aussichtsreicher Position auf das letzte Stück. In der letzten engen Kurve bringt ihn ein Rempler aus dem Rhythmus, sodass im Endspurt leider nicht mehr viel geht – am Ende Platz vier mit minimalem Rückstand nach ganz vorne. Im Ziel erst kurzer Frust über das unglückliche Finish, dann aber direkt der Fokus auf die anstehende Aufgabe: das zweite Rennen mit einem ganz anderen Anspruch.

Nach einem hektischen Start muss Jan sich von weiter hinten erstmal nach vorne kämpfen, ein Stolperer direkt zu Beginn verhindert, dass er sich in die optimale Position bringen kann. In der ersten Kurve liegt vor ihm direkt der erste Konkurrent auf dem Boden, der gerade gewonnene Rhythmus dahin – Abbremsen, wieder antreten und dann in die zweite Runde. Hier wieder das gleiche Szenario: Wenige Meter vor Jan stürzt ein Konkurrent, er muss Tempo rausnehmen, einmal außenherum laufen und wieder Geschwindigkeit aufnehmen. Bei dem matschigen Boden schwierig, sodass er im Schlussspurt nochmal einen Platz verliert und in diesem Lauf am Ende Fünfter wird.

Am Ende bedeutet die Gesamtlaufzeit von 3:14min einen geteilten vierten Platz (und den zweiten Platz in der Männerklasse). Sicherlich wäre da mit ein bisschen weniger Pech mehr drin gewesen – aber viel wichtiger wiegt, dass Jan zweimal gezeigt hat, dass er jetzt schon richtig schnell laufen kann und sich in dem Feld der Mittelstrecken-Spezialisten nicht verstecken muss! (Text: Jakob)

Ergebnisse gibt es hier

WLS Buseck #1 – drei Podestplätze für VfLer

Neben den Crossläufen ist der Winter der Zeit der Laufserien: Bei uns in Mittelhessen gibt es zwei Optionen – eine davon in Alten-Buseck. Mitte November steht dort der erste Lauf an: 10km, 5km und 2km für die Kids.

Auf der langen Strecke mit Martin dieses Mal nur ein VfLer dabei. Er macht ein solides Rennen und erreicht das Ziel des welligen Kurses nach 40:27min. Über 5km überzeugen dann vor allem unsere Jugendlichen: Rihards stürmt in starken 18:20min auf den dritten Platz, zwei Plätze dahinter platziert sich Lukas nach 18:47min. Rihards Mutter Ruta kommt sogar noch einen Platz weiter nach vorne: Platz zwei in 21:23min.

Bei den Kindern geht es über 2km. Hier kommt es zu einem ganz knappen Finish, in dem Lino sich nach 7:49min ganz knapp mit dem zweiten Platz begnügen muss. Bei den Mädchen verpasst Bogi das Podest als Vierte ganz knapp.

Auftakt also erfolgreich gemeistert – mal sehen, mit wie vielen StarterInnen wir dann bei den nächsten Terminen am Start sein werden! (Text: Jakob)

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INOSOFT-KiLa-Cup #5 – Marburger Teams überzeugen zum Abschluss

Letzte Station des INOSOFT-KiLa-Cups war dieses Jahr bereits zum dritten Mal der Hallenwettkampf in Marburg. Erfreulich große Felder mit insgesamt neun Teams füllten die Hallen am Georg-Gaßmann-Stadion.

Von uns – wie zumeist in diesem Jahr – zwei Teams in jeder Altersklasse am Start: die Blauen Wölfe und Blauen Luchse in der U10, die Blauen Ferkel und die Blauen Füchse in der U8. Neben dem Tagessieg ging es auch um die letzten Punkte in der Gesamtwertung: Über alle fünf Wettkämpfe dieses Jahres wird am Ende ein Gesamtsieger ermittelt.

In der U8 galt es, die Siegesserie fortzusetzen: Bisher ging dieses Jahr jeder einzelne Wettkampf an unsere Ferkel. Im Sprint über 30m, bei der Hindernissprint-Pendelstaffel und im Hoch-Weitsprung war unser Topteam auch an diesem Tag nicht zu schlagen, einzig im beidarmigen Stoß waren die Flitz Kids aus Kirchhain ein bisschen besser. Unser zweites Team, vorrangig aus Kindern des jüngeren Jahrgangs, zeigte ebenfalls gute Leistungen – am Ende wird es der vierte Platz. In der Gesamtwertung leider nur unsere beiden Teams, da die anderen Mannschaften jeweils einen fehlenden Wettkampf haben. Somit gibt es den goldenen Pokal für die Ferkel und den zweiten Platz für unsere Füchse!

In der U10 war die Ausgangssituation eine andere: Nachdem es zu Beginn des Jahres mit einem zweiten und zwei dritten Plätzen eher mäßig lief, konnten die Wölfe zuletzt mit dem ersten Saisonsieg zeigen, was in ihnen steckt. In der Gesamtwertung schien aber vorab klar, dass der Sieg nur über die Stadtallendorfer Löwen gehen würde. Dennoch war natürlich das klare Ziel, auch den zweiten Heimwettkampf in diesem Jahr zu gewinnen. Und auch hier gibt es am Ende eine fast makellose Bilanz: Lediglich im Hoch-Weitsprung sind wiederum die Kirchhainer besser – in den anderen vier Disziplinen lassen unsere Kids nichts anbrennen und sichern sich damit den deutlichen Sieg.

Ebenfalls sehr erfreulich: das Ergebnis unserer zweiten Mannschaft, der Luchse. Im Transportlauf ist es am Ende der zweite Platz, im Hoch-Weitsprung reicht es zu Platz drei – hier also schon mal der klare Fingerzeig in Richtung 2026, dass da richtig was möglich ist. Der vierte Platz in der Gesamtwertung ist eine schöne Bestätigung, dass wir in der Breite eine richtig gute Arbeit machen!

Im Cup am Ende in der U10 das erwartete Ergebnis: Ganz vorne die Stadtallendorfer Löwen, dahinter unsere Wölfe und Luchse. Schade, dass auch hier den Teams aus Wallau und Kirchhain jeweils ein Wettkampf fehlt – so ist die Gesamtergebnisliste sehr Marburg-lastig. (Text: Jakob, Bilder: Clemens und Bertalan)

Ergebnisse gibt es hier (Tageswertung) und hier (Cupwertung), Bilder gibt es bei Flickr

HM Cross – fünfmal Edelmetall für den Nachwuchs

Nachdem wir letztes Jahr beim Cross und im März bei der Langstrecke schon die eine oder andere Medaille nach Marburg holen konnte, waren die Erwartungen vor der diesjährigen HM Cross durchaus hoch. Wie zuletzt 2022 war das Reitgelände in Altenstadt Austragungsort der letzten Landesmeisterschaften des Jahres.

Der Kurs: viel Wiese, relativ gutes Geläuf, wenige kurze Anstiege und das eine oder andere Hindernis in Form von Strohballen oder Pferdehindernissen. Als erstes war Jan bei den Männern auf der Mittelstrecke am Start. Von Beginn an zeigte er sich hellwach, traf die richtigen Entscheidungen und konnte zeigen, dass auch Mittelstreckler im Cross mithalten können – Platz sechs ist ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis und zudem seine bisher beste Platzierung bei Hessischen. Als nächstes sollte dann Laurenz nach Möglichkeit in der U20 die erste Medaille des Tages holen. Dass es für ganz vorne nicht reichen würde, war vom ersten Meter an klar: Die Konkurrenz aus Kassel und Wiesbaden ließ nichts anbrennen und riss von Beginn an eine Lücke. Überraschend vorne mit von der Partie: Zwei Jungs aus der U18 – (noch) keine direkte Konkurrenz, kommendes Jahr dann aber mit Laurenz in der Altersklasse. Hinter dem Quartett war recht bald klar, dass Laurenz ungefährdet einer weiteren Bronzemedaille entgegen laufen konnte. Den Abstand nach vorne konnte er zwar auf der letzten Runde nochmal etwas reduzieren, am Ende reichte es aber zu Platz fünf im Gesamteinlauf und der Bronzemedaille in der U20. Mission erfüllt und jetzt voller Fokus auf die DM in zwei Wochen!

Im Rennen der U16 dann drei Vfler am Start: Frederik, Felix und Rihards. Frederik ging das Rennen ausgesprochen mutig – rückblickend zu mutig – an und führte das Verfolgerfeld im ersten Viertel des Rennens an. Ein Duo war schnell enteilt, dahinter zog sich das große Feld wie an einer Perlenschnur auf. Leider verlor Frederik dann Platz um Platz und war am Ende mit dem siebten Rang in der M15 auch Ales andere als glücklich. Aber Kopf hoch: Nächste Woche gibt es in Wiesbaden schon die nächste Chance! In der M14 wollte Felix die Ehre der Geher verteidigen und zeigen, dass sie auch beim Laufen mitmischen können. Mit Platz acht gelang ihm das ausgesprochen gut! Das Team komplettierte Rihards auf Platz 13. Teamergebnisse vor Ort (und auch bis jetzt zwei Stunden nach der Veranstaltung) waren leider Fehlanzeige, weil der Veranstalter mit der Technik zu kämpfen hatte. In der gleichen Altersklasse bei den Mädchen unsere einzige weibliche Vertreterin am heutigen Tage: Antonia. Sie zeigte ein gutes Rennen, sicherte sich im hektischen Start des großen Feldes eine gute Position und ließ dann nicht anbrennen. Platz fünf ist ein tolles Ergebnis!

Zuletzt der aus unserer Sicht vielversprechendste Lauf: Die Jungs in der U14. Ganz ehrlich: Alles andere als der Mannschaftstitel wäre eine Enttäuschung gewesen! Und die Jungs zeigten, dass sie läuferisch in Hessen ganz vorne zu finden sind: Taktisch tolle Rennen, viele richtige Entscheidungen, in genau dem richtigen Moment getraut anzugreifen. Als Belohnung gab es am Ende den Hessentitel in der M12 für Jonne, Platz drei in der gleichen Altersklasse für Flo und ebenfalls die Bronzemedaille für Oskar bei den nächstälteren Jungs in der M13. Beeindruckend: Das Team komplettierte nicht etwa Flo mit seinem dritten Platz in der M12, sondern Freddy, der sich auf Platz sieben im Gesamteinlauf platzierte. Auch ohne offizielle Ergebnisse ist klar, dass der Mannschaftstitel hier nach Marburg geht. Aber: Auch Milan (17. M13), Julian (15. M12, eigentlich noch M11), Simon (16. M12, ebenfalls noch M11) und Mael (20. M12, auch noch M11) machten dahinter gute Rennen und werden sicherlich in den kommenden Jahren noch weiter nach vorne laufen!

Alles in allem: fünf Medaillen, zwei Titel – was will man mehr? (Text: Jakob, Bilder: Jan und Jakob)

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Lusatian Race Walking – erfolgreicher Saisonabschluss für die Geher

Das Lusatian Race Walking Meeting in Zittau ist seit einigen Jahren der größte Gehwettkampf in Deutschland und erfreut sich auch bei Starter:innen aus anderen Ländern großer Beliebtheit. So waren bei der diesjährigen Veranstaltung am 25.10.2025 insgesamt 190 Geher:innen aus 20 Ländern am Start – darunter vier aus Marburg.

Auf der in einem Park gelegenen, 1 km langen Runde kam als erstes Anna im 1 km Straßengehen mit einer neuen Bestzeit von 6:17 min ins Ziel. Auch Simon konnte seine Bestzeit über 2 km durch eine starke Schlussphase auf 10:58 min verbessern.

Motiviert von diesen Leistungen gingen anschließend Felix und Britta an den Start. Für Felix war es erst der zweite Wettkampf im 5 km Straßengehen. Ziel war es, seine bisherige Bestzeit um 30 Sekunden auf 25:50 min zu steigern. Da es aber vom ersten Kilometer an sehr gut „ging“, wählte er ein mutiges Tempo im Bereich seiner Bestzeit über 3000 m und konnte dieses sogar noch steigern. Am Ende blieb die Uhr bei 24:35 min stehen – eine hervorragende neue Bestzeit.

Einen ähnlich guten Tag erwischte Britta: Durch konstant schnelle Rundenzeiten schaffte sie es, ihre Bestzeit im 10 km Straßengehen um fast zwei Minuten auf 57:03 min zu verbessern.

Somit waren alle vier mehr als zufrieden und sich einig, dass sich die weite Fahrt nach Zittau gelohnt hatte.

Der Wettkampf in Zittau war zudem der letzte Wettbewerb der diesjährigen Geher-Team-Nachwuchswertung. In dieser Wertung werden die besten Nachwuchsgeher:innen Deutschlands zwischen 10 und 15 Jahren ermittelt. Dabei können bei bestimmten Wettkämpfen Punkte gesammelt und am Ende bis zu fünf Wettkämpfe in die Wertung eingebracht werden.

Während Simon die Wertung schon seit Längerem souverän anführte und ihm der Sieg bereits vor dem Wettkampf in Zittau sicher war, konnte Felix sich mit seiner Leistung noch von Platz 3 auf Platz 2 vorarbeiten.

Der Doppelsieg der beiden ist somit ein schöner Abschluss einer erfolgreichen Saison. (Text: Britta)

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Hinterlandcross – gelungene Generalprobe

Eine Woche vorm erstem Highlight der Crosssaison – den Hessischen in Altenstadt – stand mit dem Hinterlandcross, den der ASC Breidenbach zum zweiten Mal veranstaltete, eine kleine Generalprobe auf dem Plan. Rund ein Dutzend VfLer nutze die Möglichkeit zu einem Formtest auf der anspruchsvollen Wiesenstrecke.

Als erstes die Mittelstrecke der Männer mit vier Vflern und Leo, der im Trikot der LG Ora-Energie seit einigen Wochen Dienstag bei uns mittrainiert. Er drückte dem Rennen auch lange dem Stempel auf, anfangs zusammen mit Tobias Singer aus Berlin, der dann aber abreißen lassen musste. Laurenz ließ sich dahinter nie aus seinem Konzept bringen, hatte zwischenzeitlich schon 30m Rückstand, konnte im letzten Bergabstück aber nochmal angreifen, sodass er das Ziel nach rund 4km als erster im Gesamteinlauf erreichte. Dahinter Leo und Tobi auf den Plätze zwei und drei und dann hintereinanderweg Jan und Phil, die lange gemeinsame Sache machten, und Frederik auf Platz sechs. Während das Rennen für Phil das Debüt im Cross war, haben Jan und Frederik schon einiges an Erfahrung. Allesamt wollen kommende Woche bei den Hessischen Meisterschaften wieder am Start stehen!

Als nächstes dann die Kinder auf einer gekürzten Runde. Sah es am Start noch so aus, als ob Julian ganz vorne mitlaufen könnte, enteilte ein Konkurrent bald nach vorne, sodass es für Julian recht einsam wurde. Den zweiten Platz (und den Sieg in der U12) konnte er aber souverän vor dem von hinten heranstürmenden Lino verteidigen. Bogi (U10) machte ein starkes Rennen – am Ende wird sie mit dem zweiten Platz belohnt. Ganz nach vorne ging es in der nächstälteren Altersklasse für Mira.

Bei den Jugendlichen dann vier weitere VfLer am Start: Erwartungsgemäß am schnellsten war Rihards, der sich über Silber in der U16 freuen durfte. Knapp dahinter: Frederik. Der Sieg in der U14 heute macht Hoffnung auch auf eine vordere Platzierung kommende Woche in Altenstadt. Zweiter in der gleichen Altersklasse wurde Milan, der lange zusammen mit Ben lief – mal der eine, mal der andere vorneweg. Am Ende konnte er ihm einige Meter abnehmen. Ben wurde Dritter der U16.

Alles in allem: Starke Leistungen und vor allem eine tolle Veranstaltung, die eindeutig das Potenzial zu mehr als den knapp 60 StarterInnen in diesem jähr hat! (Text und Bilder: Jakob)

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Mini-Marathon – 32 Kids auf den Spuren des Marathons

Mini-Marathon in Frankfurt: Für viele Kinder seit Jahren ein Highlight im Kalender. 4,2km zwischen den Hochhäusern, der Einlauf in der Festhalle, das Erlebnis Marathon – in Hessen und vielleicht deutschlandweit ein einmaliges Erlebnis.

Dieses jähr warn 32 Kinder von uns am Start: Von der U10 bis zur U18 ging es mal darum, einfach Spaß zu haben und mal ging es darum, zu zeigen, was die Beine hergeben. Das Niveau ist höher als bei jeder Landesmeisterschaft: Wer hier vorne reinläuft, ist in Hessen ganz weit vorne mit dabei!

Herausragendes Ergebnis dieses Mal war sicherlich Teresas starke Leistung: als viertes Mädchen und zweite ihrer Altersklasse zeigte sie, dass sich das Training der letzten Monate langsam auszahlt und sie sich wieder zu alter Stärke zurückgekämpft hat. Ebenfalls in den Top10 platzierte sich Jonne, der als fünfter der U14 (noch dem jüngeren Jahrgang zugehörig) nächstes Jahr sicherlich noch weiter nach vorne schauen darf.

Darüber hinaus fällt auf, dass sich ein Großteil unserer Kids im ersten Drittel des Feldes von rund 2200 AthletInnen platzieren konnte. Ein tolles Ergebnis, wenn man bedenkt, dass bei weitem nicht nur die laufaffinen Kinder am Start waren, sondern auch der eine oder die andere am Start war, die das restliche Jahr an keiner Startlinie für Strecken länger als 100m zu finden sein werden.

Wie immer bleibt ein toller Tag in Frankfurt, ganz viel Motivation und jetzt schon Vorfreude auf 2026! (Text: Jakob, Bilder: Laurenz)

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Frankfurt-Marathon – dreimal sub3, viermal PB

Fünf Starter:innen beim Marathon in Frankfurt – das ist eine absolute Premiere für uns! Waren es zuletzt nur Einzelstarter:innen, wollten dieses Jahr gleich fünf VfLer die gut 42km durch Frankfurt in Angriff nehmen. Die Ziele dabei waren recht unterschiedlich: Clemens hatte sich die 2:40h-Marke vorgenommen, Johannes wollte eine 4er-Pace durchlaufen, Jakob die 3h-Marke knacken, Katja nach dem verkorksten Marathon vor fünf Wochen in Berlin unter 3:15h bleiben und Damian vor allem den Lauf genießen.

Auf den ersten 10km galt es, die Pace zu finden und ins Rollen zu kommen. Angesichts der Hochhäuser rundherum nicht ganz einfach – aber bei der ersten Überquerung des Mains nach rund 14km sah es bei allen fünf noch richtig gut aus. Am Südufer zeigte sich dann langsam, für wen es richtig gut lief und bei wem es eher ein langer Tag werden sollte: Clemens hatte ein bisschen mit dem Wind zu kämpfen und war mit der Rennkonstellation nicht ganz zufrieden, da er recht viel Tempo machen musste. Johannes merkte hier schon, dass die Beine nach einer durchwachsenen Vorbereitung keine Bestzeit hergeben würden.

Bei Jakob lief es hingegen richtig gut: In der riesigen 3h-Gruppe konnte er sich „verstecken“ und sein Tempo rollen. Katja, lange zusammen mit Damian unterwegs, musste bei km 25 leider wieder die volle Härte des Marathons erkennen: Muskuläre Probleme im Oberschenkel bremsten sie ab hier aus, sodass an das Erreichen ihres Ziels nicht mehr zu denken war.

Auf dem wohl berüchtigten Teil der Strecke – der Mainzer Landstraße ab km 30 – wehte dieses Mal ein ordentlicher Wind von hinten, sodass man es richtig rollen lassen konnte, wenn der Körper das noch zuließ. Bei Jakob und Clemens war das der Fall. Damian hatte ab hier etwas mit Magenproblemen zu kämpfen und musste bei km 37 sogar einen kleinen Boxenstopp einlegen. Johannes musste das Ziel einer 4er-Pace spätestens hier aufgeben, brach aber dennoch nicht völlig ein und erreichte das Ziel nach 2:51:31h.

Ein gutes Stück schneller war Clemens: Auf den letzten Kilometern durch die Hochhausschluchten verlor er zwar wertvolle Sekunden – 2:40:39h sind dann auch denkbar knapp an seinem Ziel vorbei. Unzufrieden? Ja, irgendwie schon! Dennoch ein richtig starkes Marathon-Debüt. Zu 100 % zufrieden war hingegen Jakob: Nach 2:58:30h erreichte er das Ziel in der Festhalle und kann einen Haken an das Ziel eines Sub3-Marathons machen.

Alles andere als zufrieden war Katja: Nach 3:24:00h lief sie zwar eine neue Bestzeit im dritten Marathon, blieb aber deutlich über ihrem Ziel. Aber auch das ist Marathon – ein kleines Problem kann alles zunichtemachen! Damian überraschte am Ende mit einer tollen Zeit von 3:17:25h. Letztes Jahr noch mehr als 20min langsamer, war er diesmal ohne spezifische Marathon-Vorbereitung am Start und zeigte, dass ein Marathon auch aus dem Halbmarathon-Training heraus gelingen kann.

Am Ende also alles dabei: erfüllte Träume, Enttäuschungen, Überraschungen – eben das, was den Marathon ausmacht! (Text: Jakob, Bilder: Felina)

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Frankfurt-Marathon – VfL auch bei den Staffeln vertreten

Unter dem Namen „VfL 1860 Marburg Masters“ ging mit Annette und Tobi sowie mit Katrin und Christian auch eine Staffel für den VfL beim Frankfurt Marathon an den Start.

Startläufer auf der ersten 12,9 km langen Etappe war Tobi, der trotz Gedränge an der Alten Oper ein ordentliches Tempo vorlegte. Als zweites folgte Christian, der das gute Tempo über seine Strecke von 6,1 km weiter fortführen konnte – und das, obwohl es bei der Staffelübergabe zu einer kleinen Verzögerung kam. Als dritte Läuferin machte sich Katrin auf den Weg. Sie lief eine insgesamt solide, aber für sie persönlich sehr gute Zeit auf 9,5 km. Auf der letzten und längsten Strecke von 13,5 km glänzte Annette mit einer hervorragenden Zeit und lief bei 3:27:37h über die Ziellinie in der pulsierenden Festhalle. 

Das Team erreichte den 70. Platz von 1160 Staffel und war damit mehr als zufrieden. (Text: Katrin)

Stauseelauf Schotten – Licht und Schatten bei den Hessischen Meisterschaften im Halbmarathon

Für einen Großteil der Laufgruppe sollte es das Highlight im Herbst werden: die Hessischen Meisterschaften im Halbmarathon rund um den Stausee in Schotten. Eine etwas weniger als 5km lange Runde galt es viermal zu durchlaufen.

Als Erstes waren jedoch die kürzeren Strecken (ohne Meisterschaftswertung) an der Reihe: Über 5km war Fritz das erste Mal für uns am Start. Im strömenden Regen lief er das Rennen mutig an, musste aber schnell erkennen, dass es nicht sein Tag werden würde. Am Ende sind 20:07min nicht das, was Fritz eigentlich kann – aber es wird sicherlich nicht sein letztes Rennen gewesen sein!

Kurz darauf – das Wetter immer noch alles andere als angenehm – war dann Teresa auf der doppelt so langen Strecke am Start: Über 10km sollte die 40min-Marke fallen. Sah es zur Rennhälfte noch so aus, als würde das gelingen, kostete der kleine Hügel bei km 7 ihr wichtige Sekunden, sodass am Ende 40:22min zu Buche stehen. Eine deutliche Steigerung ihrer Bestzeit, mit der sie zufrieden sein darf – die 40min fallen dann im kommenden Jahr!

Danach dann der Halbmarathon mit einer ganzen Reihe VfLer. Krankheitsbedingt war das Vorhaben, mit der Mannschaft eine Medaille zu holen, von vornherein eher schwierig, sodass vor allem die Einzelleistungen im Fokus standen.

Phil und Clemens, im Frühjahr in Mainz beide mit Bestzeiten, wollten daran anknüpfen und gingen entsprechend mutig an. Aber auch hier lief es nicht wie erhofft, sodass am Ende mit 1:16:01h für Phil und 1:17:00h für Clemens Zeiten in den Ergebnissen stehen, die in Ordnung sind, aber jeweils etwa zwei Minuten langsamer als in Mainz.

Anders bei Johannes: Er wollte alles auf eine Karte setzen und seine schon etwas in die Jahre gekommene Bestzeit angreifen. Sein Plan ging perfekt auf – 1:17:09h sind eine deutliche Steigerung und eine Zeit, die zudem die Silbermedaille in der M40 bedeutet.

Hinter unserem Top-Trio machten Jakob und Damian gemeinsame Sache: Vom Start weg liefen sie eine Pace knapp unter 4min und konnten dieses Tempo 18km perfekt halten. Dann zeigte sich, dass Jakob die etwas besseren Beine hatte, und er konnte sich etwas von Damian lösen. Dennoch steht für Damian in 1:24:32h am Ende eine tolle neue Bestzeit. Jakob, in 1:23:57h knapp davor, hakt das Rennen als guten Test für den Frankfurt-Marathon in drei Wochen ab.

Katja passierte das, was wohl für jeden Läufer und jede Läuferin der absolute Horror ist: Start verpasst! Mit rund einer Minute Verzögerung ging sie das Rennen an und musste sich erst einmal durch große Teile des Feldes kämpfen. Dennoch gelang ihr zwei Wochen nach dem verkorksten Marathon in Berlin ein gutes Rennen: Offiziell 1:33:27h stehen in der Ergebnisliste und ein starker fünfter Platz unter allen Frauen. Knapp dahinter Ruta, die ihre PB auf 1:35:29h steigern konnte und damit die Silbermedaille in der W50 mit nach Marburg nehmen durfte.

Einen schwarzen Tag erwischte leider Johannes, der schon nach zwei Kilometern zu kämpfen hatte, mit dem Gedanken spielte, auszusteigen, und am Ende nach 1:37:01h völlig bedient das Ziel erreichte. Aber auch das ist Teil des Laufsports: Mal läuft es super – und dann gibt es Tage, an denen einfach gar nichts klappt!

Mit der Männer-Mannschaft reichte es am Ende zu Platz vier. Etwas ärgerlich: Auf die Bronzemedaille fehlen „nur“ 2:30min – wenn Laurenz nicht ausgefallen wäre und Clemens und Phil einen perfekten Tag erwischt hätten, wäre da was möglich gewesen. Aber was zählt, ist die Leistung an dem Tag – und da waren andere in Schotten einfach stärker! (Text: Jakob, Bilder: Felina)

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