Gießener Herbstmeeting ‒ Speerfest statt Stattelrekord

Sprint, Staffel, Weitsprung, Diskus und Speerwurf Mitte September bei gutem Wetter ‒ die perfekte Gelegenheit, um zum Ende der Saison persönliche Bestleistungen aufzustellen und in den Bestenlisten Plätze gut zumachen. Schnelle Zeiten im Sprint waren fest eingeplant und unsere U14-Staffel der Jungs wollte die letzte Chance nutzen, um den bisher knapp verpassten 4x75m-Hessenrekord zu knacken, bevor es in der kommenden Sommersaison auf die 4x100m der U16 geht.

Doch das Schicksal hatte andere Pläne: Aufgrund höherer Gewalt beim Veranstalter gab es keine bestenlistenfähige Zeitmessung, und so planten wir kurzfristig um und stürzten uns ganz auf den Weitsprung, auf Diskus und Speer. Kein einfaches Unterfangen, auch für den Veranstalter und die Kampfrichter, wenn plötzlich dutzende Athleten werfen statt sprinten wollen.

Für uns ging es los mit dem Weitsprung. War die Disziplin im Laufe der Saison noch unser Sorgenkind, zeigte sich jetzt bei vielen Athleten das gute Training der letzten Monate. Sie konnten ihre persönlichen Bestleistungen teilweise deutlich verbessern. Dass sehr weite Sprünge in ihm stecken, zeigte vor allem Noah Heinbach (M13) mit geradezug lockeren 4,71 Metern.

Überrascht von der spontanen Umplanung vom Sprint zum Wurf, nahmen einige unserer Athleten den Diskus auf dem Weg in den Ring das erste Mal in die Hand: Einfach mal machen, ohne große Vorbereitung, ohne Erwartungen, das gelang fantastisch. Viele Athlten, die sich sonst nie für Diskus angemeldet hätten, warfen sehr ordentliche Weiten. Bei einigen war die Vorbereitung aus der U10-Kinderleichtathletik zu sehen: wer den Drehwurf aus der „KiLa“ kannte, warf direkt aus der normalerweise schwer zu erlernenden vollen Drehung. Eine deutliche Steigerung gelang unserem Diskuswurf-Ass, Johannes Schick (M13), mit starken 33,82 Metern. Leider landeten seine schönsten Würfe im Netz, sonst wäre noch mehr drin gewesen.

Großes Highlight des Tages war der Speerwurf. Wir können stolz darauf sein, dass so viele Jugendliche bei uns den Speer beherrschen. Es zeigt sich, dass bei uns schon in der U14 und teilweise sogar in der U12 oft Speer statt Ball geworfen wird. Etliche Athleten, die gute Weiten aus langem Anlauf werfen – das ist nicht die Regel.

Ums Ganze ging es bei unseren besten U14-Speerwerfern. Der inoffizielle Titel des besten Speerwerfers ist bei uns hart umkämpft. Gleich fünf Athleten hatten schon über 30 Meter geworfen ‒ in Führung mit nur zwölf Zentimeter Vorsprung: Abraham Sow zehn Zentimeter vor Florian Erb, widerum 30 Zentimeter dahinter Johannes Schick und weitere 25 Zentimeter dahinter Frieda Krause. Tobias Rosen hatte schon im vergangenen Jahr einen fantastischen Wurf auf fast 31 Meter gezeigt, dieses Jahr jedoch noch keinen Speerwurf-Wettkampf bestritten. Der Ausgang war also komplett offen. Nur Abraham musste leider krankheitsbedingt passen.

Direkt im ersten Wurf setzte Tobias mit fast 34,50 Metern ein Ausrufezeichen, knapp dahinter Florian noch mit verkürztem „Sicherheitsanlauf“. Im zweiten Versuch ging Florian dann ins Risiko und schleuderte den 400g-Speer aus langem und schnellen Anlauf auf starke 37,00 Meter. Dahinter nun Johannes Schick mit über 35 Metern. Frieda konnte sich nach änfanglichen und guten 31 Metern zunächst nicht weiter steigern.

Im vierten Versuch fand Johannes so richtig in den Wettkampf und setzte sich mit fast 37,50 Metern in Führung. Bei Tobias stieg der Frust und es schien nichts mehr zusammenzupassen. Bis zum letzten Versuch, Tobi lief sehr schnell an, legte alles in den Wurf, traf den Speer perfekt und sich nur ganz knapp vor der Linie abfangen: 39,65 Meter und damit nicht nur Platz 1 im Verein, sondern auch in der Hessischen Bestenliste! Auch Frieda gelang im letzten Versuch ein Befreiungsschlag: 32,22 Meter, persönliche Bestleistung und Platz 2 bei den Mädchen in Hessen.

Tobias Rosen, Frieda Krause, Johannes Schick und Florian Erb (alle M/W13) mit Trainer Moritz Ernst

Ein schöner Abschluss der Sommersaison ‒ nur für eine handvoll Athleten steht in zwei Wochen noch ein Höhepunkt auf dem Programm: Sieben-/Neunkampf in Flieden. (Text: Moritz)

Ergebnisse hier.

KM Mehrkampf – elf Titel in Hartenrod

Beim diesjährigen Mehrkampf in Hartenrod ging der VfL 1860 Marburg wieder an den Start – ein kleiner Wettkampf, zu dem man aber immer wieder gerne hinfährt. Das Wetter zeigte sich diesmal ganz schön tricky, sportlich ließen sich unsere AthletInnen davon aber nicht bremsen.

In der W10 überzeugte Luisa mit einem sehr guten Ballwurf von 46m und 1,36m im Hochsprung. In der M11 zeigten Jost, Felix und Anton allesamt starke Sprünge im Hochsprung und lassen auf bald noch bessere Höhen hoffen. Besonders schön: Juna Neff (W13) sprang nach langer Verletzungspause 1,38m im Hochsprung – ein Ergebnis, das Mut für mehr macht.

In der U10 gingen mit Siegen von Mila (W8), Fabian (M8), Clara und Boglárka (W9) sowie Lino (M9) alle möglichen Titel an den VfL.

Am Ende nahm der VfL 1860 Marburg insgesamt elf Kreismeistertitel mit aus Hartenrod nach Hause. (Text: Madlen)

Ergebnisse gibt es hier, Bilder bei Flickr

Lahn-Dill-Mehrkampfmeisterschaften in Wetzlar – Josi springt Vereinsrekord

Zum Ende der Sommersaison ging es unseren U14-Athleten in Wetzlar ausnahmsweise einmal weniger um Titel. Bevor sie zufrieden einen Haken hinter die Saison setzen können, wollen viele Athleten oft noch eine persönliche Bestleistung verbessern, die ihnen im Laufe der Saison immer wieder knapp entglitten ist.

Die hervorragenden Bedingungen bei milden Temperaturen und Sonnenschein konnte Josi Ellmer (W13) am besten nutzen. Nachdem sie sich schon die ganze Saison über stetig steigern konnte, gelang ihr in gleich drei von vier Disziplinen eine neue PB. Besonders bemerkenswert: Zwei ihrer Weitsprünge gingen auf 4,51 Meter – damit erzielte Josi nicht nur die beste Weite des Tages, sondern stellte zugleich einen neuen Vereinsrekord in der weiblichen U14 auf. Auch für die Trainer eine Erleichterung, war doch der Weitsprung bisher eine unserer (wenigen) Schwächen.

Jayden Howell, Johannes Schick mit kleiner Schwester, Josi Ellmer und Mayla Howell

Auch unseren anderen Athleten gelangen an diesem Tag viele persönliche Bestleistungen. Am Ende war es ein sehr erfolgreicher Wettkampftag mit deutlich mehr Licht als Schatten. Und noch ist die Saison nicht ganz vorbei. Schon am nächsten Wochenende geht es bei den Kreis-Mehrkampfmeisterschaften in Hartenrod weiter.

Alle Ergebnisse hier.

6. Marburger Sommerferiensportfest – viele starke Leistungen im eigenen Stadion

Eine feste Größe in unserem Veranstaltungskalender ist das Sportfest im eigenen Stadion am letzten Feriensamstag. Immer mal wieder haben wir das Disziplinangebot angepasst – dieses Jahr lag der volle Fokus auf den Sprintstrecken und dem Speerwurf für die Jugendlichen.

Für die U14 stellt das Sportfest einen wichtigen Schritt in der Vorbereitung auf die DJMM in zwei Wochen dar: Nach den Ferien wieder in den Wettkampfrhythmus kommen, Abläufe routinieren und mit einem guten Gefühl in den letzten Teil der Vorbereitung gehen. Mit vielen PBs gelang das richtig gut: Noah Heinbach steigerte sich über 75m auf 10,03sec, Florian Erb warf den Speer auf 32,62m und stellte damit einen neuen Meetingrekord auf. Bei den Mädchen flog der Speer von Frieda Krause auf 31,92m – damit steigerte sie ihren eigenen Vereinsrekord erneut.

Vfl

Bei den noch jüngeren Kindern in der U12 gab es einen Mehrkampf nach KiLa-Regeln. Vor Ort hatten wir leider Probleme mit der Auswertung, sodass die zunächst kommunizierten Ergebnisse falsch waren – das darf eigentlich nicht passieren und wir bitten dafür um Entschuldigung! Korrekterweise gewinnt nach Hindernissprint, Drehwurf, Mehrfachsprung und 800m Felix vor Jost bei den Jungs. Bei den Mädchen hat Cosima nach vier Disziplinen das beste Gesamtergebnis, Zweite wird Emma.

In der U16 gab es einige Premieren: Frederik Scheid und Milan Könnemann waren das erste Mal auf der Langhürdenstrecke über 300m am Start. Vor allem die 49,35sec von Freddy sind vielversprechend und er wird die Strecke sicherlich noch einmal in Angriff nehmen. Bereits einige Erfahrung über die 300m Hürden hat in der M15 Johannes Veitengruber, der mit 45,31sec erneut ein starkes Rennen zeigte. Auf der Mittelstrecke über 800m steigerte Rihards Straumitis, eigentlich eher auf den längeren Strecken auf der Straße zu Hause, seine PB auf 2:22,07min und zeigte, dass er auch auf der Unterdistanz Fortschritte macht.

Bei den Ältesten war Louis Ramlow das erste Mal für uns am Start. Starken 100m in 12,04sec ließ er über 200m einen richtig guten Lauf folgen: 24,10sec nach nur wenigen Wochen Training sind ein Ergebnis, das Hoffnung auf mehr macht!

Alles in allem also viele schöne Ergebnisse bei unserem Sportfest – nicht nur die hier erwähnten, sondern auch zahlreiche weitere PBs und über unsere eigenen AthletInnen hinaus richtig starke Leistungen! (Text: Jakob, Bilder: Juliane Fieber)

Ergebnisse gibt es hier

2. Abendsportfest Pfungstadt – starke Sprints und Mittelstrecken

Während in den letzten Jahren vor allem unsere Aktiven-Gruppe in Pfungstadt am Start war, ging es dieses Jahr für einen bunten Mix in den Ort nahe Darmstadt: Ferdinand Kreiling bei den Männern über 100m und 200m, David Konrad ebenfalls bei den Männern im Kugelstoßen, seitens der Masters Moritz Ernst auf den gleichen Strecken wie Ferdinand sowie ein Quintett bei den SchülerInnen über 800m: Oskar Visekruna, Milan Könnemann, Florian Erb, Antonia Hoß und Frieda Krause.

Bei den Sprints ging es für Ferdinand schon auf der kurzen Strecke richtig schnell los: Trotz eines kleinen Stolperers in der Beschleunigung konnte er seine Bestzeit auf 11,71sec steigern. Auf der doppelt so langen Strecke ließ er direkt die nächste Bestmarke folgen – dieses Mal noch deutlicher. Von zuvor 24,17sec steigerte er sich um fast eine halbe Sekunde auf starke 23,70sec. Bei Moritz reichte es wenige Tage vor den Deutschen Masters-Meisterschaften zwar nicht ganz für neue Bestzeiten, mit 12,84sec und 26,10sec ist er dennoch zufrieden und fährt selbstbewusst nach Mönchengladbach. Davids Fokus liegt derzeit verletzungsbedingt auf dem Kugelstoßen. Dort steigert er sich fast von Wettkampf zu Wettkampf und konnte daran auch in Südhessen anknüpfen: 9,67m setzen den positiven Trend fort.

Bekannt ist Pfungstadt vor allem für seine Mittelstrecken. In Feldern voller Top-Läufer dürfen dort aber auch ambitionierte NachwuchsathletInnen mitlaufen. Gerade beim ersten Start ist das etwas Besonderes – so auch für unsere SchülerInnen. Bei den Mädchen brachte das leider nicht ganz die erhofften Ergebnisse. In einem eher unrhythmischen Rennen hatten es beide nicht einfach, Frieda konnte auf dem Schlussviertel nicht mehr zulegen. 2:45,31min sind einige Sekunden langsamer als erhofft. Bei Antonia lief es etwas besser, 2:41,80min sind aber ebenfalls nicht ganz das, was sie sich vorgenommen hatte. Zeitlich mit 2:44,12min platzierte sich Milan genau zwischen den beiden. Aber auch bei ihm blieb die erhoffte „Pfungstadt-Magic“ aus.

Anders bei den beiden verbleibenden Jungs: Oskar machte vom ersten Meter an sein eigenes Rennen und setzte sich früh deutlich vom Feld ab. Diese Position konnte er bis zur 600m-Marke behaupten, bevor ihm ein einziger Konkurrent auf der Zielgeraden noch einmal gefährlich nahekam. Auch wenn es am Ende nicht ganz zum Laufsieg reichte, ist die neue Bestzeit von 2:11,02min extrem hoch einzuschätzen. Für Florian ging es darum, endlich die Marke von 2:30min zu unterbieten. In einem starken und gleichmäßigen Rennen gelang ihm eine Punktlandung: 2:29,86min bedeuten das Erreichen eines lange verfolgten Ziels.

Auch wenn nicht alles wie gewünscht lief – der Ausflug nach Pfungstadt hat sich auch dieses Mal wieder gelohnt. (Text und Bilder: Jakob)

Ergebnisse gibt es hier, Bilder bei Flickr

Feriencamp – eine Woche voller Leichtathletik

Dritte Sommerferienwoche bedeutete bei uns jetzt schon zum dritten Mal Feriencamp für die Kids zwischen acht und 15 Jahren. Dieses Jahr waren über 40 Kinder dabei – unser Vereinsheim direkt am Stadion und neben den Hallen bietet dafür optimale Bedingungen.

Auf dem Programm ein Mix aus Disziplinen, die aus dem Training bekannt sind, und ein paar Dingen, die sonst ehre wenig vorkommen: Hindernislauf, altersklassenübergeifende Spiele, Stabhochsprung sind nur einige Beispiele. Wie jedes Jahr ein Highlight war sicherlich gerade angesichts der hochsommerlichen Temperaturen der geöffnete Wassergraben, der nicht nur eine willkommene Abwechslung im Training der ausdaueraffinen Kinder darstellt, sondern bei allen Kindern für eine willkommene Abkühlung sorgte.

Nicht nur für die TeilnehmerInnen, sondern auch für das Trainerteam war es somit wieder eine gelungene Woche voller schöner Erinnerungen. Spätestens damit steht fest, dass es auch 2027 in der dritten Ferienwoche wieder unser Feriencamp geben wird! (Text: Jakob)

Eindrücke gibt es bei Instagram und bei Flickr

KM Block mit Rahmenprogramm – so groß wie noch nie

Das dritte Jahr in Folge durften wir die Kreismeisterschaften im Blockmehrkampf bei uns austragen. Waren es 2024 41 Athletinnen, vergangenes Jahr 56, durften wir dieses Jahr gleich 93 AthletInnen bei uns begrüßen! Auch wenn das organisatorisch einige Herausforderungen mit sich gebracht hat, zumal wir anfänglich auch noch Probleme mit der Zeitnahme hatte, ist das für uns ein Grund zur Freude und eine Bestätigung für unser Konzept, neben den Blockmehrkämpfen noch ein bisschen Programm für die Aktiven ab der U18 anzubieten.

Bei der Fülle an Ergebnissen aus den eigenen Reihen fällt es schwer, einzelne Leistungen herauszugreifen – daher auch hier der eher allgemeine Blick auf die Entwicklung seit 2024 mit dem Fokus auf den Blockmehrkämpfen. Angefangen mit 14 AthletInnen in allen Blöcken 2024 waren es dieses Jahr 19 (und das obwohl der Termin in der ersten Ferienwoche dieses Jahr sicherlich nicht optimal war). Ebenfalls spannend: Unser Lauffokus wird auch hier deutlich: Lag der Fokus in den letzten Jahren ganz klar im Sprint/Sprung-Bereich, ist das Verhältnis dieses Jahr annähernd 50:50. Eine Marke, die im Blockwettkampf für viele Schüler ein Ziel ist, sind die 2000 Punkte – nicht zuletzt bewegt sich die Zusatznorm für die U16-DM in diesem Bereich. Und auch hier ein positives Bild: Acht AthletInnen konnten dieses Jahr diese Marke übertreffen:

Die KM Block war also wieder mal ein Zeichen dafür, dass bei uns vieles in die richtige Richtung geht. Den Sommer über wird es jetzt etwas ruhiger, bevor im August dann mit der DJMM in der U14 das große Saisonhighlight ansteht. (Text: Jakob, Bild: Martin)

Ergebnisse gibt es hier

Hessischen Meisterschaften im Blockmehrkampf 2026 – viele Athleten und drei Medaillen

Das fünfte Jahr in Folge nahmen wir an den Hessischen Meisterschaften im Blockmehrkampf der Altersklassen U14 und U16 teil. Dabei konnten wir uns sowohl bei der Anzahl der Athleten als auch bei den gewonnenen Medaillen steigern.

War 2022 vom VfL nur unser heute erfolgreicher Langstreckler, Laurenz Steiß (Bronze Block Lauf) am Start, waren wir 2023 bereits zu zu fünft vertreten (Konrad Rothmann, M15, Gold Block Lauf), 2024 zu acht, 2025 zu elft und dieses Jahr schließlich mit 18 Jugendlichen. Schon das ist ein großer Erfolg für uns als Verein, denn allein die Teilnahme an der HM Block stellt eine Herausforderung dar, die erst nach ausgiebigem und langfristigem Training zu meistern ist.

Auch bei der Medaillenausbeute konnten wir uns steigern. Und das, obwohl die Leichtathletik nicht nur in Marburg, sondern offenbar in ganz Hessen boomt. Alleinin den Altersklassen W13 und M13 nahmen dieses Jahr über 100 Mädchen und mehr als 60 Jungen teil – durchweg gestandene Leichtathleten mit starken bis herausragenden Ergebnissen.

Für unseren ersten Erfolg sorgte Johannes Schick (Jahrgang 2013), der mit viel Power im Block Wurf wie im vergangenen Jahr die Silbermedaille errang (2.432 Punkte; 60m Hürden: 10,09s; Diskus (750g): 29,75m; 75m: 10,36s; Kugel (3kg): 10,74m, Weit: 4,43).

Ebenfalls Silber im Block Wurf holte der 15-jährige Ben Werner Beck mit 2.768 Punkten. Besonders herausragend war sein Diskuswurf (1.000g) auf 39,40 m (80m Hürden: 12,04s; Weit: 5,44m; Kugel (4kg): 11,46m; 100m: 12,55s).

Unsere dritte und letzte Medaille konnten wir erstmals in der Mannschaftswertung gewinnen. Mit insgesamt 6.634 Punkten errangen Johannes Schick, Noah Heinbach (M13, 2.142 Punkte) und Niklas Langmann (M12, 2.060 Punkte) Bronze in der Altersklasse U14 hinter dem ASC Darmstadt und dem Wiesbadener LV.

Neben den genannten Medaillen gab es noch viele herausragende Einzelleistungen, die eine Erwähnung verdient hätten, die aber den Rahmen dieses Berichts sprengen würden.

Wir freuen uns schon auf die HM Block 2027! (Text: Moritz)

Alle Ergebnisse hier, Bilder hier.

Lahn-Dill-Meisterschaften U12/U14 – sechs Einzelsiege für den VfL

Letzten Samstag, am 20. Juni, fanden mit den Lahn-Dill-Einzelmeisterschaften in Stadtallendorf die größten Einzelmeisterschaften für die U12 statt. Der Wettkampf stand unter sehr heißen Vorzeichen: Es wurden Temperaturen von bis zu 35°C erwartet. Das hieß vor allem: viel trinken, möglichst viel Schatten suchen und trotzdem die Gewissheit, dass für alle die gleichen Bedingungen herrschten.

Im brandneuen Herrenwaldstadion gingen elf unserer U12-Kinder an den Start. Bei den jüngeren Jungs der M10 hatten wir erfreulicherweise einige Wettkampfdebütanten dabei. So trauten sich beispielsweise Joah und Leopold beim Schlagballwurf, Weitsprung und 50m-Sprint das erste Mal an den Start. Leopold verpasste das Podium sowohl im Weitsprung als auch im Ballwurf mit jeweils Platz vier denkbar knapp. Trotzdem ein gelungener Einstand! Loris und Konstantin setzten sich in den Vorläufen über 50m durch, erreichten das Finale und belegten dort Platz fünf und sechs. Besonderen Respekt verdient immer der Hochsprung, gerade bei den Zehnjährigen. Hier konnte Konstantin zwar nicht an seine starken 1,15m von den Kreis-Hallen-Bestenkämpfen im Februar anknüpfen und übersprang „nur“ 0,95m, stellte sich der Herausforderung aber trotzdem mutig. Als letzte Disziplin standen die 800m in der sengenden Nachmittagshitze auf dem Programm. Loris, Leopold und Joah waren die einzigen Starter der M10 und kamen in genau dieser Reihenfolge ins Ziel – also ein komplettes VfL-Podium.

Im gleichen Rennen gingen auch die älteren Jungs der M11 nach einem langen Wettkampftag an den Start. Hier konnte Anton das Rennen vor Jost für sich entscheiden. Anton rundete seinen Tag mit einem vierten Platz im Weitsprung, einem fünften Platz über 50m und Rang sieben im Ballwurf ab. Jost zeigte dagegen einmal mehr seine Vielseitigkeit. Außer im Ballwurf landete er in jeder Disziplin auf dem Podium. Überraschenderweise gewann er bei seinem ersten Hochsprungwettkampf überhaupt mit übersprungenen 1,27m direkt die Konkurrenz.

Bei den Mädchen der W10 lieferten sich Louisa und Malin über 50m, im Weitsprung und über 800m spannende Duelle. In allen drei Disziplinen standen beide gemeinsam auf dem Podium. Besonders stark: Über 800m setzte sich Louisa gegen die gesamte Konkurrenz durch und gewann knapp vor Malin auf Platz zwei.

Auch die W11 zeigte einen gelungenen Wettkampf. Marie sammelte wichtige Wettkampferfahrung im Weitsprung, Ballwurf und Sprint. Frida ging nach der schnellsten Vorlaufzeit als Mitfavoritin ins Finale über 50m und sicherte sich dort Platz zwei. Dazu kamen Platz 3 im Ballwurf und Platz vier im Weitsprung mit 3,93m. Die Vier-Meter-Marke dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein. Leni verpasste mit Platz vier im Ballwurf das Podium knapp und wurde Sechste im Weitsprung.

Die einzige Disziplin der Leichtathletik, in der man als Team gewinnt oder verliert, ist die Staffel. Entsprechend groß war die Vorfreude auf die 4x50m. Da der TSV Kirchhain seine Jungenstaffel nicht an den Start brachte, liefen Loris, Konstantin, Jost und Anton die Strecke in 32,74sec ohne direkte Konkurrenz zu Ende. Noch etwas schneller waren unsere Mädchen: Frida, Malin, Louisa und Leni benötigten 31,53sec und sicherten sich damit den Sieg vor dem TV Wetzlar.

Mit Julian hatten wir zudem einen Athleten in der M13 am Start. Er belegte über die 60m Hürden Platz vier und verpasste den Sieg im Weitsprung mit 4,00m denkbar knapp um drei Zentimeter. Im Hochsprung ließ er der Konkurrenz dagegen keine Chance und gewann mit übersprungenen 1,33m.

Insgesamt verbrachten wir einen heißen, aber erfolgreichen Samstag im Herrenwaldstadion. Sechs Siege und zahlreiche weitere Podestplätze zeigen, dass wir nicht nur in der Spitze, sondern vor allem auch in der Breite hervorragend aufgestellt sind. Nach vielen Stunden in der Sonne waren zwar alle erschöpft, für eine kleine Basketball-Runde auf der neuen blauen Bahn reichte die Energie am Ende aber trotzdem noch. (Text: Lorenz)

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Lightning 10000 – Spitzenleichtathletik im frisch renovierten Herrenwaldstadion

Das frisch renovierte Stadion in Stadtallendorf bot die Bühne für die zweite Auflage des Meetings Lightning 10000, bei dem es im Hauptprogramm darum geht, der deutschen und internationalen Elite eine Bühne zur Normerfüllung für internationale Höhepunkte zu bieten. Rundherum kommt aber auch die zweite und dritte Reihe sowie der Nachwuchs nicht zu kurz, sodass dieses Jahr eine ganze Reihe VfLer am Start war.

Den Beginn machten die Stadioncrossläufe. Das Ergebnis hier kann sich sehen lassen: Gleich 15 Kids in blauen Trikots machten das Herrenwaldstadion unsicher und konnten zwei Siege erringen. Ganz oben standen nach 600m in der W9 Jule und nach 400m in der W6 Liv Emma. Besonders erfreulich: Der Stadioncross scheint sich zunehmend auch bei anderen Veranstaltern zu etablieren.

Für die SchülerInnen der U12 und U14 ging es anschließend auf die klassische Strecke über 800m. Die Platzierungen waren hier eher nachrangig, für unsere AthletInnen ging es vor allem um schnelle Zeiten. Besonders gut gelang das Frieda Krause, die sich über eine neue Bestleistung von 2:41,24min freuen durfte.

Über 5000m waren mit Damian Napoli und Rihards Straumitis zwei Läufer für uns am Start. Während Damian nach schnellem Beginn etwas Tribut zollen musste und vor allem im Mittelteil des Rennens Sekunde um Sekunde verlor, konnte Rihards sein Tempo konstant durchlaufen und sich auf den letzten Kilometern sogar noch steigern. Die Zeit von 18:04,46min ist in der U16 ein tolles Ergebnis und zeigt, dass die Form stimmt.

Wie schon im vergangenen Jahr war Lightning 10000 eine tolle Gelegenheit, internationale Spitzenleichtathletik mit AthletInnen aus der Region zu verbinden. Wir hoffen, dass die Veranstaltung auch in den kommenden Jahren fester Bestandteil des Wettkampfkalenders bleibt. (Text: Jakob, Bilder: Clemens und Jan)

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