Einstieg in Crosssaison am Hammerweiher

Wie bereits letztes Jahr war der Crosslauf am Hammerweiher der Auftakt für unsere Crosslaufsaison, die die nächsten Wochen bestimmen wird. Bei der kleinen familiären Veranstaltung waren fünf VfLer am Start: Lena Ritzel und Johanna Rasche über fünf Runden sowie Thorsten Herrig und Clemens und Jakob Möller über sieben Runden.

Vorm Start gab es allerdings einen kleinen Dämpfer: Statt der letztjährigen Runde mit einem Waldabschnitt und einigen kurzen Anstiegen gab es dieses Jahr eine Runde über die Wiese, zwar mit einem Anstieg, insgesamt aber deutlich langweiliger als die Variante des vergangenen Jahres. Vom Start weg lief Thorsten ein einsames Rennen an der Spitze des Feldes, konnte seinen Vorsprung Stück für Stück ausbauen und erreichte das Ziel als Sieger im Gesamtfeld von etwa 20 Männern. Auf Platz drei lief der nächste VfLer, Clemens, ins Ziel. Zum vor ihm laufenden Eschenburger Sedric Haus konnte er nicht aufschließen, die hinter ihm laufenden Athleten aber gut in Schach halten, darunter auch Tobi Schulz, der ihn vergangenen Jahr in Biedenkopf auf der Straße noch auf den letzten Metern geschlagen hatte. Einige Plätze weiter hinten komplettierte Jakob das gute Mannschaftsergebnis. Vor dem Start durch die geänderte Strecke jeglicher Motivation beraubt fand er dann doch ganz gut in das Rennen und war zufrieden mit seinem Ergebnis.

Clemens, Lena, Jakob, Johanna, Thorsten (v.l.)

Zeitgleich mit den Männern waren auch die Damen gestartet. Für Lena eröffnete das die Option, den Versuch zu wagen, mit Clemens mitzugehen. Dass das keine so gute Idee war, musste sie nach gut einer Runde feststellen und ihn laufen lassen. Danach war es auch für sie ein größtenteils einsames Rennen, dass sie als deutliche Siegerin der Frauenkonkurrenz beenden konnte. Ebenfalls auf dem Podest als Dritte kam Johanna ins Ziel. Im Trikot der LG Osnabrück lieferte sie sich auf der letzten Runde einen spannenden Kampf um Platz drei, den sie aber zu ihren Gunsten entscheiden konnte.

Somit waren alle VfLer mit ihren Leistungen mehr oder weniger zufrieden, auch wenn das Bedauern über die geänderte Strecke bei dem einen oder anderen einen faden Beigeschmack verursachte. In zwei Wochen gibt es dann vielleicht nochmal die Option, am Hammerweiher anzugreifen, ob mit oder ohne uns, werden wir wohl kurzfristig entscheiden.

Frankfurt-Marathon – Macht Lust auf mehr

Bei der größten Laufveranstaltung in Hessen war – wie bereits vergangenes Jahr – auch der VfL vertreten. Dieses Mal zwar nicht bei dem namensgebenden Marathon, dafür aber beim Minimarathon über exakt ein Zehntel der traditionellen 42,195km und mit einer Läuferin in der Staffel von Svens Laufshop.

Am frühen Morgen ging es also mit dem Zug nach Frankfurt. Angespannte Gesichter, nervöse Vorfreude und die Aussicht auf den stimmungsvollsten Zieleinlauf in Deutschland in der Festhalle prägen die Stimmung während der Anfahrt. Henriette, Paula und Friedrich waren noch nie in Frankfurt am Start, lediglich Laurenz kann bereits auf einen Start im vergangenen Jahr zurückblicken. Gerade für die Debütanten ist es etwas Besonderes: Riesige Menschenmengen, das Befestigen des Zeitnahmechips, das extreme Gedränge im Startblock – all das gibt es bei den üblichen Laufveranstaltungen in unserer Region sonst nicht.

Nach dem langen Stehen im Startblock ging es dann gegen 11h endlich los: etwa 2000 Kinder stürmten in Richtung Innenstadt, eine Runde durch die Häuserschluchten, zurück über die nicht enden wollende Gerade in Richtung Messe, noch einmal links und dann in die Festhalle, wo sie von Hunderten Zuschauern empfangen wurden. Aus sportlicher Sicht lief es dann auch sehr gut: Paula lief erwartungsgemäß als erste VfLerin in Ziel. Sie benötigte für die Strecke 19:08min. Etwa eine Minute dahinter kamen zuerst Henriette nach 20:15min und Laurenz nach 20:23min. Friedrich erreichte das Ziel nach 20:58min.

In der Staffel von Svens Laufshop war Lena Ritzel am Start. Mehr oder weniger spontan hatte sie sich mit drei Mitstreitern zusammen gefunden und durfte den letzten Abschnitt von etwa 14km Länge laufen. Mit ihrer Zeit von etwa 54:30min war sie zufrieden, im Vordergrund stand aber vielmehr auch bei ihr das Erlebnis Marathon: super Stimmung an der Strecke, zahlreiche Bands und als absolutes Highlight der Einlauf in der Festhalle. Auch wenn es für Lena die längste im Wettkampf gelaufene Strecke war, kann es ihr eigentlich gar nicht schnell genug mit den noch längeren Strecken gehen: “Dieser Lauf hat mir noch mehr Lust auf (Halb-)Marathon gemacht, mal sehen, ob ich Arne dazu bewegen kann, dass ich im Frühjahr die 21,1km in Angriff nehmen darf.”

Somit waren an diesem Sonntag alle VfLer mit ihren Leistungen zufrieden – so oder so ist der Marathon in Frankfurt aber jedes Jahr aufs Neue ein unvergessliches Ereignis, der Lust auf die langen Strecken macht .

Herausforderung Herkules-Berglauf

Als Abwechselung zu den üblichen Laufveranstaltungen ging es für drei VfLer zum Herkules-Berglauf nach Kassel. Vom Start in der Stadt ging es über gut sechs Kilometer durch den Bergpark Wilhelmshöhe und über Waldwege zum Herkules. Gut vorbereitet durch viele Höhenmetern in den letzten Wochen stellten sich Arnfried vom Hofe sowie Clemens und Jakob Möller der Herausforderung von rund 350 Höhenmetern.

Herkules

Dass Clemens in einer super Form ist, konnte er ja schon letzte Woche in Offenbach unter Beweis stellen – Arne auf den ersten paar Hundert Metern schon 10sec abnehmen war dann aber doch sehr optimistisch. Im Folgenden nahmen die beiden sich kaum etwas, mal lief einer der beiden einige Sekunden schneller, mal der andere. Beide hatten sich das Rennen aber genau richtig eingeteilt und konnten im oberen Streckenteil Plätze gutmachen. Nach gut 27 Minuten überquerte Clemens dann die Ziellinie direkt am Herkules. Unmittelbar hinter ihm mit etwa 10sec Rückstand kam dann auch Arne, der zwar mit seinem Lauf ganz zufrieden war, seinen Schützling aber gerne noch eingeholt hätte: „Im oberen Streckenteil habe ich alles versucht, um nochmal ranzukommen. Clemens ist unten sehr offensiv angelaufen, ich bin da eher defensiver… Wobei ich denke, dass wir beide schneller gewesen wären, wenn wir von Beginn an gemeinsame Sache gemacht hätten.“

Nach frisch überstandener Erkältung war Jakob nicht ganz sicher, ob er schon wieder ganz fit ist. Dementsprechend lief er vorsichtig an. „Die erste Hälfte ist eher unrhytmisch mit einigen Bergabpassagen und richtig knackigen Anstiegen, das ist nicht so mein Fall. Nach drei Kilometern habe ich mich noch gut gefühlt und dann so richtig in den Wettkampfmodus umgeschaltet.“ Somit konnte er auf dem zweiten Teil, der ihm mit langen konstanten Anstiegen auch eher liegt, noch einige Konkurrenten überholen. Nach einer knappen halben Stunde hatte er den Berg bezwungen und konnte sich zusammen mit seinen Teamkameraden an den Abstieg machen.

Somit war der Ausflug nach Kassel für alle drei Athleten eine runde Sache und passte sich zudem perfekt in das Crosslauftraining ein, das die kommenden Wochen bestimmen wird.

Bestzeiten zum Saisonende

35:35 und 37:37 – das waren die Marken beim Mainuferlauf in Offenbach, die bei Clemens Möller und Lena Ritzel über einen gelungenen Sonntagvormittag entscheiden sollten. Diese Zeiten haben die beiden als Bestzeiten über 10km stehen. Offenbach erwies sich für die VfLer schon im vergangenen Jahr als schnelles Pflaster. Die topfebene Strecke entlang des Mains und die frühe Startzeit bieten perfekte Bedingungen für starke Zeiten.

                                                                             Folgerichtig liefen beide auf Bestzeitenkurs an: Clemens entschied sich sogar dafür, etwas langsamer anzugehen und hoffte auf ein schnelleres Ende. Nach 5km in 17:43min lag er genau auf Kurs und konnte zuversichtlich auf die zweite Hälfte gehen. Lena lief optimistischer an und hatte bei Streckenhälfte mit 18:25min bereits einen kleinen Puffer erlaufen, sodass auch bei ihr noch alles möglich war. Bei Kilometer 7 kam dann aber ein kleines Tief: Plötzlich 10sec langsamer wurde es noch einmal spannend. An diesem Punkt entscheidet sich, ob es in Richtung Bestzeit geht oder ob der Lauf am Ende unter „ferner liefen…“ angehakt werden muss. Dieses Mal zeigte Lena ihr Kämpferherz und konnte noch einmal beschleunigen. Clemens ging es ebenso: Auf einem ganz leichten Bergabstück beschleunigte er und konnte das Tempo in die Ebene und auf die verbleibenden Kilometer mitnehmen. Im Ziel standen dann zwei neue Bestzeiten von 35:17 und 37:10 zu Buche. Wenig überraschends waren beide überglücklich und können mit diesen Zeiten die Straßenlaufsaison beenden und freuen sich jetzt auf das genaue Gegenteil – matschige Crossstrecken, auf denen es nicht um Zeiten, sondern nur um ein gutes Laufgefühl und die Platzierung geht.

Bilder gibt es bei flickr.

Drei Läufe mit vier VfLern in einer Woche

Am Samstag war Alexander beim Schelder Berglauf am Start. Die Strecke ist mit 7 km und 360 hm ziemlich knackig. Vor allem die erste Passage, in der auf 1,7 km bereits 165 hm  überwunden werden, hat es in sich. Diese Passage verläuft zum Teil auf einem Singletrail, weshalb die Läufer einzeln im 15-Sekunden-Abstand starteten. Da Alexander das erste Mal dabei war, lief er eher vorsichtig, zumal vor dem Ziel noch eine längere Steigung wartete. Trotzdem war er mit seiner Zeit von 40:41min und der Platzierung im oberen Mittelfeld nicht ganz zufrieden.

PaulaWetterBeim Bahnlauf in Wetter auf der neuen, noch ganz weichen Laufbahn bestritt Paula am Mittwoch das letzte Bahnrennen dieser Saison. Über 800m war das Ziel eine neue Bestzeit. Schon direkt nach dem Start war klar, dass das schwierig werden würde: Ein Läufer preschte vorweg, dahinter war Paula auf sich allein gestellt. Die Zwischenzeit bei 400 passte noch, auch auf der folgenden halben Runde hielt sie das Tempo aufrecht. Dann wurden die Beine jedoch schwer und die Schritte langsamer. So verlor sie noch einige Sekunden und kam nach 2:44,1 Minuten ins Ziel, was ein ganz knappes Verfehlen der Bestzeit bedeutete.

 

Im Dörfchen Hommertshausen im Hinterland waren Arnfried vom Hofe und Thorsten Herrig am Start. Für beide stand vor allem im Vordergrund wieder Wettkampferfahrung zu sammeln, für Arne nach längerer Paus, für Thorsten nach einigen wegen Magenproblemen abgebrochener Wettkämpfe.

HommertshausenSomit war der Plan, zusammen die erste Hälfte der 7km-Runde zu bewältigen und dann zu schauen, was noch möglich ist. Auf den ersten Kilometern lief Thorsten dann auch gößtenteils wie vorgegeben hinter Trainer Arne her, vor den beiden schlugen zwei andere Läufer auf der hügligen Strecke ein Höllentempo an. Schnell war aber klar, dass sie das Anfangstempo nicht würden halten können. Anders Arne und Thorsten, die nach Streckenhälfte auf die beiden ersten Ränge vorlaufen konnten. Dann zeigte sich, dass Thorsten in den vergangenen Monaten besser trainiert hat als Arne: er setzte sich Meter für Meter von Arne ab und entschied den Lauf mit einer Zeit von 24:45min deutlich für sich. Dahinter wurde Arne mit 55sec Rückstand Zweiter: „Natürlich bin ich nicht auf dem Stad von 2013, damals war ich hier 35sec schneller. Ich gehe das Ganze jetzt ein bisschen entspannter an – von daher war es eine nette Veranstaltung!“ Thorsten war ebenso zufrieden, vor allem angesichts der Tatsache, dass er seit Monaten endlich mal wieder einen Wettkampf zu Ende laufen konnte.

Bilder aus Hommertshausen gibt es bei flickr.

Rhädenlauf Obersuhl | Hessische Polizeimeisterschaften Waldlauf

Beim Rhädenlauf in Obersuhl/Wildeck trotzten fast 90 Teilnehmer dem wechselhaften Oktoberwetter, das sich zur Hälfte bei den 10 Kilometer nass und ungemütlich präsentierte.  Zu absolvieren war eine abwechslungsreiche Rundstrecke, auf der es teilweise bergauf und bergab ging, die aber dennoch gut zu belaufen war. Trotzdem kostete die Strecke rund um das Naturschutzgebiet Rhäden im hessisch-thüringischen Grenzgebiet einiges an Kraft.

 Vom Start weg sah man an der Spitze Arnfried vom Hofe und Lukas Gießler (TV Obersuhl) das große Feld anführen, bis Arne nach knapp 3km in verschiedenen Richtungswechseln das Tempo forcierte, und sich entscheidend von Lukas Gießler absetzen und mit gut 4 Minuten Vorsprung in 36:20 Minuten gewann. Mit am Start war auch ein Athlet von Arne vom SSC Bad-Sooden Allendorf, Benedikt Schenke. Das Ziel lautete, beim ersten Wettkampf die 45 Minuten Marke zu knacken. Nach forschem Angang musste er ein wenig Tempo rausnehmen, konnte dann aber auf den letzten Kilometern noch mal Gas geben. Das Ziel vor Augen schaffte er die 10km in 44:45 Minuten und blieb damit deutlich unter der angestrebten Vorgabe. Ebenfalls konnte das Zweiergespann auf die großartige Unterstützung von Betreuerin Eva bauen, die an vielen Stellen an der Strecke immer wieder zu sehen und vor allem zu hören war. Das motivierte immer wieder, sodass das Tempo hochgehalten werden konnte.

 

Bei den hessischen Polizeimeisterschaften im Waldlauf in Mühlheim am Main war vom VfL Chris Nacke am Start. Zunächst sah es nach einem regnerischen und kalten Lauf aus, aber pünktlich zum Aufwärmen hörte es auf zu regnen und und die Läufer konnten im Trockenen auf die Strecke gehen. Die Mittelstrecke ging über 5,3km auf flachen, aber rutschigen Wegen durch den Offenbacher Stadtwald. Chris, der sonst nur auf den Sprintstrecken unterwegs ist und den Lauf ohne Vorbereitung bestritt, landete mit 21:14 Minuten im Mittelfeld und zeigte sich damit zufrieden. Der Sieger erreichte das Ziel nach 16:51 Minuten.

 

Berglauf Eschenburg und Volkslauf Treis

Am 3. Oktober findet schon seit 26 Jahren der Volkslauf in Treis an der Lumda statt. Über 5km, 10km, den Halbmarathon sowie auf verschiedenen Wanderstrecken sind über 500 Starter unterwegs. Bekannt ist der Lauf nicht zuletzt für sein legendäres Kuchenbuffet, das auch dieses Jahr wieder die Erwartungen übertreffen konnte. Die Erwartungen der VfLer am Start waren nicht so groß: Als Vorbereitung für den in knapp zwei Wochen anstehenden Mainuferlauf in Offenbach waren Jakob und Clemens Möller sowie Lena Ritzel über 10km am Start. Im Schülerlauf über 1,2km wollte Jan sich mit der Konkurrenz messen.

Clemens durfte im Vorfeld durchaus als Mitfavorit gehandelt werden – vom Start weg setzte er sich in einer vierköpfigen Spitzengruppe fest. Dahinter ließen Jakob und Lena es ruhig angehen. Wie vom Coach vorgegeben liefen sie die ersten Kilometer in einer Pace von etwas über 4min/km, sodass sie die Hälfte der Strecke nach 20:15min erreichten. Clemens hatte den Kontakt nach vorne zu diesem Zeitpunkt leider schon verloren, sodass er zusammen mit Paul Göhring auf die zweite Streckenhälfte gehen musste. Die beiden lagen auf Platz drei und vier, dass es nicht nach ganz vorne gehen würde, war zu diesem Zeitpunkt bereits klar. Als Clemens dann auch Paul noch ziehen lassen musste, kämpfte er mit sich selber und der nicht ganz einfachen Strecke und erreichte das Ziel als Vierter nach 37:16min. Zufrieden war er damit nicht, dennoch ist er zuversichtlich, dass es in Offenbach zu einer neuen Bestzeit reichen wird: „Die Beine waren von den letzten Tagen müde, ein bisschen erkältet bin ich auch. Die Form für eine Zeit im Bereich von 35:20min ist eigentlich da. Jetzt muss ich mich bis Offenbach einfach nochmal ordentlich erholen, dann kann ich richtig angreifen.“

Besser erging es Jakob und Lena: Sie konnten das Tempo wie geplant auf der zweiten Hälfte steigern und etwa bis zum Wendepunkt gemeinsame Sache machen. Danach erhöhte Jakob das Tempo nochmal ein wenig, sodass beide auf sich alleine gestellt die verbleibende Strecke entlang der Lumda absolvieren mussten. Jakob konnte dabei Meter für Meter auf einen vor ihm liegenden Läufer gut machen und erreichte das Ziel somit als sechster nach 39:40min. Auf Platz acht im Gesamteinlauf und als erste Frau erreichte Lena das Ziel. Wie schon so oft verfehlte sie dabei die 40min-Marke um nur wenige Sekunden. Dennoch können beide den Lauf als gutes Training für Offenbach verbuchen und optimistisch in die verbleibende Vorbereitung gehen.

Lena bei der Siegerehrung

Im Schülerlauf war Jan am Start. Der Elfjährige, der gerade in die fünfte Klasse gekommen ist und bereits bei einigen Läufen am Start war, zeigte dabei wieder einmal, dass Laufen durchaus zu seinen Stärken gezählt werden kann und erreichte das Ziel als Dritter seiner Altersklasse nach 4:53min.

Bereits am 23.9. war Alexander Stöhr beim Eschenburg-Berglauf am Start. Dieser Lauf, der kein festes Datum im Laufkalender hat und entweder im Frühling oder im Spätsommer stattfindet, führt von Eiershausen auf 5 km über Teer- und Waldwege auf den 589m hohen Eschenburg. Leider lief es für Alexander nicht ganz rund. Schon vor dem Start stellte er fest, dass er sein Trikot vergessen hatte, sodass er in einem alten, ausgeleierten T-Shirt laufen musste. Zudem waren die Bedingungen mit schwül-warmen Temperaturen nicht optimal. So blieb er mit 25:59,3 min über eine Minute hinter seiner Bestzeit zurück. Trotzdem sorgte die schöne Strecke auch dieses Jahr wieder für ein schönes Lauferlebnis

Kasselmarathon- Debüt mit allem, was einen Marathon ausmacht

Tobias Roth nahm am ersten Oktober beim Kasselmarathon zum ersten Mal die Marathonstrecke in Angriff:

“Das war er nun – mein erster Marathon. So viele Monate habe ich darauf hin gefiebert, unzählige Trainingskilometer runtergespult, mich und mein Umfeld belastet und dann ist es innerhalb von wenigen Stunden vorbei. Aber trotz dieser Tatsache hat es sich gelohnt und rückblickend würde ich es genau so wieder machen.

Und so schnell ging es dann doch wieder nicht. Ich habe noch nie im meinem Leben so sehr gelitten und bin gleichzeitig so stolz und glücklich gewesen. Der Lauf war ein Auf und Ab, geprägt von unterschiedlichsten Phasen, die ich mit mir und den vor mir liegenden Kilometern ausmachen musste.

Es begann zunächst gut. Ich fühlte mich fit und war mental bereit. Hinzu kam, dass das Wetter sich von der besten Seite zeigte. Es war also alles angerichtet und die ersten Kilometer fühlten sich fantastisch an. Ich genoss das Laufen und sog die Eindrücke auf. Die vorgegebene Pace von 4:02 – 4:05 war genau das, was meine Beine laufen wollten. Erste Probleme entstanden allerdings, als ich merkte, dass keine Gruppe dieses Tempo auf längere Dauer laufen wollte und so musste ich mich fügen und mich auf ein von Kilometer zu Kilometer wechselndes Tempo einlassen. Nicht ideal, aber meinen ersten Marathon komplett im Alleingang bewältigen, das wollte ich nun wirklich nicht. Und dann passierte genau das, was nicht passieren sollte. Bereits bei Kilometer 7-8 bekam ich Seitenstiche, die sich in richtige Magenkrämpfe steigerten und das bereits zu Beginn und ohne einen einzigen Schluck getrunken oder sonst irgend etwas zu mir genommen zu haben. Es schien, als wenn das Schicksal, welches mich in Wetzlar bei meinem 30km Vorbereitungslauf ereilt hatte und mich zwang, das Rennen zu Ende zu gehen, wieder einholen würde. Es ging so weit, dass ich bereits bei KM 10 ans Aufhören dachte. So hatte ich mir das wirklich nicht vorgestellt. Doch woher kamen diese Probleme? Hatte ich vielleicht einfach zu wenig in mir? Bin ich das Rennen mit zu wenigen Reserven angegangen? Ich klammerte mich an diesen Gedanken fest und griff meine linke Tasche, in der ich mein Notfall-Gel eingesteckt hatte. Voller Entsetzen stellte ich jedoch fest, dass ich dieses bereits verloren hatte und so hieß es kämpfen und bis zu der ersten, geplanten Ration bei KM 15 auszuhalten. Diese half mir dann tatsächlich und ich merkte bereits nach kurzer Zeit, wie neue Kraft in mir aufkam und sich Erleichterung in mir breit machte.

Die nächsten Kilometer liefen danach gut, jedoch merkte ich, dass die Krämpfe ihre Spuren hinterlassen hatten. Sobald es auch nur leicht bergab ging und meine Schritte härter auf den Asphalt knallten, spürte ich, dass meine Bauchmuskulatur angegriffen war und schmerzte. Hinzu kam, dass ich den Anschluss zu dem einzigen Läufer, der in etwa mein Tempo gehen wollte, verloren hatte. Zwischen uns lagen gut und gerne 50 – 100 Meter, die es nun zuzulaufen galt. Denn alleine laufen war nach wie vor die schlechteste Option. Daher war ich um so erleichterter, als mir dieses Vorhaben bereits vor KM 20 gelang und ich nun ein paar Meter im Windschatten laufen konnte. Denn diesen konnte man heute in manchen Passagen der Strecke deutlich spüren. Die Halbmarathon-Marke erreichte ich planmäßig bei 1:26:46 und mein körperlicher Zustand war zu diesem Zeitpunkt so gut wie nach dem Start nicht mehr. Die regelmäßigen Verpflegungen, die mir durch meine Vereinskollegen alle 5km gereicht wurden, stimmten meinen Magen zusätzlich zufrieden. Die Zeichen standen also gut und auch mein Trainer, der mich über weite Teile der Strecke begleitete und mir Tipps gab, war zufrieden und zuversichtlich. Hier war heute wieder was möglich.

Dann zeigte sich jedoch ab KM 27, dass der Marathon seine eigenen Gesetze hat und die Keule traf mich zum ersten Mal leicht. Das Streckenprofil veränderte sich zu diesem Zeitpunkt deutlich – ab jetzt standen Höhenmeter an. Zwar keine extremen Höhenmeter, aber genau bei einem empfindlichen Teil der Strecke. Ich drosselte mein Tempo um ca. 20 Sekunden pro Kilometer, um nicht zu früh im Rennen mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Immerhin lagen noch 15km vor mir. Zu viel, um komplett auf dem Zahnfleisch zu laufen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass die Wunsch-Zielzeit von 2:53:00 nur noch sehr schwer zu erreichen sein würde, zumal ich logischerweise meinen Wegbegleiter wieder einmal ziehen lassen musste. Also hieß es ab jetzt: Alleine laufen. Die Strecke, die Zeit und ich – 15km lang. Trotz alledem hatte ich mir ein Mindestziel mit ins Rennen genommen. Die 3-Stunden Marke sollte definitiv geknackt werden. Und so kämpfte ich ab jetzt für dieses Ziel und war fest entschlossen, es auch zu erreichen. Noch hatte ich Puffer, noch hatte ich Kraft. Die hügelige Phase des Marathons erstreckte sich bis ca. KM 36 und es schien, als wenn mir genau am “Gipfel” irgendjemand den Stecker gezogen hätte. Denn ab diesem Zeitpunkt, genau dem Punkt der Strecke, ab dem es nur noch bergab und geradeaus ging, brach ich ein und nichts ging mehr. Da war sie, die Grenze meines Körpers, an der ich nun stand. Meine Muskeln schmerzten, mein Magen litt mittlerweile immer mehr an den Krämpfen vom Anfang und sämtliche Kraft war aus meinem Körper gewichen. Ich war am Ende. Selbst mein Minimalziel rückte zu diesem Zeitpunkt in weite, weite Ferne. Alle Zellen meines Körpers sendeten Signale an mein Gehirn: „Bleib stehen, gib auf!“ Und wieder kam dieser Gedanke des Aufgebens für einen Moment in mir auf. Doch dann sah ich meine Leute an der Strecke, die mich anfeuerten und an mich glaubten. Ich erinnerte mich an die unzähligen Trainingsstunden und den Aufwand, den ich in dieses Projekt Marathon gesteckt hatte. Ich konnte, ich durfte nicht aufhören. Das würde ich mir nie verzeihen! Also lief ich weiter. Ich lief einfach, ohne Plan, ohne Gruppe und ohne Kraft, aber mit Wille. Die Geschwindigkeit wurde langsamer, die Pace pendelte sich bei 4:40 bis 4:50 ein. Meine Körperhaltung war katastrophal. Aber ich lief. Weiter und weiter. Das nächste Schild – KM 38, dann KM 39. Mir wird kalt, mein Blick trüb, ich nehme nur noch das Nötigste um mich herum war. Meine Konzentration liegt auf der vor mir liegenden Strecke.

KM 40 – die letzte Verpflegung. Ein letzter Schluck, noch ein paar Kohlenhydrate, mein Körper fühlt sich ausgemergelt an. Mittlerweile habe ich Probleme, meine Beine voreinander zu sortieren. KM 41 – meine Leute an der Strecke, die auf dem Fahrrad unterwegs und somit immer wieder für mich da waren, geben ebenfalls noch einmal alles. Noch 1km, ich kann den Stadionsprecher hören – gleich ist es geschafft. Dann sehe ich das Auestadion direkt vor mir, ich schaffe es! Dort warten meine Freunde und meine Familie und drücken die Daumen. Für manche von ihnen waren die letzten Minuten wohl ähnlich lange wie für mich. Ein hektischer Blick auf die Uhr. Was ist mit aus meinem Minimalziel geworden? Die Uhr zeigt 2:58:XX und ich habe noch ca. 400 Meter vor mir. Das kannst du schaffen, schreie ich mir förmlich selbst zu. Ich biege ins Stadion ein, noch ca. 300m zu laufen. Der Stadionsprecher kommentiert meine Gedanken und spricht es aus – das wird eng. Ich versuche noch einmal das wirklich Allerletzte aus mir rauszuholen und versuche den notwendigen, abschließenden Sprint hinzulegen. Doch ich kann nicht mehr. Ich habe keine Kraft mehr. So sehr ich auch will, meine Beine gehorchen mir nicht mehr. Kurz vor der Zielgeraden gucke ich auf die Uhr. Noch 100m und nur noch 10 Sekunden. Das wars. Ich schaffe es nicht. Ich quäle mich die letzten Meter ins Ziel und erreiche es bei 3:00:13 als 17ter Gesamt und 5ter meine Altersklasse. Ich falle auf den Boden zusammen und versuche mit mir und dem gerade Erlebten klar zu kommen. Langsam beruhigt sich mein Puls und mein Gedanken werden klarer. Und sofort realisiere ich, was ich hier in den letzten 3 Stunde und 13 Sekunden geleistet habe. Es ist keine Schande, dass ich bei meinem ersten Marathon nicht unter 3 Stunden geblieben bin. Es ist keine Schande, dass ich nicht das perfekte Rennen gelaufen bin. Aber mal ehrlich, sollte man das immer erwarten? Ich habe meinen ersten Marathon im ersten Versuch gefinisht und bin dabei nur knapp hinter den Erwartungen geblieben. Ich kann ruhigen Gewissens behaupten, dass ich alles gegeben habe. Ich bin an meine Grenzen und vielleicht sogar etwas darüber gegangen und habe trotz großer Probleme, Zweifel und Schmerzen nicht aufgegeben. Genau darum geht es und darüber bin ich sehr glücklich.

Danke an alle, die mich heute und in den letzten Monaten unterstützt und damit einen erheblichen Anteil an dieser Leistung heute haben. Ohne diese Hilfe, ohne euch, wäre das nicht möglich gewesen.

Ein besondere Dank an meinen Trainer Arne, der mich verletzungsfrei und erfolgreich durch die Vorbereitung geleitet hat und meine Freundin Hanna, die viel Verständnis und Geduld aufgebracht hat.”

Einige Bilder gibt es bei Flickr.

3 Läufe im Sauerland

Als erstes stand der Caller Berglauf an: Eine 10-Kilometer-Strecke mit kaum einem flachen Meter: Die Beine waren zwar locker, die Atmung wollte aber nicht richtig mitspielen, dazu kamen noch heftige Seitenstiche von dem ständigen Auf und Ab, die Julia einige Zeit kosteten. Trotzdem gewann sie souverän in 43:04min, was jedoch langsamer war als im letzten Jahr.

Eine Woche später standen 15km beim Fleckenberger Herbstwaldlauf auf dem Programm: Die 300 Höhenmeter, die auf der ersten Hälfte erlaufen wurden, ging es auf der zweiten Hälfte komplett wieder runter. Da Julia die Strecke schon kannte, konnte sie sich ihre Kräfte gut einteilen und bergab ordentlich Tempo machen. Auf den letzten drei Kilometern wurde sie dann noch von einem ehemaligen Vereinskameraden gezogen, wodurch sie ihr Ziel, den Streckenrekord (zuvor 1:02:20) zu brechen, mit 40 Sekunden Puffer nach 1:01:44 erreichte.

Als Abschluss war dann der Ruhrtal-Volkslauf in Fleckenberg angesagt; auch hier wieder eine bergige Strecke über 11,5km. Wieder einmal ganz alleine, aber diesmal mit guten Beinen lief sie zum Sieg in 48:29min.

Mit den drei Siegen ist sie nun Führende im Laufcup mit so großem Vorsprung, dass ihr der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen ist. “Auf jeden Fall haben die 3 Läufe Richtig Spaß gemacht. Auch wenn ich natürlich nicht voll im Training drin war in den Ferien, haben sie sich doch ziemlich gut angefühlt.” Ein großer Dank geht zudem an Trainer Arne, der wieder einmal die Vorbereitung auch aus der Entfernung sehr gut unterstützt hat.

 

 

Zwei Starts – einmal erster, einmal zweiter Platz beim Stadtlauf in Treysa

Der Stadtlauf in Treysa bot für zwei VfLer eine willkommene Gelegenheit vor den anstehenden Rennen über 10km die Form zu testen. Clemens Möller und Lena Ritzel standen also zusammen mit etwa 70 anderen Startern am Start im Stadion in der nordhessischen Kleinstadt.

Treysa

Die Ausgangssituation hätte viel verschiedener nicht sein können: Clemens seit einigen Wochen wieder voll im Training mit einem guten Rennen letzte Woche in Fulda, Lena hingegen quasi direkt aus dem Urlaub gekommen mit zwei Wochen ohne Tempotraining. Dennoch hatten beide die gleiche Einstellung: einfach mal laufen und schauen, was geht.

Nach einer Runde im Stadion ging es über sechs Runden rund um dasselbe und am Ende nochmal gut 500m auf der Tartanbahn, sodass am Ende eine Strecke von etwa 7km bewältigt war. Lag Clemens ausgangs der Einstiegsrunde noch in Führung, war schon nach einem guten Kilometer klar, dass es nach ganz vorne wohl nicht gehen würde. In Führung lag ein Flüchtling aus Ostafrika, der die Führung dann auch Runde für Runde ausbaute und am Ende mit etwa 500m Vorsprung gewinnen konnte. Dahinter platzierte Clemens sich ebenfalls mit einem sehr deutlichen Vorsprung. Im Gesamtfeld direkt hinter Clemens lief bereits Lena ins Ziel, die damit die Frauenkonkurrenz dominierte und mit mehr als 2min Vorsprung in neuem Streckenrekord gewinnen konnte. Beide VfLer waren mit ihren Leistungen sehr zufrieden: „Ich bin mit jeder Runde besser ins Rennen gekommen, wurde immer schneller. Wenn ich noch ein paar Prozent rausholen kann in den kommenden Wochen, dann ist in Offenbach auf jeden Fall eine neue Bestzeit drin“, dachte Clemens im Ziel schon an zukünftige Aufgaben. Lena fügte hinzu: „Die Runde hat richtig Spaß gemacht, es lief richtig gut, so kann es gerne weitergehen!“

Treysa Treysa

Insgesamt also ein erfolgreicher Sonntag für unsere Läufer, der durch Sieg und Streckenrekord von Julia Altrup beim Fleckenberger Herbstwaldlauf komplettiert wurde (Bericht kommt nächstes Wochenende).

Bilder gibt es hier