SDM U18/Aktive – Edelmetall für unsere Speerwerfer

Süddeutsche Meisterschaften – für die Jugendlichen in der U18 der erste Wettkampf, bei dem man nicht “einfach so” starten kann, sondern eine Quali braucht. Diese Quali konnten Amelie und Tim mit dem Speer sowie Laurenz über 3000m schon früh in der Saison abhaken, sodass die SDM ein echtes Highlight in der Saisonplanung darstellte.

Am Samstag ging es dann für Laurenz nach Walldorf in Baden-Württemberg. Auch wenn die letzten Tage mit kleiner Krankheit und einigem Trainingsausfall nicht ganz optimal gelaufen waren, wollte Laurenz hier zeigen, dass er zurecht an der Startlinie stand. Auf den ersten zwei Runden sah es noch nach einem Bummelrennen aus – der erste Kilometer war nach etwa 3:25min vollendet. Danach nahm das Rennen aber immer mehr an Fahrt auf und Laurenz zeigte, dass er auch taktisch gut dabei ist: Anfangs schwamm er hinten im Feld mit, lief aber aufgehende Lücken zur großen Gruppe immer wieder zu, ohne zu viel Kraft zu verschwenden und arbeitete sich dabei langsam nach vorne. Auf den letzten 600m fehlte ihm dann der letzte Kick, um um die Medaillen mitzulaufen – der siebte Platz und 9:45,67min sind aber ein Ergebnis, mit dem Trainer und Athlet mehr als zufrieden sind.

Amelie haderte im Laufe der Woche noch, ob ein Start überhaupt Sinn machen würde: Schmerzen im Ellenbogen machten das Werfen nicht gerade leichter. Sie entschied sich dann, es zu versuchen und wurde dafür direkt im ersten Versuch belohnt: 41,25m bedeuteten eine neue PB und vorerst den dritten Platz. Den Schwung nahm sie dann mit und steigerte sich im zweiten Versuch auf 42,32m. Danach folgte weitere starke Versuche rund um 40m – den dritten Platz konnte trotzdem niemand mehr Amelie abnehmen, sodass sie nach der Medaille bei den Hessischen vor zwei Wochen jetzt auch aus Walldorf eine Medaille mit in die Heimat nehmen darf. Dass nach ganz vorne und auf die DM-Norm weniger als zwei Meter fehlen, ist einerseits ein Grund zur Freude, andererseits etwas bitter, weil auch das an diesem Tag vielleicht möglich gewesen wäre, wenn die Probleme mit dem Ellenbogen nicht gewesen wären. Die Freude über den dritten Platz dämpft das aber in keinster Weise!

Für Tim war nach vielen soliden Wettkämpfen in den letzten Wochen das Ziel, endlich mal den einen Ausreißer nach oben zu erwischen und damit die DM-Norm von 56m zu erfüllen. Wenn diese Weite am Ende auf dem Tableau steht, schien wie auch bei Amelie eine Medaille denkbar. Nach zwei ordentlichen ersten Versuchen über 50m gelang ihm dann im dritten Versuch das, worauf er die ganze Saison gewartet hat: Technik und Kraft finden zusammen und lassen den Speer fliegen – 57,14m, deutliche Steigerung der PB und endlich die lang ersehnte Norm. Damit katapultierte er sich dann auch auf den Bronze-Rang, den ihm dann auch niemand mehr streitig machen konnte. Dass Tim damit mehr als zufrieden ist, muss man eigentlich gar nicht mehr erwähnen!

Besonderer Dank geht an Amin und Max vom TSV Schott Mainz, die Amelie und Tim sowohl im Training als auch im Wettkampf unterstützen und betreuen und ohne die diese Leistungen nicht möglich wären!

Erfolgreicher hätte das SDM-Wochenende für uns nicht laufen können: Alle drei Vfler konnten sich besser platzieren, als die Meldeliste vermuten ließ, Amelie und Tim beide mit PB, Tim mit der Quali für Mönchengladbach – was will man mehr? (Text: Jakob, Bilder: Jakob/privat)

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HM Aktive/U18 Tag 2 – Amelie holt Silber mit dem Speer

Nach dem ersten erfolgreichen – aber medaillenlosen – Tag gab es am Sonntag berechtigte Hoffnung auf eine Medaille im Speerwurf der U18: Sowohl Amelie als Zweite der Meldeliste als auch Tim als Dritter hatten ein Auge auf Edelmetall geworfen. Daneben war unsere zweite Amelie über 200m am Start, Jan nahm die 800m in Angriff und David stellte sich der Weitsprungkonkurrenz.

Nach einem ersten ungültigen Versuch – der böige Wind hatte zugeschlagen – konnte Amelie im zweiten Versuch 40,97m und damit neue PB werfen. Zwischenzeitlich brachte sie sich damit sogar in die Pole Position, wurde aber im dritten Versuch von Maja, der späteren Hessenmeisterin, übertroffen. Danach konnte Amelie dann auch nicht mehr so richtig an die Weite anknüpfen, es folgten Versuche um die 36m. Die Konkurrenz konnte aber auch nicht mehr zulegen, sodass am Ende die Silbermedaille zu Buche steht. Ein Ergebnis, mit dem Amelie mehr als zufrieden sein kann! Tim wollte es Amelie dann nachmachen und stieg auch direkt mit einem soliden Versuch auf 48,11m in den Wettkampf ein. Die Konkurrenz zeigte aber, dass der Jahrgang ein außergewöhnlich starker ist: Zweimal sollte die 60m-Marke noch fallen und einmal die 50m-Marke. Tim machte gute Versuche, im fünften gelang ihm dann mit 51,69m ein echter Sprung. Im letzten Versuch wollte er daran anknüpfen, konnte aber leider seine Stärke nicht nochmal zeigen und somit bleibt am Ende zwar ein weiterer solider Wettkampf, aber “nur” der vierte Platz und weiterhin einige Meter auf das selbst auserkorene Ziel DM-Norm.

Die 200m nahm Amelie in Angriff: Sie hat dieses Jahr noch nicht so viele Wettkämpfe gemacht, dementsprechend gedämpft waren auch die Erwartungen. Sie kam dennoch gut ins Rennen, zeigte sich im Ziel zufrieden und kann das mit 29,16sec auch sein. Bei ihr sollen jetzt aber noch ein paar Rennen folgen und dann wird es sicherlich auch noch das eine oder andere Zehntel schneller! Schon einige Rennen in den Beinen hat Jan über 800m – bisher mit einem klaren Aufwärtstrend: Eine PB jagt die nächste! Im langsameren von zwei Läufen machte Jan dann alles richtig: Verhaltener Beginn, auf den zweiten 200m beherzt mitgelaufen und am Ende gut festgebissen. Wenn am Ende beim Saisonhöhepunkt die Bestzeit in 2:05,84min fällt, hat man alles richtig gemacht und darf zufrieden sein!

Als letzter VfLer war David im Weitsprung am Start. Zuletzt war er mit 5,67m in Neukirchen richtig gut mit dabei, in Gelnhausen reichte es nur zu 5,37m – nicht ganz das, was David sich erhofft hatte!

PB für Jan, Medaille und PB für Amelie, ein weiterer solider Wettkampf von Tim, ein gutes Rennen von Amelie – alles Ergebnisse mit denen wir zufrieden sein können! Nachdem wir letztes Jahr zwar mit zwei Titeln erfolgreicher waren, bestätigt sich der Trend, dass wir mit immer mehr Leuten bei Hessischen dabei sind und auch AthletInnen, die schon lange bei uns dabei sind, in der einen oder anderen Disziplin mitmischen können! (Text: Jakob, Bilder: Clemens)

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HM Aktive/U18 Tag 1 – dem Regen getrotzt

Auf der Hinfahrt deutete es sich schon an: Der erste Tag der Hessischen Meisterschaften der Aktiven und U18 wurde ein Kampf mit dem Wetter. Ein ständiger Wechsel von Regenschauern, bedecktem Himmel und starkem Wind waren alles andere als optimale Bedingungen.

Wenn dann der Vorlauf über 100m auch noch nach 80m zurückgeschossen wird, weil die Zeitnahme ausfällt, das aber erst so spät auffällt, ist das alles andere als optimal. So ging es Robin bei seinem ersten Start auf Landesebene. Im zweiten Lauf passte dann nicht mehr so viel zusammen, Robin kam erst auf den letzten 20m richtig in Fahrt und war mit 11,89sec dann auch nicht wirklich zufrieden. Aber: Morgen wartet über 200m die nächste Chance!

Für Paulina sollte es nach starken Rennen in den letzten Wochen endlich unter die 14sec-Marke gehen. Auch wenn sie den Lauf selber als gar nicht so gut beschrieb, steht am Ende eine 13,94sec zu Buche – zwar mit +2,0m Rückenwind, aber auf nasser Bahn und bei etwa 15°. Vielleicht ist da also in den kommenden Wochen noch das eine oder andere Hundertstel drin!

Als dritte VfLerin war heute Amelie mit dem Diskus am Start. Eigentlich ist der Speer ihre starke Disziplin, aber die runde 1kg-Scheibe schleudert sie auch recht erfolgreich aus dem Käfig. Direkt im ersten Versuch steigerte sie ihre PB auf 29,86m und sicherte sich damit schon den Platz im Endkampf. Im dritten Versuch folgten dann noch 30,65m – erneut eine Steigerung ihrer Hausmarke! Dass das am Ende Platz sechs in Hessen in der U18 bedeutet, ist umso erfreulicher. Morgen soll es dann mit dem Speer noch ein bisschen weiter nach vorne gehen.

Zweimal Bestleistung beim Hessischen Meisterschaften – ein Ergebnis, das sich bei nur drei Starts sehen lassen kann! (Text und Bilder: Jakob)

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HM Staffel – Langstaffeln überzeugen mit Edelmetall

Die Staffeln haben dieses Jahr für uns einen besonderen Stellenwert: Durch die Startgemeinschaft mit Kirchhain sind vor allem die Kurzstaffeln in den Jugendgruppen stark im Fokus. Nur folgerichtig, dass bei den Hessischen Staffelmeisterschaften dann gleich elf Staffeln mit Marburger Beteiligung am Start waren.

Die Jungs in der U14 liefen über 4x75m souverän ins Finale. Dort konnten Ben, Johannes, Aaron und Dominik aus Kirchhain ihre Zeit dann nochmal bestätigen und wurden in 40,99sec starke Fünfte. Bei den Mädchen lief es leider nicht so gut: Mit einem verpatzten Wechsel war nach 41,65sec im Vorlauf Schluss. Ärgerlich – aber genau das ist ja irgendwie auch der Reiz der Staffeln! Für die U12 gab es im Rahmenprogramm eine Staffel über 6x50m. Dort konnten Jayden, Noah, Florian, Abraham, Clara und Mayla unter Beweis stellen, dass sie schon richtig schnell unterwegs sind und belegten mit 43,50sec den ersten Platz. Als letzte Sprintstaffel war in der U16 eine 4x100m mixed-Staffel am Start: Paula (Kirchhain), Lilith, Ben und Teo gelang es, den Stab fehlerfrei einmal rum zu bringen, am Ende bedeutete das 52,25sec und Platz zehn.

Ebenfalls im mixed am Start waren eine Aktiven-Staffel über 4x400m. Ersatz- und erkältungsgeschwächt waren Michael, Amelie, Sophia und Laurenz zwar alle im Bereich ihrer Möglichkeiten unterwegs – das reichte am Ende aber nur zu 4:06,03min und dem sechsten Platz. Der nächste Versuch – dann hoffentlich in Bestbesetzung – folgt bei den Süddeutschen Meisterschaften in zwei Wochen. Laurenz war dann nochmal unterwegs: Zusammen mit Frederik und Teo nahm er die 3x1000m in der U18 in Angriff. Auch wenn hier nur zwei Staffeln am Start waren, ist der zweite Platz und die Zeit von 9:21,05min ein Fingerzeig, dass auch im Mittelstreckenbereich in den kommenden Jahren mehr möglich sein wird!

Den gleichen Trend zeigten unsere Langstaffeln in der U14: Drei Jungs- und zwei Mädchenstaffeln mischten in den großen Feldern (14 bzw. zwölf Staffeln waren am Start) gut mit. Herauszustellen ist sicherlich der zweite Platz von Ben, Aaron und Johannes in 7:45,38min. Ebenfalls beeindruckend: Clara (noch U12), Ava (Kirchhain, ebenfalls noch U12) und Antonia (jüngerer Jahrgang U14) wurden nach 8:29,67min Vierte. Die Frage, was nächstes Jahr Ziel sein soll, stellt sich da eigentlich kaum!

Staffel ist und bleibt immer ein Highlight – gerade, weil es mal gut und mal schlecht ausgehen kann und so immer Chance und Risiko da sind, haben die Läufe mit dem Stab in der Hand ihren besonderen Reiz! Dass jetzt zweimal Silber nach Marburg geht, ist schön – aber auch nur ein Anfang! In den kommenden Jahren greifen dann die Kurzstaffeln hoffentlich auch nach Edelmetall! (Text: Jakob, Bilder: Clemens)

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RM Einzel – viele Bestleistungen in Wetzlar

Nach den Sportfesten und Kreismeisterschaften der letzten Wochen standen eine Woche vor dem ersten Saisonhighlight mit den Hessischen Meisterschaften Staffel bzw. Aktive/U18 die Regionsmeisterschaften auf dem Programm. In Wetzlar waren rund 20 VfLer am Start.

Nach dem durchmischten Ergebnis letzte Woche in Mörfelden wollte Paulina diese Woche zeigen, dass sie mehr kann als in Südhessen gezeigt. Nach einem durchwachsenen Vorlauf kam sie nur als Nachrückerin ins Finale über 100m bei den Frauen, konnte dort dann aber mit 14,00sec eine neue Bestleistung erlaufen und wurde 7. Noch weiter nach vorne ging es über die doppelt so lange Strecke: 29,15sec bedeuten eine neue PB und dazu den dritten Platz. Den gleichen Doppelstart ging auch Robin nahm auch Robin in Angriff. Seine starke 11,72sec aus dem Vorlauf konnte er im Finale zwar nicht mehr steigern (11,83sec), mit PB und Platz vier kann er aber dennoch mehr als zufrieden sein! Moritz rutschte wie Paulina als Nachrücker ins Finale, musste sich aber mit 12,89sec aus dem Vorlauf zufrieden geben. Besser lief es mit der Kugel: Mit 9,89m nähert er sich weiter der 10m-Marke. In den weiteren Wurfdisziplinen war Philipp am Start: Mit dem Diskus kam er auf 28,36m – zwar ein dritter Platz, aber rund einen Meter kürzer als seine PB. Mit dem Speer ging es auf 39,37m – auch im Bereich der PB, aber halt leider nicht ganz so weit, dass es gereicht hätte.

In der U18 waren mit Amelie und Tim unsere Speerwerfer am Start. TIm, dessen erklärtes Ziel die DM-Norm von 56m ist, stieg mit einem Wurf auf 53,59m ein – danach flog das 700g schwere Gerät aber leider nicht mehr weiter, sodass Tim weiter auf die Norm warten muss. Bei Amelie stehen am Ende 35,20m zu Buche – nicht ganz das, was sie sich erhofft hatte, aber dennoch eine solide Weite und vor allem der Regionstitel. In ihrer Nebendisziplin – dem Diskuswurf – konnte Amelie ihre PB weiter steigern und mit 28,17m die Silbermedaille holen.

In der U16 waren dann eine ganze Reihe Vfler am Start: Ben und Teo können den Tag als Erfolg verbuchen. Für beide neue Bestleistungen mit dem Diskus und dem Speer, Teo über 100m in 13,01sec haarscharf an der 13sec-Marke vorbei und die Silbermedaille und zu guter Letzt der Doppelsieg im Kugelstoßen mit 9,60m (Teo) und 9,03m (Ben). Über 800m war Frederik am Start. Nach dem starken Auftritt in Kirchhain mit 2:20min sollte es dieses Mal noch etwas schneller werden. In einem nahezu perfekten Rennen konnte er sich weiter auf 2:17,40min steigern. Das bedeutet die Silbermedaille und die Norm für die Süddeutschen Meisterschaften. Spontan sprang er in der Staffel ein und konnte dort zusammen mit Ben, Joris und Teo überraschend gute Wechsel zeigen, dafür, dass er zuletzt vor mehreren Jahren einen Staffelstab in der Hand hatte. 52,79sec für die 4x100m sind dann auch eine Zeit, die sich sehen lassen kann!

Bei den Mädchen waren Amy und Margarete gleich vielfach am Start. Amy, eigentlich noch in der W13 am Start, wurde in die W14 hochgemeldet und konnte sich bei den ein Jahr älteren gute behaupten: Bestleistungen über 100m (13,81sec), mit der Kugel (6,54m) und mit dem Diskus (12,74m) zeigen das breit gefächerte Talent. Schon etwas länger dabei ist Margarete. Auch sie ein Jahr hochgemeldet, auch die mit drei neuen Bestleistungen: 6,08m mit der Kugel, 17,02m mit dem Speer und 14,95sec über die 80m Hürden sind Ergebnisse, die Hoffnung auf einen erfolgreichen Siebenkampf vielleicht noch in diesem Jahr machen. Aus Lilith wird zwar wohl eher keine Siebenkämpferin mehr, ihre Leistungen über 100m (14,16sec) und über die Hürden (14,93sec) zeigen eindeutig, dass ihre Stärke auf der Bahn und dort im Sprint mit und ohne Hindernisse liegt. Mit der Staffel klappte es leider heute noch nicht wie gewünscht – der erste Wechsel erfolgte erst hinter der Wechselzone – aber da gilt es dann erst nächste Woche bei den Hessischen in Egelsbach so richtig.

Alles in allem also einige Titel für den VfL und vor allem viele Leistungen, die zeigen, dass es in die richtige Richtung geht und die Form schon richtig gut ist! (Text: Jakob, Bilder: Clemens)

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Sportfest Mörfelden – weiter in Richtung Topform

Mitte Mai: Hochsaison für uns Leichtathleten. Pfingsten traditionell das Wochenende für Sportfeste – für uns dieses Jahr in Mörfelden. Fünf VfLer waren im Süden Frankfurts am Start und konnten weitere Schritte in Richtung Topform für die anstehenden Hessischen Meisterschaften machen.

Für Tim ging es nach dem starken Wettkampf in Stadtallendorf darum, die Leistung zu bestätigen und zu zeigen, dass sein Wurf nahe an die DM-Norm keine Eintagsfliege war. Direkt im ersten Versuch flog sein Speer dann auch nahe an die 50m-Marke, sodass die anfängliche Unsicherheit schnell verflog. Mit einer starken Serie rund um die 50m und dem dritten Versuch auf 51,10m ist Tim zufrieden und kann jetzt in den kommenden Wettkämpfen wieder in Richtung PB schielen!

Als nächstes ging es dann auf der Sprintbahn zur Sache: Zuerst war Sophia über die 100m Hürden am Start. Nach einer stressigen Woche konnte sie die technischen Aspekte aus dem Training aber leider nicht auf den Tartan bringen und warm mit 17,15sec dann auch gar nicht zufrieden. Deutlich besser lief es dann aber auf der doppelt so langen Strecke ohne Hindernisse: 28,52sec sind eine solide Leistung – demnächst soll es dann aber noch schneller werden! Einen ähnlichen Tag erlebte Paulina: Über 100m kam sie schon auf den ersten Metern gar nicht zurecht – der Block verrutschte beim Start – und benötigte für die Gerade 14,37sec, gar nicht das, was sie sich erhofft hatte. Über die 200m kam sie dann aber viel besser zurecht und war mit 29,61sec dann auch vollends zufrieden.

Ebenfalls im Sprint am Start war Robin. Nach dem spontanen Start bei der Bahneröffnung im heimischen Stadion war Mörfelden sein erster “echter” Wettkampf im VfL-Dress. Auch wenn ihm die Nervosität deutlich anzumerken war, bestätigte er seine Trainingsergebnisse und kann jetzt auf 11,91sec und 24,40sec aufbauen! Als letztes war dann Jan über zwei Stadionrunden am Start: In einem mutigen Rennen ließ er sich von der Konkurrenz ziehen, zeigte ein starkes Rennen und lief am Ende mit 2:07,98min eine deutliche PB. In den nächsten Rennen hofft er dann auf noch etwas schnellere Beine und eine zeit im Bereich von 2:05min.

Im Hinblick auf die anstehenden Meisterschaften also solide Leistungen, bei allen Vflern eine solide Form und die Hoffnung, dass es in zwei Wochen in Gelnhausen dann noch ein bisschen besser läuft! (Text: Jakob, Bilder: Jakob und Clemens)

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Abendsportfest Pfungstadt – Normversuche, Nervosität und neue Bestleistungen

Wieder Mal ging es für uns nach Pfungstadt zum Abendsportfest. Weil eine ganze Reihe an AthletInnen kurzfristig wegen Krankheit ausfiel, waren es am Ende vier VfLer, die in Südhessen am Start waren.

Nach der Bahneröffnung bei uns vor einigen Wochen war es für Juri der erste “echte” Wettkampf. Auf der Sprintgeraden und der doppelt so langen Strecke war ihm vor dem Start die Nervosität deutlich anzumerken. Auf der kurzen Strecke kam er nicht richtig ins Rennen, haderte schon mit seinem Start und war am Ende mit 12,49sec (+0,3) auch alles andere als zufrieden. Über die 200m lief es dann aber deutlich besser: 24,55sec (+0,3) sind ziemlich genau das, was er sich vorgestellt hatte.

Ebenfalls über 100m am Start war Philipp. Sein Fokus liegt auf den Wurfdisziplinen – die 100m nimmt er aber gerne zusätzlich mit. Die 13,35sec (+0,8) sind etwas langsamer als vor ein paar Tagen in Kirchhain, aber in etwa das, was er sich vorgenommen hatte. Im Speerwurf wollte Philipp dann wieder in den Bereich seiner kürzlich aufgestellten PB werfen. Mit einer soliden Serie beförderte er das 800g schwere Wurfgerät konstant in den Bereich von 38m – knapp zwei Meter also weniger als in Stadtallendorf. Im vorletzten Versuch folgte dann ein Wurf auf 40,49m und im letzten nochmal die Steigerung auf 40,82m. Ärgerlich um die wenigen Zentimeter, die damit zu einer PB fehlen – aber in einem der nächsten Wettkämpfe fällt dann sicherlich auch wieder die PB.

Einen Doppelstart über 200m und 400m plante Amelie. Das wurde kurzfristig zunichte gemacht, sodass sie statt 200m die 100m in Angriff nahm. Die Kurzfristigkeit und das staubedingt kurze Aufwärmen waren nicht optimal, um richtig in Rennstimmung zu kommen, sodass die 14,51sec (-0,4) nicht weiter diskutiert werden müssen. Eine halbe Stunde später ging es dann aber auf die Stadionrunde und hier machte Amelie ein richtig gutes Rennen: Beherzt lief sie schnell los und konnte das Tempo auf der Zielgeraden gut halten, sodass am Ende mit 68,35sec eine kleine neue PB steht.

Als letztes war dann Laurenz über 3000m am Start. Vollmundig hatte er immer wieder von der DM-Norm von 9:10,20min gesprochen. Gepact von Kilian – Laurenz trainiert einmal in der Woche mit der Gruppe vom ASC Breidenbach – gab es für Laurenz dann auch nur das eine Ziel. Nach 1000m in 3:04min schien das auch noch denkbar, danach wurden die Rundenzeiten aber Sekunde für Sekunde langsamer, sodass am Ende in 9:39,40min zwar eine deutliche PB steht, zur Norm aber ein ganzes Stück fehlt. Laurenz war dennoch nicht unzufrieden: Wenigstens versuchen wollte er es und wer Laurenz kennt, wird nicht überrascht sein, dass sein erstes Ansinnen im Ziel war, dass er es nochmal versuchen will!

Einige PBs, ein aufgeschobener Saisoneinstieg für die vielen erkälteten AthletInnen und wie immer in Pfungstadt ein top organisiertes Sportfest also – für die, die da waren, war es ein erfolgreicher Mittwochnachmittag und -abend! (Text und Bilder: Jakob)

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Kreismeisterschaften Kirchhain – endlich mal wieder!

Lange ist es her, dass es die letzten Kreismeisterschaften bei uns im Kreis gab: Im Stadion ging es zuletzt im August 2019 um die Auszeichnungen für die Kreisbesten. Umso erfreulicher, dass mit unserer neuen Kreisvorsitzenden endlich wieder Wind in die Sache kommt und Anfang Mai nach fünf Jahren wieder ein Wettkampf stattfinden konnte. Noch erfreulicher, dass mit dem TSV Kirchhain ein Verein als Ausrichter gefunden werden konnte, der auch lange keinen Wettkampf ausgerichtet hat!

Insgesamt rund 50 VfLer mit in Summe etwa 150 Starts waren also im Nachbarort am Start und maßen sich mit einer für Kreismeisterschaften großen Konkurrenz. Etliche Titel gingen dabei nach Marburg, Bestleistungen wurden aufgestellt, persönliche Erfolge gefeiert. Ein paar Leistungen stechen aber sicherlich hervor: Julian konnte bei sechs Starts in der M10 sechsmal das Podest erklimmen: Siege über 50m und im Hochsprung, zweite Plätze über 800m, im Weitsprung und beim Ballwurf und die Bronzemedaille mit der Staffel. In der M11 waren es vor allem die schnellen Sprints, die beeindruckten: Zuerst verbesserte Jayden seinen eigenen Vereinsrekord über 50m auf 7,63sec, im Anschluss war er Teil der 4x50m-Staffel, die ebenfalls den Vereinsrekord brechen konnte und mit 30,05sec nur hauchdünn an der Marke von 30sec vorbeilief. Mit etwas mehr Routine bei den Wechseln klappt aber auch das in diesem Jahr sicherlich noch!

In den Jugendklassen gab es disziplintechnisch schon die ganze Vielfalt der Leichtathletik zu bewundern: Aaron (M13) überquerte in Stabhochsprung nach nur zweimal Training 2,45m, Ben (M13) überzeugte mit 49,50m mit dem 200g schweren Wurfball, Amy (W13) beeindruckte mit neuem Vereinsrekord über 75m (10,58sec) und Johannes (M13) musste zuerst gleich zweimal Hürden laufen und zeigte später seine Stärke über 800m in 2:33min.

Bei den Erwachsenen und älteren Jugendlichen waren die Felder dann schon wieder eher dünn gesät – dennoch schön zu sehen, dass auch hier eine ganze Reihe VfLer am Start war: Konrad (U18) überquerte mit dem Stab 3,65m, Jan (M) überzeugte bei seinem ersten Rennen über 800m in 2:10min, Philipp (M) führte als Zweiter mit 9,62m ein Quartett an Vflern beim Kugelstoßen an und Paulina gelang auf der Sprintgeraden mit 14,04sec ein hervorragender Saisoneinstieg.

Viele VfLer, eine Menge Bestleistungen, endlich wieder eine Kreismeisterschaft – viel besser hätte der Tag in Kirchhain nicht laufen können! (Text: Jakob, Bilder: Clemens und Jakob)

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Sprung- und Wurftag Stadtallendorf – Vereinsrekorde und SDM-Normen

Der Saisoneinstieg ist immer ein besonderer Wettkampf: Hat das Training über den Winter gefruchtet? Fallen die Puzzlestücke schon zusammen oder muss nochmal nachjustiert werden? Kommen die AthletInnen mit neuen Gewichten der Wurfgeräte zurecht? All diese Fragen geistern TrainerInnen und AthletInnen vorm Wettkampf im Kopf rum – danach sind alle schlauer. Und nach unserem Saisoneinstieg kann man sagen, dass sehr viel sehr gut gelaufen ist.

Über zwanzig VfLer waren in Stadtallendorf in den Wurfdisziplinen und im Hoch- und Weitsprung am Start. Bei der Vielzahl an Ergebnissen fällt es schwer, die Highlights rauszusuchen – eine Vielzahl an persönlichen Bestleistungen für fast alle AthletInnen sorgt aber auf jeden Fall für viel Motivation für das, was noch kommt! Herausragend sich sicherlich Ergebnisse, die die Qualifikation für größere Meisterschaften oder Vereinsrekorde bedeuten. Und davon gab es einige: Noah übersprang mit seinen elf Jahren starke 1,45m – so hoch wie noch niemand zuvor im VfL. Mal sehen, ob der Regionsrekord von 1,53m diese Saison noch fällt!

Mit 30m im Ballwurf ist Frieda das erste Mädchen in der U12 bei uns, das diese Marke erreicht. Lena nähert sich der gleichen Marke mit dem Speer in der W14 immer weiter – auch ihre 29,43m sind Vereinsrekord. Kaum jemand bei uns ist so motiviert wie Tim: Momentan ordnet er alles dem Speerwerfen unter und das lohnt sich! 54,62m sind die deutliche Norm für die Süddeutschen Meisterschaften – für die DM-Quali fehlen jetzt noch knapp 1,50m. Amelie war eher mit niedrigen Erwartungen in den Wettkampf gegangen: Wenig Training in den letzten Wochen und Monaten und Probleme mit dem Ellenbogen sind nicht richtig optimal. Dann lief es aber gleich zweimal richtig gut: 27,27m mit dem Diskus sind PB und Vereinsrekord in der WU18, aber vor allem flog Amelies Speer auf 40,85m und übertraf damit die für die Süddeutschen geforderte Weite um mehr als zwei Meter!

Persönliche Bestleistungen am laufenden Band, Vereinsrekorde, SDM-Normen – was will man mehr im ersten Wettkampf der Freiluftsaison? (Text und Bilder: Jakob)

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Hessische Meisterschaften Langstrecke – Laurenz erneut auf dem Podium

Hessische Meisterschaften mit vierzehn VfLerInnen am Start – vor einigen Jahren noch undenkbar, bei den Meisterschften auf der Langstrecke im Stadion in Hünfeld dieses Jahr aber erfreuliche Realität. Die Bedingungen dabei nicht ganz einfach: kühl, windig, aber immerhin kein Regen.

Als erstes waren die Jüngsten am Start: In der M12 waren Florian und Frederik (eigentlich noch M11, aber diese Altersklasse gibt es bei der HM noch nich) sowie Milan über 2000m am Start. Flo und Freddy machten längere Zeit gemeinsame Sache, am Ende war Flo aber der schnellste der drei: Nach 7:47,68min wurde er guter Zehnter Freddy (7:53,40min) wurde Elfter und Milan absolvierte die fünf Runden als 14. in 8:17,57min.

Ein Jahr älter sind Aaron, Rihards und Felix. Die Strecke für sie aber die gleiche: 2000m. Nach dem starken Lauf letzte Woche über 800m ließ Aaron es auf den ersten Runden richtig laufen, musste dafür am Ende aber Tribut zollen und wurde hinten raus deutlich langsamer. 7:50,01min und Platz 15 können sich dennoch sehen lassen. Ein gutes Stück schneller war Felix, dem die längeren Strecken entgegenkommen: 7:35,92min (Platz 13) sind auch ziemlich genau das, was er sich vorgenommen hatte. Rihards benötigte 8:19,95min und wurde damit in dem riesigen Feld 19.

Die noch älteren Jungs mussten dann einen Kilometer mehr laufen: Thomas und Frederik in der M14, Laurenz in der U18. Frederik, der erst seit einigen Wochen wieder ins Lauftraining kommt, hatte sich vorgenommen, unter 11min ins Ziel zu kommen. Auf dem ersten Kilometer sah es auch noch gut aus, danach wurde es aber zäh und er erreichte das Ziel nicht wirklich zufrieden als Fünfter nach 11:24,98min. Thomas – bei ihm liegt der Fokus weniger auf dem Laufen – benötigte 12:14,90min und wurde damit Siebter. Bei Laurenz im Rennen wurde auf dem ersten Kilometer gebummelt: Keiner wollte alleine im Wind Tempo machen, jeder fürchtete, seine Körner zu früh zu verschießen. Die 4:00min für. die ersten 1000m sind dann für die Jungs auch nur ein besseres Dauerlauftempo. Laurenz machte seine Sache aber gut, platzierte sich geschickt im Feld und war zur Stelle als es auf dem letzten Kilometer zur Sache ging: Mit einem letzten 1000er in rund 3:00min bewies er, dass er in Hessen zu den Besten seiner Altersklasse gehört und konnte nach dem zweiten Platz in der Halle mit dem dritten Platz seine vierte Medaille auf Landesebene holen.

Bei den Mädchen in der W12 wieder vier VfLerinnen am Start: Clara, Frieda und Juna (alle drei wieder ein Jahr „zu jung“) und Antonia. Clara machte ein beherztes Rennen und war zwischenzeitlich sogar Dritte, verlor aber auf dem letzten Stück noch zwei Plätze und wurde starke Fünfte (8:20,22min). Knapp vor ihr Antonia mit 8:11,75min. Frieda und Juna liefen größtenteils gemeinsam und wurden nach 8:35,15min (Frieda) bzw. 8:37,29min (Juna) Zehnte und Elfte. Margarete in der nächstälteren Altersklasse war das Leiden relativ schnell anzusehen: Größtenteils alleine unterwegs kämpfte sie mit dem Wind und müder werdenden Beinen und wurde nach 8:33,11min Siebte.

Es bleiben also eine Medaille, fünf weitere Top8-Platzierungen und die Aussicht, dass wir auch in den kommenden Jahren bei der HM Langstrecke ein Wörtchen mitreden wollen! (Text: Jakob)

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