Der zweite Tag der Hessischen Meisterschaften stand ganz im Zeichen der längeren Strecken: Für die Sprinter die 200m und die Staffel, für die Mittelstreckler 800m und 3000m.
Nachdem es am Vortag für Robin Velte über 60m bereits eine neue Bestzeit gegeben hatte, sollte es heute über die Hallenrunde ebenfalls in diese Richtung gehen. Das Rennen, das er dann zeigte, kann sich sehen lassen: Lediglich der Start war nicht ganz optimal, danach war es eine runde Sache. Dementsprechend sind 24,18sec zwar nicht ganz die erhoffte Bestzeit, aber dennoch eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Rennen vor drei Wochen.
In der Staffel war er zusammen mit Benedikt Heruth, Juri Sievers und Silas Leppert am Start. Die vier zeigten zwar allesamt gute Einzelleistungen, ein verpatzter erster Wechsel kostete jedoch viel Zeit, sodass die Hoffnung groß ist, das Ergebnis von 1:39,99sec bereits nächste Woche bei den Süddeutschen zu verbessern.
Bei den Frauen waren Anna-Lena Böhle, Lucy Gesell, Insa Otto und Constanze Winter am Start – Letztere das erste Mal im Trikot des VfL. Die vier machten es an den Wechseln besser als die Jungs und dürfen sich über den fünften Platz in 1:54,46min freuen. Etwas bitter: Auf die Bronzemedaille fehlten weniger als 1,5sec – an einem perfekten Tag wäre das vielleicht möglich gewesen!

Zu guter Letzt waren unsere Masters in der Besetzung Moritz Ernst, Johannes Kohlhepp, Martin Blöcher und Markus Hoß am Start. Ganz klares Ziel hier war die Masters-DM-Norm von 1:52,00min. Dieses Ziel konnten die vier in 1:46,54min deutlich unterbieten und dürfen nun mit einem Start in Düsseldorf Anfang März planen.
Auf den längeren Strecken waren heute Jan Christoph Scholz über 800m und Laurenz Christian Steiß über seine Paradestrecke, die 3000m, am Start. Für Jan ging es darum, nach einer kleinen Steigerung im letzten Rennen den Aufwärtstrend zu bestätigen und seine Hallensaison mit einem guten Gefühl zu beenden. In Frankfurt konnte er zeigen, dass er aus den letzten Rennen seine Learnings gezogen hat: Ein eher verhaltener Beginn, der Move zum richtigen Zeitpunkt und eine solide Schlussrunde bescherten ihm eine Seasonbest von 2:02,16min.
Nachdem er in der Vorwoche die DM-Norm abhaken konnte, wollte Laurenz sich nun in eine bessere Position bringen, um in den schnelleren Lauf zu kommen. Die ersten 2km wurde das Rennen perfekt auf eine Endzeit von 8:45min gepacet. Als der Tempomacher dann ausstieg und sein Konkurrent das Tempo etwas anzog, war Laurenz auf sich allein gestellt. Auf den letzten Runden bewies er erneut großen Kampfgeist und darf sich am Ende über eine neue Bestzeit von 8:47,36min freuen. Ob das am Ende für das erhoffte schnelle Rennen in Sindelfingen reicht, wird sich zeigen.
Zum Abschluss der Hallensaison geht es dann in der kommenden Woche noch zu den Süddeutschen Meisterschaften für die Staffeln – die Männer werden neben den 4x200m dann auch die doppelt so lange Strecke in Angriff nehmen. (Text: Jakob, Bilder: Clemens)








