Bahnlaufserie Kassel – zwei kleine PBs und eine Enttäuschung

Drei Läufer, drei Ausgangssituationen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Jan-Christoph Scholz mit der deutlichen PB über 800m aus Pfungstadt im Rücken über 1500m am Start, Laurenz Christian Steiß in Vorbereitung auf die anstehenden Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften auf der gleichen Strecke und Damian Napoli weiterhin auf der Jagd nach einer schnellen Zeit über 5000m.

Im schnellsten Lauf über die knapp vier Runden war alles für schnelle Zeiten angerichtet: Ein Tempomacher in Richtung 4:00min, angenehme Temperaturen und kaum Wind. Laurenz hängte sich vom Start weg an Position drei, nach 400m hatte das Trio aber bereits eine kleine Hypothek von zwei Sekunden. Zu diesem Zeitpunkt hing auch Jan noch in diesem Windschatten, musste aber etwa zur Rennhälfte erkennen, dass es heute nicht sein Tag werden würde. Auf der zweiten Hälfte fehlten ihm die Spitzigkeit und Tempohärte, sodass das Ergebnis von knapp über 4:14min nicht das ist, was er sich erhofft hatte.

Anders bei Laurenz: 1000m in 2:42min und nach dem Ausstieg des Tempomachers direkt hinter dem Führenden eröffneten alle Optionen. Mit noch 400m zu laufenden Metern eröffnete Laurenz den Endspurt, konnte seinen Konkurrenten aber nicht überholen. So wurden die letzten 300m nicht nur wegen müder werdender Beine, sondern auch mental zu einer echten Herausforderung: Der Sieg schien nicht mehr erreichbar, von hinten drohte keine Gefahr mehr. Am Ende steht in 4:03,34min eine kleine neue Bestzeit. Zu hundert Prozent zufrieden ist Laurenz aber dennoch nicht, fehlen doch gerade einmal 0,13sec zur DM-Norm. Eigentlich spielt das keine große Rolle, weil Laurenz über die doppelt so lange Strecke ohnehin in Wattenscheid am Start sein wird. Dennoch wäre die Norm natürlich ein willkommenes Upgrade gewesen.

Für Damian ging es nach dem guten Rennen beim Lightning 10000 darum, die Schwäche im Mittelteil des Rennens vergessen zu machen und die PB möglichst deutlich zu steigern. Laurenz war hier erneut als Pacemaker im Einsatz und führte das Rennen in Richtung 17:30min an, was fast das gesamte Feld zu Beginn dankbar annahm. Auch Damian war bis zur 3000m-Marke Teil der Gruppe, musste dann aber abreißen lassen und verlor Sekunde um Sekunde. Wie schon in Stadtallendorf hatte er Probleme mit Seitenstichen, kämpfte sich aber bis zum Schluss alleine laufend Runde um Runde dem Ziel entgegen. Am Ende steht ein Ergebnis ähnlich wie bei Laurenz: 17:48,30min bedeuten eine kleine Steigerung der Bestzeit. Einerseits ist Damian damit natürlich zufrieden, andererseits hätte es gerne noch etwas deutlicher nach vorne gehen dürfen.

Für Jan und Damian neigt sich die Saison nun stark dem Ende entgegen. Lediglich die Staffel beim heimischen Nachtmarathon steht noch auf dem Programm, bevor im Sommer wieder der volle Fokus auf dem Training liegt. Bei Laurenz warten mit den Süddeutschen Meisterschaften, der Staffel beim Nachtmarathon und den Deutschen Meisterschaften noch einige echte Highlights, bevor er sich im August in Richtung Amerika verabschiedet. (Text: Jakob, Bilder: Jan und Damian)

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MERCK-Laufgala Pfungstadt – bei Jan platzt der Knoten

Fünf Rennen zwischen 2:01min und 2:03min, weit weg von dem, was er sich vorgenommen hatte, immer wieder die gleichen Probleme auf den letzten 200m – so sah Jan-Christoph Scholz’ Saison bislang aus. Das Training sprach eine andere Sprache: hervorragende Einheiten, starke Zeiten, eigentlich deutete alles darauf hin, dass mehr drin sein müsste. Mit dieser Gefühlslage ging es zur Laufgala nach Pfungstadt: vorerst die letzte Option auf ein schnelles Rennen und perfekte Rahmenbedingungen.

Am Start: deutlich über 100 Starter über 800m, von der deutschen Spitze bis hin zu ambitionierten Freizeitsportlern. Jedes Rennen wurde auf der ersten Hälfte von einem Pacemaker angelaufen, das einzige Ziel: schnelle Zeiten. Das Feld für Jan bot alle Möglichkeiten: Elf Athleten zwischen 1:58,5min und 2:00,5min.

Vom Start weg machte Jan ein nahezu perfektes Rennen. Nach 200m hatte er sich an vierter Stelle einsortiert, der Durchgang mit knapp unter 28sec genau wie erhofft. Nach 400m in genau 56sec und nach dem Ausstieg des Pacemakers an Position drei liegend die perfekte Ausgangslage. Das dritte Teilstück dann in 30sec – nach 600m also 1:26min auf der Uhr, schneller als jemals zuvor. Auf der Zielgeraden gelang Jan dann wieder das, was ihm zuletzt so schwer gefallen war: den Kopf ausschalten, gegen die schweren Beine ankämpfen und alles auf der Bahn lassen. Am Ende steht mit 1:58,83min eine deutliche neue Bestzeit (vorher: 1:59,91min) – Trainer und Athlet könnten zufriedener nicht sein!

Eine schwierige Saison wendet sich für Jan dank der berühmten „Pfungstadt-Magic“ also doch noch zum Guten, sodass jetzt auf den längeren Strecken noch einmal angegriffen wird. Aber egal, was noch kommt: Die Laufgala hat geliefert und Jan darf die Saison 2026 mit einem dicken grünen Haken versehen! (Text und Bilder: Jakob)

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Lightning 10000 – Spitzenleichtathletik im frisch renovierten Herrenwaldstadion

Das frisch renovierte Stadion in Stadtallendorf bot die Bühne für die zweite Auflage des Meetings Lightning 10000, bei dem es im Hauptprogramm darum geht, der deutschen und internationalen Elite eine Bühne zur Normerfüllung für internationale Höhepunkte zu bieten. Rundherum kommt aber auch die zweite und dritte Reihe sowie der Nachwuchs nicht zu kurz, sodass dieses Jahr eine ganze Reihe VfLer am Start war.

Den Beginn machten die Stadioncrossläufe. Das Ergebnis hier kann sich sehen lassen: Gleich 15 Kids in blauen Trikots machten das Herrenwaldstadion unsicher und konnten zwei Siege erringen. Ganz oben standen nach 600m in der W9 Jule und nach 400m in der W6 Liv Emma. Besonders erfreulich: Der Stadioncross scheint sich zunehmend auch bei anderen Veranstaltern zu etablieren.

Für die SchülerInnen der U12 und U14 ging es anschließend auf die klassische Strecke über 800m. Die Platzierungen waren hier eher nachrangig, für unsere AthletInnen ging es vor allem um schnelle Zeiten. Besonders gut gelang das Frieda Krause, die sich über eine neue Bestleistung von 2:41,24min freuen durfte.

Über 5000m waren mit Damian Napoli und Rihards Straumitis zwei Läufer für uns am Start. Während Damian nach schnellem Beginn etwas Tribut zollen musste und vor allem im Mittelteil des Rennens Sekunde um Sekunde verlor, konnte Rihards sein Tempo konstant durchlaufen und sich auf den letzten Kilometern sogar noch steigern. Die Zeit von 18:04,46min ist in der U16 ein tolles Ergebnis und zeigt, dass die Form stimmt.

Wie schon im vergangenen Jahr war Lightning 10000 eine tolle Gelegenheit, internationale Spitzenleichtathletik mit AthletInnen aus der Region zu verbinden. Wir hoffen, dass die Veranstaltung auch in den kommenden Jahren fester Bestandteil des Wettkampfkalenders bleibt. (Text: Jakob, Bilder: Clemens und Jan)

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HM Staffel 2026 – viele Staffeln, reichlich Medaillen und fast ein Hessenrekord

Dank großer Trainingsgruppen und unzähliger Trainingsstaffeln können wir seit Jahren starke Staffeln aufstellen und gehören bei den Kindern und Jugendlichen in Hessen zur Spitze. Die Hessischen Staffelmeisterschaften sind deshalb für uns jedes Jahr ein besonderes Highlight.

Los ging es in Neu-Isenburg mit dem Rahmenprogramm über 6x50m mixed in der Altersklasse U12. Nachdem unsere U12-Teams 2024 in Egelsbach den ersten und im vergangenen Jahr in Wetzlar den dritten Platz erreichen konnten, war auch dieses Jahr ein Podiumsplatz das Ziel. Gegen die starke Konkurrenz aus ganz Hessen zeigte unser diesjähriges U12-Team mit Frieda, Leni, Carlo, Jost, Felix und Cosima schnelle Sprints und gute Wechsel. So konnten die Kinder den dritten Platz verteidigen und schließlich die schönen HLV-Medaillen in Bronze in Empfang nehmen.

In Startgemeinschaft mit dem TSV Kirchhain waren wir in der U14 sowohl bei den Jungs als auch bei den Mädchen mit jeweils drei Sprintstaffeln über die 4x75m-Distanz am Start. Nach ihrem Titelgewinn im vergangenen Jahr standen die vier Jungs unserer ersten Staffel – Johannes Schick, Jayden Howell, Noah Heinbach und Julius Strangmeyer (Kirchhain) – unter ungewohntem Druck. Die Titelverteidigung war keineswegs sicher, denn in Südhessen hatten einige Läufer bereits bärenstarke Sprintleistungen gezeigt.

Dass unseren Jungs im Vorlauf mit 37,82sec eine überragende Zeit gelang – die zweitschnellste Zeit in der ewigen Hessischen Bestenliste –, steigerte die Erwartungen für das Finale zusätzlich. Als es dann endlich losging, war die Nervosität an den vorsichtigen Wechseln zu erkennen. Mit starkem Willen konnten sich die Jungs dennoch absetzen und ihren Titel am Ende ungefährdet verteidigen. Man merkt, dass die Jungs bereits über unheimlich viel Erfahrung im Staffellauf verfügen und auch in schwierigen Situationen kaum Fehler machen. Vielleicht ergibt sich dieses Jahr sogar noch eine Gelegenheit, den Hessenrekord von 37,47sec anzugreifen, bevor es im kommenden Jahr auf die längere Strecke über 4x100m geht.

Unsere zweite Staffel verpasste mit starken 40,65sec den Finaleinzug nur um 25 Hundertstel und auch unsere dritte Staffel konnte mit 43,00sec ein starkes Ergebnis erzielen. Da unsere zweite und dritte Staffel überwiegend aus Jungs des jüngeren U14-Jahrgangs bestanden, können wir zuversichtlich sein, auch 2027 wieder schnelle U14-Staffeln an den Start bringen zu können.

Auch bei den Sprintstaffeln der Mädchen U14 war unsere StG-Staffel als Favorit angereist. Letztes Jahr noch auf Rang drei, zeigten die Vorleistungen dieser Saison klar in Richtung Titel. Und auch die Mädchen lieferten ab: In schnellen 38,70sec holten sie Gold. Auch hier verpasste unsere zweite Staffel mit Mahina Diaz und Mara Hornjak denkbar knapp als siebtschnellste Staffel das Finale der besten sechs Teams. Unter 21 Staffeln erreichte unsere dritte Mädchenstaffel mit guten 42,67sec sogar Rang zwölf.

Nach Silber 2024 und einem etwas enttäuschenden vierten Platz im vergangenen Jahr wollten die U14-Jungs in der 3x800m-Staffel dieses Jahr um den Titel kämpfen. Florian Erb, Julius Strangmeyer und Jonne Sannes gaben alles und liefen mit 7:28,25min die schnellste Zeit, die wir in der U14 jemals erzielt haben. Trotzdem reichte es diesmal „nur“ zu Silber. Stark präsentierte sich auch unsere zweite Staffel mit guten 8:33,37min. Die Mädchen erreichten 7:52,54min und damit Rang drei. Mit weiteren Staffeln in 8:20,55min und 9:05,67min konnten wir auch hier unter Beweis stellen, wie viele starke Athletinnen wir in unseren Reihen haben.

Als Titelverteidiger war auch unsere Masters-Langstaffel der Altersklasse M40 angereist. Schon im vergangenen Jahr konnten wir den Titel gegen die LG Waldstraße Wiesbaden in 8:55,09min gewinnen. Dieses Jahr setzten Tobias Erb, Johannes Kohlhepp und Martin Blöcher noch eine Schippe drauf und verbesserten sich auf 8:49,58min. Damit setzten sie sich souverän gegen die Athleten des TV Wächtersbach durch.

Mit drei Hessentiteln, weiteren Medaillen und einer Vielzahl starker Leistungen war die Reise nach Neu-Isenburg für unsere Staffeln ein voller Erfolg und einmal mehr ein Beleg für die hervorragende Arbeit in unseren Trainingsgruppen. (Text: Moritz)

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Volkslauf Erfurtshausen – VfL vorne mit dabei

Lokale Volksläufe werden immer seltener – umso schöner, dass es in Erfurtshausen schon seit Jahren die Möglichkeit gibt, in einem familiären Rahmen 5km oder 10km auf einer anspruchsvollen, nicht bestenlistenfähigen Strecke die Form zu testen. Diese Option nutzten dieses Jahr gleich fünf VfLer.

Auf der kurzen Strecke war gleich viermal der VfL mit dabei: Jonne Sannes unterstützt von seinem Vater Martin Blöcher, Martin Schwartz, erst seit kurzer Zeit Teil unserer Trainingsgruppe, und Katja Richardson, die nach einem schwierigen Winter langsam wieder in Fahrt kommt. Vom Start weg war klar, dass der starke Regen und die schwierige Strecke heute eine wesentliche Herausforderung waren: Matsch, Schotter und viele Höhenmeter machten es den LäuferInnen heute nicht einfach. Trotz der Umstände führen die Vfler die Ergebnisliste an: Jonne (der noch in der U14 am Start ist) konnte den Lauf nach 20:18min vor seinem Vater für sich entscheiden. Dahinter kamen dicht hintereinander zuerst Martin nach 21:01min und dann Katja ins Ziel, die nach 21:09min die Damenkonkurrenz deutlich für sich entscheiden konnte. Die doppelt so lange Strecke nahm dann Phil in Angriff. Nach ziemlich genau 35min überquerte er die Ziellinie als erster Mann und stellte seine gute Form unter Beweis.

Schön, dass es Läufe wie in Erfurtshausen neben den vielen Großevents noch gibt – hoffentlich bleibt es auch dabei! Für uns war Erfurtshausen mal wieder ein schöner Fingerzeig, dass auch kleine lokale Läufe ihren Reiz haben! (Text: Jakob)

HM Aktive/U16 Tag 2 – Aaron holt nächsten Titel

Der zweite Tag in Darmstadt hatte von allem etwas zu bieten: Aaron Stübner und Johannes Veitengruber zuerst über die Langhürden, anschließend im Stabhochsprung und zum Abschluss Jan-Christoph Scholz auf den zwei Stadionrunden. Nach einem guten ersten Tag wollten vor allem die U16-Jungs ganz vorne angreifen, während Jan vor allem schneller als zuletzt laufen wollte.

Den Tag eröffneten Aaron und Johannes dann über die 300m Hürden mit einem echten Feuerwerk. Zuletzt war Johannes bereits unter der für die Süddeutschen Meisterschaften geforderten Normzeit geblieben – dem wollte Aaron sich jetzt anschließen. Dass es dabei auch um die Medaillen gehen würde, war klar. Dass am Ende aber ein Doppelsieg (Aaron vor Johannes), zwei deutliche Bestleistungen und damit auch die SDM-Norm für Aaron herausspringen würden, war dann doch mehr, als man vorher erwarten durfte.

Nach einer Regenunterbrechung bot sich den beiden im Stabhochsprung die nächste Chance auf Edelmetall. Und auch das gelang! Die Höhen von 3,20m (Aaron) und 3,00m (Johannes) sind zwar nicht ganz das, was die beiden zuletzt gezeigt haben, umso größer aber die Freude, dass es dennoch für Silber und Bronze reichte.

Zum Abschluss der Meisterschaften ging es für Jan dann auf die 800m. Nachdem es zuletzt nicht wie gewünscht gelaufen war, war die Hoffnung groß, in einem hoffentlich schnellen Rennen wieder näher an die Zwei-Minuten-Marke heranzukommen. Auf den ersten 200m sortierte er sich etwas weiter hinten als geplant ein, konnte sich aber bis zur Rennhälfte in eine gute Position vorarbeiten. Auf der zweiten Runde gelang ihm dann das, was in den bisherigen Rennen gefehlt hatte: Er konnte am Schluss noch einmal zulegen, auf der Zielgeraden einen Konkurrenten überholen und sich so auf 2:01,22min steigern, was Platz sieben bedeutete. Endlich wieder ein Schritt in die richtige Richtung – jetzt heißt es noch einmal zwei Wochen trainieren, bevor Pfungstadt die nächste Chance auf schnelle Zeiten bietet.

Auch Tag zwei hatte in Darmstadt mit vier Medaillen und einer Saisonbestleistung für Jan einiges zu bieten. Vor allem Aaron und Johannes zeigten mit ihren Leistungen eindrucksvoll, dass sie aktuell zu den stärksten U16-Athleten Hessens gehören. (Text und Bilder: Jakob)

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Pfingstlauf des TSV Krofdorf-Gleiberg – schöne Strecken und gute Zeiten

Bereits zum 38. Mal fand am Pfingstmontag der Volkslauf des TSV Krofdorf-Gleiberg statt. Neben den 5km- und 10km-Wendepunktstrecken durch das schattige und landschaftlich schöne Fohnbachtal war auch ein Schülerlauf über 1000m im Angebot. Mit 85 (5km) beziehungsweise 299 (10km) gestarteten Läuferinnen und Läufern waren die Felder deutlich stärker besetzt als in den vergangenen Jahren.

Während viele VereinskollegInnen bei den Stadionwettkämpfen in Mörfelden und Allendorf an den Start gingen, zog es eine kleine Gruppe von VfLern auf die längeren Strecken nach Krofdorf. Jonne und Milan waren über 5km unterwegs. Zunächst ging es mit etwas Gefälle aus dem Ort heraus, bevor es mit zwar leichtem, aber kontinuierlichem Anstieg in Richtung Wendepunkt ging. Jonne Sannes erreichte diesen als Gesamt-Siebter, konnte auf dem Rückweg noch zwei Plätze gutmachen und passierte nach nur 19:28min die Ziellinie. Milan Könnemann meisterte den Anstieg ebenfalls souverän. Auf dem zweiten Teil der Strecke hatte er etwas mit Übelkeit zu kämpfen, dennoch konnte er mit 22:44min und Platz 15 eine starke Leistung zeigen. Eine ausgewiesene Altersklassenwertung gab es beim 5km-Lauf zwar nicht, in ihren Jahrgängen belegten die beiden jeweils Platz eins.

Martin Blöcher war auf der zeitgleich gestarteten 10km-Distanz am Start, kam mit dem Anstieg in Richtung Wendepunkt in diesem Jahr gut zurecht und konnte sich als Gesamt-Neunter in 38:10min ungefährdet den Altersklassensieg in der M50 sichern.

Fünf Minuten nach den langen Strecken fiel der Startschuss für die jüngeren Jahrgänge. Bogi und Csenge waren für den VfL auf der Strecke. Im Gegensatz zu den längeren Distanzen hieß es für die beiden, sich in zwei Runden durch die sonnige Hitze der Ortsmitte zu kämpfen. Beiden gelang das sehr gut: Bogi konnte sich mit einer Zeit von 4:33min über die Silbermedaille in der U10 freuen, Csenge fehlten mit 5:34min nur knapp zwei Sekunden auf den Bronzeplatz in der U8.

Vielen Dank an den TSV Krofdorf-Gleiberg für die souveräne Organisation – und ein ebenso souveränes Kuchenbuffet. Wir kommen gerne wieder! (Text: Martin, Bild: Vera)

Sportfest Mörfelden – Lucy steigert sich über 200m

An Pfingsten hatten wir wie jedes Jahr die Qual der Wahl: Baunatal, Mörfelden, Allendorf … kein Wochenende bietet mehr Auswahl als das Pfingstwochenende. Unsere Wahl fiel wie schon vor zwei Jahren auf das Sportfest in Mörfelden. Die Gruppe war überschaubar: Lucy Gesell über 200m und im Weitsprung, Robin Velte über 400m, Jan-Christoph Scholz auf der doppelt so langen Strecke und das erste Mal für uns am Start Ferdinand Kreiling mit dem Sprint-Doppel über 100m und 200m.

Die Bedingungen für die Sprinter waren perfekt: hochsommerliche Temperaturen, wenig Wind. Das nutzte Lucy auch direkt beim ersten Start der Saison über 200m für eine tolle Leistung: 27,84sec sind etwa eine halbe Sekunde schneller als ihre alte PB. Direkt im Anschluss stieg sie mit einem starken Versuch auf 4,85m in den Weitsprungwettbewerb ein. Die Hoffnung war groß, dass da noch mehr drin ist – in den folgenden Versuchen gelang es ihr aber nicht, Anlauf und Technik zusammenzubringen, sodass die Weite aus dem ersten Versuch am Ende auch in den Ergebnislisten steht.

Ferdinand trainiert erst seit drei Wochen bei uns, entschied sich ganz kurzfristig für den Start und liebäugelte mit einer Zeit von 11,8sec über 100m. Das Ergebnis von 11,79sec ist also eine Punktlandung – und sicherlich wird es diesen Sommer noch schneller! Über 200m fehlte ihm dann hinten raus ein bisschen die Tempohärte, sodass er seine Zeit von 24,17sec direkt mit den Worten „Naja, nächstes Mal steht dann die 23 vorne“ kommentierte. Für Robin ging es über 400m darum, weiter Rennerfahrung zu sammeln und sich Schritt für Schritt seiner PB aus dem letzten Jahr zu nähern. Mit einem etwas zu vorsichtigen Beginn und einer hervorragenden Zielgeraden gelang ihm das gut – 51,17sec sind ein Schritt in die richtige Richtung.

Genau diesen Schritt hätte auch Jan gerne über 800m gemacht. Nach zuletzt vielen Rennen im Bereich rund um 2:02min sollte es dieses Mal deutlich in Richtung der Zwei-Minuten-Marke gehen. In einem einsamen Rennen an der Spitze des Feldes sah es die ersten 600m auch danach aus, dass das gelingen könnte – auf dem letzten Rennviertel verlor er dann aber wertvolle Sekunden und ist mit dem Ergebnis von 2:02,51min alles andere als glücklich.

Die Leistung des Tages also eindeutig Lucys Rennen über 200m – daneben freuen wir uns, mit Ferdinand einen weiteren VfLer im Wettkampfzirkus begrüßen zu dürfen, und hoffen vielleicht sogar auf eine Männerstaffel in der zweiten Saisonhälfte! (Text: Jakob, Bilder: Clemens)

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Abendsportfest Wiesbaden – ein Satz mit X

Wiesbaden war für uns zuletzt immer ein gutes Pflaster: Letztes Jahr konnten Jan-Christoph Scholz und Laurenz Steiß magische Marken durchbrechen, im Winter lief es beim Crosslauf eigentlich immer gut. Dementsprechend groß war die Hoffnung, dass Jan und Laurenz daran auch beim Abendsportfest anknüpfen könnten.

Für Jan ging es wieder über die zwei Stadionrunden. Aber schon das Warm-up gestaltete sich nicht optimal: Zeitplanverzögerungen und eine Regenunterbrechung führten dazu, dass der Start immer weiter nach hinten rückte und am Ende um etwa eine Stunde verzögert war. Dazu niedrige Temperaturen im Bereich von 12°C und eine nasse Bahn – alles andere als optimale Bedingungen.Das Rennen lief dann aber auf der ersten Hälfte richtig gut: Der Angang knapp über 28sec, das zweite Teilstück in ziemlich genau 30sec. Spätestens auf der Gegengerade zeichnete sich dann aber ab, dass es heute nicht Jans Tag werden sollte: Die Beine wollten nicht mehr richtig, die Muskulatur machte in der Kälte zu und das Tempo ging sichtbar zurück. Auf den letzten 200m konnte Jan dann auch nichts mehr zusetzen und erreichte das Ziel nach 2:03,08min – alles andere als die erhoffte Zeit. Das Learning: Eigentlich alles richtig gemacht, die Gegebenheiten vor Ort mit Verzögerung und Kälte verhinderten heute ein besseres Ergebnis.

Laurenz entschloss sich spontan für einen Start über 1500m statt der eigentlich geplanten 3000m. Nach der sportpraktischen Abiprüfung zwei Tage vorher machten die Waden ein wenig Probleme, sodass die kürzere Strecke größeren Erfolg versprach. Der Plan: anlaufen in Richtung einer deutlichen Bestzeit von 4:00min und dann schauen, wie lange das klappt.Nach etwa ruhigen ersten 300m setzte Laurenz sich an die Spitze des Verfolgerfeldes und zog das Tempo merklich an – etwa bis zur Rennhälfte gelang ihm das, spätestens dann bremsten die Waden ihn aber aus, sodass er die Konkurrenz passieren lassen musste und versuchte, im Windschatten mitzulaufen. Die 1000m durchquerte er nach 2:46min – sechs Sekunden langsamer als geplant und schon deutlich am Kämpfen. Das letzte Renndrittel brachte Laurenz dann nur noch ins Ziel, ohne noch einmal beschleunigen zu können – die Zeit von 4:12,07min weit weg von dem, was Laurenz’ Anspruch und eigentliche Leistungsfähigkeit ist.

Wiesbaden war dieses Mal also eine Enttäuschung: schlechtes Wetter, Verzögerungen im Zeitplan und vor allem zwei Ergebnisse, die nicht das sind, was Jan und Laurenz sich erhofft hatten. Dennoch: Angesichts der Umstände war nicht mehr zu holen und es gibt keinen Grund, für die anstehenden Rennen den Kopf in den Sand zu stecken. (Text: Jakob, Bilder: Jan)

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Emil-von-Behring-Gedächtnislauf – zwei Podestplätze für den VfL

So groß wie noch nie war der EvB-Lauf rund ums Marburger Unistadion: Über 500 LäuferInnen bevölkerten am Freitagnachmittag bei besten Bedingungen die Radwege an der Lahn. Darunter auch von uns eine Gruppe so groß wie noch nie: 25 VfLer, dazu etliche weitere Vereinsmitglieder, die privat oder für ihre Firma am Start waren.

Nach dem Platz 3 im Vorjahr wollte Phil Battenfeld auch dieses Jahr wieder vorne angreifen. Nach einem schnellen Start vorbei an der neuen Jugendherberge ließ er die Konkurrenz zunächst etwas ziehen, konnte sich aber bei Streckenhälfte wieder auf den Bronzerang vorschieben und diesen souverän bis ins Ziel verteidigen. Weitere Top10-Platzierungen gab es für Jan-Christoph Scholz auf Platz 6 und Rihards Straumitis, der als Zehnter den Zielstrich überquerte.

Bei den Frauen war es Teresa Dinges, die sich am weitesten vorne platzierte. Nur der Siegerin musste sie den Vortritt lassen, darf sich über Silber und eine Steigerung von mehr als einer Minute gegenüber dem Vorjahr freuen. Aber auch hier konnten mit Katja Richardson auf Platz 4 und Ruta Ozolina auf Platz 7 zwei weitere VfLerinnen in die Top10 laufen und so ein tolles Ergebnis abrunden.

Die unzähligen weiteren Ergebnisse – egal ob von Kids aus der U10, Eltern, weiteren AthletInnen aus der Laufgruppe oder TrainerInnen – in blauen Trikots zeigen, dass wir als Verein mittlerweile in der Spitze und in der Breite im Laufbereich angekommen sind und daran weiterhin anknüpfen wollen! (Text: Jakob, Bilder: Jakob und Clemens)

Ergebnisse gibt es hier (Männer und Frauen), Bilder bei Flickr