Kasselmarathon- Debüt mit allem, was einen Marathon ausmacht

Tobias Roth nahm am ersten Oktober beim Kasselmarathon zum ersten Mal die Marathonstrecke in Angriff:

“Das war er nun – mein erster Marathon. So viele Monate habe ich darauf hin gefiebert, unzählige Trainingskilometer runtergespult, mich und mein Umfeld belastet und dann ist es innerhalb von wenigen Stunden vorbei. Aber trotz dieser Tatsache hat es sich gelohnt und rückblickend würde ich es genau so wieder machen.

Und so schnell ging es dann doch wieder nicht. Ich habe noch nie im meinem Leben so sehr gelitten und bin gleichzeitig so stolz und glücklich gewesen. Der Lauf war ein Auf und Ab, geprägt von unterschiedlichsten Phasen, die ich mit mir und den vor mir liegenden Kilometern ausmachen musste.

Es begann zunächst gut. Ich fühlte mich fit und war mental bereit. Hinzu kam, dass das Wetter sich von der besten Seite zeigte. Es war also alles angerichtet und die ersten Kilometer fühlten sich fantastisch an. Ich genoss das Laufen und sog die Eindrücke auf. Die vorgegebene Pace von 4:02 – 4:05 war genau das, was meine Beine laufen wollten. Erste Probleme entstanden allerdings, als ich merkte, dass keine Gruppe dieses Tempo auf längere Dauer laufen wollte und so musste ich mich fügen und mich auf ein von Kilometer zu Kilometer wechselndes Tempo einlassen. Nicht ideal, aber meinen ersten Marathon komplett im Alleingang bewältigen, das wollte ich nun wirklich nicht. Und dann passierte genau das, was nicht passieren sollte. Bereits bei Kilometer 7-8 bekam ich Seitenstiche, die sich in richtige Magenkrämpfe steigerten und das bereits zu Beginn und ohne einen einzigen Schluck getrunken oder sonst irgend etwas zu mir genommen zu haben. Es schien, als wenn das Schicksal, welches mich in Wetzlar bei meinem 30km Vorbereitungslauf ereilt hatte und mich zwang, das Rennen zu Ende zu gehen, wieder einholen würde. Es ging so weit, dass ich bereits bei KM 10 ans Aufhören dachte. So hatte ich mir das wirklich nicht vorgestellt. Doch woher kamen diese Probleme? Hatte ich vielleicht einfach zu wenig in mir? Bin ich das Rennen mit zu wenigen Reserven angegangen? Ich klammerte mich an diesen Gedanken fest und griff meine linke Tasche, in der ich mein Notfall-Gel eingesteckt hatte. Voller Entsetzen stellte ich jedoch fest, dass ich dieses bereits verloren hatte und so hieß es kämpfen und bis zu der ersten, geplanten Ration bei KM 15 auszuhalten. Diese half mir dann tatsächlich und ich merkte bereits nach kurzer Zeit, wie neue Kraft in mir aufkam und sich Erleichterung in mir breit machte.

Die nächsten Kilometer liefen danach gut, jedoch merkte ich, dass die Krämpfe ihre Spuren hinterlassen hatten. Sobald es auch nur leicht bergab ging und meine Schritte härter auf den Asphalt knallten, spürte ich, dass meine Bauchmuskulatur angegriffen war und schmerzte. Hinzu kam, dass ich den Anschluss zu dem einzigen Läufer, der in etwa mein Tempo gehen wollte, verloren hatte. Zwischen uns lagen gut und gerne 50 – 100 Meter, die es nun zuzulaufen galt. Denn alleine laufen war nach wie vor die schlechteste Option. Daher war ich um so erleichterter, als mir dieses Vorhaben bereits vor KM 20 gelang und ich nun ein paar Meter im Windschatten laufen konnte. Denn diesen konnte man heute in manchen Passagen der Strecke deutlich spüren. Die Halbmarathon-Marke erreichte ich planmäßig bei 1:26:46 und mein körperlicher Zustand war zu diesem Zeitpunkt so gut wie nach dem Start nicht mehr. Die regelmäßigen Verpflegungen, die mir durch meine Vereinskollegen alle 5km gereicht wurden, stimmten meinen Magen zusätzlich zufrieden. Die Zeichen standen also gut und auch mein Trainer, der mich über weite Teile der Strecke begleitete und mir Tipps gab, war zufrieden und zuversichtlich. Hier war heute wieder was möglich.

Dann zeigte sich jedoch ab KM 27, dass der Marathon seine eigenen Gesetze hat und die Keule traf mich zum ersten Mal leicht. Das Streckenprofil veränderte sich zu diesem Zeitpunkt deutlich – ab jetzt standen Höhenmeter an. Zwar keine extremen Höhenmeter, aber genau bei einem empfindlichen Teil der Strecke. Ich drosselte mein Tempo um ca. 20 Sekunden pro Kilometer, um nicht zu früh im Rennen mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Immerhin lagen noch 15km vor mir. Zu viel, um komplett auf dem Zahnfleisch zu laufen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass die Wunsch-Zielzeit von 2:53:00 nur noch sehr schwer zu erreichen sein würde, zumal ich logischerweise meinen Wegbegleiter wieder einmal ziehen lassen musste. Also hieß es ab jetzt: Alleine laufen. Die Strecke, die Zeit und ich – 15km lang. Trotz alledem hatte ich mir ein Mindestziel mit ins Rennen genommen. Die 3-Stunden Marke sollte definitiv geknackt werden. Und so kämpfte ich ab jetzt für dieses Ziel und war fest entschlossen, es auch zu erreichen. Noch hatte ich Puffer, noch hatte ich Kraft. Die hügelige Phase des Marathons erstreckte sich bis ca. KM 36 und es schien, als wenn mir genau am “Gipfel” irgendjemand den Stecker gezogen hätte. Denn ab diesem Zeitpunkt, genau dem Punkt der Strecke, ab dem es nur noch bergab und geradeaus ging, brach ich ein und nichts ging mehr. Da war sie, die Grenze meines Körpers, an der ich nun stand. Meine Muskeln schmerzten, mein Magen litt mittlerweile immer mehr an den Krämpfen vom Anfang und sämtliche Kraft war aus meinem Körper gewichen. Ich war am Ende. Selbst mein Minimalziel rückte zu diesem Zeitpunkt in weite, weite Ferne. Alle Zellen meines Körpers sendeten Signale an mein Gehirn: „Bleib stehen, gib auf!“ Und wieder kam dieser Gedanke des Aufgebens für einen Moment in mir auf. Doch dann sah ich meine Leute an der Strecke, die mich anfeuerten und an mich glaubten. Ich erinnerte mich an die unzähligen Trainingsstunden und den Aufwand, den ich in dieses Projekt Marathon gesteckt hatte. Ich konnte, ich durfte nicht aufhören. Das würde ich mir nie verzeihen! Also lief ich weiter. Ich lief einfach, ohne Plan, ohne Gruppe und ohne Kraft, aber mit Wille. Die Geschwindigkeit wurde langsamer, die Pace pendelte sich bei 4:40 bis 4:50 ein. Meine Körperhaltung war katastrophal. Aber ich lief. Weiter und weiter. Das nächste Schild – KM 38, dann KM 39. Mir wird kalt, mein Blick trüb, ich nehme nur noch das Nötigste um mich herum war. Meine Konzentration liegt auf der vor mir liegenden Strecke.

KM 40 – die letzte Verpflegung. Ein letzter Schluck, noch ein paar Kohlenhydrate, mein Körper fühlt sich ausgemergelt an. Mittlerweile habe ich Probleme, meine Beine voreinander zu sortieren. KM 41 – meine Leute an der Strecke, die auf dem Fahrrad unterwegs und somit immer wieder für mich da waren, geben ebenfalls noch einmal alles. Noch 1km, ich kann den Stadionsprecher hören – gleich ist es geschafft. Dann sehe ich das Auestadion direkt vor mir, ich schaffe es! Dort warten meine Freunde und meine Familie und drücken die Daumen. Für manche von ihnen waren die letzten Minuten wohl ähnlich lange wie für mich. Ein hektischer Blick auf die Uhr. Was ist mit aus meinem Minimalziel geworden? Die Uhr zeigt 2:58:XX und ich habe noch ca. 400 Meter vor mir. Das kannst du schaffen, schreie ich mir förmlich selbst zu. Ich biege ins Stadion ein, noch ca. 300m zu laufen. Der Stadionsprecher kommentiert meine Gedanken und spricht es aus – das wird eng. Ich versuche noch einmal das wirklich Allerletzte aus mir rauszuholen und versuche den notwendigen, abschließenden Sprint hinzulegen. Doch ich kann nicht mehr. Ich habe keine Kraft mehr. So sehr ich auch will, meine Beine gehorchen mir nicht mehr. Kurz vor der Zielgeraden gucke ich auf die Uhr. Noch 100m und nur noch 10 Sekunden. Das wars. Ich schaffe es nicht. Ich quäle mich die letzten Meter ins Ziel und erreiche es bei 3:00:13 als 17ter Gesamt und 5ter meine Altersklasse. Ich falle auf den Boden zusammen und versuche mit mir und dem gerade Erlebten klar zu kommen. Langsam beruhigt sich mein Puls und mein Gedanken werden klarer. Und sofort realisiere ich, was ich hier in den letzten 3 Stunde und 13 Sekunden geleistet habe. Es ist keine Schande, dass ich bei meinem ersten Marathon nicht unter 3 Stunden geblieben bin. Es ist keine Schande, dass ich nicht das perfekte Rennen gelaufen bin. Aber mal ehrlich, sollte man das immer erwarten? Ich habe meinen ersten Marathon im ersten Versuch gefinisht und bin dabei nur knapp hinter den Erwartungen geblieben. Ich kann ruhigen Gewissens behaupten, dass ich alles gegeben habe. Ich bin an meine Grenzen und vielleicht sogar etwas darüber gegangen und habe trotz großer Probleme, Zweifel und Schmerzen nicht aufgegeben. Genau darum geht es und darüber bin ich sehr glücklich.

Danke an alle, die mich heute und in den letzten Monaten unterstützt und damit einen erheblichen Anteil an dieser Leistung heute haben. Ohne diese Hilfe, ohne euch, wäre das nicht möglich gewesen.

Ein besondere Dank an meinen Trainer Arne, der mich verletzungsfrei und erfolgreich durch die Vorbereitung geleitet hat und meine Freundin Hanna, die viel Verständnis und Geduld aufgebracht hat.”

Einige Bilder gibt es bei Flickr.

3 Läufe im Sauerland

Als erstes stand der Caller Berglauf an: Eine 10-Kilometer-Strecke mit kaum einem flachen Meter: Die Beine waren zwar locker, die Atmung wollte aber nicht richtig mitspielen, dazu kamen noch heftige Seitenstiche von dem ständigen Auf und Ab, die Julia einige Zeit kosteten. Trotzdem gewann sie souverän in 43:04min, was jedoch langsamer war als im letzten Jahr.

Eine Woche später standen 15km beim Fleckenberger Herbstwaldlauf auf dem Programm: Die 300 Höhenmeter, die auf der ersten Hälfte erlaufen wurden, ging es auf der zweiten Hälfte komplett wieder runter. Da Julia die Strecke schon kannte, konnte sie sich ihre Kräfte gut einteilen und bergab ordentlich Tempo machen. Auf den letzten drei Kilometern wurde sie dann noch von einem ehemaligen Vereinskameraden gezogen, wodurch sie ihr Ziel, den Streckenrekord (zuvor 1:02:20) zu brechen, mit 40 Sekunden Puffer nach 1:01:44 erreichte.

Als Abschluss war dann der Ruhrtal-Volkslauf in Fleckenberg angesagt; auch hier wieder eine bergige Strecke über 11,5km. Wieder einmal ganz alleine, aber diesmal mit guten Beinen lief sie zum Sieg in 48:29min.

Mit den drei Siegen ist sie nun Führende im Laufcup mit so großem Vorsprung, dass ihr der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen ist. “Auf jeden Fall haben die 3 Läufe Richtig Spaß gemacht. Auch wenn ich natürlich nicht voll im Training drin war in den Ferien, haben sie sich doch ziemlich gut angefühlt.” Ein großer Dank geht zudem an Trainer Arne, der wieder einmal die Vorbereitung auch aus der Entfernung sehr gut unterstützt hat.

 

 

Zwei Starts – einmal erster, einmal zweiter Platz beim Stadtlauf in Treysa

Der Stadtlauf in Treysa bot für zwei VfLer eine willkommene Gelegenheit vor den anstehenden Rennen über 10km die Form zu testen. Clemens Möller und Lena Ritzel standen also zusammen mit etwa 70 anderen Startern am Start im Stadion in der nordhessischen Kleinstadt.

Treysa

Die Ausgangssituation hätte viel verschiedener nicht sein können: Clemens seit einigen Wochen wieder voll im Training mit einem guten Rennen letzte Woche in Fulda, Lena hingegen quasi direkt aus dem Urlaub gekommen mit zwei Wochen ohne Tempotraining. Dennoch hatten beide die gleiche Einstellung: einfach mal laufen und schauen, was geht.

Nach einer Runde im Stadion ging es über sechs Runden rund um dasselbe und am Ende nochmal gut 500m auf der Tartanbahn, sodass am Ende eine Strecke von etwa 7km bewältigt war. Lag Clemens ausgangs der Einstiegsrunde noch in Führung, war schon nach einem guten Kilometer klar, dass es nach ganz vorne wohl nicht gehen würde. In Führung lag ein Flüchtling aus Ostafrika, der die Führung dann auch Runde für Runde ausbaute und am Ende mit etwa 500m Vorsprung gewinnen konnte. Dahinter platzierte Clemens sich ebenfalls mit einem sehr deutlichen Vorsprung. Im Gesamtfeld direkt hinter Clemens lief bereits Lena ins Ziel, die damit die Frauenkonkurrenz dominierte und mit mehr als 2min Vorsprung in neuem Streckenrekord gewinnen konnte. Beide VfLer waren mit ihren Leistungen sehr zufrieden: „Ich bin mit jeder Runde besser ins Rennen gekommen, wurde immer schneller. Wenn ich noch ein paar Prozent rausholen kann in den kommenden Wochen, dann ist in Offenbach auf jeden Fall eine neue Bestzeit drin“, dachte Clemens im Ziel schon an zukünftige Aufgaben. Lena fügte hinzu: „Die Runde hat richtig Spaß gemacht, es lief richtig gut, so kann es gerne weitergehen!“

Treysa Treysa

Insgesamt also ein erfolgreicher Sonntag für unsere Läufer, der durch Sieg und Streckenrekord von Julia Altrup beim Fleckenberger Herbstwaldlauf komplettiert wurde (Bericht kommt nächstes Wochenende).

Bilder gibt es hier

Fuldamarathon – Anders als erwartet, aber trotzdem schön

Beim 24. Fuldamarathon 2017 (bei dem es gar keine Marathondistanz gibt) waren für den VfL vier Läufer am Start: Tobias Roth auf der Halbmarathondistanz als letzter Test vor dem Kasselmarathon Anfang Oktober und auf der 10km-Strecke Jakob Möller, der damit seine Straßensaison 2017 abschließen wollte, Clemens Möller als Formbestimmung und Thorsten Herrig, der spontan am Start war.

Um Punkt 11 Uhr fiel der Startschuss für den Halbmarathon, bei dem zugleich auch die hessischen Meisterschaften ausgetragen wurden. Für Tobi galt es, es besser zu machen als in Wetzlar vor zwei Wochen über 30 km: Dort war er zu schnell gestartet und am Ende komplett eingebrochen. So hielt er sich diesmal am Anfang zurück und sammelte die anderen Läufer nach und nach ein. Zehn Kilometer passierte er wie geplant nach etwa 39:10 Minuten und konnte das Tempo weiter halten. Bei Kilometer 17 erlitt er dann einen kleinen Einbruch, den er jedoch schnell wegsteckte und sein Tempo wiederfand. So erreichte er das Ziel nach 1:21:59. Damit war er durchweg zufrieden, auch wenn die Strecke nicht ganz der Erwartung entsprochen hatte: „Es waren doch einige Höhenmeter mehr als gedacht, in der Ausschreibung wurde die Strecke komplett flachdargestellt, dabei gab es doch ein paar Anstiege. Zudem wechselte der Untergrund stetig und man hatte alles von Asphalt und Kopfsteinpflaster bis zu längeren Kiespassagen dabei.“

Eine halbe Stunde später starteten die 10-Kilometerläufer: Schon auf den ersten Metern im Stadion setzte sich Thorsten an die Spitze, vor dem Favoriten und Olympiateilnehmer im Marathon 2016 Julian Flügel. Der machte auch keine Anstalten, das Tempo zu erhöhen und so liefen die beiden die ersten fünf Kilometer zusammen. Dahinter hatte sich Clemens einer Fünfergruppe angeschlossen: Die Vorgabe, bei fünf Kilometern mit 18:08 durchzugehen, verfehlte er zwar um zehn Sekunden, war angesichts der Steigungen bis dorthin weiterhin optimistisch gestimmt. Hinter dieser Gruppe hatte Jakob die Einsamkeit des Langstreckenläufers zu durchleiden: Etwa 9,7km musste er ohne Begleitung durch die schöne Fuldaer Innenstadt laufen. Dadurch hatte sich auch die Erwartung, eine neue Bestzeit aufzustellen, rasch erledigt. Trotzdem war er mit seinem Ergebnis- er erreichte das Ziel nach 38:44min- zufrieden. Bei Thorsten lief es auf der zweiten Hälfte nicht so gut: Zunächst wurde er falsch geleitet, so dass er erst 100m in die falsche Richtung lief, dann umdrehen musste und seinen Rhythmus komplett verlor. Danach wollte der Magen nicht mehr, so dass er das Rennen nach sieben Kilometern beenden musste. So kam als erster VfLer Clemens ins Ziel, der auf der zweiten Hälfte etwas zulegen konnte und sich gemeinsam mit einem Konkurrenten aus der Gruppe absetzte. Auch wenn er diesen auf den letzten Kilometern etwas ziehen lassen musste, war er mit der Zeit von 36:25min und dem dritten Platz zufrieden: „Mit dem Ergebnis bin ich optimistisch, dass ich in vier Wochen in Offenbach mal wieder unter die 36 Minuten laufen kann.“

Somit waren die VfLer den weiten Weg zwar in Erwartung einer schnelleren Strecke angetreten, waren angesichts der Umstände mit ihren Leistungen dennoch zufrieden. In Sachen Organisation können die Fulderaner noch an sich arbeiten, so war unklar, bis wann die Nummern abgeholt werden können, die Strecke war nicht so optimal markiert und die Duschen waren leider eiskalt. Die Veranstaltung lebt also von der attraktiven – wenn auch langsamen – Strecke durch die Innenstadt und der Stimmung rund um das Stadion.

Paula bei ihren ersten “Hessischen” am Start

Am vergangenen Sonntag fanden in Frankfurt die Hessischen Meisterschaften in den Blockspezifischen Mehrkämpfen statt. Dabei konnten die Teilnehmer wählen zwischen einem Sprint-, Sprung-, Wurf- oder Laufmehrkampf. Im Laufmehrkampf der W12 war für den VfL Paula Auschill am Start.

Da es Paulas erster Start bei hessischen Meisterschaften war, war sie entsprechend aufgeregt, was sich nach der ersten Disziplin aber gelegt hatte. Das waren gleich die 60 Meter Hürden, die anspruchsvollste Disziplin im Laufmehrkampf, die Paula auch nur sehr wenig trainiert hat. So fielen die ersten Hürdenüberquerungen noch etwas holprig aus, bis sie ihren Rhythmus gefunden hatte und als Siebte (von insgesamt 15 Teilnehmerinnen) ins Ziel kam.

Darauf folgten die 75 Meter: Da Paula eher auf der Mittel- und Langstrecke zu Hause ist, hatte sie gegen die sprintstarke Konkurrenz keine Chance und wurde nur elfte. Ähnlich lief es über die 150 Meter: Für die meisten war es das erste Mal über diese selten gelaufene Strecke, die nochmal deutlich intensiver ist als die halb so lange Strecke. So hatten die Athleten auf den letzten Metern sichtlich zu kämpfen: Das kam Paula etwas zugute und sie konnte sich um zwei Plätze auf den neunten Platz verbessern.

Zum Abschluss ging es dann auf die Stadioncrossrunde: Ein flacher Parcours mit kleinen Hindernissen war auf der Wurfwiese und der Laufbahn markiert, der deutlich kürzer war als die angegebenen 1200 Meter. In ihrer stärksten Disziplin schaffte es Paula, sich auf den ersten 200 Metern auf den zweiten Rang vorzuarbeiten. Darauf löste sich eine Gruppe mit 5 Läuferinnen, wo sie mitlaufen konnte und mit ihnen gemeinsam am die letzten 200 Metern auf die Bahn einbog. Dort machte sich wieder die Sprintstärke der Konkurrenz bemerkbar; Paula erreichte das Ziel trotzdem als starke Fünfte.

Daraus ergab sich insgesamt der siebte Platz im kompletten Mehrkampf, womit Paula rundum zufrieden war. Mit etwas mehr gezieltem Training ist dann im nächsten Jahr noch mehr drin…

Bereits zwei Tage zuvor war Paula beim Bahnlauf in Breidenbach über die 800m am Start. Dort benötigte sie für die zwei Stadionrunden 2:46,5min, was den zweiten Platz in ihrer Altersklasse hinter der Dauerkonkurrentin Theresa Ruppersberger bedeutet.

Ebenfalls in Breidenbach am Start war . Für ihn galt es, über die 12,5 Runden endlich mal eine Zeit unter 20min zu erzielen. Bei optimalen Temperaturen wurde der Niederschlag allerdings zu einem Problem: Strömender Regen überschwemmte die Bahn, sodass die Läufer teilweise durch knöcheltiefes Wasser laufen mussten. Alex orientierte sich von Beginn an an einer Läuferin aus Marburg, die genau wie er unter 10min bleiben wollte. Nach zwischenzeitlichem Tempoverlust und einiger Führungsarbeit erreichte er das Ziel nach 19:50,08min, was den siebten Platz in seiner Altersklasse bedeutete. Sein Fazit: “Das Rennen war gut, die Atmosphäre auch, allerdings muss man etwas Geduld mitbringen, da es hier (wie bereits letztes Jahr) zu erheblichen Verzögerungen im Zeitplan gekommen ist.”

7. Lahnparklauf

Am letzten Sonntag im August findet in Wetzlar schon seit einigen Jahren der Lahnparklauf statt. Dieses Jahr war der VfL erstmalig mit zwei Läufern vertreten: Lena Ritzel über die 5km und Tobias Roth über die exakt sechsmal so lange Strecke von 30km.

Für Tobi war es gewissermaßen die Generalprobe für den in etwas mehr als einem Monat stattfindenden Marathon in Kassel. Sein Vorhaben war, etwas ruhiger loszulaufen, die zweite Hälfte zuzulegen und das Ziel möglichst nach 2:04h zu erreichen. Direkt nach dem Start warf er diesen Plan allerdings über den Haufen und lief deutlich zu schnell los. Nach 10km hatte er bereits etwa eine Minute Puffer, fühlte sich aber noch hervorragend und war zuversichtlich, das Tempo durchlaufen zu können.

Etwa zu diesem Zeitpunkt ging es für Lena auf die Strecke. Nach einer Saison voller Höhen und Tiefen geht es für sie jetzt darum, wieder konstante Leistungen zu bringen, um für die anstehenden Straßenläufe gerüstet zu sein. Die erste Hälfte des Rennens konnte sie mit den 10km-Läufern mitlaufen, am Wendepunkt nach 2,5km liefen diese aber weiter, sodass Lena die komplette zweite Rennhälfte alleine bewältigen musste. Durch die entgegendkommenden Läufer anderer Distanzen wurde es zudem nicht einfacher, sodass sie einige Sekunden verlor. „Bei verhaltenerem Anfang wäre sicher etwas mehr  drin gewesen, aber darum ging es heute nicht wirklich. Die Zeit von 18:40min ist Durchschnitt, am wichtigsten ist aber, dass ich keine muskulären Probleme hatte und sauber durchlaufen konnte. Der Lauf heute fällt in die Kategorie „gutes Training“ und demnächst kann ich dann hoffentlich wieder richtig angreifen“, resümierte sie im Ziel.

Tobi war gut  fünfmal so lange unterwegs wie Lena, als er erstmals zu spüren bekam, wie lang 30km werden können: „Während ich mich zum letzten Mal verpflegen wollte, habe ich so heftige Seitenstiche und Magenkrämpfe bekommen, dass ich kaum noch gehen konnte. An Laufen war also für die letzten Kilometer nicht mehr zu denken, sodass ich schlussendlich etwa 20min verloren habe.“ Natürlich war der Ärger im Ziel erstmal groß – nur 15min hatten noch bis ins Ziel gefehlt -, letztendlich hat der Lauf somit seinen Zweck aber in Gänze erfüllt: Tobi weiß jetzt, dass er auf keinen Fall zu schnell loslaufen darf und kann somit voller Zuversicht in Richtung Kassel blicken.

 

Viele zufriedene Gesichter beim Langstreckenmeeting in Borken

Das Blumenhainstadion im nordhessischen Borken war an diesem Samstag das Ziel für zahlreiche Langstreckler. Unter den knapp 200 Aktiven befanden sich auch vier VfLer: Paula Auschill war über 2000m am Start, Lena Ritzel über 3000m, Jakob Möller über 5000m und sein jüngerer Bruder Clemens ließ es sich nicht nehmen, sowohl Lena als auch Jakob Tempo zu machen.

Bei wechselhaften Bedingungen – die einzige Konstante bei Regen und Sonne im Wechsel war der stetige Wind- ging es als erstes für Paula an den Start. Die erst Zwölfjährige lief etwas zu schnell los und musste dann große Teile der Strecke alleine laufen. Das Ziel erreichte sie nach etwas mehr als 8 Minuten, was den Sieg in der Altersklasse W12 bedeutet. Die Zeit war zwar nicht ganz das, was sie sich erwünscht hatte, dennoch war sie nicht unzufrieden und wird zukünftig sicherlich häufiger bei Wettkämpfen dabei sein.

Paula Borken
Paula (1.v.l.) war über die 2000m am Start

Anschließend ging es für Lena auf 7,5 Stadionrunden. Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften vor zwei Wochen in Ulm (10:42min) sollte es diesmal in Richtung Bestzeit gehen. Unterstützt von Clemens, der langsam aber sicher Routine als Pacemaker bekommt, liefen die ersten Runden wie geschmiert. Etwa ab der Hälfte merkte Lena aber, dass sie nach wie vor nicht bei 100% ist und musste mit müde werdenden Oberschenkeln das Tempo etwas reduzieren. Dank Clemens Motivation erreichte sie das Ziel trotzdem nur knapp über Bestzeit nach 10:25min. „Klar fehlen da noch ein paar Sekunden zur Bestzeit, aber ich kann noch schnell laufen… daran hatte ich nach den vergangenen Wochen langsam Zweifel bekommen, von daher ist das hier heute eindeutig als Erfolg zu verbuchen.“, resümierte sie ihr Rennen.

Lena Borken
Der Start der 3000m mit Lena (1.v.r)

Im letzten Lauf des Tages war dann Jakob am Start. Vor etwa mehr als zwei Wochen Bestzeit über 3000m ging es jetzt auf der nicht ganz doppelt so lange Strecke darum, die Bestzeit von 17:42min deutlich zu verbessern. In einem Rennen, in dem er abgesehen von Clemens, der auch hier einen hervorragenden Job als Pacemaker machte, niemanden in seiner Nähe hatte, spulte er die ersten zwei Kilometer genau im Plan für 17:15min ab. Danach merkte er aber schon, dass die Beine nicht ganz so schnell wollten: „Ab der Hälfte der Strecke war es ein einziger Willenskampf. Die Beine wurden immer müder, die Zeiten Stück für Stück etwas langsamer, die Versuchung, langsamer zu laufen immer größer. In solchen Momenten ist es natürlich perfekt, wenn da jemand ist, der dir Tempo macht, so wie heute. Ohne Clemens hätte ich das nie so geschafft.“ Der Kampf wurde am Ende mit einer Verbesserung der Bestzeit um 17 Sekunden auf 17:25min belohnt.

Jakob Borken
Jakob (1.v.l.) wurde – wie auch Lena – von Clemens (1.v.r.) unterstützt

Somit konnten die VfLer den Tag als vollen Erfolg verbuchen, alle Athleten waren im Bereich ihrer Möglichkeiten unterwegs und fuhren zufrieden wieder in Richtung Marburg. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an unseren Trainer Arne, ohne den wohl keiner von uns solche Leistung bringen würde!

Stadtlauf in Nidda – Gelungener Vorbereitungs-Wettkampf für Tobi

Am 1.10 wird Tobias Roth das erste Mal bei einem Marathon an der Startlinie stehen – in Kassel. In der Vorbereitung dafür steht noch das eine oder andere Unterdistanz-Rennen auf dem Plan, so auch an diesem Samstag in Nidda. Der bereits zum 30. Mal ausgetragene Lauf fand dabei zeitgleich zum Fest der Kulturen rund um den Marktplatz in Nidda statt. Somit war bei – für Läufer – optimalen Bedingungen eine gute Stimmung gegeben.

Tobi Nidda
Tobi bei der Siegerehrung

Tobis Vorhaben, die 5 winkligen Runden mit einigen Kopfsteinpflasterpassagen in einer gleichmäßigen Pace von 3:50min/km zu bewältigen wurde dabei gerade zu einer späteren Rennphase, als einige langsamere Läufer zu überrunden waren, mit jedem Schritt schwieriger: “Beim Überrunden habe ich leider nicht immer clever agiert und musste dadurch oft relativ weit von der Ideallinie abweichen. So bin ich insgesamt einige Meter zusätzlich gelaufen und habe leider einige Sekunden verschenkt. Hierdurch kann konnte ich wichtige Erfahrungen sammeln und für das nächste Mal lernen.” Dennoch erreichte er das Ziel annähernd nach der gewünschten Zeit und war damit zufrieden. Als nette Beigabe gab es den zweiten Platz in der Hauptklasse der Männer, im Gesamteinlauf konnte Tobi sich als sechster platzieren.

Bis zum Marathon in Kassel stehen dann noch einige Rennen über die Halbmarathondistanz und über 30km an, bevor es Anfang Oktober in Nordhessen richtig ernst wird.

Zwei Sportfeste – zwei Bestzeiten

Nach dem gelungenen Wiedereinstieg auf der Mittelstrecke in Köln ging es nur eine Woche später für Arnfried vom Hofe zum Feriensportfest nach Wetzlar. Dort war er über die selten gelaufene 1000m-Strecke am Start. Bei seinen bisherigen drei Starts über diese Strecke – alle in Wetzlar – konnte er seine Zeiten konsequent verbessern, zuletzt im vergangenen Jahr auf 2:39,11min. Dieser Serie wollte er fortsetzen und einen Bereich von 2:36min angreifen.

Das Rennen entwickelte sich allerdings vom Start weg wenig optimal: Als zweiter der Meldeliste musste er vom ersten Meter an Tempo machen, bei 400m lag er somit genau im Plan. Auf dem nächsten 200m-Abschnitt verlor er allerdings einige wertvolle Sekunden und wurde so bei noch einer zu laufenden Runde vom späteren Sieger überholt. Dieser distanzierte ihn dann auch sofort um einige Meter, sodass Arne auch die letzte Runde alleine gegen den teilweise böigen Wind kämpfen musste. So erreichte er das Ziel als zweiter nach 2:40,26min. So richtig zufrieden war er damit nicht: „Irgendwie haben sich die letzten 200m nicht gut angefühlt, es war wie auf rohen Eiern zu laufen. Das Tempo kann ich auch zu Hause alleine im Training laufen. Vielleicht fehlt mir das Krafttraining ein bisschen.“, versuchte er im Ziel eine erste schnelle Analyse. Somit fällt der Wettkampf wieder einmal in die Kategorie „Jeder Wettkampf ist besser als Training“ und die nächste Chance für Arne, sein Leistungsvermögen zu zeigen, ließ nicht lange auf sich warten.

Am darauffolgenden Mittwoch kam dann bereits die nächste Chance; mal wieder beim Abendsportfest in Pfungstadt. Dort war Arne über die 800m am Start, für drei seiner Athleten, Jakob und Clemens Möller sowie Julia Altrup stand die längste aller Mittelstrecken, die 3000m auf dem Programm.

In dem zweiten nach Zeiten gesetzten Lauf waren die Bedingungen für eine schnelle Zeit bei Arne gegeben. Da Rennen entwickelte sich allerdings etwas unglücklich: nach gutem Beginn verschleppte der in Führung liegende Läufer das Tempo in der zweiten Kurve ein wenig, sodass das Feld extrem eng zusammenrückte und es zu einigen Rangeleien kam und für Arne nur die zweite Bahn blieb. Wie schon in Wetzlar fehlte ihm am Ende ein wenig die Tempohärte, sodass die Uhr nach 2:03,52min stehen blieb, womit er gar nicht zufrieden war. Der kommende 3000m-Lauf seiner Schützlinge Jakob, Clemens und Julia bot aber alle Voraussetzungen um seine Laune wieder zu heben: Nach wenig Training in der letzten Zeit ging es für Julia und Clemens in erster Linie darum, Jakob auf seinem Weg in Richtung einer Zeit unter 10min zu unterstützen. Die Bedingungen um 21h waren optimal: angenehme Temperaturen um 20°, Windstille und ein Lauf mit vielen Athleten, für die es in Richtung 10min gehen sollte. Die ersten 1500m sollte Julia die Tempoarbeit übernehmen und so die Grundlage schaffen. Das gelang ihr auch perfekt, sodass nach der Hälfte der Strecke noch alle Möglichkeiten gegeben waren. Beim Einlaufen hatte Julia noch mit sich gehadert, wie sie nach der „Erledigung“ ihrer Aufgabe weitermachen sollte, ihre Beine waren dann aber so gut, dass sie weiterlief. Jakob wurde jetzt von Clemens unterstützt, der das Tempo minimal anzog, sodass nach 2400m bereits absehbar war, dass das Erreichen der einstelligen Zeit bereits recht sicher schien. Die letzten 500m lief Jakob dann alleine und holte alles aus seinem Körper heraus. Mit einer hervorragenden Schlussrunde in 76sec unterbot er die 10min mit 9:53,08min deutlich. Clemens konnte auf den letzten Metern nicht mithalten (angesichts der vorangegangenen Tage mit vielen Wanderungen und noch mehr Höhenmetern nicht überraschend) und benötigte für die 7,5 Runden 10:00,07min. Julia zeigte dahinter, dass auch ohne viel Training manchmal Topleistungen möglich sind: Sie lief nur knapp hinter den beiden Brüdern, ließ sich im Sog mitziehen und verbesserte ihre Bestzeit um mehr als 20sec auf 10:02.98min.

„Pfungstadt hat mal wieder bewiesen, dass es immer gut für schnelle Zeiten ist. Mit der Unterstützung von Clemens und Julia konnte ich die 10min-Schallmauer gleich deutlich unterbieten und bin damit mega zufrieden. Es war einfach ein geniales Rennen, die Tatsache, dass ich einfach nur mitlaufen musste und mir keine Gedanken über die Zeit machen musste, hatte daran sicher einen hohen Anteil. Dass Julia dahinter auch noch Bestzeit laufen konnte, ist natürlich super, zumal ja vorher Zweifel bestanden, wie lange sie das Tempo überhaupt mitlaufen kann. So war es ein perfekter Abend!“, bilanzierte Jakob den Abend.

In den kommenden Wochen und Monaten geht es für die Gruppe dann nochmal zu ein paar Bahnläufen, dann klassischerweise nochmal auf die Straße und ab November dann wieder auf die Crossstrecken in ganz Hessen.

Kölner Leichtathletiktage – Arne greift wieder an

Auch Coach Arnfried vom Hofe war vergangenes Wochenende mal wieder bei einem Wettkampf am Start. Für ihn ging es zu den Kölner Leichtathletiktagen. Es ging mal wieder auf Arnes Paradestrecke: die kurze Mittelstrecke über 800m.

Köln1
Arne (2.v.l.) im Trainingslager beim Ergänzungstraining

Seit ziemlich genau zwei Jahren steht die Bestzeit für Arne auf den zwei Stadionrunden bei knapp unter 1:59min – dass sich daran nichts ändern würde, stand von Vornherein fest. Die Trainingsleistungen nach dem vorangegangenen Trainingslager in Montpellier deuteten eher auf eine Zeit rund um 2:03min hin. „Ich habe zwar gut trainiert die letzten Wochen, aber die Beine sind nicht ganz frisch nach der Zeit in Frankreich und zu der Form die ich vor zwei Jahren hatte, fehlen mir sowieso einige Prozent“, gab Arne vor dem Start zu Protokoll. Die Devise im schnellsten von sechs Zeitläufen war für ihn also, möglichst lange an der Gruppe dranzubleiben und hinten raus möglichst wenig Zeit zu verlieren. Nach einer knappen Stunde Verzögerung – natürlich wenig optimal für schnelle Zeiten –  ging es dann endlich los. Arne konnte seinen Plan gut umsetzen, auch wenn auf den letzten 200m der letzte Kick und das Stehvermögen noch fehlen. Am Ende stoppte die Uhr für ihn bei 2:01,99min. „Auch wenn zur Bestzeit gut 3sec fehlen, bin ich absolut zufrieden mit dem Lauf heute. Die Veranstaltung hier ist jedenfalls richtig schön: Die Atmosphäre mit dem Fluchtlicht-Springen der Stabhochspringer ist schon etwas Besonderes!“, zeigte er sich im Ziel zufrieden.

In den kommenden Wochen stehen dann noch einige weitere Mittelstrecken auf dem Programm bevor Arne im Herbst und Winter sicherlich wieder im Matsch der Crossstrecken zu finden sein wird.

Arne mit der Trainingslagergruppe in Montpellier