Kreishallenbestenkämpfe – viele Neulinge und einige Titel

23 Starter, davon die gute Hälfte das erste Mal bei der „klassischen“ Leichtathletik am Start, über 70 Starts und zwölf Titel – die nackten Zahlen eines Samstag-Vormittags in der Herrenwaldhalle in Stadtallendorf. Dahinter steckt aber viel mehr als nur das!

Nervosität vor dem ersten Start, die ungewohnte „schiefe“ Kurve, bis zu 30 Kinder in einem Weitsprungwettkampf und nicht zuletzt die eigenen Ansprüche – all dem stellten sich unsere U12er und U14er an diesem Wochenende bei den Kreishallenbestenkämpfen. Gerade für die Kinder, die frisch aus der KiLa nachgerückt sind, ist es ein besonderes Erlebnis: Plötzlich nur noch für sich alleine und nicht fürs Team anzutreten und am Ende schwarz auf Weiß zu sehen, wo man im Vergleich zu den anderen steht, ist einfach was anderes, als im Team am Ende eine Platzierung zu bekommen. Hervorragend gelang der Umstieg Lara, die gleich zweimal ganz oben auf dem Podest Platz nehmen durfte: Über 800m und im Hochsprung war sie nicht zu schlagen. Dazu ein zweiter Platz über 50m und ein starker Lauf mit der Staffel – so kann man in die Schülerklasse einsteigen! Ebenfalls gerade erst der KiLa entwachsen ist Lauf-Spezialist Frederik. Mit einer beeindruckenenden Vorstellung von der Spitze weg sicherte er sich in 2:42min den Titel über 800m.

Aber auch in den älteren Altersklassen gab es viele Neulinge: Aus insgesamt sechs Startern im letzten Jahr wurden jetzt alleine in der älteren Altersklasse U14 zwölf Starter. Hier ist dann schon der Unterschied zu denen zu spüren, die länger dabei sind, sodass mit Amelie und Konrad (jeweils über die Hürden) zwei unserer drei Kreismeister in dieser Altersklasse gefühlt schon ewig dabei sind. Als Dritter gelang es Adalia, einen Titel zu erlaufen: Über 800m reichte es am Ende knapp zum Sieg.

Nächstes Jahr dann auch in der U14 am Start ist Joris – unser diesjährig erfolgreichster Titel-Sammler. Egal, wo er antrat, am Ende lag er vorne: Über 50m, im Weitsprung und über 800m führte kein Weg an ihm vorbei.

Stimmungsvoller Abschluss waren dann die Staffeln: Als einziger Verein des Landkreises konnten wir in allen vier Klassen eine Staffel stellen. Besonders die Jungs überzeugten dabei mit dem Sieg in der U14 und einem zweiten Platz in der U12. Bei den Mädchen ging es etwas chaotisch zu, da die Reihenfolge vom Wettkampfbüro falsch erfasst worden war und plötzlich jemand anders als erwartet am Wechsel stand. Nichtsdestotrotz kam direkt nach den Rennen die Forderung nach erneuten Staffelstarts im Sommer auf.

Der Vormittag in Stadtallendorf war für die Schülerleichtathletik bei uns im VfL hoffentlich ein großer Schritt in Richtung Zukunft: So viele Schüler hatten wir noch nie auf einen Schlag am Start. Ganz unabhängig davon, welche Zeiten und Platzierungen dabei erreicht wurden, hatten alle Kinder ihren Spass und wir hoffen, dass wir da in den nächsten Monaten und Jahren weiter anknüpfen können und Marburg wieder zu einer festen Leichtathletik-Größe im Landkreis machen können! (Jakob)

Ergebnisse gibt es beim DLV, Bilder bei Flickr.

Regionshallenmeisterschaften – zwölf VfLer am Start

Drei Athleten aus der U16, sieben in der U18 und zwei Aktive – das waren unsere Starter beim Abschluss der Hallensaison in Stadtallendorf. Zum Auftakt eines Wettkampfwochenendes, wie es der VfL seit Jahren nicht gesehen hat (über 50 Starter bei fünf Wettkämpfen) sollte sich zeigen, dass das Wintertraining auf fruchtbaren Boden gefallen ist.

Jonas auf der Zielgerade der 200m
Jonas auf der Zielgerade der 200m

Bei den Aktiven waren Moritz und Jonas am Start. Während Moritz seine Bestleistungen über 60m und 200m angreifen wollte, war es für Jonas der erste Wettkampfstart überhaupt, sodass es für ihn in erster Linie darum ging, Erfahrungen zu sammeln. Über die 60m verstrauchelte Moritz leider den Start, sodass er mit seiner Endzeit von 8,21sec nicht wirklich zufrieden war. Anders über die gut dreimal solange Strecke: Mit 26,02sec verbesserte er seine Bestleistung um rund zwei Zehntel und kann jetzt in die wohlverdiente Pause nach der Hallensaison gehen. Jonas lief die 60m in 8,72sec und die 200m in 30,13sec. Voller neuer Motivation blickt er jetzt schon in Richtung Freiluftsaison.

In der U18 sorgten vor allem unsere beiden Jungs für starke Leistungen. Über 60m lief Alex bärenstarke 8,11sec und greift im Sommer dann die 13sec-Marke auf den 100m an. Über 200m fehlt ihm noch etwas die Ausdauer – fürs Debüt kann sich die Zeit von 26,93sec trotzdem sehen lassen. Im Hochsprung lieferte er sich ein Kopf-an-Kopf-Duell mit Marc, dass die beiden am Ende höhen- und fehlversuchsgleich mit 1,60m beendeten und somit beide Regionsmeister wurden. Über die Hürden wurde Marc Dritter und konnte mit 10,04sec seine Bestzeit um fast sieben Zehntel verbessern. Im Weitsprung überzeugte er ebenfalls und hat seinen Trainer mit der Leistung von 5,84m jetzt endgültig überholt.

Liv wechselt auf Anouk
Liv wechselt auf Anouk

In der weiblichen U18 waren gleich fünf VfLerinnen am Start: Im Fokus die Laufdisziplinen, sodass es bei allen im Kurzsprint und im Langsprint auf die Bahn ging. Über die 60m war Amelie die schnellste unserer Starterinnen: 9,01sec bedeuteten in der Endabrechnung den 13. Platz. Mit 9,72sec war Magda auf die Hundertstel genau so schnell wie Anfang Januar, Anouk mit 9,38sec etwas langsamer. Das erste mal über 60m am Start waren Liv (9,18sec) und Paula (9,78sec). Danach waren die vier schnellsten dann in der Staffel am Start: Zwar mit deutlichem Rückstand, aber mit viel Moral liefen die vier ein solides Rennen und wurden am Ende Zweiter. Über 200m hieß es dann nochmal alle Kräfte zu mobilisieren. Die Vorbelastung zeigte sich dann auch in den Zeiten, die durchweg etwas langsamer als bei den Kreismeisterschaften waren. Nichtsdestotrotz machen die Auftritte heute Hoffnung auf einen erfolgreichen Sommer!

In der U16 waren dann nochmal sechs VfLer am Start. Laurenz Tag war dabei geprägt von Auf und Ab: Nach einem starken Beginn mit Bestleistung (4,23m) im Weitsprung folgte ein solides 60m-Rennen (8,99sec) und der Tiefpunkt des Tages mit einem Salto Nullo im Hochsprung. Beim abschließenden Lauf über 300m war davon aber nichts mehr zu spüren, sodass er die ungewohnte Strecke in starken 48,01sec absolvierte. Im jüngeren Jahrgang waren drei VfLer über 60m und 800m am Start. Borisz startete hervorragend in den Tag: Mit 9,00sec über 60m qualifizierte er sich für den Endlauf. Leider machten Schmerzen in der Ferse ihm dann den restlichen Tag zunichte. Bereits Wettkampferfahrung hat Mika, der über 60m in 9,36sec 9. wurde. Im Gegensatz zu ihm absolvierte Lasse seinen ersten Wettkampf: 9,88sec zeigen zwar noch Potenzial nach oben – dafür dass Lasse erst seit kurzem bei uns trainiert, macht der Lauf aber Lust auf mehr. Über 800m erreichte dann leider nur noch Mika das Ziel, da Lasse mit einer kleinen Verletzung das Rennen nach rund 300m abrechen musste. 2:51,19sec sind für den ersten 800m-Lauf eine starke Zeit – mit etwas Training und mehr Erfahrung ist da im Sommer sicherlich noch deutlich mehr drin.

Emma beim Hochsprung
Emma beim Hochsprung

Bei den Mädchen waren in der U16 unsere Vielstarterinnen Emma und Felina am Start. Über 60m qualifizierte Emma sich mit einer neuen Bestleistung von 8,72sec für den Endlauf. Dort passsierte ihr das, worauf jeder Sprinter lieber verzichtet: Mit einem Fehlstart schied sie aus. Felina startete mit 9,32sec in den Wettkampftag. Schon beim Aufwärmen für die Hürden musste Felina dann leider feststellen, dass ihr Körper heute nicht so wollte wie sie und beendete den Wettkampftag, um keine größere Verletzung zu riskieren. Über die Hürden schrammte Emma denkbar knapp an einer neuen Bestzeit vorbei – angesichts des fehlenden Hürden-Trainings in letzter Zeit sollte da nach Ostern aber was drin sein. Sowohl im Hoch- als auch im Weitsprung war Emma dann aber richtig gut dabei: Das Hochsprung-Training macht sich bezahlt, sodass heute erst bei 1,50m die Latte dreimal fiel, was am Ende den dritten Platz bedeutete. Im Weitsprung ging es dann mit 4,78m zu einer neuen Bestleistung und dem Regionsmeistertitel. Bedenkt man, dass auch diese Disziplin für uns im Winter nicht gut zu trainieren ist, muss die Leistung umso höher eingeschätzt werden.

Alles in allem also viele neue Bestleistungen, reichlich neue Motivation für die kommenden Wochen und Vorfreude auf die Freiluft-Saison, die Ende April Fahrt aufnimmt. (Jakob)

Ergebnisse gibt es beim DLV, Bilder bei Flickr.

Winterlaufserie Pohlheim – ein Sieg zum Abschluss

Ein letztes Mal für diesen Winter ging es heute zur Winterlaufserie in Pohlheim. Wegen diverser parallel stattfindender Wettkämpfe nur mit einer ganz kleinen Gruppe: Jakob, dessen einzige Motivation war, den Sieg in der Serie zu holen und Jan, der nochmal schauen wollte, ob die eine oder andere Sekunde Steigerung möglich ist.

Um es kurz zu machen: Beiden gelang ihr Vorhaben perfekt. Bei frühlingshaften Bedingungen und starkem Wind lief Jakob von km1 an alleine vor seinem ärgsten Konkurrenten Jannek aus Dillenburg und erreichte das Ziel wie schon vor vier Wochen als Erster: „Mein Ziel war hier heute der Sieg und der Sieg in der Serie. Von daher bin ich völlig zufrieden. Die Zeit ist zwar meine langsamste auf dieser Strecke, aber angesichts müder Beine, des Windes, fehlender Konkurrenz und meiner nicht ganz so großen Motivationn ist das völlig in Ordnung.“

Anders sah es bei Jan aus: Er steigerte sich gegenüber dem letzten Lauf um fast eine Minute und lief damit Streckenbestzeit. Die Zeit von 24:42min bedeutete zudem den 13. Platz im Gesamteinlauf. Da darf man gespannt sein, was nächsten Winter möglich ist!

Auch wenn wir heute mit nur zwei Leute am Start waren, kommen wir immer wieder gerne nach Pohlheim und werden die Läufe sicherlich auch im kommenden Winter wieder nutzen, um die Form zu testen, Bestzeiten aufzustellen und das eine oder andere Duell auszutragen! (Jakob)

Ergebnisse gibt es hier.

Winterlaufserie Pohlheim – Aufwärtstrend klar zu erkennen

Winterlaufserie Pohlheim: Das bedeutete für uns in den letzten Jahren immer Formtest über 5km. Für die meisten VfLer galt das auch dieses Mal – neue Wege wählte Clemens, der sich auf die dreimal so lange Strecke wagte und die 15km in Angriff nahm.

Start 15km WLS Pohlheim  Clemens VfL 1860 Marburg

Traditionell hervorragend besetzt nutzen viele Läufer die Gelegenheit, nach dem Jahreswechsel und recht weit vor den Frühjahrshöhepunkten zu schauen, wo die Form ist und welche Stellschrauben noch gedreht werden sollten. Clemens hat die letzten Monate fast nur Dauerläufe im Grundlagentempo gemacht und wusste gar nicht so recht, wo er steht. Anfangs lief er mutig (und ein bisschen zu optmistisch) in der Spitzengruppe mit. Er hatte auf der hügeligen Strecke mit einigen Auf und Abs, sowohl körperlich als auch mental, zu kämpfen, konnte die letzten Kilometer aber nochmal deutlich zulegen und erreichte das Ziel nach rund 53min. Im Ziel meinte er dazu: „Meine Zielzeit für den Halbmarathon sollte ich jetzt wohl etwas nach unten korrrigieren. Dass ich jetzt schon so schnell laufen kann, hätte ich nicht gedacht.“

5km WLS Pohlheim Frederik VfL 1860 Marburg
5km WLS Pohlheim Jan VfL 1860 Marburg

Bereits lange im Ziel waren zu diesem Zeitpunkt unsere 5km-Läufer. Jakob, Jan sowie Maximilian und Frederik sind Dauerstarter in Pohlheim und wollten auch heute wieder auf der bekannten Strecke angreifen. Allen vieren gelang das richtig gut: Max lief zusammen mit einem Freund und erreichte das Ziel nach genau 27min. Etwas schneller war Jan, der sich von Jahr zu Jahr steigert und heute mit 25:33min so schnell war wie noch nie. Ebenfalls mit neuer Streckenbestzeit unterwegs war Frederik, der mit 19:59min die 20min-Schallmauer durchbrechen konnte. Ganz vorne lieferte Jakob sich ein Kopf-an-Kopf-Duell mit Tom Stöber aus Wetzlar: Gegen den Jugendlichen setzte er immer wieder kurze Antritte, wurde ihn aber nicht wirklich los, sodass alles auf einen Zielsprint hinauslief. Dort hatte Jakob dann 2sec Vorsprung und steigerte seine Zeit vom November um mehr als eine halbe Minute und war damit sogar schneller als letztes Jahr.

WLS Pohlheim Start 5km Januar 2020

Mal wieder bleibt als Fazit nur: Die Winterlaufserie in Pohlheim ist einfach der Dauerbrenner unter den Laufveranstaltungen in der Region. Eine starke Orga, eine schöne Strecke und starke Starterfelder sind das, was uns immer wieder hier hin zieht! (Jakob)

Ergebnisse gibt es beim Veranstalter

Kreishallenmeisterschaften – VfL mit elf Athleten am Start

In der U16-/U18-Gruppe finden sich immer mehr Athleten, die Lust auf Wettkämpfe haben – so wundert es nicht, dass wir bei den Kreismeisterschaften in den Weihnachtsferien trotz vieler Athleten im Skiurlaub mit fünf Jugendlichen und sechs Erwachsenen am Start waren.

Den Auftakt machten die Flachsprints über 60m: Clemens, David und Moritz wollten bei den Männern vor allem schnelle Zeiten erreichen – der Endlauf war von vornherein kein Thema. Am besten gelang das Moritz: 8,11sec sind eine deutliche Steigerung der Bestzeit. Kanpp dahinter haderte David mit seiner immer noch nicht wieder komplett verheilten Verletzung. Clemens benötigte 8,22sec und war damit positiv überrascht. Für ihn sollte es aber über 400m noch deutlich besser werden: in einem hervorragend eingeteilten Rennen erlief er sich in 57,71sec den Kreismeistertitel und eine deutliche neue Bestzeit. Über die halb so lange Strecke war Moritz am Start und konnte mit 26,27sec in den Bereich seiner Bestzeit laufen. Im Weitsprung wagte David den nächsten Versuch, war aber auch hier mit 5,15m nicht wirklich zufrieden. Marko hingegen zeigte mit 5,43m, dass im Februar bei den Seniorenmeisterschaften wieder mit ihm zu rechnen ist.
Alex wagte wieder einmal den Ausflug auf die wenig geliebte Mittelstrecke. Die Zeit von 2:30,79min über 800m kann sich aber sehen lassen. Als Abschluss waren Moritz, Jakob, Marko und Moritz dann noch in der Staffel am Start. Gegen die deutlich jüngere und sprinterfahrenere Konkurrenz aus Langgöns waren die vier zwar chancenlos, eine Verbesserung der letztjährigen Zeit um vier Sekunden stellt aber alle vier zufrieden.

Bei den Jugendlichen lag der Fokus vor allem auf den Läufen: Auch hier ging es mit den 60m los. Mit 8,34sec zeigte Marc, dass er nicht weit weg von unseren Aktiven ist. Über die Hürden reichten 10,77sec zum Kreismeistertitel. Im Weitsprung fehlten im zwar mit 5,30m einige Zentimeter zu seiner Bestleistung – angesichts der fehlenden Trainingsmöglichkeiten ist das aber völlig in Ordnung. Über 200m wagte er wie auch Anouk und Magda den ersten Start. Allen dreien fehlt noch ein bisschen das Gefühl für die lange Sprintstrecke, sodass hier sicherlich eine deutliche Steigerung zu erwarten ist. Anouk und Magda, beide noch nicht mit viel Wettkampferfahrung, waren vorher schon über 60m am Start und zeigten, dass das Wintertraining erste Fortschritte ausmacht. Zum Abschluss war Anouk dann noch über 800m am Start. Die Ermüdung war ihr bereits deutlich anzumerken, sodass die Endzeit von knapp über 3min in etwa das ist, was man erwarten konnte.

In der U16 waren Laurenz und Felina am Start. Nach einem verkorksten Lauf über die Hürden sprang Felina im Weitsprung mit 4,28m Bestleistung und auch die 60m-Zeit von 9,34sec zeigt, dass sie konsequent Fortschritte macht. Ebenfalls im Weitsprung am Start war Laurenz: Auch wenn es am Ende nicht für den Endkampf reichte, war er mit seiner Leistung von 4,05m zufrieden – ebenso mit seiner Sprintzeit von 9,04sec.

Im Februar stehen dann mit den Regionsmeisterschaften und den Seniorenmeisterschaften erste kleine Höhepunkte an, bei denen sicherlich noch etwas mehr erwartet werden darf! (Jakob)

Bilder gibt es wie immer bei Flickr, Ergebnisse beim HLV.

Silvesterlauf Gießen – beim Jahresabschluss auf allen Distanzen vertreten

Wie immer mal wieder in den letzten Jahren wurde das läuferische Silvester von uns vorgezogen und es ging am letzten Sonntag des Jahres nach Gießen. Auf der Runde rund um den Schiffenberg waren auf allen vier angebotenen Strecken je zwei VfLer am Start.

Zuerst waren wie so oft die Jüngsten unterwegs: Einmal rund ums „Philosophikum“ und damit etwa 1km weit ging es für Frieda und Lara. Wie schon letzte Woche in Wetter orientierte Lara sich direkt ganz vorne und musste am Ende in ihrer mit 13 Mädchen sehr stark besetzten Altersklasse nur einer Konkurrentin den Vortritt lassen. Nur vier Mädchen waren in der U8 am Start – unter anderem auch Frieda. Für sie ging es nach ganz oben auf das Podest!

Als nächstes starteten dann die 5km-Läufer. Hier am Start: Moritz und Thomas. Beide wollten es eher ruhig angehen lassen und machten sich selber keinen Druck. Geht es die erste Hälfte leicht bergan, fliegt man auf der zweiten Hälfte förmlich dem Ziel entgegen, sodass Moritz noch etliche Plätze gutmachen konnte. Am Ende steht für ihn ein achtzehnter Platz und eine Zeit von 22:32min zu Buche. Gut sieben Minuten länger war Thomas unterwegs, der den Wettkampf genoss und am Ende genau wie Moritz mit sich zufrieden war.

Etwas tiefer in den Wald ging es für die 10km-Läufer. Hier waren Jakob und Laurenz am Start. Für Laurenz, der noch in der U14 startet, war es der erste Start über die 10km – bisher war er im Wettkampf nie länger als 5km unterwegs gewesen. Dennoch schaffte er es, sich das Rennen gut einzuteilen und erreichte das Ziel (der rund 600m zu langen Strecke) nach 56:02min. Als jüngster Teilnehmer gewann er damit seine Altersklasse – sogar in der U16 hätte die Leistung noch deutlich für den Sieg gereicht. Jakob wollte nach einigen Wochen Grundlagentraining und einer Erkältung mal wieder schauen, was geht und lief länger zusammen mit der späteren Frauen-Siegerin. Auch wenn er sich dieser am Ende geschlagen geben musste, geht er dennoch optimistisch ins neue Jahr und hofft dann wieder auf die eine oder andere Bestzeit.

Die längste Strecke in Gießen ist der Halbmarathon. Hier dieses Jahr aus unserer Sicht am Start: Clemens und Sarah. Am Start lief Clemens erstmal dem gesamten Feld davon – auf der hügeligen und deutlich zu kurzen Strecke waren am Ende zwar vier andere Läufer, darunter mit Flo Neuschwander einer der wohl bekanntesten Läufer Deutschlands, schneller als Clemens, dennoch war er zufrieden: „Ich weiß jetzt, was ich noch trainieren muss und wo meine Schwächen liegen, sodass ich positiv gestimmt bin, was eine neue Bestzeit im kommenden Frühjahr angeht.“ Sarah genoss den Lauf durch den Wald und freute sich über ihr gutes Laufgefühl. In 1:37:44min reichte es am Ende sogar noch zu einem zweiten Platz in ihrer Altersklasse.

Als Abschluss des Laufjahres war Gießen wieder einmal ein lohnendes Ziel: Anspruchsvolle, aber gut zu laufende Strecken, viele bekannte Gesichter und eine nette Atmosphäre. Wenn dann noch starke Leistungen dazukommen, ist die Vorfreude auf 2020 groß! (Jakob)

Ergebnisse gibt es bei myraceresult, Bilder wie immer bei Flickr.

Vorweihnachtskriterium Tag 1

Wie immer steht eine Woche vor Weihnachten auch dieses Jahr der erste Hallenwettkampf für die Jugendlichen und Erwachsenen an: das Vorweihnachtskriterium in Stadtallendorf. Dieses Jahr mit einer bunt gemischten Truppe am ersten Tag: Zwei Erwachsene im Laufbereich, eine Jugendliche ebenfalls auf der Rundbahn und drei Jugendliche im Technikbereich.

Überzeugen kann Emma direkt im ersten Wettkampf, dem Hochsprung: Mit 1,48m verbessert sie ihre Bestleitung um drei Zentimeter – und das mit nur zwei echten Hochsprung-Einheiten im Vorhinein. Ebenfalls stark im Hochsprung ist Marc: Mit 1,61m stellt er seine Bestleistung aus dem Mai diesen Jahres ein und macht Hoffnung, dass da noch der eine oder andere Zentimeter mehr drin sind. Auch über 60m (8,21sec) und im Weitsprung verbessert er seine Bestleistungen und ist mit drei neuen PBs ganz stark dabei.

Felina springt 4,05m weit und stößt die 3kg-Kugel auf 5,73m – ganz zufrieden ist sie damit nicht, aber Anfang Januar wartet mit den Kreismeisterschaften schon die nächste Möglichkeit für Bestleistungen. Erstmals über 200m am Start ist Amelie. Im riesigen Starterfeld in der U18 schlägt sie sich wacker und überquert die Ziellinie nach 30,35sec. Die 800m danach sind dann nicht mehr ganz so locker – mit 2:57,36min schrammt sie aber trotzdem nur um 3sec an ihrer Bestzeit vorbei.

Julia überragt auf der Rundbahn bei den Frauen und gewinnt nach den 800m (2:16,94min) auch noch die 400m (62,76sec). Ihr großes Ziel diesen Winter ist die Hallen-DM in Leipzig – die vier fehlenden Sekunden zur Quali sollten mit mehr spezifischem Training in den nächsten Wochen keine unüberwindbare Hürde darstellen.

Wieder voll dabei ist auch Moritz: Über 200m hat er vor allem an seinem Start gearbeitet und verbessert folgerichtig seine Bestzeit um fast eine halbe Sekunde auf jetzt 26,25sec. Auch er merkt über die doppelte Distanz dann die Vorbelastung und kommt nicht richtig in den „Flow“ – insgesamt ist er dennnoch zufrieden mit seinen Leistungen. (Jakob)

Ergbnisse gibt es hier, Bilder wie immer bei Flickr.

Bestenlisten 2019

Vorweihnachtszeit bedeutet immer auch, dass Stück für Stück die Bestenlisten vom HLV und DLV veröffentlicht werden. Dabei sind dieses Jahr erfreulich viele VfLer vertreten.

Aus unserer Sicht immer besonder stark vertreten die weibliche Lauf-Fraktion: Julia in Hessen gleich dreimal unter den ersten beiden und zweimal in den DLV-Bestenlisten platziert, Lena in Hessen gleich viermal dabei und deutschlandweit zweimal unter den besten 50. Auf allen Strecken von 800m bis 5km Straße ist Paula in Hessen mit dabei, dazu kommt der Blockwettkampf Lauf und aus diesem auch der Ballwurf. Als letzte Läuferin ist Lisa in der U20 eher zufällig in die Bestenliste über 10km reingerutscht. Einziger Platzierter bei den Männern: Alexander über 800m in der M35 in der Halle.

Bei den Technikern gibt es nicht ganz die Spitzenleistungen wie bei den Läufern, vor allem die Senioren schaffen es aber immer wieder, in Hessen vorne mitzumischen: Marko gleich dreimal in den Top 3, Moritz zweimal und Hans-Werner ebenfalls zweimal. Bei den Aktiven ist es nicht ganz so einfach, in die Bestenlisten zu kommen, geklappt hat das dieses Jahr bei Anna-Sophie im Hochsprung.

Bei den Jugendlichen sind Emma und Felina mit ihren Stabhochsprung-Leistungen vom Jedermann-Zehnkampf aus Bad Nauheim in der Hessichen Bestenliste dabei.

Da uns niemand der diesjährig Platzierten verlässt, bleibt zu hoffen, dass hier in einem Jahr ähnliches oder sogar noch mehr zu schreiben bleibt! (Jakob)

Julia Altrup
800m, 2:10,91min, Wetzlar, 2.W HLV, 41. W DLV, 21. WU23 DLV
800m Halle, 2:13,55min, Frankfurt, 2. W HLV
1500m, 4:29,94min, Pfungstadt, 1.W HLV, 31. W DLV, 16. WU23 DLV

Lena Ritzel
3000m, 10:10,64min, Pfungstadt., 4. W HLV
3000m Halle, 10:17,76min, Frankfurt, 4. W HLV
5000m, 17:42,28min, Wiesbaden, 9. W HLV, 47. WU23 DLV
10km Straße, 36:42min, Marburg., 11. W HLV, 13. WU23 DLV

Anna-Sophie Leyk
Hochsprung, 1,59m, Kirchhain, 9. W HLV
Hochsprung Halle, 1,62m, Stadtallendorf, 5. W HLV

Lisa Eigmüller
10km Straße, 44:39min, Marburg, 4. WU20 HLV

Paula Auschill
800m, 2:30,22min, Pfungstadt, 8. W14 HLV
1500m, 5:12,72min, Pfungstadt, 10. WU18 HLV
2000m, 7:08,86min, Hünfeld, 4. W14 HLV
5km Straße, 19:46min, Hanau, 2. W14 HLV
Ballwurf, 41,0m, Kirchhain, 4.W14 HLV
Block Lauf, 2236 Punkte, Kirchhain, 8. W14 HLV

Emma Hack
Staboch, 1,70m, Bad Nauheim, 5. W14 HLV

Felina Lu Dewald
Stabhoch, 1,70m, Bad Nauheim, 5. W14 HLV

Hans-Werner Hagedorn
Hoch, 1,30m, Hofgeismar, 1. M70 HLV
Hoch Halle, 1,30m, Torun, 1. M70 HLV

Moritz Ernst
60m Halle, 8,38sec, Hanau, 3. M35 HLV
200m Halle, 26,72sec, Hanau, 1. M35 HLV

Alexander Stöhr
800m Halle, 2:31,36min, Stadtallendorf, 4. M35 HLV

Marko Seeg
60m Hürden Halle, 10,64sec, Hanau, 3. M50 HLV
Hoch Halle, 1,54m, Hanau, 2. M50 HLV
Kugel (6kg) Hallle, 11,41m, Hanau, 3. M50 HLV

Schülerhallensportfest Wallau 2019

Wie schon die letzten beiden Jahre ging es für uns im November zum Schülerhallensportfest nach Wallau. Mit 19 Athleten und Athletinnen zwischen 5 und 13 waren wir gut vertreten und konnten etliche Siege und Podestplätze erreichen.

Gesprintet wurden 35m, für die älteren in zwei Durchgängen, gesprungen wurde ohne Anlauf von einem Sprungbrett und geworfen wurden Basketbälle. Zum Abschluss wurde dann noch gelaufen: Bei 3- bis 6-Rundenläufen wurde es in der Halle nochmal richtig laut und alle Sportler wurden fleißig angefeuert. (Clemens)

Die Ergebnisse gibt es hier für U8 und U10 und hier für U12 und U14. Bilder gibt es bei Flickr

Winterlaufserie Pohlheim – alle Jahre wieder

Wir Läufer haben ja immer irgendwas: Im Frühjahr Straßenläufe, im Sommer Bahn, im Herbst wieder Straßenläufe, im Winter eine Cross- oder Hallensaison… oder eben eine der vielen Winterlaufserien. Schon seit einigen Jahren geht es für uns nach Pohlheim für die „kleine“ Serie mit 5km im November, Januar und Februar.

So viele wie dieses Jahr waren wir noch nie: Über 5km vor allem unser Nachwuchs: Konrad, Frederik und Laurenz, die schon einige Starts in Pohlheim hinter sich haben, unsere drei Debütanten Margarete, Ben und Teo, die den Spirit vom Mini-Marathon mitnehmen wollten. Dazu Jakob, der den Lauf als Standortbeestimmung nutzen wollte.

Besonder schön, dass auch die Eltern von Frederik sowie Margarete und Konrad am Start waren: Während sich bei Familie Heemskerck die Mama für die 5km und der Papa für die 10km entschied, war es bei Familie Rothmann genau umgekehrt: Christiane am Start über 10km und Christoph am Start über 5km.

Auf der nicht ganz einfachen und erfahrungsgemäß auch nicht so ganz genau vermessenen Strecke gab es dann den einen oder anderen Kampf: Jakob duellierte sich mit Janek Waldschmidt aus Dillenburg und konnte am Ende Zweiter werden, Frederik verfehlte sein Ziel von 20:00min denkbar knapp und Ben und Teo lieferten sich auf der wohl fiesesten Zielgerade der Region einen harten Kampf im familieninternen Duell. Bei den Rothmann lief es heute aber besonders gut: Konrad verbesserte sich gegenüber dem letzten Jahr um etwa 1min, Margarete wurde mit ihren gerade mal acht Jahren Dritte Frau, Christiane war gleich drei Minuten schneller als vor einem Jahr und Christoph hofft, mit etwas mehr Training bei den Auflagen im neuen jahr noch die eine oder andere Sekunde schneller laufen zu können. Ebenfalls erfreulich: Laurenz war knapp eine Minute schneller als letztes Jahr.

Damit hielt Pohlheim wieder einmal, was es versprochen hatte: eine große Gruppe VfLer am Start, am Ende viele zufriedene Gesichter und einen Motivationskick für die nächsten Wochen. (Jakob)

Ergebnisse gibt es hier (5km) und hier (10km)