Laufherbst 2020 – Arne erfolgreich in Nordhessen

Für Arne gab es im September eine kurze und knackige Saison: Vier Rennen innerhalb von drei Wochen – und dann gleich alles dabei: 10km auf der Straße in Heiligenstadt, danach 5000m auf der Bahn in Göttingen, dann 800m auf der Bahn in Baunatal und als Abschluss die Hessischen Berglauf-Meisterschaften in Kassel.

Ganz kurzfristig erfuhr Arne erst am frühen Morgen des Renntages, dass er in Heiligenstadt starten kann. Als Erster musste er dannn auch auf die Strecke gehen, die weiteren Teilnehmer starteten dann in 15sec-Abständen. Ein unmittelbarer Vergleich wurde dadurch schwer, trotz Wendepunktstrecke ließ sich kaum abschätzen ob die Konkurrenz langsamer oder schneller unterwegs ist. Im Ziel zeigte die Uhr dann 33:47min an – nach ein paar Minuten war dann klar, dass diese starke Zeit für den zweiten Platz reichen sollte. Fazit des ersten Rennens unter Corona-Bedingungen: schöne Veranstaltung, gute Umsetzung trotz Corona und mit der Zeit ist Arne auch zufrieden.

Nur drei Tage später dann der nächste Start: Dieses Mal auf der Bahn. Seit langer Zeit sollte es der erste Bahnwettkampf werden – beim Einlaufen sah es aber nicht so aus, als ob es auch erfolgreich werden sollte: Müde Beine und muskuläre Probleme nach dem Lauf drei Tage zuvor machten wenig Hofffnung auf eine schnelle Zeit. Bei optimalen Bedingungen kam es dann aber (wie so oft) viel besser als erwartet: Vom Start an lief es richtig gut, das erste Renndrittel konnte Arne in einer Gruppe mitschwimmen und am Ende blieb die Uhr nach neuer Bestzeit von 16:03,89min stehen.

Weiter ging es dann in Baunatal über 800m – früher Arnes Paradestrecke war der Umstieg auf die kürzeren Strecken auch im Training jetzt ungewohnt. Leider war die Organisation dann auch nicht so zufriedenstellend wie in Göttingen und Heiligenstadt: Nicht nachvollziehbare Laufeinteilungen und Verzögerungen beim Start sorgten schon vorm dem Start für eine schlechte Stimmung. Die Zeit von 2:04,45min war dann am Ende auch nicht ganz das, was Arne sich vorgenommen hatte – angesichts der Umstände ist die Zeit dann aber doch nicht so schlecht, wie sie auf den ersten Blick wirkt.

Als letztes standen dann noch die Hessischen Meisterschaften im Berglauf am Herkules in Kassel auf dem Programm. Hier erfolgte der Start in 10er-Gruppen, die jede Minute losgeschickt wurden. Eingeteilt anhand von 10km-Bestzeiten hatte Arne das Glück in der ersten (also schnelllsten) Gruppe starten zu dürfen. Am Anfang hielt er sich zurück, konnte so die steilsten Passagen gut meistern, auch ein zwischenzeitliches Tief überstehen und erreichte das Ziel mit dem Gefühl, ein gutes Rennen gemacht zu haben. Da nicht alle Athleten Zeiten angegeben hatten, hieß es dann wieder lange zu warten, bis wirklich alle Athleten im Ziel waren. Arne wurde am Ende insgesamt 10. Mann und 2. in seiner Altersklasse M30. Eine schöne Veranstaltung und ein gelungener Abschluss des Corona-Herbstes! (Jakob)

Abendsportfest Pfungstadt – versöhnlicher Saisonabschluss für Paula

Am 30.09.2020 fand das wie immer sehr gut organisierte 2. Abendsportfest in Pfungstadt statt. In einem Flutlichtrennen und bei kühlen Temperaturen ging Paula Auschill im 800m-Rennen an den Start. Das besondere Format, welches hier Anwendung findet, garantiert schnelle Rennen mit Chancen auf Bestzeit.

In ihrem Lauf ging Paula forsch an, konnte sich nach 100m im Mittelfeld einreihen und dort etablieren. Gegen Ende hin wurden die Beine schwer, mit viel Kampfgeist konnte sie aber trotzdem eine neue persönliche Bestzeit von 2:27,38min aufstellen! Paula ist sehr zufrieden mit diesem Saisonabschluss und freut sich auf die nächste Saison.

Besonderes Highlight an diesem Abend war der 800m Lauf der 90-jährigen Melitta Czerwenka-Nagel. Sie stellte in beeindruckender Weise einen Weltrekord in ihrer Altersklasse W90 auf. Natürlich nutzte Paula die Chance eines gemeinsamen Bildes mit einer Weltrekordhalterin! (Paula)

Die kompletten Ergebnisse gibt es beim Veranstalter

Wochenende 11./12.9 – die Saison läuft

Auch wenn dieses Jahr alles andere als normal verlaufen ist, ist eines wie immer: Im September reiht sich ein Höhepunkt an den anderen. Letztes Wochenende die Vereinsmeisterschaften im Mehrkampf, kommendes Wochenende Vereinsmeisterschaften Zehnkampf und dieses Wochenende ein buntes Programm aus Wettkampf-Ersatz-Läufen, hessischen Meisterschaften und dem Septembersportfest in Allendorf.

Los ging es Freitag Abend in Friedberg: Dort war Lena über 5000m am Start bei den Hessischen Meisterschaften. Die angehende Physiotherapeutin stellte sich kurz vor ihrem Examen der erfreulich starken Konkurrrenz. Vom Start weg liefen zwei Läuferinnen einsam vorweg, dahinter Lena auf dem dritten Platz und nochmal etwas dahinter eine Verfolgergruppe. Wie schon so oft entschied Lena sich nicht für die Variante, in der Gruppe mitzulaufen und auf Platzierung zu laufen, sondern entschied sich dafür, alles für eine schnelle Zeit zu riskieren. Bis gut einen Kilometer vor dem Ziel lief sie dann auch sicher auf dem dritten Platz. Dann schloss eine Verfolgerin aber auf und Lena kämpfe vier Runden darum, Anschluss zu halten. Auf den letzten 200m setzte sie dann einen langen Spurt, der ihr die Bronzemdaille sicherte. “Ich bin auf jeden Fall zufrieden: Die Zeit dürfte zwar etwas schneller sein, aber mit dem Rennnen an sich bin ich ganz zufrieden. Am schönsten war aber eigentlich, Freunde und so viele nettte Menschen zu treffen, gerade jetzt kurz vor dem Examen.”

Einen Trainingswettkampf auf dem Programm stehen hatte Julia. Für sie ging es am Samstag auf die Bahn mit dem Ziel, eine gute (oder sogar Best-) Zeit über die 1500m zu laufen. Begleitet von Alex und Kilian, die ein letztes Tempotraining für den Halbmarathon am Sonntag machen wollten, und angefeuert von Freund Max, ging es ein bisschen zu flott in die erste Runde. Geplant war eine Endzeit von 4:30 (Bestzeit in 4:29,9), mit dementsprechend schnellen Rundenzeiten von 71 Sekunden. Die drei lieferten eine etwas zu schnelle erste Runde ab, die folgenden zwei Runden waren zwar konstant, aber konstant ein bisschen zu langsam. Julia musste die Jungs ein bisschen ziehen lassen und die letzten 600m sehr kämpfen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Bei 1000m stand etwas über 3min auf der Uhr, im Ziel dann eine 4:32,7min. „Nachdem ich mich die letzte Woche im Training eigentlich gut gefühlt hab, und die Tempo-Einheiten alle ziemlich gut liefen, wäre ich gerne unter meiner Bestzeit geblieben. Aber ich denke, für einen Trainingswettkampf kann ich mit der Zeit (die meine zweitbeste Zeit jemals auf der Distanz ist) doch zufrieden sein“.

Wenige Stunden später wollte Jakob über 10km nochmal angreifen und nach Möglichkeit in den Bereich seiner Bestzeit von 36:13min laufen. Begleitet von Lena und Clemens auf dem Rad lief es von Beginn an richtig gut: konstante Kilometerzeiten rund um 3:36min und ein gutes Gefühl. Nach etwa der Hälfte der Strecke machten sich dann aber der leichte Wind und minimale Magenprobleme bemerkbar, sodass es Stück für Stück langsamer wurde. Der große Einbruch blieb zwar aus, trotzdem blieb zu viel Zeit liegen, um noch in den Bereich der Bestzeit zu laufen. “Die Zeit von 37:09min ist zwar nicht das, was ich mir vorgstellt hatte – trotzdem ist das so in Ordnung: Ich habe es versucht, denke auch, dass ich bei optimalen Bedingungen und mit ein bisschen Konkurrenz in den Bereich laufen kann und habe es halt nicht geschafft. Jetzt erstmal ein paar Wochen ruhiger und dann geht es in die Vorbereitung für das nächste Jahr.”

Do it fast – Lena stark in Dortund

Endlich wieder ein Straßenlauf, dann noch mit schneller Strecke und nicht allzu weit weg in Dortmund. Da könnte man doch mal hinfahren… so ungefähr meine Überlegungen vor ein paar Wochen. Gesagt getan und so ging es bereits Samstag Abend nach Dortmund und Sonntag morgen um 9:00 an den Start beim Do it fast run. Ob es bei mir “fast” werden würde, wusste ich nicht so wirklich. Zwar fühlte ich mich recht fit, hatte  die letzten Wochen aber aufgrund der Vorbereitungen auf mein Examen umfangreich, aber ohne Plan und eher nach Lust und Laune trainiert.

Foto: Schaake

Also ließ ich mich überraschen. Gelaufen wurde auf einem flachen und schnellen 2,5km Rundkurs im Industriegebiet Phönix West. Gestartet wurde alle 60sek in Kleingruppen à 5 Personen. Um kurz nach 9:00 fiel der Startschuss für meine 10km und schnell merkte ich, dass ich einen guten Tag erwischt hatte. Also Attacke. Zwar musste ich leider weitestgehend allein laufen, fand aber in einen guten Rhytmus. Am Ende lief ich dann nach 36:48 über die Ziellinie und es reichte um 6 Sekunden leider nicht zur Bestzeit. Enttäuscht? Nein, im Gegenteil. Denn nach fast 1 1/2 Jahren endlich mal wieder eine Zeit unter 37:00, größtenteils allein gelaufen und in einer Phase, in der ich nicht wirklich damit gerechnet hätte und wo das laufen eher eine Nebenrolle spielt. Aber wie mir die letzte Zeit bisher gezeigt hat: Es kommt, wie es kommt und es passieren Dinge, mit denen man in dieser Zeit nie gerechnet hätte. In diesem Sinne zurück ans Lernen. Es war ein tolles Wochenende und eine schöne kleine Auszeit. (Lena)

Ergebnisse gibt es hier.

5000m Testlauf Wetter

Am Mittwochabend ging es nach Wetter um dort einen 5000m Testlauf zu absolvieren. Eigentlich hätte an diesem Abend dort der Bahnlauf stattfinden sollen, aus aktuellem Anlass natürlich nicht möglich, traf man sich nach Absprache trotzdem in kleiner Runde um einen Testlauf zu absolvieren. Der Fahrplan lautete Bestzeit also unter 17:43 und wenn alles perfekt läuft in die Nähe der 17:30 zu kommen. Puh!! Ob das wohl klappt? Gerade nach diesem letzten Jahr wo ich diesem Ziel doch immer wieder vergeblich hinterherrannte und ich mich auch zuletzt nicht unbedingt leicht getan hab auf der Bahn, so meine Gedanken. Aber wiederum auch die Hoffnung, der Wille und die Zuversicht das kontinuierliche Training nun vielleicht endlich doch mal abrufen zu können. Und nicht zuletzt das Wichtigste an diesem Tag: Unterstützung von allen Seiten!! Alex und Lorenz als Pacer, die exakt das Zieltempo liefen, mich immer wieder motivieren, Moritz der immer wieder teilbegleitete und Jojo die jede Runde von außen anfeuerte (Danke!!!) . Da musste es schon gut laufen. Und so wurde es am Ende dann nicht nur eine Bestzeit sondern mit 17:24 sogar eine Zeit, die ich mir selbst im Idealfall nicht vorstellen konnte. Ich bin einfach nur glücklich und dankbar!! (Lena)

Deutsche Meisterschaften Crosslauf – Lena starke Sechste bei Schlammschlacht

Bereits Freitagabend ging es für mich gemeinsam mit dem TV Waldstraße Wiesbaden  zu den Deutschen Crosslaufmeisterschaften nach Sindelfingen. Schon bei der Streckenbesichtigung am Vortag wurde allen klar, das der Lauf zur absoluten Schlammschlacht werden würde.

Und was für eine: Fast der gesamte Rundkurs im Badezentrum in Sindelfingen war komplett aufgeweicht und bestand fast ausschließlich aus knöcheltiefem Matsch, der das Vorankommen erheblich erschwerte und so manch einem den Schuh vom Fuß löste. Im vorletzten Lauf des Tages galt es, mich über die 5,5km im großen Feld der Frauen, Juniorinnen und Seniorinnen möglichst gut zu platzieren. Am Ende wurde ich 6. in der U23 Klasse und 26. insgesamt.

Foto: Günter Jung (TV Waldstraße Wiesbaden)

Im Großen und Ganzen ein sehr gutes Ergebnis mit meiner besten DM Platzierung, wenngleich ich zugeben muss, dass ich nicht komplett zufrieden bin, da ich doch gerne etwas besser mit dem Geläuf zurecht gekommen wäre und der Lauf so nicht ganz optimal lief. In jedem Fall war es ein außergewöhnlicher Crosslauf, mit seinen ganz eigenen Gesetzen. Spaß hat’s gemacht, auch wenn es verdammt hart war. Zum Schluss möchte ich noch ein großes Dankeschön an alle vom TV Waldstraße richten, wo ich immer wieder große Gastfreundschaft erfahre. Es waren zwei schöne Tage!

Jetzt freue ich mich schon ganz besonders darauf, mir in zwei Wochen einen langen gehegten Wunsch zu erfüllen und meinen ersten Halbmarathon zu laufen. (Lena)

Ergebnisse gibt es beim DLV.

Halbmarathon Frankfurt – Möllerbrüder mit starken Zeiten

Normalerweise besteht eine Halbmarathonvorbereitung aus vielen Kilometern, regelmäßigen langen Läufen und langen Tempoeinheiten rund ums Renntempo. Etwas anders gestaltete sich die Vorbereitung auf den Halbmarathon in Frankfurt für Jakob und Clemens. Geringere Umfänge als in den letzten Vorbereitungen, wenige klassische lange Läufe – nur die Tempoeinheiten waren wenigstens bei Jakob das, was sie sein sollten.

Dememtsprechend unsicher waren beide am Start, was für Zeiten am Ende in der Commerzbank-Arena für sie auf der Anzeige stehen würden. Jakob hatte aber einen klaren Plan im Kopf: Auf Kurs 1:22h anlaufen und schauen, wie lange das gut geht und so optimalerweise eine neue Bestzeit nach Hause laufen. Clemens entschied sich für ein riskantes Unternehmen: Er verzichtete während des gesamten Rennens auf Zwischenzeiten oder Angaben zur Pace und lief nur nach Gefühl. Die erste Hälfte des Rennens führt tendenziell bergab in Richtung Main. Einerseits wunderbar, um es rollen zu lassen – andererseits auch nicht ohne die Gefahr, zu überziehen und auf dem Rückweg dann die Quittung dafür zu bekommen. Beiden gelang das aber ganz gut – Jakob lag bei Streckenhälfte sogar etwas unter seiner Vorgabe. Am Main wehte dann ein kräftiger Gegenwind, sodass beide versuchten, in Gruppen zu laufen und den Windschatten auszunutzen. Jakob fand hier dann seine Gruppe für die nächsten Kilometer, während Clemens viel alleine mit dem Wind zu kämpfen hatte. Bei der morgendlichen Streckenanalyse am Frühstückstisch waren die beiden sich einig: “Wenn man bei km16, also nach der Strecke am Main, im Plan liegt und sich noch gut fühlt, gibt das eine Bestzeit.” Und genau so war es bei dem Älteren der beiden: Auf dem leicht ansteigenden Stück zurück Richtung Arena konnte er sein Tempo halten, auf den letzten Kilometern sogar nochmal deutlich zulegen und war am Ende nach 1:21:28h im Ziel. Für Clemens war das Rennen da schon einige Minuten beendet: Auch wenn er am Ende nicht mehr zulegen konnte und richtig zu kämpfen hatte, erreichte er das Ziel nach starken 1:17:13h – zwar etwa eine Minute langsamer als seine Betzeit, aber für den aktuellen Trainingsstand eine super Leistung.

“So macht Halbmarathon Spass: Eine top Organisation, einige Stimmungsnester, eine schöne und schnelle Strecke und am Ende natürlich Leistungen, mit denen wir mehr als zufrieden sind. Nächstes Highlight ist jetzt der Osterlauf in Paderborn, wo es nochmal Richtung Bestzeit gehen soll”, zogen die Beiden am Ende Bilanz. (Jakob)

Ergebnisse gibt es bei Mika-Timing, noch ein paar Bilder wie immer bei Flickr.

Lahntallauf – solide Leistungen auf der Heimstrecke

Lahntallauf – das bedeutet für uns Laufen auf der Heimstrecke: Da kennen wir jeden Meter, viele bekannte Gesichter stehen an der Strecke und die Motivation ist damit umso höher. Dieses Jahr nur eine kleine Gruppe am Start: Lena, die Möllerbrüder und kurzfristig Lorenz.

Clemens und Lorenz liefen die ersten vier Kilometer zusammen in der Verfolgergruppe hinter dem davoneilenden Sieger Tom Ring. Konstante Kilometerzeiten rund um 3:30min waren ziemlich genau das, was die beiden geplant hatten. Clemens verlor dann leider den Anschluss an die Gruppe, hatte mit dem Gegenwind und müder werdenen Beinen zu kämpfen. Der Weg zurück entlang der Lahn wurde also nicht wie erhofft zum Lauf in Richtung einer hohen 34er-Zeit, sondern zum Kampf gegen das Langsamerwerden. Die Endzeit von knapp über 36min ist jedenfalls nicht das, was er sich vorgenommen hatte. Lorenz dagegen konnte nach dem südlichsten Punkt der Strecke das Tempo nochmal deutlich steigern, einige Konkurrenten hinter sich lassen und wurde am Ende starker Dritter. Vielleicht ist das für ihn ja Motivation genug, in den nächsten Wochen und Monaten am Ball zu bleiben und wieder an alte Stärke anzuknüpfen.

Bild: Helmut Schaake

Jakobs klares Ziel war die Bestzeit, sodass er auch von Beginn an die Pace so wählte, dass eine Zeit rund um 36min möglich schien. Schon bei Kilometer 2 musste er aber erkennen, dass bei starkem Gegenwind die Motivation der Mitläufer, im Wind zu laufen und durch Zusammenarbeit schnelle Zeiten zu erzielen, eher gering war. Dementsprechend war schon nach einem Drittel der Strecke klar, dass es mit der neuen Bestzeit nichts werden würde. Da kam es ihm aber genau recht, dass etwa bei Streckenhälfte eine größere Gruppe, u.a. mit den drei ersten Frauen, darunter Lena, von hinten zu ihm auflief. Von da an war Jakobs Projekt dann vor allem, Lena bestmöglich zu unterstützen. In einem spannenden Rennen der drei ersten Damen waren wohl alle froh, gleich drei Männer vor sich zu haben, die das Tempo hochhielten und so schnelle Zeiten möglich machten. Am Ende gab es das beste Ende für Lena: Nachdem sie etwa einen Kilometer vor dem Ziel eine Konkurrentin aus Frankfurt hatte vorbei gehen lassen müssen, kam ihr die Streckenkenntnis zugute: Wenige Meter vor dem Ziel geht es nach einer 180-Grad-Wende eine steile Rampe herunter, die Lena für ihre Attacke nutzte. Das sicherte ihr die entscheidenden Sekunden Vorsprung, sodass sie am Ende ganz oben auf dem Podest Platz nehmen durfte. Die Zeit von knapp über 37min zeigt zudem, dass die Form ähnlich zu letztem Jahr ist und macht Hoffnung für die nächste Woche stattfinden Deutschen Crossmeisterschaften.

Auf der Heimstrecke also eine hochzufriedene Lena, Lorenz mit einem starken Auftakt in die neue Saison und die Möllerbrüder, die nächste Woche vom Halbmarathon in Frankfurt dann hoffentlich auch wieder richtig zufrieden nach Hause fahren können.

Ergebnisse gibt es bei myraceresult.

Winterlaufserie Pohlheim – ein Sieg zum Abschluss

Ein letztes Mal für diesen Winter ging es heute zur Winterlaufserie in Pohlheim. Wegen diverser parallel stattfindender Wettkämpfe nur mit einer ganz kleinen Gruppe: Jakob, dessen einzige Motivation war, den Sieg in der Serie zu holen und Jan, der nochmal schauen wollte, ob die eine oder andere Sekunde Steigerung möglich ist.

Um es kurz zu machen: Beiden gelang ihr Vorhaben perfekt. Bei frühlingshaften Bedingungen und starkem Wind lief Jakob von km1 an alleine vor seinem ärgsten Konkurrenten Jannek aus Dillenburg und erreichte das Ziel wie schon vor vier Wochen als Erster: “Mein Ziel war hier heute der Sieg und der Sieg in der Serie. Von daher bin ich völlig zufrieden. Die Zeit ist zwar meine langsamste auf dieser Strecke, aber angesichts müder Beine, des Windes, fehlender Konkurrenz und meiner nicht ganz so großen Motivationn ist das völlig in Ordnung.”

Anders sah es bei Jan aus: Er steigerte sich gegenüber dem letzten Lauf um fast eine Minute und lief damit Streckenbestzeit. Die Zeit von 24:42min bedeutete zudem den 13. Platz im Gesamteinlauf. Da darf man gespannt sein, was nächsten Winter möglich ist!

Auch wenn wir heute mit nur zwei Leute am Start waren, kommen wir immer wieder gerne nach Pohlheim und werden die Läufe sicherlich auch im kommenden Winter wieder nutzen, um die Form zu testen, Bestzeiten aufzustellen und das eine oder andere Duell auszutragen! (Jakob)

Ergebnisse gibt es hier.

Hessische Hallenmeisterschaften – Julia mit DM-Norm über 800m

Drei Starter, zwei Strecken und ein ganz großes Ziel: Bei den Hessischen Hallenmeisterschaften in Frankfurt waren Julia, Arne und Lena am Start. Erstgenannte über 800m, die beiden letzten über 3000m. Die Interessenslage war von vornherein klar: Während es für Arne und Lena “nur” darum ging, einfach ein gutes Rennen zu machen, wollte Julia nach einem missglückten Versuch letzte Woche jetzt endlich die Norm für die DM in Leipzig abhaken.

Vor dem Rennen war die Marschrichtung dann auch völlig eindeutig: Ungeachtet dessen, was die Konkurrenz macht, einfach vorneweg das eigene Rennen machen, sich strikt an Zwischenzeiten orientieren und sich bloß nicht in irgendwelche taktischen Spielereien verwickeln lassen. Vom ersten Meter an setzte Julia das dann auch perfekt um: Nach 100m lag sie in Führung und absolvierte die erste Runde genau wie geplant in 32sec. An dieser Situation änderte sich die nächsten Runden nichts: Julia genau im Plan vorweg, der Rest hinterher. Dass Julia Merbach am Ende angreifen würde, war absehbar und so geschah es auch: Rund 150m vor dem Ziel zog sie an und setzte sich an die Spitze. “Unsere” Julia konnte da zwar nicht mehr viel entgegensetzen – das war aber heute auch nicht das Ziel. Das war einzig und allein die Zeit unter 2:13,00min. Anders als vor einer Woche war auch beim Zieleinlauf direkt klar, dass es gereicht haben müsste: Der Blick in die Ergebnisse bestätigte das dann auch. 2:11,15min sind zudem eine Zeit, bei der nicht viel zur Bestzeit aus dem letzten Sommer fehlt. Am Ende also deutlich unterbotene DM-Norm, ein sehenswertes Rennen und der Hessische Vize-Titel.

Hessische Meisterschaftenn Halle 2020 Frankfurt Julia 800m

Danach kamen dann noch die Rennen über die längste Hallenstrecke: die 3000m. Zuerst das Männerrennen mit Arne und anschließend das Damenrennen mit Lena. Arne hatte zuletzt bei verschiedenen Straßen- und Crossläufen gezeigt, dass er schon wieder richtig gut drauf ist, und wollte nach längerer Bahnabstinenz mal wieder schauen, was noch möglich ist. Von Anfang an lief er in einer Gruppe mit, sodass er bis auf die letzten Meter kaum selbst Tempo machen musste. Zu den richtigen Momenten entschied er sich, Plätze gutzumachen und lief ein gleichmäßiges Rennen. Sein selbst ausgelobtes Ziel von 9:15min unterbot er am Ende mit einer Zeit knapp über 9:03min deutlich und war im Ziel zufrieden mit seiner Leistung.

Ganz anders lief es leider bei Lena. Auch wenn sie vom ersten Meter an keinen Zweifel an ihrem Sieg aufkommen ließ, war sie am Ende mit ihrer Zeit von 10:32,50min gar nicht zufrieden. Ein viel zu schneller Beginn kostete am Ende die Körner, die für eine bessere Zeit nötig gewesen wären. Auch wenn das ärgerlich ist, geht der Blick nach dem einzigen Hallenrennen der Saison jetzt wieder in Richtung Cross- und Straßenlauf, also zu Lenas eigentlichen Stärken.

Als Fazit bleibt also, dass Julia jetzt endgültig mit Leipzig planen darf, Arne wieder richtig gut in Form ist und Lena und die 3000m in der Halle einfach keine Freunde werden. (Jakob)

Ergebnisse gibt es beim DLV, Bilder – wie immer – bei Flickr.