DM Senioren – Vier VfLer am Start in Baunatal

Neben der DM der Aktiven ist die Senioren-DM jedes Jahr eine der größten Veranstaltungen im DLV jedes Jahr: Mehr als 1000 Athletinnen und Athleten ab 35 Jahren wetteifern um Edelmetall. Dieses Jahr dabei: Vier VfLer.

Im Weitsprung der Altersklasse M50 war Marko am Start. Nach seinem Start in der Halle kurz vor Corona war es sein zweiter Start bei einer Senioren-DM: „Es waren fünf der neun Athleten meiner Altersklasse mit besseren Weiten gemeldet als ich. Sie alle blieben unter ihren Melde-Leistungen. Meine Chance! Hätte ich die 5,45m, die ich in dieser Saison erst vor wenigen Wochen zweimal gesprungen bin, bestätigt, wäre ich jetzt Deutscher Vizemeister. Doch leider fehlte die Power nicht nur bei meinen Konkurrenten, sondern auch bei mir. Mehrere Sprünge unter 5 Metern machten mich etwas ratlos. Dann immerhin 5,08m. Vor dem letzten Sprung wollte ich noch mal mit einem kleinen Steigerungslauf Power in die Beine bringen, da stach ein heftiger Schmerz im hinteren Oberschenkel zu: Muskelfaserriss. Das bedeutet nicht nur mindestens drei Wochen Trainingspause, sondern auch, dass ich am kommenden WE nicht beim Zehnkampf teilnehmen kann, was mich mehr betrübt als die vertane Chance in Baunatal. Aber ich fahre als Trainer und Betreuer trotzdem mit nach Bad Nauheim. Am Ende dann doch wieder Rang 6, wie in der Halle in Erfurt. Schade. Es war mehr drin.“

Hans-Werner war, wie schon so oft, im Hochsprung am Start: „Leider konnte ich meine Trainingsleistungen nicht bestätigen. Es hatte am Vormittag vor meinem Wettkampf teilweise heftig geregnet. Der Anlaufbereich war nass und rutschig. Bei solchen Bedingungen traue ich mich nicht, mit voller Geschwindigkeit anzulaufen. So musste ich mit übersprungenen 1,20 m und Platz 7 zufrieden sein.“

Im Stabhochsprung war Eckhard in Baunatal dabei: „Als zufriedener 4. bei der Baunataler DM – die beiden vor mir haben sich gefreut.- und nach langer Wettkampfpause mit dem Stab und der Quälerei von Neukirchen hatte ich mit dem viel zu weichen Stab (bis 59kg) zu tun, was für die Belastug sehr angenehm war bei ca.18 Sprüngen inklusive Vorbereitung. Der Stab funktioneierte auch früher schon nur bis 2,20m. Die Umstellung ab 2,30m auf den zu langen und 68k-Stab gelang mir nicht, den hatte ich vor 5 Jahren noch biegen können. Das Alter? Vielleicht finde ich ja mal einen Passenden. Habe jedenfals wieder Lust auf Stab gekriegt.“

Ganz frisch bei den Senioren und in der jünsgten Klasse (M35) am Start war Moritz. War zu Beginn der Saison noch der Plan, es über 100m, 200m oder 400m zu versuchen, wurde immer klarer, dass über 200m die Quali am einfachsten zu machen war. Als Zehnter der Meldeliste gerade noch so in Baunatal dabei, war die Nervosität vor dem ersten DM-Start groß. Am Start zeigte Moritz dann aber, dass das Training der letzten Monate richtig gut funktioniert hat und kam richtig gut aus den Blöcken. Auf der Geraden lieferte er sich dann ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem Konkurrenten aus Berlin, das er denkbar knapp für sich entscheiden konnte. Die Zeit von 25,39sec bedeuten am Ende eine neue Bestzeit (wenn auch denkbar knapp um nur eine Hundertstel Sekunde) und den siebten Platz. Von außen betrachtet alles richtig gemacht: Mehr als eine neue Bestzeit zum Saisonhöhepunkt kann man nicht verlangen – so richtig zufrieden war Moritz aber dennoch nicht. Insgeheim hatte er mit einer 24 vor dem Komme geliebäugelt. Das hebt er sich jetzt einfach für kommendes Jahr auf! (Jakob)

Die kompletten Ergebnisse gibt’s hier, ein paar Bilder von Moritz hier.